Medienkarneval 2011

Medienkarneval 2011 (2)
Friedenspfeife mit der Antje Tillmann MdB
Beim Medienkarneval 2011 in der Erfurter Thüringenhalle waren die besten Tanzgruppen aus ganz Thüringen am Start. Die Zeitungsgruppe, und die Radiosender Thüringens hatten durchaus keine Mühe gescheut, was fürs Auge auf die Bühne zu holen – die Männer in der Halle waren begeistert. Weniger gelungen war aber die Akustik in der Halle, leider etwas unterdimensioniert war die Lautsprecheranlage. Auch die karnevalistische Stimmung war trotz toller Kostüme und einer gelungenen Dekoration nicht optimal. Lediglich eine Büttenrede von Wieland Hense (wie immer sehr gut) und das Erfurter Prinzenpaar brachten Helau-Stimmung in den Abend. Medienkarneval 2011 (28)Vor dem Hintergrund der Tanzshows war es aber dennoch ein gelungener Abend. Jetzt geht es die nächsten fünf Tage weiter, jeden Abend Karneval Erfurt Helau und Marbachia Heijo!  Die Bilder des Abends

Psychiatrischen Tagesklinik und Institutsambulanz am KKH eingeweiht

Nutzungskonzept für das neue Haus
Nutzungskonzept für das neue Haus
Nach genau einem Jahr, vier Monaten und neun Tagen Bauzeit wurden heute die neuen Räume der Psychiatrischen Tagesklinik und der Psychiatrischen Institutsambulanz am Katholischen Krankenhaus im Erfurter Südosten eingeweiht. 3,6 Millionen Euro, davon 75 Prozent vom Bund und 25 Prozent vom Land flossen in das Projekt. Der Bedarf an Therapie- und Betreuungsmöglichkeiten ist in Erfurt in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Diesen Trend gibt es aber auch landesweit und so fand heute zeitgleich die Einweihung einer Psychiatrischen Tagesklinik in Bad Frankenhausen statt. Für Mitarbeiter und Patienten gibt es jetzt an beiden Standorten optimale Bedingungen. Im Erfurter Gebäude, einem ehemaligen Schulplattenbau der als Polytechnisches Schulungszentrum der Mikroelektronik konzipiert war, ist darüber hinaus das Hospiz und eine Suchthilfeeinrichtung der Caritas Erfurt untergebracht. Die Betreuung in einer Tagesklinik ermöglicht eine Therapie bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen ohne dass die Patienten ihr häusliches Umfeld längerfristig verlassen müssen. Dem Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychiotherapie und Psychosomatik Dr. med. Stefan Dammers und seinem Team wünsche ich für die weitere Arbeit alles Gute!

Bürgerengagement lohnt sich!

Hochheim (22)
Gespräch mit dem Ortsteilbürgermeister von Hochheim Thomas Hartmann
Bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten hat der geballte Bürgerprotest vor dem Erfurter Rathaus zumindest zum Teil Erfolg gehabt. Wie bereits bei der Umstellung des Nahverkehrsplanes vor einigen Wochen, machten die Einwohnerinnen und Einwohner aus den Ortsteilen (dies Mal aus Hochheim) deutlich, dass sie sich nicht einfach mit Floskeln abspeisen lassen. Seit Jahren gibt es dort Ärger mit dem gestiegenen Grundwasser. Seit die Stadt einen Abwassersammer verlegen lies stieg der Grundwasserspiegel kontinuierlich auf den Stand von 1955. Dadurch stehen nun viele Keller nahezu dauerhaft unter Wasser und die Stadt wusch trotzdem ihre Hände in Unschuld. Die CDU-Fraktion hat diesem Missstand bereits im letzten Herbst angeprangert und in dieser Woche dazu ein Bürgerforum dazu organisiert. Dort erklärte der zuständige Beigeordnete dies sei ja alles kein Problem der Stadt sondern jeder sei für seinen Keller selbst verantwortlich. Hochheim (36)Bei der Demonstration machten alle Stadtratsvertreter, die anwesend waren, deutlich, dass sie den Bürgerprotest nachvollziehen können. Bei den SPD-Vertreter war nicht ganz klar, ob dies auch Fraktionsmeinung ist. Die Grünen waren konsequent der Auffassung, dies sei das Problem der betroffenen Bürger, oder wie es später die Fraktionsvorsitzende erklärte, sie seien gegen jegliche Eingriffe in die Natur. “Wenn sich Wasser halt seinen Weg suchen will, dann sucht es sich den…” Im Stadtrat zeigte sich dann, dass der Protest der Bürgerinnen und Bürger doch Erfolg zeigte, zumindest teilweise und bei den Nicht-Grünen. Die Stadtverwaltung wurde mit Mehrheit aufgefordert, Lösungsvorschläge zum Zurückdrängen des Grundwasserspiegels aufzuzeigen. Bilder von der Demo vor dem Rathaus

Hochheim (38) 

Von Rot-Rot im Stadtrat angebotener Pendelverkehr ist Täuschungsmanöver

Schulsportsituation in Stotternheim: Ernüchternde Antwort auf Anfrage „Der Versuch, die Stotternheimer Schüler und Eltern mit einem Buspendelverkehr zu vertrösten, hat sich als durchsichtiges Täuschungsmanöver erwiesen.“ Mit dieser harschen Kritik hat Stadtratsfraktionsvorsitzender Michael Panse die Antwort des Oberbürgermeisters auf eine Anfrage zu den Kosten eines möglichen Schülerverkehrs in Stotternheim kommentiert. „Der von LINKEN und SPD zugesagte Schülerverkehr zwischen Schule und Turnhalle kommt nicht. Und hinsichtlich des dringend erforderlichen schulnahen Neubaus werden die Familien mit unverbindlichen Planspielchen vertröstet“, resümierte Panse. Zum Hintergrund: Für den Sportunterricht müssen die Stotternheimer Schüler weite Wege im Ort zurücklegen. Die CDU-Fraktion hatte sich daher in den Beratungen zum Haushalt 2011/2012 dafür ausgesprochen, Planungsmittel für einen Hallenneubau in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule einzustellen. Vertreter der SPD und der LINKEN, die in öffentlicher Versammlung in Stotternheim ihre Zustimmung signalisiert hatten, trugen den entsprechenden Haushaltsantrag dann jedoch nicht mit und boten als Alternative einen Buspendelverkehr an. „Es war absehbar, dass niemand für die 71 000 Euro Kosten pro Jahr aufkommen kann. Dieser Antrag erscheint nun als das, was er von Anfang an war: ein dreistes Ablenkungsmanöver“, sagte Panse. Aus der Antwort Bauseweins ergibt sich für den CDU-Fraktionsvorsitzenden genauso, „dass auch die Ideenwerkstatt für den Standort einer neuen Halle in die Rubrik Wunsch und Wolke gehört. Für substantielle Planungs- und Realisierungsmaßnahmen muss Geld zur Verfügung stehen, wie die Verwaltung richtig bemerkt und wie es von uns beantragt war“, so der Fraktionsvorsitzende abschließend.

Besuchstour in Ostthüringen

Altenburger Land (6)
Mit der Leiterin des MGH Meuselwitz Kathrin Vollrath
Auf der Tour durch die 30 Mehrgenerationenhäuser war ich nun auch im Altenburger Land. Das dortige Mehrgenerationenhaus ist in Meuselwitz und befindet sich in Trägerschaft des ZFC Meuselwitz, dem Fußballregionalligsiten. In der bluechip-Arena ist auch das MGH untergebracht und ich war zunächst durchaus skeptisch, wie dies in Trägerschaft eines Sportvereins funktionieren kann. Sehr gut funktioniert dies, war mein Eindruck am Ende des Besuchs. Die engagierte Leiterin des Hauses Kathrin Vollrath erläuterte das umfangreiche Programm. Vormittags, auch bei meinem Besuch, sind Kindergartengruppen zu Projekten zu Gast. Am Nachmittag nutzen Schüler aus Meuselwitz das Haus und während des Sporttrainings der jüngsten Kicker vornehmlich die Eltern und Großeltern, die die Kids einfach zum Training begleiten.
Altenburger Land (1)
In der bluechip-Arena des ZFC Meuselwitz
Wichtig ist dabei, dass das MGH grundsätzlich offene Angebote unterbreitet. Unterstützung erhält das Haus bis jetzt durch den Sportverein, der kostenfrei die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Bei einer Fortführung des Projektes wäre damit schon ein großer Teil der notwendigen Eigenmittel gesichert. Mit der Sozialbeigegeordneten des Landkreises Christine Gräfe diskutierten wir darüber hinaus gehende Fördermöglichkeiten, die allerdings sehr begrenzt sind. So richtet sich die Erwartungshaltung an die Stadt Meuselwitz. Anschließend ging es gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Christian Gumprecht in die Begegnungstätte Süd/Ost Altenburg der Volkssolidarität. In einer großen Plattenbaukita sind inzwischen neben der integrativen Kita, die Geschäftsstelle, Therapieräume, und Begegnungsräume der Volkssolidarität untergebracht.
Altenburger Land (28)
Bei der Volkssolidarität in Altenburg
Eine ganze Menge wurde vom Träger mit Mitteln des Konjunkturpakets II investiert, so dass die Einrichtung sich jetzt zum Sozialzentrum gemausert hat. Mit dem Geschäftsführer der Volkssolidarität Volker Kibisch und der Referatsleiterin Soziales der Stadt Altenburg besprachen wir Perspektiven des Bundesfreiwilligendienstes. Die Volkssolidarität ist an dem Projekt nicht nur stark interessiert, sondern hat auch die notwendige Infrastruktur dafür. Immer noch in der Aufbauphase ist hingegen das Familienzentrum in der Brüderkirche. Träger des 2009 entstandenen Familienzentrums ist die Kirchgemeinde um Pfarrer Kwaschik. Ein Handicap ist jedoch, dass bis heute nur eine Teilfinanzierung des Familienzentrums durch die Stiftung Familiensinn erfolgt. Ich werde mich gerne mit dafür einsetzen, dass diese Finanzierung ausgebaut wird.
Altenburger Land (38)
Im Familienzentrum
Ingesamt war ich bei meinem Besuch sehr angenehm überrascht über das Spektrum an generationsübergreifender Familienförderung im Landkreis, von der ich einen Teil sehen konnte. Künftig wird die Sozialraumplanung einen stetig steigenden Stellenwert haben, weil Finanzen knapper werden und sich demografische Änderungen auswirken. Altenburg ist darauf vorbereitet. Mehr Bilder vom Besuch im Altenburger Land

Tage, die man streichen möchte…

Parteitag (22)
Guttenberg vor zwei Jahren in Thüringen
Der heutige 1. März gehört dazu, ganz sicher für Karl-Theodor zu Guttenberg und seine Fans. Ich zähle mich dazu und deshalb bedauere ich seinen heutigen Rücktritt. In den vergangenen Jahren habe ich ihn etliche Male live erleben können und war jedesmal begeistert, wie er auftrat, was er zu sagen hatte und wie er Politik und vor allem Spaß an Politik vermitteln konnte. Fraglos hat er in den letzten beiden Wochen auch stark zu Polarisierung der politischen Landschaft beigetragen. Viele Befürworter hatte er auch außerhalb des Unionslagers. Bis zu letzt lag er an der Spitze der Beliebtheitskala deutscher Politiker, weit vor allen seinen Kritikern. In den virtuellen Netzwerken gingen die Kommentierungen heute hin und her und die Fangruppe “Wir wollen Guttenberg zurück” wuchs in atemberaubenden Tempo . Was mich echt geärgert hat sind manche hämischen Kommentare. Mir ist zwischenzeitlich auch die Lust vergangen auf alles zu reagieren und dies passiert bei mir äußerst selten. Ich beschränke mich auch jetzt darauf eines der Guttenberg-Fotos aus dem Archiv zu suchen und hier auf die Homepage zu stellen. Meine feste Meinung ist, dass Guttenberg irgendwann in die Politik zurückkehren wird. Ein anderer Rückkehrer in die Politik erregt seit Tagen in Erfurt die Gemüter. Michael Menzel, ehemaliger CDU-Stadtrat wurde von den Linken als OB-Kandidat nominiert. Bevor er bei uns war hatte er bereits seine politische FDP-Vergangenheit, ob er nun bei den Linken dauerhaft verweilen wird kann ich nicht sagen, aber viele Optionen in der Parteienlandschaft gibt es nicht mehr… In einem Interview in der TA erklärte er vorige Woche, er habe die CDU-Fraktion verlassen, weil er im Aufsichtsrat der KOWO durch jemanden ersetzt werden sollte der “hörig” sei. Ich finde es bedauerlich, dass er schon so schnell verdrängt hat, wie es tatsächlich war. Für die CDU-Fraktion habe ich heute mit einer Pressemitteilung klargestellt, wie es stattdessen wirklich war. Darüber hinaus werden wir uns künftig ausschließlich mit seinen politischen Ansichten auseinandersetzen. Morgen müssten sich eigentlich bildlich gesprochen “die Fußnägel hochrollen” wenn er den Graffiti-Antrag seiner Fraktion im Stadtrat liest. Ob er als Chef des Vermieterbundes die lasche Linie und Verniedlichung von Graffiti-Straftaten ähnlich sieht, wie Linke, Grüne und SPD werden wir ihn im OB-Wahlkampf sicher direkt fragen. Wenigstens der Abend endete versönlich. Bei einer Badmintonrunde im Sportpark Johannesplatz konnte ich einen Satzgewinn verbuchen – an einem Tag wie heute freut man sich ja auch über kleine Erfolge, man kann nicht immer Sieger sein 😉

Erfurter CDU-Fraktion kritisiert Tatsachenverdrehung

Im Anschluss an die CDU-Fraktionssitzung vom 28.02.2011 bezieht die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat Position zu den Aussagen von Michael Menzel zu seinem Austritt aus der Fraktion im Jahr 2007. So erklärte Menzel in einem Interview, die CDU hätte von ihm erwartet, dass er gegen die Sanierung der KOWO stimme. Darüber hinaus erklärte er, seine Fraktion hätte ihn aus dem Aufsichtsrat der KOWO abwählen lassen, um ihn durch jemanden zu ersetzen, “der hörig ist”.  

Fraktionsvorsitzender Michael Panse erläutert dazu: “Diese beiden Aussagen sind unwahr. Der Grund, weshalb Michael Menzel und ein weiterer Vertreter der CDU per Fraktionsentscheid aus dem Aufsichtsrat der KOWO abberufen wurden, lag darin, dass Menzel die Fraktion über wichtige anstehende Entscheidungen der KOWO nicht informiert hat. Ich sehe die Probleme daher eher im kollegialen Verständnis einer Zusammenarbeit als in politischen Differenzen. Erinnert sei im Zusammenhang daran, dass die CDU Fraktion mit großer Mehrheit im Februar 2007 den Verkauf und der Sanierung von KOWO Wohnungen zugestimmt hat. Kritische Stimmen dazu kamen im wesentlichen von der Partei und aus der politischen Richtung, die Herr Menzel heute als OB Kandidat vertreten möchte. Zur Anforderung der Arbeit innerhalb der CDU-Fraktion gehört es unter Anderem auch, sich untereinander abzusprechen und zu informieren sowie sich miteinander politisch zu koordinieren. Dabei geht es keinesfalls um Hörigkeit, so wie es Menzel kürzlich im Interview formulierte.”

“Der Verkauf von Wohneinheiten der KOWO sollte im Februar 2007 vom Aufsichtsrat der KOWO abgesegnet werden. Die CDU-Fraktion erfuhr davon jedoch nicht über ihr damaliges Fraktionsmitglied und KOWO-Aufsichtsrat Menzel, sondern erst über Dritte. Es gab damals in der Fraktion deutliche Kritik, da Michael Menzel an Arbeitkreis-, Fraktions- und Ratssitzungen nur unregelmäßig teilnahm. In Folge dessen erfolgte die Abberufung der beiden Aufsichtsratsmitglieder und zu einem späteren Zeitpunkt der Austritt Menzels aus der Fraktion,” erklärte die CDU-Fraktion abschließend.

Volles Wochenendprogramm

Die Erfurter Messe
Die Erfurter Messe
Dieses Wochenende war viel los, eigentlich reichen zweieinhalb Tage für so ein Programm gar nicht! Am Samstag war die Eröffnung der Thüringen Ausstellung. Zum 21. Mal präsentieren sich bis zum nächsten Wochenende Aussteller aus ganz Thüringen. Meine beiden Söhne interessierten sich natürlich weniger für Kamine, Solaranlagen, oder Saunen, sondern eher für die Familien- und Kinderangebote. In der kommenden Woche werde ich noch zwei Mal auf der Messe sein. Am Abend beeidruckten die Damen des SWE Volley-Teams mit einem Klasse-Spiel Publikum und den Gegener, den Dresdner SC. Der Tabellenführer der 1. Volleyballbundesliga konnte sich erst im Tiebreak mit 17:15 durchsetzen und dies auch erst, nachdem ein Matchball unserer Damen ungenutzt blieb. Werbung pur für den Volleyballsport!
Sushi-Abend mit dem SWE Volley-Team
Sushi-Abend mit dem SWE Volley-Team
Heute Abend war das halbe Team bei mir zu Gast zum Sushi-Abend. Nach dem dritten Saisonsieg hatte ich die Einladung versprochen und heuet eingelöst. In zwei Wochen kommt die andere Hälfte der Mannschaft (mein Wohnzimmer fast leider nicht alle 16 Teammitglieder auf ein Mal). Darüber hinaus habe ich am Wochenende zum ersten Mal das Motorrad angeworfen und die Saison eröffnet – so früh wie nie zuvor. Mal sehen ob in zwei Wochen die Straße auch Schnee und Eisfrei ist, wenn die Motorradmesse in Erfurt startet. Bei einem Seminar der Konrad-Adenauer-Stiftung mit ungarischen Jugendlichen habe ich über die Heilige Elisabeth von Thüringen und ihre Bedeutung für die heutige Zeit gesprochen. Am Nachmittag war ich mit meinem mittleren Sohn beim Kinderfasching beim Facedu – in den nächsten zehn Tagen folgen etliche weitere Karnevalstermine.

Woche der Berufe im BIZ beendet

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Gespräch im BIZ
Mit dem Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Bundesagentur für Arbeit in Erfurt endete heute Vormittag die am Montag gestartete Woche der Berufe an der SBBS. Nachdem in den letzten Tagen zahlreiche Besuche in Ausbildungseinrichtungen und bei Firmen auf dem Programm standen, ging es heute noch einmal an den theoretischen Informationsteil. Im BIZ erfuhren die Schüler welche Chancen sie trotz ihrer Lernbeeinträchtigungen haben und welche Berufe es für sie gibt, bzw. was speziell gefördert wird. Nach mehreren Veranstaltungen zu diesem Thema in dieser Woche ist auch mir wieder sehr deutlich geworden, wie sehr persönliche und berufliche Perspektiven vom eigenen Wollen geprägt sind. Viele der jungen Menschen, die jetzt im BVJ sich darauf vorbereiten Berufs- bzw. Ausbildungfähigkeit zu erlangen, haben bereits einen schwierigen Weg hinter sich. sbbs-10Förderschuleinrichtungen, Lernbeeinträchtigung, Sprach- und Sozialkompetenzdefizite finden sich in der Vita jedes Einzelnen. Werker- und Facharbeiterberufe können sie mit Förderung der Arbeitsagentur und Maßnahmen nach §102 SGB III erlernen. Für etliche Berufsausbildungen ist kein Schulabschluss erforderlich, wenngleich er die Chancen auf einen erfolgreichen Abschuss und Berufsperspektiven erhöht. Wichtig ist hierfür jedoch eine realistische Selbsteinschätzung der möglichen Bildungsziele. Die Schulsozialarbeiter des Vereins MitMenschen e.V. haben die Woche organisiert um gemeinsam mit den Lehrern der SBBS 2 den jungen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten sich zu informieren, ihre Sozialkompetenzen zu erweitern und den persönlichen Ehrgeiz anzustacheln.
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Die Schulsozialarbeiterinnen der SBBS 2
Ich konnte mich am Montag und heute mit einigen der Jungen und Mädchen unterhalten und habe dabei den Eindruck gewonnen, dass es viele von ihnen wollen – sie wollen eine Perspektive, sie wollen ernst genommen werden und sie brauchen Hilfe dabei. Neben dieser Erkenntnis hat die Woche aber auch eine wichtige Entscheidung in Berlin gebracht. Mit dem jetzt gefundenen Kompromiss zur Hartz IV-Reform werden die Schulsozialarbeiter gestärkt und ihre flächendeckender Einsatz angestrebt. Ihre Arbeit, die in Erfurt an fünf Berufsschulen schon seit vielen Jahren und nun auch an Regelschulen erfolgreich läuft, ist dringend notwendig. Wir müssen junge Menschen mit Hilfeangeboten erreichen, bevor sie resignieren. Ich bleibe bei dem, was ich bei zwei Vorträgen in dieser Woche bereits bei der Konrad-Adenauer-Stiftung gesagt habe: Kein junger Mensch darf verloren gehen. Sie brauchen Chancen und Möglichkeiten und sie haben Perspektiven, nicht alle in ihren Traumberufen, aber es werden neue Aufgabenfelder im Sozial- und Dienstleistungsbereich entstehen und es werden Fach- und Hilfskräfte gebraucht. Für die Woche der Berufe habe ich gerne die Schirmherrschaft übernommen. Vielen Dank für das Engagement und die Initiative an die Schulsoziarbeiterinnen und alle Partner der “Woche der Berufe”!

Jahresempfang der KAS in Wendgräben

KAS (9)Ein gelungener Abend war dies zweifellos! In der Bildungsstätte der Konrad-Adenauer-Stiftung in Schloß Wendgräben lud die KAS gestern Abend zum Jahresempfang und bevor der Abend losgehen konnte mussten ersteinmal zusätzliche Stühle in den Raum getragen werden. 120 Besucher folgten der Einladung von Ronny Heine, dem Leiter des Bildungszentrums. Als Gastredner habe ich in meiner Funktion als Landesbeauftragter für das Zusammenleben der Generationen gerne die Einladung angenommen, um über Generationengerechtigkeit und den demographischen Wandel zu sprechen. Geburtenentwicklung, Abwanderung und Alterung unserer Gesellschaft waren die zentralen Punkte der Rede. KAS (8)Aufmerksame Zuhörer und im Anschluß gute Gespräche zum Thema zeigten, dass das Thema in Sachsen-Anhalt ernst genommen wird. Insbesondere viele kommunale Vertreter waren der Einladung der KAS gefolgt. Gefreut habe ich mich aber auch über ein Wiedersehen mit alten “Mitkämpfern” aus JU Tagen. Der ehemalige Landesvorsitzende der JU Sachsen-Anhalt Uwe Schulze ist inzwischen Landrat in Anhalt-Bitterfeld und es gab einiges aus alten Tagen zu schwatzen. Ein herzliches Dankeschön an die Konrad-Adenauer-Stiftung für die Organisation des Abends und die beiden Musikschülerinnen von der Musikschule Bitterfeld für die Umrahmung des Abends. ich bin gerne dazu nach Sachsen-Anhalt gefahren. Die Rede zum Jahresempfang der KAS und die Bilder vom Abend und die Rede zum Ausdrucken oder Downloaden bei der KAS
KAS (10)
Landtrat Uwe Schulze