Chanukka in Erfurt und überall

Chanukkaleuchter vor dem Erfurter Rathaus
Chanukkaleuchter vor dem Erfurter Rathaus
Heute wird auch in Erfurt das erste Licht am Chanukka-Leuchter vor dem Erfurter Rathaus angezündet. Dies geschieht überall auf der Welt in diesem Jahr am Vorabend des 12. Dezember (nach Gregorianischem Kalender). Anbei findet sich eine “Anleitung zu Chanukka”. Ich wäre auch in diesem Jahr sehr gerne dabei, wenn sich vor dem Rathaus unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zusammen mit allen Freundinnen und Freunden treffen um gemeinsam den Auftakt zu den Chanukkatagen zu feiern. Leider bin ich noch im Erfurter Helios-Klinikum und deshalb nur Gedanken vor dem Erfurter Rathaus und vor allem aber auch bei meinen Freundinnen und Freunden in Israel.   Anbei eine Schilderung zum Hintergrund von Chanukka, die ich im letzten Jahr schon auf meiner Homepage hatte: „Chanukka ist das 8-tägige Lichtfest zur Erinnerung an die Wiederweihe des Tempels in Jerusalem des Makkabäers Juda, das am 25. Kislew beginnt.” So steht es in der Einladung erklärt. Ich habe den nachfolgenden Text, der Chanukka etwas umfangreicher erklärt, über die Xing-Gruppe “Deutsch-israelisches Netzwerk” 2008 geschickt bekommen.

von Tzvi Freeman (Quelle: Chabadhannover.de)

Geschah Chanukka vor vielen Jahren? Oder geschieht es jetzt? Gab es je eine Zeit, in der es nicht passierte? Die Geschichte von einer kleinen Kerze, welche das Monster einer erschreckenden Dunkelheit vertreibt, lebt ewig in uns allen – und in der Welt um uns herum. Man könnte es das kosmische Mega-Drama nennen. Es passiert jeden Tag bei der Morgendämmerung, bei jeder Wintersonnenwende, mit jedem Atemzug, mit jedem Schrei eines neugeborenen Kindes, mit jedem Grashalm, der von unter der Erde hervorbricht, mit jedem Geistesblitz, jedem Einfall von Schönheit, jedem Beschluss, Gutes angesichts des Bösen zu tun, zu bauen, wo andere zerstören, die Menschheit vorwärts zu bewegen, wenn Andere uns in Richtung Chaos ziehen. All das und noch mehr ist Chanukka. Man hätte meinen können, dass das jüdische Volk und die antiken Griechen gut miteinander auskommen könnten. Schließlich hatten sie so viel gemeinsam. Beide schätzten Weisheit und Schönheit. Viele griechische Philosophen anerkannten sogar einen einzigen großen Geist hinter dem Kosmos, ähnlich dem jüdischen Monotheismus. Nun, es hat auch ein bisschen funktioniert – am Anfang. Die Juden tolerierten die griechische Herrschaft von der Zeit Alexander des Grossen an. Viele Juden studierten hellenistische Philosophie und König Ptolemaios ließ die Tora ins Griechische übersetzen. Doch als König Antiochus versuchte, uns Hellenismus pur aufzuzwingen, rebellierten wir. Antiochus verbot die rituelle Beschneidung. Mütter leisteten Widerstand, indem sie ihre Kinder in aller Offenheit beschneiden ließen. Antiochus verbot das Einhalten des Schabbat. Juden waren gezwungen, Jerusalem zu verlassen, um den Schabbattag heilig halten zu können. Antiochus verbot das Studium der Tora als heiligen Text. Juden fanden Wege, Unterricht für Kinder und Erwachsene im Geheimen abzuhalten. Als die Griechen Götzenbilder in den Zentren und Städten errichteten, und verlangten, dass die Juden sie anbeten würden, brach offener Krieg aus. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass ein Volk nicht für sein Land oder sein Leben kämpfte, sondern für seinen Glauben und das Recht der religiösen Freiheit. Das Problem war: Die syrisch-griechische Armee gehörte zu den stärksten der Welt. Ihre Soldaten marschierten in einer kompakten Formation von sich überlappenden Schilden, mit langen Speeren, für damalige Verhältnisse beinahe unbesiegbar. Sie hatten fortschrittliche Waffen, waren gut trainiert und sie führten sogar Elefanten in der Schlacht mit. Der jüdische Widerstand hingegen begann mit einer Handvoll Brüdern aus dem Priesterstand, die sich Makkabäer nannten. Da gab es viele tapfere Taten, doch die Makkabäer glaubten mit Überzeugung, dass ihr Sieg von oben kam. Letztlich erhielten sie ein Zeichen, dass es tatsächlich so war: Als sie Jerusalem und den Tempel zurück eroberten, suchten und fanden sie ein einziges Fläschchen von nicht entweihtem Olivenöl – gerade, was benötigt wurde, um die heilige Menora wieder anzuzünden. Obwohl das Fläschchen nur die Menge für einen Tag enthielt, brannte das Licht der Menora durch ein Wunder acht volle Tage, womit genug Zeit gegeben war, neues Öl herzustellen. Für das jüdische Volk war das wie ein Wink von oben, der besagte: Ja, Er war die ganze Zeit mit uns.

Dank für Grüße und Gedanken

Helios Klinikum Erfurt
Helios Klinikum Erfurt
Liebe Freundinnen, liebe Freunde und Besucher meiner Homepage, in den letzten drei Wochen waren auf meiner Homepage wenig Neuigkeiten zu lesen. Keine neuen Termine und keine Blogeinträge. Am 21. November hatten wir den ganzen Tag eine Klausurtagung des CDU-Landesverbandes mit der Auswertung des Wahljahres. Am Abend war ich bei der Traumzeit zusammen mit 12.000 Besuchern auf der Erfurter Messe. Ab da fehlt mir leider ein ganzes Stück Film. Inzwischen habe ich erzählt bekommen, dass ich tief in der Nacht zusammen geklappt bin und mit Verdacht auf Hirnhautentzündung in die Notfallzentrale des Erfurter Helios-Klinikums gebracht wurde. Dort habe ich die nächsten fünf Tage im künstlichen Koma auf der Intensivstation zugebracht und die Situation war wohl sehr ernst. In den folgenden vier Tagen auf der Intensivstation habe ich bereits spüren können, wie viele Menschen an mich gedacht, mir geholfen und für mich gebetet haben. Lieben Dank dafür. Seit letzten Montag bin ich von der Intensivstation runter. Bis zum Donnerstag dieser Woche folgen noch diverse Untersuchungen im Klinikum. Die Ärzte sagen mir, dass es mit höchster Wahrscheinlichkeit einmalig war und auf eine Virusinfektion zurückzuführen sei. Ich selbst sehe es allerdings auch als eine deutliche Warnung des eigenen Körpers den eigenen Lebenswandel (permanenter Stress, wenig Schlaf, keinen klaren Lebensrhythmus) kritisch zu hinterfragen. Ich danke sehr herzlich allen Menschen, die mir in den letzten Wochen geholfen haben. An aller erster Stelle den Pflegerinnen, Schwestern und Ärzten des Helios-Klinikums. Ich habe mich jederzeit hervorragend betreut und versorgt gefühlt. Unser Klinikum ist und bleibt ein Krankenhaus der Maximalversorgung. Vor allem danke ich aber auch meiner Familie, die in den schweren Stunden auf der Intensivstation nahezu rund um die Uhr da waren. Und nicht zu letzt danke ich für die lieben Grüße und Gedanken. Am Donnerstag werde ich wahrscheinlich das Klinikum verlassen können. Anschließend folgt eine Reha-Kur in Bad Klosterlausnitz für drei Wochen. Das bedeutet, pünktlich im neuen Jahr bin ich wieder da und einsatzfähig. Am kommenden Wochenende findet der CDU-Kreisparteitag mit Neuwahlen des Vorstandes in Erfurt statt. Seit 1991 bin ich gewähltes Kreisvorstandsmitglied. Zum ersten Mal seit 18 Jahren werde ich an einem Kreisparteitag nicht teilnehmen können. Aber ich werde dennoch erneut als stellvertretender Kreisvorsitzender kandidieren und hoffe auf das Vertrauen der Erfurter CDU Mitglieder. Wir haben eine Menge Aufgaben vor uns und ich möchte und werde weiter mitgestalten!

Israel, die UN und der Goldstone-Bericht

Uni Erfurt - Prof Blum (5)
Prof. Yehuda Blum
An der Erfurter Uni streiken derzeit die Sudenten, ebenso wie an vielen Universitäten, für bessere Studienbedingungen. Gestern Abend waren unter den 60 Teilnehmern bei einem Vortrag von Prof. Yehuda Blumerfreulich  viele Studenten. Prof. Blum besuchte auf Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen Erfurt und referierte über das Thema “Israel, die UN und der Goldstone-Bericht. Als ehemaliger UN-Botschafter Israels ist Prof. Blum von der Hebrew University Jerusalem Kenner der politischen Mehrheitsverhältnisse in der UN. Nicht erst der Goldstone-Bericht hat ihn aber auch zu einem engagierten Kritiker der UNO gemacht.   Seit Gründung der UNO steht das Palästina-Israel Problem auf der Tagesordnung der UN. Israel hat heute aber ein erklärbares Problem mit der UNO. Prof. Blum illustrierte dies an mehreren Beispielen: Die Erfurter Partnertstadt Haifa hat eine Straße im Jahr 1975 von Boulevard der Vereinten Nationen in Boulevard des Zionismus umbenant in Reaktion auf antiisraelische Entscheidungen in der UNO. Die Zusammensetzung der UNO hat sich zwischen 1947 und heute erheblich verändert. Waren es bei Gründung der UNO noch 51 Mitgliedsstaatensind es heute 191, davon allein 52 islamisch geprägte Staaten die generell gegen Isreal stimmen und die Verabschiedung der zahlreichen Resolutionen gegen Israel initieeren. Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen besteht seit 2006, fasste von seinen 30 Beschlüssen allein 18 die Menschenrechtsverletzung in Israel anprangern. Unter den Mitgliedern sind so “bedeutungsvolle Menchenrechtsschützestaaten” wie China, Saudi Arabien und Cuba. Der in Auftrag gegebene Goldstone-Bericht umfasst mit seinen 586 Seiten eine Wertung des Gazafeldzuges und eine deutliche Anklage gegen Israel. Allerdings verschweigt er zwei wesentlich Punkte. Zum einen das die Angriffe Israels im Gazagebiet zum einen ein legitimer Selbstschutz des Staates Israel für seine Einwohner war, die permantenRaketenangriffen ausgesetzt waren. darüber hinaus liefert er keinerlei Antworten auf eine der entscheidentenFragen des 20 Jahrhunderts, wie heute demokratische Staaten mit der Bekämpfung des Terrorismus umgehen sollen. In Israel werden die weit über 100 Beschwerden geprüft und, da wo Unrecht geschah Sanktionen ergriffen.  
Uni Erfurt - Prof Blum (9)
Dank für einen interessanten Vortrag!
In der anschließenden Diskussion gab es durchaus auch zahlreiche kritische Stimmen zum Vortrag von Prof. Blum. Inakzeptabel sind für mich aber Aussagen, die sich mit plumpen Antisemitismus vermischen. Eine der Grundsatzfragen ist zunächst die Frage der Anerkennung des Existenzrechts Israels. Dies muss eine der wichtigsten Vorbedingungen für eine Konfliktlösung sein. Die UNO hat dazu nach Auffassung vieler Diskussionsteilnehmer keine Legimitation mehr. Zu zweifelhaft ist die Zusammensetzung der UNO. Lediglich fünf Staaten tragen die Verantwortung für die Finazierung der UNO zu insgesamt 62 % (USA 23, Japan 20, Deutschland 9, Franmkreichund Großbritannien jeweils 5%). 100 Staatentragen zusammen nur 1% und gar 60 zusammen nur 0,1% des Haushalts. Nur wenige der großen Träger der UNO stimmten letztlich gegen den Goldstone-Bericht. Prof. Blum mahnte eine Reform der UNO an. Ich kann mich seiner Meinung nur anschließen. Und ich habe gestern auch gesagt, dass wir uns in Deutschland mit öffentlichen Vorschlägen zur Konfliktlösung zurück halten sollte. Viele die schlaue Ratschläge geben, waren noch nie in Israel und Palästina dies- und jenseits von Mauer und Zaun.

30 Jahre Schwerter zu Pflugscharen

Andreaskirche Erfurt
Andreaskirche Erfurt
Wenn man derzeit durch die Andreasstraße in Erfurt fährt fällt an der Andreaskirche, gegenüber der ehemaligen Stasizentrale ein großes Transparent am Kirchturm auf. Darauf zu sehen ist das Symbol “Schwerter zu Pflugscharen” und der Hinweis auf 30 Jahre ökumenische Friedensdekade. Vor 30 Jahren trafen sich in der ehemaligen DDR  Vorbereitungsgruppen für die 1. Friedensdekade. Nachdem die DDR 1978 das Schulpflichtfach Wehrerziehung eingeführt hatte, positionierte sich insbesondere die Evangelische Kirche sehr deutlich dagegen und trat für eine Entmilitarisierung ein.   1980 fand erstmals das Symbol einer sowjetischen Skulptur mit dem Bibelwort erstmals auf einem Aufnäher Verwendung. Ursprünglich als  Lesezeichen gedacht wurde es in einer Auflage von 120.000 Stück in der Druckerei der Herenhuter Brüdergemeinde auf Vliesstoff gedruckt, da dies als “Textiloberflächenveredlung” keine staatliche Druckgenehmigung brauchte.  In den folgenden Wochen und Monaten fand das Motiv, kreisrund herausgeschnitten 7 cm im Durchmesser, als Aufnäher rasche Verbreitung in der gesamten DDR. Jugendliche trugen ihn auf Jacken und Taschen und die DDR-Staatsmacht reagierte verstört. Für mich war dies eine politisch prägende Zeit und zugleich die Zeit der ersten unangenehmen Bekanntschafften mit dem Staatssystem der DDR.   Als Mitglied der Jungen Gemeinde war es für mich ein Ausdruck und politisches Bekenntnis diesen Aufnäher auf meiner Jacke zu tragen. In den Schulen wurde dies allerdings nicht geduldet und so stand ich deswegen (damals 8.Klasse der POS 24 in Erfurt) vor der stellvertretenden Schulleiterin.
Der 29 Jahre alte Aufnäher aus Schultagen
Der 29 Jahre alte Aufnäher aus Schultagen
Diese forderte mich auf den Aufnäher sofort zu entfernen. Der einzige damals verhandelbare Kompromiss war, dass ich die Jacke auf dem Schulgelände nicht mehr anzog. Den Aufnäher habe ich heute 29 Jahre später immer noch. Auch viele Jahre nach der Wende trug ich ihn noch in einer Folie in meinem Terminplaner mit mir und bei meiner ersten Reise nach Amerika war ich damit auch an der Skulptur vor der UNO. Dass heute an die Friedensdekade erinnert wird, finde ich sehr gut. Viele Impulse gingen von der evangelischen Kirche aus, auch bereits zehn Jahre vor der Wende.

Es geht wieder los – Hellau beim KCA

KCA (3)
Der erste Orden der Session und Live-Ticker zum Volleyball
Am 11.11. wurden die Rathäuser gestürmt in Erfurt ebenso wie in Alach und Marbach. Auch in der neuen Karnevalssession werde ich wieder insbesondere bei den beiden Vereinen, beim KCA und MKC,  in denen ich Mitglied bin häufig zu Gast sein. Gestern Abend startete der KCA in der Schenke in Alach seine 22. Session. Gemeinsam mit unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann erhielt ich den ersten Orden der neuen Session.   Das Programm in Alach war wieder geprägt von den zahlreichen Tanzgruppen aller Altersklassen. Bei den Thüringer Meisterschaften (der KCA nahm an allen 17 Meisterschaften teil!) erreichten die Mädchen wieder beachtliche Platzierungen und schafften auch den Sprung auf Siegertreppchen. Zu Recht – Glückwunsch! Mich begeistert natürlich immer wieder das Showballett der Garde. Gestern traten sie noch einmal mit Amadeus auf. Ich freu mich schon auf das neue Programm. Präsident Ronny Junghanß und sein Elferrat haben auch für die nun 22. Session die Vorbereitungen abgeschlossen. Es kann also losgehen…
KCA (12)
Showtanz beim KCA
  Wie an jedem Samstag habe ich aber auch das Spiel meiner Volleyballdamen verfolgt. Diesmal ging es leider nur virtuell am Live-Ticker über das Internet. Auch im achten Bundesligaspiel der Saison holten sie gestern einen Sieg. 3:0 gegen Biberach lautetet das Ergebnis der makellosen Bilanz. Verfolger Grimma schaffte gerade noch ein 2:3 bei Dresden. Heute geht es bereits im Pokal in Augsburg weiter. Der Internetzugang über das Handy lässt mich dabei sein.

Schlagkräftiges Team

Wahl OV Petersberg (1)
Ortsvorstand "Am Petersberg"
Am heutigen Abend hat der CDU-Ortsverband “Am Petersberg” turnusgemäß in der Gaststätte “Andreasturm” einen neuen Vorstand gewählt. Dem größten Erfurter Ortsverband gehören mit 192 Mitgliedern rund ein Viertel der Erfurter CDU-Mitglieder, unter andrem auch die Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann und der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rathaus Thomas Pfistner, an. In den zurückliegenden Jahren hat der Verband kontinuierlich mindestens eine öffenliche Veranstaltung organisiert. Viele Minisiter und auch Alt-Minisiterpräsident Bernhard Vogel und Dieter Althaus waren zu Gast. Auch die heutige Minsiterpräsidentin Christine Lieberknecht war Gesprächspartnerin des Ortsverbandes.   Nach elf Jahren als Ortsverbandsvorsitzender wurde ich einstimmig erneut wieder gewählt und werden mit meinem neuen Vorstand den Verband die nächsten beiden Jahre weiter führen. Als meine Stellvertreterin wurde erneut Ute Karger gewählt. Peter Forelle, der Vorsitzende der Jungen Union Erfurt, wurde ebenfalls als stellvertretender Vorsitzender gewählt.  
Wahl OV Petersberg (24)
Michael Panse und CDU-Kreisvorsitzende Finanzministerin Marion Walsmann
Der Vorstand wird kompletiert von Magda Barczyk, Jana Hofmann, Helmut Panser, Sabine Volquardsen, Peter Busch und Andy Kaiser. Ich freue mich auf die Arbeit mit diesem schlagkräftigen Team. Aus den Wahlkämpfen der letzten Monate sind wir bereits kampferprobt. In genau vier Wochen werden wir als größter Ortsverband nicht nur für unsere Kandidaten beim CDU-Kreisparteitag eintreten sondern auch auf die Weiterentwicklung der Struktur unserer Partei drängen. Wir sind die größte politische Kraft in Erfurt und arbeiten dafür, dass dies auch so bleibt!

Der Tag an dem die Mauer fiel – und die Tage danach…

Seminar der LzPB im Ursulinenkloster
Seminar der LzPB im Ursulinenkloster
Bei einem dreitägigen Seminar der Landeszentrale für politische Bildung war ich heute Gesprächspartner zum Thema, welche Perspektiven sich für die politische Zukunft aus den Erfahrungen der letzten 20 Jahre ergeben. Lehrer aus Ost- und Westdeutschland trafen sich im Bildungshaus St. Ursula in Erfurt um mit Zeitzeugen über den Fall der Mauer und die Folgen der deutschen Teilung zu diskutieren. Für mich war dies auch eine Gelegenheit, um die Zeit um den 9. November 1989 persönlich zu reflektieren.   Nahezu jeder Ostdeutsche kann sich daran erinnern, was er in dieser Nacht gemacht hat. Auch an die beiden Folgetage kann ich mich bis heute sehr gut erinnern. Am Freitag, dem 10. November 1989, dem Tag an dem in der Bernauer Straße in Berlin schon mit dem Abriß der Mauer begonnen wurde, diskutierten wir unter den Arbeitskollegen bei “Autolicht Flügel” in der Weimarischen Straße was die nächsten Tage bringen werden. Unser Chef Eberhardt Flügel äußerte Verständnis, wenn am Montag einer der Kollegen “fehlen würde, aber bitte nicht alle”. Meine damalige Frau Sabine kümmerte sich zu der Zeit schon beim nächstgelegenen Polizeirevier um die begehrten Visa-Stempel im Personalausweis. Sie hatte Glück, da sie im siebten Monat schwanger war, musste sie nicht stundenlang darauf warten. Am Nachmittag bestiegen wir unsere Trabi 601, um zu Freunden nach Wilkau-Haßlau zu fahren. Für den lange geplanten Trip nahm ich aber sicherheitshalber zwei Reservekanister mit Benzin mit… Den ganzen Abend haben wir dann bei der Wochenendplanung rumgestammelt – vorgesehen war eigentlich eine Tour ins Erzgebirge. Nach dem zweiten oder dritten Gin-Tonic (oder war es Grüne Wiese?) reifte der Entschluß, doch lieber in den Westen zu fahren und am ersten Reisewochenende dabei zu sein. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag reihten wir uns brav auf der Autobahn ein in die Schlange gen Westen.   Offensichtlich trafen wir diese Entscheidung gemeinsam mit der halben Republik. Am Abend des 11. November erklärte jedenfalls das Innenministerium der DDR, dass bereits “über 4,298 Millionen Visa für Privatreisen in die BRD und andere Länder” ausgestellt wurden. Genau so voll waren auch die Straßen in Bamberg, wo wir zuerst landeten. Dank der Kanister im Kofferraum “flüchteten” wir aber gleich weiter bis Nürnberg, um dann auf der Rückreise in dem legendären 40 km Stau zu stehen. Dieses Wochenende werde ich meinen Söhnen immer anschaulich beschrieben können und mit meinem Freund, der heute in Rostock lebt, wird diese Geschichte bei jedem Treffen neu erzählt.   Den Lehrern beim heutigen Seminar lag aber auch am Herzen, dass sie ihren Schülern mehr über das DDR-System und die Wende erzählen können. Das gestrige Zitat von Prof. Tiefensee “Dankbarkeit statt Nostalgie” bei der Martinsfeier wurde von ihnen mit Zustimmung aufgenommen. Auch wenn noch nicht alles erreicht ist, was wir im Wendeherbst erträumt haben, auch wenn nicht alles Wirklichkeit wird – wir haben ein gutes und großes Stück des Weges gemeinsam zurückgelegt!

Martini 2009 auf dem Erfurter Domplatz

Martini 2009 (5)
Der Dom als Kulisse der Martinsfeier
Auch in diesem Jahr zog es zu Martini wieder tausende Erfurter Kinder mit ihren Lampions auf den Domplatz. Gemeinsam mit ihren Eltern feierten sie die ökumenische Martinsfeier. Diese erinnert an den Reformator Martin Luther, der auch in Erfurt wirkte, und den katholischen Bischof Martin von Tours. Er teilte als Soldat mit dem Schwert seinen Mantel mit einem Bettler am Stadttor von Amiens und wurde später Bischof.   In Erfurt wird der ökomenische Gottesdienst auf dem Domplatz in jedem Jahr am Vorabend des Martinstages, dem 11.11. gefeiert. Traditionell gibt es dazu Martinshörnchen für die Kinder und wenn es so kühl wie gestern Abend ist auch Glühwein für die Eltern. Prof. Eberhard Tiefensee hielt gestern die Predigt und erinnerte auch an die Martinsfeier vor genau 20 Jahren, im Wendeherbst 1989. “Statt Nostalgie sollte Dankbarkeit empfunden werden” sagte er.  Eines der Lieder, welches auf dem Domplatz gesungen wurde, hat mich an unsere Israel-Reise erinnert. “Vertraut den neuen Wegen” haben wir auch am ersten Tag unserer Fahrt in der Himmelfahrtskirche in Jerusalem gesungen.

Gedenken an die Opfer der Pogromnacht

9 November
Gedenken auf dem jüdischen Friedhof
Kein Tag steht so sehr wie der 9. November für die Widersprüchlichkeit der deutschen Geschichte. Neben dem Fall der Berliner Mauer, der heute überall gefeiert wurde, ist dieser Tag mit seinem Gedenken an die Pogromnacht von 1938 und an deren Opfer sowie den folgenden Holocaust fortwährende Mahnung. Wie in den vergangenen Jahren auch war ich deshalb am Vormittag beim Gedenken auf dem jüdischen Friedhof dabei. Schüler des Erfurter Ratsgymnasiums erinnerten auch an die Verantwortung gegenüber künftigen Generationen.  
9 November (14)
Wiedersehen mit Marianne Spier-Donati an der Denknadel
Dieser Verantwortung will der Arbeitskreis “Erfurter Gedenken” auch mit seiner Aktion und dem Aufstellen der ersten vier Denknadeln gerecht werden. Diese Denknadeln sollen künftig im Erfurter Stadtbild an verfolgte und ermordete jüdische Mitbürger erinnern. Die erste der Nadeln erinnert an die Eheleute Hilde und Carl Ludwig Spier in der Straße des Friedens 1. Sie bewohnten dieses Haus bis zu ihrer Verteibung mit ihrer Tochter Marianne Spier, die 1930 in Erfurt geboren wurde. Nach fünf jahren flüchtete die Familie nach dem In-Kraft-Treten der Rassengesetze. 60 Jahre später kehrte Marianne Spier-Donati auf Einladung des damaligen OB Manfred Ruge erstmals in ihre Geburtsstadt zurück. Marianne  Spier-Donati war heute gemeinsam mit ihrer Jugendfreundin Olga Tarcali wieder in Erfurt. Olga Tarcali hat ihrer Lebensgeschichte in einem bewegenden Buch “Rückkehr nach Erfurt” aufgeschrieben. Ich habe mich über das Wiedersehen mit beiden Frauen sehr gefreut. Bereits vor einigen Jahren konnte ich im Rahmen des Denktag-Projektes der Konrad-Adenauer-Stiftung mit ihnen gemeinsam das Buch bei einer Buchlesung bei Peterknecht vorstellen. Weitere Denknadeln werden in Erfurt folgen. Für eine der Nadeln haben die Stadträte aller Stadtratsfraktionen Geld gegeben. Ein gutes, ein hoffnungsvolles Zeichen!  
9 November (15)
Wer die Rose ehrt...
Dieses Signal fand auch Würdigung bei der Abendveranstaltung im Erfurter Rathaus. Dort trugen sich 15 Erfurterinnen und Erfurterin das Goldene Buch der Stadt ein.  Das Rahmenprogramm mit einer Festrede von Probst Falke reflektierte die Zeit der Wende und der ersten Demonstrationen in Erfurt. Das Lied von Renft “Wer die Rose ehrt, der ehrt heutzutage auch den Menschen” passte wunderbar dazu. Ein Tag der viel Anlass zum Nachdenken gibt!

Hart erkämpfter Sieg des SWE Volley-Teams

So sehen Sieger aus
So sehen Sieger aus
Die Papierform war eindeutig: Der bisher noch ungeschlagene Tabellenführer, das SWE Volley-Team, gegen den Tabellenletzten Dresdner SSV, der erst einen Sieg zu verbuchen hat. Unser Trainer Heiko Herzberg hatte aber vor dem Spiel zu Recht vor den Damen aus Dresden gewarnt. In der letzten Saison lieferten sie uns zwei packende Spiele.  
Belohnung für die Sieger-Damen
Belohnung für die Sieger-Damen
Auch heute war das in der Halle am Sportgymnasium nicht anders. Der erste Satz ging noch deutlich an unsere Mädels, aber im zweiten Satz liefen sie von Anbeginn einem Acht-Punkte- Rückstand hinterher und verloren den Satz deutlich. Im dritten und vierten Satz kämpften die Erfurterinnen wieder wie gewohnt. Zusätzlich beflügelt vom Ergebnis aus Grimma – unsere direkten Verfolger verloren gegen Vilsbiburg II mit 1:3 – sollte die Tabellenführung ausgebaut werden. Mit den Erfurter Fans im Rücken gelang dies schließlich und als Belohnung gab es nach dem Spiel für die Mannschaft Plätzchen in Form der Dresdner Frauenkirche, gebacken von der Mama von Fritzi Halwas.   Unsere Regionalligamannschaft SWE Volley-Team II übernahm heute ebenfalls die Tabellenführung mit einem Sieg beim bisherigen Spitzenreiter SV Lok Engelsdorf. Also viele Gründe zur Freude für mich als Vereinspräsident. Glückwunsch an alle SWE-Damen! Weiter so!
Das freut den Vereinspräsidenten
Volleyball erfreut den Vereinspräsidenten
Ansonsten war der Sportsamstag aber sehr durchwachsen. RWE verliert in Dortmund 1:0, Jena verliert zu Hause gegen Dresden das Derby mit 0:4 und Suhl verliert zu Hause in der 1. Volleyballbundesliga gegen Stuttgart mit 1:3. Da bin ich ja schon froh, dass ich bei meiner persönlichen Sporteinheit heute im Sportpark am Johannesplatz nur mit meinem eigenen inneren Schweinehund kämpfen musste – aber den habe ich besiegt und was für die eigene Fitness getan!