Diskussionsrunde zu Antisemitismus

Das Podium bei der KAS
Das Podium bei der KAS
Neben vielen fröhlichen und kulturellen Veranstaltungen gibt es bei den Thüringer Tagen für jüdisch israelische Kultur immer auch Veranstaltungen, die nachdenklich und betroffen machen. Bei der gestrigen Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung war dies so. Die KAS, als einer der Netzwerkpartner für Jüdisches Leben in Thüringen, lud zu einem Vortrag und anschließender Gesprächsrunde zum Thema “Neuer Antisemitismus in Deutschland – Ursachen, Ausprägung, Umgang und Prävention” in das Kultur- und Bildungszentrum der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen ein. Levi Salomon, Sprecher des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. erklärte in seinem Vortrag den über 60 Gästen die neuen Ausprägungen des Antisemitismus, die an uralte Muster anknüpfen und zudem erschreckende Parallelen zur Nazi-Zeit aufweisen. Neben linken und rechtem Antisemitismus gewinnt der islamisch geprägte Antisemitismus in der öffentlichen Wahrnehmung an Bedeutung. Boykottaufrufe, tätliche Übergriffe auf Juden, Hassplakate auf Demonstrationen – dies alles sind inzwischen keine Ausnahmen mehr. Levi Salomon belegte an Bildern und Videomitschnitten, wie unbehelligt die Stimmung geschürt wird. In der anschließenden Podiumsdiskussion mit dem Chef des Verfassungsschutzes Stephan J. Kramer, der Landtagsabgeordneten Marion Walsmann und dem Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Prof. Dr. Reinhard Schramm – moderiert vom ZDF-Leiter des Landesstudios Thüringen Andreas Postel – wurde vor allem diskutiert woher dieser erschreckende Zuwachs an Aggressivität kommt. Marion Walsmann verwies auf den Thüringen Monitor, der seit vielen Jahren die Einstellung der Thüringerinnen und Thüringer beleuchtet und auf eine hohen Prozentsatz von Menschen, die erklären “Juden passen nicht so recht zu uns”. Dies überrascht um so mehr, weil wir in Thüringen inzwischen ein vielfältiges und breites Spektrum an jüdischem Leben wieder vorweisen können. Die Kulturtage sind ein eindrucksvoller Beleg dafür. Immer mehr Veranstaltungen an 18 Orten erhalten großen Zuspruch. Allerdings sind die Teilnehmer die Interessierten und Aufgeschlossen. Die E-Mail-Schreiber, Stammtischredner und Gegen-Alles-Demonstrierer erreicht man damit ebenso wenig wie die linken und rechten Überzeugungstäter sowie Islamisten. Reinhard Schramm mahnte deshalb mehr Aktivitäten im Bildungsbereich an, um etwas gegen antisemitische Stimmungen der nächsten Generationen zu tun.

Appell für geschlossene Geschäfte an Heiligabend in Erfurt

Seit einigen Tagen wird in den Medien und in sozialen Netzwerken über das Für und das Wider zur Öffnung von Geschäften an Heiligabend, der in diesem Jahr zudem auf einen Sonntag fällt, diskutiert. Der rechtliche und der zeitliche Rahmen, um Geschäfte an dem Tag in diesem Jahr öffnen zu können, ist allerdings in Thüringen ohnehin begrenzt. CDU-Fraktionschef Michael Panse appelliert darüber hinaus an den Erfurter Handel, die Ladentüren trotz der bestehenden Möglichkeiten geschlossen zu halten. Kirchen und Gewerkschaften sind deutschlandweit in Sorge, dass eine Öffnung von Geschäften die Interessen von Arbeitnehmerinnen ausblendet und Umsatzinteressen auch an Heiligabend in den Vordergrund rückt. Laut Thüringer Ladenöffnungsgesetz ist der rechtliche Rahmen, anders als derzeit öffentlich diskutiert, für Thüringen im Gegensatz zu anderen Bundesländern begrenzt. Lediglich der Verkauf von Bäcker- oder Konditorwaren, Schnitt- und Topfblumen sowie pflanzlichen Gebinden, soweit Blumen in erheblichem Umfang zum Verkaufssortiment gehören, Zeitungen und Zeitschriften sowie selbst erzeugten landwirtschaftlichen Produkten sowie Weihnachtsbäumen ist für höchstens drei Stunden und längstens bis 14 Uhr erlaubt. Panse unterstreicht dazu: „Zunächst besteht keine Notwendigkeit, an einem Heiligabend und gleichzeitig einem Sonntag einkaufen zu gehen, wenn in den Tagen und Wochen zuvor ausreichend Zeit dafür ist.“ Panse sieht zweierlei Gründe, warum der Heiligabend für die Ladenöffnung tabu sein sollte: „Heiligabend und Weihnachten sind das wichtigste Fest des Jahres nicht nur, aber besonders für Christen. Dies allein ist ein hinreichender Grund, dass Läden geschlossen bleiben sollten. Weihnachten ist zudem das Fest der Familie. Von einer Öffnungsregelung am Heiligabend sind vor allem die Mitarbeiterinnen betroffen, die zumindest den Tag über nicht bei ihren Familien sein können, obwohl die gemeinsame Vorbereitung des Festes ansteht. Ich appelliere daher an die Erfurter Geschäfte, die laut Thüringer Ladenöffnungsgesetz an Heiligabend öffnen könnten, darauf zu verzichten.“ Abschließend erinnert Panse daran, dass dennoch Menschen auch an den Feiertagen arbeiten und im Bereich der Krankenfürsorge, der Pflege, der Sicherheit, der Ordnung oder des Brandschutzes für die Gesellschaft ihren unverzichtbaren Dienst tun. Ihnen gebührt Dank und Wertschätzung.

Einkaufen an Heiligabend?

Ein klaren Nein zur Ladenöffnung an Heiligabend!
Ein klaren Nein zur Ladenöffnung an Heiligabend!
Seit einigen Tagen findet eine heftige Diskussion um Ladenöffnungszeiten an Heiligabend in diesem Jahr statt. Da der 24. Dezember in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt gibt es da offensichtlich offene Fragen. Ausgelöst von NRW und den Erklärungen diverser Supermarktketten sowie Verdi, ob Geschäfte nun öffnen oder nicht, sind nun auch die anderen Bundesländer in Zugzwang geraten sich zu erklären. Mit einer edp-Meldung von heute, die etliche Medien übernommen haben wird die Verwirrung aber noch größer. In der Meldung wird in der Überschrift erklärt: “Auch Thüringen genehmigt Ladenöffnung an Heiligabend” Bei der Suche im entsprechenden Gesetz, welches in Länderhoheit liegt, stellt sich allerdings heraus, dass dies nur eingeschränkt gilt. Lediglich der Verkauf von Bäcker- oder Konditorwaren, Schnitt- und Topfblumen sowie pflanzlichen Gebinden, soweit Blumen in erheblichem Umfang zum Verkaufssortiment gehören, Zeitungen und Zeitschriften sowie selbst erzeugten landwirtschaftlichen Produkten sowie Weihnachtsbäumen ist für höchstens drei Stunden und längstens bis 14 Uhr erlaubt. Das bedeutet: die Rechtslage ist klar – Lidl, ALDI, REWE und Co brauchen sich um eine Öffnung gar keine Gedanken machen – sie haben zu. Ich würde mir dazu eine sehr klare Aussage vom Wirtschaftsministerium wünschen und halte im Übrigen auch die Öffnung der anderen einzeln aufgelisteten Bäcker sowie Blumen- und Weihnachtsbaumhändler an Heiligabend für entbehrlich. Den persönlichen Einkaufbedarf für die Feiertage kann jeder so planen, dass vom 23. Dezember bis zum 27. Dezember ausreichen Nahrungsmittel vorhanden sind. Nachfolgend die beiden Paragraphen des Thüringer Ladenöffnungsgesetzes: § 4 Schutz von Sonn- und Feiertagen (1) Verkaufsstellen sind für den geschäftlichen Verkehr mit Kunden
  1. an Sonn- und Feiertagen,
  2. an Sonnabenden nach 20.00 bis 24.00 Uhr und
  3. am 24. Dezember und 31. Dezember, wenn diese Tage auf einen Werktag fallen, ab 14.00 Uhr
geschlossen (Schutzzeit) zu halten, sofern durch dieses Gesetz nichts anderes bestimmt ist. (2) Während dieser Schutzzeiten nach Absatz 1 ist auch das gewerbliche Anbieten von Waren an jedermann außerhalb von Verkaufsstellen verboten; dies gilt nicht für Volksbelustigungen, die dem Titel III der Gewerbeordnung unterliegen und von der nach Landesrecht zuständigen Behörde genehmigt worden sind. (3) Soweit für Verkaufsstellen nach diesem Gesetz Abweichungen von den Schutzzeiten des Absatzes 1 zugelassen sind, gelten diese Abweichungen unter denselben Voraussetzungen und Bedingungen auch für das gewerbliche Anbieten außerhalb von Verkaufsstellen. § 9 Verkauf bestimmter Waren an Sonn- und Feiertagen (1) Für den Verkauf von Bäcker- oder Konditorwaren, Schnitt- und Topfblumen sowie pflanzlichen Gebinden, soweit Blumen in erheblichem Umfang zum Verkaufssortiment gehören, Zeitungen und Zeitschriften sowie selbst erzeugten landwirtschaftlichen Produkten dürfen entsprechende Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen im Zeitraum von 7.00 bis 17.00 Uhr für die Dauer von fünf zusammenhängenden Stunden geöffnet sein. Die §§ 6 bis 8 bleiben unberührt. (2) Absatz 1 Satz 1 gilt nicht für den Verkauf am Karfreitag, Ostersonntag, Pfingstsonntag und ersten Weihnachtsfeiertag. (3) Wenn der 24. Dezember auf einen Sonntag fällt, dürfen
  1. Verkaufsstellen, die nach Absatz 1 geöffnet sein dürfen,
  2. alle Verkaufsstellen für die Abgabe von Weihnachtsbäumen
während höchstens drei Stunden bis längstens 14.00 Uhr geöffnet sein. (4) Ist eine Verkaufsstelle an Sonn- und Feiertagen nach den Absätzen 1 oder 3 geöffnet, so hat der Inhaber an der Verkaufsstelle gut sichtbar auf die Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen hinzuweisen.    

Sportliche Niederlagenserie

 
Wochenend-Fanausstattung
Wochenend-Fanausstattung
„Keine Stunde, die man mit Sport verbringt, ist verloren.“ – dieses Zitat von Winston Churchill stimmt natürlich und auch ich stimme dem zu. Allerdings füge ich hinzu, manchmal braucht man dabei Leidensfähigkeit. Dies gilt nicht nur, wenn man den eigenen Körper quält, sondern hin und wieder auch auf der Tribüne. Bei ersterem habe ich derzeit sowieso das Problem, dass ich wegen Knieproblemen etwas kürzer treten muss und bei letzterem gleicht es sich meist von Spiel zu Spiel wieder aus. Dieses Wochenende gab es ausschließlich Niederlagen. Auf dem beigefügten Bild finden sich die Fan-Ausstattungsvarianten für fünf Sportarten, die alle in den letzten vier Tagen zum Einsatz gekommen sind. Geholfen hat es leider nichts. Nach der Basketball-Niederlage der Rockets am Donnerstag gab es gestern noch eine zweite Auswärtsniederlage in Lüneburg (94-54). Die Black Dragons verloren erst ihr Auswärtsspiel in Herne und am Sonntag dann das Heimspiel in Erfurt gegen die Füchse Duisburg mit 3:6. Rot-Weiß Erfurt spielte am Sonntagnachmittag vor 4.532 Zuschauern gegen Lotte und der Unmut der Fans über die turbulente Woche war schon vor dem Spiel greifbar. Mit Transparenten machten sie sich Luft. Leider wurde der Frust nach dem Spiel nur noch größer. Im strömenden Regen verlor RWE mit 2:3. Jetzt folgen erst einmal zwei Auswärtsspiele und erst am 2. Dezember (nach der Mitgliederversammlung) das nächste Spiel gegen Meppen.
Ehrung der MVP
Ehrung der MVP
Am Samstagabend spielten unsere Mädels vom Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam gegen Vilsbiburg. Auch da gab es eine 0:3 Niederlage. Allerdings war dies keine Überraschung – wir hatten lediglich mit einem Satzgewinn geliebäugelt. Kommenden Samstag geht es in Meiningen gegen Suhl um den Einzug ins Pokalviertelfinale und die wichtigen Ligaspiele gegen Aachen, VCO Berlin und Suhl folgen Anfang Dezember. Einen Lichtblick in der Niederlagenserie des Wochenendes gab es für unsere 2. Mannschaft. Sie gewannen gegen den Vorjahresregionalligameister Leipzig mit 3:1 und mein Sohn und ich konnten wenigstens einmal jubeln. Den Schlusspunkt unter das Sportwochenende setzte das NFL-Footballspiel Kansas Chiefs – Dallas Cowboys. Seit Jahren warten mein Sohn und ich darauf, dass „unsere“ beiden Teams einmal gegeneinander spielen. In den Fantrikots mit ausreichend amerikanischen Getränken und Essen sowie dem NFL-Game-Pass haben wir uns die Nacht um die Ohren geschlagen. Wie bei meinem Glück nicht anders zu erwarten, verlor Kansas mit 17:28 – wenigstens konnte da mein Sohn jubeln. So ernüchternd auch das Wochenende war im Sport gilt nach dem Spiel ist vor dem Spiel und als Sportfan muss man zu seinem Team stehen – die Tickets für das kommende Wochenende sind schon wieder gebucht 😉 Bilder vom Spiel gegen Vilsbiburg  

Rollt noch…

Motorradtour 4.11.2017
Motorradtour 4.11.2017
Solange noch Blätter an den Bäumen sind und diese auch noch so wunderschön goldgelben leuchten, ist die Motorradsaison noch nicht zu Ende. genauso ist es auch wenn der Schnee weg ist und das erste Mal die Sonne wieder scheint. Insofern mache ich mir nicht wirklich die Mühe mein Motorrad einzumotten und mehrere Monat in der Garage zu parken. Samstag war die Gelegenheit einmal wieder da noch eine spätherbstliche Runde mit meinem jüngsten Sohn zu drehen. Meine Söhne fahren, bzw. fuhren alle drei gerne mit dem Motorrad mit und auch alle mit dem gleichen Bike, meiner Honda NTV die nun inzwischen 23 Jahre alt ist. Die beiden Jüngeren konnten zudem in diesem Jahr mehrmals mit auf einer Harley, u.a. auf der Roue 66, und mit einer großen Honda Shadow auf Lanzarote mit fahren. Für das nächste Jahr hat sich nun mein ältester Sohn den Motorradführerschein vorgenommen. Es ist also hoffentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir gemeinsam auf Tour gehen. Allen Bikern, die noch nicht im Winterquartier sind die linke Hand zum Bikergruß!  

Start ins Sportwochenende missglückt…

Auftakt bei den Rockets...
Auftakt bei den Rockets…
Gestern Abend hat es schon einmal nicht geklappt. Zum zweiten Heimspiel der Saison in der 1. Basketballbundesliga war ich gemeinsam mit meiner Familie und unserem Manager vom Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam bei den Oettinger Rockets zu Gast. In der Messehalle erlebten wir mit rund 2.300 Zuschauern ein Spiel in dem die Rockets gegen die Löwen aus Braunschweig lange gut mithielten, aber am Ende mit 87:92 verloren. Neben den Turbulenzen um den Namensgeber und Hauptsponsor die Oettinger Brauerei haben die Rockets auch sportlich zu kämpfen. Wir werden aber in jedem Fall kommende Woche beim Derby gegen Jena wieder dabei sein und die Rockets anfeuern. Fünf Heimspiele und eine “Bonusveranstaltung” stehen dieses Wochenende in meinem Terminplan. Die Hoffnung, dass alle Heimspiele gewonnen werden ist seit gestern dahin – vier Chancen gibt es noch. Heute Nachmittag haben wir mit vielen Helfern die Halle für das morgige Bundesligaspiel unserer Damen vom Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam vorbereitet – der Boden ist sozusagen bereitet. Morgen Abend schlagen unsere Mädels um 18 Uhr gegen Vilsbiburg auf. Unsere neue Spielerin Meg Casault wird dabei sein, ob und wann sie spielt hängt unter anderem davon ab, wie schnell wir die Formalitäten mit der Ausländerbehörde geklärt bekommen. Bevor unsere erste Mannschaft spielt ist unsere Zweite gefordert. Um 14 Uhr gehen sie gegen Leipzig in der Halle am Sportgymnasium auf Punktejagd. Sonntag geht es dann auch im Doppelpass weiter. 14 Uhr spielt RWE gegen Lotte im Steigerwaldstadion. Neben der sportlich schwierigen Situation gab es diese Woche heftig Wirbel außerhalb der Arena. Der Aufsichtsrat hat den Präsidenten abgesetzt. Dies weckte bei mir Erinnerungen an die Zeit vor 14 Jahren. Damals haben wir mit dem Aufsichtsrat das ganze Präsidium entlassen und ich musste als Aufsichtsratsvorsitzender nicht nur die Entscheidung verkünden, sondern hatte zwei wilde Wochen, bis der Verein wieder in ruhigerem Fahrwasser war. Auch damals ging es um Schulen und eine drohende Insolvenz und auch wir fühlten uns vom Präsidium nicht umfänglich informiert. Ich kann nicht einschätzen ob das heute genauso ist. Allerdings habe ich Respekt vor der Arbeit die der RWE Präsident Rolf Rombach in den letzten Jahren geleistet hat – neben viel Zeit und Engagement hat er auch viel Geld in den Verein gesteckt. Ich hoffe sehr, dass RWE sportlich und vereinsmäßig die Kurve bekommt.
...und Abschluss mit dem Game-Pass der NFL
…und Abschluss mit dem Game-Pass der NFL
Bei den Black Dragons, die Sonntag 14 gegen Duisburg ein schweres Heimspiel haben, läuft es in der Vereinsstruktur hingegen gut, nur die sportlichen Punkte fehlen. Mit meinem jüngsten Sohn bin ich aber am Sonntag auf alle Fälle an der Bande dabei und wir werden die Drachen anfeuern. Schwieriger wird das am späten Sonntagabend mit dem familiären Fanblock, weil wir dann auf verschiedenen Seiten stehen. Als Bonussportveranstaltung spielen Sonntagnach die Dallas Cowboys gegen die Kansas Chiefs in der NFL. Seit Jahren warten mein Sohn und ich auf dieses Duell und endlich ist es soweit. Mein Sohn ist Cowboys-Fan und ich bin für die Chiefs. Leider wird das Spiel nicht bei Pro7 übertragen, also haben wir uns diese Woche für den NFL-Game-Pass entschieden und werden in unseren jeweiligen Fantrikots Sonntagnacht am Fernseher sitzen. In jedem Fall bleibt da ein Familiensieger am Ende der Nacht – unentschieden gibt es beim Football nicht ;-9

Zeit, dass sich was dreht…

Endlich im Fokus...
Endlich im Fokus…
Heute Mittag fand eine Pressekonferenz des Oberbürgermeisters und des Beigeordneten Alexander Hilge zur geplanten Entwicklung auf dem Petersberg bezüglich der Buga 2021 statt. Als stellvertretender Buga-Ausschussvorsitzender war ich bei der Pressekonferenz im Friedenspulvermagazin mit Interesse dabei. Bei der bisherigen Buga-Planung war der Petersberg ins Hintertreffen geraten und wurde eher stiefmütterlich behandelt. Öffentlich wurden bezüglich des Petersberges drei Themen diskutiert. Dies ist zunächst die Frage, ob es eine Seilbahn vom Petersberg zur EGA geben solle – das Thema scheint erledigt zu sein, weil es dazu an Zustimmung fehlt. Darüber hinaus ging es um die Sanierung und Nutzung der Defensionskaserne – erste geplante Nutzungen platzten und Gespräche mit dem Land über Museumspläne zogen sich so lange hin, dass nun vor der Buga nichts mehr realisierbar ist. Als drittes ging es um die Peterskirche und wenigstens dieses Thema ist noch im Fokus. Laut heutiger Aussage des OB wird das Land im Doppelhaushalt 2018/2019 eine Summe von 5-6 Millionen Euro zur Sanierung der Peterskirche zur Verfügung stellen. Geplant ist dafür die Sanierung des Gebäudes in der bestehenden Form mit Öffnung der Decke um den ehemals sakralen Ort zu betonen. Im Rahmen der Buga soll die Peterskirche als Ausstellungs- und Präsentationsort genutzt werden. Das Kommandantenhaus (der Eingangsbereich zum Petersberg) soll ein barrierefreies Besucherzentrum werden. Dort soll auch der Zugang zu den Minengängen ermöglicht werden und ein sogenannter Postenpfad beginnen, der in einen Baumkronenpfad übergeht. Mittels einer Brückenkonstruktion soll dieser Pfad/Rundweg zum Lauertor (Aussichtspunkt) führen und den Petersberg wieder mit der Bastion Martin verbinden. Dann soll dieser Weg wieder zurück auf das Petersbergplateau führen. Im Bereich der Festwiese ist eine Bühne für Veranstaltungen vorgesehen und die Horchgänge sollen barrierearm zugänglich gemacht werden. Eine Einbeziehung des Friedenspulvermagazins und der Geschützcarbonniere ist vorgesehen. Die Erschließung des Petersberges mit einem Fahrstuhl und dem gewundenen Pfad soll, wie bereits vorgestellt erfolgen. Für die vorgenannten Punkte werden rund 18 Mllionen Euro geplant (Fördermittel und rund 2 Mio. städtischer Anteil). Zum zeitlichen Ablauf: am kommenden Montag soll das Ganze im Buga-Aufsichtsrat vorgestellt werden, am 14.11. im Buga-Ausschuss, im Dezember soll es im Stadtrat sein und im Januar sollen Ausschreibungen beginnen. Das Thema Seilbahn ist hingegen nun weitgehend vom Tisch. Nachdem weder im Stadtrat noch in der Öffentlichkeit eine hohe Zustimmung dafür da war, wurde es nur noch als Teil des Verkehrskonzeptes verfolgt. Mit der Planung der durchgehenden Bahnlinie zwischen EGA und Nordpark und der Anschaffung von sechs zusätzlichen Straßenbahnen hat sich dies erledigt. Falls es noch gewollt wäre müsste der Buga-Aufsichtsrat dafür eine Empfehlung geben und der Stadtrat beschließen. Ich kann allerdings dafür keine Mehrheit erkennen. Unsere CDU-Fraktionsforderung war in der letzten Stadtratssitzung klar darauf ausgerichtet, dass auf dem Petersberg endlich etwas passiert und ein Konzept dazu in Verantwortung einer städtischen Stelle entwickelt und dann zügig umgesetzt wird. Dies passiert nun hoffentlich. Wir werden neben der inhaltlichen Bewertung, darauf achten, dass die heutigen Ankündigungen nicht in eine entschleunigte Umsetzung münden.

SPD-Parteischreiben an Mitarbeiter: OB handelt gegen eigene Dienstanweisung

Die Angelegenheit des Wahlkampfschreibens des Oberbürgermeisters an die Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Erfurt sorgt weiter für kritische Nachfragen. Es ist nicht mehr nur allein die Tatsache, dass Bausewein seinen Wahlkampf an unerlaubter Stelle beginnt, sondern er verstößt gegen die Aktualisierung einer Dienstanweisung, die er am 16. Januar 2017 selbst unterzeichnet hat. Die Dienstanweisung bezieht sich auf die Nutzung der dienstlichen Mailadressen. Dort heißt es: „Die Nutzung von Mails durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung ist nur für dienstliche Zwecke erlaubt. Die Nutzung von Mails für dienstfremde oder private Zwecke ist ausdrücklich untersagt. […]“ Die Mitteilung des Oberbürgermeisters zu seiner beabsichtigten Kandidatur und dem Verzicht auf die Spitzenkandidatur zur Landtagswahl ist aus Sicht der CDU-Fraktion eine klare Form des Wahlkampfs. Dieser wiederum ist als dienstfremder bzw. privater Zweck im Sinne der Dienstanweisung zu verstehen. Der Verstoß ist damit offensichtlich. CDU-Fraktionschef Michael Panse erklärt dazu: „Jeder Mitarbeiter, der für irgendein Amt – egal ob im Gartenverein oder für ein politisches Amt – kandidiert und dazu Mails im Rathaus verschicken würde, würde nach dieser noch fast druckfrischen Dienstanweisung zur Verantwortung gezogen werden. Anscheinend gelten die Regeln des Oberbürgermeisters für ihn selbst nicht.“

Mit dem Erfurter Frühstücksbus auf Dialogtour

Projekt "Erfurter Frühstücksbus"
Projekt “Erfurter Frühstücksbus”
Bürgerbeteiligung ist ein Thema welches leidenschaftlich in der Politik diskutiert wird, aber leider nur eingeschränkt funktioniert. Zu wissen, was die Bürgerinnen und Bürger wollen und dies beim kommunalpolitischen Handeln zu berücksichtigen, ist eine der wichtigsten Aufgaben für Stadträte. Allerdings fehlt im kommunalpolitischen Alltagsgeschäft häufig genug die Zeit um den regelmäßigen Bürgerdialog führen zu können. 10 -14 gefüllte Abende im Rathaus pro Monat sind keine Seltenheit. Über den gestrigen Abendtermin im Rathaus habe ich mich deshalb doppelt gefreut. Zwei Erfurter Studenten, Carolin Grasi und Jascha Rittmann, haben mir bei einem Gespräch ihr Projekt Erfurter Frühstücksbus vorgestellt. Im Rahmen des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus (LAP) waren sie mit einem mobilen Dialogprojekt in den Erfurter Stadtteilen unterwegs. Einer Einladung zum Kaffee und Brötchen folgten dabei rund 200 – 300 Erfurterinnen und Erfurter. Dabei ging es darum zuzuhören, welche Themen sie bewegen und was sie in ihrer Stadt erwarten. Heraus gekommen ist ein bunter Blumenstrauß mit Fragen und Anregungen, die uns im Rathaus wichtige Hinweise geben können. Gerne werde ich mit meinen Fraktionskollegen die Themen besprechen und möglicherweise wird sich das eine oder andere Thema demnächst auf der Tagesordnung im Stadtrat wieder finden. Den Initiatoren des Erfurter Frühstückbusses bin ich für ihr Engagement dankbar. Auch wenn ihr Studium jetzt zu Ende geht, haben sie damit dokumentiert, dass ihnen Erfurt während der Studienzeit wichtig geworden ist. Uns würde es in der Kommunalpolitik gut tun, wenn wir immer mal solche Impulse bekommen. Mich hat der Frühstücksbus an die Croissant-Aktion im letzten Landtagswahlkampf erinnert, bei der wir fünf Wochen an jeder Straßenbahnhaltestelle das Gespräch mit den Erfurterinnen und Erfurtern gesucht haben.

Neu im Team – Schwarz-Weiß Erfurt verpflichtet kanadische Nationalspielerin

Herzlich Willkommen!
Herzlich Willkommen!
Viel Zeit zum einleben wird sie nicht haben – seit heute Nachmittag ist die kanadische Nationalspielerin Meg Casault in Erfurt. Direkt nach dem Flug von Edmonton nach Berlin und der Fahrt nach Erfurt ging es schon zum Team. Heute waren unsere Mädels bei einer Autogrammstunde im Thüringenpark und auch wenn es für Meg noch keine eigene Autogrammkarte gibt war sie natürlich als neues Teammitglied dabei. So konnte ich neben den Geburtstagswünschen für Michi Wessely auch gleich unsere neue Außenangreiferin begrüßen. Nach der etwas schwierigen Ver- und Entpflichtung von Ivana Dinic (erst musste sie zwei Monate auf ein Visum in Serbien waren und dann wurde der Vertrag nach nur zwei Wochen wieder beendet) haben unser Manager Heiko Herzberg und unser Trainer Jonas Kronseder schnell reagiert und mit Meg eine weitere Nordamerikanerin verpflichtet. Die erste Kanadierin ist Meg bei uns nicht – bereits vor sechs Jahren spielten mit Julie Young und Liz Cordonier zwei Kanadierinnen für uns in der ersten Liga. 20171101_161304Meg Casault hat bis zum Ende der vergangenen Saison fünf Jahre bei den Alberta Pandas gespielt und wurde im Mai in die Nationalmannschaft berufen. Im März erhielt sie den U Sports Volleyball MVP Award als Spielerin des Jahres. Bis vor wenigen Wochen war sie mit der Nationalmannschaft u.a. beim FIVB World Grand Prix unterwegs und so hoffen wir, dass sie schnell ins Team findet und uns schon bei den nächsten Spielen verstärkt. Am Samstag wird sie sicher dabei sein – aber ob und wie lange sie spielt entscheidet natürlich der Trainer. Eine Woche später beim Pokal in Suhl werden wir sie sicher dann schon am Netz erleben. Herzlich Willkommen in Erfurt Meg und eine gute Zeit bei Schwarz-Weiß Erfurt!