Blogeinträge

Wochenend und Sonnenschein…

Die Indigos stürmen das Feld
An diesem Wochenende war das Wetter nun mal richtig wie Sommer. Da galt es die Sonne zu nutzen und insofern beschränke ich mich auch darauf nur kurz die Termine vom Samstag und Sonntag zu benennen 🙂 Samstag Vormittag ging es einmal quer durch Thüringen. Mein jüngster Sohn hatte seine Kindergartenabschlussfahrt in das Schullandheim nach mühlhausen und dort präsentierten die Kinder den Eltern noch einmal ein schönes Programm. Danach “pflückten” die Kinder ihre ersten Zuckertüten vom Baum. Mir ist mal wieder bewusst geworden, wie schnell die Zeit vergeht. Meine drei Jungs sind nun alle schon “groß”. Der älteste Sohn ist schon deutlich größer, als Papa und macht immernoch erfolgreich seine Polizeiausbildung. Der mittlere Sohn wird gerade größer als ich und neben dem Gymnasium hat er gut zu tun mit seinem Fagott und Football. Und der Kleinste kommt nun in die Schule, leider nicht in Erfurt sondern in Heidelberg, weil er mit seiner Mama dorthin zieht.
Sommerfest beim MKC
Samstag Mittag war ich kurz beim Vereinsfest unseres SWE Volley-Teams an der Beachanlage am Erfurt Flughafen. Am Abend gab es dann gleich noch ein Vereinsfest beim MKC. Seit vielen Jahren ist das Sommerfest des Marbacher Karneval Clubs ein feststehender Termin. Im Sommer, also zwischen der alten und der neuen Karnevalssaison gibt es nicht nur Vereinsversammlungen, sondern immer auch das “Motto-Sommerfest”. Dieses Jahr drehte sich alles um den Zirkus (sowohl in der Politik, als auch um die Festhalle. Von Marbach nach Alach ist es nur ein kurzes Stück den Berg hinauf und so ging es vom MKC direkt nach Alach. Dort stand die Kirmes auf dem Programm. Trotz der zeitgleichen Fußballübertragung war der Saal der Schenke voll und es war dort Klasse-Stimmung. Als Stadtmensch ist man ja Kirmes eher weniger gewöhnt, aber mir hat es richtig Spaß gemacht und ich freue mich schon auf kommendes Wochenende, da ist dann Kirmes in Marbach.
Siegerehrung beim Jugendfeuerwehrzeltlager
Am heutigen Sonntag ging es dann in eine andere Richtung von Erfurt, aber auch in einen Ortsteil. In Waltersleben fand das 21. Jugendfeuerwehrzeltlager statt. Seit vielen Jahren bin ich immer beim Abschlussappell dabei und freue mich über das tolle Nachwuchsengagement unserer Freiwilligen Feuwehren. In Waltersleben waren an diesem Wochenende mehr kleine und große Feuwehrleute zu Gast, als der Ortsteil Einwohner hat. 500 Teilnehmer und Helfer bildeten 20 Mannschaften. Der Wanderwimpel gewann erneut die Jugendfeuerwehr Alach – nun zum dritten Mal und damit bleibt er in Alach. Gerne habe ich den Jugendfeuerwehrkindern gratuliert – wir sehen uns nicht erst bei der Kirmes oder beim KCA wieder. In Alach funktioniert das Vereinsleben bestens. Bestens funktioniert das Vereinsleben auch bei den Erfurt Indigos. Seit mein Sohn dort bei der Flagjugend trainiert besuchen wir jedes Heimspiel der Indigos und bei der Flagjugend jedes Heim- und Auswärtsspiel. Heute Nachmittag gegen die Eberswalder Warriors war es eine Hitzeschlacht. Da die Sonne mit über 30 Grad knallte, waren leider auch nicht so viele Zuschauer wie sonst da. Wie das Hinspiel in Eberswalde wurde auch das Rückspiel eine einseitige Sache. Im Hinspiel gewannen die Indigos mit 0:40 und heute mit 48:6. Die einfach zu stoppende Spielweise der Eberswalder bot wenig für das Publikum – da war in der Pause mehr Stimmung bei den Cheerleadern, den Indigo Swans. Bilder von den Indigo Swans

Termindichte bei über 30 Grad

Am CDU-Zuckerwattestand
Am CDU-Zuckerwattestand
Heute ging es terminlich gesehen heiß her. Am Nachmittag konnte ich das Wahlkampfmobil Nummer 1 in Empfang nehmen. Dank des Autohauses Möller aus Eisenach werde ich in den nächsten zehn Wochen viel bei Wahlkampfeinsätzen mit einem Kia unterwegs sein. Und damit das Auto auch als Wahlkampfmobil erkennbar ist, wurde es heute bunt beklebt. Den ersten Einsatz hatten wir dann gleich beim Sommerfest im Stadtteilzentrum in der Berliner Straße. Bei über 30 Grad brachten wir zur Freude der Kinder die Zuckerwattemaschine zum Glühen. Gute Gespräche, unter anderem mit dem Ortsteilbürgermeister Herrn Geist, gab es zusätzlich. Im Anschluss ging es noch in die Kita 3-Käse-Hoch zum Musikfest. Über die Einladung und die Gelegenheit ein kurzes Grußwort zu sprechen habe ich mich sehr gefreut. Noch mehr freue ich mich aber, dass die Eltern, Kinder und Erzieherinnen fröhlich in ihrer Kita feiern konnten. In den letzten Wochen war die Sorge in der Kita groß. seit dem Herbst letzten Jahres versucht die Stadtverwaltung immer wieder die Kita zu schließen. Es gab einen Aufnahmestopp und die Kita sollte aus dem Kitabedarfsplan gestrichen werden. Immer neue Argumente bis hin zum Brandschutz wurden ins Feld geführt. Die Eltern und Erzieherinnen kontaktierten die Stadtratsfraktionen, luden zu Gesprächsrunden ein und organisierten Demonstrationen vor dem Rathaus. Die CDU-Stadtratsfraktion unterstützte das Anliegen der Eltern. Der Stadtrat beschloss mehrfach den Erhalt der Kita und nun dürfen zumindest wieder Kinder aufgenommen werden. Wie mir die Leiterin Grit Riedel heute sagte sind ab September noch 17 frei. Das WM-Viertelfinalspiel konnten die Eltern mit ihren Kindern in der Kita ansehen – ich habe allerdings nach dem Tagesprogramm den Fußballabend daheim mit der Familie ausklingen lassen.    

Margarete Hentsch ist neue Vorsitzende des Behindertenbeirates

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Michael Panse, erklärte zur Wahl von Margarete Hentsch zur neuen Vorsitzenden des Behindertenbeirates: „Wir freuen uns sehr über die die Wahl von Margarete Hentsch. Sie bringt die Erfahrungen und Kompetenzen mit sich, um das neue Amt angemessen auszufüllen. Als ehemalige langjährige Stadträtin war sie Mitglied im Sozialausschuss. Zudem setzte sie sich mit Themen auseinander, die sie in ihrer neuen Funktion auch weiterhin begleiten werden. Bereits in ihrer Zeit als Stadträtin war sie Mitglied im Behindertenbeirat. Für das Amt als Vorsitzende des Behindertenbeirates wünschen wir Margarete Hentsch alles Gute, viel Kraft und viel Ausdauer. Die Unterstützung der CDU-Fraktion ist ihr sicher.“

Zoopark Erfurt: Familienfreundlichkeit nicht erwünscht

Befremdet hat die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat die Bestrebungen der Verwaltung aufgenommen, die Eintrittspreise im Erfurter Zoopark massiv anzuheben. Vor allem Familien würden weitaus mehr zahlen müssen, als dies bisher der Fall ist. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende Michael Panse: „Es ist nicht verständlich, dass Familien für eine Karte statt bisher 17,50 Euro nun mehr 29 Euro bezahlen sollen. Ebenso erhöht sich der Preis für ermäßigte Jahreskarten von 11 Euro auf 25 Euro um mehr als das Doppelte. Diese Preispolitik ist alles andere – nur nicht Familienfreundlich.“ Die Begründung für diese immensen Preissteigerungen ist laut der Beigeordneten für Wirtschaft Frau Katrin Hoyer, das neu errichtete Elefantenhaus. Hierzu erklärt die CDU-Fraktion: „Kinder und Familien dürfen nicht zusätzlich für eine unkoordinierte Finanzplanung der Stadt, zur Kasse gebeten werden.“ Als Fraktion wird die CDU dieser Preistreiberei in der nächsten Sitzung des Erfurter Stadtrates eine klare Absage erteilen. Der Lernort Zoo muss auch weiterhin für alle Bürgerinnen und Bürger erreichbar sein.

Larissa Claaßen mit Zweijahresvertrag beim SWE Volley-Team

Langsam aber sicher komplettiert sich wieder unser SWE Volley-Team. Bis zum Start in die neue Saison am 20. September und auch bis zum Trainingsauftakt Mitte August ist noch Zeit, aber es ist schon einmal gut, wenn wir frühzeitig die Verträge abgeschlossen haben. Nachdem zum Saisonende 2013/2014 die Hälfte der Spielerinnen unserer Bundesligamannschaft aus persönlichen oder beruflichen Gründen ihre aktive Laufbahn in der 1. Mannschaft beendete, steht uns wieder ein altersbedingter Umbruch bevor. Allerdings ist es durch die geburtenschwachen Jahrgänge in diesem Jahr für alle Teams in der 2. Bundesliga schwer geworden, neue Spielerinnen zu verpflichten, dies hören wir auch von unseren Mitbewerbern. Ausgesprochen erfreulich ist es daher, dass wir heute unseren ersten Neuzugang vermelden können. Mit der 19jährigen Annahme/Außen-Spielerin Larissa Claaßen habe ich einen Zweijahresvertrag beim SWE Volley-Team unterschieben. Larissa passt ausgezeichnet in unser Konzept. Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, jungen talentierten Athletinnen die Möglichkeit zu bieten, Studium und Ausbildung mit Bundesligavolleyball in Einklang zu bringen. Genau das trifft auch auf die aus Lintorf (Landkreis Osnabrück) stammende Larissa Claaßen zu. Mit zehn Jahren erlernte sie das Volleyballspielen beim VFL Lintorf und spielte in der Jugend unter anderem für den SV Bad Laer. Ihr Talent wurde auch im Landeskader des Niedersächsischen Volleyball-Verbandes gefördert. Zahlreiche Medaillen bei Deutschen Meisterschaften und Bundespokalen in der Halle und beim Beachvolleyball sind Beleg für ihre sportliche Entwicklung. Nach der Saison 2012/2013, in der der Erfurter Neuzugang für den SV Bad Laer in der Dritten Liga West an den Start ging, wechselte Larissa in die USA und spielte in Idaho für das Idaho North College. Parallel begann sie mit einem Studium der Betriebswirtschaft. Bereits vor drei Jahren gab es zwischen Larissa und unserem Coach des SWE Volley-Team erste Kontakte. Umso glücklicher ist Heiko Herzberg, dass es jetzt mit der Verpflichtung geklappt hat. Auch wenn die 2.Bundesliga für Larissa Neuland darstellt ist es ihr Ziel, auf und neben dem Spielfeld alles für ihr neues Team zu geben und mit der Mannschaft möglichst viele Spiele zu gewinnen. Als Studentin will Larissa ihr Studium in der Betriebswirtschaftslehre in Thüringen fortsetzen und als Bachelor abschließen.    

10. Synergura eröffnet

Im Gespräch mit Alma und ihrer Puppenmutter
Seit 1992 findet in Erfurt regelmäßig die Synergura statt – in diesem Jahr zum 10.Mal. Das internationale Puppenfestival 2014 wurde heute Abend im neuen Erfurter Theater eröffnet. Bis zum Sonntag wird es an zahlreichen Orten in Erfurt Aufführungen geben. In den letzten Jahren hat sich die Synergura zum bedeutensten Puppenfestival in Deutschland entwickelt. Beleg dafür ist das Teilnehmerfeld aus der ganzen Welt. Aus Kanada, Deutschland, der Schweiz, Belgien, Frankreich, Finnland, Südkorea, Taiwan, Russland, Großbritannien und Israel kommen in diesem Jahr die Künstler. Neben den Grußworten und der Eröffnungsrede gab es heute im gut gefüllten Theater die Deutschlandpremiere von Double Exposure – einer finisch-südkoreanischen Gemeinschaftsproduktion. Im Vordergrund stand eine beeindruckende Tanz- und Puppenmaskenkombination. Das Programm der nächsten Tage bietet sicher für jeden Geschmack etwas. Die Erfurter Gastgeber der Synergura, das Puppentheater Am Waidspeicher ist mit seinem Stück Peter Pan dabei. Nach der Eröffnungsaufführung gab es die Gelegenheit bei einem Empfang mit den Künstlern und ihren Puppen ins Gespräch zu kommen.

Neuwahl vom Vorstand Förderverein Alte & Kleine Synagoge

Die alte Erfurter Synagoge
Seit vielen Jahren bin ich bereits Mitglied im Förderverein Alte & Kleine Synagoge in Erfurt und seit einigen Jahren arbeite ich auch als stellvertretender Vereinsvorsitzender aktiv an unseren Vereinszielen mit. Anfang der 1990er Jahre rückten die beiden Erfurter Synagogen wieder stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Durch bauliche Veränderungen und Umnutzungen waren sie zuvor kaum noch als Synagogen erkennbar. 1992 hat der Stadtrat entschieden, in der Kleinen Synagoge hinter dem Rathaus eine Begenungsstätte einzurichten. Seit der Eröffnung der Begegnungsstätte am 9. November 1998 hat der “Verein der Freunde und Förderer der Begegnungsstätte Kleine Synagoge” die Aktivitäten unterstützt. 2003 kam die Alte Synagoge als zweites Förderprojekt hinzu. Neben der Begleitung der Arbeit in den beiden Synagogen veranstaltet unser Verein jährlich die Jüdisch-Israelischen Kulturtage. Im Herbst 1992 fanden sie erstmals statt und in diesem Jahr werden sie zum 22. Mal an zahlreichen Orten in Thüringen  von uns veranstaltet. Mit dem Rücktritt unseres Vereinsvorsitzenden Dr. Dietmar Görgmaier mussten wir nunmehr einen neuen Vorstand wählen. Als neuer Vorsitzender wird der Pfarrer von Marbach/Salomonsborn Ricklef Münnich künftig den Verein leiten. Als Stellvertreter werde ich ihm gerne zur Seite stehen, ebenso wie Dr. Werner von Trützschler. Ernst Herrbach wird weiter über unsere Finanzen wachen und darüber hinaus werden Sarah Laubenstein, Rüdiger Bender, Wolfgang Nossen, Karin Sczech, Maria Stürzebecher und Olaf Zucht im Vorstand mitarbeiten. Homepage des Vereins  

Finanzierung der Thüringer Mehrgenerationenhäuser für 2015 durch den Bund gesichert

Michael Panse, Beauftragter für das Zusammenleben der Generationen, begrüßt heutige Entscheidung der Bundesregierung Mit der Verabschiedung des Regierungsentwurfs für den Bundeshaushalt 2015 hat die Bundesregierung sich dafür entschieden, dass die auslaufende Förderung der Mehrgenerationenhäuser durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) durch Bundesmittel in gleicher Höhe für das Jahr 2015 fortgesetzt werden soll. Dies ist ein lang ersehntes Signal der Verlässlichkeit, welches die Aussagen im Koalitionsvertrag zur Weiterführung der Arbeit der Mehrgenerationenhäuser über das Jahr 2014 hinaus bekräftigt und die nötige Planungssicherheit herstellt. Michael Panse sagte in Erfurt: „Diese Entscheidung der Bundesregierung begrüße ich außerordentlich. Sie ist auch eine Anerkennung und Wertschätzung der hervorragenden Arbeit der Mehrgenerationenhäuser in den zurückliegenden Jahren. Ich werde mich nun in den kommenden Wochen auch dafür einsetzen, dass der erforderliche Beitrag der Thüringer Kommunen zur Kofinanzierung erbracht wird. Die Evaluation der Arbeit der Mehrgenerationenhäuser hat dafür gute Argumente geliefert, denn es hat sich erwiesen, dass mittelfristig und langfristig die Kosten einer Kommune durch deren Arbeit gesenkt werden. In der kommenden Zeit wird es darauf ankommen, entsprechend der Aussagen des Koalitionsvertrages zur Zukunft der Mehrgenerationenhäuser nach Auslaufen des Bundesaktionsprogramms, die Weichen für eine gesicherte, dauerhafte Zukunft im Zusammenwirken von Bund, Ländern und Kommunen richtig zu stellen.“

Rot-rot-grüne Verkehrsplanung führt in die Sackgasse

„Die Umsetzung der Begegnungszone durch die Stadtverwaltung zieht weiterhin viele Fragezeichen nach sich“, äußerte sich besorgt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Michael Panse. Bereits in den vergangenen Monaten wies die CDU-Fraktion vehement auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Begegnungszone mit der Sperrung in der Meister-Eckehart-Straße und mit der Nutzung der Domstraße in beide Richtungen, was erhebliche Engpässe und Gefahrenpotentiale hervorruft, hin. Diese Bedenken werden in aktuellen Medienberichten bestätigt. Bestätigt wurde außerdem die Problematik um das innerstädtische Parken. Panse erklärt: „Rot-rot-grüne Verkehrsplanung führt in die Sackgasse. Die zum Jahresende wegfallenden Parkplätze müssen insbesondere durch Parkhäuser und alternative Parkflächen sowohl am Innenstadtrand, als auch direkt am Stadtrand, z.B. durch verbesserte P&R- und Nahverkehrsangebote, ausgeglichen werden. Der Wegfall von Parkflächen darf zudem nicht auf Kosten der Erfurter gehen. Selbst wenn man einen Einwohnerparkausweis beantragt, ist dies noch keine Garantie für einen Parkplatz. In verschiedenen Bereichen sind deutliche Engpässe zu erahnen. Ebenso ist in Straßenzügen am Innenstadtrand mit Parkgebühren zu rechnen – dort, wo es bisher keine gab.“ Die CDU-Fraktion fordert daher bei der Umsetzung der Begegnungszone insbesondere bei den Projekten Meister-Eckehart-Straße und Domstraße, dass die Belange der Anlieger und Bürger berücksichtigt und die Teilvorhaben jeweils dementsprechend kritisch geprüft werden. Die Begegnungszone kann aus CDU-Sicht nur dann weiter umgesetzt werden, wenn zuvor ausreichend Parkraum geschaffen wurde. Anderenfalls ist vorprogrammiert, dass das Projekt von vornherein Ärger und Unmut bei Anwohnern und allen Innenstadtbesuchern hervorruft. Die CDU-Fraktion wird an diesem Thema dran bleiben.

Wie viele Worte braucht der Mensch?

Das kulturelle Jahresthema 2014 in der Landeshauptstadt Erfurt ist der Sprache und Literatur verschrieben. Schon 2012 hat der Stadtrat das Jahresthema gewählt.  Am 4. Februar 2014 wurde das Jahresthema mit der Fragestellung „Wie viele Worte braucht der Mensch?“ im Festsaal des Rathauses vorgestellt. Für jeden Monat des Jahres war ein anderer Erfurter angefragt, seine Gedanken zum Thema auf der Homepage der Stadtverwaltung vorzustellen. Als CDU-Fraktionsvorsitzender und Generationenbeauftragter habe ich gerne die Möglichkeit genutzt und die Frage beantwortet: Als Generationenbeauftragter des Landes Thüringen sage ich als erstes: Es sind nur drei. Drei Worte, die zwei Menschen sich einander sagen. Mit diesen drei Worten werden zwei Menschen ein Paar. Und ohne Paare gäbe es keine nächste Generation. Wenn diese drei Worte „Ich liebe dich“ ausgesprochen sind, braucht es sogar noch weniger Worte. Da reicht ein Blick, eine Berührung, um zu zeigen, dass man einander nah ist. Für den Ausdruck der Gefühle brauchen Menschen wenige Worte. Für die nächste Generation braucht es aber – als zweites gesagt – sehr viele Worte. Ein Mensch wird nicht nur in eine Welt der Gefühle hineingeboren, sondern auch in eine Welt der Worte. Mit den Worten spannt sich die Welt der menschlichen Kultur auf. „Der Mensch ist Mensch nur durch Sprache.” schrieb Johann Gottfried Herder. Ohne die Sprache eines Martin Luther hätte sich die Kultur im deutschen Sprachraum anders geformt. Die menschliche Kultur an die nächste Generation weiterzugeben heißt daher, diese in eine Welt der Worte einzuführen. Es gibt keine größere Kulturleistung, als die einer Mutter, welche ihrem Kind hilft, sich den Schatz der Muttersprache zu erschließen. Es ist ein großer Schatz, nicht nur allein weil der Wortschatz der deutschen Standartsprache rund fünfundsiebzigtausend Wörter umfassen soll, sondern vor allem, weil mit diesem Schatz der Worte das menschliche Denken so weite Bahnen beschreiten kann. Wenn Ludwig Wittgenstein sagte: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“, folgt daraus, dass je weiter ein Mensch die Grenzen seiner Welt stecken will, er umso mehr Worte braucht. Für einen Dialog der Generationen braucht es viele Worte, nicht nur zwischen Mutter und Kind. Damit die Welt älterer Menschen nicht eng und einsam wird, brauchen sie Menschen um sich, mit denen sie viele Worte wechseln, so dass sie das Gefühl haben können, uneingeschränkt am Leben ihrer Mitmenschen teilzunehmen. Als drittes: Es sollten, ob wenig oder viel, aber auch die richtigen Worte sein. „Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.“ schrieb Gottfried Benn in seinem letzten Lebensjahr. Die Propaganda ist zum Glück weniger geworden, aber Geschwätz hören wir immer noch reichlich. Ein anderer Dichter vor ihm hatte den ersten Satz des Johannesevangeliums anders variiert. Er ließ seinen Faust statt „Am Anfang war das Wort“ schreiben: „Am Anfang war die Tat.“ Sind der Worte wirklich genug gewechselt, sollten wir endlich mehr Taten sehen? Aber vor jeder Tat sollte diese auch daraufhin bedacht sein, welche Folgen sie zeitigt. Für richtige Taten braucht es richtige Gedanken, und dafür die richtigen Worte. In unserer schnelllebigen und tatendurstigen Zeit wäre es gut sich stets mit Georg Christoph Lichtenberg daran zu erinnern: „Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.“ Wer Zeit zum Nachdenken hat, der findet auch die richtigen Worte. Es gibt kein größeres Lob für einen Redner oder Sprecher als, die richtigen Worte gefunden zu haben. Ob nun Worte der Anerkennung, des Lobes, der Würdigung, des Ansporns, der Ermutigung, der Hoffnung, der Mahnung, des Trostes, des Zuspruchs oder der Zuversicht, Worte, die der Zuhörer brauchte.