Kommunalpolitik wieder im Fokus

Jugendhilfeausschuss
Über die Sommerpause war es relativ ruhig in der Erfurter Kommunalpolitik geworden – lediglich der Haushalt für 2013 wurde durch das Landesverwaltungsamt Anfang August (!) bestätigt. Die grüne Beigeordnete Hoyer versemmelte die geplante Ausschreibung der Multifunktionsarena. Nun muss sie noch mal auf Start zurück. Und die Stadtverwaltung war nicht in der Lage die große Anfrage der CDU zur Kita-Situation zu beantworten. Ist ja Sommerpause in der Verwaltung gewesen… Seit dieser Wochen läuft nun wieder die Kommunalpolitik an. Montag hatten wir die erste CDU-Fraktionssitzung nach der Sommerpause. Angesichts der Probleme im Schulbereich (Investítionsförderung, Hortsituation, Thüringer Gemeinschaftsschule etc.) sind wir zu einem Vor-Ort-Termin in der Grundschule am Steigerwald gewesen (siehe blog und Stadtratsanfragen dazu). Dabei kam auch das Thema der Hortbetreuung zur Sprache.
Radrennbahn
Gestern nun standen die nächsten Termine an. Mit der Erfurter Sportkommission waren wir im Sportzentrum Nord und insbesondere auf der Radrennbahn und dem benachbarten Kunstrasenplatz zu Gast. An der Radrennbahn fehlt trotz der großen Investitionen der letzten Jahre immernoch der Abschluss und dafür das Geld. Der Kunstrasenplatz ist inzwischen stark überlastet und wenn er gesperrt werden muss, gibt es keine Alternativen. Zwar hat der Stadtrat ein Kunstrasenprogramm beschlossen, dies ist aber mit derzeit mit Null Euro haushaltstechnisch unersetzt und somit noch in der Kategorie “Wünsch dir was”. Noch schwieriger ist aber, dass nun die Haushaltskürzungen nun auch Auswirkungen auf den Breiten- und Jugendsport haben. Rund 50 Prozent der Sportfördermittel wurden von Rot-Rot-Grün im Stadtrat zusammen gestrichen. Damit fehlt Geld für Sportveranstaltungen, Übungsleiterförderung und notwendige Investitionen. Gleich im Anschluss war ich gestern noch beim Jugendhilfeausschuss. Dort drehte sich einmal wieder fast alles um den Kita-Bereich. Zur Kita in der Espachstraße gab es nur Ausflüchte von der Verwaltung, aber am Ende ein Gesprächsangebot an die Eltern und den Träger. Zur Kita-Gebührenordnung gibt es wenig Neues. Die Stadtelternvertreter übergaben ihre Forderung hinsichtlich der Gebührengestaltung. Im September will die Verwaltung einen neuen Entwurf vorlegen. Wir dürfen neugierig sein! Eine Gebührenerhöhung wir die CDU keinesfalls zustimmen. OB Bausewein und MdB Schneider haben diese Woche vollmundig kostenlose Kita-Plätze versprochen (hat Bausewein schon 2006 mal gemacht, ebenso wie die Kita-Sanierung bis 2012). Dieses Mal haben sie aber vorsichthalber gleich mal angekündigt, dass dies nur kommt, wenn der Bund es bezahlt. Beiden fehlt offensichtlich das Basiswissen zur Finanz- und Kompetenzverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen! Heute nun das nächste neue/alte Thema. Die Förderung ehrenamtlicher Vereine funktioniert immer noch nicht, obwohl der Stadtrat sich klar dazu positioniert hat. wir bringen in die nächste Stadtratssitzung einen Antrag dazu ein. Also: Kommunalpolitik in Erfurt is back – wir werden im Herbst viele Themen haben!  

8. Demografiekongress Best Age in der Bundeshauptstadt Berlin

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer
Jährlich richtet das Informationsblatt “Der Behördenspiegel” mit Unterstützung des Bundesfamilienministeriums und weiterer Partner den Demografiekongress aus. In diesem Jahr standen die Handlungsoptionen der Kommunen im Mittelpunkt des zweitägigen Kongresses. Auf kommunaler Ebene wirken sich die demografischen Veränderungen am direktesten aus und so gibt es bereits viele Städte, Gemeinden und Landkreise, die sich dem Therma offensiv stellen.Unter den über 200 Teilnehmern und Referenten des Kongresses im dbb-forum in der Friedrichstraße mit dem Motto „Land und Leute – Zukunft vor Ort gestalten“ waren daher viele Kommunalvertreter. Die saarländische Ministerpräsidentin Anngret Kramp-Karrenbauer eröffnete den Kongress. Sie war dem Thema bereits durch ihre vorherigen Ministerämter verbunden. Sie betonte den notwendigen Generationendialog, verwies auf gelungene Beispiele aus Kommunen und verglich den demografischen Wandel im Saarland mit der Situation in den neuen Ländern. Finanzielle Spielräume müsse es für die Kommunen geben um den Wandel zu bewältigen. Staatsssekretär Lutz Stroppe vom Bundesfamilienministerium erläuterte, dass der demografische Wandel kein Ost-West-Problem mehr sei. Er forderte die sorgende Gemeinschaft und kündigte Initiativen zur Großelternzeit für die kommende Legislaturperiode an. Erfreut habe ich auch seine Aussagen zu den Mehrgenerationenhäusern und zum Bundesfreiwilligendienst registriert (für beide Bereiche bin ich in Thüringen zuständig). Für den BFD betonte er die Notwendigkeit ältere Menschen einzubeziehen und für die derzeit 450 MGHs kündigte er an, dass bis Ende 2014 ein Konzept zu Weiterentwicklung vorliegen wird und er die Aufgabe des Bundes auch in einer Weiterfinanzierung sehe. Ab diesem Herbst kommen zu den 450 MGHs noch 300 Anlaufstellen für ältere Menschen bundesweit hinzu. Zahlreiche Vorträge und Foren gab es zu nahezu allen denkbaren Themen. Kinderarztmangel im ländlichen Raum (Klasse-Vortrag von Prof. Wolfgang Hoffmann, Uni Greigswald), Pflegausbildung, Kita-Situation, Sorge und Mitverantwortung in der Kommune, Einblicke in den siebten Altenbericht (Prof. Dr. Andreas Kruse war wieder Spitze), inklusive Stadtgestaltung, Bildungssystem, freiwilliges Engagement, der Arbeitsmarkt für Ältere und viele mehr. Ich habe von den beiden Kongresstagen eine Menge an Impulsen mitgenommen und gute Kontakte geknüpft. Und zwei Begriffe werde ich künftig auch in den Diskussionsprozess miteinstreuen und bin auf die Reaktionen gespannt. Dr. Jörg Bentmann, Abteilungsleiter im BMI sprach davon, dass wir eine „Verwolfung“ im ländlichen Raum nicht wollen und dagegen Konzepte entwickeln. Auch ein anderer Referent sprach im Zusammenhang mit Brandenburg vom „Wolfserwartungsland“. Es waren zwei ausgesprochen gute Tage in Berlin! Bilder vom Kongress Link zur best-age-conference

Schuljahresbeginn auf dem alten Schulhof…

Im Gespräch mit der Schulleiterin Frau Carius
Zur ersten Fraktionssitzung nach der Sommerpause waren wir heute am ersten Schultag in der Erfurter Grundschule am Steigerwald zu Gast. Die dortigen Elternvertreter und die Schulleitung hatten sich an die Stadtratsfraktionen gewandt um auf die baulichen Mißstände der Schule aufmerksam zu machen. Da wir uns zudem in den kommenden Wochen im Stadtrat mit der Fortschreibung der Schulnetzplanung 2014/2015 befassen werden, nutzten wir auch die Gelegenheit, über die Schulsituation in Erfurt zu diskutieren. Für mich war der Besuch an der Grundschule auch eine Reise zurück in die eigene Schulvergangenheit. Die heutige Grundschule war vor über 30 Jahren die POS Pablo Neruda und die Nachbarschule der POS 24 Friedrich Schiller, meine ehemalige Schule. Dadurch, dass beide Schulen unmittelbar nebeneinander liegen und sich somit den Schulhof und auch die beiden Sporthallen teilten (wenngleich es einen löchrigen Zaun dazwischen gab), waren viele Verbindungen zwischen den Schulen und den Schüler. Die räumliche Nähe haben wir vor einigen Wochen auch im Stadtrat diskutiert, als es um die Zukunftsperspektiven beider Schulen ging. Die heutige Regelschule 14 wurde per Stadtratsbeschluss zur Thüringer Gemeinschaftsschule. Wir haben als CDU dagegen gestimmt, weil es derzeit keine Grundschule als Kooperationspartner (wie es das Kultusministerium fordert) gibt. Die Grundschule am Steigerwald lehnte per Beschluss der Eltervertretung die Perspektive als Gemeinschaftsschule ab. Die Elternvertreter erläuterten uns heute, warum sie so entschieden haben. Neben den Ansprüchen an die Umsetzung des eigenen pädagogischen Konzepts und den baulich bzw. räumlich schwierigen Bedingungen, gibt es an der GS eine sehr hohe Übertrittsquote an das Gymnasium. Nur sehr wenige Schüler wechseln nach der Grundschulzeit an die benachbarte Regelschule und eine Zusammenarbeit oder gar Kooperation gibt es derzeit nicht. Der heutige erste Schultag begann zudem wieder mit den gleichen Problemen, mit denen das letzte Schuljahr endete. Allein sechs Stunden fehlen der Schule an Hallennutzungszeiten, um den wöchentlich zweistündigen Sportunterricht absichern zu können. Der Speiseraum platzt aus allen Nähten, weil die Regelschüler auch dort mit essen müssen und an den baulichen Mängeln hat sich über die Sommerpause nichts gebessert. Letzteres ist angesichts der geringen Investititonssumme zur Schulsanierung im städtischen Haushalt nicht verwunderlich. Die CDU-Fraktion hatte vergeblich bei der Haushaltsberatung mehr Mittel für diesen Bereich beantragt. Da der Investitionsbedarf an allen Erfurter Schulen bei rund 150 Millionen Euro liegt (nur 1,5 Millionen aber im HH stehen), ist solbald auch noch keine Besserung in Sicht.
Vis a vis meine alte Schule
In den kommenden Jahren wird nach unserer Einschätzung der Druck auf die Schulen noch wachsen. Steigende Zahlen an Grundschülern und die bereits jetzt bestehende vollständige Auslastung aller Gymnasien zeigen zusätzliche Handlungsbedarfe auf. Auf dem Weg zur Gründung eines weiteren Gymnasiums hat die Stadt bereits zwei Jahre verschlafen. Bereits 2011 hatten wir dies eingefordert. In den kommenden Wochen werden wir den Entwurf zur Schulnetzplanung mit den Elternvertretern und den Schulen intensiv diskutieren. Neben den Platzkapazitäten und der Diskussion um die Thüringer Gemeinschaftsschule, geht es in der kommunalpolitischen Auseinandersetzung auch um die Rolle der freien Träger und die Hortsituation. Bei letzterem Thema gibt es zum Schulstart zwar ausreichend Erzieherinnen, aber mit Blick auf den nächsten Sommer droht Ärger. In nahezu allen Ortsteilen will die Stadt die Hortbetreuung in den Sommerferien einstellen. Nachdem gerade erst kräftig die Hortgebühren erhöht wurden, ist dies für die Eltern umso unverständlicher. Beim heutigen Gang über meinen alten Schulhof wurden viele Erinnerungen wach. Es gibt ein altes Lied aus meiner Jugend „Der alte Schulhof ist der schönste Platz dens für mich gibt…“. Die Bäume auf dem Schulhof sind groß geworden, die Bausubstanz der beiden anliegenden Schulen ist leider in den letzten 30 Jahren nicht besser geworden. Bilder vom Besuch  

Vietnamesisches Fußballturnier in der Landeshauptstadt Erfurt

Zum ersten Mal fand das jährliche Fußballturnier vietnamesischer Fußballmannschaften in Erfurt statt. Der Vietnam Verein Erfurt hat mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren, des FC Erfurt Nord, des Stadtsportbundes und engagierter Politiker das Turnier vorbereitet. Elf Mannschaften aus dem ganzen Bundesgebiet u.a. Berlin, München, Dresden aber auch aus Wien waren nach Erfurt gekommen. Bei der Eröffnung gab es ein buntes Programm, bei dem Kinder tanzten, bevor die Grußworte u.a. des Vietnamesischen Fußballverbandes, der Botschaft und der Politik gehalten wurden. Ich war sowohl als Erfurter CDU-Fraktionsvorsitzender, als auch als Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierungsfragen gerne heute zu Gast, sowohl zur Eröffnung, als auch am Abend bei der Siegerehrung. Unter den Gästen waren sowohl Bundestagsabgeordnete, als auch Landtagsabgeordnete und die Ausländerbeauftragte der Landesregierung. Am Abend konnte ich dann noch die beiden letzten Spiele live gemeinsam mit unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann verfolgen. Erfurt hat leider das Finalspiel gegen Magdeburg im Elfmeterschiessen verloren. Mich beeindruckte sehr das Organisationstalent, dafür ein großes Dankeschön an den gastgebenden Verein. Bereits kommende Woche werde ich zu einem Vortrag über Vietnam wieder beim Vietnam Verein Erfurt zu Gast sein können. Bilder vom Fußballturnier  

Von der IGA 1961 über die EGA 2013 zur BUGA 2021

Die EGA Halle 1
Ein weiterer Schritt zur Aufwertung der Erfurter EGA, dem größten Garten Thüringens, konnte heute feierlich begangen werden. Die Halle 1 wurde umfänglich saniert und heute wieder eröffnet. Die Stadtwerke, in deren Verantwortung die EGA seit 10 Jahren betrieben wird, investierten dazu über eine Million Euro. 1961 sind die Ausstellungshallen auf der IGA gebaut worden und waren ursprünglich für 10 Jahre konzipiert und sollten den Internationalen Gartenbauausstellungen der RGW-Staaten dienen. Eine grundlegende Sanierung gab es allerdings in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht und so ist es fast ein Wunder, dass die große Haupthalle 1 nach 51 Jahren überhaupt noch saniert werden konnte und nicht abgerissen werden musste.
Im Gespräch mit der Blumenkönigin
Heute war die EGA einmal wieder brechend voll. Die Gärtnertage zusammen mit der Raritäten-Börse lockte tausende Besucher an. Auch die Erfurter Blumenkönigin hatte ihren letzten Auftritt – morgen wird eine neue Blumenkönigin gewählt. In jedem Jahr verändert sich das Gesicht der EGA ein Stückchen mehr. Der Spielplatz ist nach wie vor Besuchermagnet, der Pavillon wurde saniert und vor einigen Tagen konnten wir im neugestalteten Mainz-Pavillon die Bundesligamannschaft unseres SWE Volley-Teams präsentieren.  Bis zum Beginn der BUGA 2021 wird auf der EGA noch viel entstehen – im Aufsichtsrat der BUGA 2021 werde ich den Prozess aktiv mit begleiten dürfen. Bilder von der EGA  

Gipfeltreffen – Erste gemeinsame Aktion nach Kooperationsvereinbarung

Auf dem Geierfelsen
Gemeinsam über Stock und Stein durch den Thüringer Wald spazierend, nahmen gestern Vormittag die Spielerinnen des Erstligisten VolleyStars Thüringen (vormals VfB 91 Suhl) und der Zweitligavertretung unseres SWE Volley-Teams aus Erfurt, den eher für die zahlreich erschienenen Vereinsfunktionäre und Presse – und Medienvertretern beschwerlichen Weg zum Geierfelsen als Tagesziel ins Visier. Auf Einladung des Suhler Oberbürgermeisters Jens Triebel, seines Zeichens nicht nur Kommunalpolitiker, sondern auch ambitionierter Kletterer wurde dieses symbolhafte Treffen vereinbart. Gemeinsam den Geierfelsen, nahe dem Forsthaus Sattelbach zu erklimmen, sich dabei zu unterstützen, gegenseitig zu helfen, zu motivieren und kennenzulernen stand im Mittelpunkt der bisher nur per Kooperationsvereinbarung bestehenden „Seilschaft“. Das ausgegebene Ziel, zukünftig die Kräfte zu bündeln, Synergieeffekte zu schaffen und den Spitzenvolleyball in Thüringen unter dem Dach der VolleyStars Thüringen zu vereinen, gilt es in den nächsten Wochen und Monaten mit Leben zu erfüllen. Dahingehend waren alle Beteiligten, unter anderem auch Tankred Schipanski, als Vereinspräsident in Suhl und ich als Präsident des SWE Volley-Teams und die in Vertretung des Erfurter Oberbürgermeisters anwesende Beigeordnete Kathrin Hoyer einig, dass diese symbolträchtige Aktion richtungsweisend für die Zukunft sein kann.
Das Gipfelbuch
Nicht zu vergessen, dass die wagemutigen Kletterer Anna Sofie Franke, Mareike Hindriksen, Julia Herz, Karen Lißon, Lisa Breitsprecher, Christina Speer und Antonia Stautz die mit mir beim Erklimmen des Geierfelsens unter fachkundiger Anleitung von Jens Triebel eine Menge Spaß hatten. Auf dem Felsen hatten wir ausreichend Zeit über Volleyball zu fachsimpeln, da das auf- und abseilen immerhin knapp eine Stunde dauerte. Wir haben uns in der Zeit auch alle im Gipfelbuch verewigt.   Derweil nutzen die zahlreichen Journalisten die Zeit, um sich vor Ort über das Projekt VolleyStars Thüringen zu informieren. Dafür standen Trainer und Spielerinnen bereitwillig für Interviews sowie das eine oder andere Fachgespräch zur Verfügung. Wir als SWE Volley-Team möchten uns herzlich für die Einladung und den gelungenen Kletterausflug  bedanken und hoffen auf viele weitere gemeinsame Aktionen. Heute Abend berichtet das MDR-Thüringen Journal und auch in den Zeitungen waren heute schöne Bilder und Artikel. Bilder vom Gipfelsturm  

Unser neues Team…

Unsere neue Bundesligamannschaft haben wir heute erstmals präsentiert, bevor am kommenden Wochenende die Saisonvorbereitung den ersten Gradmesser für den Leistungstand bereit hält. Seit einigen Wochen trainieren unsere Damen vom SWE Volley-Team schon wieder und dies sogar zu Teil neun Mal pro Woche. Beim Rudow-Cup in Berlin werden sie sich erstmals mit anderen Bundesligisten messen. Die heutige Teampräsentation veranstalteten wir auf der EGA und dort im neugestalteten Mainz-Pavillon. Der Präsident des Landessportbundes Peter Gösel war ebenso zu Gast, wie eine große Zahl unserer treuen alten und einiger neuen Sponsoren. Peter Zaiß, der Geschäftsführer der Stadtwerke, erinnerte daran, dass wir nun gemeinsam in das zehnte Jahr der Zusammenarbeit gehen. Seit 2004 treten wir unter dem Namen SWE Volley-Team in der 2. und 1. Bundesliga an und haben mit den Stadtwerken seit dem einen zuverlässigen Hauptsponsor. Das SWE Volley-Team wird es auch weiter geben, auch wenn wir in der Saison 2014/2015 in der Kooperation mit dem VfB 91 Suhl als VolleyStars Thüringen in einer gemeinsamen GmbH in der 1. und 2. Bundesliga spielen werden. In unserem Verein haben wir 150 Spielerinnen in 16 Mannschaften quer durch alle Ligen und Altersklassen. 36 unserer Spielerinnen sind am Erfurter Sportgymnasium. Als Präsident habe ich ebenso wie unser Trainer Heiko Herzberg stolz darauf hingewiesen, dass unsere engagierte Nachwuchsarbeit Früchte trägt. In der letzten Saison waren wir 5. in der 2. Liga, Vizemeister in der 3. Liga und waren gleich mit drei Mannschaften bei den Deutschen Meisterschaften. Es ist uns gelungen die Mannschaft mit drei neuen Spielerinnen zu verstärken und so kann das Saisonziel nur heißen – ein Platz auf dem Treppchen soll es sein! Die Saison beginnt mit einem Doppelauswärtspieltag in Dresden und Grimma am 20. und 21. September. Am 12. Oktober wird der Regionalpokal gespielt und am 19.Oktober steigt das erste Bundesligaheimspiel. Bis dahin stehen nach dem Rudow-Cup noch der Grimma-Cup (31.8. bis 1.9.) und unser eigener SWE-Cup (7. – 8. September an). Auch das darauffolgende Wochenende ist vom Volleyball geprägt. Der Vorstand wir da zu den Halbfinals und Finalspielen der Volleyball Europameisterschaft in Berlin sein. Heute hat das Thüringen-Journal von unserem SWE Volley-Team berichtet, morgen wird es noch einen Bericht zum gemeinsamen Gipfelsturm mit den Damen aus Suhl geben und ich denke die Presse wird uns auch gut begleiten. Bilder der Teampräsentation  

Gesicht zeigen gegen Neonazis!

Mit Bodo Ramelow, Ministerin Marion Walsmann, Dirk Adams und Dr. Volker Düssel
Rund 300 Erfurterinnen und Erfurter waren heute Vormittag in die Trommsdorfstraße gekommen, um Gesicht gegen einen angekündigten Aufmarsch der NPD zu zeigen. Unter dem Deckmantel, sich für den Tierschutz engagieren zu wollen, war Ziel ihres Aufmarschs ein Fleischerladen in dem geschächtetes Fleisch verkauft wird. Der rassistischen und fremdenfeindlichen Ideologie der Neonazis stellten sich heute Vertreter aller Religionsgemeinschaften und Stadtrats- sowie Landtagsabgeordnete der CDU, der Linken und der Grünen entgegen. Die Jusos hatten ebenso wie die Evangelische Kirche eine Gegendemonstration an der Schmidtstedter Straße angemeldet. Bereits im Laufe dieser Woche hatte ich gemeinsam mit unserer CDU-Kreisvorsitzenden Marion Walsmann einen von Bodo Ramelow initiierten parteiübergreifenden Aufruf unterzeichnet, der sich gegen den NPD-Aufzug richtete. Für mich ist es sowohl in meiner Funktion als Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierungsfragen, als auch als Fraktionsvorsitzender der CDU Stadtratsfraktion selbstverständlich, gegen die Neonazis Flagge zu zeigen. Wir waren uns dazu in der Vergangenheit im Stadtrat stets einig und werden dies auch in Zukunft sein. Ursprünglich waren sowohl Stadtverwaltung, als auch Polizei der Auffassung, dass der Tag weitgehend konfliktfrei ablaufen könne. Es gab Auflagen, ein Verbot für die NPD vor den Fleischerladen zu gehen und ein Ausweichdemonstrationsort. Dort hatten sich die Gegendemonstranten versammelt, um der NPD den Zugang zu verwehren. Um zu verhindert, dass die NPD kurzfristig einen anderen Demonstrationsort wählt, wo keine lautstarken Proteste ihren Aufmarsch begleitet hätten, war die Polizei bemüht den Platz friedlich zu räumen. Dabei kam es dann zu Rangeleien und im Nachhinein zu Protesten einiger Demonstrationsgruppen. Ich konnte den Ablauf nicht mehr direkt beobachten, werde also am Montag interessiert die Medien dazu verfolgen. Fakt ist aber auch, dass der armseelige Haufen von rund 20 Neonazis um NPD-Funktionär Wieschke, jedes denkbare Klischee erfüllte – dumpfbackig und platt! Die Erfurterinnen und Erfurter haben gezeigt, dass solche Typen in der Landeshauptstadt nicht gewollt sind und ich bin froh, dass sich so viele friedlich mit anderen Religionsgemeinschaften solidarisiert haben. Bilder von der Kundgebung    

21. Erfurter Weinfest

Mit Prinzessin Jenny I. und Weinmönch Stefanus
Noch bis zum Sonntag findet das 21. Erfurter Weinfest auf dem Domplatz statt. Nachdem ich schon vor einigen Wochen am 10. Juli in der Jury mitarbeiten durfte, um die Weine für den Weinpass auszuwählen, war ich natürlich bei der Eröffnung neugierig, wie das Weinfest am neuen (alten) Ort angenommen wird. Nachdem es mal am Domplatz vor über 20 Jahren begann zog es erst zum Wenigemarkt und dann auf den Rathausparkplatz. Da aber dort gebaut wird, war dieses Jahr wieder der Domplatz Ort des Geschehens. Die wunderbare Kulisse des Doms und das herrliche Sommerwetter trugen gemeinsam dazu bei, dass es voll war und dass beste Stimmung herrschte. 16 weingüter bzw. Anbaugebiete präsentieren sich und laden zum Verkosten ein. Mit dem Erfurter Weinpass kann man für 15 Euro 16 Weine bei ihnen verkosten – das reicht für mehr als einen Abend 🙂 und sie sind alle zu empfehlen. In der Jury haben wir sie bei am Ende aus 50 Proben ausgewählt. Jeder Besucher kann zudem noch seinen Rot- und Weißwein des weinfestes wählen.  
Prima Stimmung!
Sachkundige Begleitung und Weinberatung hatte ich beim Weintrinken auch, weil sowohl der Erfurter Weinmönch Stefanus, als auch die noch amtierende Thüringer Weinprinzessin Jenny I. bei mir am Tisch waren. Die Thüringer Weuinprinzessin besucht in jedem Jahr das Erfurter Weinfest. Jenny I. ist immerhin schon die 19. Prinzessin und am kommenden Sonntag wird in Bad Sulza die 20. gekrönt. Fazit: der Ort ist gut, die Weine sind gut, die Stimmung war Klasse! Also wer an den nächsten Abenden noch nichts vor hat, der ist auf dem Domplatz beim Weinfest gut aufgehoben. Bilder vom Weinfest  

Schmalkalden aktiv beim Thema Antidiskriminierung

Gerne bin ich der Einladung der Gleichstellungsbeauftragten und des Seniorenbeirats der Stadt Schmalkalden gefolgt, ein Vortrag zum Thema “Thüringen diskriminierungsfrei – Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft” im Rathausfestsaal zu halten. Im Rahmen des Tags der Senioren und der Wohlfahrtspflege organisierte die Stadt zudem eine Infomationsbörse für Frauen und eine Seniorenmesse auf dem Altmarkt. Bürgermeister Thomas Kaminsiki eröffnete mit mir gemeinsam den Tag und erläuterte, wie wichtig der Stadt Schmalkalden das Thema sei. Die Gleichstellungsbeauftragte der knapp 20.000 Einwohner-Stadt ist seit 2006 im Amt und kümmert sich unter anderem um das Thema der Antidiskriminierung. Bei Treffen der kommunalen Gleichstellungsbeauftragen hatten wir uns kennengelernt und spontan den Vortrag vereinbart. Trotz des herrlichen Wetters waren um die Mittagszeit viele Schmalkalder ins Rathaus gekommen. Insbesondere die Mitglieder des Seniorenbeirats fragten interessiert nach. Die Themenschwerpunkte lagen bei der Altersdiskriminierung und der Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Derzeit macht dies auch den Hauptanteil meiner Arbeit als Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierungsfragen aus. Viele Eltern behinderter Kinder wenden sich an mich, weil sie Probleme mit der Schulwahl haben, oder mit der Betreuung ihrer Kinder unzufrieden sind. Auch im Anschluss an die Veranstaltung habe ich mich noch mit einer Mutter getroffen, die mir ihre Sorgen schilderte. Um bei Antidiskriminierungsfragen helfen zu können, muss man zunächst die Betroffenen erreichen bzw. sie ermutigen, sich zu offenbaren. Ich bin deshalb den Verantwortlichen in Schmalkalden für ihr Engagement und die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen sehr dankbar. Bilder aus Schmalkalden