Mit Uwe Kotzan und dem Air Race Weltmeister Matthias Dolderer
Erfreulicherweise geht es am Flughafen Erfurt-Weimar nicht nur weiter, sondern es gibt auch neue Linienverbindungen. Nach der Germania-Pleite war die Sorge groß, dass unser Flughafen in schweres Fahrwasser gerät, aber in dieser Woche hat er wieder positive Schlagzeilen gemacht. Neben den neuen Linienflügen konnten auch die traditionsreichen Rosinenbomber in Erfurt landen und am Wochenende gab es das Flughafenfest.
Der Erfurter Flughafengeschäftsführer Uwe Kotzan ist optimistisch, dass das Flugjahr in Erfurt gut läuft und sucht nun noch nach einer Linienverbindung nach Griechenland. Beim Flughafenfest waren vor allem die kleineren Sportflugzeuge und die große Technik im Blick. Der Red Bull Air Race Weltmeister Matthias Dolderer flog an beiden Tagen. Es gab reichlich Kunstflugvorführungen und die Flughafenfeuerwehr demonstrierte Löschübungen. Es war wieder ein schönes Flughafenwochenende – ich wünsche dem Flughafen Erfurt-Weimar, dass es gut weiter geht.
Bilder vom Flughafenfest
An der Steilküste in Boltenhagen
Etwas ruhiger war es auf meiner Homepage in den letzten Tagen, da endlich der erste Teil des Sommerurlaubs anstand. Mit meiner Lebensgefährtin und meinem jüngsten Sohn war ich in Boltenhagen an der Ostsee und wir hatten das dazu passende Sommerwetter erwischt. Für meinen jüngsten Sohn waren es die Pfingstferien, da die Sommerferien in BaWü immer erst sehr spät beginnen. Bis zu den eigentlichen Sommerferien sind es in Thüringen nur noch zwei Wochen.
Im Gepäck hatten wir sowohl die Fahrräder, als auch das Motorrad und die Wasserskiausrüstung. Neben der Ostsee waren wir natürlich mit der Molli-Bahn und dem Lütt-Kaffeebrenner unterwegs, haben mit den Fahrrädern die Insel Poel erkundet, waren zum Wasserski/Wakeboard in Süsel und in der UNESCO-Weltkulturerbestadt Wismar.
Bilder vom Sommerurlaub
In der Fotobox
Ausgesprochen positiv überrascht war ich vom Besuch im Spionagemuseum in Berlin. Auf dem Weg in den Ostseeurlaub habe ich mit meinem jüngsten Sohn einen Zwischenstopp in Berlin eingelegt. Neben der Bundesligaversammlung haben wir uns am Samstag in etwas kühlere Räume “verzogen”. Für den Besuch des einzigen Spionagemuseums in Deutschland hatten wir gut eine Stunde geplant. Am Ende sind es aber drei ausgesprochen interessante Stunden geworden.
Spionagetechnik von der Antike bis zu den Weltkriegen ist ebenso vertreten, wie die Zeiten des kalten Krieges. Insbesondere die Stasi-Exponate überraschen dann doch. Eines der aufwendigsten Exponate ist der Trabi mit Infrarotfototechnik – mit rund 250.000 DM sicher die teuerste Rennpappe. Besonders angetan waren wir von der großen Abteilung zu James-Bond-Filmen. Da wir in den letzten Wochen einige zusammen gesehen hatten, haben wir natürlich fast alle Exponate richtig zuordnen können.
In einer Fotobox kann man sich im Museum selbst als Spion verkleiden und ablichten lassen oder in einem Laserparkour die eigene Mission Impossible ausprobieren. Für Väter und Söhne (aber natürlich auch für Mütter) ist das Museum am Potsdamer Platz unbedingt eine Empfehlung.
Bilder aus dem Spionagemuseum
Pokalauslosung
Regelmäßig Mitte Juni treffen sich in Berlin die Vertreter der 70 Bundesligavereine der 1. und 2. Volleyballbundesliga, um die neue Saison vorzubereiten. Nachdem feststand, dass wir auch im kommenden Jahr wieder in der 1. Volleyballbundesliga spielen können, bin ich in diesem Jahr einmal wieder mit nach Berlin gefahren.
Neben der Saisonvorbereitung und der Kontaktpflege war es mir dabei auch ein Anliegen, mich als Vereinspräsident von Schwarz-Weiß Erfurt bei den Kolleginnen und Kollegen der anderen Bundesligisten und des Vorstandes der VBL, insbesondere dem Präsidenten und Geschäftsführer, zu bedanken. Dank ihrer Unterstützung haben wir die Lizenz für die neue Saison beantragt und mit Auflagen bekommen. Die Saison startet am Wochenende 4.-6. Oktober 2019. Für uns allerdings erst am 9. Oktober mit dem Heimspiel gegen Münster, weil wir am ersten Wochenende spielfrei haben.
Knapp einen Monat später findet die 1. Runde des DVV-Pokals statt. Wir müssen auswärts beim Regionalsieger Südwest/Ost antreten.
Bilder von der Bundesligaversammlung
Am Abend des 12. Juni hat sich der Erfurter Stadtrat zu seiner ersten Sitzung in der 7. Wahlperiode zusammengefunden. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Wahl des Stadtratsvorsitzenden und seiner drei Stellvertreter/-innen.
Michael Panse, Fraktionsmitglied der CDU, wurde mit großer Mehrheit zum Stadtratsvorsitzenden gewählt (43 Ja-Stimmen bei 47 Anwesenden). In einer kurzen Rede sagte Panse, dass er in seiner Amtszeit im Stadtrat auf einen „wertschätzenden und sachlichen Umgang“ achten wolle. „Ich möchte die Sitzungen unauffällig leiten“, so Panse.
Als Stellvertreterinnen von Michael Panse wurden ebenfalls mit großer Mehrheit Birgit Pelke von der SPD (45 Ja-Stimmen von 48 Anwesenden) und Luise Schönemann, Die Linke, (41 Ja-Stimmen von 48 Anwesenden) gewählt. Der vorgeschlagene dritte Stellvertreter des Stadtratsvorsitzenden von der AfD hat dagegen nicht die erforderliche Stimmenmehrheit bekommen. Marek Erfurth scheiterte sowohl im ersten als auch im zweiten Wahlgang (1. Wahlgang: 21 Stimmen, 2. Wahlgang: 23 Stimmen von jeweils 48 Anwesenden). AfD-Fraktionschef Stefan Möller beantragte daraufhin, einen dritten Wahlgang auf die nächste Stadtratssitzung zu verschieben. Diesem Antrag haben die Erfurter Stadträte mit knapper Mehrheit zugestimmt.
Neue Aufgabe als Stadtratsvorsitzender
Bereits zwei Wochen nach der Kommunalwahl hat sich heute Abend der Erfurter Stadtrat konstituiert und im wesentlichen die formalen Voraussetzungen geschaffen, dass die 7. Wahlperiode nach der friedlichen Revolution beginnen kann. Nach der Begrüßen (so etwa wie in der Schule am ersten Schultag nach den Ferien) wurde es Ernst und die anwesenden 46 Stadtratsmitglieder wurden von der Bürgermeisterin verpflichtet.
Im Laufe des Abends wurde eine vorläufige Geschäftsordnung bestätigt, es wurden verschiedene Gremien wie der Hauptausschuss und der Jugendhilfeausschuss besetzt und es wurde der Stadtratsvorstand gewählt. Ich freue mich sehr über die Wahl zum Stadtratsvorsitzenden und das breite fraktionsübergreifende Vertrauen mit 43 von 47 Stimmen. Für die neue Wahlperiode (für mich ist es die sechste seitdem ich 1993 das erste Mal in den Stadtrat gekommen bin) wünsche ich mir einen wertschätzenden und sachlichen Umgang unter den Stadträten. Bei allem notwendigen Meinungsstreit soll immer auch im Blick sein, welches Bild wir den Bürgerinnen und Bürgern vermitteln.
Die Stadtratssitzungen möchte ich möglichst unauffällig leiten und nur in Ausnahmefällen ordnend eingreifen müssen. Die Geschäftsordnung des Stadtrats lässt Ordnungsmaßnahmen zu, ich hoffe wir brauchen sie auch in der 7. Wahlperiode nicht. Als Stellvertreterin wurde die bisherige Stadtratsvorsitzende Birgit Pelke (SPD) gewählt und als 2. Stellvertreterin die neue Stadträtin Luise Schönemann (Linke). Herzlichen Glückwunsch den beiden. In zwei Wählgängen erreichte der 3. Stellvertreter Marek Erfurth (AfD) nicht die notwendige Mehrheit und scheiterte mit 21 bzw. 23 Stimmen.
Bereits im Vorfeld hatte es längere Diskussionen um die Sitzordnung gegeben. Die Grünen wollten nicht neben der AfD sitzen und “schoben” die neue Fraktion der Mehrwertstadt von der Seite des ehemals rot-rot-grünen Bündnisses auf die andere Seite im Saal.
Inhaltliche Themen standen in der ersten Stadtratssitzung noch nicht zur Beratung an – dies wird dann in der nächsten Sitzung am 29. August sicher ganz anders werden. Bis dahin wird auch geklärt sein, welche Ausschüsse es gibt und die alten und neuen Stadträte legen richtig los. Bei acht Fraktionen im Stadtrat und rund der Hälfte neuen Stadträtinnen und Stadträten wird es sicher häufiger knappe Abstimmungen und wechselnde Mehrheiten geben.
Gefreut habe ich mich, dass auch beim Start der 7. Sitzungsperiode wieder zuvor ein ökumenischer Gottesdienststattfand und ein großer Teil der Stadträte seine Verpflichtung als Stadtrat mit den Worten bekräftigte “so wahr mir Gott helfe”.
Artikel zur StadtratskonstituierungBericht über die erste SitzungInternetlink
Am Erfurter Nordstrand
Dieses Jahr wurde es etwas spät im Kalender, bis ich zum ersten Mal wieder auf den Brettern stand. Dabei war der Start ja verheißungsvoll – bereits am 1. Januar war ich zum Anbaden im Nordstrand. In anderen Jahren begann die Wasserskisaison meist schon Anfang Mai.
Vor genau 35 Jahren bin ich dort das erste Mal Wasserski gefahren. Zu Vorwendezeiten war die Eröffnung der Badesaison Anlass, dass das DRK Wasserskirunden hinter einem Motorboot anbot. 1993 entstand dann die Schleppliftanlage und seitdem habe ich etliche der Bahnen in Deutschland, aber auch in Wien und Kroatien getestet. Neben der Insel Pag, ist es aber am Nordstrand immer noch am schönsten.
Meine beiden jüngeren Söhne fahren inzwischen beide begeistert und gut Wakeboard – allerdings bin ich in allen den Jahren immer Old School bei den Wasserski geblieben. Ich freue mich jetzt schon wieder auf Kroatien. Dort werden wir im August sicher ganz viel fahren und bis dahin noch ein paar Mal am Nordstrand.
Bilder vom Saisonstart
Mit dem Goldenen Spatz im Theater
Gleich drei Mal ging es an diesem Pfingstwochenende ins Erfurter Theater. Den großen Vorteil, von meiner Wohnung bis dorthin nur 200 Fußweg zu haben, konnten wir dadurch richtig gut nutzen 😉
Am Freitagnachmittag landete der Goldene Spatz wieder in Erfurt, nachdem die große Kinderjury eine ganze Woche Filme gesichtet und bewertet hat. Das größte deutsche Kinder Medien Festival gibt es nun seit 40 Jahren. In Gera wurde das Festival 1979 etabliert und inzwischen kommt es regelmäßig zur Preisverleihung auch nach Erfurt. Der Goldene Spatz ist kräftig gewachsen und überragt inzwischen auch mich deutlich 🙂 Ich war bestimmt schon ein halbes dutzend Mal bei der Preisverleihung dabei und finde es immer wieder beeindruckend, was es alles für tolle Kinderfilme gibt.
Gestern Abend stand dann im Theater der Sommernachtstraum bzw. The Fary Queen auf dem Spielplan. Die Kombination von Puppen- und Tanztheater mit dem Schauspiel um viele Liebesverflechtungen war mit einem interessanten Bühnenbild versehen. Leider gibt die etwas barocke Musik nicht ganz so viel her. gefallen hat es uns trotzdem.
Am heutigen Sonntag stand dann gleich noch die Aida auf dem Programm. Mit vielen Sängerinnen und Sängern, die nach Erfurt gekommen waren um das Ensemble zu verstärken, war es eine ausgesprochen beeindruckende Aufführung. Musik und Bühnenbild waren perfekt und begeisterten das ausverkaufte Haus. Den Heimvorteil der Theaternähe werden wir in den nächsten Wochen erst einmal nicht nutzen können, da sich die Spielsaison dem Ende neigt. Aber im September startet die neue Spielsaison…
Astro-Alex im Steigerwaldstadion
Eine tolle Show und begeisterte Kinderaugen und zudem das Steigerwaldstadion zwei Mal an einem Tag gut gefüllt. Das alles hat Astro-Alex geschafft. Die Weltraumshow gastierte in Erfurt und bewirbt sich damit um einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde als größter Wissenschaftsvortrag. Am Morgen waren rund 15.000 Schülerinnen und Schüler im Steigerwaldstadion und am heutigen Abend noch einmal 7.000.
In der zweistündigen Show wurde viel Wissen über das Weltall vermittelt und blieb bei den Schülerinnen und Schülern sicher besser hängen, als in einer Astro-Stunde. Alexander Gerst präsentierte danach Bilder seiner Flüge und erläuterte sie. Da bei der Show auch Ulf Merbold dabei war und sich beide am Nachmittag in das Goldene Buch der Stadt eintrugen, haben wir nun bereits vier Astronauten bzw. Kosmonauten darin. Juri Gagarin war der erste Mensch im Weltall und steht ebenso im Buch der Stadt, wie der erste DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn.
Bilder der Show
Eine aktuelle Auswahl
Bücher und Broschüren sind immer noch gefragt, auch in Zeiten moderner Medien. Seit 28 Jahren produziert und verlegt die Landeszentrale für politische Bildung in Thüringen Bücher und Broschüren zu politischen und gesellschaftspolitischen Themen. Verschiedene Reihen laufen seit vielen Jahren, wie die Blätter zur Landeskunde andere, wie die Geschichte hinter dem Bild sind hinzu gekommen. Regelmäßig kommen Menschen zu uns in die Geschäftsräume und stöbern sich durch die Bestände oder bestellen per Internet.
In den 28 Jahren haben sich dazu auch zahllose Titelbilder angesammelt und einen teil dieser Bilder haben wir jetzt in einer Ausstellung zusammen gefasst und gestern Abend diese Ausstellung in Jena eröffnet. In einer Außenstelle der FSU Jena, im legendären Bienenhaus, ist die Ausstellung bis zum 30.11. zu sehen. Auch gestern Abend griffen die Besucher der Ausstellung zu und nahmen zahlreiche Publikationen gleich mit. Es gibt sie noch in großer Zahl, Menschen, die gerne lesen und haptisch veranlagt sind. Trotz meiner intensiven Arbeit im Internet gehöre auch ich dazu – ich lese gerne etwas, was ich in der Hand halten und umblättern kann.
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