Blogeinträge

Europäischer Tag der Solidarität zwischen den Generationen auch an Thüringer Schulen

Generationenbeauftragter Michael Panse: „Junge Thüringer für mehr Solidarität zwischen den Generationen sensibilisieren“ Der Beauftragte für das Zusammenleben der Generationen Michael Panse hat die Thüringer Schulen zur Teilnahme am Europäischen Tag der Solidarität zwischen den Generationen aufgerufen. Ziel des Aktionstages ist es, die Bevölkerung für die Notwendigkeit einer Förderung der intergenerationellen Solidarität zu sensibilisieren. Michael Panse sagte: „In diesem Jahr soll es am Europäischen Tag der Solidarität zwischen den Generationen besonders darum gehen, dass ältere Mitbürger und Schüler sich austauschen über das Altwerden und wie jüngere und ältere ihr Leben gemeinsam gestalten. Alle Schulen in Europa sind von der Europäischen Kommission aufgerufen, sich am ‚generations@school-Projekt‘ zu beteiligen. Vermutlich nicht am 29. April selbst, da er dieses Jahr auf einen Sonntag fällt. Aber in seinem Umfeld können in Veranstaltungen an Schulen die Verbindungen zwischen einem intensiveren Dialog der Generationen und einer besseren Bildung hergestellt werden. 2012 ist in der Bundesrepublik auch das Jahr gegen Altersdiskriminierung. Mit generationsübergreifenden Projekten an Schulen kann wirksam gegen Altersklischees angekämpft werden. Ich halte es daher für einen guten Anlass, sich rund um diesen Aktionstag einmal aktiver mit generationenübergreifenden Themen auseinanderzusetzen.“ Der Beauftragte für das Zusammenleben der Generationen, Michael Panse, unterstützt Thüringer Schulen bei der Teilnahme, vermittelt Gesprächspartner und hofft auf eine rege Teilnahme am generations@school-Projekt, damit möglichst viele junge Thüringer für das wichtige Thema der Solidarität zwischen den Generationen sensibilisiert werden. Hintergrund: Das Jahr 2012 wurde von der Europäischen Union zum Europäischen Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen erklärt. Dazu finden in Thüringen zahlreiche Veranstaltungen statt, die die Intensionen dieses Themenjahres befördern. Der 29. April ist zudem bereits seit 2009 der Europäische Tag der Solidarität zwischen den Generationen. Dieser Tag wurde 2008 in Slowenien auf einer EU-Konferenz zum demographischen Wandel ins Leben gerufen. Nähere Informationen zum generations@school-Projekt, auch zum von der Kommission ausgelobten Wettbewerb, sind unter http://www.historypin.com/gats/de/ zu finden. Pro Mitgliedsland der Europäischen Union wird es im Wettbewerb nur einen Sieger geben, aber jede teilnehmende Schule erhält ein Zertifikat.

Willkommenskultur für die Bundeswehr in Erfurt stärken

Beim Eintrag in das Gästebuch der Bundeswehr
Beim Eintrag in das Gästebuch der Bundeswehr
Heute habe ich die Löberfeld-Kaserne in Erfurt besucht, um mich im Gespräch mit dem Standortältesten Oberst Norbert Reinelt und Oberstleutnant Horst Reddemann über den Bundeswehrstandort in Erfurt zu informieren und auszutauschen. Die CDU setzte sich bereits in der Vergangenheit regelmäßig ein, wenn es in Erfurt um die Belange der Bundeswehr ging – sei es bei der Namensgebung der Korvette Erfurt oder die Standorterhaltung der Bundeswehr in Erfurt als solche. Leider ist dies bei den anderen Fraktionen im Erfurter Stadtrat alles andere als selbstverständlich und dies wird auch bei den Angehörigen der Bundeswehr kritisch registriert. Nach einem herzlichen Empfang konnte ich mich in das Gästebuch eintragen und über die äußerst positive Entwicklung des Bundeswehrstandortes nach der großen Bundeswehrreform informieren. Mit der Etablierung des Logistikzentrums der Bundeswehr in Erfurt wird der Standort nicht nur um 450 Kameraden aufgestockt, sondern durch Zu- und Umzüge kann auch die Stadt Erfurt von der aktuellen Entwicklung profitieren.
Im Gespräch mit Obert Reinelt
Im Gespräch mit Obert Reinelt
Wenngleich die meisten nach Erfurt abkommandierten Offiziere aus NRW kommen und trotzdem als Pendler uneterwegs sind, gibt es Anforderungen an die Stadt. Entsprechender Wohnraum ist für alle notwendig. Bei Bedarf sind es für die Familien der Bundeswehrangehörigen auch Kindertagesstättenplätze, wo die Stadt unterstützen kann und muss. Für mich gehört es ganz selbsverständlich zu einer Willkommensmentalität in der Landeshauptstadt auf die Bundeswehr zuzugehen und deutlich zu machen, dass wir uns über die über 2.000 Dienstposten in Erfurt freuen. Oberst Reinelt und Oberstleutnant Reddemann informierten zudem über die Situation der Bundeswehr in Erfurt und in Thüringen im Allgemeinen. Dabei ging es um Auslandseinsätze, Familienbetreuung und um weitere mstrukturierungsmaßnahmen im Zuge der Reformen. Als Ergebnis des Gesprächs habe ich die Unterstützung der Erfurter CDU-Fraktion zugesagt. In Sachen Bundeswehr werden wir uns stets für Akzeptanz und Miteinander in unserer Stadt einsetzen.

So sehen Sieger aus!

U 16 Meister (4)
Meister-Jubel!
Der Spielbetrieb in der Volleyball-Bundesliga ruht derzeit, weil an diesem Sonntag in Halle/Westfalen der Deutsche Pokalsieger ermittelt wird. Schwerin gewann gegen die Roten Raben Vilsbiburg – Glückwunsch dazu aus Erfurt! Währenddessen richten wir den Blick in die Zukunft und dies gleich doppelt. Mit unseren Damen vom SWE Volley-Team II, die den Regionalmeistertitel gewonnen haben, überlegen wir gerade ob und wie wir die Herausforderung einer 3. Liga meistern können, oder ob wir im kommenden Jahr weiter in der Regionalliga spielen. Unser 3. Team sicherte sich letzte Woche vorfristig den Thüringenmeistertitel und erhielt dabei Schützenhilfe vom jungen Volley-Junior-Team, die in Jena gewannen. Heute waren unsere U16-Mädels in eigener Halle im Sportgymnasium gefordert. Im Finalspiel um die U16-Thüringenmeisterschaft konnte ich mich mit ihnen über den Sieg gegen Suhl freuen. Platz 3 ging an die Mädels aus Gera, die sich gegen Suhl II durchsetzte. Herzlichen Glückwunsch noch einmal auch an dieser Stelle an die Mädels und ihren Trainer Jens Hugo. Wir sind in allen Altersklassen breit aufgestellt und ich glaube fest, dass immer wieder eigene Talente für unsere 1. Mannschaft nachwachsen. Ein Dankeschön auch an die Trainer, Betreuer, Eltern und Organisatoren, auch heute waren viele von ihnen in der Halle und unterstützten unsere Nachwuchshoffnungen. Meisterbilder

Gesundheitsbewußtsein fördern

Messe (3)Anliegen der 5. Thüringer Gesundheitsmesse ist es Vorsorgemöglichkeiten stärker bekannt zu machen und damit das Gesundheitsbewußtsein zu befördern. Die Gesundheitsmesse ist zugleich der Auftakt zur Gesundheitswoche. Wie in den vergangenen Jahren habe ich an der Eröffnungsveranstaltung durch unsere Sozialministerin heute Vormittag teilgenommen. Als Generationenbeauftragter des Landes habe ich danach zwei Stunden am Infostand der Landesregierung für Bürgergespräche zur Verfügung gestanden. Da die Gesundheitsmesse in die Thüringen-Ausstellung eingebettet ist und zudem jährlich mehr eigene Angebote bereit hält, gab es durchaus großes Publikumsinteresse. Mitmachangebote von sportlichen Bereichen bis zu Blutdruck-, BMI- und andere Messungen gab es und natürlich die Präsentation zahlreicher Verbände, Kur- und Wellnesseinrichtungen. Am morgigen Sonntag öffnet die Messe noch einmal für das interessierte Publikum die Türen. Bilder vom Stand bei der Gesundheitsmesse

Wahlkampf ist jetzt angesagt!

plakatallgemeinIn dieser Woche standen im Erfurter Stadtrat noch einmal mehrere wichtige Themen auf der Tagesordnung. Der Umbau des Steigerwaldstadions in eine Multifunktionsarena, der Schulnetzplan und noch einmal der Nachtragshaushalt wurden beraten. Trotz der Brisanz der Themen (insbesondere bei der Multifunktionarena) blieb der aufziehende OB-Wahlkampf noch weitgehend außen vor und dies obwohl neben dem derzeit amtierenden Oberbürgermeister gleich drei Fraktionsvorsitzende von Stadtratsfraktionen kandidieren. Lediglich die Linken und die Freien Wähler treten zwar mit Kandidaten an, die zwar schon einmal im Stadtrat waren, aber derzeit kommunalpolitisch eher inaktiv sind. Diesen vermeintlichen “Wettbewerbsnachteil” versuchen beide Fraktione mit politisch markanten Positionen auszugleichen – in dem Fall gegen die Multifunktionsarena. Während bei den Freien Wählern die Meinung des Kandidaten und der Fraktion gleich war, hatte die Linke damit schon ein mittelschweres Problem. Die Parteiführung und die Fraktionsführung marschierten nicht miteinander – der Fraktionsvorsitzende und die ehemalige Fraktionsvorsitzende stimmten für die Multifunktionsarena und zerstörten damit für die linken “Wahlstrategen” ein vermeintliches Wahlthema. In den nächsten sieben Wochen wird es aber sicher genug Möglichkeiten zur kommunalpolitischen Differenzierung geben. Derzeit hängen ersteinmal nur die Plakate mit dem roten B wie “B-Lösung”, “Grundsteuer B” oder “Bettensteuer”, eben alles was sich mit dem B wie Bausewein, als amtierenden OB verbinden lässt 🙂 Wir werden am Ende der kommenden Woche mit unseren Plakaten in die heiße Wahlkampfphase einsteigen. Die Plakate sind in allen Größen und mehreren Varianten bestellt, Flyer und Einladungen gedruckt und werden verteilt. Nahezu täglich wird es nun Veranstaltungen und Diskussionsrunden geben, die ersten Kandidatenduelle waren da nur Vorgeplänkel . Auf geht es!

Aktiv dabei sein…

Material zum Europäischen Jahr 2012
Material zum Europäischen Jahr 2012
…darum geht es im Europäischen Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen. Beachtlich ist dazu die lange Liste an bereits geplanten Veranstaltungen, sowohl in Thüringen, als auch deutschlandweit. Um sich darüber auszutauschen, bzw. abzustimmen gibt es eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die sich heute wieder zu einer Sitzung in Berlin getroffen hat. Dieses mal klappte die Anreise mit der DB wunderbar – sowohl hinwärts, als auch rückwärts auf die Minute pünktlich! Das einzige was immer noch nervt, ist die schwankende Netzabdeckung, um während der zweieinhalb Stunden Zugfahrt virtuell arbeiten zu können. Prima, dass es im IC und ICE überall Netzsteckdosen gibt, weniger schön, dass man durch so viele Funklöcher fährt. Aber andere Mitglieder der Arbeitsgruppe hatten heute größere Problem, weil sie dank Flugstreik ihre Anschlüsse verpassten. Nach der Auftaktveranstaltung des Bundes zum Europäischen Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen am 6. Februar in Berlin, sind jetzt die Bundesländer am Zug. In Thüringen haben wir allein bis September 12 Veranstaltungen geplant, von denen vier vom Bund gefördert werden. In den anderen Bundesländern werden u.a. der 10. Deutsche Seniorentag (3. – 5. Mai in Hamburg) große Kongresse wie die Ostseekonferenz (September in Kiel), Messen (Bayern) Zukunftswerkstätten und Regionalkonferenzen (Rheinland-Pfalz) und vieles andere mehr stattfinden. In vielen Bundesländern werden zudem (wie in Thüringen auch) Seniorenmitwirkungsgesetze und Aktionspläne diskutiert. Am 29. April findet der Europäische Tag der Solidarität zwischen den Generationen statt. Geplant ist dazu Schüler und ältere Menschen zusammenzubringen. Schulen sollen dazu ihre Türen öffenen und Senioren mit ihren Lebensgeschichten zu Wort kommen lassen. Ich werde dazu  kommende Woche einen Aufruf an Thüringer Schulen starten. Mitgebracht habe ich heute aus Berlin eine Menge Impulse und neue Ideen und darüber hinaus viel Infomaterial. Letzteres wird garantiert schon morgen an die richtige Adresse kommen, wenn ich bei der Gesundheitsmesse zwei Stunden am Stand der Landesregierung für das Jahr des aktiven Alterns werben werde.

Demografischer Wandel in Sachsen und Thüringen

Siegfried Töllner, Dieter Schmidt und Dagmar Nauruhn
Gemeinsam mit Siegfried Töllner, Dieter Schmidt und Dagmar Nauruhn
Die Bevölkerungsentwicklung in Sachsen und Thüringen verläuft nahezu gleichförmig und auch die Situation zwischen ländlich geprägten Regionen und Ballungszentren stellt sich ähnlich dar. Insofern ist es nur logisch, darüber gemeinsam zu diskutieren und nach Lösungen zu suchen. Auf Einladung der Senioren-Union Vogtland war ich heute zu einem Vortrag in Plauen und anschließend habe ich gemeinsam mit Dagmar Nauruhn, der Seniorenbeauftragten des Landratsamtes Vogtlandkreis, und den engagierten Senioren diskutiert. Sachsen und Thüringen haben jeweils zwischen 1990 bis 2008 einen Bevölkerungsrückgang von 12,2 bzw. 12,8 Prozent zu verzeichnen. 4,77 Mio Sachsen gab es 1990, 2008 nur noch 4,19 Mio. In Thüringen zum Vergleich 2,6 und 2,26 Mio. Thüringen hat zudem in all den Jahren noch einen höheren negativen Wanderungssaldo. Auch in Sachsen wird gerade ein Landesentwicklungsplan diskutiert und auch dort fühlen sich die Kreise am Rande des Landes vernachlässigt. Dem gilt es entgegen zu wirken und dies geht am besten mit zukunftssicheren Arbeitsplätzen und damit Perspektiven für junge Menschen. Das Vogtland hat allerdings bereits jetzt den höchsten prozentualen Anteil an über 60jährigen in Sachsen. Bereits jetzt sind es 33 Prozent. Angebote für ältere Menschen und der Erhalt der sozialen Infrastruktur stehen daher im Mittelpunkt des Interesses. Wie in Thüringen gibt es in Sachsen Mehrgenerationenhäuser (im Vogtland gleich drei davon) und der ÖPNV wurde heute als wichtigstes Instrument bewertet, um Beteiligung, bzw. Nutzung von Angeboten in den Ballungszentren zu sichern. Die Pflegesituation, Rentenentwicklung sowie soziale Situation haben wir darüber hinaus intensiv besprochen. Mich hat sehr gefreut, dass aktive Seniorinnen und Senioren überall zu finden sind und das ich die Gelegenheit hatte von unseren Thüringer Erfahrungen zu berichten. Vielen Dank an den Vorsitzenden Dieter Schmidt und Siegfried Töllner für die Einladung nach Plauen und viel Erfolg für die weitere Arbeit!

Februar-Stadtratsrückblick

Vor dem Rathaus warteten die RWE-Fans auf das Ergebnis
Vor dem Rathaus warteten die RWE-Fans auf das Ergebnis - 21.30 Uhr stand es fest
Vom Stadion zur Multifunktionsarena – das vorläufige Ende einer nicht einfachen Debatte: Den 29. Februar gibt es nur alle vier Jahre. Der gestrige Tag ist auch völlig ausreichend für die nächsten Jahre. Nach einer langen und intensiven Debatte entschied der Erfurter Stadtrat mit relativ großer Mehrheit, dass der Fördermittelantrag dazu beim Wirtschaftsministerium gestellt werden soll. Der Ergänzungsantrag der CDU zur Vorlage der Stadtverwaltung zur Multifunktionsarena fand mit den Stimmen von SPD, FDP, Freien Wählern und Grünen eine breite Mehrheit im Stadtrat. Lediglich die Linken waren dagegen. Ihr eigener Antrag fand dafür bei allen anderen Fraktion keine Gegenliebe. Für die CDU habe ich unsere Position verdeutlicht. Unter Berücksichtigung von zahlreichen Bürgerargumenten stimmte die CDU-Fraktion mit der Annahme ihres Änderungsantrages auch der Gesamtvorlage zu. SPD und FDP hatten sich schon zuvor vorbehalt- und kritiklos für das Fördermittelkonzept ausgesprochen und die Freien Wähler dagegen. Bemerkenswert daran höchstens, dass für die SPD der Kreisvorsitzende und Justizminister zur quasi Jungfernrede ansetzte – ich denke damit ist ja nun hoch offiziell klar, dass die Fördermittelverwendung unbedenklich ist 🙂 Mit Spannung wurde somit nur noch erwartet, was die Grünen und die Linken nun wollten. Die Grünen mit einem klaren “sowohl, als auch” 3 Ja-Stimmen und 2 Nein-Stimmen. Bei den Linken war dies schwieriger. Zwar hat dort die Partei fast immer Recht, aber dieses Mal versuchte die stellvertretende linke Landesvorsitzende vergeblich ihren Fraktionsvorsitzenden vom Rednerpult aus zu “überreden”. Selbst die Anwesenheit des Kreisvorsitzenden und somit de facto der “Parteikontrollkommission” bewirkte wenig. Vor der Abstimmung nahmen die Linken eine Auszeit und danach stimmten 5 mit Nein und 2 mit Ja. Sowohl der Fraktionsvorsitzende, als auch die ehemalige Fraktionsvorsitzende stimmten dem Fördermittelantrag zu.  
Das nachfolgende Thema wird nun schon ein halbes Jahr diskutiert.

Schulnetzplanung – von geheuchelten Zusagen der Linken und Planungsun­sicherheit in Urbich und Hochheim:

Auch die Schulnetzplanung ging in eine letzte Runde. Unsere Bemühungen zugunsten der Er­haltung der Schulstandorte in Urbich und in Hochheim fanden bei Mehrheit der Stadträte, bestehend aus rot-rot-grün, keinen Anklang. Ohne einen Ausbau der Platzkapazitäten bleibt das Bekentnis halbherzig. Auch der Änderungs­antrag der CDU-Fraktion zum Erhalt der Diesel-Schule wurde trotz anders­lau­tender Versprechen linker Stadträte abgelehnt. Somit wurde die Berufsschule Rudolf-Diesel abgewickelt. Dies wurde sehr aufmerksam von Lehrern und Schülern registriert.

Nachtrag zum Nachtrag – Wie der Oberbürgermeister seiner rot-rot-grünen Mehrheit die Schuld zuschiebt:

Peinlich erschien die Vorlage des Oberbürgermeisters zur Korrektur eines Haushaltsänderungsantrages von Rot-Rot-Grün. Dieser enthielt von vornherein solche gravierenden formellen Fehler, dass der vor mehr als zwei Monaten verabschiedete Nachtragshaushalt bis heute nicht beim Landesverwaltungsamt zur Genehmigung eingereicht werden konnte. Der Antrag der CDU, ein weiterer Versuch, Gelder für die Schulen in Hochheim und Urbich bereit zustellen und dafür das Sozialticket zu streichen, wurde von Rot-Rot-Grün abgelehnt.

Bis gegen 23 Uhr wurde noch munter weiter diskutiert, dann folgte das Übliche: Linken und SPD fehlte mal wieder die Wettkampfhärte und sie brachen mit Mehrheit die Sitzung ab. Fortsetzung folgte dann heute Abend, allerdings war ich da zeitgleich zu einem Vortrag in Plauen im Vogtland.

 

Schulstandort und Sport in Urbich im Fokus der Stadt

Urbich (1)
Die Schülerinnen engagieren sich für ihren Regelschulstandort in Urbich
Der Erfurter Ortsteil war gestern gleich doppelt in meinem Blickfeld. Zum Einen wurde neben dem Bürgerhaus die neue Schulsporthalle eingeweiht. Schon jetzt ist Urbich eine Hochburg im Tchouk-Ball und künftig wird Sport wieder ganz groß geschrieben. Über 800.000 Euro wurden investiert, davon rund 150.000 Euro kommunale Mittel und 650.000 Euro Fördermittel. Durchaus Anlaß zur Freude – auch für unseren Oberbürgermeister, der gestern vor Ort war. Die kritischen Anmerkungen erreichten ihn dann nicht mehr, weil er bereits zum nächsten Termin musste. Ich habe die Zeit gerne genutzt, mit den Eltern und den beiden Schulleiterinnen der Grund- und Regelschule Urbich ins Gespräch zu kommen. Vor allem aber haben wir uns gemeinsam das alte Grundschulgebäude angesehen. Vor fünf Jahren ging das damals funktionstüchtige Gebäude vom “Netz”. Jetzt wird händeringend nach zusätzlichen Raumkapazitäten gesucht, weil die Grund- und Regelschule aus allen Nähten platzen. Ursprünglich wollte die Verwaltungen das “Problem” mit der Schließung eines Schulteils lösen. Urbich (10)Als dies erstmals in die Diskussion kam organisierten die Schüler, Eltern und Lehrer Widerstand und dies mit Erfolg. Immerhin sicherten alle Stadtratsfraktionen zunächst den Fortbestand beider Schulen in Urbich zu. Allerdings sehr zu Leidwesen der Eltern, ohne auch nur ein Signal zu geben wie zusätzliche Raumkapazitäten geschaffen werden könnten. Die Begrenzung auf eineinhalb bzw. zweizügige Schulstruktur führt dazu, dass nicht mehr alle Kinder aufgenommen werden können und ist deshalb inakzeptabel. Der Antrag der CDU bei der Nachtragshaushaltsberatung, zusätzliche Finanzmittel bereit zu stellen wurde von Rot-Rot-Grün abgelehnt. Wir werden morgen wieder dazu einen Antrag stellen! Der alte Grundschulbau könnte (noch) mit relativ wenig Aufwand aktiviert werden. Aber schon sind eingeworfene Fenster zu konstatieren. Noch sind die eingebauten Türen funkelnagelneu, aber Feuchtigkeit wird ggf. dafür sorgen, dass diese bald unbrauchbar werden. Jetzt ist also Aktivität angesagt und nicht erst in ein oder zwei Jahren! Wir werden die Schüler, Eltern und Lehrer sowie den Ortsteil weiter unterstützen. Bilder der alten Grundschule

Netzwerktreffen der Mehrgenerationenhäuser

mgh
MGH-Netzwerktreffen in Erfurt
Heute trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der 30 Thüringer Mehrgenerationenhäuser im Thüringer Sozialministerium. Nachdem zur Fachtagung am 7. Oktober 2011 die Erfahrungen aus der auslaufenden ersten Phase des Bundesmodellprogramms im Vordergrund standen, ging es nunmehr vorrangig um den Austausch zu den neuen Rahmenbedingungen der zweiten Programmphase. Hierzu nahmen auch Mitarbeiterinnen des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie der zuständigen Serviceagentur Stellung. Insbesondere die Themen der Vernetzung der Mehrgenerationenhäuser in ihrer Region, ihre mittel- und langfristigen Perspektiven sowie die Verbindungen zu Themen wie den Freiwilligendiensten und dem Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 an liegt mir am Herzen. Ich habe mich sehr gefreut, dass von den 30 Thüringer Mehrgenerationenhäusern (25 im MGH Folgeprogramm II und 5 noch in der Förderung des MGH Programms I) mehr als 40 Vertreter von 25 Häusern gekommen waren. Neu in der Runde waren die beiden ab 1. Januar hinzugekommenen MGHs in Erfurt und Jena. Während ich in Erfurt beim Verein MitMenschen e.V. bereits die Entstehungsgeschichte begleitet habe, werde ich das neue Haus der AWO in Jena in den nächsten Wochen besuchen. Neben vielen Fragen an die Vertreterin des Bundesministeriums Frau Kopp stellten sich heute auch das Netzwerk der Großelterndienste (organisiert vom Projekt Kinderbetreuung 24 der LEG) und ein Projekt der ANSE GbR Erfurt zur Datenvernetzung vor. Ende April werden wir uns alle in Berlin wiedertreffen, dann zum bundesweiten Auftakt des Folgeprogramms. Praktische Hilfe für die Häuser (als ofizieller Ansprechpartner im Land und Vertreter in der Bund-Länder-Gruppe) werde ich weiter organisieren und gerne weiter Lobbyarbeit leisten.