Jahreshauptversammlung Freiwillige Feuerwehr Erfurt-Alach

Auszeichnungen bei der FFW Alach
Größer kann der Gegensatz nicht sein – die Einen an der Spitze die Anderen am Ende der Liste. Somit waren 97 Prozent auf der einen Seite und ganze 15 Prozent auf der anderen Seite des Tisches im Bürgerhaus in Alach 🙂 Nach einer aktuellen GFK-Studie aus der letzten Woche ist genau dies der Unterschied zwischen dem Vertrauen, welches die Bürgerinnen und Bürger Feuerwehrleuten und Politikern entgegen bringen. Ein schwacher Trost war es dabei für mich und die beiden Stadtratskollegen der Linken und der SPD die bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Alach zu Gast waren, dass Kommunalpolitiker und Bürgermeister über diesem Negativwert liegen. Wir waren am Samstagabend im Bürgerhaus Alach, um den 60 Teilnehmern der Jahreshauptversammlung die besten Grüße unserer Fraktionen zu überbringen und ihnen zu zu hören. Für mich war es schon der dritte Besuch bei einer unserer FFWs in Erfurt in den letzten zwei Wochen und nächste Woche geht es noch nach Frienstedt. Für alle FFWs gilt: Brandschutz ist Pflichtaufgabe der Gemeinde im eigenen Wirkungskreis. Neben der Berufsfeuerwehr sichern die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr diese Pflichtaufgabe im Ehrenamt. Dafür verdienen sie die hohe Wertschätzung der CDU-Stadtratsfraktion, zumal die Kameraden dabei Leben und Gesundheit einsetzen. Sie laufen entgegen der Fluchtrichtung um Menschen zu retten. Mit Freude habe ich Samstag wieder festgestellt, dass die Jugendarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr hervorragend ist. Mit ihrem starken Engagement für die Kinder und Jugendlichen leisten die Alacher auch einen großen Betrag für den zukünftigen Erhalt ihrer Einheit. Im letzten Jahr konnte ich beim Stadtausscheid der Jugendfeuerwehren die Alacher zum Sieg beglückwünschen. Mit diesem Sieg im Rücken durften sie zu den Deutschen Meistersschaften fahren. Im Haushalt 2014 Jahres wurde für die FFW Alach Geld bereit gestellt, damit Sie ein neues Gerätehaus bekommt. Mit dieser neuen Wache wird die Einsatzbereitschaft der FFW Alach noch einmal gestärkt. Ich sehe diese Investition (425.000 Euro) auch als ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr. Allgemeine Daten der FFW Alach – Wehrleiter: Maik Strauß – 10 Einsätze im letzten Jahr – 35 Kameraden Einsatzabteilung – Jugendfeuerwehr: 12 Mitglieder – Aufgaben: Brandeinsätze, technische Hilfeleistungen; Sonderfunktionseinsätze im Versorgungsdienst  

Warm up für den Wahlkampf

Nach dem Spiel…
Noch sind wir in der Vorwahlkampfphase. Während die anderen Parteien noch nicht einmal ihre Kandidaten zur Stadtratswahl nominiert haben, treffen sich die CDU Kandidaten zur Stadtratswahl und die Landtagswahlkandidaten regelmäßig um den Wahlkampft zu planen. Sowohl mit meinem Ortsverband, als auch mit dem CDU-Kreisverband sind wir da in den letzten Tagen schon ein ganzes Stück vorwärts gekommen. Damit aber auch die Kondition für einen intensiven Kommunalwahlkampf bis zum 25. Mai und danach Landtagswahlkampf bis zum 14. September gut ist, treibe ich seit Anfang des Jahres wieder deutlich mehr Sport. Vor rund 19 Jahren habe ich in Bonn angefangen regelmäßig Squash zu spielen. Bis dahin waren meine sportlichen Aktivitäten auf etwas schwimmen und Badminton beschränkt. Im Laufe der Zeit sind mir aber leider etliche regelmäßige Squashpartner “verloren” gegangen, weil sie aus Gesundheitsgründen mit Squash aufgehört haben. Irgendwann machen sich im Laufe der Jahre die Gelenke bemerkbar. Einen Wadenbeinbruch hatte auch ich mir beim Squash Anfang 2009 eingehandelt und habe danach ein halbes Jahr pausiert. Letzten Sommer musste ich erneut einmal wieder sportlich kürzer treten, nachdem ich eine sogenannte Stressfraktur im Knie hatte. Squash ging mit der Knieverletzung gar nicht und für das Fitnessstudio fehlte leider meist die Zeit. Aber auch wenn die Knochen nun langsam etwas älter werden und die Verletzungsanfälligkeit steigt habe ich vor, auch mit dem Badminton- und Squashschläger in der Hand “aktiv” zu altern. Mit meinem alten Schulfreund Thomas Heimann geht es nun seit Anfang Januar wieder jede Woch zu einer Squashrunde in den Sportpark in der Apoldaer Straße und zudem ein bis zwei Mal in der Woche in den Sportpark Johannesplatz. Bis zur heißen Wahlkampfphase ist dann sowohl das Kampfgewicht, als auch die notwendige Wettkampfhärte wieder hergestellt 🙂  

Vortrag am Bildungszentrum Sondershausen

Der Bundesfreiwilligendienst bleibt weiter ein dominierendes Thema meiner Arbeit. Heute Nachmittag war ich einmal wieder zu einem Vortrag im Bildungszentrum des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) in Sondershausen. Rund 50 Bundesfreiwillige aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt waren dort bei einem Seminar im Rahmen der politischen Bildung. Die durchaus positive Stimmung unter den Bundesfreiwilligen hat mich angenehm überrascht. In Thüringen leisten derzeit 3.363 Bundesfreiwillige ihren Dienst, in Sachsen sogar 6.117 und in Sachsen Anhalt 3.277. Zusammen sind dies 12.757 der 49.263, die deutschlandweit im Einsatz sind. Die drei mitteldeutschen Länder liegen damit weit vorne und dies auch bei der Alterstruktur. In Sachsen sind 83 Prozent älter als 27, in Sachsen-Anhalt sind es 85 Prozent und in Thüringen sogar 86 Prozent. In Thüringen kommen zu den Bundesfreiwilligendiesntleistenden noch rund 800 Teilnehmer in den Jugendfreiwilligendiensten FSJ, FÖJ und ähnlichen hinzu. Somit hat, wenn sich diese Zahlen fortschreiben, irgendwann einmal jeder fünfte Thüringer einen Freiwilligendienst geleistet. Allerdings darf dabei natürlich nicht verkannt werden, dass die meisten Teilnehmer des BFD aus der Arbeitslosigkeit kommen. 51 Prozent erhielten vorher Hartz IV und weitere 20 Prozent kommen aus der Arbeitslosigkeit. Auch bei der heutigen Gesprächsrunde nach meinem Vortrag zum Thema Demografie, wurde überdeutlich, dass die meisten BFDler gerne in ganz normale reguläre Jobs wollen. Den BFD sehen sie aber derzeit vorallem als eine Chance aktiv zu werden in einem selbstgewählten Bereich. Da sie zudem durch die Bildungsangebote auch Lernende erfahren sie in dem einen Jahr BFD auch einen persönlichen Zugewinn an Wissen und an Sozialkompetenz. Für viele ist dies zudem das erste Mal seit Jahren, dass sie in einer Maßnahme wirklich Anerkennung erfahren und somit auch hochmotiviert sind. Zwar können zur Zeit keine neuen BFD-Vereinbarungen mehr getroffen werden, weil zumindest bei den Stellen des BAFzA bis zum Jahresende alle Stellen vergeben sind, aber die 19 anderen Einsatzstellen bieten weiter Plätze im BFD an.

Bürgerschaftliches Engagement für die Kita “Villa-3-Käsehoch”

Beim 60. Geburtstag der Kita
Bei einer Veranstaltung gestern Abend habe ich mich hinsichtlich des bürgerschaftlichen Engagements der Beteiligte Eltern sehr gefreut. Gestern Abend war ich mit anderen Kommunalpolitikern bei der Elterninitiative “Erhalt der Kita Villa-3-Käsehoch” zu Gast im Cafe “Wildfang”. Obwohl sie bereits seit über einem Jahr gegen die von der Verwaltung geplante Kita-Schließung kämpfen, sind sie immernoch noch voller Tatensdrang – Respekt und große Anerkennung dafür! Bereits im vergangenen Jahr zum 60. Geburtstag der Kita, waren die Feierlichkeiten von der drohenden Schließung überschattet und die Eltern begannen sich für ihre Kita zu engagieren. Mehrere Stadtrats- und Jugendhilfeausschussbeschlüsse werden seitdem von der Spitze der Stadtverwaltung weitgehend ignoriert. Immer neue Argumente werden ins Feld geführt, um zu erklären, dass ein Weiterbetrieb der Kita nicht in Frage kommt. Die linke Sozialbeigeordnete Thierbach, hat einen Aufnahmestopp für die Kita verhängt, während Eltern im Planungsraum verzwifelt nach einem freien Kita-Platz suchen. Zunächst wurden bauliche Mängel ins Feld geführt und mit einem Sanierungsbedarf von über 1,4 Millionen Euro beziffert. Danach folgten Auflagen zum Brandschutz und aktuell schiebt die Verwaltung sogar nach, es gäbe für das über 60 Jahre alte Gebäude gar keine Baugenehmigung. Dies erinnert sehr an das Schauspiel der Stadtverwaltung zum Reiterhof in Stotternheim. Wenn die Verwaltung was nicht will, wird stundenlang nach Ausreden gesucht. Ich finde es gut, dass sich die Eltern davon nicht entmutigen lassen. Und es wurde am Dienstag Abend auch von allen Politikvertretern bekundet, dass der Weiterbetrieb der Kita gewollt ist. Lediglich die Linken fehlten bei der Diskussionrunde und so bin ich optimistisch, dass wir die Trägheit des “Tankers Verwaltung” überwinden. Bei der Jugendhilfeausschusssitzung kommenden Dienstag geht es zwar vorrangig um die Kita-Entgeltordnung, aber wir werden auch zur Kita “Villa-3-Käsehoch” nachfragen. Zudem steht noch die Beantwortung einer Nachfrage aus der Stadtratssitzung aus, wo die CDU die tatsächlichen (für den Brandschutz) notwendigen Kosten wissen wollte. Selbstverständlich müssen diese Mängel abgestellt werden, allerdings unabhängig davon wie viele Kinder in der Kita sind. Wir bleiben hartnäckig bei dem Thema!  

Fraktionsinfobrief mit Themenschwerpunkt Haushalt 2014

Die aktuelle Ausgabe unseres Fraktionsinfoblattes widmet sich in neuer Optik unter anderem dem Dauerbrenner-Thema Haushalt. In der letzten Stadtratssitzung wurde der Haushalt gegen die Stimmen der CDU von Rot-Rot-Grün beschlossen. Er zeichnet sich durch dramatisch einbrechende Investitionen und steigende Verwaltungsausgaben negativ aus. Breite Zustimmung gab es hingegen zur Schulnetzplanung für die kommenden Jahre. Hier hatte die CDU-Stadtratsfraktion gemeinsam mit Eltern erfolgreich auf Änderungen bei den Ortsteilen (Hochheim und Marbach), den Förderzentrentren und der Perspektive für die Evangelische Schulstiftung gedrängt. Mit den Änderungen zum ursprünglichen Entwurf war der Plan auch für die CDU-Stadtratsfraktion zustimmungsfähig. Allerdings fehlen auch hier die dringend notwendigen Investitionsmittel in den Folgejahren für die Sanierung der SBBS 6 ebenso wie für den Schulneubau in Hochheim und für Schulsporthallen. Erfreulich ging die Abstimmung zur Beigeordnetenwahl aus. Magarete Hentsch wurde zur ehrenamtlichen Beigeordneten für Familie mit 23 Stimmen gewählt, nachdem sich Oberbürgermeister, SPD, Linke und Grüne wochenlang gewunden haben. Die Absage der Stadtratssitzung Ende Januar war der traurige Höhepunkt der Führungsschwäche des SPD-Fraktionsvorsitzenden, der gemeinsam mit seinem Oberbürgermeister nicht in der Lange war diese Frage zuvor in seiner Fraktion zu klären.  Die Diskussion um die Begegnungszone findet sich ebenfalls im Infobrief. Nun aber viel Spaß bei der Lektüre!

An-Biken 2014 – vorfristiger Saisonstart

Noch etwas frisch ist der Fahrtwind 😉
Im letzten Jahr war es der 6. März, im Jahr davor der 3. März und in diesem Jahr nun der 16. Februar. Der Winter, der dieses Jahr den Namen nicht verdient, legt durchaus frühlingshafte Züge an den Tag. Nur in den Höhenlagen des Thüringer Waldes ist Schnee zu sehen und in Erfurt gab es am Wochenende durchwachsenes Wetter mit vielen sonnigen Abschnitten. Den Motorrad-Saisonstart habe ich also kurzerhand vorverlegt und bin heute mit meiner Honda NTV in die 20.Jubiläumssaison gestartet. Nach der großen Tour nach Kroatien, Montenegro, Bosnien und Albanien zum Saisonende letztes Jahr hatte ich das Bike grundgereinigt, vollgetankt und in der Garage geparkt. Heute nun sprang der Motor problemlos wieder an, etwas Staub wischen, an der Tankstelle gab es noch Luft für die Reifen und los ging es auf die erste Runde. Zum Stausee Hohenfelden und zurück ging die erste kurze Tour, rund 50 km.
Meine Honda läuft seit 20 Jahren
Seit nun inzwischen 32 Jahren fahre ich Motorrad, erst eine MZ TS 150, danach eine MZ TS 250 und seit 1994 die Honda NTV 650. Auch wenn sich die jährlichen Kilometerzahlen meist so bei 3.000 bewegen, sind da nun schon reichlich Touren zusammen gekommen. Entlang der Cote de Azur, nach Amsterdam, fünf Mal nach Kroatien, nach Albanien, Montenegro und Bosnien hat mich das Motorrad schon gut (stets pannenfrei) gebracht. In zwei Wochen, am ersten Märzwochenende, finden die 16. Thüringer Motorradtage in den Erfurter Messehallen statt. Ich hoffe, das Wetter bleibt bis dahin schnee- und winterfrei, damit die begonnene Saison nicht noch einmal unternbrochen werden muss. Allen Bikern wünsche ich eine gute pannen- und unfallfreie Saison 2014 – die linke Hand zum Biker-Gruß 🙂  

Marbachia Heijo und danach zur Freiwilligen Feuerwehr Ilversgehofen

Unser Präsident und das Prinzenpaar
Beides hat durchaus miteinander zu tun! Heute Morgen um 10 Uhr begann der Frühschoppen beim MKC in Marbach. Seit vielen Jahren bin ich Ehrenmitglied im Marbachen Karnevals Club und da gehören mindestens zwei Besuche pro Saison zum karnevalistischen Pflichtprogramm. Fünf Stunden ging der Frühschoppen (genauso lange wie gestern Abend die Landesvertreterversammlung der CDU). Zu Gast war auch das Erfurter Prinzenpaar und dies war die Verbindung zum Nachmittagsprogramm. Beim Besuch der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ilversgehofen erfuhr ich, dass sowohl unsere Karnevalsprinzessin, als auch ihr Prinz Mitglied in der FFW Ilversgehofen sind. Sie sind dies, wie 62 weitere engagierte Mitglieder, von denen ich heute viele kennenlernen konnte. Bis jetzt war unser Stadtratskollege Andreas Huck „Verbindungsstadtrat“ zur FFW Ilversgehofen. Aber da er Anfang Janaur als Stadtrat zurücktrat habe ich die Aufgabe gerne übernommen. Allein 22 Mitglieder umfasst die Jugendfeuerwehr und sowohl die Jugendfeuerwehr als auch die Aktivenabteilung konnten auf eine gute Bilanz verweisen. Über 100 Alarmierungen, der Hochwassereinsatz und der „Dauereinsatz“ bei dem Säureanschlag in der Karlstraße sorgten für viel Beschäftigung. Ein neues LF 10 konnte in den Bestand übernommen werden und dieses Jahr kommt noch ein neuer Gerätewagen hinzu. Also eigentlich alles prima – bis auf die Feuerwache der FFW Ilversgehofen. Im Keller der über 40 Jahre alten Gebäudes nagt der Schnimmel an den Wänden und in der Fahrzeughalle ist auch die Umkleide. Letzteres ist besonders ärgerlich, weil die Halle keine Absaugeinrichtung hat und es da bei Minustemperaturen schwierig wird die Tür offen stehehen zu lassen. Ich habe bei meinem Grußwort zugesagt, dass sich die CDU-Stadtratsfraktion für den Neubau des Gerätehauses engagieren wird. Bilder vom MKC  

CDU Landesliste steht

Die Erfurter Landesvertreter
Zur Landtagswahl zum 6. Thüringer Landtag am 14. September 2014 hat die CDU Thüringen als erste Partei alle 44 Direktkandidaten und 88 Listenkandidaten nominiert. Am Freitagabend versammelten sich dazu 118 Vertreter aus den Kreisverbänden und stimmten im Volkshaus in Sömmerda die Landesliste ab. Mit breiter Zustimmung wurden alle 88 bestätigt. Die Zustimmungsquote lag zwisch 75 bis 98 Prozent. Angeführt wird die Liste von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. Ich konnte mich über 107 Ja-Stimmen, also 93,1 Prozent Zustimmung auf Platz 33 freuen. Allerdings habe ich bei meiner Vorstellung betont, dass ich „meinen“ alten Wahlkreis 25 wieder zurück erobern will. Das Ziel 40 von 44 Wahlkreisen direkt gewinnen zu wollen, wie es Christine Lieberknecht betonte, macht die Zusammensetzung der Listenreihenfolge relativ bedeutungslos. Allerdings kann ich mich daran erinnern, dass 1999 die Liste bis Platz 49 bei der Wahl zog. Auf Platz 49 der Liste von 2014 steht die Hochsprungeuropameisterin Ariane Friedrich gefolgt von Rodelweltmeister David Möller. Allen CDU-Kandidaten wünsche ich viel Erfolg – wir sind ein gutes Team und kämpfen gemeinsam! Fotos von allen Kandidaten Fotos der Vertreterversammlung  

Dank und Anerkennung für das Lebens(hilfe-Aaufbau)werk

Verabschiedung von Frau Schnepel
Heute war ich bei der Verabschiedung von Evemarie Schnepel in Weimar zur Gast. 21 Jahre lang hat sie das Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V. aufgebaut und geleitet. Über zweihundert Gäste waren in den Marie-Seebach-Stift gekommen um sie in den Ruhestand zu verabschieden. Unter den Gästen waren Vertreter der Kommunal- und Landespolitik, der Sozialverbände und vieler Wegbegleiter und Partner des Lebenshilfe-Werks. Ich habe Frau Schnepel vor 10 Jahren kennengelernt. Auf Vermittlung von zwei engagierten Frauen, die sich um die Frühförderung kümmerten (Gabi Kiesling und Anja Fuchs) bin ich auf die in Weimar geplante konduktive Förderung aufmerksam geworden. Gemeinsam konnten wir dies als Teil der Frühförderung in der Kindertagesstätte des Lebenshilfe-Werks und später an der Förderschule in Erfurt durchsetzen. Seitdem hat sich fachlich bedingt immer wieder der Weg mit Frau Schnepel gekreuzt. Bei der Diskussion um die Werkstätten, bei der Buntstiftung der Parität oder zuletzt im November, als ich die große Zukunftskonferenz in Weimar mitfinanziert habe. Ich wünsche Frau Schnepel einen guten Unruhestand und dass sie der Sozialhilfelandschaft in Thüringen noch sehr lange erhalten bleibt!

Rot-Rot-Grüner Haushalt 2014 beschlossen – vor Risiken und Nebenwirkungen wird gewarnt

Eines der Reizthemen beim Haushalt 2014 – die Luftbuchung zur Online-Software Kibeo
Der Haushalt der Landeshauptstadt Erfurt für das Jahr 2014 wurde gestern Abend erwartungsgemäss von der rot-rot-grünen Stadtratsmehrheit gegen die Stimmen der CDU beschlossen. Wir haben eindringlich vor den Folgen dieses linken Haushalts gewarnt und mehrere Änderungs- und Haushaltsbegleitanträge eingebracht. Allerdings war das rot-rot-grüne Kollektiv ausgesprochen beratungsresistent. Im meiner Rede zu Haushalt habe ich, ebenso wie zuvor unser Haushaltsexperte Heiko Vothknecht, auf die Defizite des Haushalts hingewiesen. Die CDU-Stadtratsfraktion bekräftigt, dass dieser Haushalt schlecht ist. Er bewegt sich in Tradition zu den voran gegangenen Haushalten. Jeder rot-rot-grüne Haushalt war schlechter als sein Vorgänger. Insofern ist auch der HH 2014 nur der Wurmfortsatz vorheriger Jahre. Unsere Grundkritik ist die Schieflage des HH. Um 15 Millionen Euro steigt der Verwaltungshaushalt (insbesonder durch Personal- und Sozialkosten). Der Vermögenshaushalt sinkt hingegen um 30 Millionen Euro. Der Schuldenstand steigt auf 161 Millionen Euro. Die Finanzbeigeordnete Frau Pablich hat dankenswerterweise in ihrer Vorbemerkungen zum Haushalt auf die Probleme hingewiesen. Das gemeinsame Ziel, dass Erfurt bis 2025 schuldenfrei werden soll, ist mit diesem Haushalt nicht mehr zu erreichen. Die fehlenden Investitionen sorgen dafür, dass überall in der städtischen Infrastruktur weiter auf Verschleiß gefahren wird. Die Kitas werden nicht fertig saniert, der Bedarf liegt bei 31 Millionen Euro – 6,2 Millionen sind nur im Haushalt und davon sind sogar rund 2 Millionen Euro Landeszuschuss. 2013 waren im Haushalt noch 9,33 Millionen für Kita-Sanierungen. Gleiches gilt für Schulen, Brücken und Straßen, aber auch für die Sanierung von Sportstätten. 2012 gab es für diesen Bereich noch 1,1 Millionen, 2013 nur noch 663.000 Euro und 2014 gar nur noch 450.000 Euro. Dies alles passiert, obwohl die Steuereinnahmen mit 114 Millionen Euro (pus 4,5 Mio.) auf Höchststand sind. Wir haben in Erfurt kein Einnahmeproblem sondern ein Ausgabeproblem. Die Personalkosten steigen auf 163 Millionen Euro. Die Tarifsteigerungen machen einen Teil aus und die gönnen wir den Beschäftigten. Aber seit dem Amtsantritt von OB Bausewein sind 400 Stellen hinzu gekommen – auch mit dem aktuellen Haushalt sind es 22. Dies sind übertragene Aufgaben des Landes, das stimmt zum Beispiel bei den Horten. Aber es sind auch neu erfundene Aufgabenfelder von Rot-Rot-Grün. „Lernen vor Ort“, Hort- und Kitagebührenberechnungsstellen im Jugendhilfe und Bildungsbereich oder aber auch mit dem aktuellen Haushalt ein Antrag der Grünen. Darin wird eine Stelle zur Beobachtung von Konferenzen im Bereich der Wirtschaftbeigeordneten gefordert. Es gibt keine Aufgabenkritik geschweige denn ein Personalentwicklungskonzept, welches mittelfristig zu Personalreduzierungen führt. Um es für die CDU-Stadtratsfraktion klar zu sagen: Mit unserem Haushaltsbegleitantrag soll nicht das Ziel verfolgt werden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu entlassen. Innerhalb der Verwaltung gibt es eine Vielzahl von Bereichen, die von sehr hoher Arbeitsbelastung geprägt sind und für die zu wenig Personal zur Erledigung der anfallenden Aufgaben zur Verfügung steht. Andere Bereiche wiederum weisen eine geringere Arbeitsbelastung auf.  Mit dem Personalentwicklungskonzept soll sicher gestellt werden, dass Mitarbeiter entsprechend qualifiziert werden und somit andere Tätigkeiten ausüben können. Außerdem können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch diese Qualifikations- bzw. Umschulungsmaßnahmen in anderen Arbeitsbereichen mit erheblichen Mehrbelastungen eingesetzt werden. Neben dem optimalen Einsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollten künftige Personalkostenerhöhungen nicht die tariflichen Anpassungen übersteigen. Wir haben bei den Haushaltsanhörungen erhebliche Abweichungen der Finanzen beim IST mit den Soll festgestellt. Daraus resultieren zum Teil abenteuerliche Haushaltsansätze. Deutlichstes Beispiel sind die Elterngebühren bei den Kitas. Dort hat sich die Sozialbeigeordnete mal locker um eine dreiviertel Million „verschätzt“. Auf Nachfrage kam raus, es waren die schon im letzten Jahr zu hoch angesetzten Kalkulationen. Oberbürgermeister Bausewein wollte im Frühjahr 2013 eine Elterngebührenordnung durchdrücken, die für viele Eltern deutliche Erhöhungen, teilweise sogar Verdoppelungen, der Gebühren bedeutet hätten. Die Eltern haben protestiert und diesen Vorschlag vom Tisch gefegt. Trotzdem wurde die Einnahmeprognose beim HH 2014 beibehalten. Ähnliches geschah bei den Einnahmen aus Gebühren bei der Volkshochschule. Rot-Rot-Grün geht dabei nach dem Prinzip vor, was sich passt wird passend gemacht. Korrigiert werden soll das Ganze, nachdem es herraus gekommen war, nun mit den zusätzlichen 1,25 Millionen Euro vom Land. Dieses Geld ist aber als Hilfsprogramm für die Kommunen gedacht und nicht als Haushaltssicherungskonzept für die Landeshauptstadt oder Sozialbeigeordneten-Hilfsprogramm. Die CDU-Stadtratsfraktion wollte diese Gelder nachhaltig einsetzen, also für die Sanierung von Kitas. Ebenso wollten wir mögliche weitere Gelder vom Bund (Eingliederungshilfe) für die Sanierung von Kitas, Schulen und Brücken einsetzen und verhindern, dass diese Gelder verkonsumiert werden. Ursprünglich wollte die SPD dies angeblich auch (nachlesbar in der TA). Aber mit der 3. Verwaltungsänderungsvorlage der Verwaltung wurde das Geld einkassiert und nun im Wesentlichen im Verwaltungshaushalt der Sozialbeigeordneten „verfrühstückt“. Die vollmundige Ankündigungsrethorik der SPD war erledigt und die Genossen knickten ein. Eine dreiviertel Million dieses Geldes soll nun zur Stopfung des Haushaltslochs bei den Elterngebühren dienen, ein kleiner Teil für die Ortsteile und 150.000 Euro für Kibeo. Staunend konnten wir lesen, dass für 150.000 Euro das Online-Kitaprogramm Kibeo gekauft werden soll. Wenn dies so geschieht, wäre das ein Fall für das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes. Das Online-Programm gibt es als kostenfreie Software für Kommunen und Bundesländer vom BMFSFJ. Einige wenige Gedanken zu den Kollektivanträgen von Rot-Rot-Grün: Diese Anträge wurden erst nach Abschluss der vereinbarten Antragsfrist eingereicht. Offensichtlich gab es längeren Beratungsbedarf beim linken Bündnis und viele Köche wollten den Brei mitkochen. Aber wie so oft, viele Köche verderben den Brei, erst recht, wenn sie nicht kochen können. Die Verwaltungsstellungnahme haut den Kollegen die Anträge auch bildlich gesprochen um die Ohren und spricht ihnen die finanzpolitische Kompetenz ab. Finanziert werden sollen die Anträge von Rot-Rot-Grün mit „Wünsch-dir-was-Positionen“. Fiktive Einnahmeerhöhungen bei der Einkommenssteuer, Abgaben und Gebühren gehören dazu. An anderer Stelle werden von den Stadtwerken zusätzlich eine halbe Millionen gefordert. Bei einer außerordentlich guten Konjunkturentwicklung kann das aufgehen – aber sicher ist das nicht. So ein wenig erinnert das an Roulette-Spiel – alles auf eine Zahl setzen und wenn man verloren hat ist die Kugel schuld. Seriös ist das Vorgehen von Rot-Rot-Grün jedenfalls nicht. Aus den vorstehenden Gründen lehnt die CDU den Haushalt 2014 ab. Für den Fraktionsvorsitzenden der SPD, der zuvor in höchsten Tönen die rot-rot-grüne Politik der letzten Jahre gelobt hat, habe ich mir zum Schluß ein passendes Zitat heraus gesucht. Passend zum kulturellen Jahresthema „Wie viele Worte braucht der Mensch?“, aber auch passend zur SPD hat Gottfried Benn gesagt:  „Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort!“.