Blogeinträge

Der Mantel des Schweigens…

Wenn es nach dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt geht, wird der Mantel des Schweigens heute Abend nach der Stadtratssitzung über die Erfurter Theateraffäre gelegt. Zumindest die Stadträtinnen und Stadträte sollen sich – so wie die Stadtverwaltung – zu dem Thema nicht mehr äußern dürfen, falls die diesbezügliche Vereinbarung mit Herrn Montavon vom Stadtrat beschlossen wird.

Die heutige Sonderstadtratssitzung tagt ab 19 Uhr nichtöffentlich, was den Vorteil hat, dass in nichtöffentlicher Sitzung alles gesagt werden darf und auch aus den zwischenzeitlich vertraulich zur Verfügung gestellten Unterlagen zitiert werden darf. Vor dem Rathaus werden schon ab 17.30 Uhr verschiedene Verbände ihren Unmut über den geplanten Deal kundtun und ich verstehe und teile deren Bestürzung, über den ausgehandelten Aufhebungsvertrag.

Ich werde dem nicht zustimmen – bis 19 Uhr darf ich das auch noch öffentlich ankündigen, tun und begründen. In der Stadtratsvorlage werden die zur Beratung anstehenden Beschlusspunkte aufgelistet. Ohne diese öffentlich zu machen kann ich sagen, was mich daran stört. Ich habe zu dem Thema Theater bis heute ein erstaunlich geringes Unrechtsbewusstsein von allen involvierten Personen wahrgenommen. Es gibt keine Entschuldigungen, es gibt keine Einsicht, dass die (eingeräumten) Vorwürfe Unrecht waren und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters beleidigt und herabgewürdigt wurden. Es gibt keine Entschuldigung des Oberbürgermeisters bei der ehemaligen Gleichstellungsbeauftragten, die den Fall erst ins rollen gebracht hat. Und es gibt schließlich das artikulierte Bestreben, auf sämtliche weiteren Überprüfungen und Aufarbeitungen oder gar Konsequenzen zu verzichten. Diese Art eines Freibriefs inklusive der Pressemitteilung der Stadt mit der Überschrift “Guy Montavon bleibt Generalintendant” teile ich nicht und werde an einer Beschlussfassung dazu auch nicht aktiv mitarbeiten, sondern dagegen Position beziehen.

Ich war insgesamt für vier Jahre von 2015 bis 2019 Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierungsfragen. In dieser Zeit gehörte es zu meinen Aufgaben, betroffene Menschen zu beraten und ihnen zu helfen sowie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Niemand darf wegen seiner Rasse, Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexuellen Identität benachteiligt oder diskriminiert werden. Seit 2006 gilt dieses Gesetz und schützt insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Arbeitgeber haben die Pflicht, ihre Beschäftigungen vor Diskriminierungen zu schützen. Im 3 AGG( 4) steht:

Eine sexuelle Belästigung ist eine Benachteiligung in Bezug auf § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 4, wenn ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesen, sexuell bestimmte körperliche Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen gehören, bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.

Ich setze immer noch darauf, dass das AGG Maßstab des Handelns einer öffentlichen Verwaltung ist und ich fordere dies immer wieder ein!

MDR-Beitrag “Worum geht es”

Chronik zum Thema

Programmvorstellung 32. Jüdisch-Israelische Kulturtage in Thüringen

Johannes Gräßer, der künstlerische Leiter und Manager der Kulturtage, hat heute das Programm der 32. Kulturtage vorgestellt. In einem Podiumsgespräch mit dem  Vorsitzenden der Jüdische Landesgemeinde Thüringen Reinhard Schramm, Benjamin-Immanuel Hoff, Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen, und Dorothea Marx, Vorsitzende des Fördervereins für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen, konnte er ein vielfältiges Programm mit 70 Veranstaltungen in ganz Thüringen präsentieren.

Seit 32 Jahren gibt es die Kulturtage. Ich habe die letzten 20 aktiv begleiten dürfen, seit dem ich 2004 erstmals in den Vorstand unseres Fördervereins gewählt wurde. Früher fanden die Kulturtage immer im Herbst statt, jetzt sind sie ins Frühjahr gewandert und sind maßgeblich geprägt durch die Mitwirkung der Jüdischen Landesgemeinde. Neben künstlerischen Angeboten und Buchlesungen, gab es immer auch Veranstaltungen zur aktuellen Situation in Israel. Diese sind seit dem 7. Oktober wichtiger den je zuvor, denn es geht darum auch Wissen zu vermitteln.

Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen ist seit vielen Jahren genauso Kooperationspartner der Kulturtage, wie viele Städte und Organisationen. In diesem Jahr darf ich für die LZT drei Vorträge in Gera, Mühlhausen und Nordhausen halten, die sich mit der aktuellen Situation in Israel beschäftigen.

In meinen Vorträgen werde ich die Geschichte der Juden im Nahen Osten beleuchten, wobei ein besonderer Fokus auf der Gründung des Staates Israel und seiner Entwicklung nach 1948 liegen wird. Dieser historische Meilenstein beeinflusst nicht nur die Identität vieler jüdischer Menschen, sondern nachhaltig auch die geopolitische Landschaft der gesamten Region in den letzten 76 Jahren.

Die Historie des Landes ist geprägt von Herausforderungen und Kontroversen, Konflikten nach außen und gesellschaftlichen Spannungen im Inneren. Die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen bietet zu diesen komplexen Themen auch zwei kostenfreie Publikationen an, die im Rahmen der Vorträge vorgestellt werden. Sie bieten vertiefende Einblicke und laden ein, sich umfassender mit den historischen Hintergründen und der Vielschichtigkeit der gegenwärtigen Situation zu beschäftigen.

Programm der 32. Kulturtage

MDR-Beitrag

Thüringer Allgemeine

Einer geht noch…

Das sportlich und politisch ausgesprochen erfolgreiche Wochenende endete mit dem Sieg der Chiefs heute Nacht 0:15 Uhr. Gold und Silber bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften in Altenberg, der 15. Sieg unserer Damen von Schwarz-Weiss Erfurt, die TecArt Black Dragons Erfurt haben gewonnen und für die CDU Thüringen Christian Herrgott die Landratswahl. Nachdem ich gut aus Altenberg zurück war, war es an den The Kansas City Chiefs, den Tag perfekt abzurunden.

Glücklicherweise ging das AFC-Finale schon 21 Uhr los, weil Kansas auswärts spielen musste – bei Heimspielen wird durch die Zeitverschiebung manchmal erst 2 Uhr deutscher Zeit angepfiffen. Die letzten Spiele warn schon schlaflose Nächte, aber allesamt erfolgreich und so war es auch dieses Mal. Mit 17:10 gewannen die Chiefs und jetzt folgt in zwei Wochen der Superbowl gegen die San Francisco 49ers. Anpfiff ist traditionell 0:30 Uhr und sicherheitshalber nehme ich den darauffolgenden Tag (dieses Jahr zudem Rosenmontag) frei. Go Chiefs!

Spitzenspiel der 2. Volleyball-Bundesliga Pro

Zum Auswärtsspiel beim Tabellendritten Dingolfing konnte ich nicht mitfahren, da ich da gerade auf der Heimfahrt aus Altenberg war. Ich habe aber das Spiel am Live-Ticker verfolgt und mich über das Ergebnis sehr gefreut. Langsam beginnt jetzt das rechnen, an welchem Spieltag wir die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga Pro vorfristig feiern können. Nach 15 Siegen in Folge führen wir in der Tabelle mit 12 Punkten Vorsprung – viel kann jetzt nicht mehr “anbrennen”. Nachfolgend der Spielbericht aus Dingolfing:

Schwarz-Weiß Erfurt hat das mit Spannung erwartete Spitzenspiel beim Dritten TV Dingolfing souverän mit 3:0 gewonnen und seine Spitzenposition weiter ausgebaut.

Ungewohnt ruhig war es vor der Partie im Erfurter Spielerinnenkreis, als sie vom Spielfeldrand aus das Warm-Up der „Dingos“ auf dem Spielfeld verfolgten und sich dehnend auf das Spiel in der Sporthalle Höll-Ost vorbereiteten. Auch das Erfurter Trainerduo, das ohne die erkrankte Antonia Greskamp und die bei den Volley Juniors in der Regionalliga spielende Tabea Dreiack auskommen musste, saß leicht angespannt auf seinen Stühlen. Wer würde die nötige Lockerheit finden, um den Sieg zu erringen? Die Antwort gaben die SWE-Damen mit Anpfiff auf dem Spielfeld.

Die Partie in der mit 750 Zuschauern sehr gut besuchten Sporthalle begann mit einigen langen Ballwechseln, was auf ein umkämpftes Aufeinandertreffen hindeutete. Das bessere Ende hatten meist die Gäste, die mit 9:4 in Führung gingen. Mit Druck im Aufschlag sollte die Grundlage für den fünfzehnten Sieg gelegt werden. Neu-Kapitänin Lara Darowski beherzigte dies dann auch eindrucksvoll, als sie an der Grundlinie zweimal den Hammer auspackte, TVD-Trainer Urmann beim 9:15 zur zweiten Auszeit zwang und ein Raunen durch die Zuschauer ging. Bei Pia Mohrs erfolgreichem Einerblock zum 18:10 war eine Vorentscheidung gefallen und Silvie Pavlovás Einbeiner zum 25:17 beendete den Auftaktsatz.

Schwarz-Weiß ging weiter hohes Risiko im Aufschlag, was bei letztendlich 14 Fehlern und 7 Assen ein statistisches Minus ergab, jedoch zeigten viele Angaben Wirkung in der Gästeannahme. Mit Silvie Pavlovás Ass zum 8:4 für die Thüringerinnen hatten sich diese auch im zweiten Satz früh ein kleines Polster verschafft, das sie bis auf 18:10 ausbauten. Die „Dingos“ kämpften um den Anschluss und die Kapitänin Mira Schrömer führte ihr Team bis auf 19:17 heran, mehr ließ der Spitzenreiter allerdings nicht zu. Die mit einer Angriffsquote von 52% starke und nach Spielende zur MVP gekürte Lara Darowski beendete mit einem Hieb zum 25:19 Satz zwei.

Wie würde sich die eher unbeliebte Zehn-Minuten-Pause auswirken? Es sollte sich nichts Wesentliches am Spielverlauf ändern. Erfurt legte gleich ein 6:2 vor, das die Gastgeberinnen zwar zum 7:7 wettmachten. Doch es war das letzte Aufbäumen der Niederbayern. Fortan zog Schwarz-Weiß wieder souverän seine Kreise und setzte sich entscheidend auf 21:14 ab. Am Ende band die gerade eingewechselte Tina de Groot mit drei Punkten im Finish fast im Alleingang den Sack zu. Ihr letzter Angriff, der vom Block ins Aus sprang, wurde von den lautstarken Erfurter Anhängern ausgiebig bejubelt. Freuen durften sich auch die in schwarz spielenden Siegerinnen – über eine bärenstarke Leistung, die sie – ungewöhnlich konstant – über die gesamten 71 Spielminuten zeigten. Da hatte auch Erfurts Coach, sonst eher kritisch in seiner Analyse, nichts auszusetzen. „Das war eine gute Vorbereitung. Meine Mannschaft hat heute alles richtig gemacht“, war Mateusz Zarczynski voll des Lobes.

Sein Gegenüber, Andreas Urmann, war sichtlich enttäuscht, dass es seiner Mannschaft nicht gelungen war, dem Spitzenspiel vor großer Heimkulisse einen dramatischeren Anstrich zu verpassen. „Erfurt war heute sehr stark und uns überlegen“, anerkannte der in fünf Tagen 42 Jahre alt werdende TVD-Coach, dem ein vorfristiges Geburtstagsgeschenk verwehrt blieb. Die Ex-Erfurterin Natascha Oßner-Niemczyk haderte nach Spielende mit der Annahme ihrer Mannschaft, „die Aufschläge haben wir nicht in den Griff bekommen und sind deshalb nicht in gute Angriffssituationen gekommen“, was letztendlich spielentscheidend war.

Mit dem fünften 3:0-Sieg in Folge vergrößerten die SWE-Damen ihren Vorsprung auf die Konkurrenz in den zweistelligen Punkte-Bereich und scheinen auf dem Weg zum Meistertitel kaum mehr aufzuhalten. Bevor es am 10. Februar in heimischer Halle gegen Straubing weitergeht, haben sich Lara Darowski & Co. neben einem spielfreien Wochenende auch eine verkürzte Trainingswoche verdient. (St.S.)

52. FIL Rennrodel-WM in Altenberg

Vor genau einem Jahr hatten wir unsere Heim-WM in Oberhof und so sind wir voller Neugier und Erwartungsfreude als Vorstandsmitglieder des TSBV nach Altenberg gefahren. Wir haben drei spannende Wettkampftage erlebt, die viele Überraschungen bereit hielten. Nicht alle Medaillenträume reiften, insbesondere die Herrn- und Damendoppel blieben hinter den Erwartungen zurück. Eine feste Bank waren aus Thüringer Sicht die zwei Gold- und eine Silbermedaille von Max Langenhan und mit dem gleichen Ergebnis auch Julia Taubitz, die zur Oberhofer Trainingsgruppe gehört. Merle Fräbel wurde U23 Weltmeisterin.

Mehr als 160 Athletinnen und Athleten aus 21 Nationen waren insgesamt bei den 52. FIL Rodel Weltmeisterschaften in Altenberg am Start. Neun Weltmeistertitel waren zu vergeben, außerdem vier U23-Weltmeistertitel. Erfolgreichste Nation war Österreich mit viermal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze. Das deutsche Team durfte sich über insgesamt sieben WM-Medaillen freuen: drei goldene, zwei silberne und zwei bronzene. Jeweils einen weiteren Weltmeistertitel fuhren Lettland und Italien ein. In der U23-Wertung gingen die meisten Medaillen an Deutschland –  zwei von vier möglichen Weltmeistertiteln und einmal WM-Bronze gehe auf das Konto der schwarz-rot-goldenen Juniorinnen und Junioren.

Nach der WM ist jetzt vor den Weltcups – in zwei Wochen haben wir zwei Weltcups hintereinander in Oberhof.

Bilder aus Altenberg 

Mahnung und Gedenken

Morgen ist der internationale Holocaust-Gedenktag. Seit 1996 erinnert dieser Tag an die Befreiung des KZ Auschwitz und die Millionen Toten Juden. Er ist Mahnung und Gedenken. In früheren Jahren war ich an diesem Tag oft mit Zeitzeugen zum Denktag der Konrad-Adenauer-Stiftung an Schulen.

Die meisten der Zeitzeugen sind hochbetagt oder inzwischen verstorben. Jeder der Zeitzeugen zugehört hat, ist aber selber zum Zeitzeugen geworden und trägt Verantwortung darüber zu sprechen und sich klar zu bekennen. Ich tue dies auch sichtbar nach außen. Der Yad Vashem Memorial Pin steht für das Gedenken an die Vergangenheit und die Gestaltung der Zukunft und der Pin daneben war das Jubiläumslogo 40 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Israel und Deutschland im Jahr 2005.

Beide Pins sind mir wichtig zu zeigen – nicht nur am Gedenktag für die Opfer des Holocaust.

#niewiederistjetzt #yadvashem #WeRemember #HolocaustGedenktag

Warten auf den “Tag danach”

Dreieinhalb Monate nach dem verbrecherischen Überfall der Hamas auf Israel, machen die täglichen Nachrichten aus Israel und dem Gazastreifen immer wieder betroffen und traurig. Die Hoffnung ist leider auch nicht groß, dass sich dies kurzfristig ändern wird. In Israel bangen die Menschen um die Geiseln, die noch immer gefangen gehalten und gequält werden. Während sich äußerlich der Alltag in Israel normalisiert ist nichts mehr so, wie es vor dem 7. Oktober war.

Das gilt auch für die vielen Reisegruppen und Besucher von Israel, die in den Monaten vor dem 7. Oktober für einen  Besucher-Boom nach Corona gesorgt hatten. Der gesamte Tourismusbereich ist inzwischen zusammengebrochen. In vielen Hotels in Jerusalem sind beispielsweise israelische Flüchtlinge untergebracht, die ihre Dörfer und Städte am Rande von Gaza oder im Norden an der Grenze zum Libanon verlassen mussten.

Für Israel gibt es derzeit eine eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes – das heißt, es gibt derzeit nur Solidaritäts- und in kleinem Umfang Pilgerreisen oder individuelle Reisen. Alle anderen, insbesondere Reiseveranstalter, warten auf den “Tag danach” wenn die Reisewarnung aufgehoben wird oder der Konflikt und Krieg im Gazastreifen beendet ist.

Das Staatliche Israelische Verkehrsbüro hat gestern im Rahmen einer Online-Konferenz zur aktuellen Situation informiert und einen Ausblick gegeben. Über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, sich zu informieren und hoffen wie ich darauf, dass bald wieder Gruppenreisen möglich sein werden. Für Oktober 2024 haben wir immer noch unsere nächste Reise der LZT nach Israel geplant. Ende März möchte ich privat nach Israel fliegen um auszuloten, wie und ob diese Reise stattfinden kann.

Newsletter zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Der zweite Newsletter der LZT, den ich heute versandt habe, ist dem 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das KZ Auschwitz.

Der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wurde im Jahre 1996 in der Bundesrepublik Deutschland als Gedenktag für die Opfer des NS-Regimes ins Leben gerufen.

Wir erinnern in diesem Jahr zum 79. Mal an die Befreiung von Auschwitz. Die Landeszentrale für politische Bildung bietet dazu zusammen mit Projektpartnern zahlreiche Veranstaltungen an, die wir im Newsletter vorstellen. Auch der zunehmende Antisemitismus in unserer Gesellschaft wird bei mehreren Veranstaltungen thematisiert.

In unserem Publikationsbereich stellen wir zudem ein breites Angebot für die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und dem KZ-System zur Verfügung, gerade auch unter dem Aspekt der Regionalgeschichte des Nationalsozialismus in Thüringen. Einige ausgewählte Publikationen stellen wir Ihnen in unserem heutigen Newsletter vor.

Newsletter 2/2024

…dieses war der 14. Streich

Unsere Serie hält und der Zug hat weiter keine Bremse! Nachfolgend der Spielbericht vom Wochenende:

Schwarz-Weiß Erfurt hat seine Siegesserie in der 2. Bundesliga Pro fortgesetzt. Der 3:0-Heimsieg gegen EVT Hamburg war der 14. Sieg im 14. Spiel.

Im ersten Spiel nach dem Abgang von Kapitänin Sina Fuchs begann der Spitzenreiter zunächst nervös und lag mit 4:7 im Rückstand. Das legte sich alsbald und nach einem Kampf auf Augenhöhe setzte sich der Gastgeber im Finish doch noch recht deutlich mit 25:18 durch. Sina Stöckmann verwandelte per Block.

Auch im zweiten Satz lagen die Erfurterinnen nach einigen Unstimmigkeiten in der Annahme zunächst mit 4:6 zurück. Erneut konnten sie den Rückstand in einen komfortablen Vorsprung umwandeln, weil Antonia Greskamp, die diesmal den Vorzug im Zuspiel erhielt, einen starken Job machte. Die Auszeichnung zur goldenen MVP nach Spielende war der verdiente Lohn für sie. Einige Wechsel bei den Gastgebern, die den Motor kurz ins Stottern brachten, ließen den komfortablen 20:13-Vorsprung schmelzen, der verschlagene Aufschlag der Gäste beendete den zweiten Durchgang dennoch mit 25:22 zu Gunsten der SWE-Damen.

Beim 0:4 zu Beginn des dritten Satzes wackelte das bei Sieg versprochene Fass Freibier des Spieltagssponsors Thüringen Park. Aber nicht lange, die Gastgeberinnen holten diesen auf und lieferten sich einen harten Kampf. Schwarz-Weiß brauchte viel Geduld im Angriff, um die aufopferungsvoll kämpfende EVT-Mannschaft zu zermürben. Die Abwehrschlacht der Hanseatinnen hielt bis zum Beginn der Crunchtime. Dann war der Widerstand gebrochen und mit einem Block von Silvie Pavlová zum 25:20 endete die Begegnung, die die knapp 600 Zuschauer zu langanhaltendem Applaus veranlasste.

Am kommenden Sonntag geht es zum Spitzenspiel nach Dingolfing. Ein Fortführen der Siegesserie ist das Ziel, wird aber eine knackige Aufgabe für die Thüringerinnen. (St.S.)

Bilder vom Spiel

Traditionspflege

Seit nun 17 Jahren pflegen wir mit unseren Nachbarn die Tradition des Jahres-Angrillens in den ersten Januartagen. In Thüringen gibt es eigentlich weder einen Saisonstart noch ein Saisonende für die Thüringer Rostbratwurst. Lediglich die Beschaffung ist unterschiedlich schwer. Während im Frühjahr großen Mengen über die Bartwurstroste wandern und dadurch der Nachschub knapp wird, ist es im Winter der Fehlglaube, dass Rostbratwürste Saisonware wären. Ich konnte trotzdem 50 von ihnen bei EDEKA erstehen und so war der Tag gerettet.

Gestern vor genau 620 Jahren wurde die Thüringer Bratwurst erstmals in einem Schriftstück erwähnt und somit konnten wir heute bei bestem Winterwetter den Geburtstag würdig feiern. Mitten im Schnee passte Glühwein am Besten dazu – in anderen Jahren war es auch schon einmal ein kühles Bier. Schön war wieder und wir setzen die Tradition im nächsten Jahr natürlich fort.