Blogeinträge

Mittendrin statt nur dabei

Tosca steht aktuell auf dem Spielplan des Theaters Erfurt und dies nicht zum ersten Mal. Bereits 2016 wurde die Tosca auf den Domstufen im Rahmen der Domstufenfestspiele gezeigt.

Auch dieses Mal ist die Aufführungen nicht alltäglich, sondern bietet bis zu 80 Zuschauerinnen und Zuschauern die Möglichkeit, direkt auf der Bühne dabei zu sein. Tosca on Stage hat um die drehbare Bühne eine halbrunde Hörsaal-Bestuhlung und damit werden die Besucherinnen und Besucher Teil der Aufführung.

Mit meinem Sohn Jonas war ich gestern Abend live dabei und es hat uns ausgesprochen gut gefallen. Im Netz findet sich eine eigene Homepage zu Tosca on Stage. Bis Ende des Jahres gibt es noch einige Aufführungen, allerdings werden die Karten schon knapp. Ich werde mir sicher die Tosca noch einmal von der anderen Seite ansehen.

Bilder von Tosca on Stage

Ausstellungseröffnung “Sei a Mensch”

Gestern Nachmittag fand die Eröffnungsveranstaltung der Fotoausstellung “Sei a Mensch” im Erfurter Stadtmuseum statt. Bis zum 30. März 2025 sind dort die Bilder der Künstlerin Halina Hildebrand, die sie in Israel nach dem 7. Oktober aufgenommen hat. Es sind beeindruckende Bilder, die traurig und nachdenklich machen.

Vor einigen Monaten sind Maja Eib, Leiterin der Konrad-Adenauer-Stiftung , und Maria Stürzebecher, UNESCO-Welterbebeauftrage, auf mich zugekommen und wir haben gemeinsam überlegt, wie und wo die Ausstellung in Erfurt präsentiert werden kann. Ursprünglich wollten wir sie im Rathaus zeigen, aber erfreulicherweise hat das hat der Oberkurator des Erfurter Stadtmuseums Hardy Eidam zugesagt, die Ausstellung in seinen Räumen für die nächsten Monate zu zeigen. Die Landeszentrale für politische Bildung hat einen großen Teil der Finanzierung übernommen und wir konnten viele Projektpartner gewinnen.

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Erfurt, der Förderverein Jüdisch-Israelische Kultur in Thüringen und das Netzwerk Jüdisches Leben Erfurt unterstützen die Ausstellung und wir hoffen gemeinsam auf viele Besucherinnen und Besucher.

Neben dem Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Dr. Reinhard Schramm durfte ich zu den 75 Teilnehmern der Ausstellungseröffnung als Stadtratsvorsitzender ein Grußwort sprechen. Dabei habe ich auch über unsere Kontakte in unsere Partnerstadt Haifa gesprochen.

Der Anlass für die Bilder von Halina Hildbrand ist der 7. Oktober 2023 mit dem verbrecherischen Überfall der Hamas auf Israel und alles was in Folge dieses Überfalls geschehen ist. Über 1.200 ermordete Menschen, missbraucht, misshandelt und verschleppt – auch heute noch über 100 Geisel in Händen der Hamas machen unendlich traurig und haben Leid sowie Angst und Sorge für die Menschen in der Region gebracht.

Am 7. Oktober 2023 um 18 Uhr habe ich schweren Herzens unsere von der Stadt Erfurt geplante Bürgerreise mit 43 Erfurterinnen und Erfurtern nach Haifa abgesagt. Am Sonntagmorgen, dem 8. Oktober wollten wir fliegen. Das ganze Ausmaß war zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt, aber ich habe schon geahnt, dass eine Gruppen-Reise nach Israel sobald nicht wieder stattfinden kann und wahrscheinlich auch nie wieder so unbeschwert, wie in der Vergangenheit.

Ich war sehr oft in Israel. Ich durfte Für die Junge Union und die CDU Pilgerreisen und für die Landeszentrale für politische Bildung politische Bildungsreisen organisieren, war selbst auch mit meiner Familie etliche Mal in Israel. Mich haben das Land, aber vor allem auch die Menschen fasziniert und immer wieder motiviert nach Israel zu reisen. Mein Ziel war bei der Organisation von Reisen immer, so viele Menschen, wie möglich nach Israel zu bringen und für dieses Land zu begeistern. Dabei habe ich auch immer das festgehalten, was ich gesehen habe – mit Fotos – über 8.000 habe ich allein in den letzten Jahren in virtuellen Fotoalben gesammelt. Alle diese Bilder zeigen die schönen Seiten von Israel und fröhliche Menschen, bei allen politischen Schwierigkeiten, die es in den Jahren immer gab.

Im April dieses Jahres war ich zuletzt in Israel und es war vieles anders. Ich habe Freundinnen und Freunde in Israel getroffen und war an den Orten, wo ich auch sonst hingereist bin. Aber ich konnte danach nicht fröhliche und unbeschwerte Bilder auf meiner Homepage oder den Social-Media-Kanälen teilen. Bei einer der Großdemonstrationen in Jerusalem habe ich in die sorgenvolle Gesichter der Angehörigen geschaut.

Halina Hildebrand war im letzten Jahr vier Mal in Israel und hat in vielen Bildern dokumentiert, was sie gesehen hat. Bei der Ausstellungseröffnung hat sie darüber mit Hardy Eidam gesprochen. Einer der Angehörigen der Geisel hat zu ihr in Israel gesagt: “Sie machen nicht Kunst mit unserem Leid, sie machen unser Leid mit künstlerischen Mitteln sichtbar.”

Die Ausstellung, die zuletzt im September in Hamburg und Bonn gezeigt wurde, zeigt neben den großformatigen Fotos auch Videodokumentationen. Ich bin sehr dankbar, dass diese Ausstellung in Erfurt bis zum Ende der Jüdisch-Israelischen Kulturtage im März 2025 zu sehen sein wird. Die vielen Projektpartner werden um diese Ausstellung Veranstaltungen, insbesondere auch mit Schulen, organisieren. Zu sehen ist die Ausstellung im Erfurter Stadtmuseum “Haus zum Stockfisch”, Johannesstraße 169 und der Eintritt ist frei.

Informationen zur Ausstellung

Bilder der Vernissage

Artikel in der TA zur Ausstellung

Michael Panse als Finanzausschussvorsitzender wiedergewählt

Der Ausschuss für Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung und Vergaben hat in seiner gestrigen konstituierenden Sitzung Michael Panse erneut zum Vorsitzenden gewählt. Als erfahrener Finanzpolitiker der CDU-Fraktion wird Michael Panse auch in dieser Wahlperiode die Geschicke des Ausschusses lenken.

„Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit im Ausschuss und bedanke mich für das entgegengesetzte Vertrauen. Solide Finanzen bleiben weiterhin unser Ziel, aber wir müssen auch bereit sein, gezielt in die Zukunft zu investieren, insbesondere im Schulbereich“, erklärt Michael Panse nach seiner Wahl.

In der gestrigen Sitzung wurde auf Antrag der CDU-Fraktion die Beratungszeit über den 1. Nachtragshaushalt 2025 um einen Monat verlängert. Panse erklärt dazu:

“Rund die Hälfte der Stadträtinnen und Stadträte sind neu und auch in den Gremien, wie dem Finanzausschuss, sind viele Mitgliederinnen und Mitglieder sowie sachkundige Bürger neu im Amt. Die ursprünglich von der Verwaltung nur für vier Wochen geplante Zeit für den Nachtragshaushalt, inklusive der Beratung in allen Ortsteilen und Fachausschüssen, war zu kurz bemessen. Die finale Abstimmung soll nun erst im Dezember-Stadtrat erfolgen und somit Zeit für eine umfängliche Beratung und gegebenenfalls auch für Änderungsanträge bieten.”

Finanzausschuss konstituiert -Arbeitsfähigkeit hergestellt

Heute Abend hat sich der neue Ausschuss für Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung und Vergaben konstituiert und zu seiner ersten Sitzung getroffen. Seit der Kommunalwahl gab es nur einen Hauptausschuss Finanzen der vorläufig von den Fraktionen besetzt war und die Entscheidungen über die Sommerpause getroffen hat.

Der FLRV hat wie in der Vergangenheit auch 11 stimmberechtigte Stadtratsmitglieder und derzeit 10 sachkundige Bürger, die die Fraktionen in der Arbeit unterstützen. Zwei weitere sachkundige Bürger für die SPD können noch nachbenannt werden. Hinzu kommen noch zahlreiche Verwaltungsmitarbeiter, so dass wir auch in der neuen Wahlperiode wieder grundsätzlich im Ratssitzungssaal tagen werden.

Für unsere CDU-Fraktion sind Wolfgang Weisskopf und Luc Rechenbach ebenso neu im Ausschuss, wie unsere beiden sachkundigen Bürgerinnen Anja Neuhaus und Justine Hoche. Mit Finanzen habe ich nun schon zu tun, seit ich Kommunalpolitik mache. 1993 bin ich in den Stadtrat gekommen und wurde von der CDU/DA-Fraktion in den Rechnungsprüfungsausschuss entsandt. Seit 2002 bin ich im Finanzausschuss, nachdem ich bereits im Landtag seit 1999 im Finanzausschuss war. Bereits in der vergangenen Wahlperiode war ich Finanzausschussvorsitzender und freue mich auch dieses Mal wieder das Vertrauen der Ausschussmitglieder bekommen zu haben. Als stellvertretender Ausschussvorsitzender wurde Andre Grenzdörffer von der SPD gewählt. Auf eine gute Zusammenarbeit!

In der ersten gemeinsamen Sitzung standen heute vier größere Themen zur Beratung an. Es ging um Hilfen für den Reitverein Kinderleicht. Nach längerer Diskussion haben sich alle Fraktion positiv dazu positioniert und der Oberbürgermeister soll jetzt (im Idealfall bis zur Stadtratssitzung) eine Lösung finden. Bei der neuen Friedhofsgebührensatzung ging die Diskussion im Wesentlichen um den Zeitpunkt des Inkrafttretens. Mehrheitlich war der Ausschuss für den 1.1.2025. Die 4. über-/außerplanmäßige Mittelbereitstellung 2024 wurde beschlossen. Viel Entscheidungsspiel hatten wir da nicht. Drei große Bereiche sind davon betroffen – der Digitalpakt für die Schulen, Mehrkosten für das Theater und eine deutliche Steigerung der Kosten der Hilfen zur Erziehung. Darüber gab es eine Diskussion mit dem Amtsleiter, der darauf hinwies, dass die Steigerung der Fallzahlen auch im kommenden Jahr anzunehmen ist.

Das vierte große Thema ging dann doch recht schnell. Der Nachtragshaushalt sollte beraten werden. Allerdings haben die Stadträte ihn erst vor wenigen Tagen bekommen. Mit Blick darauf, dass fast alle Finanzausschussmitglieder, und auch die Hälfte der Stadtratsmitglieder  neu sind, habe ich beantragt die Beratungszeit um einen Monat zu verlängern. Wir werden den Nachtragshaushalt somit erst im Dezember im Stadtrat beraten und haben noch ausreichend Zeit, uns damit zu beschäftigen.

Heimspiel Schwarz-Weiss Erfurt – SC Potsdam

Pünktlich zum Spiel war ich aus Norwegen wieder zurück, aber leider brachte das Spiel wieder nicht Zählbares. Nachfolgend unser Spielbericht:

Mit dem SC Potsdam hatte der Aufsteiger auch im zweiten Heimspiel der noch jungen Saison ein echtes Liga-Schwergewicht zu Gast, der am Ende verdient drei Punkte aus Thüringens Landeshauptstadt mitnahm.

Die Vorzeichen standen alles andere als günstig, konnte doch Erfurts Trainer Mateusz Zarczynski infolge einiger krankheitsbedingt angeschlagener Spielerinnen nur eingeschränkt trainieren. Den unter der Woche noch im Europäischen Wettbewerb geforderten Gästen merkte man Doppelbelastung und Reisestrapazen dagegen zu keinem Zeitpunkt an.

Aufgrund der Umstände beorderte Zarczynski Alina Zellin für Elli Sandbothe und Sina Siebert für Ana Krulj in die Startaufstellung. Zu Beginn des ersten Satzes konnte sich keiner der beiden Kontrahenten entscheidend absetzen. Erst eine strittige Szene, in der nach einem Erfurter Angriff trotz der vom Linienrichter angezeigten Blockberührung der Punkt an die Gäste vergeben wurde, brachte die Brandenburgerinnen mit 11:8 in Führung. Um die Gemüter etwas zu beruhigen, nahm Erfurts Trainer im Anschluss sogleich seine erste Auszeit. Diese fruchtete allerdings nicht, sodass beim Stand von 14:20 aus Erfurter Sicht die zweite folgte. Der Aufsteiger bäumte sich noch einmal auf und kam durch eine Aufschlagserie von Sina Siebert bis auf 18:20 heran. Ernsthaft in Bedrängnis gerieten die Gäste allerdings nicht mehr, die schließlich den ersten Satz mit 25:20 für sich verbuchen konnten.

Den zweiten Satz begann der SC deutlich konzentrierter und ging sogleich mit 5:1 in Führung. Schwächen in der Erfurter Annahme verhinderten einen kontrollierten Spielaufbau. Vor allem Kira Thomsen war das ausgemachte Aufschlagziel auf Erfurter Seite. Die Gastgeberinnen liefen permanent dem Rückstand hinterher, den sie sich zu Satzbeginn eingehandelt hatten. Beim Stand von 9:17 aus Erfurter Sicht lagen die Gäste komfortabel in Führung. Wenn nichts mehr zu gehen schien, ging doch etwas – und zwar über Sina Siebert! Die Jüngste im Team der Schwarz-Weißen war mit Abstand die beste Spielerin und wurde folgerichtig von Gäste-Trainer Riccardo Boieri nach dem Spiel für die silberne MVP-Medaille nominiert. Der Aufsteiger startete eine beherzte Aufholjagd und beim Stand von 21:22 war der Rückstand nahezu egalisiert. Einige unkonzentrierte Aktionen und zu viele Eigenfehler verhinderten den Satzausgleich, den sich die Zarczynski-Schützlinge redlich verdient hätten. Der Satz ging mit 25:23 an Potsdam.

Mit dem Schwung der Aufholjagd erwischten die Einheimischen den besseren Start und gingen im dritten Satz mit 5:1 in Führung. Diese sollte jedoch nicht lange halten und beim Stand von 11:11 schaffte Potsdam den Ausgleich. Anschließend ging nicht mehr viel auf Erfurter Seite. Schwächen in der Annahme und eine über das gesamte Spiel verbesserungswürdige Leistung im Zuspiel verhinderten Punkte für den Aufsteiger, welche eine Mannschaft mit der Qualität des SC Potsdam dann einfach nicht mehr zulässt. Mit 25:16 entschieden die Gäste auch den dritten Satz und somit das Spiel souverän für sich. Die goldene MVP-Medaille durfte Jenna Ewert im Anschluss von Erfurts Oberbürgermeister Andreas Horn in Empfang nehmen.

Für Schwarz-Weiß gilt es nun, sich nach den Spielen gegen die Top-Teams der Liga, die mit einem Mehrfachen des Erfurter Etats ausgestattet sind, auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren und die guten Ansätze aus den Spielen positiv weiterzuentwickeln. Gegen den USC Münster, der überraschend deutlich zu Hause mit 0:3 gegen Aachen unterlag, bietet sich am kommenden Freitag die Gelegenheit, vor heimischer Kulisse die ersten Punkte einzufahren.

Bilder vom Spiel

Traumhaft schönes Norwegen

Normalerweise zieht es mich nur im Rahmen von Wintersportwettkämpfen in kältere Regionen und Urlaube verbringe ich am liebsten in Strandnähe. Die Skandinavischen Länder – also Finnland, Norwegen und Schweden – habe ich alle schon einmal besucht. Zum Teil ist dies aber viele Jahre her und war auch nur für wenige Tage. Der Herbsturlaub mit meinem jüngsten Sohn hat mich aber jetzt schwer begeistert.

Norwegen ist ein wunderschönes, allerdings auch teures Land. Pünktlich zu Beginn der Herbstferien war ich in Sandfjord und konnte somit auch noch die Internationale Schule Skagerak besichtigen und mit Lehrern und dem Schulleiter sprechen. Ich habe von der Schule einen sehr guten Eindruck und Julian hat sich in den ersten zwei Monaten sehr gut eingelebt.

Unsere 10tägige Rundreise durch Norwegen führte uns an tolle Orte. Von Sandefjord ging es nach Oslo und dort zu Volleyball- und Eishockey-Erstligaspielen. Am legendären Holmenkollen ist Julian mit der Zip-Line die Schanze runter gesegelt und wir haben die Stadt ausgiebig kennen gelernt. Tip: Auto außerhalb am Hotel stehen lassen und das U-Bahnsystem nutzen und für die Hafenrundfahrt bietet sich die Fähre zu ÖPNV-Tarifen an. Das Hotel Soria Moria am Holemenkollen ist sehr zu empfehlen.

Weiter ging es nach Lillehammer. Ohne Schnee fehlt natürlich der Wintersportflair, aber die olympischen Schanzen- und Rennschlittenanlage haben wir natürlich besichtig und auf dem Weg nach Lillehammer auch die Eishalle in Hamar. Momentan besteht für mich der Plan Anfang Dezember zum Rennrodel-Weltcup wieder nach Lillehammer zu kommen.

Weiter ging es nach Hamar in das größte Eisenbahnmuseum Norwegens und durch die Berge nach Laerdal. Die Berge und Fjorde sind mit den vielen Wasserfällen atemberaubend schön. Der Stegastein Viewpoit ist sensationell. In Laerden war ich genauso wie in Sandefjord zuvor im Fjord baden. geschätzte 11 Grad konnten mich nicht abhalten. Wo Wasser ist, wird gebadet… 😉

Für Julian war die Fahrt mit der Flambana zum Gipfel und zurück der Reisehöhepunkt. Die schönste Eisenbahnstrecker der Welt ist der sicher nicht ganz unberechtigte Titel der Bahnstrecke.

Bergen war für zwei Tage ein weiteres Ziel unser Tour. Die Stadt ist wunderschön und wir hatten sogar Wetterglück. Einen ganzen tag mit Sonnenschein gibt es in Bergen nur an wenigen Tagen im Jahr. Auch in Bergen sind die Seilbahn und die Bootstour touristische Pflichttermine, aber natürlich auch alles was mit Fisch zu tun hat. Von Bergen ging es zurück nach Oslo. zwar nur 400km aber dafür brauchten wir 9 Stunden. Es gab soviel unterwegs zu sehen. Die längste Hängebrücke Norwegens der Voringsfossen-Wasserfall und vieles mehr. zudem entschleunigt ein E-Auto die Tour erheblich, weil alle 350km eine Ladepause ansteht, die wir aber gut genutzt haben.

Schnee und Eis haben wir nur in den Bergen gesehen und die Dunkelzeit hat in Norwegen noch nicht begonnen. Alles in allem war es eine tolle Tour und ich werde bald wieder in Norwegen sein. Nachfolgend ganz viele Bilder in 17 Fotoalben, warum Norwegen so toll ist.

Sandefjord

Oslo

Volleyball und Eishockey in Oslo

Holmenkollen

Oslo

Lillehammer

Eisenbahnmuseum Hamar

Skisprungschanze Lillehammer

Laerdal

Fahrt nach Bergen

Flamsbana

Fjord Laerdal

Stegastein Viewpoint

Bergen

Fahr nach Oslo

Voringsfossen Wasserfall

Flagge zeigen am 7. Oktober – auch in Norwegen

In Erfurt war am 7. Oktober eine Solidaritäts-Demonstration mit den Menschen in Israel. Bevor ich nach Norwegen gereist bin hatte ich sie mit vorbereitet und angemeldet.

Auch wenn ich nicht dabei sein konnte, war ich mit meinen Gedanken dabei. Meine Israel-Fahne hatte ich im Gepäck und sie auch mehrmals genutzt um Flagge zu zeigen. In Norwegen haben wir gleich vier Palästinenser-Demonstrationen erlebt. In Sandefjord, Oslo, Lillehammer und Bergen. Leider gab es in Norwegen praktisch keine pro-israelischen Bekundungen.

Vor der Israelischen und der Deutsche Botschaft in Oslo, vor dem Parlamentsgebäude in Oslo und in Bergen habe ich die israelische Flagge ausgepackt.

Ja, es waren nur symbolische Gesten, aber die waren mir auch in Norwegen wichtig. Ich habe an die Menschen in Israel gedacht. Ich habe Freundinnen und Freunde dort und meine Position ist klar.

Einigkeit und Recht und Freiheit

Unsere Nationalhymne beschreibt immer noch am Besten, was den Tag der Deutschen Einheit ausmacht. 34 Jahre Wiedervereinigung sind für mich und sicher auch für die übergroße Zahl der Deutschen Anlass zu Dankbarkeit. Ich erinnere mich an viele Dinge in der Wendezeit und bin dankbar dafür – die mutigen Menschen in der DDR im Herbst 1989, Helmut Kohl als Architekt der Deutschen Einheit und die vielen neuen Chancen. Ich durfte und darf seit der Wende Politik in Thüringen und in Erfurt mitgestalten.

Die hinzugewonnenen Freiheiten wie die Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Reisefreiheit sind heute so selbstverständlich und waren damals neben der Währungsunion und der Wiedervereinigung die zentralen Forderungen bei den Herbstdemonstrationen.

Ich bin momentan gerade auf dem Weg nach Norwegen, um mit meinem jüngsten Sohn dort die Herbstferien zu verbringen und deshalb richte ich gerne einmal meinen Rückblick speziell auf die Reisefreiheit. Ich bin zwar auch zu DDR-Zeiten gerne gereist, aber außer Polen, Bulgarien und der CSSR ging es da nicht weit. In Erinnerung bleibt allerdings die Volleyballreise nach Prag im Herbst 1989. Damals war wegen der Botschaftsflüchtlinge die Grenze schon zu und wir waren über den 7. Oktober nahezu die einzigen Ostdeutschen in Prag. Keiner konnte damals wissen, wie dynamisch die nächsten Wochen werden würden.

Meine erste Reise ins “westliche Ausland” war dann unmittelbar am Tag nach der Wiedervereinigung am 4. und 5. Oktober 1990 mit der Europa Union nach Paris. Erst ein Jahr später habe ich meinen neuen bundesdeutschen Reisepass das erst Mal benutzt. Der Flug am 17. Oktober 1991 nach Oslo/Norwegen bescherte mir den ersten Stempel im Pass. Die damalige Tagung der JEF Europa in Hurdalssjoen ist deshalb in Erinnerung geblieben, weil ich dort in das Federal Board der JEF Europa gewählt wurde. Heute schließt sich dann der Kreis, weil ich in den letzten 33 Jahren extrem viel reisen durfte, aber nie wieder in Norwegen war.

Ich bin dankbar, in diesen 33 Jahren so viele Länder und Menschen kennengelernt zu haben. 20 Mal in Israel über 30 Mal Kroatien, 6 Mal USA sowie Kanada, Mexiko, Mali, Tunesien, Ägypten, Jordanien, Weißrussland, Albanien, Bosnien, Montenegro, UAE, Großbritannien, Frankreich, Finnland, Schweden Zypern und alle anderen Länder  Europas habe ich zum großen Teil mehrere Male besucht und freue mich darauf in den nächsten Jahren noch einige Länder auf der Liste mit meinem nunmehr vierten Reisepass zu besuchen. Der deutsche Reisepass ist übrigens einer der wertvollsten auf der Welt – in 192 Länder kann man damit reisen 😉

Erstes Heimspiel der neuen Saison

Wir sind wieder da! Zurück in der 1. Volleyball Bundesliga haben uns sogar die mitgereisten Dresdner Fans mit einem Transparent begrüßt. Zwei Sätze hat unser Team Schwarz-Weiss Erfurt gut mitgehalten. Aber schließlich gingen die drei Punkte verdient auf die Reise nach Dresden. Samstag geht es nach Aachen und kommende Woche kommt Potsdam nach Erfurt. Vielen Dank unseren treuen Fans und Sponsoren – die Kulisse und euer Support war heute wieder erstligareif. Nachfolgend unser Spielbericht:

Ostderby geht an Dresden

Schwarz-Weiß Erfurt unterliegt im ersten Heimspiel nach der Rückkehr ins Volleyball-Oberhaus dem Dresdner SC mit 0:3. Eine Steigerung zum Auftakt in Stuttgart war dennoch erkennbar.

Nach der etwas zu deutlich geratenen Niederlage am vergangenen Samstag in Stuttgart hieß es für die Spielerinnen um Kapitänin Lara Darowski, es diesmal besser zu machen und mit den ebenfalls hochgehandelten Dresdnerinnen besser mitzuhalten. Zwar reichte es nicht zu einem Satzgewinn, aber „ein Schritt nach vorn“, wie Geschäftsführer Florian Völker nach dem Spiel befand, war es auf alle Fälle.

Wie bereits in Stuttgart, startete der Außenseiter mutig und hielt bis zur Satzmitte (14:15) gut mit. Die zwischenzeitliche Führung (12:10) nach zwei starken Blockpunkten von Ana Krulj und „Elli“ Sandbothe, wurde nach zwei Annahmefehlern von Kira Thomsen und Mia Stauß leider gleich wieder verspielt. Nach der zweiten Aufschlagserie von DSC-Mittelblockerin Nathalie Lemmens war beim 15:21 eine Vorentscheidung gefallen. Ein Aufschlagfehler von Isabella Noble beendete den Satz zum 25:19 für den DSC.

In Satz zwei blieb es bis zum 6:6 eine Partie auf Augenhöhe, ehe die DSC-Damen auf 7:14 und 10:18 enteilten. Ein leichtes Nachlassen der Gäste und eine Aufschlagserie von Lara Darowski, die nach Spielschluss erneut zur MVP auf Erfurter Seite gewählt wurde, brachte die SWE-Damen wieder heran. Sina Sieberts druckvolle Aufschläge brachten gar den 20:20-Ausgleich. Nun waren auch die Erfurter Anhänger der insgesamt 738 Zuschauer auf Betriebstemperatur. Das Momentum konnten die Gastgeberinnen allerdings nicht zu mehr nutzen, so dass es Natalie Lemmens vorbehalten war, ihren Angriff zum 25:21 in der Erfurter Spielfeldhälfte zu versenken.

Etwas schade für die Derbystimmung in der Riethsporthalle, dass der Aufsteiger zu Beginn des dritten Satzes nicht ins Spiel fand. Die Erfurter Annahme war dem Druck der Dresdner Aufschläge nicht gewachsen, weshalb das Angriffsspiel leicht ausrechenbar wurde und Schwarz-Weiß viele Fehler produzierte. Beim 3:12 war klar, dass die Partie nicht mehr lange gehen würde. Dennoch gaben Darowski & Co. nicht auf und kämpften um jeden Ball, um vor ihrem Heimpublikum nicht zu enttäuschen. Es reichte zwar nur zu elf Punkten im Schlussdurchgang, dennoch durften die Erfurterinnen für sich in Anspruch nehmen, dem Favoriten über 70 Spielminuten einiges abverlangt zu haben.

Unter dem Strich ist der Favorit seiner Rolle gerecht geworden und hat verdient drei Punkte mit nach Elbflorenz genommen. Erfurt hat im zweiten Spiel auf allen Positionen eine Steigerung nachgewiesen und sollte es alsbald gegen nicht ganz so schwere Kaliber in Punkte ummünzen können. (StS)

Die Bilder und Videos zum Spiel

Ein großes Dankeschön vor dem ersten Heimspiel

Bevor unser Team heute Abend das erste Mal in der neuen Saison ans Netz tritt,  gilt es ein großes Dankeschön auszusprechen. Rund 30 Helferinnen und Helfer haben meist am Abend zuvor rund zweieinhalb Stunden zu tun, damit aus der Schulsporthalle im Rieth unsere Heimspielarena wird (und nach dem Spiel wieder zurück).

Dazu wird der Boden ausgerollt und verklebt, die Werbeaufkleber werden angebracht, LED-Banden aufgestellt, der Cateringbereich aufgebaut und vieles mehr erledigt. ich bin immer wieder begeistert und dankbar, was wir für eine Helfercrew haben. Viele andere Vereine können dies nur mit Geld lösen, indem Firmen beauftragt werden. Unsere Spielerinnen wissen das durchaus zu schätzen und bedanken sich bei den Helferinnen und Helfer oft direkt. Meist geht ihr Training bis unmittelbar vor dem Hallenaufbau. Ich freue mich auf die neue Saison und ich bin stolz auf alle, die an der Vorbereitung mitgewirkt haben.

Bilder vom Aufbau