Playoff-Halbfinale bei den Eisbären

Ausverkauftes Haus bei den Eisbären
Ausverkauftes Haus bei den Eisbären
Spannend war es buchstäblich bis zur letzten Sekunde. 23 Sekunden nach Start der Overtime versenkten die Eisbären den Puck im Tor der Nürnberger. Mit Ausnahme der Ice Tiger Fans jubelten die 14.200 Zuschauer in der ausverkauften Mercedes Benz Arena und endlich konnten wir mit ihnen jubeln. Als Osterüberraschung für unseren Sohn hatte ich die Tickets für das heutige Spiel schon bestellt, als noch offen war, gegen wen die Eisbären antreten mussten. Wir waren zwar schon bei etlichen Spielen der Eisbären in Berlin, aber leider haben sie bis jetzt immer verloren. Mit dem Sieg im 3. Spiel der Playoff-Halbfinalserie steht die Tür nun wieder offen. Am Mittwoch Abend folgt das vierte Spiel in Nürnberg und am Freitag wieder in Berlin. Momentan steht es 2:1 für die Eisbären – zwei Siege brauchen sie noch um ins Finale zu kommen. Wir drücken die Daumen, dass es nach 2013 nun endlich wieder einmal mit einem Titel klappt.
The Blue Suit Men
The Blue Suit Men
Getroffen haben wir in der Halle auch die legendäre Truppe der “Blue Suit Men” – den sympathischen Nervensägen. Sie sorgen mit ihrem Trash-Talk an der Strafbank seit Jahren für Stimmung und sind Kult bei den Eisbären. Die Auseinandersetzung mit gegnerischen Spielern suche ich in Erfurt bei unseren Black Dragons auch ganz gerne, da wir ja meist über der Gästebank stehen. Nur an der Kleiderordnung müssten wir noch arbeiten. Auch bei diesem Spiel hatten die Jungs in den blauen Anzügen wieder gut zu tun, aber auch Zeit, für ein gemeinsames Foto in der Pause 😉 Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch bei den Eisbären – auch wenn es sicherlich erst in der neuen Saison im Herbst wieder klappt. Bis dahin werden wir medial bei den weiteren Playoff-Spielen dabei sein. Bilder von den Eisbären

Ostern 2018

Die Taufkerze von Marie Charlotte
Die Taufkerze von Marie Charlotte
Ostersonntag 2018 – unsere Marie Charlotte wurde heute in unserer Thomaskirche getauft! Was gibt es schöneres, als am Tag der Auferstehung des Herrn die Taufe eines Kindes zu feiern. Alle meine Söhne wurden in der Erfurter Thomaskirche getauft und so bin ich besonders dankbar, dass auch meine Enkeltochter hier getauft wurde. Im Taufwasser war auch Wasser aus dem Jordan. Im Februar 2017 war Marie noch nicht geboren, aber wir haben uns schon auf sie gefreut. Deshalb habe ich bei meiner letzten Israel-Reise Wasser aus dem Jordan für die Taufe von Marie mitgebracht. Meiner Enkeltochter und den glücklichen Eltern Sarah und Maximilian wünsche ich alles Liebe und Gottes Segen! Beim heutigen Gottesdienst habe ich auch daran gedacht, dass ich zu Ostern 2017 mit meinen Söhnen in San Francisco an einem zweisprachigen Gottesdienst gefeiert habe. Ich hoffe, dass sich im nächsten Jahr ein zweiter großer Traum erfüllt und ich mit meinen Söhnen zu Ostern im Heiligen Land sein werde.

Frohes Ostern

C-A_Hein
Karlsbrücke Prag
Sehr geehrte Erfurterinnen und Erfurter, liebe Freunde und Mitstreiter, nicht jeder Stein muss aus dem Weg geräumt werden, sondern wir dürfen noch mit dem nicht-zu-Erwartendem rechnen, eben dass der Stein ungeahnter Weise bereits weggewälzt wurde und sprichwörtlich ins Rollen gekommen ist. Dieses unvorhersehbare Geschehen mag zunächst Unbehagen, aber auch Staunen bereiten in unserer wohl geordneten Gesellschaft. Deshalb bedarf es zunächst eines Innenhalten und eines in-sich-Gehens. Das, was wir dabei suchen und zu finden hoffen, mag dann nicht immer unmittelbar greifbar oder sichtbar sein. Wenn wir uns aber auf den Weg machen, werden wir das, was wir suchen, finden – und das müssen nicht in erster Linie immer Ostereier sein. So oder ähnlich ließe sich die Osterbotschaft der Auferstehung Jesu verstehen. Wir befinden uns jetzt in der Karwoche. Karfreitag und Karsamstag sind Tage der Ruhe, des Innehaltens. Am Ostersonntag feiern die Christen die Auferstehung Jesu, das Fest der Hoffnung und der Versöhnung. Staunen – innehalten – Hoffnung schöpfen, das mag uns ein Leitfaden insbesondere in den derzeit hektischen Tagen des kommunalpolitischen Geschehens sein. Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden ruhige Kartage sowie ein frohes und gesegnetes Osterfest. Ihr Michael Panse Mk 16,1-7. Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.  

Mehrgenerationenhaus soll Familienzentrum werden

Mit den Mitarbeiterinnen des MGHs
Mit den Mitarbeiterinnen des MGHs
Bereits im Rahmen der Stadtratssitzung im März hatten wir, die CDU-Stadtratsfraktion, einen Antrag zur Etablierung eines dritten Familienzentrums im Erfurter Norden eingebracht. Im Zusammenhang mit dem am Januar 2019 geplanten  Landesprogramm für das solidarische Zusammenleben der Generationen stehen Erfurt entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung. Wir wollen, dass mit den zusätzlichen Mitteln des Landes endlich das dritte Familienzentrum im Erfurter Norden gegründet wird. Die beiden bestehenden Familienzentren am Drosselberg und am Anger können mit ihren Angeboten nicht das ganze Stadtgebiet abdecken, deshalb sollte nach unserer Einschätzung das Mehrgenerationenhaus am Moskauer Platz zum Familienzentrum weiterentwickelt werden. Das Mehrgenerationenhaus am Moskauer Platz bietet bereits jetzt wichtige Angebote im Stadtteil und könnte diese als Familienzentrum deutlich ausweiten. Der Stadtrat hatte dies in der Vergangenheit mehrfach angeregt, aber es fehlen bis jetzt die notwendigen finanziellen Mittel. Heute war ich nun gemeinsam mit Marion Walsmann zu einem Informationsbesuch im Mehrgenerationenhaus am Moskauer Platz und wir konnten uns dort über die bestehenden guten Voraussetzungen informieren. Vor sechs Jahren wurde das MGH etabliert. Damals war ich als Generationenbeauftragter für die 25 Thüringer MGHs zuständig und wir hatten bis dahin in Erfurt ein MGH, welches nicht optimal lief. Im Stadtteilzentrum am Moskauer Platz sollte es eigentlich auch damals schon das dritte Familienzentrum geben, aber weder Land noch Stadt stellten das dafür notwendige Geld zur Verfügung. Daher wurde es mit der Bundesförderung ein MGH.  Im April wird der Antrag der CDU erneut in den Fachausschüssen des Stadtrats beraten.

Auch in der Saison 2018/19 1.Volleyball Bundesliga in Erfurt

SWE Volley-Team e.V. stellt für sein Team Schwarz-Weiss Erfurt Lizenzantrag Auf Beschluss des Vorstandes wurde Dienstagabend fristgemäß an die Volleyball Bundesliga (VBL) der Antrag des Vereins auf Erteilung der Lizenz für die 1.Volleyball Bundesliga für die Saison 2018/19 gestellt. Die Entscheidung basiert auf einem einstimmigen Votum des Wirtschaftsbeirates und der Gesellschafterversammlung für die Fortführung des Spielbetriebes in der deutschen Eliteliga. Bereits Anfang März wurde die Bereitschaft gegenüber der VBL auf Verbleib in der 1.Bundesliga signalisiert, dass Erstligaprojekt in Erfurt fortsetzen zu wollen. Sportlich abgestiegen besteht für die Verantwortlichen beim SWE Volley-Team e.V. die berechtigte Hoffnung, dass der VBL-Vorstand in seiner Sitzung am 13.04.2018 dem Antrag positiv entscheiden wird. Das beruht zum einen auf der Tatsache, dass die Liga in den kommenden Jahren quantitativ wachsen will. Mittelfristig soll im Wettbewerb mit den anderen Profiligen im Teamsport, wie Handball, Basketball und Eishockey durch einen attraktiven Spielbetrieb im Kampf um mediale Aufmerksamkeit und Geldgeber Boden gut gemacht werden. Zum anderen sind beim Erfurter SWE Volley-Team in zwanzig Jahren durchgängiger Zugehörigkeit in der Volleyball Bundesliga, davon 4 Spielzeiten in der 1.Liga, Strukturen aufgebaut wurden, die vom der VBL anerkennend zur Kenntnis genommen werden. Die Thüringer Landeshauptstadt ist ein überaus interessanter Bundesligastandort mit sehr viel Potential für Frauenvolleyball. „Wir haben in all den Jahren solide gewirtschaftet, allein der Beweis sportlich den Anforderungen im Profivolleyball gerecht zu werden, blieb bisher noch aus. Nunmehr gilt es, mit aller Kraft die Finanzierung der kommenden Saison sicherzustellen und weitere Sponsoren und Unterstützer für die 1.Volleyball Bundesliga in Erfurt zu begeistern. Viele unserer langjährigen Partner haben bereits verbindlich erklärt, ihr Engagement für unser Bundesligateam Schwarz-Weiss Erfurt auch in der Saison 2018/19 fortzuführen. Gemeinsam sind wir optimistisch und danken allen, die uns auf diesem Weg begleiten.“, so der Präsident des SWE Volley-Team e.V. Michael Panse.

Rot-Weiß im Doppelpack

Im Steigerwaldstadion
Im Steigerwaldstadion
Gleich zwei Mal ging es heute Abend um Rot-Weiß und das jeweilige Endergebnis war – nun ja, höchst unterschiedlich. Die CDU Stadtratsfraktion hatte für heute eine Sondersitzung des Finanz- und Werkausschusses Multifunktionsarena eingefordert. Die nichtöffentliche Sitzung zur aktuellen Situation rund um die Insolvenz von RWE brachte leider keine konkreten Ergebnisse. Völlig unklar ist der Verwaltung, wann und ob RWE in den nächsten Wochen Miete für den laufenden Spielbetrieb bezahlen kann. Eigentlich ist dies auch während einer Insolvenz möglich und notwendig, der Spielbetrieb geht ja weiter. Aber dies setzt voraus, dass es klare Vereinbarungen und Ansprechpartner gibt. An beiden mangelt es derzeit und dies sowohl bei RWE, als auch in der Stadt. Dies dokumentierte heute Abend auch die Anwesenheit von drei Beigeordneten der Stadt sowie deren unterschiedlichen schriftlichen und mündlichen Stellungnahmen. Zitat der zuständigen Beigeordneten: die Situation ändert sich halt jeden Tag. Offensichtlich ändert sich aber auch jeden Tag der Plan, wie mit dem Thema umgegangen wird…
Zum letzten Mal Flutlicht?
Zum letzten Mal Flutlicht?
Drei Dinge erscheinen mir jetzt vordringlich. Zunächst muss der entstehende finanzielle Schaden für die Stadt beziffert und eingegrenzt werden. Dazu muss klar sein, unter welchen Bedingungen RWE das Stadion jetzt, aber auch in Zukunft nutzen kann. Dazu ist es dringlich, eine Mietvertrag zu verhandeln und von den Stadtratsgremien (Ausschuss und Stadtrat) beschließen zu lassen. Dafür liegt die Zuständigkeit eigentlich bei der Stadt, obwohl diese die Aufgabe auf die Arena GmbH versucht zu delegieren. Laut deren Geschäftsbesorgungsvertrag (vom Stadtrat beschlossen) wäre sie nur für 1.- 3. Liga zuständig. Das Insolvenzverfahren muss die Stadt angesichts der offenen Forderungen gegenüber RWE begleiten, auch wenn das Geld mit Sicherheit weg ist. Nach der wenig ergiebigen Ausschusssitzung ging es mit meinem Sohn zum zweiten Termin ins Steigerwaldstadion. Das voraussichtlich letzte Flutlichtspiel von RWE stand als Nachholspiel gegen Osnabrück auf dem Programm. Rund 3.400 Zuschauer (Saisonminusrekord) sahen mit uns ein munteres Spiel mit einem am Ende leistungsgerechten 4:4. Immerhin wird noch Fußball gespielt.

Einweihung der Caponniere auf der EGA

Alt-OB Manfred Ruge
Alt-OB Manfred Ruge
Nach dreimonatigem Umbau wurde heute die Caponniere mit vielen Gästen wieder eröffnet. . Für Ausflüge und Familienfeiern aber auch schon mit Blick auf die BUGA präsentiert sich die alte Caponniere in neuem Glanz. Bereits vor drei Wochen konnten wir nach einer Aufsichtsratssitzung die damalige Baustelle besichtigen. Dabei fiel der Glaube, dass bis Ostern alles fertig ist durchaus schwer. Aber es hat alles geklappt. Rund eine halbe Million hat die Lebenshilfe in das Projekt investiert und wird dort Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen. Als Aufsichtsratsvorsitzender der EGA wünsche ich der Lebenshilfe bei dem Integrationsprojekt viel Erfolg und immer zufriedene Gäste.

Podiumsdiskussion des RWE-Fanrates mit den OB-Kandidaten

Das Podium im Cafe Nerly
Das Podium im Cafe Nerly
Heute Abend hatte der Fanrat des FC RWE fünf der Oberbürgermeisterkandidatinnen und Kandidaten ins Cafe Nerly zur Diskussionsrunde eingeladen. Nach den turbulenten Wochen und der nun laufenden Insolvenz ist es höchste Zeit, dass sich Stadt und Verein aufeinander zu bewegen. In der Vergangenheit war dies viel zu selten der Fall. Insofern war das heute eine gute Aktion und hoffentlich der Auftakt zu einer intensiveren Gesprächskultur. Die anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten hatten zuvor recht unterschiedliche Erfahrungen mit RWE und Fußball. Von Marion Walsmann (Vereinsmitglied und zur Jahrtausendwende auch Aufsichtsratsmitglied von RWE), über Alexander Thumfahrt (hat in seiner Jugend in München mal Fußball gespielt), Andreas Bausewein (Vereinsmitglied und Hobbyfußballer) bis zu Karola Stange (war noch nie in der neuen Multifunktionsarena), war alles dabei. Die rot-weiße jüngere und ältere Geschichte wurde heute zwar intensiv diskutiert, aber ich fasse meinen Blick auf RWE, die MFA und die Insolvenz gerne hier noch einmal zusammen: Insbesondere die Nachwendegeschichte von RWE ist geprägt von wechselnden sportlichen Erfolgen. In den Neunziger war der Club lange und tief in der Drittklassigkeit und dann gab es schließlich die erste Insolvenz Ende der 90ger Jahre. Auch danach ging es mühsam weiter. Immer wieder gab es wirtschaftliche und damit einhergehende sportlichen Schwierigkeiten. Das Zuschauer- und Sponsoreninteresse war in den letzten Jahren höchst unterschiedlich. In der 2. Liga 2004/2005 waren es durchschnittlich 12.000 Zuschauer. In der 3. Liga sind es seit 10 Jahren durchschnittlich zwischen 5.000 – 6.000 Zuschauer und auch in der neuen Multifunktionsarena sind es entgegen ursprünglicher Prognosen nicht mehr geworden. Für die Sanierung des alten Stadions hat die CDU schon im Jahr 2008/2009 geworben, als klar war, dass das alte Steigerwaldstadion den Ansprüchen der 2. Liga nicht mehr gerecht wird. Damals ging es um geschätzte Sanierungskosten von ca. 8 Mio. Euro. Insbesondere Dieter Althaus als Ministerpräsident hat sich dafür ausgesprochen. Nach der Wahl war dies aber kein Thema mehr und es wurden keine entsprechenden Fördermittel des Landes in Aussicht gestellt. Der Sanierungs- bzw. Neubauplan von Bausewein und Machnig im Jahr 2011 klang dann verlockend (29 Mio. Euro Landesförderung aus GRW-Mitteln bei lediglich rund 5 Mio. Euro Kommunalmitteln). Die CDU-Fraktion hat dies dennoch kritisiert, weil die dauerhafte Zweckbindung (Stichwort Tourismus) möglicherweise zu Rückforderungen führen könnte. Beim Grundsatzbeschluss zur MFA wurden deshalb Änderungen formuliert die, wie heute festzustellen sind, nicht umgesetzt wurden. Der Vertrauensvorschuss, den Machnig und Bausewein bei dem Beschluss öffentlich eingefordert haben, war daher nicht gerechtfertigt. Die Kritik der CDU an der gewählten Finanzierungsvariante war deshalb berechtigt. Beim Bau der MFA gab es eine Vielzahl von Problemen:
  • Steigerung der Baukosten auf aktuell rund 42 Millionen Euro durch schlechte Planung und Bauüberwachung-
  • Verspätete Fertigstellung zum Nachteil von RWE
  • Immer noch eine unsanierte Westtribüne, die von RWE praktisch nicht genutzt werden kann
  • Ein Arena-Betreibermodell mit dem Land als Partner, ohne dass das Land dafür finanzielle Verantwortung übernommen hat
Die Ursachen der jetzigen Insolvenz reichen zurück bis zur ersten Insolvenz. Durch einen hohen Kredit (Kölmel-Darlehn) ist RWE danach zwar kurzfristig Anfang 2000 zu Geld gekommen, aber das Geld war schnell wieder verbraucht und der erhoffte sportliche Erfolg stellte sich nicht ein. Seit dem belastet RWE diese hohe Kreditsumme als sogenanntes Rangrücktrittsdarlehn. RWE wurde vor 10 Jahren Gründungsmitglied der 3. Liga und startete dort bereits mit einem Schuldenberg. Über die Hälfte der Vereine der 3. Liga sind oder waren in erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten und damit quasi zum Aufstieg oder zur drohenden Insolvenz verurteilt. Dies war auch RWE bewusst, deshalb war die Hoffnung auf das neue Stadion und die ausgerufene Mission 2016 (Aufstieg in die 2. Bundesliga) ein Rettungsanker. Leider hat der nicht gegriffen, aber die Schulden haben sich noch einmal deutlich erhöht (u.a. durch die Genussscheine). Präsident Rolf Rombach erklärte gegenüber der Stadt, RWE könne im neuen Stadion 400.000 – 500.000 Euro Miete bezahlen. Begründet in der Hoffnung auf bessere Zuschauerzahlen und bessere Vermarktung. Die Stadt berechnete auf dieser Basis das Betreibermodell mit RWE als Ankermieter. Neben den Verlusten die RWE während der Bauphase und mit der verspäteten Fertigstellung, sowie der nicht nutzbaren Westtribüne machte, kamen Mehrkosten für Security und Betrieb der Arena hinzu. Fakt ist: eine Miete von 500.000 Euro war und ist in der 3. Liga ein Wunschtraum der Stadt und der damaligen Verantwortlichen. Ein Vergleich mit anderen Fußball-Standorten mit neuen Stadien belegt dies. Wenn Vereine zwar neue Stadien haben, aber keine nennenswerten Mehreinnahmen, sind solch hohe Mieten Wettbewerbsnachteile im sportlichen Vergleich. Insofern war das Model neue Multifunktionsarena am Ende ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Die aktuelle Situation ist für Stadt und Verein problematisch. Die Stadt verliert mit RWE den einzigen „Ankermieter“ der MFA und wird je nach künftiger Ligazugehörigkeit wenig oder gar keine Miete mehr bekommen. Das Defizit des Eigenbetriebs Multifunktionsarena wird erheblich größer und muss so oder so von der Stadt ausgeglichen werden – siehe Aachen oder andere Standorte mit Stadienproblemen. Für die Regionalliga kann zwischen RWE und der Stadt nur ein neuer Mietvertrag ausgehandelt werden, der den Verein in der Regionalliga „leben lässt“. In der Regionalliga gibt es nur wenige Vereine, die über so ein modernes Stadion verfügen. Aber dafür gibt es viele Vereine die wenig oder keine Miete bezahlen (Beispiel Nordhausen). Auch dies verzerrt den Wettbewerb. Es gibt für RWE keine Ausweichmöglichkeit, weil es in Erfurt keine kleinere regionalligataugliche Spielstätte gibt. Die Stadt muss einen Mindestbetrag als Miete nehmen – darauf wird die  Kommunalaufsicht achten. Und der Mietvertrag muss schnell geklärt werden, weil RWE bei der Beantragung der Lizenz bereits einen Mietvertrag vorlegen muss. Dieser Mietvertrag muss letztlich durch den Stadtrat beschlossen werden. Angesichts von 2.600 Vereinsmitgliedern und zahlreichen erfolgreichen Nachwuchsteams und vielen Kindern und Jugendlichen im Verein hat die Stadt eine besondere Verantwortung, dafür zu sorgen, dass der Traditionsverein und die Nachwuchsarbeit trotz Insolvenz erhalten bleiben. Bisher fehlt es an einer koordinierenden Stelle innerhalb der Stadtspitze an der die Arbeit der über 200 Sportvereine mit 35.000 Mitgliedern fachlich gut begleitet wird. Frau Hoyer wurde vom Oberbürgermeister  zur Sportbeigeordneten erklärt, ohne dass sie fachlich irgendetwas dazu beitragen kann. Es braucht endlich einen Verantwortlichen, der den Dialog mit den Vereinen sucht und Konzepte mit den Sportvereinen und für die Sportstätten entwickelt. Nur das hilft RWE und allen anderen Vereinen.

Lust auf Frühling und Sommer

Die Familienzweiräder
Die Familienzweiräder
Endlich wird es wärmer und pünktlich mit der Sommerzeit sollte nun der Dauerfrost aufhören. Heute waren überall Gartenwerkzeuge im Einsatz. Da dies aber nicht ganz so mein Ding ist, habe ich mich den Familienfahrzeugen gewidmet. Mein Bike, die Honda NTV als das dienstälteste Fahrzeug der Familie mit nunmehr 24 Jahren hat beim Putzen die meiste Zuwendung bekommen. Darüber hinaus haben aber auch der Passat (immerhin schon 19 Jahre und 280.000 Kilometer auf dem Buckel) und der Roller ihre Reinigungseinheiten und Vorbereitungen für die Saison abbekommen. Lediglich bei unseren Familien-Audi überlasse ich die Wartung und Pflege grundsätzlich der Fachwerkstatt. Über die zwischenzeitlich frühlingshaft gestaltetet Terrasse habe ich dann ebenso gefreut, wie meine Lebensgefährtin über die glänzenden Zweiräder. Das Ganze hat natürlich nichts mit Rollenklischees zu tun. Hin und wieder lebe ich meine Motorenbegeisterung doch noch gerne aus, auch wenn ich heute kaum noch eines unsere Fahrzeuge selber reparieren kann. Einen schönen sonnigen Restsonntag und eine gute Woche allen Besuchern meiner Homepage!

Redebedarf – Generationen im Dialog

MrWissen2Go
MrWissen2Go
Früher in der vermeintlich “guten alten Zeit” fand der Generationendialog insbesondere Sonntags am Mittagstisch statt. Dort saßen drei oder sogar vier Generationen miteinander am Tisch und sprachen über Themen die Großeltern, Eltern und Kinder betrafen. Heute gibt es Drei-Generationenhaushalte nur noch sehr selten. Räumliche Entfernungen und viele Ein-Kind-Familien und Kinderlose sind ursächlich dafür. Aber natürlich auch völlig andere Lebensentwürfe und ein anderes gesellschaftliches Bild von Familie. Dennoch ist der Dialog der Genrationen etwas wichtiges, um Verständnis für die jeweilige andere Generation zu gewinnen und Lösungen für Probleme zu besprechen. Unter dem Stichwort “demografischer Wandel” gibt es dazu viel zu sagen und zu diskutieren. Als Generationenbeauftragter des Freistaates Thüringen habe ich immer für diesen Dialog geworben und mich daher auch sehr über die Einladung zum heutigen Dialogforum “WirMüssenReden” gefreut. In Verantwortung des BildungsCent e.V., der Bundeszentrale für politische Bildung und LABCONCEPTS sowie in Kooperation mit der Bürgerstiftung Erfurt trafen sich rund 60 Teilnehmer im Erfurter Augustinerkloster und diskutierten einen ganzen Tag das Zukunftsthema schlechthin. Gemeinsam mit Mirko Drotschmann, dem MrWissen2Go, durfte ich einen Einführungsimpuls setzen, der sich um ein halbes dutzend Fragen drehte. Was sind die Ursachen für zurückgehenden Geburtenzahlen und den demografischen Wandel? Wann hat das angefangen bzw. warum entscheiden sich junge Familien für oder gegen Kinder? Welche besondere Situation ist vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in den neuen Bundesländern und speziell in Thüringen zu verzeichnen? Wie stellt sich das Verhältnis Stadt/Land dar? Gibt es Rezepte oder wie gehen wir mit dem demografischen Wandel um? Ich war beeindruckt, welch intensive Diskussion sich daraus an den Gesprächstischen entwickelt hat. Es wäre Klasse, wenn die Organisatoren am Thema dran bleiben und der Ball auch Regional weiter gespielt wird. Dieses Dialogkonzept ist ausgesprochen empfehlenswert!