Weltmeister Matthias Dolderer
Tollkühne Männer in fliegenden Kisten begeistern regelmäßig zum Flughafenfest viele Besucher. Wie bereits vor zwei Jahren war ich auch in diesem Jahr wieder gerne beim Flughafenfest des Airports Erfurt-Weimar dabei. Trotz hochsommerlicher Temperaturen waren es am Samstag 4.000 und heute über 6.000 Besucher, die die vielen Angebote nutzten und das fliegerische Können bewunderten. Hauptact war an beiden Tagen die Flugshow des Red-Bull-Airrace-Weltmeisters Matthias Dolderer.
Unser SWE Volley-Team hatte ebenfalls Großeinsatz am Wochenende. Die Jüngsten habe ich beim Magdeburger-Allee-Fest getroffen und die etwas Älteren waren am Flughafen mit Netz und Bällen sowie unserem Riesenball präsent und animierten zu Bewegung. Das war nicht ganz einfach, weil zumindest heute eher Abkühlung gefragt war. Bevor es zum Flughafenfest ging, hatten wir das aber schon erledigt. Der Fahrtwind beim Motorrad fahren hat nicht ausgereicht – das Wasser des Nordstrandes aber schon. Nachdem ich vor zwei Wochen mit meinem jüngsten Sohn bereits die Wasserski-Saison am Leonberger See eröffnet hatte, war ich dieses Mal mit dem Älteren auf dem Wasser. Jonas dreht inzwischen seine Runden auf dem Wakeboard. Ich werde allerdings im “fortgeschrittenen Alter” nicht mehr umsatteln. Seit über 35 Jahren fahre ich Wasserski und dabei bleibt es auch. Eine sportliche Herausforderung ist es allemal. Heute bin ich 30 Runden gefahren und mir sicher, dass ich den Muskelkater morgen spüren werde.
Bilder vom FlughafenfestBilder vom Wasserski
Festakt im Rathaus
Mindestens 1275 Jahre ist Erfurt nun und wahrscheinlich noch viel älter. Die erste urkundliche Erwähnung verdanken wir Bonifatius und er beschrieb den Ort, an dem Heiden lebten in einem Schreiben. Bonifatius war als Missionar in Europa unterwegs und in Erfurt fällte er die Donareiche und bekehrte die Heiden zum christlichen Glauben. Er gründete 742 ein Bistum in Erfurt. Auf einem der Gemälde im Festsaal des Rathauses ist diese Gründungsepisode der Stadt festgehalten.
Heute Abend wurde das 1275 jährige Jubiläum mit einem Festakt im Rathaus gefeiert. Schauspieler der Schotte illustrierten die 9 Gemälde des Rathauses und erzählten dabei die Stadtgeschichte. Vor dem Festakt wurde auf einem der beiden Rathausportale die Statue von Bonifatius enthüllt. In den letzten Wochen hatte es darum heftige Diskussionen gegeben. Jetzt ist das Thema entschieden und am 10. November wird die zweite Statue mit Martin Luther folgen.
Eingebettet war der heutige Abend gleich in eine Reihe von Veranstaltungen. Nach dem obligatorischen Squash-Spiel am Nachmittag ging es zur Geburtstagsfeier des Ratsgymnasiums. Vor genau 25 Jahren wurde das Evangelische Ratsgymnasium gegründet und dies wurde mit einem Festgottesdienst in der Predigerkirche gefeiert.
Am späten Abend war ich bei unserem Fanclub, den Monsterblockern, und wir haben über die Vorbereitung der nächsten Saison gesprochen. Neben einem neuen Trainer werden wir auch viele neue Spielerinnen in Erfurt begrüßen können und der Fanclub will sich da von Anbeginn intensiv engagieren. Klasse und vielen Dank dafür.
Politisch geprägt war der heutige Tag aber auch. Am Vormittag hatte das Verfassungsgericht das Vorschaltgesetz der Gebietsreform gekippt. Rot-Rot-Grün erklärte danach trotzig weiter machen zu wollen, der politische Streit bleibt da wohl auch in den kommenden Wochen. Die TA titelte heute bezüglich unserer Mitgliederversammlung am Mittwoch über einem Artikel “Panse bleibt Chef bei Schwarz-Weiß”. Richtig müsste dies natürlich heißen beim SWE Volley-Team e.V., den das Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam ist natürlich der Name unserer Bundesliga GmbH. Angesichts der politischen Ereignisse des Tages bin ich trotzdem lieber Chef von Schwarz-Weiß als von Rot-Rot-Grün 😉
Die Saisonbroschüren der letzten sieben Jahre
Beide Seiten der Medaille stehen im Mittelpunkt unserer Vereinsarbeit beim SWE Volley-Team e.V. und dies nun schon seit Jahrzehnten. Die Traditionslinie begann schon in den 80ger Jahren als BSG Braugold Erfurt. Damals entstand der Verein als Betriebssportgemeinschaft und schaffte es bis in die DDR-Liga. 1990 erfolgte die erste Umbenennung in TuS Braugold und im Jahr 2004 in SWE Volley-Team.
Bei unserer heutigen Mitgliederversammlung konnten wir die Bilanz der letzten Saison präsentieren und haben einen neuen Vorstand gewählt. In diesem Jahr können wir 20 Jahre Bundeliga feiern. Solange ist unsere erste Mannschaft schon durchgängig in der 1. oder 2. Bundesliga vertreten. In der kommenden Saison geht es in die vierte Erstligasaison der Vereinsgeschichte und unser Ziel ist es uns in der ersten Liga festzusetzen. Dies dominiert die Vorstandsarbeit, auch wenn wir bereits vor zwei Jahren den Bundesligaspielbetrieb in eine hundertprozentige Vereinstochter GmbH dem Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam ausgelagert haben.
Ebenso wichtig ist uns aber die Nachwuchsarbeit. 136 Mitglieder hat unser Verein und unsere Mädels spielen in allen Nachwuchsspielklassen. Sie konnten beachtliche Erfolge erringen. Die U20 und die U16 haben sich jeweils für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Vier Meistertitel, ein Vizemeister und ein dritter Platz ist die Bilanz bei den Thüringenmeisterschaften. Gerade erst waren sechs Spielerinnen des Vereins bei den Schulweltmeisterschaften im Beachvolleyball auf Tahiti. Die Jüngsten U14 erreichten einen 5. Platz und die U16-Mädels kletterten mit einem dritten Platz sogar aufs Treppchen.
Das alles klappt nur, weil wir ein tolles Team haben, denen ich ausdrücklich danken möchte. Neben meinen Vorstandskollegen sind es viele ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter und Übungsleiter, Eltern, Sponsoren und Unterstützer, die dies alles ermöglichen. Seit 14 Jahren bin ich jetzt Vereinspräsident und ich danke der Mitgliederversammlung, dass ich auch die nächsten zwei Jahre unseren Verein mit einem engagierten Vorstandsteam führen darf.
Das Werk von KOWO und Stadtverwaltung
Immerhin rund ein Drittel der Stadtratsmitglieder waren heute Abend bei einer gemeinsamen Sonderausschusssitzung zur Vorstellung des Ergebnisberichts “Schulen” im Finanz- und Bildungsausschuss. Bereits 2015 wurde die Verwaltung durch den Stadtrat beauftragt den Bericht zu erstellen – nun nach zwei Jahren liegen 319 bedruckte Seiten vor.
Die ernüchternde Bestandsaufnahme für die 81 kommunalen Schulgebäude und 45 Schulsporthallen benennt einen hohen Sanierungsbedarf insbesondere bei den Typenbauten. 406 Millionen Euro beträgt der aktuelle Sanierungsbedarf. Bei einem Sanierungszeitraum von 10 Jahren werden es 450 Millionen, bei 20 Jahren wären es 520 Millionen. Zugleich rechnet die Verwaltung (jetzt) mit einem Schülerzuwachs von 20 Prozent in den nächsten Jahren.
Es befremdet, dass diese Zusammenstellung erst jetzt kommt, als ob die Missstände nicht schon seit Jahren bekannt wären. Auch der Schülerzuwachs ist keine neue Botschaft. Das haben wir in den Kitas seit vielen Jahren nach den steigenden Geburtenzahlen erlebt – logisch, dass die Kinder alle irgendwann im schulpflichtigen Alter ankommen.
Mich irritiert, dass die Verwaltungsspitze einschließlich des Oberbürgermeisters und der zuständigen Beigeordneten erst jetzt auf die Idee kommt, das Thema zu bearbeiten. Der zuständige Amtsleiter hat schon vor mehreren Jahren darauf hingewiesen, dass Erfurt bis zu fünf Schulneubauten braucht.
Wenn man sich dann ansieht, was um den notwendigen Neubau in Hochheim, die Sanierung in Vieselbach oder die Stärkung des Schulstandorts Kerspleben immer noch für ein Gezerre gibt, zweifelt man, ob die Signale nun endlich angekommen sind. Von einem Finanzierungskonzept sind wir nach wie vor weit entfernt. Zu dem vom Oberbürgermeister theatralisch angekündigten Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden gibt es keinen Termin. Aber immerhin werden die Verantwortlichen nun das Thema nicht mehr ohne einen Lösungsvorschlag vom Tisch bekommen.
Von oben betrachtet sieht der Anger gut aus…
Eigentlich sollten die zentralen Plätze der Stadt ein Aushängeschild sein. Sie sollten Besucher begrüßen, Touristen begeistern und von den Einheimischen als Zentren angenommen werden. Viele der Erfurter Plätze erfüllen diese Kriterien. Der Bahnhofvorplatz ist der erste Anlaufpunkt für Bahnreisende und der Domplatz mit täglich vielen Bussen und dem Parkhaus ist es für viele motorisierte Besucher.
Gemeinsam sind Touristen den ganzen Tag in der Stadt mit Einheimischen unterwegs und sammeln dabei positive und negative Erfahrungen mit der Begegnungszone. Positiv ist zweifellos der ÖPNV in Erfurt zu bewerten. Im Minutentakt sind Bahnen der EVAG unterwegs und kreuzen auf dem Anger. Der Fischmarkt vor dem Rathaus ist schön geworden und der Wenigemarkt ebenso. Dazwischen gibt es den Benediktsplatz. Wenn die Rathausbrücke fertig saniert ist sind die drei Plätze wieder direkt verbunden.
Nicht nur bei schönem Wetter sind viele Touristengruppe und Einheimische auf dem Anger unterwegs. Leider häufen sich da inzwischen negative Erfahrungen. Manche Erfurter meiden den Platz zumindest in den Nachtstunden und heute hat die Polizei Alarm geschlagen. Der Anger könnte das zweifelhafte Etikett “Gefährlicher Ort” bekommen. Damit würde er der Magdeburger Allee und dem Bahnhofsvorplatz folgen. Den Orten gemein scheint zu sein, dass dort viele Straftaten zu verzeichnen sind.
Bevor es soweit kommt, sollten sich Stadt und Land dringend an einen Tisch setzen und Lösungsmöglichkeiten besprechen. Ich bin mit meiner CDU-Stadtratsfraktion verärgert und befremdet darüber, dass dieser schleichende Prozess stattfindet und die Stadt völlig inaktiv bleibt. Vor Jahren warben die Jusos mit dem zweifelhaften Slogan “Erfurt schön saufen” und mit Grünen und Linken für akzeptierende Ansätze in der Drogenarbeit. Beides trägt nun Früchte. Alkoholkonsumenten trifft man auf dem Anger rund um die Uhr und spätestens wenn sie in Gruppen auftreten wird es unerfreulich. Hinzugekommen ist nach Einschätzung der Polizei ein zunehmender Drogenhandel.
Begünstigend wirkt, dass die Durchsetzung der Stadtordnung häufig nur bis zu den Falschparkern reicht, aber nicht in die Fußgänger- und Begegnungszone. Wir haben vor Jahren leider vergeblich die Einrichtung einer Anger-Polizeiwache gefordert. es ist Zeit dieses Thema erneut mit dem Land zu diskutieren. Was die Stadt dazu beitragen kann, dass der Anger wieder zur lebens- und liebenswerten Begegnungszone wird, werden wir im Stadtrat thematisieren.
Ostern in San Francisco – Pfingsten in Weimar
Besonders eindrucksvoll war der heutige Pfingstmontagsgottesdienst in der Jakobskirche in Weimar. Nachdem ich zu Ostern mit meinen drei Söhnen bei einem zweisprachigen Gottesdienst in San Francisco war, haben wir heute die Möglichkeit zum Besuche des englischsprachigen Gottesdienstes in Weimar genutzt. Die Geburtstagsfeier der Kirche fand in Thüringen zum vierten Mal auch in Englisch statt.
Gemeinsam mit dem Gospelchor “Jakob Singers” gestaltete der Direktor der Evangelischen Akademie Thüringen Prof. Dr. Michael Haspel einen Gottesdienst in Englisch. Ich finde die amerikanische Art seinen Glauben mit viel Halleluja zu feiern ebenso beeindruckend, wie das gemeinsame Kaffeetrinken nach dem Gottesdienst. Zudem bot der Aufstieg auf den Kirchturm der Jakobskirche eine tolle Aussicht auf die Klassikerstadt.
Bilder aus Weimar
Mächtig stolz auf meinen Großen
Mächtig stolz war ich am Pfingstwochenende auf unseren Sohn. Seit etlichen Jahren spielt er Football bei den Erfurt Indigos. Die ersten Jahre bei der Flagjugend und ich kann mich noch an den ersten Touchdown und die ersten Siege erinnern.
In diesem Jahr wechselte er zur Tackle-Jugend der Indigos und wieder war es eine Phase, in der viel zu lernen gab und demzufolge etliche Niederlagen zu verzeichnen gab. Am Pfingstsamstag hatten sich die Jungs viel vorgenommen. Die Spielweise der Leipzig Hawks hatten sie analysiert und zudem kräftig die Werbetrommel gerührt, damit auch Zuschauer zur Unterstützung am Riethsportplatz waren. Rund 100 Zuschauer sahen zwar zu Beginn einen schnellen Touchdown für die Leipzig Hawks, aber die 6 Punkte blieben das ganze Spiel das einzig Zählbare auf der Anzeigetafel für die Leipziger.
Ein Eigenfehler der Hawks brachte noch im ersten Viertel die ersten beiden Punkte und mit dem danach einsetzenden Regen fanden die Indigos ins Spiel. Selbst eine 20minütige Gewitterunterbrechung brachte sie nicht mehr aus dem Konzept. Die Defense-Line stand und vorne gab es umjubelte Punkte. Zwei schöne Touchdowns brachten mit den Zusatzpunkten den verdienten 16:6 Sieg. Erster Sieg der Saison! Nächstes Wochenende geht es nach Jena. Mit der 0:50 Niederlage aus dem Hinspiel wird es eine schwere Geschichte, aber unsere Junges haben Selbstvertrauen getankt. Natürlich sind wir auch in Jena kommende Woche wieder mit dabei!
Bilder der Indigo-Jugend
Eine der größten Erfurter Familienveranstaltungen ist das jährliche Entenrennen
Durchaus bekannt ist, dass der 1. Juni eines jeden Jahres der Kindertag ist und dieser dem Muttertag und dem Vatertag folgt. Wobei es sich beim Vatertag natürlich um dem Feiertag Christi Himmelfahrt handelt. Dass es einen weiteren Vatertag gibt, den Internationalen Vatertag der immer am 3. Sonntag im Juni ist, ist weniger bekannt. Eben so wenig bekannt ist es offensichtlich, dass der heutige 1. Juni zugleich der Weltelterntag ist. Zumindest bin ich erstaunt, das selbst viele Familien- und Sozialpolitiker nichts davon wissen.
Im Jahr 2012 hat die UN den 1. Juni zum Internationalem Tag der Eltern erklärt. Der Weltelterntag wurde per UN-Resolution ins Leben gerufen, allerdings wird er bis jetzt eigentlich nur in den USA und Südkorea begangen. Etwas bekannter ist da schon der Internationale Tag der Familie – ebenfalls zurück gehend auf eine UN-Resolution, allerdings aus dem Jahr 1996. Es ist ausgesprochen erfreulich, dass es im Frühling und im Frühsommer gleich etliche Tage gibt, die an die Bedeutung der Familie und der Eltern erinnern. In offiziellen Reden wird immer wieder darüber gesprochen, wie wichtig für unsere Kinder das gute Aufwachsen ist – auch heute im Landtag und im Bundestag. Der Landtag diskutierte heute fast fünf Stunden über Bildungspolitik – leider war von der Bedeutung der Eltern dabei nur wenig die Rede. Der Bundestag hat heute (wahrscheinlich auch ohne Bezug zum Weltelterntag) die Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes beraten.
Was das wichtigste für Kinder ist und bleibt, ist das ihre Eltern für sie da sind und mit ihnen zeit verbringen. Leider nehme auch ich mir zu wenig Zeit für meine drei Söhne. Ich habe nicht zu wenig Zeit – ich nehme mir zu wenig Zeit – dies ist ein gewaltiger Unterschied! Aber auch dafür ist der Weltelterntag da, dass man darüber nachdenkt und sich Besserung vornimmt. In den letzten Monaten und Jahren ist es besser geworden, allerdings gibt es auch eine Menge nachzuholen.
In Thüringen gibt es viele Einrichtungen und Träger, die sich um Familien kümmern. Durch meine Tätigkeit als Leiter der Elternakademie der Stiftung FamilienSinn habe ich mit vielen beruflich zu tun. Ich nutze deshalb auch gerne einmal die Gelegenheit ein herzliches Dankeschön den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser, Familienerholungsstätten und vielen Träger zu sagen.
Airport Erfurt-Weimar
Derzeit geht es zwar auf die Sommerferien zu und viele Mannschaftssportarten sind schon eine ganze Weile in der Spielpause, aber um so mehr haben jetzt die Vereinsverantwortlichen zu tun mit der Vorbereitung der neuen Saison.
In der Regel geht es dabei darum, die Lizenzbedingungen der Verbände zu erfüllen, notwendige Gelder zu beschaffen sowie Trainer und Spieler zu verpflichten. All diese Aktivitäten laufen aktuell bei unserem Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam auf Hochtouren und auch beim VfB Suhl Lotto Thüringen. Letzte Woche kündigten die Kollegen in Suhl an, sich aus der 1. Liga zurückzuziehen, weil die notwendigen Sponsorengelder bis zum 1. Juni nicht aufzutreiben seien. Ich freue mich, dass dies nun offensichtlich in letzter Minute nun doch noch glücken könnte und uns der Thüringenderby-Partner in der ersten Liga erhalten bleibt.
Wir haben in Erfurt am Montag in einer Vorstandssitzung den aktuellen Stand der Saisonvorbereitung besprochen. Nachdem uns die Liga die Lizenz für die 1. Liga erteilt hat, müssen wir nun noch einige der Auflagen absichern. Für das Hallenbodenthema ist die Lösung praktisch da und auch die anderen Punkte werden wir konsequent abarbeiten. Dank unserer Sponsoren werden wir auch 2017/2018 in der 1. Liga aufschlagen. Neuer Trainer und Spielerinnen sind die nächsten Baustellen. Einen neuen Trainer werden wir schon in den nächsten Tagen vorstellen und Gespräche mit Spielerinnen laufen.
In der 3. Liga – allerdings im Fußball – wird es auch wieder Thüringenderbys geben. RWE konnte den Abstieg abwenden und wird diese Woche wohl auch die Lizenzauflagen erfüllen und Jena steht kurz vor der Rückkehr in die 3. Liga. In einer dritten Mannschaftssportart wird es Thüringenderbys gegen. Jena gegen Erfurt bzw. Gotha heißt es in der BBL. Nach einer furiosen Aufholjagt haben die Oettinger Rockets den Aufstieg in den Playoff geschafft. Ich war bei einigen Spielen in der Messehalle dabei und gratuliere herzlich und wünsche viel Erfolg. Finanziell wird das eine große Herausforderung für die Rockets – das Budget für die BBL liegt eher beim Niveau von RWE als bei dem von Schwarz-Weiß Erfurt. trotz des starken Partners der Oettinger Brauerei gilt es viele weitere Partner zu gewinnen. Auch dazu fand gestern Abend der Expertentreff des Businessclubs der Oettinger Rockets. Im Terminal des Flughafens Erfurt-Weimar waren dazu viele Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu zwei interessanten Vorträgen und Gesprächen eingeladen.
Zuvor gab es die Möglichkeit bei einer Flughafenführung hinter die Kulissen des Airports zu schauen. Dabei haben wir auch unsere Damen vom Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam getroffen. Nicht auf dem Flug in den Urlaub sondern zum Training. Als Laufpaten des Mitarbeiterteam des Airport trainierten sie für den Unternehmenslauf kommende Woche. Schön, dass auch da die Verbindung zwischen Sponsor und Mannschaft perfekt funktioniert.
Bilder vom Flughafen
Die CDU-Fraktion in Vieselbach
Fraktionssitzungen finden nicht nur im Rathaus statt! In den Erfurter Ortsteilen ist viel zu tun. Die Stadtverwaltung kümmert dies jedoch nur wenig. Dies ist inzwischen ein bedauernswerter Fakt. In Vieselbach machte sich die CDU-Fraktion deshalb am 29. Mai im Rahmen einer Fraktionssitzung vor Ort ein Bild. Eingeladen hatte der Vieselbacher Ortsteilbürgermeister Bernd Mey. Der Rundgang durch den Ortsteil zeigte erneut, wo in Erfurt der Schuh besonders drückt.
Vieselbach ist dabei repräsentativ für viele der Erfurter Ortsteile, die von der Stadtverwaltung vernachlässigt werden. Ein nicht zu übersehendes Problemfeld wurde bereits bei der Anfahrt nach Vieselbach deutlich: Der Zustand der Straßen – z.B. wenn man aus Azmannsdorf kommt. Insbesondere durch den Durchfahrtsverkehr werden die bestehenden Schäden immer größer. Der Ortsteil erhofft sich bereits seit Jahren Besserung. Geld scheint keines dafür da zu sein. Ebenso wenig wie für fehlende Radwege.
Bevor die Sitzung begann, führte Bürgermeister Mey durch den Ortsteil. Wie sollte es anders sein, dass die Stadträte der CDU-Fraktion als erstes an der Grundschule einen Stopp einlegten. Auch hier kämpft der Ortsteil seit Jahren für den Erhalt des Grundschulstandortes. Teils wurde dieser sogar komplett in Frage gestellt. Erst durch viel Engagement und durch die Gründung einer Stiftung konnten die Vieselbacher so viel Nachdruck verleihen, dass der geplante Neubau der Grundschule in greifbare Nähe rückt. Bei der Frage nach Ausgleichsflächen verwies Bernd Mey auf das ehemalige Freibad in Vieselbach. Hier gelangt man inzwischen auf eine mehr oder weniger naturnahe Freifläche mitten im Ortsteil. Das Ärgernis daran ist, dass faktisch nichts damit geschieht. Es dümpelt sprichwörtlich vor sich hin. Man könnte diesen Bereich als Ausgleichsfläche nutzen, wenn anderswo Bäume gefällt werden. Nur mangelt es an ausreichender Koordination und scheinbar fehlendem Interesse der Stadtverwaltung. Die Vieselbacher selbst hätten gewiss nichts gegen parkähnliche Grünanlagen einzuwenden.
Verärgerung besteht zudem hinsichtlich der Pflege des Bachbetts. Scheinbar wächst das Schilf völlig ungebremst. Es besteht Handlungsbedarf. Wünschenswert wäre beispielsweise eine regelmäßige Pflege. Zuletzt berichtete Mey über weitere Bauvorhaben im Ortsteil. Flächen gibt es noch einige. Ideen sind auch schon da. Demnach ist eine Einfamilienhaussiedlung in Vieselbach geplant. Die CDU-Fraktion ist regelmäßig in den Erfurter Ortsteilen vor Ort, um darauf zu achten, dass diese nicht wie das fünfte Rad am Wagen behandelt werden. Die dort jeweils angesprochenen Themen werden in die Stadtratsarbeit der Fraktion aufgenommen. (Alex Hein)
Bilder vom Besuch in Vieselbach
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