Neuwahl vom Vorstand Förderverein Alte & Kleine Synagoge

Die alte Erfurter Synagoge
Seit vielen Jahren bin ich bereits Mitglied im Förderverein Alte & Kleine Synagoge in Erfurt und seit einigen Jahren arbeite ich auch als stellvertretender Vereinsvorsitzender aktiv an unseren Vereinszielen mit. Anfang der 1990er Jahre rückten die beiden Erfurter Synagogen wieder stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Durch bauliche Veränderungen und Umnutzungen waren sie zuvor kaum noch als Synagogen erkennbar. 1992 hat der Stadtrat entschieden, in der Kleinen Synagoge hinter dem Rathaus eine Begenungsstätte einzurichten. Seit der Eröffnung der Begegnungsstätte am 9. November 1998 hat der “Verein der Freunde und Förderer der Begegnungsstätte Kleine Synagoge” die Aktivitäten unterstützt. 2003 kam die Alte Synagoge als zweites Förderprojekt hinzu. Neben der Begleitung der Arbeit in den beiden Synagogen veranstaltet unser Verein jährlich die Jüdisch-Israelischen Kulturtage. Im Herbst 1992 fanden sie erstmals statt und in diesem Jahr werden sie zum 22. Mal an zahlreichen Orten in Thüringen  von uns veranstaltet. Mit dem Rücktritt unseres Vereinsvorsitzenden Dr. Dietmar Görgmaier mussten wir nunmehr einen neuen Vorstand wählen. Als neuer Vorsitzender wird der Pfarrer von Marbach/Salomonsborn Ricklef Münnich künftig den Verein leiten. Als Stellvertreter werde ich ihm gerne zur Seite stehen, ebenso wie Dr. Werner von Trützschler. Ernst Herrbach wird weiter über unsere Finanzen wachen und darüber hinaus werden Sarah Laubenstein, Rüdiger Bender, Wolfgang Nossen, Karin Sczech, Maria Stürzebecher und Olaf Zucht im Vorstand mitarbeiten. Homepage des Vereins  

Finanzierung der Thüringer Mehrgenerationenhäuser für 2015 durch den Bund gesichert

Michael Panse, Beauftragter für das Zusammenleben der Generationen, begrüßt heutige Entscheidung der Bundesregierung Mit der Verabschiedung des Regierungsentwurfs für den Bundeshaushalt 2015 hat die Bundesregierung sich dafür entschieden, dass die auslaufende Förderung der Mehrgenerationenhäuser durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) durch Bundesmittel in gleicher Höhe für das Jahr 2015 fortgesetzt werden soll. Dies ist ein lang ersehntes Signal der Verlässlichkeit, welches die Aussagen im Koalitionsvertrag zur Weiterführung der Arbeit der Mehrgenerationenhäuser über das Jahr 2014 hinaus bekräftigt und die nötige Planungssicherheit herstellt. Michael Panse sagte in Erfurt: „Diese Entscheidung der Bundesregierung begrüße ich außerordentlich. Sie ist auch eine Anerkennung und Wertschätzung der hervorragenden Arbeit der Mehrgenerationenhäuser in den zurückliegenden Jahren. Ich werde mich nun in den kommenden Wochen auch dafür einsetzen, dass der erforderliche Beitrag der Thüringer Kommunen zur Kofinanzierung erbracht wird. Die Evaluation der Arbeit der Mehrgenerationenhäuser hat dafür gute Argumente geliefert, denn es hat sich erwiesen, dass mittelfristig und langfristig die Kosten einer Kommune durch deren Arbeit gesenkt werden. In der kommenden Zeit wird es darauf ankommen, entsprechend der Aussagen des Koalitionsvertrages zur Zukunft der Mehrgenerationenhäuser nach Auslaufen des Bundesaktionsprogramms, die Weichen für eine gesicherte, dauerhafte Zukunft im Zusammenwirken von Bund, Ländern und Kommunen richtig zu stellen.“

Rot-rot-grüne Verkehrsplanung führt in die Sackgasse

„Die Umsetzung der Begegnungszone durch die Stadtverwaltung zieht weiterhin viele Fragezeichen nach sich“, äußerte sich besorgt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Michael Panse. Bereits in den vergangenen Monaten wies die CDU-Fraktion vehement auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Begegnungszone mit der Sperrung in der Meister-Eckehart-Straße und mit der Nutzung der Domstraße in beide Richtungen, was erhebliche Engpässe und Gefahrenpotentiale hervorruft, hin. Diese Bedenken werden in aktuellen Medienberichten bestätigt. Bestätigt wurde außerdem die Problematik um das innerstädtische Parken. Panse erklärt: „Rot-rot-grüne Verkehrsplanung führt in die Sackgasse. Die zum Jahresende wegfallenden Parkplätze müssen insbesondere durch Parkhäuser und alternative Parkflächen sowohl am Innenstadtrand, als auch direkt am Stadtrand, z.B. durch verbesserte P&R- und Nahverkehrsangebote, ausgeglichen werden. Der Wegfall von Parkflächen darf zudem nicht auf Kosten der Erfurter gehen. Selbst wenn man einen Einwohnerparkausweis beantragt, ist dies noch keine Garantie für einen Parkplatz. In verschiedenen Bereichen sind deutliche Engpässe zu erahnen. Ebenso ist in Straßenzügen am Innenstadtrand mit Parkgebühren zu rechnen – dort, wo es bisher keine gab.“ Die CDU-Fraktion fordert daher bei der Umsetzung der Begegnungszone insbesondere bei den Projekten Meister-Eckehart-Straße und Domstraße, dass die Belange der Anlieger und Bürger berücksichtigt und die Teilvorhaben jeweils dementsprechend kritisch geprüft werden. Die Begegnungszone kann aus CDU-Sicht nur dann weiter umgesetzt werden, wenn zuvor ausreichend Parkraum geschaffen wurde. Anderenfalls ist vorprogrammiert, dass das Projekt von vornherein Ärger und Unmut bei Anwohnern und allen Innenstadtbesuchern hervorruft. Die CDU-Fraktion wird an diesem Thema dran bleiben.

Wie viele Worte braucht der Mensch?

Das kulturelle Jahresthema 2014 in der Landeshauptstadt Erfurt ist der Sprache und Literatur verschrieben. Schon 2012 hat der Stadtrat das Jahresthema gewählt.  Am 4. Februar 2014 wurde das Jahresthema mit der Fragestellung „Wie viele Worte braucht der Mensch?“ im Festsaal des Rathauses vorgestellt. Für jeden Monat des Jahres war ein anderer Erfurter angefragt, seine Gedanken zum Thema auf der Homepage der Stadtverwaltung vorzustellen. Als CDU-Fraktionsvorsitzender und Generationenbeauftragter habe ich gerne die Möglichkeit genutzt und die Frage beantwortet: Als Generationenbeauftragter des Landes Thüringen sage ich als erstes: Es sind nur drei. Drei Worte, die zwei Menschen sich einander sagen. Mit diesen drei Worten werden zwei Menschen ein Paar. Und ohne Paare gäbe es keine nächste Generation. Wenn diese drei Worte „Ich liebe dich“ ausgesprochen sind, braucht es sogar noch weniger Worte. Da reicht ein Blick, eine Berührung, um zu zeigen, dass man einander nah ist. Für den Ausdruck der Gefühle brauchen Menschen wenige Worte. Für die nächste Generation braucht es aber – als zweites gesagt – sehr viele Worte. Ein Mensch wird nicht nur in eine Welt der Gefühle hineingeboren, sondern auch in eine Welt der Worte. Mit den Worten spannt sich die Welt der menschlichen Kultur auf. „Der Mensch ist Mensch nur durch Sprache.” schrieb Johann Gottfried Herder. Ohne die Sprache eines Martin Luther hätte sich die Kultur im deutschen Sprachraum anders geformt. Die menschliche Kultur an die nächste Generation weiterzugeben heißt daher, diese in eine Welt der Worte einzuführen. Es gibt keine größere Kulturleistung, als die einer Mutter, welche ihrem Kind hilft, sich den Schatz der Muttersprache zu erschließen. Es ist ein großer Schatz, nicht nur allein weil der Wortschatz der deutschen Standartsprache rund fünfundsiebzigtausend Wörter umfassen soll, sondern vor allem, weil mit diesem Schatz der Worte das menschliche Denken so weite Bahnen beschreiten kann. Wenn Ludwig Wittgenstein sagte: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“, folgt daraus, dass je weiter ein Mensch die Grenzen seiner Welt stecken will, er umso mehr Worte braucht. Für einen Dialog der Generationen braucht es viele Worte, nicht nur zwischen Mutter und Kind. Damit die Welt älterer Menschen nicht eng und einsam wird, brauchen sie Menschen um sich, mit denen sie viele Worte wechseln, so dass sie das Gefühl haben können, uneingeschränkt am Leben ihrer Mitmenschen teilzunehmen. Als drittes: Es sollten, ob wenig oder viel, aber auch die richtigen Worte sein. „Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.“ schrieb Gottfried Benn in seinem letzten Lebensjahr. Die Propaganda ist zum Glück weniger geworden, aber Geschwätz hören wir immer noch reichlich. Ein anderer Dichter vor ihm hatte den ersten Satz des Johannesevangeliums anders variiert. Er ließ seinen Faust statt „Am Anfang war das Wort“ schreiben: „Am Anfang war die Tat.“ Sind der Worte wirklich genug gewechselt, sollten wir endlich mehr Taten sehen? Aber vor jeder Tat sollte diese auch daraufhin bedacht sein, welche Folgen sie zeitigt. Für richtige Taten braucht es richtige Gedanken, und dafür die richtigen Worte. In unserer schnelllebigen und tatendurstigen Zeit wäre es gut sich stets mit Georg Christoph Lichtenberg daran zu erinnern: „Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.“ Wer Zeit zum Nachdenken hat, der findet auch die richtigen Worte. Es gibt kein größeres Lob für einen Redner oder Sprecher als, die richtigen Worte gefunden zu haben. Ob nun Worte der Anerkennung, des Lobes, der Würdigung, des Ansporns, der Ermutigung, der Hoffnung, der Mahnung, des Trostes, des Zuspruchs oder der Zuversicht, Worte, die der Zuhörer brauchte.  

Tag der offenen Tür in der JVA

Die JVA von innen
Das wird es sicher nicht wieder geben. Die beiden Tage der offenen Tür gestern und heute in der neugebauten JVA Arnstadt/Ichtershausen werden einmalig bleiben und deshalb nutzten tausende Besucher die Möglichkeit sich im inneren der JVA umzuschauen. Ab dem 7. Juli sollen die ersten Häftlinge aus der bisherigen JVA Ichtershausen in die neuen Gebäude umziehen. Rund 80 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. Ich war heute sehr überrascht wie weitläufig das Gelände ist und wie viele Sportmöglichkeiten es gibt. Bis zu 280 Jugendliche im Alter zwischen 14 bis 24 Jahren werden dort untergebracht. Luxus suchten die Besucher heute vergebens. Flachbildferseher gibt es derzeit nur im Gemeinschaftsbereich (künftig soll es kleine Geräte und kleine Kühlschränke in den Zellen geben), ein Schwimmbad gibt es entgegen aller Gerüchte nicht und die Sportstätten sind eher schlicht gehalten. Da mutete schon der Tischkicker modern an. Einzig der Rundkirchenbau mit der integrierten Bibliothek sorgte für Nachfragen. Ansonsten fällt auf, dass innerhalb der 6m hohen Mauern vieles aus Glas und damit im Inneren hell gehalten ist. Fotos vom Besuch in der JVA  

Zum ersten Mal auf dem Treppchen…

Voller Einsatz
Die Erfurt Indigos haben zur Zeit einen Lauf. Ihre ersten Footballspiele der neuen Saison haben sie alle gewonnen, da will die Flag-Jugend nicht nachstehen. Erstmals seit dieser Saison ist die Flag-Jugend bei Punktspielturnieren am Start. Seit gut einem Jahr trainiert mein Sohn Jonas mit Begeisterung bei den Erfurt Indigos und langsam werden es mehr Mitspieler. Bei den ersten beiden Turnieren in Magdeburg und Halle haben sich die jüngsten Indigos tapfer geschlagen, aber auch viel Erfahrungen sammeln müssen. Platz 4 und Platz 5 stand bis jetzt auf der Habenseite. Für das heutige Heimturnier hatten sich die Jung-Indigos viel vorgenommen. Eltern und Freunde waren zur Unterstützung dabei und sogar sechs der Cheerleader unterstützten die Flag-Jugend. Das erste Spiel auf der Sportanlage Essener Straße gegen Werningerode endete mit einem klaren Sieg und machte Lust auf mehr. Gegen Halle gab es die erwartete Niederlage, allerdings gelang unseren Jungs der einzige Touchdown des Tages gegen Halle. Pech hatte unsere Flag-Jugend gegen Leipzig. In dem Spiel war mehr drin, aber es ging leider verloren. Im letzten Spiel des Tages gegen Magdeburg ging es um den Treppchenplatz des Turnieres. Über das ganze Spiel lagen die Indigos in Führung, um dann praktisch in der letzten Sekunde den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Nach Auszählung der kleinen Punkte stand aber dennoch fest, dass die Indigos Dritter bei ihrem ersten Heimturnier wurden. Glückwunsch und weiter so! In zwei Wochen geht es zum Turnier nach Leipzig. Fotos vom Heimturnier  

“Open air” nicht nur zum puplic viewing

Traumkulisse Theatervorplatz
Größere Menschenansammlungen sieht man derzeit meist bei Fußballübertragungen. Vor einigen Jahren hat das Erfurter Theater damit begonnen, das jeweils letzte Sinfoniekonzert der Spielsaison nicht nur im Theater aufzuführen, sondern auch auf den Theatervorplatz live zu übertragen. Während beim ersten Mal nur relativ wenige Besucher waren, die der Generalintendant Guy Montavon freudig persönlich begrüßte, ist nun in jedem Jahr der Theatervorplatz voll. In diesem Jahr waren es draußen mehr Besucher, als im Theater. Decken, Campingstühle, Tische und sogar weiße Tischdecken mit Leuchtern gehörten zur Ausstattung.
Die besten Plätze vor dem Theater 🙂
Die fröhliche Stimmung lockt sowohl klassische Konzertbesucher, als auch neugierige junge Leute an. Auch wenn in diesem Jahr die Musik des 10. Sinfoniekonzertes gar nicht unser Geschmack war (etwas “modern”), war es insgesamt wieder ein guter Abschluß der Theatersaison 2013/2014. In knapp zwei Wochen werden mit der Rockoper Jedermann auf der anderen Seite des Doms die Domstufenfestspielsaison eröffnet, ich freue mich schon auf die Premiere am 10. Juli.    

Bürgerparkfest am Johannesplatz

Ein erster Entwurf für den Bürgerpark
Die Einladung zum heutigen Bürgerparkfest am Johannesplatz habe ich sehr gerne angenommen und bei dem Fest ein Grußwort für die Fraktion gesprochen. Wenn es nach den Vorstellungen einer dort engagierten Bürgerinitiative geht, entsteht hier irgendwann ein Bürgerpark. Nicht nur als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat, sondern auch persönlich wünsche ich mir, dass die Bürgerinitiative mit diesem Vorhaben Erfolg haben wird. Eine solche grüne Oase würde diesem Stadtteil wunderbar stehen. Als erste reine Plattenbausiedlung in Erfurt 1966-1972 angelegt, wandelt sich der Stadtteil bereits seit einigen Jahren. Gerade werden im Bereich der Eislebener Str. die alten Baracken abgerissen und neue Häuser gebaut. In diesem Projekt soll ein neuer Kindergarten gebaut werden. Wie der Name schon sagt würde dieser Bürgerpark für alle sein: für die Senioren die sich unter den Bäumen ausruhen möchten, die jungen Familien und auch die Schüler der Integrierten Gesamtschule, die die eine oder andere Freistunde hier zum entspannen nutzen würde. Als Dr. Wilhelm, Schulleiter der benachbarten KGS, uns Ende März mit einem Schüler der KGS dieses Projekt vorstellte, haben wir als CDU-Fraktion ihm sofort unsere Unterstützung zusagt – und zu unserem Wort stehen wir. Wir werden auch weiterhin dieses Projekt im Stadtrat und in den zuständigen Ausschüssen unterstützen. Neben den benötigten Finanzen geht es zunächst um die Frage, wie sich der Grundstückseigentümer, die Deutsche Post, in der Frage positioniert. Der ehemalige Postsportplatz wird derzeit nur noch als „Jedermannsportplatz“ genutzt und wäre bestens geeignet. Eine Bebauung lehnen wir klar ab. Heute fanden sich auf der großen Fläche viele verschiedene Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Theatervorführungen, Sportangebote, ein Barfusspfad und vieles mehr, sorgten dafür, dass ich mit meinem jüngsten Sohn länger blieb, als es eigentlich der Terminplan zum Freitag erlaubte. Studentinnen der Uni sammelten Ideen für den Bürgerpark. Mein Sohn malte eine Kindereisenbahn auf die große Papierwand – mal sehen was daraus wird. Fotos vom Bürgerfest:

Regionalkonferenz Mehrgenerationenhäuser

Thüringer in Bayern
Heute ging es einmal von Thüringen nach Bayern und wieder zurück. Im Bamberg Kongresszentrum fand die zweite von insgesamt vier Regionalkonferenzen im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II statt. Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Mehrgenerationenhäuser, ihren Standortkommunen und Landkreisen aus Thüringen und Bayern haben an der Veranstaltung teilgenommen. Bereits bei der ersten der vier Regionalkonferenzen letzte Wochen in Berlin erklärte die Bundesministerin Manuela Schwesig: “Statt eines Miteinanders der Generationen erleben wir oft ein beziehungsloses Nebeneinander. Mehrgenerationenhäuser aber sind Orte, an denen Gemeinschaften entstehen – zwischen Alt und Jung und oft auch zwischen den Nationen”. Weiter erklärte sie anknüpfend an den Koaltionsvertrag von CDU/CSU und SPD: “Mein Ziel ist, starke Strukturen nachhaltig zu sichern. Und die MGH sind eine starke Struktur für den Zusammenhalt der Gesellschaft.” Leider konnte das Bundesfamilienministerium, vertreten durch Unterabteilungsleiter Christoph Linzbach, auch heute in Bamberg diesbezüglich noch keine verbindliche Zusage treffen, wie es nach dem 31.12.2014 weiter gehen soll. Eine Einigung zwischen dem Familienministerium und dem Bundesfinanzministerium steht noch aus, eventuell gibt es nächste Woche Klarheit, wenn der Entwurf des Bundeshaushalts 2015 ins Kabinett geht. Unter dem Motto “Mehrgenerationenhäuser – Geteilte Verantwortung, gemeinsamer Nutzen”, diskutierten die Teilnehmenden heute insbesondere darüber, welche Einsparpotentiale sich durch die vielfältigen und bedarfsorientierten Angebote und Aktivitäten der Mehrgenerationenhäuser insbesondere für die Kommunen ergeben können. Basis für den Austausch sind erste Ergebnisse sogenannter monetärer Wirkungsanalysen, die von der wissenschaftlichen Begleitung im Aktionsprogramm durchgeführt wurden. Weitere Regionalkonferenzen finden am noch 1. Juli 2014 in Hamburg und am 8. Juli 2014 in Mannheim statt. Bei der heutigen Konferenz gab es ein Wiedersehen mit den Vertretern nahezu aller Thüringer MGHs und am Rande gute Gespräche mit den Veranstwortlichen für die MGHs in Bayern. 25 Mehrgenerationenhäuser gibt es in Thüringen und 81 in Bayern. Insgesamt 450 Mehrgenerationenhäuser nehmen seit dem 1. Januar 2012 am laufenden Aktionsprogramm des Bundes teil. Jedes Haus erhält einen jährlichen Zuschuss von 40.000 Euro. Davon fließen aus Bundesmitteln bzw. Geldern des Europäischen Sozialfonds (ESF) 30.000 Euro; die weiteren 10.000 Euro übernehmen Land oder Kommune. Informationen zum Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II unter www.mehrgenerationenhaeuser.de. Bilder von der Regionalkonferenz  

Erfurter Haushalt: Ungewissheit für alle Beteiligten

In der aktuellen Debatte zum Erfurter Haushalt und zur vom Oberbürgermeister verhängten Haushaltssperre fordert der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Michael Panse, eine Sondersitzung des Hauptausschusses gemeinsam mit den Finanzexperten der Fraktionen im Erfurter Stadtrat, um in dieser Angelegenheit öffentlich Klarheit zu schaffen. Diese Sitzung ist unmittelbar nach der Veröffentlichung der von der Finanzbeigeordneten angedeuteten Steuerschätzung am 30. Juni 2014 einzuberufen, weil dann die Faktenlage eindeutiger sei. Panse erklärte: „Nicht nur die Bürger und Freien Träger stehen im Ungewissen. Auch die Fraktionen sind über die tatsächliche Haushaltssituation völlig im Unklaren gelassen worden. Eine gemeinsame zeitnahe Beratung soll Licht ins Dunkel bringen. Sie soll außerdem darüber informieren, an welchen Stellen überhaupt gekürzt wird und welche Träger davon betroffen sind.“ Kürzlich wurden zudem die Vertreter der Fraktionen zu einer Vorberatung zum Bürgerbeteiligungshaushalt eingeladen. „Dies erscheint im Gesamtzusammenhang grotesk“, konstatiert Panse und bemängelt fehlende Transparenz und mangelnde Bürgernähe. Hinzu kommt, dass auf der offiziellen Homepage der Stadt Erfurt kein Einblick in den längst von Rot-Rot-Grün beschlossenen Haushalt 2014 möglich ist. Dort findet man nur einen Blick auf den Haushalt 2013 (http://www.erfurt.de/ef/de/rathaus/stadtrat/haushalt/index.html). Der Oberbürgermeister wird sich dazu im Rahmen einer, von Panse gestellten Stadtratsanfrage am 16. Juli im Stadtrat erklären müssen. Der Finanzexperte der CDU-Fraktion, Heiko Vothknecht, ergänzte abschließend: „Die derzeitige Haushaltssituation war bereits Anfang 2014 beim Einbringen und bei der Verabschiedung des Haushaltes absehbar. Jetzt gilt es, alle Ungewissheiten und Unklarheiten zeitnah zu beheben.“