OB-Wahlkampf im Rathaus?

Die CDU-Stadtratsfraktion ist befremdet über die Einbeziehung der rund 3.000 Mitarbeiter der Erfurter Stadtverwaltung in den Oberbürgermeister-Wahlkampf von Andreas Bausewein. „Es überrascht dabei nicht nur die Dreistigkeit, mit der er aus seiner Funktion als Oberbürgermeister Wahlkampf betreibt, sondern auch die Aussagen, die er in seinem Brief tätigt. Für die Verwaltungsmitarbeiter ist es völlig unerheblich, ob Herr Bausewein eine Spitzenkandidatur seiner Partei im Thüringer Landtagswahlkampf 2019 anstrebt oder nicht. Sie erwarten ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger, dass er seinen Job als Oberbürgermeister ordentlich erledigt. Dies tut er derzeit nicht“, erklärt CDU-Fraktionschef Michael Panse. Mit seiner Aussage, dass er im April 2018 (bis jetzt wurde noch gar kein Wahltermin festgelegt – offensichtlich bezieht er diese Kenntnis aus seinen Kontakten in das SPD-geführte Innenministerium) zu OB-Wahl in der Landeshauptstadt antreten werde, lässt er die Katze aus dem Sack. Bausewein spitzt weiter zu: „dass ich diese Herausforderungen mit IHNEN annehmen und vor allem meistern will.“ Offenbar geht er davon aus, dass so wie er es seit Wochen mit seinen Mitarbeitern im OB-Bereich handhabt, er seinen Wahlkampf mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung führen möchte – was aber rechtlich nicht legitim ist. Der Brief lässt erkennen, dass es ihm im Wesentlichen um seine Wahl geht und er dabei in skandalöser Weise sein Amt als Oberbürgermeister mit seinen persönlichen Interessen vermischt. „Ich halte es für rechtlich fragwürdig, dass er dazu den E-Mail-Verteiler der Stadtverwaltung missbraucht. Dieser Verteiler dient der Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu dienstlichen Zwecken und nicht als Wahlkampfpodium des Amtsinhabers. Den anderen Oberbürgermeisterkandidaten ist dies schon aus kommunalrechtlichen Gründen verwehrt“, kritisiert Panse weiter. Die CDU-Stadtratsfraktion wird die enge Verknüpfung des Wahlkampfes des Oberbürgermeisters mit Mitarbeitern aus seinem OB-Bereich wie beispielweise bei der Nutzung von sozialen Netzwerken und der jetzigen E-Mail-Aktion nicht nur kritisieren, sondern auch rechtlich prüfen lassen.

Saisonende?

Neu im Fuhrpark...
Neu im Fuhrpark…
Natürlich nicht! Zwar wandern am 31. Oktober jeden Jahres viele Motorräder in die Garagen und werden winterfest gemacht, aber daran habe ich mich noch nie orientiert meine NTV hat ein ganzjähriges Kennzeichen und so nutze ich sie gerne bei schönem Wetter bis in den November und wenn es geht auch ab Februar schon wieder. Ganz früher, als das Zweirad noch das einzige Fortbewegungsmittel war – so vor 35 Jahren 😉  bin ich auch bei Schnee gefahren. Aber das muss nicht mehr sein. Neu im Familienfuhrpark ist jetzt ein kleiner Roller, der sowieso ein Jahresversicherungskennzeichen hat. heute haben wir ihn erste einmal etwas bewegt, damit erst ich gar nicht erst fest steht. Danach habe ich einmal alle Bilder der letzten Jahre gesichtet und die Zweiradbilder seit 1981 zusammen getragen. Da ist ganz schön was zusammen gekommen. Albanien bis Amsterdam, Mostar bis Saint Tropez, zahlreiche Balkan-Touren, USA und Spanien – waren schon Tourstrecken. Allerdings wechsele ich die Marken meist nur zu Probefahrten und bin der Honda NTV seit über 22 Jahren treu. Vorher war es die Schwalbe, eine TS 150 MZ und danach noch eine TS 250 MZ. In diesem Jahr war ich aber erstmals mehr auf fremden Bikes unterwegs, als auf meinem. 600 km mit der Harley auf der Route 66 und über 200 auf einer Honda Shadow in Lanzarote haben dazu beigetragen. Ansonsten war der heutige Reformationsfeiertag vor allem ein Familientag mit Besuch bei der Enkeltochter und in der neuen Wohnung meines ältesten Sohnes. Zweiradbilder 1981 – 2017

Läuft nicht…

Volleyballgespräche beim Eishockey
Volleyballgespräche beim Eishockey
Leider ist dies die aktuelle Zustandsbeschreibung für meine Lieblingsportmannschaften der Landeshauptstadt in der 1. und 3. Liga. Aus ganz verschiedenen Gründen klemmt da überall die Säge und die sportlichen Erfolge bleiben derzeit aus. Auch in der letzten Woche und am Wochenende ist dies nicht besser geworden. Unsere Mädels vom Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam hatten ihr Wochenendspiel schon am Mittwoch in Stuttgart und haben beim Vizemeister nicht ganz unerwartet verloren. Angesichts der Kräfteverhältnisse in der Liga sind wir mit dem einen Punkt gegen Wiesbaden derzeit auf Platz neun der Tabelle. Am kommenden Wochenende kommt das Ex-Team unseres Trainers aus Vilsbiburg – wir werden sehen ob uns vielleicht dann ein Überraschungscoup gelingt. Die wichtigen Spiele in der Liga folgen dann unmittelbar nach dem Pokalspiel in Suhl – Aachen und Suhl werden im November bzw. Anfang Dezember bei uns zu Gast sein und dann entscheidet sich wo die sportliche Reise hin geht. Darauf warten auch die Basketballspieler der Oettinger Rockets am Donnerstagabend gegen Braunschweig. Auch da ist die Saisonausbeute verbesserungswürdig und zudem hat letzte Woche der angekündigte Ausstieg des Namens- und Hauptsponsors für Aufregung gesorgt. RWE geht es nicht besser. In Chemnitz haben sie zwar gut gespielt, aber in der 87. Minute das 1:0 gefangen und sind nunmehr Vorletzter. Kommenden Sonntag kommen die Sportfreunde Lotte ins Steigerwaldstadion und auch am Tag zuvor bei der Mitgliederversammlung dürfte es Diskussionen geben. Am vergangenen Wochenende hatten nur die Black Dragons ein Heimspiel und auch bei den Drachen ist derzeit der Wurm drin. Nach einem guten Start mit erfolgreichen Vorbereitungsspielen und den ersten 8 Punkten gab es sieben Niederlagen in Folge. Gestern Abend gegen den Tabellennachbarn die Moskitos aus Essen gab es eine 3:4 Niederlage. Mit meinem ehemaligen Landtagskollegen und langjährigen Präsidenten des VfB Suhl 91 Wolfgang Wehner habe ich auf der Tribüne ausnahmsweise einmal nicht nur über Volleyball diskutiert, sondern über die Sportsituation in der Landeshauptstadt. Am kommenden Wochenende ist der Spielplan voll und ich werde sicher bei allen Teams dabei sein und die Daumen drücken. Auch unsere 2. Mannschaft vom SWE Volley-Team ist gefordert und spielt am Samstag gegen Leipzig. Ich hoffe, dass das Wochenendfazit dannlauten kann “es läuft wieder” im Erfurter Sport.

Kommunalpolitischer Gedankenaustausch

Die CDU-Stadtratsfraktion Göttingen in Erfurt
Die CDU-Stadtratsfraktion Göttingen in Erfurt
Zum Abschluss der kommunalpolitischen Woche konnte ich Samstagnachmittag die CDU-Stadtratsfraktion aus Göttingen im Erfurt Rathaus begrüßen. Unter Leitung ihres Fraktionsvorsitzenden Dr. Scherer sind die Kolleginnen und Kollegen dieses Wochenende in Erfurt zu Besuch und wir haben uns zu kommunalen Themen ausgetauscht. Nach dem Besuch der Frauen Union Saar am Vortag war der Ratssitzungssaal somit wieder fest in schwarzer Hand. Mit den Göttingern war es eine interessante Diskussion. Kommunalpolitisch stehen dort fast die gleichen Themen auf der Agenda – ein Nachtragshaushalt zum Doppelhaushalt 2017/2018 und die Parkplatzsituation diskutieren wir analog in Erfurt. Auch politisch ist die Konstellation ähnlich – elf bzw. 12 CDU-Stadträte, ein SPD Oberbürgermeister und eine rot-grüne (bzw. rot-rot-grüne) Koalition. Wir werden in Kontakt bleiben und sicher die eine oder andere politische Anregung austauschen. Am heutigen Sonntag ist nun aber kommunalpolitischer Ruhetag und Zeit für die Familie.

Frauenpower im Erfurter Rathaus

Im Festsaal des Rathauses
Im Festsaal des Rathauses
Regelmäßig begrüße ich Besuchergruppen im Fest- und Ratssitzungssaal und erkläre ihnen die jüngere und ältere Geschichte unserer Stadt. Gruppen aus aller Welt waren schon dabei – heute aber erstmals ein Gruppe ausschließlich mit Frauenpower. 35 engagierte Damen der Frauen Union Saar sind unter Leitung ihrer Vorsitzenden Anja Wagner-Scheid auf Einladung der Frauen Union Thüringen in Erfurt zu Gast. Neben der Stadtgeschichte haben wir auch über aktuelle Politikthemen gesprochen. Leider sind in Thüringen und im Saarland nicht wirklich viele Frauen in der Kommunalpolitik engagiert. Der Gleichstellungsbericht der Bundesregierung benennt die Frauenquote in Kommunalparlamenten mit lediglich 25 Prozent – sowohl im Saarland als auch in Thüringen. Die langen Beratungszeiten und der Politikbetrieb wirken oft abschreckend. 22791611_10214026304082381_6465513989791911803_oSeit geraumer Zeit versuchen wir den Politikbetrieb familienfreundlicher zu gestalten – grundsätzlich keine Sitzungen an Sonntagen mehr und in jeder Einladung steht nicht nur die Uhrzeit des Beginns sondern auch das Ende der Sitzung. Aber dennoch haben wir auch in unserer Stadtratsfraktion mit unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann und unserer Landtagsabgeordneten Marion Walsmann nur zwei Frauen. Allerdings sind die beiden dafür besonders engagiert und erfolgreich! Gefreut habe ich mich über das große Interesse der Kommunalpolitikerinnen aus dem Saarland an unserer kommunalpolitischen Situation. Unser Ziel in Erfurt ist klar. Im kommenden Jahr will die CDU Erfurt mit Marion Walsmann das Erfurter Rathaus erobern. Das ist dringend notwendig – nicht nur weil es deutschlandweit nur 10 Prozent Frauen als Oberbürgermeisterinnen und Landrätinnen gibt, sondern weil sich die Politik der Landeshauptstadt grundlegend ändern muss. Bilder aus dem Rathaus    

Parkraumbewirtschaftung oder Abzocke?

Panse: Begegnungszone aussetzen – erst Parkhäuser bauen Mit 53 neuen Parkscheinautomaten und mit der Ausweitung der Gebührenpflicht bis 21 Uhr geht die Erfurter Stadtspitze ab kommendem Jahr ins Rennen. Damit wird es in der Innenstadt flächendeckend teuer – sowohl für Anwohner, als auch für Gäste. Bedingt durch die Umsetzung der Begegnungszone, ist es schwer geworden, überhaupt noch einen Parkplatz zu finden. „Ärger und Frust sind quasi vorprogrammiert und werden durch den Oberbürgermeister und dessen rot-rot-grünes Bündnis in Kauf genommen. Die einen nennen es beschönigend Parkraumbewirtschaftung, die CDU nennt es Abzocke!“, kommentiert CDU-Fraktionschef Michael Panse. Mit den zusätzlichen Parkraumbewirtschaftungsgebieten wird es vor allen auch bürokratischer: Anwohner müssen kostenpflichtig einen entsprechenden Ausweis beantragen. Eine Gewährleistung für einen Parkplatz haben sie damit längst nicht. Die Kosten steigen sowohl für Anwohner, als auch für Gäste und in Erfurt beruflich Tätige. Ausreichen Parkplätze, insbesondere Parkhäuser fehlen nach wie vor. Auch die P&R-Plätze haben bereits jetzt ihre Grenzen erreicht. „Besonders die Stadtgebiete im Umfeld der Innenstadt werden unter dieser nicht zu Ende gedachten Parkplatzpolitik des Oberbürgermeisters zu leiden haben“, kritisiert Panse weiter. Die CDU-Fraktion bleibt deshalb bei ihrer Forderung, die Begegnungszone auszusetzen, solange keine Parkmöglichkeiten im Umfeld der Innenstadt und zusätzliche P&R-Möglichkeiten geschaffen sind. „Momentan dienen die geplanten Änderungen beim Parken ab dem kommenden Jahr vielmehr als Abzocke zur Befüllung der maroden Stadtkasse. Der Oberbürgermeister wird zwar nicht müde, von einer wachsenden Landeshauptstadt zu sprechen. Dem steht die momentane Verkehrs- und Parkraumkonzeption jedoch massiv entgegen“, erklärt Panse abschließend.

Kommunalpolitische Woche – 6 aus 7

Finanzausschussausblick
Finanzausschussausblick
Kommunalpolitisches Engagement ist Ehrenamt – aber trotzdem zeitintensiv. Letzte Woche war Stadtratswoche mit Fraktionsvorstand, Fraktionssitzung, Hauptausschuss und Stadtratssitzung und am Freitag noch Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke. Üblicherweise ist es in der darauffolgenden Woche etwas ruhiger. Dies trifft aber auf diese Woche gar nicht zu. Montag Verbandsratssitzung des Sparkassenzweckverbandes, Dienstag Aufsichtsratssitzung EGA, danach Buga-Ausschuss und heute schließlich Finanzausschuss. Letzteres in nichtöffentlicher Sitzung, deshalb gibt es daraus nicht viel zu berichten außer dem, was die SPD schon mit einer Pressemitteilung getan hat. Aber dies ist ein Thema für sich und wird dann noch einmal kommunalrechtlich ausgewertet. Morgen geht es dann mit einer Sitzung des Wirtschaftsarbeitskreises im Rathaus weiter. Freitag Begrüßung und Diskussion mit einer Besuchergruppe der Frauen Union aus dem Saarland und Samstag der Besuch der CDU-Fraktion aus Göttingen im Rathaus. Also, diese Woche 6 aus 7 Kommunalpolitik. Aber ich mache das gerne und schließlich ist es selbst geschaffenes Leid 😉 Heute habe ich zudem die mehrstündige Finanzausschusssitzung nicht nur zur Diskussion über den Nachtragshaushalt genutzt, sondern nebenbei auch den Livestream auf dem Laptop eingeschaltet und mit einem halben Auge (Multitasking!) verfolgt. Ab 19 Uhr haben unsere Mädels in Stuttgart ihr Erstliga-Volleyballspiel gehabt (leider mit 0:3 verloren).

Buga 2021 und EGA

Der Plan für Danakil
Der Plan für Danakil
Gleich im Doppelpack ging es heute um die Buga und die EGA und beides gehört auch zusammen. Zunächst haben wir bei der Aufsichtsratssitzung die EGA nicht nur (wie sonst üblich) aus dem Sitzungsraum heraus diskutiert, sondern die EGA direkt in Augenschein genommen. Damit das Besuchs-Programm nicht den ganzen Nachmittag sprengt waren wir allerdings mit dem EGA-Express unterwegs zu den gastronomischen Orten wie dem EGA-Rundbau und dem Bergmann-Pflanzenkaffee und den Bauprojekten. Das ehemalige Gästehaus der EGA wird saniert und umgebaut, das Areal um das Gartenbaumuseum saniert und im Februar erfolgt der erste Spatenstich für das Danakil-Klimazonenhaus. Darüber hinaus stehen die drei Hallen 2,3 und 4 zum Abriss an. Alle diese Maßnahmen haben mit der Vorbereitung der Buga 2021 zu tun und werden die EGA kräftig weiter entwickeln. In welchem Umfang und mit welchem zeitlichen Horizont dies auf dem Petersberg gelingen kann ist noch offen. In der Buga-Ausschusssitzung, die ich heute einmal leiten durfte, haben wir unter anderem die geplanten Transportwege aufgerufen. Unstrittig ist, dass wir die Straßenbahnlinie von der EGA zum Nordpark durchgängig gestalten wollen. Dazu werden aber mindestens sechs zusätzliche Straßenbahnen benötigt und ob es dafür die zur Anschaffung notwendigen Fördermittel geben wird ist noch völlig offen. Zur umstrittenen Seilbahn zum Petersberg gibt es noch kein abschließendes Votum – dazu muss erst das Verkehrskonzept vorliegen. Danach wird geklärt, ob der Buga-Aufsichtsrat oder der Stadtrat entscheidet. Kommunalpolitisch war mit der Buga-Ausschusssitzung der Abend aber noch nicht zu Ende. Gleich im Anschluss ging es noch mit der Sonderausschusssitzung OSO weiter. Im gut gefüllten Ratssitzungssaal ging es um die aktuelle Sicherheitssituation in der Landeshauptstadt. Die Kriminalitätsquote ist im Steigen und damit das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger im Sinken. Der Leiter der LPI Erfurt Herr Loyen stellte die Kriminalitätsstatistik vor – allein die Drogendelikte haben sich seit 2009 verdreifacht. Welche Schlussfolgerungen die Kommunalpolitik aus den vorgestellten Zahlen ziehen wird ist noch offen – eine der Empfehlungen lautet mehr Präsenz von Polizei und Ordnungskräften und da sind sowohl die Stadt, auch das Land gefordert. Bilder von der EGA  

Künftige Gewerbeansiedlungen mit oder ohne Logistikqualität?

Panse fordert Klärung der „Qualitätsfrage“ im Zusammenhang des ISEK Laut aktuellen Berichten der lokalen Medien wird es mit der Firma Lesara im GVZ eine weitere Ansiedlung im Logistikbereich geben. Das sei grundsätzlich positiv aufzufassen, betont CDU-Fraktionschef Michael Panse. Offene Fragen bestehen jedoch mit Blick auf das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das sich derzeit in der Beratung des Erfurter Stadtrates befindet. Die CDU-Fraktion hält die Ansiedlung von zusätzlichem Gewerbe in Erfurt für notwendig. Ob jedoch der Logistikbereich nachhaltig zur Verbesserung des Standortes Erfurt beiträgt, bleibt unklar. Besonders die vergleichsweise niedrige Einkommenssituation der Beschäftigten im Logistikgewerbe und die diesbezüglichen Arbeitsbedingungen sind kritisch zu betrachten. Am 18. Oktober 2017 beschloss die Mehrheit des Erfurter Stadtrates die Handlungsfelder des ISEK. Für die Wirtschaftsentwicklung heißt es dort: „Logistikbranche ausschließlich qualitativ ausweiten“. Darüber hinaus ist im ISEK-2030-Entwurf von der „Ansiedlung stärker qualitativ orientierter Logistikunternehmen“ die Rede. Dass fast zeitgleich zum Beschluss in der letzten Stadtratssitzung plötzlich weitere Logistiker angesiedelt werden, bleibt nicht ohne Beigeschmack. „Seitens der Stadtverwaltung wurde nicht mit offenen Karten gespielt“, kritisiert Panse. Im ISEK selbst ist die Rede von der künftigen Ansiedlung qualitativer Logistik. „Qualitativ“ klingt prinzipiell gut. Aber was bedeutet „qualitativ“? Wird es Logistik geben, die höhere Löhne bietet? Steht die Ansiedlung von Lesara im Einklang mit den Zielen des ISEK? Dies versucht Michael Panse nun über eine Stadtratsanfrage zu klären. „Aus Sicht der CDU-Fraktion sollte Erfurt künftig weniger auf Logistik setzen, um stattdessen im produzierenden Gewerbe voranzukommen und in weniger flächenintensiven Gewerbeansiedlungen Handlungsoptionen zu finden“, kommentiert Panse abschließend.

Oktober-Infobrief der Stadtratsfraktion

Oktoberausgabe Infobrief
Oktoberausgabe Infobrief
Relativ ruhig ging es in der Stadtratssitzung letzte Woche zu. Die politischen Streitthemen waren überschaubar – lediglich zum Thema ISEK gab es erhebliche Meinungsunterschiede zwischen uns und dem Rest des Stadtrates. Wie berechtigt unsere Skepsis war zeigte sich heute mit der MDR-Meldung zur Ansiedelung eines neune Logistikers in Erfurt. Im Handlungsfeld 36 der Fortschreibung des ISEK der Landeshauptstadt Erfurt steht: “Logistikbranche ausschließlich qualitativ ausweiten.” Mit den Stimmen von Rot-Rot-Grün und der bunten Fraktion wurden im Stadtrat die Handlungsziele zur Fortschreibung des ISEK beschlossen. Was da drin steht und ob das irgendeine Wirkung entfaltet, interessiert in dieser Stadt offensichtlich nicht wirklich. Ich bleibe dabei, was ich bereits im Stadtrat für die CDU-Stadtratsfraktion erklärt habe – dies war ein Schaufensterbeschluss, der lediglich dazu dient unter Vorspiegelung falscher Tatsachen weiter an Fördermittel zu kommen. Weitere Themen des Infobriefes sind die Verwaltungsstrukturen bezüglich der Buga/Petersberg, die Sanierung des Sportplatzgebäudes in der Essener Straße und die Leihfahrräder. Gefreit haben wir uns über die breite Zustimmung zu unserem Antrag einer Helmut-Kohl-Straße. Auch die Diskussion zu diesem Thema war ausgesprochen sachlich. Auf 10 Seiten haben wir mit unserem Infobrief wieder alles zusammen gefasst, was im letzten Stadtrat los war. Viel Spaß beim lesen!