Blogeinträge

Von der IGA 1961 über die EGA 2013 zur BUGA 2021

Die EGA Halle 1
Ein weiterer Schritt zur Aufwertung der Erfurter EGA, dem größten Garten Thüringens, konnte heute feierlich begangen werden. Die Halle 1 wurde umfänglich saniert und heute wieder eröffnet. Die Stadtwerke, in deren Verantwortung die EGA seit 10 Jahren betrieben wird, investierten dazu über eine Million Euro. 1961 sind die Ausstellungshallen auf der IGA gebaut worden und waren ursprünglich für 10 Jahre konzipiert und sollten den Internationalen Gartenbauausstellungen der RGW-Staaten dienen. Eine grundlegende Sanierung gab es allerdings in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht und so ist es fast ein Wunder, dass die große Haupthalle 1 nach 51 Jahren überhaupt noch saniert werden konnte und nicht abgerissen werden musste.
Im Gespräch mit der Blumenkönigin
Heute war die EGA einmal wieder brechend voll. Die Gärtnertage zusammen mit der Raritäten-Börse lockte tausende Besucher an. Auch die Erfurter Blumenkönigin hatte ihren letzten Auftritt – morgen wird eine neue Blumenkönigin gewählt. In jedem Jahr verändert sich das Gesicht der EGA ein Stückchen mehr. Der Spielplatz ist nach wie vor Besuchermagnet, der Pavillon wurde saniert und vor einigen Tagen konnten wir im neugestalteten Mainz-Pavillon die Bundesligamannschaft unseres SWE Volley-Teams präsentieren.  Bis zum Beginn der BUGA 2021 wird auf der EGA noch viel entstehen – im Aufsichtsrat der BUGA 2021 werde ich den Prozess aktiv mit begleiten dürfen. Bilder von der EGA  

Gipfeltreffen – Erste gemeinsame Aktion nach Kooperationsvereinbarung

Auf dem Geierfelsen
Gemeinsam über Stock und Stein durch den Thüringer Wald spazierend, nahmen gestern Vormittag die Spielerinnen des Erstligisten VolleyStars Thüringen (vormals VfB 91 Suhl) und der Zweitligavertretung unseres SWE Volley-Teams aus Erfurt, den eher für die zahlreich erschienenen Vereinsfunktionäre und Presse – und Medienvertretern beschwerlichen Weg zum Geierfelsen als Tagesziel ins Visier. Auf Einladung des Suhler Oberbürgermeisters Jens Triebel, seines Zeichens nicht nur Kommunalpolitiker, sondern auch ambitionierter Kletterer wurde dieses symbolhafte Treffen vereinbart. Gemeinsam den Geierfelsen, nahe dem Forsthaus Sattelbach zu erklimmen, sich dabei zu unterstützen, gegenseitig zu helfen, zu motivieren und kennenzulernen stand im Mittelpunkt der bisher nur per Kooperationsvereinbarung bestehenden „Seilschaft“. Das ausgegebene Ziel, zukünftig die Kräfte zu bündeln, Synergieeffekte zu schaffen und den Spitzenvolleyball in Thüringen unter dem Dach der VolleyStars Thüringen zu vereinen, gilt es in den nächsten Wochen und Monaten mit Leben zu erfüllen. Dahingehend waren alle Beteiligten, unter anderem auch Tankred Schipanski, als Vereinspräsident in Suhl und ich als Präsident des SWE Volley-Teams und die in Vertretung des Erfurter Oberbürgermeisters anwesende Beigeordnete Kathrin Hoyer einig, dass diese symbolträchtige Aktion richtungsweisend für die Zukunft sein kann.
Das Gipfelbuch
Nicht zu vergessen, dass die wagemutigen Kletterer Anna Sofie Franke, Mareike Hindriksen, Julia Herz, Karen Lißon, Lisa Breitsprecher, Christina Speer und Antonia Stautz die mit mir beim Erklimmen des Geierfelsens unter fachkundiger Anleitung von Jens Triebel eine Menge Spaß hatten. Auf dem Felsen hatten wir ausreichend Zeit über Volleyball zu fachsimpeln, da das auf- und abseilen immerhin knapp eine Stunde dauerte. Wir haben uns in der Zeit auch alle im Gipfelbuch verewigt.   Derweil nutzen die zahlreichen Journalisten die Zeit, um sich vor Ort über das Projekt VolleyStars Thüringen zu informieren. Dafür standen Trainer und Spielerinnen bereitwillig für Interviews sowie das eine oder andere Fachgespräch zur Verfügung. Wir als SWE Volley-Team möchten uns herzlich für die Einladung und den gelungenen Kletterausflug  bedanken und hoffen auf viele weitere gemeinsame Aktionen. Heute Abend berichtet das MDR-Thüringen Journal und auch in den Zeitungen waren heute schöne Bilder und Artikel. Bilder vom Gipfelsturm  

Unser neues Team…

Unsere neue Bundesligamannschaft haben wir heute erstmals präsentiert, bevor am kommenden Wochenende die Saisonvorbereitung den ersten Gradmesser für den Leistungstand bereit hält. Seit einigen Wochen trainieren unsere Damen vom SWE Volley-Team schon wieder und dies sogar zu Teil neun Mal pro Woche. Beim Rudow-Cup in Berlin werden sie sich erstmals mit anderen Bundesligisten messen. Die heutige Teampräsentation veranstalteten wir auf der EGA und dort im neugestalteten Mainz-Pavillon. Der Präsident des Landessportbundes Peter Gösel war ebenso zu Gast, wie eine große Zahl unserer treuen alten und einiger neuen Sponsoren. Peter Zaiß, der Geschäftsführer der Stadtwerke, erinnerte daran, dass wir nun gemeinsam in das zehnte Jahr der Zusammenarbeit gehen. Seit 2004 treten wir unter dem Namen SWE Volley-Team in der 2. und 1. Bundesliga an und haben mit den Stadtwerken seit dem einen zuverlässigen Hauptsponsor. Das SWE Volley-Team wird es auch weiter geben, auch wenn wir in der Saison 2014/2015 in der Kooperation mit dem VfB 91 Suhl als VolleyStars Thüringen in einer gemeinsamen GmbH in der 1. und 2. Bundesliga spielen werden. In unserem Verein haben wir 150 Spielerinnen in 16 Mannschaften quer durch alle Ligen und Altersklassen. 36 unserer Spielerinnen sind am Erfurter Sportgymnasium. Als Präsident habe ich ebenso wie unser Trainer Heiko Herzberg stolz darauf hingewiesen, dass unsere engagierte Nachwuchsarbeit Früchte trägt. In der letzten Saison waren wir 5. in der 2. Liga, Vizemeister in der 3. Liga und waren gleich mit drei Mannschaften bei den Deutschen Meisterschaften. Es ist uns gelungen die Mannschaft mit drei neuen Spielerinnen zu verstärken und so kann das Saisonziel nur heißen – ein Platz auf dem Treppchen soll es sein! Die Saison beginnt mit einem Doppelauswärtspieltag in Dresden und Grimma am 20. und 21. September. Am 12. Oktober wird der Regionalpokal gespielt und am 19.Oktober steigt das erste Bundesligaheimspiel. Bis dahin stehen nach dem Rudow-Cup noch der Grimma-Cup (31.8. bis 1.9.) und unser eigener SWE-Cup (7. – 8. September an). Auch das darauffolgende Wochenende ist vom Volleyball geprägt. Der Vorstand wir da zu den Halbfinals und Finalspielen der Volleyball Europameisterschaft in Berlin sein. Heute hat das Thüringen-Journal von unserem SWE Volley-Team berichtet, morgen wird es noch einen Bericht zum gemeinsamen Gipfelsturm mit den Damen aus Suhl geben und ich denke die Presse wird uns auch gut begleiten. Bilder der Teampräsentation  

Gesicht zeigen gegen Neonazis!

Mit Bodo Ramelow, Ministerin Marion Walsmann, Dirk Adams und Dr. Volker Düssel
Rund 300 Erfurterinnen und Erfurter waren heute Vormittag in die Trommsdorfstraße gekommen, um Gesicht gegen einen angekündigten Aufmarsch der NPD zu zeigen. Unter dem Deckmantel, sich für den Tierschutz engagieren zu wollen, war Ziel ihres Aufmarschs ein Fleischerladen in dem geschächtetes Fleisch verkauft wird. Der rassistischen und fremdenfeindlichen Ideologie der Neonazis stellten sich heute Vertreter aller Religionsgemeinschaften und Stadtrats- sowie Landtagsabgeordnete der CDU, der Linken und der Grünen entgegen. Die Jusos hatten ebenso wie die Evangelische Kirche eine Gegendemonstration an der Schmidtstedter Straße angemeldet. Bereits im Laufe dieser Woche hatte ich gemeinsam mit unserer CDU-Kreisvorsitzenden Marion Walsmann einen von Bodo Ramelow initiierten parteiübergreifenden Aufruf unterzeichnet, der sich gegen den NPD-Aufzug richtete. Für mich ist es sowohl in meiner Funktion als Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierungsfragen, als auch als Fraktionsvorsitzender der CDU Stadtratsfraktion selbstverständlich, gegen die Neonazis Flagge zu zeigen. Wir waren uns dazu in der Vergangenheit im Stadtrat stets einig und werden dies auch in Zukunft sein. Ursprünglich waren sowohl Stadtverwaltung, als auch Polizei der Auffassung, dass der Tag weitgehend konfliktfrei ablaufen könne. Es gab Auflagen, ein Verbot für die NPD vor den Fleischerladen zu gehen und ein Ausweichdemonstrationsort. Dort hatten sich die Gegendemonstranten versammelt, um der NPD den Zugang zu verwehren. Um zu verhindert, dass die NPD kurzfristig einen anderen Demonstrationsort wählt, wo keine lautstarken Proteste ihren Aufmarsch begleitet hätten, war die Polizei bemüht den Platz friedlich zu räumen. Dabei kam es dann zu Rangeleien und im Nachhinein zu Protesten einiger Demonstrationsgruppen. Ich konnte den Ablauf nicht mehr direkt beobachten, werde also am Montag interessiert die Medien dazu verfolgen. Fakt ist aber auch, dass der armseelige Haufen von rund 20 Neonazis um NPD-Funktionär Wieschke, jedes denkbare Klischee erfüllte – dumpfbackig und platt! Die Erfurterinnen und Erfurter haben gezeigt, dass solche Typen in der Landeshauptstadt nicht gewollt sind und ich bin froh, dass sich so viele friedlich mit anderen Religionsgemeinschaften solidarisiert haben. Bilder von der Kundgebung    

21. Erfurter Weinfest

Mit Prinzessin Jenny I. und Weinmönch Stefanus
Noch bis zum Sonntag findet das 21. Erfurter Weinfest auf dem Domplatz statt. Nachdem ich schon vor einigen Wochen am 10. Juli in der Jury mitarbeiten durfte, um die Weine für den Weinpass auszuwählen, war ich natürlich bei der Eröffnung neugierig, wie das Weinfest am neuen (alten) Ort angenommen wird. Nachdem es mal am Domplatz vor über 20 Jahren begann zog es erst zum Wenigemarkt und dann auf den Rathausparkplatz. Da aber dort gebaut wird, war dieses Jahr wieder der Domplatz Ort des Geschehens. Die wunderbare Kulisse des Doms und das herrliche Sommerwetter trugen gemeinsam dazu bei, dass es voll war und dass beste Stimmung herrschte. 16 weingüter bzw. Anbaugebiete präsentieren sich und laden zum Verkosten ein. Mit dem Erfurter Weinpass kann man für 15 Euro 16 Weine bei ihnen verkosten – das reicht für mehr als einen Abend 🙂 und sie sind alle zu empfehlen. In der Jury haben wir sie bei am Ende aus 50 Proben ausgewählt. Jeder Besucher kann zudem noch seinen Rot- und Weißwein des weinfestes wählen.  
Prima Stimmung!
Sachkundige Begleitung und Weinberatung hatte ich beim Weintrinken auch, weil sowohl der Erfurter Weinmönch Stefanus, als auch die noch amtierende Thüringer Weinprinzessin Jenny I. bei mir am Tisch waren. Die Thüringer Weuinprinzessin besucht in jedem Jahr das Erfurter Weinfest. Jenny I. ist immerhin schon die 19. Prinzessin und am kommenden Sonntag wird in Bad Sulza die 20. gekrönt. Fazit: der Ort ist gut, die Weine sind gut, die Stimmung war Klasse! Also wer an den nächsten Abenden noch nichts vor hat, der ist auf dem Domplatz beim Weinfest gut aufgehoben. Bilder vom Weinfest  

Schmalkalden aktiv beim Thema Antidiskriminierung

Gerne bin ich der Einladung der Gleichstellungsbeauftragten und des Seniorenbeirats der Stadt Schmalkalden gefolgt, ein Vortrag zum Thema “Thüringen diskriminierungsfrei – Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft” im Rathausfestsaal zu halten. Im Rahmen des Tags der Senioren und der Wohlfahrtspflege organisierte die Stadt zudem eine Infomationsbörse für Frauen und eine Seniorenmesse auf dem Altmarkt. Bürgermeister Thomas Kaminsiki eröffnete mit mir gemeinsam den Tag und erläuterte, wie wichtig der Stadt Schmalkalden das Thema sei. Die Gleichstellungsbeauftragte der knapp 20.000 Einwohner-Stadt ist seit 2006 im Amt und kümmert sich unter anderem um das Thema der Antidiskriminierung. Bei Treffen der kommunalen Gleichstellungsbeauftragen hatten wir uns kennengelernt und spontan den Vortrag vereinbart. Trotz des herrlichen Wetters waren um die Mittagszeit viele Schmalkalder ins Rathaus gekommen. Insbesondere die Mitglieder des Seniorenbeirats fragten interessiert nach. Die Themenschwerpunkte lagen bei der Altersdiskriminierung und der Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Derzeit macht dies auch den Hauptanteil meiner Arbeit als Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierungsfragen aus. Viele Eltern behinderter Kinder wenden sich an mich, weil sie Probleme mit der Schulwahl haben, oder mit der Betreuung ihrer Kinder unzufrieden sind. Auch im Anschluss an die Veranstaltung habe ich mich noch mit einer Mutter getroffen, die mir ihre Sorgen schilderte. Um bei Antidiskriminierungsfragen helfen zu können, muss man zunächst die Betroffenen erreichen bzw. sie ermutigen, sich zu offenbaren. Ich bin deshalb den Verantwortlichen in Schmalkalden für ihr Engagement und die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen sehr dankbar. Bilder aus Schmalkalden    

Starkes Zeichen für wehrhafte Demokratie und wahrhaftige Toleranz

Die Erfurter CDU Kreisvorsitzende und Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei Marion Walsmann ruft die Thüringerinnen und Thüringer auf, der gemeinsamen Erklärung aller Landtags- und Stadtratsfraktionen, Religionsgruppen und der Stadt Erfurt zu folgen und sich an den Gegenveranstaltungen zu der geplanten NPD-Kundgebung vor einer islamischen Fleischerei in der Trommsdorffstraße in Erfurt am kommenden Samstagvormittag (17. August 2013) zu beteiligen. Antimuslimische und antisemitische Hetze haben keinen Platz in unserer Gesellschaft, erklärte die Kreisvorsitzende. Dem Neuen, dem Anderen, dem Fremden kann man ausschließlich mit Aufgeschlossenheit und Interesse  begegnen. Wir müssen voneinander lernen und einander verstehen, uns tolerieren und respektieren. Die  Thüringerinnen und Thüringer mit Migrationshintergrund gehören mit vielfältigen kulturellen und religiösen Wurzeln zu uns  auch sie machen die Vielfalt und den Reichtum unseres Landes aus. Deshalb sei es für sie beide eine Selbstverständlichkeit gewesen, sich der Erklärung anzuschließen, so Walsmann und Panse. Und es macht uns als Demokraten und Bürger dieses Landes stolz, dass die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner die ganze Breite unserer Gesellschaft widerspiegeln. Diese Erklärung ist ein starkes Zeichen für eine wehrhafte Demokratie und wahrhaftige Toleranz. Am Samstag gilt es daher, den fremdenfeindlichen Parolen und der Intoleranz gegenüber ausländischen Mitbürgern entschieden entgegen zu treten, so der Fraktionsvorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion abschließend.

13. August – Gedenken an die Maueropfer und Geburtstagsfeier

Rolf Beilschmidt, Hauptgeschäftsführer LSB
Für mich ist der 13. August ein Datum, das zwiespältige Gefühle auslöst.. Wie in jedem Jahr seit der Wende haben wir als CDU Kreisverband an die Opfer von Mauerbau und Stacheldraht erinnert. Über 1.000 Opfer forderte das Grenzregime der SED und die Opfer mahnen den Wert der Freiheit zu schätzen. Früher haben wir als JU an den Autobahnbrücken der ehemaligen Grenzübergängen nach Hessen und Bayern mit 16 m langen Tranzparenten gemahnt, oder auch 1993 symbolisch die PDS-Landesgeschäftsstelle zu gemauert um gegen deren Politik der Mauer in den Köpfen zu demonstrieren. In den letzten Jahren waren wir regelmäßig zu Mahnwachen auf dem Fischmarkt oder dem Anger. Aber der 13. August ist seit sechs Jahren auch positiv für mich besetzt. Vor genau sechs Jahren wurde mein jüngster Sohn geboren und so konnten wir heute Abend auch seinen Geburtstag feiern. Zuvor stand aber noch eine große Geburtstagsfeier in Bad Blankenburg an. In der Landessportschule feierte der Präsident des LSB Peter Gösel seinen 70. Geburtstag und der Hauptgeschäftsführer Rolf Beilschmidt seinen 60. Geburtstag. Viele Sportfunktionäre und Politiker waren gekommen, um zu gratulieren – Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, Innenminister Jörg Geibert und viele Landtagsabgeordnete. Für unser SWE Volley-Team habe ich den beiden einen Ball mit den Unterschriften der Bundesligaspielerinnen, einen Fanschal und ein Trikot geschenkt. Ich hoffe wir können sie auch zum Saisonbeginn wieder bei unseren Spielen begrüßen.

Bericht zu Diskriminierung im Bildungsbereich und im Arbeitsleben der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Michael Panse: „Bericht leistet wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Diskriminierung in zentralen Lebensbereichen“  Der Ansprechpartner für Antidiskriminierung des Freistaats Thüringen, Michael Panse, hat über den zweiten gemeinsamen Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes informiert. Die heute dem Bundestag vorgelegte Studie widmet sich der Diskriminierung im Bildungsbereich und im Arbeitsleben. Michael Panse: „Der Bericht leistet einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Diskriminierung in zentralen Lebensbereichen. Das Verwehren von Bildungs- und Beschäftigungschancen durch Diskriminierung schadet den Betroffenen und unserer gesamten Gesellschaft. Nach den wenigen Wochen meiner Tätigkeit in diesem Bereich, kann ich auch für Thüringen bestätigen, welche Probleme z.B. für Menschen mit Behinderungen im Bildungsbereich oder für Frauen im Arbeitsleben bestehen. Es macht aber auch Freude zu erleben, wie in Einzelfällen z.B. in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium geholfen werden kann. Der Bericht macht auch darauf aufmerksam, dass in Thüringen und einigen anderen Bundesländern bei den rechtlichen Regelungen im Schulbereich zum Thema Antidiskriminierungsschutz noch Nachholbedarf besteht. Gemeinsam werden wir uns der Herausforderung stellen, auf dem Weg zu einer diskriminierungsfreien Gesellschaft im Interesse der Betroffenen weiter voran zu kommen.“ Hintergrund: Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes legt gemäß der Festlegung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz alle vier Jahre einen Bericht vor. Im nun vorliegenden aktuellen zweiten Bericht geht sie besonders auf Diskriminierungen im Bildungsbereich und im Arbeitsleben ein. Der rund 450-seitige Bericht bietet hierzu eine Fülle von Informationen und Anregungen.

Antimuslimischer und antisemitischer Hetze entgegentreten – für religiöse Anerkennung, Achtung und Toleranz!

Am 17. August 2013 will die Neonazi-Partei NPD direkt vor den Türen einer Erfurter Fleischerei aufmarschieren, in der nach religiösen Vorstellungen („Halal“) verarbeitete Produkte angeboten werden. Mit dem vorgeschobenen Argument des Tierschutzes (NPD-Motto: „Aus Liebe zum Tier – keine Islamisierung“) versucht die Partei, antiislamische Ressentiments zu schüren und für sich im Wahlkampf zu nutzen. Islamophobe Einstellungen, antiislamischer Rassismus und religiöse Intoleranz haben in den letzten Jahren zugenommen und reichen bis weit in die Mitte der Gesellschaft. Da sich die religiösen Vorstellungen des Judentums und des Islams in der Frage der Zubereitung von Speisen ähneln, richtet sich die Aktion der NPD de facto auch gegen die jüdische Religion. Wenn die NPD gegen jüdische Koscher- und muslimische Halal-Schlachtungen unter dem Deckmantel von Tierschutz und vermeintlicher Religionskritik agitiert, bedeutet dies nichts anders als Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus. Die Wahl des NPD-Aufmarschortes zielt offen gegen migrantische Einwohnerinnen und Einwohner Erfurts, denn in der näheren Umgebung der Fleischerei befinden sich neben einer Moschee auch mehrere Geschäfte, die von migrantischen Thüringerinnen und Thüringern betrieben werden. Wir protestieren gegen die antimuslimische und antisemitische Hetze der NPD! Gegen die öffentlichen Attacken der NPD erklären wir unsere Solidarität mit den Gläubigen und rufen zu religiöser Anerkennung, Achtung und Toleranz auf! Wir rufen dazu auf, am 17. August 2013 in Erfurt Gesicht gegen Neonazis zu zeigen! Unterzeichnerinnen und Unterzeichner: – Dirk Adams (Mitglied des Thüringer Landtages, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN) – Andreas Bausewein (Oberbürgermeister der Stadt Erfurt, SPD) – Martin Behrens (Vorsitzender BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Erfurt) – Rüdiger Bender (Mitglied im Erfurter Stadtrat, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN) – André Blechschmidt (Mitglied des Thüringer Landtages und Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Erfurter Stadtrat) – Torsten Haß (Vorsitzender SPD Erfurt) – Michael Heym (stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag) – Uwe Höhn (Vorsitzender der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag) – Walter Homolka, Rabbiner und Rektor des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam – Ilse Junkermann (Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland) – Thomas L. Kemmerich (Mitglied des Thüringer Landtages und des Erfurter Stadtrates, FDP) – Christine Lieberknecht (Thüringer Ministerpräsidentin, CDU) – Lokaler Aktionsplan (LAP) gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt – Mattias Machnig (Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, SPD) – Aiman Mazyek (Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland) – Denny Möller (Vorsitzender ver.di Bezirk Mittel-/Nordthüringen und Mitglied des Erfurter Stadtrates, SPD) – Konstantin Pal (Landesrabbiner der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen) – Michael Panse (Vorsitzender der CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat) – Projektgruppe „Erfurter Interreligiöser Dialog“ – Bodo Ramelow (Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag) – Astrid Rothe-Beinlich (Mitglied des Thüringer Landtages, Mitglied im Bundesvorstand von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN) – Herbert Rudovsky (Mitglied des Erfurter Stadtrates, FDP) – Carsten Schneider (Mitglied des Bundestages, SPD) – Reinhard Schramm (Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen) – Anja Siegesmund (Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag) – Karola Stange (Mitglied des Thüringer Landtages und des Erfurter Stadtrates, DIE LINKE) – Heike Taubert (Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, SPD) – Tamara Thierbach (Bürgermeister der Stadt Erfurt, DIE LINKE) – Frank Warnecke (Vorsitzender der SPD-Fraktion im Erfurter Stadtrat) – Christhard Wagner (Oberkirchenrat und Beauftragter der Evangelischen Kirche im Freistaat Thüringen) – Ordinariatsrat Winfried Weinrich (Leiter des Katholischen Büros Erfurt)