Sehenswert und wichtig! Mit zwei Worten lässt sich die gestern Abend eröffnete Ausstellung “33 Geistesblitze – Antifaschistische Fotocollagen von John Heartfield” beschreiben. Der große Dank für die Initiative und Organisation gilt Patrick Rössler und Michael Tallai. Das Ausstellungsprojekt findet an der Schnittstelle von Kunst und Politik in Kooperation mit der Kunsthalle Erfurt statt. Vor diesem Hintergrund ist auch die Ausstellungsdauer nicht zufällig gewählt. Bis zum 26. Mai, dem Tag der Kommunalwahlen in Thüringen, ist die Ausstellung zu sehen.
Über 200 Gäste waren zur Ausstellungseröffnung gekommen – Ministerpräsident, Oberbürgermeister, Landtagsabgeordnete und Stadträte ebenso, wie viele Vertreter von Kirche und Gesellschaft. Die Zahl 33 im Ausstellungstitel steht für 33 neu kommentierte Fotocollagen, die Heartfield einst als Titelbilder erstellt hatte, um vor den Nazis zu waren. 1933 war das Jahr, in dem in Deutschland vieles kippte. 33 Prozent der Mandate im Thüringer Landtag (oder mehr) sind das erklärte Ziel der AfD bei der Landtagswahl. Damit könnten sie Verfassungsänderungen und wichtige Personalentscheidungen blockieren.
Die Ausstellung wurde von vielen Seiten unterstützt und ermöglicht, auch wir als Landeszentrale für politische Bildung haben uns beteiligt. Jetzt geht es darum, vielen Menschen die Ausstellung zugänglich zu machen. Ich wünsche mir viele Schulklassen und interessierte Besucherinnen und Besucher.
Eigentlich wäre es ein langer Abend im Erfurter Rathaus geworden. Aber 18.30 Uhr war der Ratssitzungssaal schon wieder leer und die Finanzausschusssitzung beendet. Allerdings wurde der entscheidende und zeitaufwändige Punkt der Beratung und Beschlussempfehlung zum Haushalt 2024/2025 gar nicht behandelt. Auf Antrag der LINKEN wurde der Tagesordnungspunkt vertagt. Bemerkenswerter Weise kamen die Stimmen für diese Vertagung von LINKEN, AfD, Grünen und FDP. Der Grund für dies “Einheitsfront” war die angeblich zu kurze Beratungszeit für die Stellungnahme der Verwaltung zu den Haushaltsänderungsanträgen. Ja, die Stellungnahme kam erst am Montag. Aber die 73seitige Stellungnahme war durchaus in einer Stunde lesbar – ich habe es jedenfalls geschafft. Zudem ist der Ausschuss nur vorberatend für den Stadtrat.
Am Montag haben wir in unserer Vorstandssitzung beim Thüringer Schlitten- und Bobsportverband eine erste Auswertung, der zu Ende gehenden Saison vorgenommen. Sportlich lief es ausgesprochen gut und auch medial fanden wir viel Beachtung. Dazu beigetragen haben die vielen sportlichen Erfolge mit allein sechs Weltmeistertiteln, aber auch unsere beiden gut besuchten Heimweltcups in Oberhof.
Normalerweise erscheint unser Newsletter alle 14 Tage – der aktuelle allerdings schon nach einer Woche. Der Grund ist einfach und erfreulich. Im März haben wir rund 30 Veranstaltungen und sieben neue Publikationen und dafür wollen wir natürlich auch die “Werbetrommel” rühren.
Einen richtigen Winter hatten wir dieses Jahr nicht und darunter leiden auch die Wintersportarten. Für die Kufensportfamilie in Thüringen gilt dies aber nur eingeschränkt. Natürlich freuen wir uns bei den großen Wettkämpfen, Weltcups und Weltmeisterschaften über eine schöne Winterlandschaft, aber die Kunsteisbahnen funktionieren sogar noch bei 15 – 20 Grad Außentemperatur. Überhaupt nicht gern gesehen ist hingegen Regen in den Bahnen, weil der die Fahreigenschaften erheblich beeinflusst.
Die SAP-Arena Mannheim steht eigentlich für Eishockey und Handball, aber seit einigen Jahren hat sie auch ihren festen Platz für den Volleyballsport. Das Pokalfinale ist von Halle/Westfalen dorthin gewandert und zieht jedes Jahr über 10.000 Fans an. Darunter sind nicht nur die Anhänger der vier Finalmannschaften sondern Volleyball-Begeisterte aus ganz Deutschland. Neben den Finalspielen bietet das Volleyball-Familientreffen auch immer Gelegenheit zum Austausch zwischen den Vereinsvertretern. Ich war deshalb auch in diesem Jahr gerne wieder in Mannheim vor Ort.
Das Wochenende bei meinem Sohn in Baden Württemberg war ausgesprochen schön – Sport hatte wir aktiv und passiv. Das Pokalfinale am Sonntag in der SAP-Arena, die wir von diversen Eishockey- und Handballspielen gut kennen und ein gut sortierter Fitnessbereich im Hotel haben gut ins Wochenendprogramm gepasst.
Meist gelingt es mir die Termine so zu planen, dass beides passt. Gestern Abend hat das nicht geklappt. Unser Testspiel gegen Suhl – kurz vor Saisonende noch einmal eine Standortbestimmung, auch mit Blick auf die 1. Liga – konnte ich nur im ersten Satz erleben. Danach musste ich zur Mitgliederversammlung der CDU Erfurt, bei der wir unser Kommunalwahlprogramm intensiv diskutiert und schließlich beschlossen haben.