Mahnendes Bild im Festsaal
Selbstverständlich sollte dies das Motto jeder Finanzausschusssitzung sein! Heute war passend zur Beratung in der Presse ein Artikel zur Haushaltsstatistik des 17. Jahrhunderts. Ab 1628 war die Stadt tief verschuldet, nachdem alle Reserven bis hin zum Schatz im Rathausturm verbraucht wurden. Dieser wurde schon 1606 verbraucht – dennoch suchten nachfolgende Generationen noch 1629 danach.
Ähnlich ist es auch heute. Dank der “erfolgreichen” Finanz- und Haushaltspolitik des Oberbürgermeisters in den letzten Jahren steigen die Schulden kontinuierlich und dennoch kann die Stadt keinen Haushalt aufstellen. Dies passierte in der Geschichte immer wieder – und natürlich nicht nur in Erfurt, der Lerneffekt daraus ist aber überschaubar.
Auch wir haben im Erfurter Rathaus dazu eine sehr anschauliche Darstellung. Im Jahr 1509 war das “Tolle Jahr” von Erfurt. Das Bild dazu hängt im Festsaal – sozusagen im Nachbarzimmer des Oberbürgermeisters. Den Text dazu kann man bei Wikipedia nachlesen:
„Der Erfurter Ratsherr Heinrich Kellner hatte bis 1509 maßgeblichen Einfluss auf die Geldgeschäfte der Stadt, zudem hatte er die kostspielige Errichtung der Cyriaksburg veranlasst und wurde als Urheber der für Erfurt unvorteilhaften Verpfändung der Wasserburg Kapellendorf am 5. Mai 1508 angesehen. Um die bis da geheim gehaltene Zahlungsunfähigkeit der Stadtkasse noch zu verhindern, hatte er die Erhebung zusätzlicher Steuern und Abgaben von der Stadtbevölkerung verlangt. Die damit verbundene Empörung der Handwerker, Tagelöhner und Stadtarmen führte in der Stadt zur Bildung der Schwarzen Rotte – einem Geheimbund junger Handwerker mit dem Ziel, Kellner zu stürzen. Diese Verschwörung wurde aber verraten und Kellner ließ seine Gegner einkerkern. Als bei nächster Terminsetzung am 9. Juni 1509 die Zahlungsunfähigkeit der Stadtkasse publik wurde und die Schuldensumme bereits auf 600.000 Gulden angewachsen war stürmten Vertreter der Zünfte und der Stadtarmut den Ratssaal um die Ratsherren zu entmachten. Kellner, der durch eine selbstherrliche und provozierende Rede im Ratssaal die Unruhen ausgelöst hatte, gelang es zunächst zu entkommen. »Wer ist die Gemeinde? – Dies ist die Gemeinde!« Das schleuderte Obervierherr Heinrich Kellner auf sich selbst zeigend am 9. Juni 1509 den erzürnten Bürgern entgegen, die den Ratssaal stürmten. In diesen Worten lag das Selbstbewusstsein einer patrizischen Führungsschicht von reichen Kaufleuten und Waidhändlern, die über die Geschicke der Stadt bestimmten. Allerdings hatten sie Erfurt in den Jahrzehnten zuvor in den Ruin getrieben, was jetzt den Volkszorn erregte. Dieser ging als »tolles Jahr« in die Geschichte ein. Aufgeschreckt durch die Unruhen in der Stadt begannen die Kurfürsten von Mainz und die sächsischen Herzöge ein Ränkespiel, um ihren Einfluss in der Stadt zu festigen, hierbei paktierte Mainz mit den Zünften, die Herzöge unterstützten die Adels- und Ratsgeschlechter. Kellners Schicksal war nach seiner Ergreifung besiegelt, nach qualvoller Folter und öffentlicher Aburteilung wurde er am 28. Juni 1509 auf dem Galgenberg gehängt.“(Quelle Wikpedia)
Artikel in der TA zur Haushaltsführung: http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Sparsamste-Haushaltsfuehrung-angeraten-549458110
CDU-Stadtratsfraktion kritisiert mangelnde Wertschätzung und InformationFür Verärgerung bei den Erfurter Tagespflegemüttern und für Befremden bei der CDU-Stadtratsfraktion sorgt ein Schreiben des Erfurter Jugendamtes zu einer möglichen Reduzierung der Vergütung für die Kindertagesbetreuung. Mit Verweis auf eine ab dem 1. April 2016 in Kraft tretende neue Verwaltungsvorschrift zur Festsetzung der laufenden Geldleistungen für Kinder in Kindertagespflege vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport kündigt das Erfurter Jugendamt heute mit einem Schreiben eine Änderung der getroffenen Vereinbarung für Tagespflegemütter an. Der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Michael Panse erklärt dazu: „Sowohl die neue Richtlinie des Ministeriums, als auch die Art und Weise des Informierens der Tagespflegemütter ist für uns befremdlich. Dies zeugt von wenig Wertschätzung für die Arbeit der Tagespflegemütter. Zwar verweist das Erfurter Jugendamt darauf, dass die Angelegenheit noch unverbindlich sei und nur zur Entscheidungsfindung diene. Es ist jedoch zu befürchten, dass sich die Situation der Tagespflegemütter damit wieder verschlechtern wird. Über ein Jahr haben wir im Erfurter Stadtrat mit einem Antrag der CDU-Fraktion darum gerungen, die Tagespflegemütter angemessen zu vergüten. Noch im Dezember hat die Sozialbeigeordnete Frau Thierbach im Rahmen der Diskussion um die vorläufige Haushaltsführung erklärt, dass die gerade erhöhte Vergütung der Tagespflegemütter beibehalten wird. Wir werden es nicht hinnehmen, wenn sich die Situation jetzt wieder verschlechtern sollte.” Künftig soll nach Ankündigung des Jugendamtes möglicherweise bei der Vergütung die Betreuung der Kinder stundengenau (2,53 Euro je Kind) abgerechnet werden und bei Krankheit oder Urlaub der Tagespflegemütter keine Zahlung der Förderleistung erfolgen. Dies würde eine deutliche Verschlechterung bezüglich der bisherigen Vereinbarung bedeuten. In der Richtlinie des Landes ist allerdings nur eine Mindestanforderung festgelegt. Wörtlich ist in der Richtlinie formuliert: „Wenn der Bedarf es erfordert oder in Abhängigkeit von der Qualifikation der Tagespflegepersonen kann der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch einen höheren Betrag je Kind und Stunde vereinbaren.“ Panse erklärte abschließend: „Ich fordere die Stadt Erfurt auf, von dieser Klausel Gebrauch zu machen und zudem umgehend zu erklären, dass sich die Vergütung der Tagespflegemütter in der Landeshauptstadt ab dem 1. April 2016 nicht verschlechtern wird. Die CDU-Fraktion beantragt die Aufnahme des Themas in die Tagesordnung der nächsten Jugendhilfeausschusssitzung.”
Levi Salomon im KLG
Mehr als zwei Dutzend Referenten und Zeitzeugen haben wir in den vergangenen 16 Jahren aus Israel, Polen, Tschechien, Frankreich, Italien und Ungarn im Rahmen des Denktages der Konrad-Adenauer-Stiftung zu Gast.
Mit ihnen haben wir in zahlreichen Veranstaltungen insbesondere an den Erfurter Schulen über das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte gesprochen und immer gab es dabei auch einen aktuellen Bezug. Als ich im Jahr 2001 gemeinsam mit der KAS das Projekt initiierte gab es noch viele Zeitzeugen, die authentisch berichten konnten, was geschah.
Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hatte 1996 den Tag angeregt, um nicht nur der zahllosen Opfer des Holocaust zu gedenken, sondern um auch im Rahmen von Schülergesprächen Impulse für die Gegenwart und Zukunft zu geben. In diesem Jahr war Levi Slomon in Erfurt bei zwei Veranstaltungen zu Gast. Levi Salomon ist Sprecher des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. und sprach über “ANTISEMITISMUS HEUTE: TENDENZEN, AKTEURE, PRÄVENTION”.
Zur Eröffnung des diesjährigen Denktages in der vollbesetzten Aula des Königin-Luise-Gymnasiums habe ich daran erinnert, dass das KLG von Anbeginn die Veranstaltungsreihe mitgetragen hat und wir allein an diesem Gymnasium 16 Jahrgänge und rund 2.000 Schülerinnen und Schüler erreicht haben. Bei der Abendveranstaltung im Gedenkort Topf & Söhne kündigte Herr Braun von der KAS an, dass die Projektreihe auch 2017 fortgesetzt werden soll.
Karneval beim MKCAusnahmsweise sind dies an diesem Wochenende nicht die dominierenden Farben aus der Fußballwelt. Der Jahreszeit angemessen, handelt es sich um die Vereinsfarben zweier Erfurter Karnevalsvereine, die mir am Herzen liegen und bei denen ich seit vielen Jahren Mitglied bin. Beim MKC in Marbach heißt es Heijo und die Farben sind Rot-Weiß. Beim KCA in Alach lautet der karnevalistische Gruß Helau und die Kappen sind wie die Gardekostüme Blau-Weiß. Bei beiden Vereinen war ich am Samstag zu Gast und habe den Orden der neuen Session bekommen.Zum 1. Frühschoppen der 55. Session beim MKC konnte ich einen Nachwuchskarnevalisten gewinnen. Mein jüngster Sohn war mit dabei und besonders von den Kindertanzgruppen begeistert. Sowohl in Marbach, als auch in Alach steht der karnevalistische Tanz im Mittelpunkt. Alach hat in den letzten Jahren viele erfolgreiche Platzierungen bei Thüringer Meisterschaften zu verzeichnen und die Garden demonstrierten bei der Prunksitzung eindrucksvoll warum. In diesem Jahr werde ich leider nicht bei vielen Karnevalsveranstaltungen dabei sein können, weil die erste Karnevalswoche gleichzeitig die Ferienwoche ist. Aber der Umzug am 7. Februar und noch zwei weitere Veranstaltungen werden es sicher noch. Beim Umzug freue ich mich darauf wieder (wie schon seit 12 Jahren) auf dem Wagen des Elferrats des MKC mitfahren zu dürfen und werde wieder lautstark mit Heijo vom Wagen grüßen. Etwas sportliches rot-weißes gibt es aber auch noch vom Wochenende zu berichten. Mit meinem Jüngsten war ich unter den 7.000 Zuschauern, die am Samstag einen verdienten 3:2 Sieg über die Schwarz-Gelben von Dynamo Dresden freuen konnten. RWE hat den Sieg dringend gebraucht.
Bilder vom MKC und KCA: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157663732891081
Bilder von RWE: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157663732409341
Auch die Abendgarderobe steht unseren Mädels
Unsere Damen vom SWE Volley-Team waren am Freitag Abend einmal nicht in ihren Spieltrikots sondern in der großen Abendgarderobe zu bewundern und ich war stolz mit ihnen auf der Bühne im Erfurter Kaisersaal stehen zu dürfen.
Bei der 25. Erfurter Sportgala gehörten sie mit dem 2.Platz als Mannschaft des Jahres wieder einmal zu den Geehrten. 2003 und 2010 waren unsere Mädels sogar ganz oben auf dem Treppchen – aber das waren auch die beiden Jahre in denen wir den Aufstieg in die 1. Bundesliga schafften.
Mit unserem aktuell 2. Tabellenplatz und der laufenden Vorlizenzierung könnte das auch in diesem Jahr was werden. Sportlich ist unser Team so stark, wie selten zuvor. Unsere Neuzugänge passen wunderbar zum Team. Ich hoffe, dass auch Liis Kullerkann nahtlos in das Team passt und uns den letzten Schwung gibt, um vielleicht sogar noch Meister zu werden.
Nach dem Samstag-Sieg in Sonthofen haben wir vier Punkte Rückstand auf Offenburg und jeweils 7 Punkte Vorsprung auf Lohhof und Neuwied. Neuwied haben wir letzte Woche souverän geschlagen – als nächste Heimspiele stehen die Spiele gegen Lohhof und Offenburg an – da geht noch was! Freitag haben wir erst einmal die verdiente Würdigung gefeiert und Samstag die Mädels den Sieg in Sonthofen. Am Freitag Nachmittag wurden zudem unsere drei Schüler-Beachweltmeisterinnen mit der Eintragung in das goldene Buch des Sports der Stadt im Rathaus geehrt.
Glückwunsch auch allen anderen Sportlerinnen und Sportlern des Jahres und wir freuen uns darauf, wenn es die Sportgala auch 2017 wieder gibt (hat der Oberbürgermeister zumindest versprochen).
Bilder der Sportgala: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157663882272325
Eindeutig sexistische und diskriminierende Werbung!Die Stadtverwaltung sollte gestern per Stadtratsantrag beauftragt werden, Verträge für die stadteigene Werbeflächen im Rahmen der Vertragsfreiheit so anzupassen, dass die Präsentation von diskriminierender, frauenfeindlicher und sexistischer Außenwerbung auf Flächen der Stadt nicht mehr zulässig ist. Bei allen Werbeverträgen, die die Stadtverwaltung abschließt, soll mit den Vertragspartnern vereinbart werden, dass Werbung, die Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder sexuellen Identität herabwürdigt, zurückzuweisen ist. Diesen Antrag hatte die Linke-Fraktion, nach dem Vorbild von Städten wie Bremen oder Ulm, eingebracht. Die CDU-Fraktion ist generell gegen diskriminierende und sexistische Werbung. Allerdings müssen dafür, was den öffentlichen Werberaum angeht, klare Vereinbarungen mit dem mit der städtischen Werbung beauftragten Unternehmen getroffen werden – derzeit ist dies Ströer/DSM. Die Stadt plant zum Jahresende 2016 eine Neuvergabe und daher sollte nach Meinung der CDU eine solche Regelung bereits in den Ausschreibungskriterien formuliert werden. Wir fordern, dass der Entwurf des Ausschreibungsvertrages für städtische Werbeflächen von der Stadtverwaltung mit einer ausreichenden Vorlaufzeit den Stadträten zur Verfügung gestellt wird, damit genug Zeit bleibt, um sich mit den Inhalten und Regularien in der Fraktion auseinanderzusetzen. Darin soll eine handhabbare Regelung – ohne ein vorgeschaltetes „Zensurgremium” formuliert werden. Sexistische oder diskriminierende Aussagen sind leider quer durch die Gesellschaft zu finden und selbst Parteien sind nicht frei davon, Fehler zu machen. Dies gilt für die CDU – aber auch für die Linken oder Grünen, auch wenn diese Fehler grundsätzlich nur bei anderen erkennen. Dies dokumentiert unter anderem ein Wahlplakat der Grünen aus Nordrhein-Westfalen. Dieses Plakat bildete einen nackten dunkelhäutigen Männerhintern mit weißen Händen darauf ab. Das Plakat aus dem Jahr 2099 ist garniert mit dem Slogan „Der einzige Grund Schwarz zu wählen“. Glücklicherweise sind solche diskriminierenden oder sexistischen Wahlplakate heute nicht mehr vorstellbar. Ich bin nur immer wieder erstaunt über so mache Wortmeldung der linken und grünen „Verdrängungskünstler“. Fraktionsübergreifend bestand gestern Einigkeit, dass Werbeaussagen und Werbemotive zum Werbeprodukt passen sollten. Die Abbildung von Menschen in Badehose oder Bikini mag passend für Werbung für einen Strandurlaub oder ein Spaßbad sein – für Schokoriegel sicher nicht. Der Antrag wurde zur weiteren Beratung einstimmig in den Sozialausschuss und in den Wirtschaftsausschuss verwiesen.
Herzlich Willkommen beim SWE Volley-TeamKurz nach Rückrundenbeginn ist das SWE Volley-Team noch einmal auf dem Transfermarkt tätig geworden. Der Erfurter Zweitligist verpflichtete die estnische Nationalspielerin Liis Kullerkann, die ab sofort spielberechtigt ist. „Ich freue mich, dass wir mit Liis noch eine richtig gute Spielerin verpflichten konnten, die uns helfen wird, nicht nur unseren zweiten Tabellenplatz zu verteidigen, sondern uns auch die Option offen hält, vielleicht noch im Kampf um den Meistertitel ein gewichtiges Wörtchen mitzureden“, kommentierte Präsident Michael Panse die Verpflichtung der 1,90m großen Estin. Trainer Heiko Herzberg, zugleich Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH, sieht das ähnlich: „Mit der beruflich und privat stark eingespannten Elena Messer, die uns als wichtige Spielerin deswegen nicht immer zur Verfügung stehen kann, sowie den nach Verletzungen noch nicht wieder voll einsatzfähigen Paula Reinisch und Friedericke Brabetz, haben wir im Angriff einen schmalen Kader. Um unseren aktuellen zweiten Platz nicht zu gefährden und um vielleicht noch den starken Spitzenreiter VC Offenburg abzufangen, bin ich froh, dass die Verpflichtung von Liis geklappt hat.“ Die 24-jährige Diagonalspielerin hatte Heiko Herzberg schon länger im Auge, doch war die aus dem kleinen Städtchen Keila stammende Blondine bis Ende Dezember noch beim philippinischen Super League-Team Meralco Power Spikers unter Vertrag. Durch das Engagement von dem SWE Volley-Team nahe stehenden Personen wurde der Transfer jetzt möglich, wie Heiko Herzberg ausführte. Die sportliche Visitenkarte von Liis Kullerkann kann sich dabei sehen lassen. Vor dem Ausflug auf die Philippinen spielte sie ein Jahr bei der Duquesne University sowie vier Jahre an der Ohio University in den USA. Außerdem bestritt sie mit der Nationalmannschaft ihres Heimatlandes Qualifikationsturniere für die Welt- und Europameisterschaften. Während ihre ein Jahr jüngere Schwester noch in den USA studiert und dort auch Volleyball spielt, zog es Liis zurück nach Europa. „Erfurt ist eine schöne Stadt, erinnert mich ein bisschen an meine Heimat und ich will unbedingt weiter Volleyball spielen“, begründet die 24-Jährige ihre Vertragsunterschrift mit Verlängerungsoption beim Zweitligisten, dem sie nach einer Woche Probetraining und der genauen Beobachtung des Heimspiels gegen Neuwied das „Ja-Wort“ gab. „Ich habe das Team von Beginn an gemocht und die Spielerinnen werden hier gut behandelt“, was ihr die Entscheidung nicht schwer machte. Die Neu-Erfurterin zeigte sich erleichtert, dass die Transfermodalitäten schnell abgewickelt waren und sie bereits am Samstag in Sonthofen spielberechtigt ist. Denn sie brennt bereits auf den ersten Einsatz mit ihrer neuen Mannschaft. Das SWE Volley-Team freut sich auf die sympathische 24-Jährige und sagt: „Welcome Liis!“
Auch für ihn könnte die Zufahrt schwierig werden…Bereits am 11. November wurde durch die Bunte Fraktion im Erfurter Stadtrat eine große Anfrage zum Thema Multifunktionsarena gestellt. Eine Woche später folgte eine aktuelle Stunde in der Stadtratssitzung, bei der von allen Fraktionen weitere Fragen aufgeworfen wurden. Nun endlich nach zwei Monaten ist das Zeitspiel der Verwaltung zu Ende. Der Oberbürgermeister sah sich in der Lage alle Fragen zu beantworten…so sollte man meinen. Bereits in den ersten Minuten der heutigen Ratssitzung wurde allerdings deutlich, dass der Mehrwert der Antworten gegen Null gehen wird. Fragen wie: „Wer kommt für die zusätzlichen Kosten auf? Warum brauchte die Verwaltung fast zwei Monate um Antworten zu geben? Gibt es zusätzliche Fördermittel des Landes?“ konnte oder wollte Niemand beantworten. Die zuständige grüne Beigeordnete war bei der Sitzung gar nicht erst da und der Oberbürgermeister kündigte schriftliche Nachlieferungen an. Für unsere Fraktion habe ich erneut die klassischen Probleme dieses Großprojektes aufgezeigt: Es gab fehlerhafte Planungen, fehlerhafte Ausschreibungen und eine fehlerhafte Baubegleitung durch die Stadt. Wie konnte es zum Beispiel sein, dass die Stadt den Einbau einer Küche übersehen hat? Wurde die Ausschreibung dem Budget angepasst und notwendige Maßnahmen ausgeklammert? Der Grundfehler war, dass die Verwaltung blauäugig in eine Ausschreibung hinein gestolpert ist. Aber auch jetzt ist die Stadt noch immer nicht bereit, das Kind beim Namen zu nennen. Im Gegenteil, lieber erfindet man immer wieder neue Ausreden. Aktuell ist es gerade das Wetter. Ich verlange von der Verwaltung, dass sie die Stadträte endlich vollumfänglich informiert und die gestellten Fragen beantwortet. Um dies zu ermöglichen, wurde die große Anfrage auf Antrag der CDU-Stadtratsfraktion in den Wirtschafts- und Finanzausschuss verwiesen. Ein neues Problem taucht bereits über der MFA auf. Angeblich ist die Zufahrt zum Stadioninnenraum zu knapp bemessen und die großen Showtrucks von Herbert Grönemeyer kommen nicht in den Innenraum. Sollte dies so sein, werden sicher nicht allzu viele Großveranstaltungen im Stadion stattfinden. Problematisch könnte dies aber auch für ein anderes großes Fahrzeug werden. Die stattlichen Maße von 2,55 m Breite, 3,7 m Höhe und 10 m Länge hat der Wasserwerfer der Thüringer Polizei… Eine Antwort auf die Frage, ob die Einfahrt zu knapp bemessen ist, konnte der Oberbürgermeister nicht geben. Die Diskussion um die MFA wird, anders als der OB es sich wünscht, sicher selbst dann noch nicht abgeschlossen ist, wenn das Eröffnungsspiel darin stattfand.
Er läuft und läuft und läuft…Vier Wochen war der Blaue krank, jetzt fährt er wieder… Es ist jetzt fast einen Monat her, dass mein guter alter VW Passat seinen Dienst versagte. Nach 16 gemeinsamen Jahren und rund 270.000 km auf dem Tacho wollte er nicht mehr. Irgendwo auf der A73 bei Coburg verabschiedete sich die Kupplung. Ein Abschleppwagen brachte ihn zurück zu meiner Werkstatt des Vertrauens – aber eine Kupplungsreparatur erschien zunächst unrentabel und so wäre es wohl ein kurzer aber schmerzhafter Abschied geworden. Nach eingehender Beratung und vierwöchigem Aufenthalt auf der „Intensivstation“ ist er nun doch wieder gut am Start und als Familienmitglied zurück. Ausschlaggebend war am Ende dann die kleine Plakette auf dem Nummernschild. Bis 9/17 hat er noch TÜV und der Gesamtzustand ist äußerlich gut und Rost nicht auffindbar. Kupplung, Zahnriemen, Drosselklappensteller, Hydrostößel und einige Kleinigkeiten mehr umfasste die erfolgreiche Reparatur . Für die langen Strecken muss er aber nun nicht mehr ran, das erledigt künftig sein „junger Bruder“, aber ansonsten bleibt er weiter in Bewegung – meine Werkstatt meint, er schafft es durchaus „bis dass der TÜV uns scheidet“ 😉
Ein ganz seltenes Motiv 🙂
Dieses Wochenende war mit Sport rund um die Uhr angefüllt. Nach der Vereinswanderung von unserem SWE Volley-Team am Freitag Abend ging es Samstag so richtig in die Vollen. Mittags noch eine persönliche Sporteinheit im Sportpark Johannesplatz und danach volle Konzentration auf das Spitzenspiel der 2. Volleyballbundesliga.
Unser SWE Volley-Team steht nach einer tollen Saison zu Beginn der Rückrunde auf einem sicheren 2. Platz. Lediglich zwei Spiele haben unsere Mädels bis jetzt verloren – gegen den Tabellenführer Offenburg und gegen die Drittplatzierten Neuwied. Der starke Aufsteiger war am Samstag unser Gast und unsere Mädels brannten darauf Revanche zu nehmen.
610 Zuschauer in der Halle (Saisonrekord) sahen ein tolles Spiel. Mit richtig viel Power holten unsere Mädels alle drei Sätze mit 25:21, 25:22 und 25:22. Nach dem Spiel haben wir gemeinsam kräftig gefeiert. Dabei gingen die Gedankenspiele auch schon bis hin in die nächste Saison. Zunächst geht es aber nach Sonthofen (immer ein schweres Spiel) und danach komm am 13.2. der jetzt neue drittplatzierte Lohhof. Da wird die Halle wieder toben.
Der sportliche Abend fing aber 22 Uhr dann noch einmal an. In der NFL standen dieses Wochenende die Devisional-Round Spiele auf dem Programm. Via Internet konnten alle vier Spiele auch auf dem Fernseher verfolgt werden – allerdings durch die Zeitverschiebung tief in der Nacht. Gemeinsam mit meinem Sohn habe ich die Nacht zum Tag gemacht und mit den Kansas City Chiefs bis 1.45 Uhr gefiebert – leider erfolglos. Sie verloren ihr Spiel ebenso, wie nachfolgend die anderen Wildcard Teilnehmer unter den letzten acht. Kommende Woche geht es weiter 🙂
Weiter mit Sport ging es auch heute Vormittag. Allerdings mit Wintersport im verschneiten Oberhof. Der 6. Vissmann Rennrodel-Weltcup stand auf dem Programm und dazu noch der BMW Sprint-Weltcup. Die tolle Stimmung an der Bahn trug die deutschen Starterinnen und Starter zu Siegen. Die Oberhofer Bahn ist fest in deutscher Hand. Doppelt, dreifach und vierfach besetzten unsere Rodelasse das Podium. Klasse finde ich immer wieder wie nah man an die Sportlerinnen und Sportler heran kommt und sogar unkompliziert mit ihnen ins Gespräch kommt.
Der Vollständigkeit halber sei angefügt – Kultur gab es heute Nachmittag auch noch. Mein Sohn hatte in Weimar ein Winterwonderland Konzert. Das Orchester des Königin-Luise-Gymnasiums spielte mit den Stadtstreichern im evangelischen Gemeindezentrum Weimar West. Das Haus war brechend voll – rund 300 Zuhörer erfreuten sich an einem zweistündigen Programm. Etwas Programm steht jetzt auch noch an. Das vierte NFL-Spiel kommt heute Nacht – dieses Mal bin ich für die Denver Broncos 😉
Bilder vom SWE Volley-Team: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157663518217301
Bilder aus Oberhof: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157663667565795
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