Das erste Chanukka-Licht brennt wieder
Nachdem der Freitag ein durchaus kommunalpolitisch stressiger Tag war und ich die CDU Stadtratsfraktion in Abstimmung mit dem Kreisvorstand positioniert hat, konnte es ins Wochenende gehen. Alles weitere, ob und wann und mit wem es Gespräche geben wird, lässt sich in der kommenden Woche klären. Zuvor muss nun erst einmal der Oberbürgermeister mit seinen derzeitigen Bündnispartnern einiges besprechen. In der Berichterstattung der Lokalpresse am Samstag klang jedenfalls schon einmal an, dass der linke Fraktionsvorsitzende im Stadtrat sich nur ungern vom OB “erziehen lassen möchte”.
Am Wochenende war einmal wieder mein Kurzer bei uns in Erfurt zu Besuch und daher habe ich dem 31. Landesparteitag der CDU in Zeulenroda am Samstagvormittag auch nur einen Kurzbesuch gewidmet. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hielt eine durchaus etwas weichgespülte Rede und am Ende machte auch Mike Mohring deutlich, dass die Union zusammen steht und die Kanzlerin unterstützt. Mike hielt eine engagierte Rede und beschwor den Zusammenhalt in der CDU in Thüringen und die Delegierten dankten es ihm mit einem “runden” Parteitag. Nur das große Presseaufgebot hatte offensichtlich gehofft, kontroverser über den Parteitag berichten zu können.
Der Rest des Wochenendes gehörte dann den Kindern, dem Sport, dem 2. Advent und Chanukka. Am Samstagabend waren wir alle zusammen in der Sporthalle am Sportgymnasium. Bis vor fünf Jahren fanden dort unsere Bundesligaspiele statt, bevor wir in die große Riethhalle umgezogen sind. Da diese aber am Wochenende blockiert war, spielten wir am alten Spielort gegen München. 400 Zuschauer und die Cheerleader der Erfurt Indigos sorgten für eine tolle Stimmung und halten unseren Mädels einen umkämpften 3:2 Sieg zu erringen. Damit kletterten wir auf Platz 2 in der 2. Volleyballbundesliga. Kommende Woche fahre ich mit nach Grimma und hoffe, dass wir dort die Vize-Herbst-Meisterschaft feiern können 🙂
Zum ersten Mal nach langer Zeit ging es Sonntag früh mit dem Kurzen in eine andere Halle. In der Roland-Matthes-Südschwimmhalle waren wir auch länger nicht und nutzten die Zeit, um etliche Schwimmbahnen zu drehen. Mein Sohn hat immerhin 450 m abgespult – und danach war noch viel Zeit für die Rutsche und das Attraktionsbecken. Am Nachmittag war dann der größere Bruder im Vorteil, weil wir zusammen zum Eishockey zu den Black Dragons sind. Auch dort waren gut 400 Zuschauer dabei, aber leider lief das Spiel der Drachen nicht so erfolgreich. Mit 4:6 ging das Spiel an den EHC Timmendorfer Strand.
Entzündet wurde am Abend die erste Kerze am Chanukka-Leuchter vor dem Erfurter Rathaus. Zum achten Mal steht der Leuchter dort. Jeden Tag wird ein Licht mehr entzündet. Ich freue mich während Chanukka jetzt schon auf das Puppentheater am Dienstag im Jüdischen Gemeindezentrum und den Chanukka-Ball kommenden Sonntag im Kaisersaal. In diesem Jahr fällt Chanukka direkt in die Adventszeit. Heute war sowohl der Nikolaus bei meinen Söhnen, als auch das Wohnzimmer adventlich geschmückt.
Bilder vom Parteitag: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157659731540033
Volleyball: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157661957178771
Cheerleader: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157662095500355
Erst neun Monate alt…
Nachdem es bei der Stadtratssitzung am Mittwoch durchaus sehr kontrovers zuging, überrasche der Oberbürgermeister mit einem heute in der TA und der TLZ veröffentlichen Interview. Er kündigte darin Umstrukturierungen der Dezernatsbereiche an und bot der CDU die Übernahme von Verantwortung mit einem Dezernenten an.
Der Neuzuschnitt der Dezernate ist nun schon seit einem Jahr in der Diskussion und soll mit dem Ausscheiden des Baubeigeordneten erfolgen. Dass Bausewein dabei auch einen Schritt auf die CDU zugeht überrascht etwas. Seine Unzufriedenheit insbesondere mit dem linken Kooperationspartner hat sich in den letzten Wochen offensichtlich systematisch gesteigert. Dennoch haben bis jetzt die drei Fraktionen an ihrer Kooperationsvereinbarung festgehalten. Diese hat unter anderem zwei wesentliche Punkte: 1. ist vereinbart, dass die Haushalte gemeinsam von Rot-Rot-Grün beschlossen werden und 2. ist vereinbart, dass Personalentscheidungen gemeinsam getroffen werden. Wörtlich steht in der im März vorgestellten Kooperationsvereinbarung von Rot-Rot-Grün:
“SPD, Linke, und Grüne werden die Haushaltsbeschlüsse und Personalentscheidungen bis 2019 gemeinsam erarbeiten und beschließen”.
Der Oberbürgermeister hat offensichtlich Zweifel, ob dies mit den Linken gelingt. Ich werde für die CDU-Stadtratsfraktion für Gesprächsangebote zur Verfügung stehen. Wir haben aber auch eine klare Vorstellung, wo die Reise hingehen soll. Deutlich gesagt, wenn die schlechte rot-rot-grüne Ehe fortgeführt wird, stehen wir nicht fürs Fremdgehen zur Verfügung!
Zum Interview in der TA/TLZ mit Oberbürgermeister Andreas Bausewein und dem Artikel in der TA auf Seite 1 nachfolgende Anmerkungen:
Das Spekulieren über eine „ganz große Koalition: Rot-Rot-Grün-Schwarz“ (Titelblatt TA) ist absurd und wird zu keinem Zeitpunkt Gegenstand eines Gesprächs sein.
Die CDU-Stadtratsfraktion hat in den zurückliegenden Jahren eine konstruktive Oppositionsarbeit im Erfurter Stadtrat geleistet. Eine Kooperation oder Koalition war von Seiten der SPD bisher nie gewollt. Stattdessen hat die SPD seit 2006 auf regelmäßig fortgeschriebene Kooperationsvereinbarungen mit den Linken und den Grünen gesetzt.
Die Stadt befindet sich im Ergebnis der verfehlten Politik des Oberbürgermeisters und des rot-rot-grünen Bündnisses in einer dramatischen Finanzlage und der Wille zum Umsteuern war bis in die jüngste Vergangenheit nicht zu erkennen.
Wenn der Oberbürgermeister ernsthafte inhaltliche Gespräche führen will, wird die CDU-Stadtratsfraktion diese Gespräche mit ihm führen.
Voraussetzung für Gespräche mit der CDU-Stadtratsfraktion und eine mögliche Zusammenarbeit ist der Wille zu einem wirklichen Politikwechsel. Die rot-rot-grüne Kooperationsgemeinschaft kann so nicht fortgeführt werden.
Die CDU-Stadtratsfraktion steht definitiv nicht als Disziplinierungsinstrument für Teile der rot-rot-grünen Kooperationsgemeinschaft zur Verfügung.
Die Neuordnung der Dezernatsbereiche hat die CDU-Stadtratsfraktion immer gefordert. Die Arbeit der Beigeordneten Spangenberg und Hoyer bot permanent Anlass zur Kritik. Über die Neuordnung der Dezernatsbereiche und die Zuständigkeit einzelner Beigeordneter hat es keinerlei Gespräche mit der CDU gegeben
Die Festgemeinde im RatsgymnasiumVielen Dank für das Engagement der Evangelischen Schulstiftung Mitteldeutschland! 560 Mitarbeiter leisten an 21 Schulen gute Arbeit für 4.750 Schülerinnen und Schüler in Thüringen und Sachsen-Anhalt. In den letzten Jahren ist die Zahl der Schulen kontinuierlich gewachsen und auch wir haben in Erfurt einen Anteil daran – einen Anteil daran, dass es zahlenmäßig mehr Schülerinnen und Schüler werden. Aber als CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat auch einen Anteil daran, dass sich der neue Schulstandort in der Eugen-Richter-Straße gut entwickelt. Ich habe mich deshalb über die Einladung zum Jahresempfang der Evangelischen Schulstiftung sehr gefreut. Gemeinsam mit 160 aus Thüringen und Sachsen-Anhalt war ich gerne zu Gast in der Aula des Erfurter Ratsgymnasiums. Geehrt wurden drei Ehrenamtliche, die sich in bewundernswerter Weise für die Stiftung einsetzen. Wolfgang Kühnel (langjähriger Vorsitzender des Fördervereins der GS Apolda) sowie Manja Krampe und Rajko Thomas vom Förderverein des Evangelischen Gymnasiums Meiningen wurden geehrt. Viel Erfolg weiterhin der Evangelischen Schulstiftung!
http://www.schulstiftung-ekm.de/
Die pannengeplagte Stadtverwaltung kommt aus ihrem Tief nicht heraus. Der ursprüngliche Grund für die Einberufung der Sonderstadtratssitzung am 2. Dezember 2015, nämlich der zweite Nachtragshaushalt, entfiel, weil der vorangehende erste Nachtragshaushalt noch nicht vom Landesverwaltungsamt bestätigt wurde und ein Beschluss somit noch nicht möglich war. Gerade bei diesem Thema wurde außerdem offensichtlich, dass nicht nur die rot-rot-grüne Kooperation in sich verstritten ist, sondern analog dazu auch die Verwaltung. Beim zweiten Nachtragshaushalt geht es um 112 zusätzliche Personalstellen im Rahmen der der Flüchtlingshilfe, für die die Stadt Kredite aufnehmen muss. Zumindest eine Beratung zum Thema wäre trotzdem möglich gewesen. Die Diskussion wurde jedoch vom Oberbürgermeister unterbunden und er vertagte die Vorlage. Laut Aussage seiner Sozialdezernentin hatte die Verwaltung nicht genügend Zeit, um die vorab gestellten Nachfragen des eigenen Kooperationsbündnisses zu beantworten. CDU-Fraktionschef Michael Panse attestierte dem Oberbürgermeister und seiner Verwaltung Dünnhäutigkeit und fragte: „Wollte sich der Oberbürgermeister der Diskussion nicht stellen oder hatte er Angst, dass die Meinungsverschiedenheiten sowohl seiner Kooperationsfraktionen, als auch seiner Verwaltung noch offenkundiger werden?“ Panse erklärte weiter: „Es hat wenig mit Demokratie zu tun, eine Diskussion im Keim zu ersticken, obwohl zuvor im Hauptausschuss Gesprächs- und Redebedarf aller Fraktionen angekündigt wurde. Das Thema Flüchtlingshilfe sollte berechtigterweise in einem besonderen öffentlichen Fokus stehen. Umso unverantwortlicher ist es, die Diskussion um die notwendige personelle Verstärkung nun wiederum in die nicht öffentliche Ausschussberatung zu vertagen.“ Bereits in der der Ratssitzung vorgehenden Hauptausschusssitzung wurde aus Sicht der CDU-Fraktion deutlich, wie gespalten die Verwaltung in Bezug auf den zweiten Nachtragshaushalt und die zusätzlichen Stellen im Rahmen der Flüchtlingshilfe in sich ist. Die Beigeordneten und die Verwaltung demonstrierten ein hohes Maß an Uneinigkeit in dieser Frage. Diese Streitigkeiten zogen sich auch in der Stadtratssitzung fort. Die CDU-Fraktion hofft darauf, dass der Oberbürgermeister seine Verwaltung künftig besser führt.
Der Stein des AnstoßesDie Erfurter Stadtverwaltungsspitze ist dünnhäutig und nun auch feige geworden – dünnhäutig, was Kritik angeht und feige, sich zu Fehlern zu bekennen. Bereits bei der gestrigen Hauptausschusssitzung beharkten sich mehrere Beigeordnetinnen und Vertreter der Verwaltung zum 2. Nachtragshaushalt und der Oberbürgermeister verließ sichtlich angefressen die Sitzung vorfristig. Heute setzte sich der „Spaß“ in der Sonderstadtratssitzung fort. Ursprünglich angekündigt war, über den Antrag der Verwaltung zu diskutieren (Beschlussfassung ging sowieso nicht mehr, siehe Text von gestern Abend). Früher hätte sich der Oberbürgermeister in seinen besseren Zeiten solch einer Diskussion auch gestellt. Heute war das anderes. De unangenehmen Diskussionen, unter anderem über das Versagen seiner Verwaltung, ging der Oberbürgermeister aus dem Weg, indem er seine Vorlage zum 2. Nachtragshaushalt sofort und ohne Aussprache in die Ausschüsse überweisen lies – Feigling! Nicht ganz erkennbar war, ob die kritischen Anmerkungen der Grünen und der SPD und selbst von Teilen der Linken zum Thema „nicht erfolgter Befristung“ der der 112 geplanten Stellen diese Neigung verstärkt hat. Schwierig bleibt die Diskussion aber auch in Zukunft. Zunehmend kommen alle drei „Regierungsfraktionen“ in die Schwierigkeit erklären zu müssen, warum sie regelmäßig als Tiger starten und als Bettvorleger landen. Natürlich werden sie, wenn auch widerwillig, der Verwaltungsvorlage am 16.12. zustimmen. Natürlich werden sie, wenn auch widerwillig, jährlichen Zusatzkosten von 5,2 Millionen Euro (unbefristet) für diese 112 Stellen zustimmen. Und natürlich werden sie, wenn auch widerwillig, im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung für 2016 in der gleichen Sitzung vielen freien Trägern und Initiativen den Hahn zudrehen. Die Lust dies öffentlich zu erklären oder gar zu rechtfertigen ist den Kollegen von Links-Link-Grün inzwischen vergangen. Also gilt das Prinzip „Augen zu und durch“. Am 16. Dezember werden sie dann die Diskussion zu dem Thema deutlich umfänglicher ertragen müssen.
Vorberatung im HauptausschußDie morgige Sonderstadtratssitzung entwickelt sich langsam aber sicher zum Politikum. Die Verwaltung hat die Sitzung in Dringlichkeit anberaumt, um über 112 neue Personalstellen zur Flüchtlingsbetreuung im Rahmen eines 2. Nachtragshaushalt den Stadtrat entscheiden zu lassen. Im Finanzausschuss wurden dazu durchaus berechtigte Fragen aufgeworfen, die die Verwaltung nicht beantworten konnte. Die schriftlichen Nachlieferungen sind wenig ergiebig und werfen neue Fragen auf. Die CDU Stadtratsfraktion hat heute einen Änderungsantrag eingereicht der zunächst erreichen will, dass die Stellen auf zwei Jahre befristet werden. Wir wollen damit einen zweiten Punkt zur Beschlussfassung anfügen: „Die Personalstellen sind zunächst bei der Besetzung auf zwei Jahre zu befristen. Innerhalb dieser zwei Jahre ist eine Evaluierung im Rahmen des von der Verwaltung angekündigten Personalentwicklungskonzepts vorzunehmen. Falls die Notwendigkeit zur Weiterführung besteht, können diese Personalstellen in Abstimmung mit dem Ausschuss Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung und Vergabe und dem zuständigen Fachausschuss in unbefristete Stellen umgewandelt werden.“Dies war von der Verwaltung ursprünglich nicht geplant. Sie wollten die 112 Stellen unbefristet besetzen. Verbunden damit sind jährliche Kosten von ca. 5,2 Millionen Euro. Eine detaillierte Begründung zu den Stellenbesetzungen konnte die Verwaltung für weite Teile der Vorlage nicht liefern. Mehr benötig werden u.a. 22 VbE im Bürgeramt, 32 VbE im Sozialamt und 30 VbE im Jugendamt. Nun scheint die Verwaltung allerdings (völlig überraschend) zur Beantwortung der vielen offenen Fragen etwas Zeit zu bekommen. Bei der Planung der Sondersitzung des Stadtrats hatte die Verwaltung „übersehen“, dass der 1. Nachtragshaushalt vom Landesverwaltungsamt noch gar nicht genehmigt und öffentlich verkündet wurde. Dadurch bedingt, kann noch gar kein 2. Nachtragshaushalt beschlossen werden. Dies wurde der Verwaltung vom Landesverwaltungsamt mit Schreiben vom 24.11.2015 mitgeteilt. Am Donnerstag, also zwei Tage später, wurde dies mit keiner Silbe im Finanzausschuss erwähnt. Nunmehr soll die Beschlussfassung in der nächsten (regulären) Sitzung des Stadtrats am 16.12.2015 erfolgen. Die heutige Hauptausschusssitzung bot schon einen kleinen Vorgeschmack auf die morgige Diskussion.
Würdiger Rahmen für den FamilienpreisNeun Erfurter Projekte beim Familienpreis 2015 geehrtEhrungen gibt es in der Adventszeit besonders häufig und die Preisträger haben die besondere Würdigung verdient. Nach dem Engagementspreis der Ehrenamtsstitftung am Freitag wurde am Montagabend in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt zum achten Mal der Thüringer Familienpreis vergeben. Damit würdigt und fördert die Stiftung FamilienSinn Projekte, Initiativen und innovative Ansätze, aber auch ehrenamtliche Aktivitäten, die dazu beitragen, Familien in Thüringen zu unterstützen, deren Lebensbedingungen zu verbessern und ihre Eigenkräfte zu stärken. Ministerpräsident Bodo Ramelow hielt die Festrede und würdigte das vielfältige Engagement für Familien in Thüringen. Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, nahm zusammen mit der Thüringer Gleichstellungsbeauftragten, zugleich Präsidentin der Stiftung FamilienSinn, Katrin Christ-Eisenwinder, die Auszeichnung vor. Unter den 71 Bewerbungen und Vorschlägen für den Familienpreis 2015 waren in diesem Jahr viele Projekte, die Eltern und Familien in schwierigen Lebenssituationen Hilfe anbieten. Krankheiten, Sterbebegleitung und der Tod von Kindern sind sonst nicht so häufig im öffentlichen Blickpunkt. Die Jury hat deshalb bei ihrer Preisvergabe mehrere Projekte ausgewählt, die Familien in besonderen Lebenslagen unterstützen. Mit dem 1. Preis, verbunden mit einem Preisgeld von 3.000 Euro, wurde der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Region Bad Salzungen und Rhön geehrt. Seit 2011 ergänzt der Kinder- und Jugendhospizdienst den ambulanten Hospizdienst des Sozialwerks des dfb, Landesverband Thüringen. 15 Ehrenamtliche betreuen und begleiten 18 Familien mit schwerstkranken Kindern vom Zeitpunkt der Diagnosestellung, während der Krankheit, im Sterben und über den Tod hinaus. Mit dem 2. Preis und einem Preisgeld von 2.000 Euro wurde unter anderem die Erfurter Elterninitiative leukämie- und tumorerkrankter Kinder geehrt. Eine Krebsdiagnose bei einem Kind ist für Eltern psychisch schwer zu bewältigen. Oft fühlen sie sich durch Krankenhausbehandlung, Chemotherapie und die anschließende Betreuung überfordert. Der Verein unterhält eine Elternwohnung im Helios Klinikum Erfurt und beschäftigt einen Heilpädagogen im Spielzimmer der onkologischen Station. Darüber hinaus werden Gesprächsangebote für Eltern in späteren Phasen der Betreuung angeboten. Die Familien werden auch im häuslichen Umfeld unterstützt. Ebenfalls den 2. Preis erhielt die Kontaktgruppe der früh verwaisten Eltern „Weiterleben ohne dich“ aus Erfurt. Monatlich findet eineBegegnungsmöglichkeit für Eltern, die ein Kind im Verlauf der Schwangerschaft, während der Geburt oder kurz danach verloren haben, statt. Geleitet wird die Kontaktgruppe von einer ehrenamtlichen Hospizhelferin und Hebamme sowie einer Beraterin der Beratungsstelle für Schwangere und Familien der Caritas. Organisatorisch ist dieses Angebot in die Hospizarbeit des Caritas-Hilfsdienstes integriert. Insgesamt sieben Projekte aus Erfurt erhielten zudem eine Würdigung bei der Verleihung des Familienpreises 2015. Geehrt wurden:
Die Agentur „DAS SCHWARZE SCHAF“ für ihr soziales Engagement und ihr Familienfreizeitangebot – „Die bunten Schafe“,
Franziska Bracharz für die „Kinderstadtführung Erfurt“ und das von ihr veranstaltete jüdische Kinder- und Jugendfestival „Meschugge“ welches ein umfangreiches Kulturprogramm für Familien mit ihren Kindern bietet,
der Erfurter Verein Spirit of Football, der in Zusammenarbeit mit der Universität Erfurt im Projekt „Spirit of Welcome“ Kindern von Flüchtlingsfamilien durch verschiedene sportliche Aktivitäten die Integration in Erfurt erleichtert,
die Arbeitsgruppe „Familienfreundliche Infrastruktur“ vom lokalen Bündnis „Stark für Familie“ in Erfurt mit dem Angebot einer Ferienaktion für Flüchtlingskinder und Kinder aus sozialschwachen Familien,
das Betreute Eltern-Kind-Wohnen bzw. der ambulante Hilfsdienst, Karuna aus Erfurt, der psychisch erkrankte Väter und Mütter mit ihren Kindern unterstützt,
der Verein Basement Erfurt e.V. als ein studentischer Verein, der schulische Unterstützung und gemeinsame Freizeitaktivitäten für Erfurter Kinder und Jugendliche ausgestaltet und
das Gruppenangebot „Johnathan“ der SiT-Suchthilfe in Erfurt, bei dem Kinder- und Jugendliche aus von Suchtkrankheit betroffenen Familien durch vielfältige sozialpädagogische Angebote gestärkt werden.
Viele der gestern Abend in der Staatskanzlei gewürdigten Projekte kenne ich und habe mich deshalb auch darüber gefreut, dass sie ein öffentliche Würdigung bekommen haben. Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern!
Fotos vom Familienpreis 2015: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157661753159341
Wieder heiß auf EisDurchaus erfolgreich war das Wochenende aus sportlicher Sicht betrachtet – aktiv und passiv. Unsere Damen vom SWE Volley-Team meisterten ihre Auswärtsaufgabe in Bad Soden. Selbstbewusst hatten die Volleyballerinnen der TG Bad Soden als Ziel einen Punkt ausgerufen und dafür ein Fünf-Satz-Spiel angestrebt. Am Ende war es eine schnelle und klare Sache für das SWE Volley-Team mit 0:3 (17:25, 13:25 und 20:25) war das Spiel im Taunus nach 70 Minuten gelaufen. Alison Skayhan wurde MVP und die Mannschaft steht nun wieder da, wo es am Saisonende mindestens sein soll – auf dem 3. Platz in der Tabelle, punktgleich mit Lohhof und nur drei Punkte hinter Offenburg. Da geht doch noch was! Kommenden Samstag geht es zunächst erst einmal zurücj in die traditionsreiche Halle am Sportgymnasium. Viele Jahre war das unsere Heimspielstätte, nach der Schalenhalle und vor der Riethsporthalle. Gegen München sollen es drei Punkte werden. Drei Punkte holten heute endlich auch wieder die Black Dragons. Mit 6:5 wurden in einem intensiven Spiel die Wedemark Scorpions bezwungen. Im Spiel ging es ständig hin und her und die Wedemarker wehrten sich trotz der geringen Spielerzahl heftig. Die Drachen waren nach vier Niederlagen in Folge durchaus verunsichert. Sie kämpften sich aber mit ihrem neuen Spieler Roman Nemecek ins Spiel und gewannen zur Begeisterung der 330 Zuschauer. Zum sportlich aktiven Teil des Wochenendes ging es einmal wieder auf den Squash-Court und in den Sportpark Johannesplatz. Weihnachtsplätzchenpräventionsprogramm 😉
Der Aussichtsturm über die Stadt bunt beleuchtet
Jeden Tag wird es später hell und früher dunkel. Ich gebe zu, ich kann mit dunklen Tagen sowie kaltem und nassem Wetter nichts anfangen. Ich freue mich lediglich auf die Weihnachtslichter und die Wärme der Adventstage. Danach kann ich es kaum erwarten, dass die Tage wieder länger und heller werden.
Auch die ega, der größte Garten Thüringens lebt von Sonne, Blumen und vielen Besuchern. Vor einigen Wochen haben wir im Aufsichtsrat Bilanz eines erfolgreichen Jahresgezogen. Traditionell endet die Saison am 31. Oktober und das Winterhalbjahr wird dazu genutzt, Baumaßnahmen für die nächste Saison voran zu bringen. In diesem Jahr hat sich die Geschäftsführung dazu entschieden, auch einen Anreiz für die Wintermonate zu setzen die ega zu besuchen.
Gestern Abend wurde die Ausstellung Winterleuchten eröffnet. Gebäude, Bäume, Sträucher strahlen farbenfreudig von zahllosen LED-Strahlern erleuchtet. Die Wege der ega werden von Kunstinstallationen gesäumt und Video- und Toninstallationen ergänzen die Lichteffekte. Die Resonanz auf die Eröffnungsveranstaltung inklusive Feuerwerk war schon einmal gut. Viele Besucher waren am Samstagabend auf der ega unterwegs. ich bin gespannt, wie sich die Winteraktion auf die Besuchergesamtzahl auswirken wird.
Bis zum 24. Januar 2016 wird die Lichtinstallation jeweils ab 16.30 Uhr zu sehen sein – dann werden die Tage wieder langsam länger 😉
Bilder vom Winterleuchten: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157661077115979
Mehr Infos: http://www.egapark-erfurt.de/pb/78787
Die Preisträger und Laudatoren
Vielfältig ist das Ehrenamt in Thüringen. Vielfältig sind inzwischen erfreulicherweise auch die Möglichkeiten die Ehrenamtlichen zu würdigen. Wenn es auf das Jahresende zu geht, finden viele Auszeichnungsveranstaltungen auf kommunaler und auf Landesebene statt. Prädestiniert wie kaum eine andere Institution dafür, die richtigen Preisträger auszuwählen, ist seit nunmehr 15 Jahren die Thüringer Ehrenamtsstiftung.
Gerne denke ich noch an die Anfangsjahre der Stiftung zurück. Viele Jahre war ich Mitglied im Stiftungsrat und deshalb bin ich heute auch gerne zur Preisverleihung ins Collegium maius gegangen. Der Schauspieler Thomas Thieme führte durch ein buntes Programm. Geehrt wurden Heinz Mann aus Sondershausen (Kategorie Senioren), Kathrin Fickardt (Kategorie Einzelpersonen), das Netzwerk Trampelpfad aus Artern (Kategorie Vereine), TMP Fenster 6 Türen GmbH (Kategorie Unternehmen) sowie Benny Hofmann aus Hermsdorf, Jugendfußballclub Gera e.V. und Martin Weißenborn aus Roßleben (alle in der Kategorie Jugend).
Der Nachmittag war eine runde Sache – kommende Woche am Montag geht es mit der nächsten Ehrung weiter, dann in der Staatskanzlei. Dann wird “unsere” Stiftung FamilienSinn den Familienpreis vergeben.
Bilder aus dem Collegium maius: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157661076971659
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