Erfurter Freibadcheck

Unser ältestes Bad
Unser ältestes Bad
Perfekte Rahmenbedingungen in der letzten Woche – die Temperaturen noch einmal hochsommerlich. Zugleich hatte ich einen Tag Urlaub und etliche Überstunden, die abgebaut werden konnten. Dadurch war ich in sechs Tagen in fünf verschiedenen Erfurter Freibädern bzw. Badeseen. Den richtigen Fachexperten hatte ich auch dabei. Mein jüngster Sohn hat in BaWü noch bis Mitte September Ferien und ist nach dem Kroatienurlaub noch einmal eine Woche bei mir. Da man ja das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann, habe ich bei dem privaten Freibadcheck auch ein Auge auf die Bädersituation der Landeshauptstadt geworfen. Vier Freibäder gehören zur Erfurter SWE Bäder GmbH. Die Stadtwerke haben auf kommunalen Beschluss ein Defizitunternehmen “geerbt” welches den Erfurterinnen lieb und auch teuer ist. Im Strandbad Stotternheim (letzten Sonntag – brechend voll) sind die Eintrittspreise analog zum Nordbad (Mittwoch – ebenfalls gut besucht) 4.20 Euro Erwachsene und 2.90 Kinder. Das Strandbad punktet mit einem klaren Natursee, mit Schwimminseln, Kinderbecken und Sandstrand sowie einem großen FKK-Bereich. Traditionell problematisch ist die Parkplatzsituation. Wir umgingen das Problem (anlog auch Nordbad) durch die ganzwöchige Nutzung des Motorrades.
Wasserski am Nordstrand
Wasserski am Nordstrand
Dienstag waren wir am Nordstrand, der nicht von der SWE Bäder betrieben wird. Die dortigen Pächter haben insbesondere die Wasserski- und Wakeboardanlage toll ausgebaut. Auch die Tauchschule auf der Halbinsel und der Badestrand ist top. Vernachlässigt ist nur der relativ große FKK-Bereich. Wir sind in den letzten Jahren in der Regel zum Wasserski dort gewesen. Seit diesem Jahr fährt nun auch mein jüngster Sohn begeistert dort seine Runden. Mittwoch ging es in das größte und modernste Erfurter Freibad. Das Nordbad hat zwar auch schon eine sehr lange Tradition, wurde aber für viele Millionen Euro aufwändig saniert. Bei unserem Besuch war es gut voll, alle Becken hatten 24 Grad, Sprungturm und Rutschen waren Anlaufpunkt Nummer eins für meinen Sohn. In dem Gewimmel verliert man schnell den Überblick. Familien mit kleinen Kindern suchen sich da besser ruhige Ecken am Kinderbecken. Unsere beiden derzeitigen Bäder-Problemkinder haben wir Donnerstag und heute besucht. Das Dreienbrunnenbad ist das älteste Erfurter Bad. Seit 113 Jahren gibt es das damalige Frauenbad. Heute ist es dringend sanierungsbedürftig. Das besondere Flair des “kaiserlichen Bades” lockt viele ältere Stammgäste an. Sie schätzen die ruhige Atmosphäre und das mineralhaltige konstant 18-19 Grad kalte Wasser aus den Dreienbrunnen. Möbisburg schließlich ist das einzige noch bestehende Schwimmbad in einem Ortsteil im Westen der Stadt. Es bietet viel Platz und eine große Wasserfläche. In den beiden kleineren Bädern liegen die Eintrittspreise bei 3,30 Erwachse und 1,80 Kinder. Im Erfurter Stadtrat diskutieren wir seit Jahren um die dringend notwendige Sanierung der beiden Bäder in Möbisburg und Dreienbrunnen. Ein klares Bekenntnis gibt es zwar, aber kein Finanzierungskonzept. Das Bäderkonzept ist aber ohne einen Finanzierungsplan nicht wirklich aussagekräftig. Ich bin froh, dass ich mir in der letzten Woche einmal wieder ein Bild von allen Bädern als Besucher machen konnte. Und ich werde mit meiner Fraktion weiter für den Erhalt und die Sanierung der Bäder kämpfen. Bilder der Erfurter Freibäder    

Unruhige Sommerpause als Vorgeschmack auf den Haushalt

Thema beim Sommerempfang
Themen beim Sommerempfang
Ruhig war die Sommerpause in diesem Jahr nicht. Seit letzter Woche sind wieder regelmäßig Ausschuss- und Fraktionssitzungen aber ein kurzer Rückblick auf die letzten Wochen lohnt sich noch. Noch nach der letzten Stadtratssitzung am 15. Juni musste die CDU-Fraktion massiv darauf drängen, dass der Oberbürgermeister den Haushaltsentwurf für 2016 endlich auf den Tisch packt. Im Juli stellte er dann alles auf den Kopf in dem er für den August die Haushaltsanhörungen und für September eine weitere Stadtratssitzung ankündigte. Dementsprechend war die Sommerpause im Wesentlichen durch den Haushalt geprägt. Manch Stadtrat wurde wohl sogar im Urlaub überrascht. Aber in dem Maße, wie sich der OB für den Entwurf Zeit gelassen hat, in derselben Weise drängt er nun den Stadtrat zu einer zügigen Beratungsfolge und zu einem beinahe übereilten Beschluss. Viel Zeit, sich ausreichend mit dem Haushalt zu befassen und möglicherweise kritische Fragen zu stellen, blieb den Stadträten jedenfalls nicht, zumal gleichzeitig die Jahresrechnung und eine Vorlage zum Haushaltssicherungskonzept vorgelegt wurden. Insgesamt ein sehr enges Zeitfenster – ein Schelm, wer Böses denkt. Am 7. und am 21. September wird der Haushalt im Stadtrat beraten. Ob das Landesverwaltungsamt diesen Entwurf am Ende als rechtskonform bestätigt, ist zu bezweifeln, da dieser in seiner jetzigen Fassung ohne Rücklagen bereits rechtswidrig ist. Der OB bereitet indes scheinbar seinen OB-Wahlkampf im Jahr 2018 vor. Angeblich soll der Doppelhaushalt 2017/18 noch Ende 2016 beraten werden. Somit schafft er sich die unbequemen Haushaltsfragen für die kommenden zwei Jahre geschickt vom Hals. Der Mangelhaushalt des Erfurter Oberbürgermeisters zieht zudem seine Kreise: Augenscheinlich versucht das Stadtoberhaupt die Versäumnisse im Haushalt auf die Kleinsten abzuwälzen, indem er die Kita-Gebühren erneut anzuheben versucht, ohne zuvor überhaupt ein Wort mit den Eltern gesprochen zu haben. Diese zeigten ihre Verärgerung am 18. August auf einer Demo vor dem Rathaus. Der OB selbst gänzte an dem Nachmittag vor allem mit Abwesenheit. Fraktionschef Michael Panse und der jugendpolitische Sprecher Dominik Kordon forderten deshalb für die CDU-Fraktion eine klare Beteiligung der Eltern bei der Diskussion um dieses sehr emotionale Thema und eine perspektivische Senkung der Gebühren, wie es der OB einst selbst versprochen hatte. Nach großem Drängen und nach offensichtlichem Dissens mit seinen eigenen SPD-Leuten zog der OB die umstrittene Vorlage zurück. Die Ersatzvorlage ist lediglich ein Placebo und macht die Situation nicht besser. Mit dieser „Verschlimmbesserung“ wird das Thema Kita-Gebührenerhöhung den Erfurter Stadtrat weiterhin beschäftigen. Auch die Kultur ist durch den Haushalt stark beeinträchtigt. Die Unterfinanzierungen der vorläufigen Haushaltsführung im Kulturbereich ziehen sich mit dem Entwurf fort. Bestes Beispiel war das massiv abgespeckte Krämerbrückenfest. Darauf verwies Marion Walsmann. Ebenso äußerte sich der kulturpolitische Sprecher Michael Hose. Demnach wird Erfurts Kulturlandschaft kaputt gespart. Vor allem die enormen Kürzungen bei den Straßen- und Ortsfesten sowie den Projekten der freien Träger sind ein Schlag ins Gesicht vieler Ehrenamtlicher. Besonders kleine Feste in den Orts- oder Stadtteilen sowie innovative Kunstprojekte sind mit dem Haushaltsentwurf weiter gefährdet. Jenseits der eigentlichen Haushaltsdiskussion sorgte die umstrittene Beigeordnete Kathrin Hoyer wiederholt für negative Schlagzeilen. Das Stadion-Drama setzt sich fort. Nicht nur die steigenden Ausgaben, die scheibenweise und oft erst auf Nachfrage offenbart wurden, sondern auch die Verzögerung des Fertigstellungstermins zeigten die fehlenden Qualitäten der Wirtschaftsbeigeordneten. Die CDU-Fraktion forderte deshalb ihren Rücktritt. Dass der OB bis heute kein Machtwort zu dem Unvermögen seiner Beigeordneten gesagt hat, zeigt, dass er verwaltungsintern schon längst die Kontrolle verloren hat. Eine Führungskraft würde anders handeln.

OB hat Kita-Gebührenerhöhung nicht zurück gezogen…

Vorlage 1622/16
Vorlage 1622/16
Vollmundig angekündigt wurde letzte Woche von der SPD, dass der Oberbürgermeister seine Kita-Gebührenerhöhungsvorlage zurück ziehen werde. Fakt ist, er hat es nicht getan und stattdessen zur Vorbereitung der nächsten Stadtratssitzung eine weitere Vorlage eingebracht, die aufzeigt um was es ihm wirklich geht! Ziel des Oberbürgermeisters Andreas Bausewein ist es, den Anteil der Elterngebühren zu erhöhen – nur dann ist er offensichtlich bereit, seine handwerklich schlecht gemachte Vorlage durch eine andere Vorlage zu ersetzen. Zur nächsten Stadtratssitzung am 7. September 2016 haben wir heute die Tagesordnung erhalten und darin enthalten ist die Vorlage 1622/16 des OB. Damit soll ein Beschluss von 2014 um zwei weitere Beschlusspunkte ergänzt werden. Diese lauten: VIII. Ziel ist es, mit den Elternbeiträgen eine Annäherung an den Landesdurchschnitt der in Thüringen zu zahlenden Elternbeiträgen/Gebühren zu erreichen. IX. Hierbei sind auch bestehende Gebühren-/Entgeltordnungen anderer kreisfreier Städte zum Vergleich heranzuziehen und mit der bisherigen und zukünftigen Art und Weise zu vergleichen. Ziel ist es damit definitiv nicht, Eltern von Gebühren zu entlasten, sondern in der Summe Mehreinnahmen zu erzielen. Eine “faire Kostenteilung” nennt dies der OB in seinem Antrag und meint, dass ihm die (angeblichen) 10 Prozent) Kostenbeteiligung der Erfurter Eltern nicht reichen, weil es im Landesdurchschnitt 14-15 Prozent der Kita-Gesamtkosten sind. Bis November solle ein Vorschlag der seinen Maßgaben entspricht vorgelegt werden. Für den 13. September hat nun der OB die Elternvertreter zu Gespräch geladen – ein ergebnisoffenes Gespräch dürfte dies Angesichts der Vorlage 1622/16 nicht werden, es sein denn, der Stadtrat folgt unserem Stadtratsantrag, den wir letzte Woche eingereicht haben. Es wird in jedem Fall eine lebhafte Diskussion zum Thema Kitagebühren!

Vorbereitung Bundestagswahl

Nominierung der Wahlkreisvertreter
Nominierung der Wahlkreisvertreter
Reichlich ein Jahr ist noch Zeit, bis die Bundestagswahl ansteht. In allen Parteien und Wahlkreisen laufen die Vorbereitungen für die Wahlen. Während aber anderswo noch kräftig gestritten wird ist die CDU Erfurt schon klar positioniert. Wir wollen, dass unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann ihren Wahlkreis erfolgreich verteidigt. Heute Abend haben wir uns in Vorbereitung der Wahlen im Königin-Luise-Gymnasium getroffen, um unsere Wahlkreisvertreter für die Nominierung der Direktkandidatin am 26. November und die nachfolgende Landesvertreterversammlung zu wählen. 26 Erfurterinnen und Erfurter werden bei der Wahlkreisvertreterversammlung und 8 bei der Landesvertreterversammlung unsere Interessen vertreten. Ich freue mich über das Vertrauen auf unserer heutigen Mitgliederversammlung und werde bei beiden Veranstaltungen die richtige Wahl treffen. Antje Tillmann soll uns weiter in Berlin vertreten, dafür werden wir nächstes Jahr in den Wahlkampf ziehen!

Flag-Jugend Footballturnier in Werningerode

Erfolgreiches Turnier
Erfolgreiches Turnier
Hitzeschlacht auf dem Footballfeld und am Ende das bisher beste Saisonergebnis – die Fahrt in den Harz hat sich definitiv gelohnt. Dafür ging es aber zeitig los. Samstag startete der Bus mit dem Team und den mitreisenden Fans bereits 6 Uhr am Sportplatz in der Essener Straße. Die Flag-Jugendliga spielt ihre Meisterschaften in Turnierform aus und an diesem Samstag ging es zu den Mountain Tigern nach Werningerode. Wir waren überpünktlich – Jena, Halle und Leipzig fehlten aber und so wurde der Spielplan kräftig durcheinander gewürfelt. Jena und Halle schafften es noch – Leipzig leider nicht. Für unsere Jungs und Mädels ging es gleich im ersten Spiel um die “Thüringen-Ehre”. Gegen die Flag-Jugend der Jena Hanfrieds gab es bis jetzt (wie bei den Indigos auch) nur Niederlagen. Diese Serie ging aber nun zu Ende. 24:18 für die Erfurter und die Fans und das Team jubelten. Auch unser Sohn freute sich sehr über seine zwei Touchdowns. Im nächsten Spiel ging es gegen die Junior-Falken aus Halle und mit 19:7 ging auch dieses Spiel an die Indigo-Jugend. Mittlerweile waren es auf dem Feld über 30 Grad und so wurde das Spiel nach der Mittagspause gegen die Gastgeber die Werningeroder Mountain Tiger zur Hitzeschlacht – mit 19:0 gewannen wir auch dieses Spiel und so musste das letzte Spiel über den Turniersieg entscheiden. Die Virgin Guards aus Magdeburg gewann zwar, aber die Erfurter freuten sich nach einem guten Spiel über den zweiten Turnierplatz – die bisher beste Platzierung der Saison. Herzlichen Glückwunsch! Bilder vom Turnier in Werningerode  

CDU Sommerempfang von Kreispartei und Stadtratsfraktion

In diesem Jahr mit kurzen Reden und viel Gesprächsmöglichkeiten
In diesem Jahr mit kurzen Reden und viel Gesprächsmöglichkeiten
Unser diesjähriger gemeinsamer Jahresempfang von CDU-Stadtratsfraktion, CDU Erfurt und MIT bot eine gute Gelegenheit, Danke zu sagen. Ich habe diesen Dank als Fraktionsvorsitzender zuvorderst gerne an meine elf Stadtratskolleginnen und Stadtratskollegen, sowie deren Familien gerichtet. Für ihre ehrenamtliche kommunalpolitische Arbeit bringen sie ein hohes Maß an Engagement auf und opfern viel Zeit (allein in dieser Woche 12 Stunden im Rathaus), die dann der Familie verloren geht. Ebenso zu Dank sind wir unseren Sachkundigen Bürgen und Arbeitskreismitgliedern verpflichtet. Ich kann leider auch nicht versprechen, dass dies anders wird – Kommunalpolitik ist und bleibt zeitintensiv. Bei unserem Sommerempfang im Angermuseum waren aber auch viele Gäste und Wegbegleiter, die uns mit kritisch konstruktiven Anregungen helfen unsere Oppositionsrolle im Stadtrat auszufüllen. Allein in diesem Jahr haben wir mit zahlreichen Stadtratsanträgen, Anfragen und über 90 Pressemitteilungen den Finger in die Wunde gelegt und die Themen aufgegriffen, die in Erfurt von Rot-Rot-Grün und dem Oberbürgermeister vernachlässigt werden. Der Zeitpunkt und der Ort unseres Sommerempfangs boten den Anknüpfungspunkt für unsere Kritik. Unsere Kreisvorsitzende Marion Walsmann erinnerte an den aktuellen Haushaltsentwurf des Oberbürgermeisters und die darin enthaltenen Kürzungen für den Kulturbereich. Ich habe daran erinnert, dass wir gerne einen Neujahrsempfang zu Beginn des Jahres gemacht hätten und da (wie üblich) den Haushalt reflektiert hätten – allein so wie unser Neujahrsempfang in den August rutsche tat es auch der OB mit seinem Haushaltsentwurf mit über acht Monaten Verspätung. Als Veranstaltungsort hatten wir das Angermuseum gewählt – auch um ein kulturpolitisches Signal zu senden. Eine andere große Tagungs- und Veranstaltungsstätte haben wir glücklicherweise erst gar nicht in Erwägung gezogen. Wenn wir in der Multifunktionsarena hätten tagen wollten, wären wir von der inzwischen nun für mehrere Monat später angekündigten Eröffnung betroffen. Peter Zaiß, der Chef der Stadtwerke und Arena GmbH und die Finanzbeigeordnete Karola Pablich, waren zwar für uns beim Jahresempfang Ansprechpartner, aber selbstverständlich sich sie nicht an der Misere um den städtischen Haushalt und die Arena Schuld. Andreas Bausewein und Kathrin Hoyer haben das verbockt. Bei den hochsommerlichen Temperaturen haben wir aber dieses keine langen programmatischen Reden vorgetragen, sondern im Innenhof das Gespräch mit unseren Gästen gesucht. Einmal mehr hat uns das Musik-College dazu perfekt mit Live-Musik begleitet. Ein gelungener und runder Abend, auch dank der guten Organisation unserer Geschäftsstellen! Bilder vom Sommerempfang (Alex Hein, CDU-Stadtratsfraktion)

IKEA Krebsfest 2016

IKEA 2016 (1)
Immer wieder gerne…
Auch in diesem Jahr hat IKEA zum Krebsfest Kunden und Geschäftspartner eingeladen. Traditionell Ende August wird in Schweden Kräftskiva gefeiert und dies tut das schwedische Möbelhaus auch in Deutschland mit Freunden, Geschäftspartnern und denen, die Krebse mögen. Recht aufwendig ist es schon an das Krebsfleisch zu kommen aber ich bin gerne seit vielen Jahren mit dabei. Neben der gemeinsamen Feier gibt es aber auch ein schönes Anliegen bei jedem Krebsfest. IKEA stellt seinen Gästen jeweils drei Sozialprojekte vor, die von der Stiftung FamilienSinn zuvor ausgewählt wurden. Die Gäste stimmen dann darüber ab und am Ende erhalten die Projekte die Spendengelder des Abends (großzügig aufgerundet von IKEA). In diesem Jahr erhielt das Kinderhaus Weimar 1.250 Euro und das Projekt Karuna des TWSD Erfurt sowie die ÜAG Jena jeweils 500 Euro. Herzlichen Glückwunsch und ein Dankeschön für das Engagement von IKEA und den vielen Mitarbeitern, die den Abend perfekt ausgestaltet haben.  

Kommunikationstörungen…

Verwunderung über so einen Beitrag ist noch vorsichtig formuliert...
Verwunderung über so einen Beitrag ist noch vorsichtig formuliert…
“Wenn du nicht überzeugen kannst, verwirre wenigstens” – so muss es sich wohl unser Oberbürgermeister derzeit denken. Bei den vielen “Baustellen” in der Kommunalpolitik ist er auch in einer wenig beneidenswerten Situation. Dennoch hält sich das öffentliche Mitleid in Grenzen – schließlich trägt er die Schuld an den meisten Problemen. Die Probleme beim Bau der Multifunktionsarena hat zwar im Wesentlichen die Beigeordnet verursacht, aber er hat sie mit einem Projekt beauftrag, welches sie nur mangelhaft umsetzen kann. Der städtische Haushalt ist in jedem Jahr mehr in einer Schieflage – die Finanzbeigeordnete muss das erklären, auch wenn es Andreas Bausewein mit seiner rot-rot-grünen Koalition verschuldet hat. Aktueller Höhepunkt ist die Kita-Gebührendiskussion. Der OB hat die Stadtratsvorlage unterzeichnet und eingebracht – den empörten Eltern wollte er sich nicht stellen. Dies durfte die Finanzbeigeordnete als Prellbock tun, während er vom Rathaushof fuhr. Für mächtig öffentlichen Ärger sorgte sein Post auf der seiner Facebook-Seite. Die Protestsparschweine der Kinder hatte er auf seiner Couch um sich herum drapiert und erklärte lächelnd dazu “wenn diese Schweine alle voll wären, hätte Erfurt keine Haushaltsprobleme”. Zynischer geht es kaum! Er trägt die Verantwortung für die leere Stadtkasse! Er will das Geld den Eltern der Kinder wegnehmen, um damit Haushaltslöcher zu stopfen! Problematisch wird das Ganze nun offensichtlich auch für seine Koalitionskollegen. Auf dem Fischmarkt hatten sich Linke, Grüne und auch der SPD-Vertreter von der Gebührenvorlage distanziert. Bemerkenswertes geschah dazu gestern. Per Pressemitteilung erkläre ein SPD-Stadtrat, der OB würde die Vorlage zurückziehen. Eine Bestätigung dafür gibt es bis jetzt noch nicht, geschweige denn eine Erklärung des Oberbürgermeisters. Vielleicht hat er die Botschaft ja zwischen den Sparschweinen auf seinem Facebook-Bild versteckt…

Angebotserweiterung in der Sportstadt Erfurt

Tolle Stimmung und Zuschauerrekord
Tolle Stimmung und Zuschauerrekord
Spitzenmannschaftssportarten haben wir in der Landeshauptstadt nicht allzu viele. Dennoch bin ich gerne bei allen Vereinen der Stadt Erfurt zu Besuch wenn ihre Heimspiele anstehen – Eishockey, Fußball und Football stehen da an erster Stelle. Na gut, natürlich an zweiter Stelle, denn unser SWE Volley-Team nimmt natürlich für den Vereinspräsidenten eine Sonderstellung ein 🙂 Einige andere prominente Mannschaftssportarten fehlen aber in Erfurt. Bei den Handballdamen des THC hat die Stadt solange gerne zugeschaut, bis sie nach Bad Langensalza abgewandert sind. Basketball gab es in Erfurt auf Erst- oder Zweitliganiveau bis jetzt noch nicht – auch weil eine geeignete Spielstätte fehlte. Diese Lücke hat sich nun ohne kommunalpolitisches Zutun geschlossen. Die erfolgreichen Basketball-2. Bundesligisten (2. Basketball-Bundesliga ProA) Oettinger Rockets Gotha sind nach Erfurt umgezogen. Nicht in die neue Multifunktionsarena (ist ja auch noch gar nicht fertig) sondern in die Messehalle 1. In der blauen Hölle in Gotha sind die Rockets an ihre Grenzen gekommen. Maximal 1.862 Zuschauer fanden dort Platz und dies bedeutete häufig eine ausverkaufte Halle. Dies ist gut für die Atmosphäre, aber jedem Vereinspräsidenten blutet das Herz, wenn er mehr Eintrittskarten verkaufen könnte. Seit gestern Abend gibt es einen neuen Zuschauerrekord – 2.900 Gäste waren bei der Einzugsparty in der Erfurter gegen den achtmaligen Deutschen Meister Alba Berlin dabei.
Applaus für eine tolle Leistung
Applaus für eine tolle Leistung
Sehr gerne war ich dabei und habe mir interessiert das Spiel und das Drumherum angesehen. Respekt für die organisatorische Leistung und viel Erfolg in Erfurt! Gestern begann es erfolgreich – Alba wurde überraschend mit 92-86 besiegt. Ob die Rockets länger als eine Saison in Erfurt sein werden, hängt auch von der Entwicklung in Gotha ab. Pläne eine neue Halle zu bauen gibt – ein Realisierungskonzept indes nicht. Davon können in Erfurt beispielsweise die Black Dragons ein Lied singen. Schade fand ich, dass von Seiten der Stadt niemand in der Messehalle zu sehen war. Auch die Politik fiel nicht durch übermäßiges Interesse auf. Lediglich Wirtschaftsminister Tiefensee wurde gesichtet. In der Vergangenheit war ich schon ein paar Mal beim Basketball – in Mühlhausen und auch in der Messehalle beim Freundschaftsspiel der Bamberger. Mir hat der Abend bei den Rockets sehr gut gefallen. Viele Fängesänge waren mir vertraut – vom Eishockey und Fußball. Bei letzterem eint die Gothaer und Erfurter Fans die Abneigung gegenüber dem Mitbewerber Jena – die sind allerdings im Basketball in der 1. Liga und Fußball 4. Liga. Ich kann mir gut vorstellen, mit meinen Söhnen öfters einmal beim Basketball zu Gast zu sein – allerdings nur wenn nicht zeitgleich unsere Volleyballmädels spielen 😉 Bilder vom gestrigen Spiel  

CSD 2016 in Erfurt

Empfang in der Staatskanzlei
Empfang in der Staatskanzlei
Heute gab es zum zweiten Mal einen Empfang zum Christopher Street Day in der Erfurter Staatskanzlei. Auch wenn ich inzwischen nun nicht mehr Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierungsfragen bin, habe ich mich über die Einladung dazu gefreut und war auch gerne dabei – zumindest zeitweise, weil es danach noch zum Basketball ging. Seit einigen Jahren schon habe ich gute Kontakte zu den Protagonisten des CSD. Wir haben gemeinsam Veranstaltungen organisiert und Hürden mit der Stadt aus dem Weg geräumt wenn es um das Straßenfest des CSD auf dem Wenigemarkt und dem Anger ging. In diesem Jahr hat Markus Urban die Schirmherrschaft über den CSD in Erfurt übernommen. Mit ihm war ich vor zwei Jahren bei zahlreichen Veranstaltungen unterwegs und wir haben das Thema Coming Out bei Sportlern und insbesondere im Fußball diskutiert. Markus war einer der ersten Fußballer, die sich geoutet haben und als ehemaligem Schüler am Erfurter Sportgymnasium und Spieler bei RWE zieht es ihn auch immer wieder in die alte Heimat zurück. Beim Empfang in der Staatskanzlei hat in diesem Jahr der Staatssekretär zu den geladenen Gästen gesprochen – der Minister war kurzfristig verhindert, weil er im Landtag zur Verteidigung des Justizministers unterwegs war. Der guten Stimmung und der Wertschätzung für das Anliegen der Organisatoren tat dies keinen Abbruch. Bis zum 27.8.2016 finden zahlreiche Veranstaltungen zum CSD in Erfurt statt. Am Samstag wird mit dem Straßenfest auf dem Anger die Regenbogenfahne auch öffentlich wahrnehmbar für das Anliegen des CSD werben. Programm des CSD 2016