Blogeinträge

Schuldenbremse – Fluch oder Segen?

Reinhard Müller, Stefan Werner und Mike Mohring
Reinhard Müller, Stefan Werner und Mike Mohring
Der Tag und insbesondere der Abend war heute finanzpolitisch geprägt. Am Nachmittag hatte der Seniorenbeirat der Stadt Erfurt zum Vorstellungsgespräch die Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl geladen. Vier der sechs bis jetzt nominierten Kandidaten wollten sich den Fragen stellen, bei denen es naturgemäß um Fragen der Seniorenpolitik ging. Bei vielen Themen waren wir nicht ganz soweit auseinander. Überrascht hat mich an einigen Stellen die deutlich vom bisherigen Stimmverhalten der Linken im Stadtrat abweichende Position von Michael Menzel. Seniorengerechtes Bauen von der KOWO einfordern geht nur sehr eingeschränkt, wenn man zuvor den KOWO die Finanzmittel entzieht, wie gerade beim Nachtragshaushalt der Stadt. Kontrovers wurde die Frage der Seniorenmitwirkung diskutiert und auch bei den kommunalen Finanzen ist das Meinungsspektrum groß. In jedem Fall freue ich mich aber auf die nächsten Kandidatenduelle wenn dann noch die Vertreter von Grünen und FDP sowie (falls bis dahin nominiert) der Piraten dabei sind tut es der Meinungsvielfalt gut. Um zwei kontroverse Meinungen ging es am Abend bei der Kooperationsveranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung und der BuntStiftung in der Kleinen Synagoge. CDU-Fraktionsvorsitzender Mike Mohring und der Landesgeschäftsführer des Paritätischen Reinhard Müller diskutierten über “Schuldenbremse – Fluch oder Segen?”. Ausgehend vom aktuellen Schuldenstand Thüringens (16,2 Mrd Euro) und den prognostizierten Einnahmerückgängen aus Bundeszuweisungen muss es darum gehen Ausgaben zu begrenzen – so kurz gefasst die Position von Mike Mohring. Reinhard Müller setzt hingegen auf Einnahmeerhöhungen unter dem Stichwort Spitzensteuersatz bzw. Reichen- und Transaktionssteuer. Bei derzeit 24.752 Euro Schulden pro Bundesbürger muss es darum gehen die Handlungsfähigkeit auch in Zukunft zu erhalten. Das Zitat von Mark Twain “Von jetzt an werde ich nur noch soviel Geld ausgeben, wie ich einnehme. Selbst wenn ich mir dafür Geld borgen muss.” leitete das Streitgespräch ein. Keynes I und Keynes II war Thema und auch die Kritik, dass bei jedem ausgebenen Euro 45 Cent kommunale “Bearbeitungsgebühr” hinzukommen. Wir haben in Thüringen viele Schulden gemacht, aber es war durchaus nicht unberechtigt Geld zu investieren und man sieht die Ergebnisse. Mike Mohring verwies darauf, dass “alte DDR-Filme in Thüringer Dörfern im Gegensatz zu Regionen in Brandenburg un Mecklenburg Vorpommern nicht mehr gedreht werden können, weil die Kulisse fehlt”. Die jetzt intensive Diskussion um die Schuldenbremse ist in jedem FAll ein Erkenntnisszugewinn und insofern besteht Hoffnung darauf, dass sie Eingang in unsere Landesverfassung findet. Am späten Abend setzte sich die Finanzdiskussion im MDR bei “Fakt ist…” fort. Alt-Ministerpräsident Bernhard Vogel und Finanzminister Wolfgang Voß diskutierten mit Uwe Barth von der FDP und Sefan Körzell, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen. Gut, dass die öffentlichen Finanzen in den Blickpunkt rücken. Auch wenn es kein populäres Wahlkampfthema ist – das wichtigste Zukunftsthema sind die Finanzen allemal.

Herrliches, närrisches Thüringen

MDR Fasching (1)
Hellau!
Zum 14. Mal pilgerten die Narren aus ganz Thüringen nach Erfurt, um beim MDR-Fasching das “Herrlich, närrische Thüringen” zu feiern. Zum zehnten Mal in Folge war ich dabei, gestern Abend mit Christiane als Musketier und Begleitung (natürlich in Blau und nicht in Rot). Die Politikprominenz war in diesem Jahr zurückhaltend. Europaministerin Marion Walsmann, Innenminister Jörg Geibert, Oberbürgermeister Andreas Bausewein und die Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann, Christian Hirte sowie Steffen Lemme und Patrik Kurth mehr waren gekommen. Allerdings verpassten die Abwesenden ein tolles Programm. Im Gegensatz zu den letzten Jahren waren alle Büttenreden sehr gut und hinzu kammen die immer wieder guten Tanzdarbietungen. Aus 14 Thüringer Vereinen waren die Aktiven gekommen. Erfurt war unter anderem mit dem Facedu vertreten. Mir hat einmal mehr die Bütt von Wieland Henze am besten gefallen. Und bei allen politischen Seitenhieben (insbesondere die Liberalen waren in jeder Bütt dran), blieb es bei uns am Tisch friedlich.
MDR Fasching (33)
Musketier und Pirat
Ich hatte den Platz neben unserem amtierenden Oberbürgermeister erwischt, der zwar als Pirat, aber unbewaffnet gekommen war. Ich hatte zwar einen Degen dabei, der ohne Beanstandungen durch die Einlasskontrolle gekommen war, aber der blieb in der Hülle. Im letzten Jahr hatte ich mit dem Touareg-Schwert erheblich Probleme überhaupt in den Saal zu kommen. Bis zum Aschermittwoch ist es jetzt noch genau ein Monat. Insbesondere in den zehn Tagen davor stehen zahlreiche Karnevalsveranstaltungen an, auf die ich mich jetzt schon wieder freue. Der MDR-Fasching wird am 8.2.2012 ab 20.15 Uhr ausgestrahlt. Allerdings werde ich ihn sicher nicht sehen, denn dann sind wir in Israel. Bilder vom MDR-Fasching

Diskussionsgrundlage zur Multifunktionsarena

Stadion (1)
Das Modell des Steigerwaldstadions
Vor einem halben Jahr hat der Erfurter Stadtrat ohne Gegenstimmen einen Grundsatzbeschluss gefasst, der den Umbau des alten Steigerwaldstadions in eine moderne Multifunktionsarena befürwortet. Allerdings hat der Stadtrat dazu umfängliche Konzepte gefordert, die sowohl die Umfeldgestaltung, den ÖPNV, die Parksituation und etliches mehr erläutern. Insbesondere das Betreiberkonzept soll erklären, wie die Multifunktiosarena zukunftsicher betrieben werden kann. Nach der intensiven Diskussion der letzten drei Wochen war klar, dass eine Mehrheit ohne diese Konzepte im Stadtrat schwer zu erlangen ist. Seit heute liegen den Stadträten ein Teil dieser Konzepte vor. Die über 80 Seiten werde ich über das Wochenende intensiv lesen und in den kommenden Wochen sollen noch die fehlenden Konzepte hinzukommen. Der Fahrplan sieht nach Auffassung des Oberbürgermeisters so aus, dass in einer gemeinsamen Sitzung mehrerer Fachausschüsse erstmals am 1. Februar dazu diskutiert wird. Am 23. Februar soll die Abschlussberatung dazu in den Ausschüssen erfolgen und am 29. Februar soll schlußendlich der Stadtrat entscheiden. Mit welcher Mehrheit ist noch offen. Für die CDU ist klar unter welchen Bedingungen wir zustimmen. Die Linken suchen derzeit nach einem Ausstiegsszenario. Nicht unwahrscheinlich erscheint dabei, dass sie auf ihrer morgigen Mitgliederversammlung ein völlig anderes Finanzierungskonzept fordern werden. Dieses Modell ist nicht neu, bereits vor über einem Jahr hat Bodo Ramelow dies präsentiert. Allerdings fanden sich damals schon keine Finanzierungspartner. Wenn die Linken jetzt wieder damit kommen, nachdem die Stadtverwaltung ein halbes Jahr in die “Fördermittelrichtung” geplant hat ist klar, dass sie damit nur einen Ausweg aus ihrer schwierigen Situation suchen. Ihre Zusage aus dem letzten Sommer (zumdinest der Stadträte) steht noch im Raum, ob das morgen Abend noch so ist? Position der CDU zum Thema

“Guter” und “schlechter” Verkehr in Erfurt

Winter in Erfurt (10)
Ruhenden Verkehr gibt es in Erfurt bei Schnee
Über ganz unterschiedliche Formen des Verkehrs in Erfurt ging es in der gestrigen Stadtratssitzung. Zunächst wurde der schlechte Verkehr (weil deutlich zuviel) in Stotternheim diskutiert. Der Einwohnerantrag von über 400 Unterzeichnern fordert berechtigt eine Lösung für den Durchgangsverkehr in ihrem Ortsteil. Die Hoffnung der Stadt mit dem Autobahnzubringer und der Sanierung der Durchgangsstraße seien die Probleme geringer, haben sich nicht erfüllt. Die Stadtverwaltung behauptete, die Zahl der täglichen Fahrzeuge sei von täglich 15.000 auf ca. 12.000 gesunken. Allerdings hat sich die Zahl der LKW nicht wesentlich verringert und insbesondere die Kiestransporte sorgen für Lärm. Hinzu kommt, dass für Schulkinder die Verkehrsdichte ein hohes Gefahrenpotential ist. Seit vielen Jahren wird darüber diskutiert und diskutiert und diskutiert. Für die Stotternheimerinnen und Stotternheimer ist dies ebenso unverständlich wie die schier endlose Diskussion um den immer wieder hinaus geschobenen Schulsporthallenneubau. Eine notwendige Umgehungsstraße wird sicher noch Jahre dauern, bis jetzt aber gibt es noch nicht einmal ein Bekentniss der Stadt dazu. Warum dies so ist machte die Stellungnahme des zuständigen Beigeordneten deutlich. Ein eigenständiges Verkehrskonzept für Stotternheim sei nicht sinnvoll und es reiche das Thema bei der Verkehrskonzeption für die ganze Stadt 2013 mit in den Blick zu nehmen. Erst als alle Fraktionen (außer den Grünen, für die jeder motorisierte Verkehr sowieso böser Verkehr ist und deshalb auch Umgehungstraßen unnötig sind) deutlich machten, dass sie früher oder später dieses Konzept wünschen bewegte sich die Verwaltung ein Stück. Bis zum 4. Quartal könne man ein Konzept erarbeiten… Die Vertreter des Einwohnerantrags hörten die Botschaft und regten kurfristig umsetzbare Maßnahmen zur Verkehrssicherheit an. Bis April will die Stadtverwaltung erklären, ob es da Möglichkeiten gibt. Wir bleiben am Thema dran! Wir werden auch ein weiteres Thema im Blick behalten. Dabei geht es um den (nach grüner Auffassung) grundsätzlich guten – weil Fahrradverkehr. Eigentlich dabei um den ruhenden Fahrradverkehr. Seit langer Zeit sind die geparkten Fahrräder au dem Blindenstreifen am Bahnhofsvorplatz ein Ärgerniss. Schilder helfen nicht, die direkte Ansprache hilft nicht und zu energischen wie z.B. Abschleppen der Räder, ist die Stadt nicht bereit. Im zuständigen Ausschuss war die Vorsitzende des Blindenverbandes zu Gast und schilderte die Probleme. Die Mehrheit des Stadtrats nahm zwar die Probleme zur Kentniss, aber hatte die Schuldfrage schon geklärt. Rot-Rot-Grün sieht sozusagen “mildernde Umstände” für die Radfahrer, weil nicht ausreichen Radparkplätze da seien. Die grüne Vorsitzende meinte gar “es ginge der CDU lediglich darum Radfahrer zu schikaniere” und ” wenn es etwas zu kritisieren gebe, dann das Fehlen von ausreichen Stellplätzen für Fahrräder”. Um es klar zu sagen: auch die CDU ist der Auffassung, dass zusätzliche Parkflächen für Räder her müssen, dies darf aber nicht als Entschuldigung für das Abstellen von Rädern auf dem Behindertenweg herhalten. Der grünen Auffassung folgend könnten sich künftig Autofahrer auch damit herausreden, es gebe nicht genug Parkplätze und deshalb würden Radwege oder Behindertenstellplätze zugeparkt.

Einhellige Zustimmung und Meinungsunterschiede

dsc_0017aIn der heutigen Stadtratssitzung gab es nur wenig Tagesordnungspunkte und zu den meisten verbliebenen Punkten gab es am Ende meist einstimmige Abstimmungen. Die Punkte mit Brisanz, wie die Schulnetzplanung und die Multifunktionsarena, waren auf den Februar geschoben wurden. Bevor es aber so richtig mit den Stadtratsanträgen los ging, stand die Beantwortung der Stadtratsanfragen an. Und dieser Tagesordnungspunkt zieht sich jedes Mal länger hin. Gründe dafür sind die Anfragefreude der Stadträte, aber auch die immer mehr verflachende Beantwortung macher Anfragen. Dies führt dann zu zahlreichen Nachfragen und Dialogen mit dem Oberbürgermeister und seiner linken Bürgermeisterin. Auch heute gab es wieder mehrere Beispiele von nichtssagenden Antworten und Ausflüchten. Eine durchaus brisante Dringlichkeitsanfrage wurde von der rot-roten Stadtratsmehrheit gar nicht erst zugelassen. Thomas Hutt war eine Einladung der Stadtverwaltung zu einer Podiumsdiskussion mit der Grünen Fraktionsvorsitzenden und dem Angermuseum aufgefallen – laut Einladung eine Kooperationsveranstaltung Bündnis 90/Die Grünen, des Angermuseums und der Stadtverwaltung. Um eine Antwort wird der Oberbürgermeister auch mit der gestrigen Weigerung seiner Genossen nicht herum kommen, dann eben beim nächsten Mal. Zwei Dringlichkeitsanträge der CDU wurden höchst unterschiedlich diskutiert. Bei der Raumbereitstellung für das Elektromuseum waren sich alle einig – bei der Bewerbung zum Bundesprogramm “Mehr Frauen in Führungspostionen” schon nicht mehr. Die Grünen haben über den Antrag wüst geschimpft, aber am Ende doch dafür gestimmt. Die SPD und die Linken waren eigentlich für das Thema, haben aber dagegen gestimmt. Beiden reichen offensichtlich die bisherigen Führungskräfte an der Spitze der Stadtverwaltung, insbesondere die linke Bürgermeisterin aus schon aus… Die Beanstandung des Stadtratsbeschlusses zur Entwässerungssatzung stand zum wiederholten Mal an. Die letzten beiden Abstimmungen zu dem Thema gingen jeweils so aus, dass alle gegen einen gestimmt haben – in dem Fall alle Stadträte gegen den amtierenden Oberbürgermeister. Dies veranlasste ihn nun zu einem Strategiewechsel. Der OB versucht nicht mehr den Stadtrat zu einem Beschluss den keiner will zu nötigen (Mehrbelastung der Bürger die nicht an das Abwassernetz angeschlossen sind). Stattdessen bat er den Stadtrat ihn aufzufordern gegen die Anfechtung des Stadtratsbeschlusses vor dem Verwaltungsgericht in Weimar zu klagen. Klar ist für die CDU dabei, dass dieses Klage absolut keine Lösung bringen wird. Wenn die Stadt gewinnt, müsste der OB endlich seine Hausaufgaben machen, zu denen er vom Stadtrat vor zwei Monaten verdonnert wurde – also eine dementsprechend Satzung entwerfen. Falls die Stadt verliert müssen die Bürger auch noch nachträglich hohe Summen bezahlen. Dem OB war gestern nicht zu entlocken, wie die Erfolgsaussichten seitens des Rechtsamtes eingeschätzt werden, ich hoffe doch (sonst hätten sie ihm ja wohl nicht zu der Klage geraten?!? Aber es wird sich wohl in jedem Fall noch hinziehen. Für die Klage waren am Ende alle, ich bleibe aber dabei, der OB sollte nicht den für ihn bequemsten Weg suchen sondern den besten Weg für die Bürger. Weitere umstrittene Themen der gestrigen Stadtratssitzung waren das Problem der parkenden Räder auf dem Bahnhofsvorplatz der Bürgerantrag zur Verkehrentlastung in Stotternheim – zu beiden habe ich für unsere Fraktion die Meinung verdeutlicht. Hier im Netz werde ich sie erst am Donnerstag aufarbeiten – irgendwann endet auch der kommunalpoltische Tag  – heute weit nach Mitternacht 🙂

Auftakt zum Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen

pkk-4Heute fand in der Thüringer Staatskanzlei die turnusgemäße Pressekonferenz der Landesregierung statt. Zuvor hatte die Landesregierung das Seniorenmitwirkungsgesetz beschlossen. Sozialministerin Heike Taubert stellte vor den Journalisten das Gesetz vor. In den nächsten Wochen wird es im Landtag beraten und hoffentlich auch zeitnah beschlossen. Diskutiert wird allerdings über den Gesetzentwurf nun schon seit mehreren Jahren in Thüringen und im Landtag liegt schon seit langer Zeit ein Gesetzentwurf der Linken. Zum Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen ist aber das Gesetz ein ebenso guter Auftakt, wie das Seniorenpolitische Konzept welches nun vorliegt. Gemeinsam mit der Europa- und Staatskanzleiministerin Marion Walsmann habe ich die Aktivitäten des Landes vorgestellt. Inzwischen ist eine ganze Menge an guten Veranstaltungen zusammengekommen und ich bin offen für weitere Anregungen.

Neujahrempfang des CVJM Erfurt e.V.

cvjmIn der Magdeburger Allee in Erfurt leistet der CVJM Erfurt seit Jahren eine ausgesprochen gute Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil. Zum heutigen Jahresempfang waren zahlreiche Gäste geladen, die die Arbeit mit ihrer Unterstützung ermöglichen. Unternehmer sind da genauso dabei, wie engagierte Erfurterinnen und Erfurter und Menschen die seit ihrer eigegen Jugend von der christlichen Jugendarbeit geprägt sind. Für die Erfurter CDU-Fraktion habe ich nicht nur herzliche Grüße übermittelt sondern auch die Zusage der weiteren Unterstützung. cvjm-1Mit den Mitgliedern des Arbeitskreises Jugendhilfe der CDU waren wir in den vergangenen Jahren mehrfach beim CVJM zu Besuch und kennen die Arbeit recht gut. Deshalb hat es uns genauso betroffen gemacht, das bei der Fortschreibung des Jugendförderplans der CVJM an das Ende der Förderliste gedrängt wurde. Wie wenig die Zusage der Stadtratsmehrheit von Rot-Rot-Grün wert war “dass damit ja immernoch eine Einstufung in die höchste Förderpriorität” erfolgte, zeigte sich bei der Nachtragshaushaltsberatung. Die CDU-Fraktion hat einen Antrag eingebracht, der die 25.000 Euro zur Finanzierung der Personalstelle für 2012 ermöglicht hätte, jedoch wurde dieser abgelehnt. Schade, dass sich die sogenannten Jugendpolitiker der anderen Fraktionen kein Bild bei einem Vor-Ort-Termin gemacht haben. cvjm-2Täglich sind 30 Kinder im Kindercafe zu Gast. Von gemeinsamen Koch- und Backkursen bis zu zahlreichen Freizeitprojekten reicht das Angebot. Das nicht einfache soziale Umfeld um den Johannesplatz bringt es mit sich, dass Kinder im Grundschulalter die Hauptnutzergruppe sind. Leider häufig genug sogar Kinder im Alter von 10 Jahren die ihre kleinen Geschwister mitbringen und für sie die Verantwortung übernehmen müssen. Zur Jugendsozialarbeit hehören nicht nur das Engament des CVJM in benachbarten Schulen. Für die älteren Kids gibt es die TeenieLounge die ihnen ermöglicht, zu Freizeitaktivitäten zusammen zu kommen. Aber auch da gelten notwendigerweise miteinander vereinbarte Regeln. Dank der engagierten Mitstreiter wird es auch im Jahr 2012 im CVJM-Treff gut weiter gehen. Wir werden gemeinsam mit Blick auf den Haushalt 2013 der Stadt darauf drängen, dann die notwendigen Finanzmittel seitens der Stadt bereit zu stellen.

Mehrbelastungen kommen auf die Bürgerinnen und Bürger zu

Steuerbescheide zur „Bausewein-Steuer“ wurden verschickt In den vergangenen Tagen erhielten die Erfurterinnen und Erfurter wenig erfreuliche Post von der Stadtverwaltung. Per Bescheid wurde allen Grundstücksbesitzern die Erhöhung der Grundsteuer B für das Jahr 2012 mitgeteilt. Zudem ist bereits eine weitere Erhöhung für das Jahr 2013 angekündigt. Diese Belastungen treffen zum wiederholten Male alle Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt, denn auch Mieter müssen über die Abrechnung der Nebenkosten die Grundsteuer B mitbezahlen. Entgegen der Ankündigungen des Oberbürgermeisters aus vergangenen Jahren, Steuern nicht erhöhen zu wollen, wurde nun die Grundsteuer B ein weiteres Mal erhöht und stieg damit auf mittlerweile 450 Prozent. Zu dieser Ankündigung und einhergehend mit dem aktuellen Bescheid, haben die Erfurterinnen und Erfurter außerdem mit vielen weiteren Mehrbelastungen wie beispielsweise höheren Parkgebühren oder den Kosten im Zusammenhang mit der Umweltzone zu rechnen. Der Fraktionsvorsitzende Michael Panse erklärt dazu: „Die CDU-Fraktion ist gegen Steuererhöhungen und hat diesen Griff in die Taschen der Bürgerinnen und Bürger bei der Nachtragshaushaltsberatung im Erfurter Stadtrat abgelehnt. Wir werden auch weiterhin nach alternativen Möglichkeiten suchen, den Haushalt ohne den fortwährenden Griff in die Taschen der Erfurterinnen und Erfurter zu gestalten. Alternativen hatte die CDU-Fraktion in der Haushaltsplanung in Form von verschiedenen Änderungsanträgen aufgezeigt. Die mehrfache Erhöhung der Grundsteuer B erweist sich letztlich als ‘Bausewein-Steuer’. Die Erhöhungen zeigen zudem, dass beim Oberbürgermeister und der rot-rot-grünen Stadtratsmehrheit kein konstruktiver Wille zu tatsächlichen Einsparungen besteht. Die CDU-Fraktion hätte sich gewünscht, dass Einsparungspotentiale zum Füllen von Haushaltslöchern an anderer Stelle gesucht worden wären, die den Erfurterinnen und Erfurtern keine leeren Brieftaschen bescheren.“

SWE Volley-Team vs. VCO Dresden und RWE vs. FC Bayern München

SWE-VCO (5)
Erfolgreicher Block...
Mit meinen Söhnen und meiner Lebensgefährtin war ich am Wochenende gleich bei zwei tollen Sportveranstaltungen zu Besuch. In beiden Fällen waren die sportlichen Gäste in der Landeshauptstadt in der Favoritenrolle, aber nur in einem wurden sie der Rolle gerecht. Beim Saisonauftakt zur 2. Volleyball-Bundesliga im September fügten die jungen Damen unserem Team eine schmerzhafte 3:0 Niederlage bei und so brannten unsere Mädels und die Fans auf eine Revanche. Allerdings waren die Vorzeichen schlecht. Letzte Woche gewannen die Dresdnerinnen gegen Grimma und wir verloren tags darauf in Grimma. Zudem war die Verletztenliste in Erfurt innerhalb der letzten Woche lang geworden. Elena, Manja und Maria konnten aber letztlich spielen und nur Jana musste verletzungsbedingt zusehen. Am Ende des Abends jubelten wir alle gemeinsam über einen klaren 3:0 Sieg und damit wieder über den Tabellenplatz 2.
RWE - Bayern (9)
Volles Haus im Steigerwaldstadion
Beim heutigen Spiel RWE gegen Bayern München war das Steigerwaldstadion ausverkauft und durchaus viele Erfurter Fans dokumentierten ihre Sympathie mit den bayerischen Gästen. Auch bei uns in der Familie schlugen mehrere Fansherzen… Meine beiden kleinen Söhne trugen Fans-Trikots der Bayern (Neuer und Ribery) und ich hatte natürlich den RWE-Schal um. Wie in jedem Bayern-Spiel in Erfurt gab es vier Tore für die Bayern, allerdings dieses Mal keins für RWE. Die Fans waren dennoch begeistert und jubelten die Laola-Welle am Ende des Spiels. Auch bei meinem Sohn (dem Neuer-Fan) wechselte am Ende noch einmal kurzzeitig die Sympatie, bzw. sie teilte sich 🙂
RWE - Bayern (30)
RWE Schlußmann Marcus Rickert
Nachdem Marcus Rickert heute in der 2. Halbzeit eine gute Partie im RWE-Tor spielte und in der letzten Minute einen Elfmeter von Bastian Schweinsteiger hielt (erst im Nachschuss musste er sich geschlagen geben) war Jonas wieder voll und ganz begeistert. Bei der Stadionrunde erhielt er ein Autogramm von Rickert und so wird er sicher bei den nächsten RWE-Spielen voll Begeisterung Rickert und RWE anfeuern. Erfreuliches gibt es auch noch vom Eishockey zu vermelden. Zwar haben wir es nicht zum Spiel der Black Dragons gegen Chemnitz geschafft, aber dafür dann am Live-Ticker mitbekommen, dass sie ihr Spiel ebenso wie das Freitagsspiel in Berlin gewonnen haben. Bilder vom Volleyball und vom Fußball

Doppelter Grund zum Feiern

Feierstimmung in Sondershausen
Feierstimmung in Sondershausen
Gestern vor 18 Jahren wurde das Frauen- und Familienzentrum “Düne” in Sondershausen gegründet. Heute stand neben der Geburtstagsfeier zur Volljährigkeit auch ein zweiter Grund zum Feiern an. Im Oktober 2006 ging in Kooperation mit dem Familienzentrum “Düne” das Mehrgenerationenhaus Sondershausen an den Start. Damals war es mit zwei weiteren das erste Thüringern Haus. Gefeiert wurde heute der Start in die zweite Förderperiode. Ab dem 1.1.2012 werden in Thüringen 25 Mehrgenerationenhäuser dabei für drei Jahre vom Bund gefördert. In den vergangenen Monaten war es eine kräftige Herausforderung mit den vielen Häusern die Voraussetzung zur weiteren Förderung zu schaffen. Ich habe gerne den Häusern vor Ort dabei geholfen. Im Kyffhäuserkreis gab es neben der notwendigen kommunalen Kofinazierung noch eine zweite Hürde. Da es mit Sondershausen und Roßleben zwei Häuser in einem Landkreis gab und der Bund ursprünglich nur ein Haus pro Kreis fördern wollte, ging es darum die Notwendigkeit beider Häuser zu begründen. Die räumliche Ausdehnung des Kyffhäuserkreises (Bratwurstkreis) war bei der Argumentation gegenüber dem Bund hilfreich. Besser war es aber noch, auf die gute Arbeit beider Häuser hinweisen zu können. Beide Häuser bleiben erhalten, die Argumente überzeugten! Heute waren darum berechtigt viele Gäste zum Feiern gekommen. Nach Sondershausen fahre ich immer wieder gerne sowohl in das Mehrgenerationenhaus, als auch wenn es um den Bundesfreiwilligendienst geht. Und da die Familie meiner Mutter aus Sondershausen stammt, verbinde ich mit der Stadt auch ausgesprochen viele Kindheitserinnerungen.