Senioren als Beispiel und Teil der Gesellschaft

Im Gespräch mit Reinhard Müller vom Paritätischen
Bei der heutigen Fachtagung, zu der ich als Generationenbeauftragter gemeinsam mit dem Paritätischen Thüringen eingeladen habe, ging es um das aktive Altern in der Kommune und welche Bedarfe und Gestaltungsmöglichkeiten dafür wichtig sind. Sehr schnell war jedoch unter allen Referenten und Teilnehmern Einigkeit darüber, dass unsere heute so rüstigen Senioren gleichzeitig auch Spiegelbild der Gesellschaft sind. Die gleichen Lösungs- und Beteiligungsmöglichkeiten erwarten alle anderen Generationen, nicht zuletzt weil sie irgendwann naturgemäß auch zur Altersgruppe der Senioren gehören werden. Reinhard Müller der Landesgeschäftsführer des Paritätischen eröffnete die Tagung und wies auf den Zusammenhang zwischen der drohenden Altersarmut und der zurückgehenden Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hin. Werner Göpfert-Divivier, Geschäftsführer des iSPO Institut für Sozialforschung, gehört selbst zur Genration der Babyboomer und als Vertreter der geburtenstärksten Jahrgänge zwischen 1946 bis 1964, begann er seinen Vortrag mit dem Satz: “Ich bin nicht mehr junge genug, um immer höflich zu sein. Ich bin mit dem Alter zunehmend ehrlich und direkt.”. Er gehört noch zu einer Generation, die im Rentenalter gut dastehen und die in der Werbung zunehmend stärker werdende Zielgruppe sind. Aber auch er verwies auf die drohende Altersarmut und sieht vor allem die Hinzuverdienstmöglichkeiten ohne Anrechnung auf die Rente als ein Rezept dagegen. Die kann ausdrücklich auch eine vergütungsähnliche Leistung für verbindliches Ehrenamt sein. Darauf ging Dr. Peter Zeman, Senior Advisor beim Deutschen Zentrum für Altersfragen, ein. In Deutschland gibt es derzeit 600.000 eingetragene Vereine, die alle engagierte Ehrenamtliche suchen. Zwischen 1985 bis heute ist die Engagementsbeteiligung von ca. 26 Prozent auf 35 Prozent gestiegen, quer durch alle Altersgruppen. Gut, dass heute der Bund beispielsweise eine Heraufsetzung der steuerlich zu berücksichtigenden Übungsleiterpauschale und der Ehrenamtspauschale beschlossen hat. Ein wichtiges Signal – wichtig ist aber auch, dass die Kommunen Flagge zeigen. Anerkennungskultur und Unterstützung der ehrenamtlichen Strukturen ist wichtig. Bei der abschließenden Diskussionsrunde am Nachmittag stand die Forderung nach Fort- und Weiterbildung im Mittelpunkt. Für mich bleibt aber das wichtigstes Anliegen immer wieder aufzuzeigen, dass Engagement Spaß macht und für den Ehrenamtlichen Erfüllung bedeutet. Dies ist ansteckend!  Bilder der Tagung LeseTipp: SenLine die Online-Zeitung für Generationen aus der Schweiz

Der gelungene Herbstauftakt

Es muss wohl am Wetter liegen. Der Sommer ist vorbei, der Herbst legt richtig los und in Bad Salzungen gab es schon Frost. Da ist die Umstellung von 25 Grad in Kroatien auf herbstliche Temperaturen nicht so leicht. Wunderschön sieht allerdings der Thüringer Wald in diesen Tagen aus und da ich in den letzten drei Tagen drei Mal auf größerer Tour durch den Thüringer Wald war konnte ich dies genießen. Gestern hatte das Mehrgenerationenhaus Bad Salzungen zum Fest der Generationen bzw. Herbstfest eingeladen und verband das Ganze mit einem Tag der offenen Tür. Viele Partner waren dabei, der Patenkindergarten aus Immelborn ebenso, wie das Theater “Grenzenlos” der AWO. Vor allem waren aber viele engagierte Senioren dabei und darunter auch etliche die zum ersten Mal in das Mehrgenerationenhaus gekommen waren. So findet erfolgreich Öffentlichkeitsarbeit statt und es werden neue Besucher gewonnen! Frau Walz, als Geschäftsführerin des Trägers, hatte mich vor Wochen angesprochen, ob ich als Generationenbeauftragter die Veranstaltung unterstützen könne. Gerne habe ich das getan und gestern auch ein Grußwort gehalten. Das MGH Bad Salzungen ist auf einem guten Weg. Die Aufgabenfelder des MGH II Folgeprogramms werden umgesetzt. Es gibt eine starke kommunalpolitische Lobby und die Angebote werden angenommen. Neben Wirtschaftsvertretern waren gestern auch zwei Landtagsabgeordnete zu Gast, auch darin drückt sich die hohe Wertschätzung für das Mehrgenerationenhaus Bad Salzungen aus. Und dafür fahre ich auch ausgesprochen gerne durch den Thüringer Wald und webe mit am Teppich der Generationen. Bilder vom Generationentag  

Woche der Generationen in Ilmenau

Ute Oberhoffner und ihr Team
Bis zum kommenden Sonntag findet in Ilmenau die Woche der Generationen statt. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin des `Vereins für Sport- und erlebnisorientierte integrative Sozialarbeit e.V. Ute Oberhoffner konnte ich gestern die Woche eröffnen und habe dazu einen Vortrag zum Thema Demographie in Thüringen gehalten. Im Vergleich der Regionen und Städte Thüringens kommt Ilmenau als Universitätsstadt noch gut weg. Die Einwohnerzahl hält sich relativ stabil und es sind auch viele junge Leute in der Stadt. In Zukunft wird es darauf ankommen sie zu halten. Am Konzept der Woche der Genarationen finde ich es gut, dass alle Altersgenerationen selbst aktiv zu Wort kommen und eine große Bandbreite an Mitmachmöglichkeite geboten wird. Sport und Tanz, Diskussionsveranstaltungen, Malwettbewerbe, einen Seniorentag am Sonntag und am Freit der Zug der Generationen. Dabie geht es vom Bahnhof Ilmenau mehrmals täglich mit Sonderzügen zum Bahnhof Rennsteig, sicher ein großer Spaß für die Kinder. Neben der Eröffnungsveranstaltung im Technologie- und Gründerzentrum, haben wir gestern auch noch in einer Podiumsdiskussion ganz praktische Anregungen besprochen. Olympiasieger Hartwig Gauder, der selbst aus Ilmenau stammt, war für einen gesunden Lebenswandel und ich habe dies ausdrücklich bekräftigt. Im Durchschnitt werden die Menschen heute sechs Jahre älter, als vor 20 Jahren. Die hinzugewonnenen Jahre aktiv (körperlich und geistig) auszufüllen ist das beste Rezept. Viele der gestern vorgestellten Angebote beugen zudem der drohenden Alterseinsamkeit vor. Daher wünsche ich der Woche der Generationen in Ilmenau viele interessierte Besucher und viel Erfolg! Bilder von der Eröffnung  

Weltkindertag am 20. September 2012

Generationenbeauftragter Michael Panse: „Kinder und ihre Zukunft müssen in den Fokus der Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft gerückt werden.“ Das Motto des Weltkindertages lautet in diesem Jahr „ Kinder brauchen Zeit!“. Mit dem diesjährigen Weltkindertag soll das Recht der Kinder auf Spiel und Freizeit, auf elterliche Fürsorge und auf Beteiligung ins Bewusstsein gerückt werden. Der Generationenbeauftragte des Freistaats Thüringen, Michael Panse, wird am Weltkindertag das Mehrgenerationenhaus in Weimar-Schöndorf, Carl-Gärtig-Straße 25a, besuchen. Dort ist der Tag, beginnend um 9 Uhr, unter das Motto „Weltkindertag – wenn Kinder auf Achse gehen…” gestellt. Gemeinsam mit der benachbarten Grundschule sowie den Kindern des gesamten Stadtteils wird man sich dort den ganzen Tag Zeit nehmen, um auf „Reisen“ zu gehen. An verschiedenen Stationen werden die Kinder viel Wissenswertes aus der Lebenswelt von Kindern aus verschiedenen Ländern erfahren. Von kulturellen Beträgen über kreative Tätigkeiten, sportliche Betätigung bis hin zu kulinarischen Kostproben wird die Palette der Angebote reichen. Ziel ist es, den Kindern fremde Lebenswelten näher zu bringen, ihnen Wissenswertes zu vermitteln und eine virtuelle Gemeinschaft für diesen einen Tag entstehen zu lassen. Im Vordergrund stehen dabei die Freude am eigenen Tun, das Gewinnen neuer Erfahrungen sowie die Erweiterung des Wissenshorizontes. Michael Panse: „Angesichts von Globalisierung und demografischer Entwicklung ist es enorm wichtig, Zeichen zu setzen. Kinder und ihre Zukunft müssen in den Fokus der Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft gerückt werden. Und dies das ganze Jahr, nicht nur zum Weltkindertag, aber an diesem Tag natürlich in besonderem Maße. Das Ja zu Kindern, das Ja zu Familien mit Kindern muss gestärkt werden. Auch durch Lohn- und Steuersysteme, die Alleinerziehende und Familien mit Kindern stärken und nicht schwächen.“

Senioren aktiv im Alter

“Man kann sich den ganzen Tag über etwas ärgern – man muss es aber nicht.” Mit diesem Satz versuchte Dr. Wilhelm Ambold die rund 50 Teilnehmer der gestrigen Fachtagung auf eine positive Grundeinstellung einzustimmen. Es gelang ihm, intensiv wurde den ganzen Tag darüber diskutiert, warum sich Menschen engagieren. Gemeinsam mit dem Schutzbund der Senioren und Vorruheständler Thüringen e.V. habe ich die Tagung im Rahmen des “Jahres des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen” organisiert. Sozialministerin Heike Taubert ging in ihrer Rede auf die Seniorenpolitik in Thüringen ein und erläuterte das Seniorenpolitische Konzept der Landesregierung. Dr. Ambold referierte anschließend über das wunderschöne Thema “Die positiven Wirkungen ehrenamtlicher Arbeit und Pflege sozialer Kontakte der Generationen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit”. Der eingangs formulierte Satz wirkt auf die Stimmung des Einzelnen. Sein Gesichtsausdruck wiederum wirkt auf andere. Spiegelzellen im Gehirn sorgen dafür, dass sich mieße Stimmung ebenso wie Freude überträgt. Olympiasieger Hartwig Gauder ging dann in seinem Vortrag auf die Gesundheitsprävention im Alltag ein. Sport hält nicht nur fit – geistige und körperliche Beweglichkeit ist nicht nur die Voraussetzung für Lebensqualität, nach Hartwig Gauders Auffassung ist beides das Geheimnis eines hohen Alters.   In Thüringen engagieren sich rund 700.000 Menschen ehrenamtlich und unter ihnen sind viele Senioren. Beide Referenten wiesen darauf hin, dass ein Lob und Dank Menschen unwahrscheinlich motiviert. Lob und Dank gab es daher im Anschluss für verdiente ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Schutzbundes. Dr. Düssel von der Thüringer Ehrenamtsstiftung nahm die Auszeichnung vor. Am Nachmittag ging es in drei Foren an die inhaltliche Arbeit. Die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser, das Leselernprojekt MENTOR und Kultur-Ehrenamt auf dem Lande waren die drei Themen. Der Tag mit den Vertretern des Schutzbundes hat viel Spaß gemacht und Optimismus geweckt. Wir haben engagierte Seniorinnen und Senioren! Bilder vom Kongress  

Europäische Wettbewerbe zum “Europäischen Jahr 2012 für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen”

Generationenbeauftragter Michael Panse ruft zu Thüringer Beteiligung auf Die Europäische Kommission verleiht im Rahmen des “Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen” fünf Preise, um Organisationen und Einzelpersonen zu ehren, die durch ihre Tätigkeit das aktive Altern fördern. Der Generationenbeauftragte Michael Panse hat dazu aufgerufen, sich an diesen Wettbewerben zu beteiligen. Michael Panse sagte: “Ich rufe Thüringerinnen und Thüringer zur aktiven Teilnahme an den Wettbewerben auf. Ich weiß, dass es in Thüringen beachtliche Beiträge zu diesen Themen gibt, die eine europaweite Anerkennung verdienen.” Die Europäische Kommission schreibt folgende Wettbewerbe aus: “Arbeitsplätze für jedes Alter”: Diese Preise würdigen die besten Initiativen von Arbeitgebern, Gewerkschaften und gemeinnützigen Organisationen zur Förderung besserer Arbeitsbedingungen für ältere Arbeitnehmer. “Für altersgerechte Umgebungen”: Diese Preise anerkennen herausragende Initiativen regionaler oder lokaler Behörden zur Schaffung eines integrativen und zugänglichen lokalen Umfelds, das das aktive Altern erleichtert und sich positiv auf die Gesundheit und die Lebensqualität aller Generationen auswirkt. “Social Entrepreneurs”: Diese Preise honorieren die erfolgreichsten Initiativen von Social Entrepreneurs zur Förderung des aktiven Alterns und die Solidarität zwischen den Generationen. “Berichterstattung über das Altern und die Beziehungen zwischen den Generationen”: In dieser Kategorie werden Journalisten ausgezeichnet, die mit ihrer Arbeit einen bedeutsamen Beitrag zu einem besseren Verständnis der Herausforderungen einer alternden Gesellschaft und möglicher Lösungsansätze geleistet und damit die öffentliche Debatte und eine bessere Politikgestaltung gefördert haben. “Der Lebensgeschichten-Wettbewerb”: Diese Preise ehren die Lebensgeschichten älterer Menschen. Mitglieder der jüngeren Generation sind eingeladen, die Geschichte einer älteren Person (eines Familienmitglieds, eines Nachbarn, eines Freundes usw.) zu erzählen, um den nennenswerten Beitrag zu präsentieren, den der “aktive Alternde” für die Familie, die Gesellschaft oder bei der Arbeit leistet. Nähere Informationen zu den Preisen und die Teilnahmemodalitäten sind unter http://europa.eu/ey2012/ zu finden. Der Wettbewerb läuft bis zum 1. September 2012. Die Finalisten in jeder Kategorie werden im November zur feierlichen Verleihung der EJ2012-Preise für Aktives Altern nach Brüssel eingeladen.

Bundesfreiwilligendienst ist in einem Jahr zur Erfolgsgeschichte geworden

Generationenbeauftragter Michael Panse: „In Thüringen engagieren sich besonders viele Ältere im Bundesfreiwilligendienst – ältester Bundesfreiwilliger ist 78 Jahre alt“ Am 1. Juli 2012 jährt sich zum ersten Mal die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes. Von zunächst rund 100 ist die Zahl der Bundesfreiwilligen in Thüringen auf derzeit rund 2.250 angestiegen. Damit hat Thüringen zusammen mit Sachsen die höchste Zahl von Bundesfreiwilligen bezogen auf die Bevölkerung. Die Anzahl der abgeschlossenen Dienstvereinbarungen, die bis in das nächste Jahr hineinreichen, liegt bereits über 2.800. Die Nachfrage nach dem Bundesfreiwilligendienst übersteigt deutlich das Angebot der vorhandenen Plätze, der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist somit entgegen den Kritiken bei Beginn zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Michael Panse: „Für den raschen Erfolg des Bundesfreiwilligendienstes in Thüringen danke ich zuerst den Bundesfreiwilligen selbst, aber auch den Einsatzstellen, den Trägern, den Sitzendverbänden, den Regionalbetreuern, den beteiligten Partnern bei Kommunen und Arbeitsagenturen, dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BaFzA) sowie dem zuständigen Bundesministerium. In Thüringen ist der Anteil der über 27jährigen mit 79 Prozent höher als in allen anderen Bundesländern. Die größte Gruppe ist in Thüringen die Gruppe der 51 – 65 Jährigen mit 862 Bundesfreiwilligen. Hinzu kommen 97, die älter als 65 Jahre sind. Der derzeit älteste Freiwillige in Thüringen wohnt in Nordhausen und ist gerade 78 Jahre alt geworden. Dem Wunsch Älterer sich freiwillig engagieren zu können, dient die von den Bundesländern Mitte des Monats beschlossene Initiative den Freiwilligendienst aller Generationen (FDaG) gesetzlich zu verankern. Der FDaG kommt mit einer Mindestanzahl von acht Wochenstunden – statt der zwanzig des BFDs – der von Älteren gewünschten zeitlichen Flexibilität deutlich entgegen. Diese Dienste stellen zusammen mit den Jugendfreiwilligendiensten eine gute Ergänzung zu den rund 700.000 ehrenamtlich Engagierten in Thüringen dar. Unser Land lebt vom freiwilligen und ehrenamtlichen Engagement der Vielen, denen der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft am Herzen liegt.“

Generationenprojekt mit 90jähriger Tradition

Augusta-Viktoria-Stift (24)Mehrgenerationenprojekte sind derzeit angesagt. Mehrgenerationenhäuser, Mehrgenerationenwohnen und gemeinsame Projekte gibt es an vielen Orten auch in Thüringen. Eines der ältesten Projekte gibt es in Erfurt schon seit über 90 Jahren. Das Augusta-Viktoria-Stift wurde nach elfmonatiger Umbauzeit gestern wieder feierlich eröffnet. Seit 148 lang ist die Stiftungsgeschichte und seit 1891 gibt es den Pflegeheimbau am Hospitalplatz. 1920 kam eine Kinderbetreuung hinzu und seitdem gibt es das Leben von Senioren und Kindern unter einem Dach. Der in die Jahre gekommene Bau wurde modernisiert, ein barrierefreier Haupteingang und ein Fahrstuhl neu geschaffen. Wintergarten, neu gestaltete 30 Einzel- und 5 Doppelzimmer, Balkone und die Wohnküchen bieten nun den 40 Seniorinnen und und Senioren bessere Bedingungen. Insgesamt 1,8 Millionen Euro wurden investiert, unter anderem auch mit Hilfe der ARD-Fernsehlotterie.
Augusta-Viktoria-Stift (25)
Mit der Kita-Leiterin Monika Köntopp und Pfarrer Andreas Lindner
Im Rahmen des Sommerfestes wurde gestern die Neueinweihung gefeiert. Marion Walsmann, Ministerin der Staatskanzlei, eröffnete das Haus und verwies dabei auf den generationenübergreifenden Ansatz. 200 Kinder werden in der Kita im gleichen Haus bzw. im benachbarten Gebäude betreut und das miteinander tut Alt und Jung ausgesprochen gut. In einem Gespräch mit dem Geschäftsführer des Pflegestifts Thomas Dewor und der Leiterin der Kita habe ich von ihren guten Erfahrungen gehört und wir werden sicher künftig gemeinsame Projektideen angehen. Den Bewohnern wünsche ich im modernisierten Haus alles Gute und Gottes Segen. Bilder vom Sommerfest

Demenztagung 2012

Fachtagung (1)Vor über einem halben Jahr habe ich mit Prof. Michael Opielka von der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena über das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen diskutiert und wir haben dabei das Konzept einer Demenzfachtagung 2012 besprochen. Gestern fand diese Tagung statt – und sie war überaus erfolgreich. Gefördert wurde die Tagung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und in meiner Funktion als Beuaftragter für das Zusammenleben der Generationen habe ich die Demenztagung unterstützt. Die Referentenliste war gestern ähnlich beeindruckend lang wie die Anzahl der mit Vorbereitung und Durchführung betrauten Studenten. Über 300 Teilnehmer verfolgten die Tagung, darunter viele Fachexperten aus Thüringen und sehr viele Studenten der FH. Fachtagung (16)MinDir Dieter Hackler vom BMFSFJ betonte in seinem Grußwort den Nationalen Aktionsplan Demenz und dessen Kernanliegen, die Würde und Achtung des Erkrankten zu bewahren – dies gilt um so mehr in der abhängigen Lebensphase am Ende des Lebensweges. Jede 2. Frau und jeder 3. Mann sei im Laufe seines Lebens davon bedroht an Demenz zu erkranken (Barmer Gesundheitsreport). Der Bund will eine Allianz für Demenz mit regionalen Netzwerken. Prof. Dr. Wilfried Schnepp von der Universität Witten-Herdecke konstatierte einen bereits bestehenden Pflegenotstand und beklagte, dass es bei Hausärzten kein geriatrisches Assesment gäbe. Besondere Probleme sieht er bei der Betreuung von Demenzkranken in Kraknenhäusern. Frau Verena Rothe von der Aktion Demenz e.V. sagte zur “Epedemie an Demenzkranken”, dass dies möglicherweise eine normale Form des Alterns sei und sie warb für die Plattform www.demenzfreundliche-kommunen.de Fachtagung (67)Dieter Schnellbach vom TMSFG wies darauf hin, dass von den derzeit 1,2 bis 1,3 Millionen bundesweit erkrankten Demenzkranken rund 37.000 in Thüringen leben. Diese Zahl wird deutlich steigen, bei den über 90Jährigen liegt die Demenzquote bei 35 Prozent. Ausgesprochen erfolgreich war die Arebit in den 14 (Semi)Open-Space-Workshops. Dort wurden zahlreiche Forderungen an das anschließende Politische Podium mit unserer Sozialministerin Heike Taubert, Dieter Hackler vom BMFSFJ, Ute Lieske (Bürgermeisterin und Dezernentin Soziales Eisenach), Prof. Michael Opielka und mir als Generationenbeauftragten formuliert. Zu den Forderungen und zur Tagung insgesamt wird es eine umfängliche Tagungsdokumentation geben, aber dies dauert noch eine Zeit. Mich hat besonders gefreut, dass sich so viele junge Menschen mit diesem Thema so intensiv auseinander gesetzt haben. Bilder der Tagung

1. Treffen der Großelterndienste

Großelterndienste (24)Aus ganz Deutschland sind heute 80 Vertreter der Großelterndienste nach Erfurt gereist, um am 1. Treffen der Großelterndienste teilzunehmen. Vor über einem Jahr war ich bereits beim ersten Netzwerktreffen der Thüringer Großelterndienste aktiv dabei und bereits damals entstand die Idee sich deutschlandweit zu vernetzen und von den Erfahrungen anderer Großelterndienste zu lernen. Die LEG Thüringen hat mit ihrem Projekt Kinderbetreuung 24 die Initiative ergriffen und zunächst bundesweit recherchiert, wo und welche Großelterndienste es gibt. In Thüringen sind es derzeit 18, deutschlandweit rund 250 und den ältesten und größten gibt es in Berlin seit 23 Jahren. In einer Broschüre haben wir die Ergebnisse des Thüringer Treffens vor einem Jahr zusammengestellt. Großelterndienste (5)Die Schirmherrschaft über die heutige Tagung hatte die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht übernommen und begrüßte die Teilnehmer im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei mit einem Grußwort. Sie verwies dabei auf ihre eigenen Erfahrungen als nunmehr zweifache Großmutter. Vom Bundesfamilienministerium war Abteilungsleiter Dieter Hackler nach Erfurt zu der Tagung gekommen. Bereits gestern konnte ich mit ihm gemeinsam das Mehrgenerationenhaus in Sonneberg besuchen. Er wies auf die Möglichkeiten des Bundesfreiwilligendienstes und die Andockmöglichkeiten für Großelterndienste an die Mehrgenerationenhäuser hin. Auf die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Engagements von Großeltern in Deutschland ging Loring Sitter vom Generali Zukunftsfond ein und Dr. Sigrun Fuchs von der LEG Thüringen stellte die Informations- und Serviceplattform Großelterndienste vor. Großelterndienste (17)Am Nachmittag ging es mit aktiven Workshoprunden weiter. Neben viele Informationen standen mehrere Wünsche im Raum. Fazit der Tagung: Die Großelterndienste wünschen sich Unterstützung bei den Themen Fortbildung und Qualifizierung, sie wollen ihren Bekanntheitsgrad vergrößern und die wollen sich weiter vernetzen. Ich werde sie gerne dabei unterstützen und zur Qualifizierung und Fortbildung Gespräche mit der Ehrenamtsstiftung und der Stiftung Familiensinn vermitteln. Eine Broschüre mit der Zusammenfassung der heutigen Tagung werden wir wieder gemeinsam erstellen. Bilder vom Treffen in der Staatskanzlei