Fußball ist wieder im Blickfeld…

Das Betreiberkonzept
Über die Weihnachttage und den Jahreswechsel, sowie die ersten Januarwochen war es etwas ruhig um die Fußballer von Rot-Weiß Erfurt geworden. Die Winterpause der 3. Liga wurde in diesem Jahr nur durch die wenigen Hallenturniere etwas gestört. Ansonsten bestand viel Gelegenheit sich auf die finale Phase der Saison vorzubereiten. RWE ist dies ausgesprochen gut gelungen. Bereits letzte Woche beim 2:0 Sieg gegen Energie Cottbus konnte ich mich im Steigerwaldstadion davon überzeugen und am Samstag legte RWE mit einem 0:1 Sieg in Dresden nach. Platz 5 und die Schlagweite nach einem Relegationsplatz sind der Lohn. In den Blickpunkt rückt aber auch wieder die jetzige und künftige Spielstätte von RWE. Am 5. Januar war der symbolische Beginn der Abrissarbeiten und wenige Tage später standen schon die Bagger im ehemaligen Gästeblock, dass Marathontor und viele Bäume verschwanden. Es wird gebaut, bzw. zunächst Baufreiheit geschaffen. Wenn im März die Baugenehmigungen alle da sind, soll es zügig voran gehen. Zügig voran soll nach dem Willen der Stadtverwaltung auch die Entscheidung zu einem Betreiberkonzept. Letzten Woche gingen die grüne Beigeordnete und der Oberbürgermeister dazu in die Offensive und informierten schon einmal medial zum Thema. Blöd nur, dass zu dem Zeitpunkt weder die Aufsichtsräte der Stadtwerke noch die Mitglieder des Stadtrats irgendeine Information vorliegen hatten. Bis März 2015 sollte es ein Betreiberkonzept geben – das gibt es jetzt, allerdings noch nichtöffentlich. Am Freitag letzter Woche habe ich dieses Konzept als Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke bekommen und konnte vergleichen, ob es zu dem passt, was in der Zeitung stand. Es passte… Geplant ist, dass am 20.2. in einer Sondersitzung der Aufsichtsrat der SWE dazu entscheidet, danach der Wirtschaftsausschuss des Stadtrats, danach der Aufsichtsrat der Messe und am 4. März der Stadtrat – zweifellos eine sportliche Aufgabenstellung. Es geht immerhin um einen dicken Aktenordner mit zahlreichen Verträgen. SWE  und Messe sind deshalb im Boot, weil sie die beiden einzigen Interessenten nach einer europaweiten Ausschreibung zum Betrieb der zukünftigen MFA sein “durften bzw. mussten”. Die von Frau Hoyer gepriesen Synergieeffekte zwischen Messe und SWE mögen sicherlich bestehen, aber es bleiben auch beträchtliche Risiken. Nach Aussage des Oberbürgermeisters sollen SWE 51 Prozent und die Messe 49 Prozent der Betreibergesellschaft halten. Dies gilt aber ausdrücklich nicht für die möglichen Verluste in den Anfangsjahren. In den ersten beiden Jahren rechnet die Stadt mit 530.000 Euro Verlust – ab 2017 soll es dann Gewinne geben. Letzteres wird aber nur gelingen wenn Rot-Weiß Erfurt dann die recht beträchtliche Miete zahlen kann. Ob dies gelingt hängt von der Zuschauerzahl und den sonstigen Erlösen von RWE ab. Da aber auch ein Teil der Vermarktungsrechte (VIP-Hospitality, Catering, Werbe- und Namensrechte) auf die Betreibergesellschaft übergehen, kann nur RWE die Frage beantworten, ob dies mittelfristig funktioniert. RWE-Präsident Rombach hat immer darauf verwiesen, dass mit einem Aufstieg in Liga 2 und dem Verbleib darin dies kein Problem sei – Fernsehrechte, Zuschauer- und Sponsoreneinnahmen würden dies ermöglichen. Der Blick in den Ordner, bietet aber auch dazu Fragen. Die derzeit kalkulierten Mieteinnahmen von RWE (in den Medien ist von 450.000 Euro/jährlich die Rede) gelten für Zugehörigkeit zur 3. Liga. Bei einem Auf- bzw. Abstieg müsse neu verhandelt werden. Bevor die Entscheidungen fallen, werden wir die Unterlagen umfänglich prüfen – für den Aufsichtsrat beginnt das nun. Die Stadtratsfraktionen werden dies auch tun, wenn ihnen die Unterlagen zugänglich gemacht werden. Für die CDU-Stadtratsfraktion bleibt es dabei: wir werden darauf achten, dass die Stadtwerke nicht in ein dauerhaftes Defizitprojekt hinein gezogen werden. Die neu zu gründende Arena Erfurt GmbH muss zudem ein Interesse daran haben, dass RWE als Ankermieter dauerhaft leistungsfähig bleibt. Insofern treffen sich alle Interessen spätestens am kommenden Samstag wieder auf der Tribüne bei RWE im Steigerwaldstadion. Um 14 Uhr wird am 14. Februar der Tabellenführer SC Preußen Münster in Erfurt zu Gast sein. Ein Sieg könnte die Arenaperspektive beflügeln… 🙂  

Ihr habt gekämpft – wir haben´s gesehen…

…schneller als der Kamerafocus!
aber trotzdem hat es wieder nicht für einen Sieg gereicht. Seit nunmehr fünf Jahren warten unsere Fans und Spielerinnen vom SWE Volley-Team auf einen Sieg in einem Pflichtheimspiel gegen den VV Grimma. Zuletzt in der Aufstiegssaison 2010 gewannen wir ein Punktspiel. Im letzten Herbst gelang dann ein Sieg in Grimma im Regionalpokal. Mit Grimma verbinden uns seit den 90ziger Jahren spannende Duelle – meist allerdings mit dem besseren Ende für die Sächsinnen. Grimma ist allerdings in dieser Saison mit Platz 5 ebenso wie das SWE Volley-Team mit aktuell Platz 8 alles andere als zufrieden. Zusätzlich durch Verletzungen geschwächt, sollte gegen die Sachsen ebenso wie am Nachmittag beim Fußballspiel Dresden gegen RWE für Erfurt unbedingt ein Sieg her. Zuschauerrekord mit 430 Besuchern, Cocktail-Tag des Siju und auf der Tribüne die Cheerleader der Erfurt Indigos – beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Spieltag! In den ersten beiden Sätzen legten unsere Mädels vielversprechend los. Beide Sätze waren mit 25:21 und 25:20 eine überraschend klare Sache für uns. Wie so oft, war nach der 10-Minutenpause der Wurm drin – mit 21:25 und 19:25 gingen beide Sätze an die Gäste von der Mulde. Der ungeliebte Tiebreak musste die Entscheidung bringen und er begann so richtig gut. Zur Begeisterung der Fans stand es schnell 13:7 für unsere Damen – eigentlich alles klar. Aber dann… Beim Stand von 14:9 ging mit einem Mal nichts mehr. Fünf Matchbälle vergaben wir und es stand danach 14:16 gegen unsere Mädels 🙁 Enttäuscht waren die Fans nicht – es war ein Klassespiel. Traurig waren sie aber mit unseren Mädels zusammen, weil es wieder nicht geklappt hat. Zwar brachte der gewonnene Punkt den 7. Tabellenplatz, aber das Saisonziel 5. Platz wird jetzt schwer. Auf dem Platz steht weiterhin Grimma. Am 22.2. geht es für unsere Damen nach Bad Soden – ich werde höchstwahrscheinlich mitfahren und hoffen, dass wir dort siegen. Das nächste und vorletzte Saisonheimspiel findet am 15.3 gegen TV Holz statt – dann an einem Sonntagnachmittag um 15 Uhr.

Marbachia Heijo! – 54. Saison beim MKC in Marbach

Showtanz beim MKC
Seit 2003 bin ich Ehrenmitglied beim Marbacher Karnevals Club MKC und bin stolz darauf. Ebenso wie beim KCA in Alach und beim Facedu bin ich deshalb mindestens bei einer Karnevalsveranstaltung pro Saison dabei – in Marbach werden es meist zwei bis drei. Gestern war ich beim 2. Frühschoppen zu Gast. Die Narrhalla im Sport- und Familienzentrum war restlos ausverkauft und es gab fünfeinhalb Stunden Programm. Das Prinzenpaar war da und auch ein Gastact aus Ilmenau. Die Gruselggis boten Guggemusik und meine ehemalige Mitarbeiterin und Landtagskollegin spielte auf dem Tisch Posaune. Der Orden der Saison habe ich auf der Bühne von meinem Präsidenten bekommen und er vervollständigt meine Sammlung – 15 Stück habe ich nun allein vom MKC. Das Motto der Saison “Handeln!!! nicht nur reden…” zielt auf die jährlich neuen Versprechungen der Kommunalpolitik zur Unterstützung der Marbacher Vereine und des MKC ab. Insbesondere in Wahljahren versprechen der Oberbürgermeister und Co das Blaue vom Himmel und im Jahr danach ist alles vergessen. Wohl auch deshalb waren gestern weder SPD noch Grüne und schon gar nicht Linke zu sehen – sie bekamen dafür in Abwesenheit ihr Fett weg. Ich freue mich jetzt schon auf kommenden Sonntag. Ich werde wieder beim MKC auf dem Festwagen mitfahren dürfen (seit 2004 ein feststehender Termin im närrischen Kalender). In diesem Jahr wird der MKC mit der Wagennummer 39 wieder mit mehreren Wagen und Laufgruppen den Festumzug rocken. Marbachia Heijo! Die Bilder vom Frühschoppen: 20150207_140440-1-1-1

Neue BFD-Zahlen

BFD-Zahlen Januar 2015
Nachdem die Anzahl der Bundesfreiwilligen in den letzten Monaten kontinuierlich abgenommen hat, gingen die Januarzahlen erstmals ganz leicht in die andere Richtung. Regelmäßig treffe ich mich mit den Vertretern des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben um über die Entwicklung im BFD zu sprechen. Bei der heutigen Beratung haben wir noch einmal die Entwicklung im letzten Jahr diskutiert. Im Januar 2014 gab es in Thüringen 3.363 Bundesfreiwillige – nachdem in den letzten Monaten des Jahres 2013 zahlreiche Stellen hinzugekommen waren, gab es bundesweit Höchststände zu vermelden. Statt ursprünglich vorgesehenen 35.000 Stellen gab es bundesweit rund 50.000 und Thüringen hatte daran einen verhältnismäßig großen Anteil. Allerdings war damit bereits im Januar nahezu das ganze Jahresfinanzbudget aufgebraucht und das BaFzA verhängte einen Aufnahmestopp.  Von da an gingen die Zahlen kräftig in den Keller, bis schließlich das Bundesfamilienministerium vom Finanzministerium im Mai einen Millionennachschlag raushandelte. Dennoch waren es im Dezember nur noch 2.263 Bundesfreiwillige in Thüringen und rund 39.000 deutschlandweit. Besonders bemerkbar macht sich dies bei den älteren Bundesfreiwilligen, die in Thüringen rund 80 Prozent ausmachen. Viele Träger und Einsatzstellen klagten über Wartelisten und hofften auf die Freigabe neuer Stellen. Anfang Januar gab das BaFzA rund 2.500 Stellen für die Monate Januar bis April frei. Frühs um 6 Uhr ging die Ampel für die Einsatzstellen im Internet auf Grün und eine Stunde später war sie wieder rot und damit waren alle Stellen gebucht. Thüringer Träger waren bei 700 Stellen und damit fast einem Drittel erfolgreich. In den nächsten Monaten werden die Zahlen in Thüringen damit relativ stabil bleiben – was danach kommt ist noch offen. Der Bund wird wahrscheinlich erst im September neue Stellen frei geben, wenn klar ist, wie viele Plätze für die unter 27jährigen benötigt werden. In Thüringen hält sich in der Altersklasse die Nachfrage überschaubar. Derzeit gelingt s da nur schwer alle FSJ-Stellen zu besetzen. In der nächsten Woche werde ich mich erneut mit BFD-Vertretern und dem Bundestagsabgeordneten Steffen Lemme treffen, um nach einer Lösung zu suchen. Aktuell gibt es im Januar 2015 genau 2.304 besetzte BFD-Stellen, davon 1.588 in Verantwortung des Bundesamten und die anderen rund 700 bei den Spitzenverbänden der Freien Träger.

Engagierte Arbeit in den MGHs und kommunale Unterstützung

Das MGH der Thepra in Kindelbrück
Regelmäßig bin ich in den 25 Thüringer Mehrgenerationenhäusern vor Ort. In den letzten Tagen habe ich einmal wieder drei Mehrgenerationenhäuser in Stadtroda, Kindelbrück und Nordhausen besucht. In allen drei MGHs läuft die Arbeit auch Dank des großen Engagements der Mitarbeiterinnen und der Träger sehr gut. Überall habe ich zudem mit den Vertretern der kommunalen Seite über die Finanzierung sprechen können. Die Finanzsituation der drei Kommunen ist überaus angespannt. Sie stehen alle vor der Situation, dass ein ausgeglichener Haushalt nicht in Sicht ist. Aber sie stehen dennoch, oder gerade deshalb zu ihren MGHs. Die Mehrgenerationenhäuser leisten einen unschätzbaren Beitrag für die Daseinsfürsorge vor Ort und werden deshalb wertgeschätzt. In diesem Jahr 2015 wird der Bund weiter jeweils 30.000 Euro pro MGH bezahlen und die Kommunen müssen 10.000 Euro kofinanzieren. Dies gelingt in Stadtroda, Kindelbrück und Nordhausen. Wünschenswert wäre aber sowohl eine Unterstützung des Landes, wie auch die Erhöhung bzw. Dynamisierung der Beträge. Seit 8 Jahren sind manche der Mitarbeiterinnen in den MGHs beschäftigt, ohne dass sich das Gehalt auch nur minimal erhöht hat. Jedes der drei besuchten MGHs hat seine speziellen Nische gefunden. In Stadtroda die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie jungen Muttis. In Kindelbrück gibt es viele Synergieeffekte mit der benachbarten Kita im gleichen Gebäude und in Nordhausen sind die Vermittlung von haushaltsnahen Dienstleistungen sowie der tägliche Mittagstisch für ältere Alleinstehende die Zugnummer geworden. Ich will gerne weiter daran mitarbeiten die MGHs auf dauerhaft solide Finanzgrundlage zu stellen und sie inhaltlich weiter zu entwickeln. In den nächsten Wochen werden die Sozialminister der Länder dazu mit dem Bund beraten.  

Babytreff im MGH

Mit den Kolleginnen von Blitz e.V.
Beim heutigen Besuch im Mehrgenerationenhaus des Trägers Blitz e.V. in Stadtroda begrüßte mich lustiges Babylachen. Im MGH treffen sich einmal wöchentlich ein dutzend junge Mütter mit ihren Babys zum Frühstück und zur Austauschbörse von wichtigen Informationen. Auch für solche Treffs bieten die Thüringer Mehrgenerationenhäuser Raum. Im MGH in Stadtroda war ich vor vier Jahren als einem der ersten MGHs nach meinem Amtsantritt zu Gast und heute nun wieder. Derzeit verhandelt der Bund mit den Ländern über eine Rahmenvereinbarung zur weiteren Arbeit der Mehrgenerationenhäuser. Dabei geht es darum, wer künftig welche Kosten trägt und auch wer welche inhaltlichen Mitsprachemöglichkeiten hat. Parallel dazu suche ich derzeit beim Besuch in den Thüringer MGHs das Gespräch mit den kommunalpolitisch Verantwortlichen und den Trägervertretern um zu klären, ob im Haushaltsjahr 2015 die notwendige Co-Finanzierung der Häuser sicher gestellt ist. In Stadtroda waren heute die Geschäftsführerin des Vereins Blitz e.V. Cornelia Möbius, der Bürgermeister Klaus Hempel und die Mitarbeiterinnen des MGHs sowie des Jugendcafes Kauz meine Gesprächspartner. Viele Synergieeffekte ergeben sich für die Arbeit des Mehrgenerationenhauses aus dem Aufgabenfeld des Trägers. Blitz e.V. ist ein großer anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Künftig will sich der Träger im MGH noch stärker an den Bedürfnissen vor Ort orientieren. Berufsorientierung für Jugendliche und die Arbeit mit jungen Familien und Alleinerziehenden sieht der Verein als Schwerpunktthemen an. Gerne habe ich meine Unterstützung bei der weiteren Arbeit angeboten und bin heute mit guten Eindrücken nach Erfurt zurück gefahren. Morgen werde ich im Mehrgenerationenhaus in Kindelbrück und in Nordhausen zu Gast sein.

Infobrief Februar 2015

Die erste Ausgabe des Infobriefes 2015
Der aktuelle Infobrief der CDU-Stadtratsfraktion reflektiert die Themen der letzten Stadtratssitzung. Im Mittelpunkt standen die Punkte, die auch zuvor schon bei der Demonstration auf dem Fischmarkt eine Rolle spielten, also die Diskussion um die Villa 3-Käsehoch und die Gestaltung der Krämerbrücke. Weitere Themen des Infobriefes sind die Haushaltssituation der Stadt und die Beigeordnetenwahl. Viel Spaß bei der Lektüre! Link zum Infobrief: http://www.cdu-fraktion-erfurt.de/inhalte/1015423/infobrief/index.html  

Neuer Zündstoff in der Kita-Diskussion

Einzelne Kita-Container wurden schon zur “Dauerlösung” wie in Marbach
Kommende Woche tagt wieder der Erfurter Jugendhilfeausschuss und wieder wird die Kita-Diskussion im Blickpunkt stehen. Für mich sind dabei gleich drei Themen fortlaufende Ärgernisse. Sowohl der Sanierungsstand, als auch die Platzbereitstellung und schließlich die Gebührensituation haben diese Woche neuen Zündstoff geliefert. Im Kita-Sanierungsplan waren mit Beschlussfassung vom letzten Herbst die Weichen für den Abschluss der grundlegenden Sanierungen bis 2018 gestellt. Unabhängig davon, dass dies für die CDU-Stadtratsfraktion deutlich zu spät ist (OB Bausewein hatte einmal die Sanierung bis 2012 und dann bis 2015 und nun bis 2018 versprochen), kommt auch dieser Plan wieder ins Wanken. Vorgesehen waren 7,6 Millionen für 2015, 9,3 Millionen für 2016, 9,8 Millionen für 2017 und 7,2 Millionen Euro für 2018 – damit wären die rund 34 Millionen Euro Bedarf abgearbeitet, wenn nichts zusätzlich hinzukommt. Und wenn man sich an beschlossene Zahlen hält 🙁 Im zu Ende gegangenen Haushaltsjahr waren 6,2 Millionen Euro für die Kita-Sanierung vorgesehen – davon allein 2 Millionen Euro vom Land. Nun liegt uns der Rechnungsabschluss 2014 vor und sieht da, rund 2,3 Millionen wurden gar nicht investiert! Aus verschiedenen Gründen (verspätete Baugenehmigungen, überarbeitete Konzepte etc.) wurden die Investitionen nicht 2014 realisiert und müssen nun 2015 oder später nachgeholt werden. Trotz des immensen Investitionsbedarfs wurde dafür aber keine anderen Maßnahmen vorgezogen, sondern das Geld wanderte ins marode Stadtsäckel. Damit sind die Kitas in trauriger Gemeinschaft mit vielen anderen Investitionsmaßnahmen – über 15 Millionen wurden 2014 nicht realisiert. Morgen tagt wieder der Finanzausschuss. Ich werde dazu Erklärungen einfordern! Das zweite Thema hat neue Brisanz durch ein gestriges Urteil in Leipzig bekommen. Dort hatten Eltern die Stadt verklagt, weil sie keinen Betreuungsplatz bekommen haben. Sie erhielten Recht und die Stadt Leipzig muss ihnen 15.000 Euro Verdienstausfall bezahlen. Dieses Urteil hat durchaus Signalwirkung für viele Kommunen, die derzeit nicht ausreichend Plätze haben. Nach meiner Einschätzung gehört auch Erfurt dazu. Immer wieder erhalten wir Klagen von Eltern, die verzweifelt nach einem Kita-Platz suchen. Ich appelliere jetzt an die Eltern, sich zu melden und an den Stadtelternbeirat und den Jugendhilfeausschuss zu wenden. Nur so können wir den Druck erhöhen. Zum Dritten gab es letztes Jahr viele Diskussionen um die neue einheitliche Gebührenordnung für Kitas in der Landeshauptstadt. Die Entgeltordnung erfordert ein kompliziertes Berechnungsverfahren der Einkünfte der Eltern. Zusagen der Stadtverwaltung, diese Berechnung im Auftrag der Kita-Träger auszuführen können derzeit nicht realisiert werden. Lediglich für die kommunalen Kitas, die Tagespflege und die Träger, die es bis jetzt schon über das Jugendamt machen ließen werden die Berechnungen realisiert. Ein großer Teil der Träger macht daher so weiter, wie es mit der alten Gebührenordnung war. Wann dies vereinheitlicht werden kann bleibt offen – derzeit kommt das Jugendamt nicht einmal bei den Hortgebühren nach. Drei Baustellen – genug zu tun für die zuständige Beigeordnete! Es helfen da keine Beschönigungen und Ausflüchte, sondern nur ein verstärktes Engagement!

Kein Haushalt in Sicht – CDU bescheinigt Rot-Rot-Grün totales Versagen

Es ist schon ein besonderes Theaterstück was sich derzeit im Erfurter Stadtrat abspielt. Die Haushaltslage in Erfurt ist katastrophal. Für das Jahr 2014 steht ein millionenschweres Defizit und für 2015 noch nicht mal der Entwurf eines Haushaltes, obwohl dies Kernpunkt des rot-rot-grünen Koalitionsvertrages ist. „Wir sehen den Erfurter Oberbürgermeister in der Pflicht, er muss uns Stadträten einen Haushaltsentwurf präsentieren über den wir als CDU-Fraktion beraten können und, wie jedes Jahr, auch Verbesserungsvorschläge machen werden. Die Einsetzung eines kostenintensiven, externen Gutachters, wie von Rot-Rot-Grün gefordert, trägt nicht dazu bei, den städtischen Haushalt zu entlasten“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Michael Panse. Auf die Nachfrage, warum die Prüfung der Finanzen nicht durch städtische Mitarbeiter erfolgen kann, entgegnete Rot-Rot-Grün, dass man diese Verantwortung den Mitarbeitern der Stadtverwaltung nicht aufbürden möchte. Gegen diese Vorgehensweise hat die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat massiven Protest eingelegt. „Rot-Rot-Grün muss den Bürgerinnen und Bürgern erklären, warum Vereine und Ortsteile nicht mehr gefördert werden können, während 100.000 Euro für einen externen Gutachter vorhanden sind“, so Stadtrat Michael Hose. Aus Sicht der CDU-Fraktion ist die Einstellung eines externen Gutachters sowohl eine Bankrotterklärung der rot-rot-grünen Koalition, als auch eine Misstrauenserklärung gegenüber den Fähigkeiten der eigenen Verwaltung.

Vater-Sohn-Tag/Nacht

Im Ilvers war kein Stuhl mehr frei…
Auch wenn es die typischen Rollenklischees bedient – es kann hin und wieder durchaus von Vorteil sein, ausschließlich Söhne zu haben. Die Wochenendgestaltung wird dadurch regelmäßig sehr Vater-Sohn-lastig 🙂 Am gestrigen Sonntag war dies ganz eindeutig so. Die Erfurter Messe veranstaltete die Automobilmesse und über 23.000 Besucher tummelten sich in den drei Messehallen. Das überwiegend männliche Publikum war an den PS-Boliden interessiert. In vielen Autos probesitzen und viele Fotos war das Ergebnis. Mitte März folgt dann die ebenso obligatorische Motorradmesse. Meine beiden Söhne waren begeistert und die Mama war zumindest als Begleitung mit in den Messehallen mit unterwegs und hat sich mit uns gefreut. Richtig lang wurde dann die Nacht. Mein mittlerer Sohn Jonas spielt selbst Football und gemeinsam waren wir auch letztes Jahr beim German Bowl in Berlin. Sein Zeugniswunsch war die große Super Bowl-Nacht mit den Spielern seiner Erfurt Indigos zu erleben und nicht nur vor dem heimischen Fernseher. Problem: die SAT-Übertragung begann um 23 Uhr. Aber in diesem Jahr hatte er Glück – in Thüringen sind Winterferien. Gemeinsam sind wir also ins Ilvers (eine Erfurter Musikbar) gepilgert, um mit rund 120 Football-Verrückten die 49. Super Bowl Nacht zu erleben. Die Sympathien waren in der Familie gleichmäßig verteilt. Ich war für die Vorjahressieger die Seattle Seahawks  mein Sohn für die New England Patriots (mit dem Deutschen Vollmer). Belohnt wurden wir mit einem spannenden Spiel welches nur im ersten Quarter dahinplätscherte 0:0 war der Zwischenstand. Zur Halbzeitpause stand es 14:14 und nach dem dritten Viertel 24:14 für die Seahawks. Eigentlich sahen sie wie der klare Sieger aus. Aber im Football entscheiden Sekunden über Sieg und Niederlage. Die Patriots holten über 24:21 mit einem Touchdown auf und lagen nach einem weiteren zwei Minuten vor Spielende mit 24:28 vorn. Die zwei Minuten waren Dramatik pur. Ein Yard war es nur noch für die Seahawks und 30 Sekunden Zeit für den Touchdown zum Sieg. Ein Fehlpass endete die Träume von der Wiederholung des Titel. Um 4.30 Uhr war mein Sohn glücklich und müde und ich auch. Regelmäßig kann ich so etwas nicht mehr machen – aber einmal geht schon 🙂