Blogeinträge

Haushalt unter Verschluss

Michael Panse: Haushalt muss Chefsache werden Seit letztem Sommer wird die Vorlage des Haushaltsentwurfs 2021 seitens der Stadt immer weiter verschoben. Für die CDU entsteht der Eindruck, dass diese Verzögerungstaktik System hat. Im letzten halben Jahr entwickelten sich die Ausreden der Stadtverwaltung, warum es noch keinen Haushaltsentwurf geben könne, stets weiter. Erst wurde Corona als Universalausrede angeführt, danach der fehlende Landeshaushalt und die damit verbundenen Unsicherheiten was die Schlüsselzuweisungen an die Kommunen angeht. In der letzten Sitzung des Finanzausschusses hat der zuständige Beigeordnete verkündet, dass er nun einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf in der Schublade habe – doch zeigen will er ihn immer noch nicht – da in den Folgejahren 95 Millionen Euro fehlen. „Finanzausschuss und Stadtrat werden weiter hingehalten, aus teils hanebüchenen Gründen!“, echauffiert sich Michael Panse, Vorsitzender des Finanzausschusses. Der Beigeordnete hat angekündigt, dass die Stadt gerade noch mit dem Freistaat darüber verhandele, möglicherweise kein Haushaltssicherungskonzept vorlegen zu müssen. Mit anderen Worten: Die Stadt versucht sich von der Pflicht zu befreien, einen Sparplan aufzustellen. „Dieser Plan gleicht einem Abenteuer! Fakt ist, dass der Stadt in den nächsten Jahren 95 Millionen Euro fehlen. Es scheint, als würde die Stadtspitze Augen und Ohren davor verschließen. Doch durch ignorieren wurde noch kein Problem gelöst. “, konstatiert Panse weiter. Die Zeitschiene der Verwaltung sieht eine Vorlage des Haushalts zum Ende des zweiten Quartals vor. Bis der Haushalt dann beschlossen und genehmigt sein würde, ist das Jahr bereits so weit vorangeschritten, dass notwendige Investitionen auf Grund der Ausschreibungsfristen möglicherweise nicht mehr stattfinden können. „So kann man natürlich durch die Hintertür sparen. Der Haushalt droht zu einem Zeugnis der unseriösen Haushaltspolitik der Stadt zu werden. Daher müssen jetzt umgehend die Eckpunkte des Haushalts vorgelegt werden und Vorschläge für die Verhinderung eines drohenden Finanzchaos in den Folgejahren gemacht werden. Der Oberbürgermeister ist in der Verantwortung und muss den Haushalt endlich zur Chefsache erklären “, so Panse abschließend.

Luftschlösser

So sieht ein negativer Schnelltest aus
Unüberlegt und vorschnell sind hin und wieder Pressemitteilungen der Stadt Erfurt. Die heutigen Pressemitteilung, in der der Oberbürgermeister ankündigt, in der nächsten oder übernächsten Woche die Läden der Innenstadt testweise zu öffnen erfüllt beide Kriterien. Eine Menge offene Fragen ergeben sich aus dem Text der Pressemitteilung. Was bedeutet dies für nachfolgende PCR-Tests, wenn unter den erwarteten 10.000 Schnelltests positive Tests sind? Bis jetzt führte dies nicht zu automatischen PCR-Tests des Gesundheitsamtes, sondern zu einer Quarantäne, obwohl die Testkapazitäten vorhanden waren – siehe Pressemitteilung aus der letzten Woche. Es wäre ausgesprochen erfreulich, wenn die Einzelhändler der Innenstadt eine Perspektive erhalten. Ausgesprochen unredlich ist es vom OB, jetzt Hoffnung zu verbreiten, ohne die rechtlichen Rahmenbedingungen mit dem Land geklärt zu haben. Augenscheinlich ging es ihm – oder seinem Pressesprecher – um einen populistischen Vorstoß, der landesweit mediale Beachtung, aber auch Kopfschütteln erntet. Befremdet bin ich als Finanzpolitiker auch über die nebulösen Aussagen des Oberbürgermeisters zur Finanzierung. Er möchte mit der Durchführung der Schnelltests einen externen Dienstleister beauftragen und rechnet mit 10.000 Testungen. Derzeit kostet ein Schnelltest rund 10 Euro und die Abnahme des Tests 15 – 30 Euro. Daraus resultieren Kosten für diese Aktion in Höhe von mindestens 250.000 Euro. Woher dieses Geld kommen soll, während sich die Stadt in vorläufiger Haushaltsführung befindet, nur kommunale Pflichtaufgaben erfüllen darf und keine weiteren freiwilligen Leistungen, verschweigt der OB. Vielleicht gut gemeint – aber schlecht gemacht! Ich befürchte das Luftschloss des Oberbürgermeisters wird sich schnell wieder auflösen und bleiben wird ein weiterer Mosaikstein, der das Vertrauen in Politiker zerstört.

Schwierige Haushaltgrundlage

Daumen runter für die Haushaltspolitik des Oberbürgermeisters
Normalerweise geht der Finanzausschuss relativ zügig, da wir seit Monaten pandemiebedingt deutlich weniger Streitthemen auf der Tagesordnung haben. Ein Thema  ist aber inzwischen zum Dauerkonfliktherd geworden und hat auch die gestrige Sitzung erheblich verlängert. Der fehlende Haushalt 2021 ist zum Ärgernis für die Fraktionen geworden. Seit letzten Sommer wird der Termin der Vorlage des Haushaltsentwurf 2021 immer weiter nach hinten geschoben. Dazu werden mit jeder Terminverschiebung neue Ausreden bemüht – Corona, der fehlende Landeshaushalt, fehlende Planungssicherheut für 2022 und ff. Jahre und nun ist es die im Raum stehende Verpflichtung zur Erstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes. Der Blick in die ThürKO könnte da helfen… Der Oberbürgermeister hat dem Stadtrat nach ThürKO einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vorzulegen. Und ein Haushaltssicherungskonzept ist aufzustellen, wenn die Beurteilung der dauernden Leistungsfähigkeit in zwei der drei dem laufenden Jahr vorangegangenen Haushaltsjahre oder in zwei der dem laufenden Haushaltsjahr folgenden Finanzplanungsjahre einen Fehlbetrag aufweist. Und ebenfalls ist ein HSK fällig, wenn die Gemeinde nicht in der Lage ist, die gesetzliche Verpflichtung zum Erlass eines ausgeglichenen Haushalts gemäß § 53 Abs. 1§ 55 Abs. 1 zu erfüllen. Nach den Worten des Beigeordneten fehlen der Landeshauptstadt Erfurt in den kommenden Jahren 95,5 Millionen Euro. Um trotzdem einen Haushalt einbringen zu können verhandele die Stadt mit dem Land darüber, dass die Pflicht zur Erstellung eines HSK für befristete Zeit ausgesetzt wird. Ich halte dies für einen abenteuerlichen Plan. Um sich die Zeit und Mühe zu sparen ein HSK und damit einen Instrumentenkasten zur Haushaltskonsolidierung zu erstellen, sollen sich Stadt und Land die Augen zu halten? Kein einziger Euro wird aber mit so einem Verfahren gespart, man lügt sich nur die Tasche voll und wartet auf Besserung. Die schwierige Haushaltsgrundlage wird wohl im laufenden Jahr und auch in den Folgejahren dringend notwendige Investitionen verhindern.
Herzlich Willkommen im Finanzausschuss!
Wir werden dieses Thema offensiv in den Stadtrat tragen, denn schließlich erfüllt die Verwaltung derzeit noch nicht einmal den einmütigen Stadtratsbeschluss, dass über Eckpunkte des HH-Entwurfs 2021 im Finanzausschuss informiert werden soll. Bei allem Frust über die gestrige Finanzausschusssitzung gab es auch etwas erfreuliches. Ich konnte als Ausschussvorsitzender einen neuen sachkundigen Bürger für die FDP im Stadtrat begrüßen. Sachkundige Bürger wechseln immer mal in einer Wahlperiode – in dem Fall habe ich mich aber gefreut, dass es etwas “familiärer” im Finanzausschuss wird. mein Neffe Adrian Panse wird künftig regelmäßig dabei sein. herzlich Willkommen und auf eine gute Zusammenarbeit!

Busübergabe

Schick!
Zwar haben wir nur noch zwei Auswärtsspiele, aber trotzdem gab es gestern die offizielle Busübergabe. In dieser Saison sind wir wieder mit einem Bus zu den Auswärtsspielen des Schwarz-Weiß Erfurt in der 1. Bundesliga unterwegs. In Corona-Zeiten ist es sowohl was den Abstand, als auch die Pausenanzahl angeht besser, als mit Kleinbussen. Vor allem haben wir aber mit der Fahrschule Trafoier einen Partner gefunden, der uns aus Volleyballbegeisterung unterstützt. Firmenchef Andreas Trafoier fährt regelmäßig selbst mit zu den Auswärtsspielen und unterstützt seinen Stammfahrer Vadim. Damit wir auch auf der Autobahn erkennbar sind, wurde der Bus  von der SD VerkehrsMedien Thüringen GmbH gestaltet und ist nun als BUGA-Schwarz-Weiß Erfurt-RSB Thuringia Bulls-Bus unterwegs. Allzeit gute Fahrt! Bilder von der Busübergabe

Nicht nur über Stufenpläne reden – sondern sie anwenden

Letzten Sommer ging zumindest noch Beachvolleyball
Gespannt blicken die Bürgerinnen und Bürger zu den heutigen Gesprächen zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten. Die Erwartung ist groß, dass es endlich verbindliche Regelungen gibt, die wenigstens eine Planungssicherheit anhand der Inzidenzzahlen bieten. In Thüringen gibt es seit Anfang Februar einen Entwurf eines Stufenplans – der seit dem diskutiert wird und zu dem die Kommunen derzeit Stellungnahmen abgeben können. Bezüglich der Regelungen zu den Öffnungen der Schulen gibt es landesweit gültige Festlegungen. Die Landeshauptstadt Erfurt wendet diese an und da der Inzidenzwert nun schon seit einigen Tagen stabil unter 100 liegt, öffnen ab morgen wieder alle Schulen. Schön wäre es, wenn es solche Regelungen auch für Gastronomie, Handel und öffentliches Leben gäbe – dann könnten die Betroffenen sich darauf einstellen. Für den Sport gibt zwar eine klare Regelung im Entwurf zu Stufenplan – aber ab wann dieser Stufenplan Richtschnur wird ist offen. Fitnessstudios und der organisierte Trainingsbetrieb soll unterhalb eines Inzidenzwertes von 50 möglich sein. Voraussetzung dafür ist ein Hygienekonzept. Zwischen 50 und 100 greifen sollen für Fitnessstudios weitere Einschränkungen gelten (keine Umkleiden und keine Duschen). Oberhalb von 100 sollen Sporteinrichtungen generell geschlossen sein. Da ich mich vielfältig im Sport engagiere, kann ich zumindest für unseren Verein SWE Volley-Team sprechen und anmahnen, dass diese Passagen aus dem Entwurf des Stufenplans endlich angewendet werden und sich in den entsprechenden Verordnungen des Landes und der Stadt wiederfinden.

Glasnost und Perestroika

Auf Point Alpha
Гласность und перестройка – Offenheit und Umstrukturierung – für diese beiden Worte steht Michail Gorbatschow, der heute seinen 90. Geburtstag feiert. Mit seiner Politik des Wandels ermöglichte der Friedensnobelpreisträger letztlich das Ende des Kalten Krieges und die Deutsche Wiedervereinigung. Am 11. März 1985 wurde Gorbatschow zum Generalsekretär des ZK der KPDSU gewählt und begann seine Politik der Öffnung. Damals habe ich gerade meinen Grundwehrdienst bei der NVA geleistet und erinnere mich noch an das Sputnik-Verbot in der DDR. In dieser Zeitschrift wurde die vorsichtige Reformpolitik Gorbatschows kommentiert und für viele DDR-Bürger zur Hoffnung. „Wer zu spät kommt, den bestrafft das Leben“ gab er im Herbst 1989 der greisen Staatsführung der DDR mit auf den Weg, um schließlich mit Helmut Kohl einige Wochen später die Weichen zur Deutschen Einheit zu stellen. Wir verdanken ihm viel und deshalb wurde er bei seinen Besuchen in Deutschland auch immer begeistert empfangen. Am 14. März 1990 wurde Gorbatschow Staatspräsident der Sowjetunion. Das Auseinanderfallen der Sowjetunion und die Unabhängigkeit der Republiken führten schließlich dazu, dass Gorbatschow im Dezember 1991 vom Amt als Staatspräsident zurück trat. Zur Tragik seines politischen Wirkens gehört, dass er weltweit dafür Wertschätzung und Anerkennung erhält, aber in seiner Heimat verschmäht wird. In Erfurt und Thüringen war er mehrmals zu Gast.  Ich erinnere mich besonders gerne an die Veranstaltung vor 15 Jahren auf Point Alpha, als er am 17. Juni 2005 zusammen mit  George H. W. Bush und Helmut Kohl mit dem Point-Alpha-Preis geehrt wurde. 10.000 Thüringerinnen und Thüringer waren begeistert dabei. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und viel Gesundheit einem Staatsmann, der die Politik des zu Ende gegangenen Jahrhunderts wie kein anderer geprägt hat!

In das Spiel gekämpft

Vor dem Spiel
Dieses Mal hatte Aachen das bessere Ende für sich. Allerdings haben sich unsere Spielerinnen nach einem völlig verkorksten ersten Satz gut ins Spiel gekämpft und hätten den zweiten Punkt ebenso verdient gehabt. Noch auf drei Spiele können wir uns in dieser Saison freuen und ich habe vor bei allen drei Spielen unseren Mädels den Rücken zu stärken. Kommenden Samstag steht das Thüringen-Derby auf dem Programm und auch im nachfolgenden Spiel in Potsdam kann unser Team unbeschwert aufschlagen. Nachfolgend der Spielbericht von Stephan Siegl. “Nach einem zweistündigen Match musste sich Schwarz-Weiß Erfurt im Duell mit den LiB Aachen knapp mit 2:3 geschlagen geben und verpasste somit den dritten Saisonsieg. Wenn man mit 13:15 im Tiebreak unterlegen war, dann waren es nur Nuancen, die an einem vollen Erfolg fehlten. Im Spiel der beiden Tabellennachbarn war es am Ende die Routine, die gesiegt hatte. Bezeichnend, dass Kapitänin Mareike Hindriksen den dritten Matchball mit einem Leger verwandelte und ihrer Mannschaft damit zwei wichtige Punkte im Kampf um den Play-off-Platz sicherte. Neben ihr waren es auch die später zur MVP gekürte Jana Franziska Poll und Leonie Schwertmann, die das Spiel der Ladies maßgeblich prägten. Erfurt hatte dem „nur“ einen aufopferungsvollen Kampf entgegen zu setzen – allerdings recht erfolgreich. Zunächst standen sich die SWE-Damen mit einer schwachen Annahmeleistung wieder einmal selbst im Weg. Mit 14:25 ging der Auftaktsatz dann auch deutlich an die Gäste. Als Gil Ferrer Cutino beim 7:12 im zweiten Satz Auszeit nahm, schien der Abend aus Erfurter Sicht nicht vielversprechend. Doch so langsam stabilisierte sich das Defensivverhalten der Gastgeberinnen und mit mehr Mut in ihren Aktionen bliesen die SWE-Damen zur Aufholjagd. Eine Initialzündung war da die eingewechselte Rica Maase (Bild links), die ihre Chance beim Schopfe packte und fortan mit gutem Beispiel am Netz voranging. Beim 18:17 lag Erfurt erstmals im Spiel überhaupt in Führung und fuhr nach einem Block von Jasmine Gross den Satzgewinn (25:21) ein. In Satz drei hatte Aachen wieder den besseren Start erwischt (3:7). Doch hatte nun auch Madeline Palmer (spätere MVP auf Erfurter Seite) der Aufwind im Erfurter Angriff gepackt. Mit drei Punkten einer Erfurter Fünfer-Serie brachte sie ihre Mannschaft wieder in Führung (8:7). Nachdem es dem Vorletzten wieder gelang, dem Schlusslicht vier Punkte zu enteilen (12:16), waren es die wirkungsvollen Aufschläge der eingewechselten Anastasiia Grechanaia, die die Gastgeberinnen wieder ins Spiel brachten. Beim 23:23 war alles offen. Dass Leonie Schwertmann und Eline Timmerman mit zwei Angriffen über die Mitte den Satz für Aachen einfuhren, war ein Puzzleteil zum späteren Gästesieg. Sie waren ihren Gegenüber im Block und Angriff einen Tick voraus. Doch noch war nichts entschieden. Erfurt war jetzt wild entschlossen, nicht klein bei zu geben. Beim Stand von 5:6 verletzte sich aber Zuspielerin Madelyn Cole nach einer Blockaktion, als sie bei der Landung umknickte und vom Spielfeld musste. Schwarz-Weiß schien kurz geschockt, Aachen zog auf 5:8 davon. Es sprach für die tapferen Thüringerinnen, dass sie erneut zurückschlugen. Mit einer 16:12-Führung gingen sie in die zweite technische Auszeit. Eine diskutable Ausballentscheidung zum 17:12 für Erfurt, die nach Beschwerden der Gäste zu zwei gelben und einer roten Karte führte, sah die Gastgeberinnen nun mit 18:12 in Führung. Eine Vorentscheidung war gefallen und Sindy Lenz versenkte zum 25:16-Satzgewinn und 2:2-Ausgleich. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Bis zum letzten Seitenwechsel war es ein ständiges Hin und Her. Danach zogen die Ladies auf 10:7 davon und erkämpften sich drei Matchbälle. Zwei Mal konnten die Erfurterinnen noch Gegenwehr leisten, bis Mareike Hindriksen abgezockt die Partie beendete. Aachen hatte verdient zwei Zähler eingefahren und sich die Chance auf Platz acht erhalten. Erfurt hat sich zumindest den einen Zähler verdient, sollte Selbstvertrauen getankt haben und dieses in das Thüringenderby am kommenden Wochenende mitnehmen. StS” MDR-Bericht Thüringer Allgemeine Bilder vom Spiel

Noch vier Spiele in der Corona-Saison

 
Mannschaftbild in Corona-Zeiten
Immerhin noch vier Spiele – zwei zu Hause und zwei Auswärts – stehen für unsere Damen auf dem Programm. Während es bei den anderen Teams der Liga in der Regel nur noch zwei Spiele sind, haben wir zwei Nachholspiele und dadurch auch noch die Hoffnung etwas Balsam auf die Seele streichen zu können und vielleicht doch noch einige Sätze und Punkte zu sammeln. Die Saison war sportlich bis jetzt wenig erfolgreich und so richten wir auch schon den Blick nach vorn. In einem Gespräch mit der TA habe ich erklärt, dass wir weiter 1. Liga spielen wollen. Auch in dieser Saison gibt es keinen Absteiger. In vielen Sportarten ist das so, weil die Corona-Saison überall schwierig war. Mit dieser Entscheidung haben wir zwar frühzeitig Planungssicherheit, aber was die wirtschaftliche Planung angeht bleibt es ungewiss. Sponsorenverluste in Corona-Zeiten konnten wir noch nicht kompensieren und dies wird in der kommenden Saison die größte Herausforderung. Zunächst geht es jetzt aber zwei sportlich zu. Aachen, Suhl, Potsdam und Münster sind noch unsere Gegner. Heute um 18 Uhr steht es in der Riethsporthalle 0:0 und es gibt den ersten Aufschlag. Nachfolgend unser Vorbericht: In einem Nachholspiel aus dem Januar empfängt Schwarz-Weiß Erfurt am Freitag, 18 Uhr, in der heimischen Riethsporthalle die Ladies in Black Aachen. Im Duell der Tabellennachbarn hegen beide Kontrahenten Siegwünsche. Da die ursprüngliche Saisonplanung vorsah, dass im Januar ein EM-Qualifikationsturnier stattfinden sollte – was sich später durch die Corona-Pandemie erledigte – und die Gäste dafür Nationalspielerinnen abstellen müssen, wurde schon frühzeitig ein Ausweichtermin gefunden: der 26. Februar. Dass es ein Freitag ist, hat einen zweiten Grund, der seitens der VBL vorgegeben ist. Am Sonntag finden die DVV-Pokalfinals in Mannheim statt und deshalb dürfen am Wochenende keine Punktspiele ausgetragen werden, um dem einzigartigen Event in der Mannheimer SAP-Arena die volle Aufmerksamkeit in Volleyball-Deutschland zu schenken. Somit dürfte sich am Freitagabend die Aufmerksamkeit derer, die gerne Volleyball schauen, auf den Livestream von sporttotal.tv konzentrieren. Der Ausgang des Duells des Elften gegen den Zehnten scheint zumindest offen, wenngleich die Gäste mit doppelt so vielen Siegen wie ihre Gegenüber die Rolle des Favoriten tragen. Zwar ist der vorletzte Platz sicher nicht das, was die Ladies für diese Saison angestrebt haben, aber das Tabellenbild können die Damen aus der Kaiserstadt noch korrigieren. Das Erreichen der Play-offs haben sie nicht nur sprichwörtlich noch in den eigenen Händen. Vier Punkte bei noch zwei mehr zu absolvierenden Spielen beträgt der Rückstand zum Achten, USC Münster. Ein Sieg, bestenfalls mit drei Punkten, würde die LiB um Kapitänin Mareike Hindriksen und Nationalspielerin Jana Franziska Poll ihrem nordrhein-westfälischen Konkurrenten um einiges näherbringen. Die auf der anderen Netzseite stehenden Erfurterinnen wollen ihrerseits aber auch ein Erfolgserlebnis einfahren. So wie in der Vorsaison, als sie beim 3:2-Heimsieg die mit 13:9 führenden Gäste vor der Ziellinie noch abfingen. Zwar ist in dieser Saison aus Erfurter Sicht nicht mehr viel zu retten, aber das eine oder andere Erfolgserlebnis wollen sich die Schwarz-Weißen in den verbleibenden vier Spielen gerne noch holen. Es wäre etwas Balsam für die Mannschaft, aber auch für diejenigen, die sich um die Bundesliga, insbesonder die Heimspiele, verdient machen. „Wir wollen gewinnen“, sagt Geschäftsführer Christian Beutler entschlossen und meint damit nicht nur aus Sicht der Mannschaft. „Auch wir alle drumherum wollen den Sieg“, legt er nach. Wollen ist das Eine, machen das Andere. Und da sind dann doch die Spielerinnen auf dem Spielfeld gefragt. Auch wenn – wie leider gewohnt – immer noch keine Zuschauer zugelassen sind, so hoffen „Michi“ Petter & Co. auf viele Daumendrücker vor den Bildschirmen. StS

Online-Ortsverbandssitzung

Online Ortsverband
Wahlkampf als Online-Variante? Kann das funktionieren? Ich bleibe bei dem Thema skeptisch. Heute Abend hatten wir wieder einmal eine CDU-Ortsverbandsversammlung und natürlich, wie fast alle Beratungen in Corona-Zeiten, ging dies nur Online. Fast genau ein Jahr ist es her, dass wir uns in größerer Runde im Thüringer Landtag getroffen haben und mit unserem damaligen Generalsekretär Raymond Walk die politische Situation nach der Kemmerich-Wahl diskutierten. Dies war noch vor Corona und den Vereinbarungen über Neuwahlen. Inzwischen hatten wir einen Kreisparteitag und eine Ortsverbandsversammlung in Präsenz im Sommer (als das Corona-Fenster kurz offen war), aber sonst nur Online-Runden. Unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann war heute Abend aus Berlin zugeschaltet. Das Themenspektrum drehte sich um Corona-Maßnahmen, Finanzen, die aktuelle politische Situation in Erfurt und den Wahlkampf. Während für die Bundestagswahl der Termin fix ist und es nur darum geht, wann wir nominieren könne, ist es für die Landtagswahlen schwieriger. Erst 70 Tage vor der Wahl entscheidet sich, ob überhaupt gewählt wird. Danach kann erst die Nominierung erfolgen und der Wahlkampf gestartet werden. Wenn man dann noch bis zu 40 Prozent mögliche Briefwähler berücksichtigt, wird klar, was dies bedeutet vieles wird im Netz passieren, was vorher an Infoständen geplant wurde. Aber wir werden es hinbekommen…  

Veränderung der Arbeitswelt

Blick ins Homeoffice
Homeoffice ist inzwischen und voraussichtlich auch die nächsten Wochen noch, der größere Teil meiner Arbeit. Während die Landeszentrale für politische Bildung früher jeden Monat zahlreiche sogenannte Präsenzveranstaltungen hatte in denen Autoren neue Publikationen vorstellten oder thematische Veranstaltungen abgehalten wurden, hat sich das jetzt geändert. Seminare und Buchvorstellungen finden nicht mehr in der Fläche in Thüringen statt, sondern meist als Online-Veranstaltungen. Dies ist das dominierende Thema bei allen Bildungsträgern und bedeutet, dass erst einmal die technischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Mein Job ist es seit über zwei Jahren den Online-Bereich zu betreuen und auszubauen. Wir sind in den sozialen Medien (Twitter, Facebook, Instagram, YouTube) vertreten, haben jetzt eine überarbeite Homepage und versenden regelmäßig Newsletter. Inzwischen ist auch die technische Ausstattung so gut, dass wir nicht nur unterschiedliche Online-Formate anbieten, sondern auch neue Wege suchen, Publikationen zu bewerben. Kurze Videoclips für YouTube produziere ich mit den Autoren gemeinsam. Es hat sich viel in Corona-Zeiten beschleunigt, was sonst sicher einige Zeit gedauert hätte.