Vor 15 Jahren habe ich mich erstmals mit der Shell-Jugendstudie beschäftigt – und danach immer wiederLetzte Woche wurde die nunmehr 17. Shell Jugendstudie veröffentlicht und es lohnt sich sie zu lesen – vor allem lohnt es sich aber sie mit voran gegangenen Studien zu vergleichen. Ich habe in meinem Schrank noch die 13. und die 14. Shell Jugendstudie aus dem Jahr 2000 bzw. 2002 gefunden und heute einmal wieder zur Hand genommen. Der vergleichende Blick lohnt sich dabei nicht nur vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen mit jungen Menschen. Das Wertebewusstsein steigt bei Jugendlichen und im Gegensatz zu vorangegangenen Studien verlieren materielle Dinge wie Macht oder ein hoher Lebensstandard an Bedeutung. 89 Prozent finden es wichtig gute Freunde zu haben, 85 Prozent einen Partner, dem sie vertrauen können und 72 ein gutes Familienleben zu führen. Auch im Jahr 2002 waren diese drei Bereiche ganz oben auf der Werteskala – sogar mit noch höheren Werten. Insofern ist es erfreulich, dass sich der Trend nun wieder in diese Richtung bewegt. In der 13. Jugendstudie vor 15 Jahren war bereits die Rede von erdrutschartigen Vertrauensverlusten in die Politik. Dies ist auch jetzt noch so. Zwar wird ein steigendes Interesse an Politik konstatiert – aber nicht an Parteien. 2002 waren nur 30 Prozent der Jugendlichen politisch interessiert. Heute sind es 41 Prozent. Und immerhin 6 von 10 Jugendlichen haben sich schon einmal an politischen Aktivitäten beteiligt. Bemerkenswert auch ein anderer Vergleich: 2000 konstatierte die Jugendstudie, dass es wenig Orte der Begegnung für deutsche und ausländische Jugendliche gab – dies wurde für Ausländerfeindlichkeit (die geringer war als angenommen) als Erklärung festgehalten. Heute sind es nur 29 Prozent der Jugendlichen, die sich vor Zuwanderung fürchten, aber über die Hälfte, die Angst vor Ausländerfeindlichkeit hat. 2002 wollten über die Hälfte der Jugendliche die Zuwanderung verringert sehen, 2006 sogar 58 Prozent – heute sind es hingegen nur noch 37 Prozent. Ich bin sehr gespannt, wie ich diese Zahl perspektivisch entwickeln wird. Immer noch gibt es dabei aber ein Ost-West-Gefälle. Inzwischen kann ich die Befunde der Shell-Jugendstudien auch ganz gut im sozialen Nahraum vergleichen. Mein ältester Sohn ist jetzt 25 und damit nicht mehr Zielgruppe der Jugendstudie. Der jüngste Sohn ist 8 – da dauert es noch 2-4 Jahre. Mein dritter Sohn ist mit seinen 14 Jahren aber mittendrin.
Link zur Shell-Studie 2015: http://www.shell.de/aboutshell/our-commitment/shell-youth-study-2015.html
Erfolgreiches Sportwochenende
Dieses Wochenende war sportlich eher passiv geprägt. Freitag Abend feierte der Stadtsportbund sein 25jahriges Bestehen. Bevor es aber an das Feiern ging tagte der Stadtsporttag und wählte unter anderem einen neuen Vorstand. Zum sechsten Mal wurde Birgit Pelke als Vorsitzende gewählt.
264 Sportvereine sind derzeit im SSB organisiert – unser SWE Volley-Team ist ein Verein davon. Seit 12 Jahren vertrete ich als Vereinspräsident das SWE Volley-Team bei den Sporttagen. Wir gehören im SSB mit rund 120 Vereinsmitgliedern eher zu den kleineren Vereinen. Mitgliederstärkster Verein ist immer noch der FC Rot Weiß Erfurt. Bei RWE bin ich ebenfalls seit vielen Jahren Vereinsmitglied. Nach dem Stadtsporttag gab es beim Zusammensein im Thüringer Landtag Gelegenheit zu vielen Gesprächen mit Sportkollegen anderer Vereine und ein kleines Familientreffen war es sowieso. Mein Zwillingsbruder war als Präsident des USV und mein ältester Sohn war als Vertreter seines Vereins Opus Kultum dabei.
Samstag Abend standen dann unsere Damen vom SWE Volley-Team wieder am Netz. Zum ewig jungen Duell ging es gegen die AllgäuStrom Volleys Sonthofen. Aus der letzten Saison war da noch mehr als eine Rechnung offen. Letztes Jahr führten wir beim Heimspiel schon mit 14:9 im fünften Satz und verloren dennoch mit 14:16. Dieses Mal machten es unsere Mädels vor 270 Zuschauern besser und gewannen souverän mit 3:0 (25:22, 25:14 und 25:20). Alle Mädels boten eine tolle Saisonleistung und ihr bestes Spiel. Glückwunsch und weiter so! Nächste Woche müssen wir im Pokal in München ran und danach geht es schon in ein richtungsweisendes Spiel gegen Lohhof. Verteidigt haben wir den 2. Tabellenplatz – ich glaube dieses Jahr werden wir weit vorne landen können.
Erfolgreich setzten sich heute Abend auch die Black Dragons im Eishockey durch. gegen die Hamburg Crocodiles gab es ein klares 6:1 (4:1, 0:0 und 2:0). Wenn da nicht da gestrige Spiel von RWE gewesen wäre, wäre es ein rundes Sportwochenende gewesen. RWE verlor gegen den Tabellenletzten Köln II mit 0:2. Jetzt muss erst einmal wieder im Pokal etwas Selbstvertrauen zurück geholt werden. In der nächsten Runde geht es gegen Schweina.
Einen eher weniger sportlichen, aber dafür ausgesprochen schönen Termin, bot das Wochenende auch noch. Heute Vormittag war ich einmal wieder im Erfurter Jugendtheater Schotte zu Gast. Die Abschlussveranstaltung 22. Treff: JUNGES THEATER in Thüringen bot noch einmal einen Rückblick auf die vier Festivaltage. Fünf Theatergruppe haben ihre Stücke aufgeführt, miteinander diskutiert und tolle Tage verbracht. Ich war (einmal wieder) beeindruckt von der Leistung der jungen Theaterschaffenden.
Gelder für Mediator fehlen in der StadtkasseDas Aufbringen zusätzlicher Kosten für einen Mediator zur Schlichtung in der Debatte um den Ausbau der Nordhäuser Straße lehnt die CDU-Fraktion ab. Laut Medienangaben hat die Stadt vor, ca. 85.000 bis 90.000 Euro zusätzlich zu den ohnehin immens hohen Kosten für die Vermittlung auszugeben. Für die Stadtratssitzung am 21. Oktober sieht die Verwaltung in dieser Sache offenbar keinen öffentlichen Redebedarf. Die CDU-Fraktion beantragt aus diesem Grund eine Aktuelle Stunde zu diesem Thema. CDU-Fraktionschef Michael Panse betont daher: „Es ist den Erfurtern ohnehin schon schwer zu erklären, dass geschätzte 17 Mio. Euro für lediglich knapp einen Straßenkilometer ausgegeben werden sollen, besonders weil in anderen Bereichen wie Kitas und Schulen der Schuh deutlich stärker drückt und außerdem günstigere Alternativvorschläge im Raum stehen. Das Geld für einen Mediator wäre damit zusätzliches, aus dem Fenster geworfenes Geld.“ Die CDU-Fraktion stellt zudem in Frage, ob ein von der Stadt bezahlter Mediator überhaupt neutral vermitteln kann. Die Skepsis der Bürgerinitiative Nordhäuser Straße gegenüber einem Mediator ist somit verständlich. Das kostenlose Vermittlungsangebot eines in der Nordhäuser Straße ansässigen Bundesrichters, der von Berufs wegen in Neutralität geübt ist, lehnte der Oberbürgermeister jedoch mit der Begründung mangelnder Neutralität ab. Panse erklärte dazu: „In Sachen Neutralität muss sich der Oberbürgermeister zunächst an seine eigene Nase fassen – erst recht, wenn es noch nicht mal eine öffentliche Debatte zu dem Thema geben soll. Mit dem Antrag zur Aktuellen Stunde hoffen wir nun, einen Anstoß zu einem öffentlichen und ergebnisoffenen Dialog zu geben. Kritisch soll dabei insbesondere die Finanzierung im Blick stehen.“
Vor dem Spiel mit Thomas Pähtz
Nach 35 Zügen bzw. knapp einer Stunde Spielzeit war es schon vorbei. In aussichtsloser Stellung habe ich drei Züge vor dem selbsterkannten Matt die Schachpartie aufgegeben. Allerdings war selbst das schon ein kleiner Erfolg, den der Gegner im Simultanspiel war der amtierende Weltmeister der Amateure und mehrfache Deutsche Meister Thomas Pähtz.
In meinen Jugendjahren habe ich selbst aktiv Schach gespielt, aber dies ist schon über 35 Jahre her. Zuletzt habe ich bei einigen Politikerschachturnieren mitgespielt und dabei auch gegen die Tochter von Thomas Pähtz, die mehrfache Schachweltmeisterin Elisabeth Pähtz sowie gegen den Großmeister und dreifachen Deutschen Meister Thomas Luther Simultan gespielt.
Heute Abend fand im Comcenter die Eröffnung des neuen Unternehmensstandorts der UKA Umweltgerechte Kraftanlagen mit vielen Gästen statt. Der größte deutsche Windparkentwickler hat über 350 Beschäftigte und Unternehmensstandorte in Meißen, Cottbus und Rostock. Bei der heutigen Eröffnung in Erfurt gehörte Schach zum Rahmenprogramm, weil der geschäftsführende Gesellschafter Gernot Gauglitz selbst erfolgreicher Schachspieler war und seine Firma Hauptsponsor der Deutschen Nationalmannschaften im Schach ist. Thomas Pähtz gewann von seinen sieben Simultanpartien vier Spiele bei zwei Unendschieden und einer Niederlage.
The Bean Chicago
Unser Flug von München nach Kansas City wurde sowohl hinwärts als auch auf dem Rückflug zweigeteilt. Während bei meinen letzten Reisen der Stopover meist fest geplant war, war es dieses Mal eher unfreiwillig, dass wir jeweils mehrere Stunden in Chicago verbrachten.
Der Chicago O´Hare International Airport ist zwar nicht mehr der größte Flughafen der Welt (2011 war er der viertgrößte), aber neben Atlanta ist es der am zweitmeisten frequentierte Flughafen der USA. Vier Terminals und 178 Gates sorgen für erheblichen “Wanderungsaufwand” beim Umsteigen. Da zudem die obligatorische Sicherheitskontrolle ansteht, kann es schon einmal passieren, dass Anschlussflüge verpasst werden. Auf dem Hinflug waren wir erst am Gate der United nach Kansas, als die Maschine bereits in der Luft war. Unser Flugzeug aus München war zwar pünktlich gelandet, allerdings war es noch eine halbe Stunde “zu Fuß unterwegs” (wie es der Pilot formulierte) bis wir aussteigen konnten.
Auf dem Rückflug waren hingegen sowieso fünf Stunden Aufenthalt in Chicago geplant und da dieses Mal die beiden Gates nah beieinander lagen, entscheiden wir uns spontan für einen Abstecher nach Downtown Chicago. Mit dem Taxi ist es bis in die Innenstadt rund 40 Minuten – mehr oder weniger ja nach Verkehrslage.
Der Millennium Park allein rechtfertig aber den Stopover in Chicago schon. Neben der Navy Pier ist der Park der größte Anziehungspunkt der Stadt. Das Cloud Gate bzw. The Bean lockt vor allem Fotografen für Selfies mit der Skyline von Chicago an. Die verspiegelte Außenhaut bietet tausende Möglichkeiten. Durch den Park und über die eindrucksvolle Fußgängerbrücke kommt man an das Seeufer und hat von dort sowohl den Blick auf die Navy Pier, als auch die Hochhäuser der Stadt. Beeindruckend! Schade, dass wir am Ende nur zwei Stunden in der Innenstadt hatten – genügend Gründe wieder zu kommen.
Bilder aus Chicago: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157657496988154
Panse begrüßt Konzept des Landes und bekräftigt bestehende Forderungen„Spät kommt die Einsicht, aber sie kommt. Die Idee, die alte Zahnklinik in der Nordhäuser Straße für studentisches Wohnen zu nutzen, ist nicht neu“, betont der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Michael Panse. Die CDU-Fraktion brachte diesen Vorschlag bereits Anfang 2012 in die Diskussion des Erfurter Stadtrates ein. Die rot-rot-grüne Stadtspitze sah dafür jedoch keinen Bedarf, wollte lieber auf private Investoren warten und schlug sogar einen Rückbau vor. Panse zeigt sich jedoch erfreut, dass nun die Thüringer Landesregierung den bestehenden Bedarf erkannt hat. Zwar ist die Stadt Eigentümer des Gebäudes jedoch hat das Land über erbbaurechtliche Regelungen erstes Nutzungsrecht. Panse verweist des Weiteren auf die seit Jahren bestehende Problematik immer knapperen Wohnraums in Erfurt. Auf diesen Fakt hatte die CDU-Fraktion immer wieder hingewiesen. Die Knappheit war bereits vor drei Jahren bekannt. Insbesondere Studierenden fällt es zunehmend schwer eine passende und günstige Unterkunft zu finden. Der Fraktionschef erklärt dazu: „Die CDU-Fraktion begrüßt und unterstützt die aktuellen Pläne der Landesregierung für die alte Zahnklinik. Allein die Nähe zur Universität spricht für den Ausbau als Studentenwohnheim. Andere Wohnstandorte in Erfurt könnten dadurch entlastet werden. Gleichzeitig würde endlich ein städtebaulicher Misstand verschwinden. Darüber hinaus regen wir an, in der unteren Etage eine Kinderbetreuungseinrichtung zu integrieren.“
Erfurt Park Dedication Shawnee
Eindrucksvolle und gastfreundliche fünf Tage in unserer Partnerstadt Shawnee liegen nun hinter uns! Zum ersten Mal war ich bei einer Delegationsreise in unsere amerikanische Partnerstadt dabei und beeindruckt, wie herzlich wir dort empfangen wurden. 1993 haben Erfurt und Shawnee ihre Partnerschaft begründet.
Shawnee liegt mitten in Amerika im Bundesstaat Kansas. Wie Erfurt lag es einst an wichtigen Handelsrouten und die Entwicklung wurde durch die angrenzenden Flüsse Kansas River und Missouri begünstigt. Im Gegensatz zu Kansas City (dessen Vorort Shawnee praktisch ist), ist Shawnee ausgesprochen ländlich geprägt. Allerdings wächst die Einwohnerzahl kontinuierlich. Derzeit gibt es in Shawnee 68.000 Einwohner – allerdings werden perspektivisch 110.000 angepeilt – also erhebliches Entwicklungspotential.
Neben den offiziellen Besuchsterminen der Stadtverantwortlichen, war die Partnerschaft bis jetzt besonders intensiv zwischen der Polizei und der Feuerwehr. Im Rahmen unseres Besuchs gleich am ersten Tag konnten wir dies bei der Shawnee Police und der Shawnee Fire Dept erleben. Anschließend ging es noch in das Justizzentrum und zur Unternehmermesse. Überall wurden wir herzlich und interessiert aufgenommen.
Am zweiten Besuchstag ging es erst zum indianischen Gräberfeld in Shawnee. Vor rund 200 Jahren lebten in dem Gebiet von Shawnee Indianer, die auch die Gründung der Stadt mit begleiteten. Tief in die (relativ kurze) Geschichte tauchten wir beim Besuch im “Pionieer Crossing” Park ein. Dort ist die Siedlerbewegung gewürdigt. Shawnee Town entwickelte sich danach und die jüngere Geschichte ist in “Shawnee Town 1929” zum Anfassen zu erleben. Historische Gebäude, das Gefängnis, die Bank, die Schule und mehrere Geschäfte wurden dort mitsamt ihrer historischen Einrichtung zu einem großen Freiluftmuseum ausgebaut. Selbst historische Autos wie den legendären Ford T kann man dort besteigen. Zurück in die Zukunft ging es bei einem Arbeitsgespräch im Rathaus mit den Kollegen und Kolleginnen aus der Regionalpolitik (Shawnee wird von Frauen regiert).
Am Freitag Abend war schließlich ein großes Treffen mit der deutschen Gemeinschaft in der Boulevard Brewery (Schaubrauerei). Am Abend zuvor hatten wir uns in Jonnys Tavern getroffen. Auf über 30 Fernsehern war dort als Nebenprogramm des Abends Baseball zu erleben (jetzt kenne ich Dank einer Dolmetscherin auch die Regeln). Sportbegeisterung gab es während unserer Reise mehrfach zu erleben. Baseball und Football stehen in Kansas an der Spitze. Beim Baseball in der major league sind es die Kansas City Royals und beim Football die Kansas City Chiefs in der NFL. Aber darunter gibt es noch alles Mögliche…
Allein beim Football streiten sich beim College Football in der Big 12 Conference die Kansas State University mit den Wildcats und die Kansas Jayhawks der University of Kansas um die Fans. Am 28.11. kommt es mal wieder zum Showdown, wenn sie gegeneinander spielen. Wir haben uns auf die Seite der Wildcats geschlagen – und mit unseren Gastgebern eines der Spiele am Samstag Abend an den Bildschirmen erlebt – kommentiert von Jeff Meyers einem ehemaligen Spieler der KSU und heutigen Trainer. In einem Stadion, dem Sporting Park, war ich leider nur kurz zu Besuch. Wie auch die benachbarte Nescar-Rennstrecke Kansas Speedways war bei unserem Besuch dort gerade kein Sportevent – ein guter Grund wieder zu kommen 😉
Höhepunkt unserer Tour war die Einweihung des Erfurt Parks am Samstag Vormittag. Viele Gäste und eine Liveübertragung im Internet begleiteten den Festakt. Bevor wir in Erfurt zurück waren hatte auch schon die Erfurter Presse von dem Ereignis berichtet. Unten findet sich der Link zu dem Artikel.
Die Rückreise war ähnlich lang, wie die Hinreise. Allerdings nutzten wir die rund fünf Stunden Zwischenstopp in Chicago zu einem Abstecher mit eine Taxi in die Innenstadt und dem Millennium-Park. Das Cloud Gate bzw. The Bean ist Anziehungspunkt für verzerrte fotografische Selbstporträts. 8 Stunden Rückflug und der Transfer von München nach Erfurt beendeten eine eindrucksvolle Reise. Viele Freundschaften konnten geschlossen werden – ich habe sportliche Kontakte zu einer Volleyballtrainerin und zu einer Schule mit ihrer Football-Mannschaft knüpfen können. Ich freue mich darauf, wenn die Freunde aus Shawnee kommendes Jahr nach Erfurt kommen werden.
Bericht der TA: http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Erfurt-Park-in-amerikanischer-Partnerstadt-eroeffnet-112892914Bilder aus Shawnee:
An- und Abreise: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157657480825603
Shawnee Police: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157659391613420
Fire Station #72: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157659394624368
Reise in die Vergangenheit von Shawnee: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157659778651802
City Hall Shawnee: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157659738663736
Sporting Park: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157657469164814
Einweihung Erfurt Park: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157659296065359
Besuch bei Freunden: https://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/albums/72157659739546726
Unser aktuelles Infoblatt ist online
Derzeit dreht sich in der kommunalpolitischen Wahrnehmung nahezu jedes Thema um die Flüchtling- und Asylbewerbersituation in der Landeshauptstadt. Nachdem in den letzten Tagen die ersten Sporthallen und die Thüringenhalle belegt wurden, wird dies auch noch eine Weile so bleiben.
Daneben fallen aber im Stadtrat auch weiter wichtige Entscheidungen, die wir in der aktuellen Ausgabe unseres Infoblattes aufgearbeitet haben. Im Rückblick auf die letzte Stadtratssitzung waren die Kommunalfinanzen dominierend.
Der Haushalt 2015 ist zwar seit Ende September genehmigt – aber bereits jetzt von zahlreichen Sperren belegt. Dies wird mit der Finanzanalyse zum 30.9.2015 möglicherweise noch deutlich verschärfen. Besserung ist da auch für die Zukunft kaum in Sicht. Angeblich fehlen derzeit rund 50 Millionen Euro, um einen Haushaltsentwurf 2016 vorlegen zu können. Die Themen gehen uns also nicht aus und wir werden über unsere Anträge und Initiativen weiter berichten…
Der Link zum Fraktionsinfoblatt: http://www.cdu-fraktion-erfurt.de/core/files/magazin/file/AUR1-2015_09_herbst_infobrief_fraktion.pdf
Alles Gute zum Geburtstag Manfred!Heute feiert unser ehemaliger Oberbürgermeister Manfred Ruge seine 70. Geburtstag. Bereits gestern würdigte sein Nachfolger Andreas Bausewein das Wirken seines Amtsvorgängers mit einem Festempfang im Festsaal des Rathauses. Rund 150 Gäste, die Manfred Ruge eng verbunden sind, waren als Gäste geladen und jeder ha seine eigene Geschichte mit Manfred erlebt. Alle verbindet aber die parteiübergreifende Anerkennung für das Lebenswerk von Manfred Ruge. Von 1990 bis 2006 war er Oberbürgermeister der Landeshauptstadt und hat in dieser Zeit unsere Stadt geprägt. Wichtige Weichenstellungen für die Gestaltung der heute schönsten Altstadt Deutschland erfolgten in den Nachwendejahren. Viele richtungsweisenden Entscheidungen gab es unter Manfred seiner Führung – die Wiedergründung der Erfurter Universität ist da nur ein herausragendes Beispiel. Für die CDU-Stadtratsfraktion habe ich Manfred gestern gratuliert. Ich bin sehr dankbar dafür, von Manfred Ruge Kommunalpolitik gelernt zu haben. Als ich 1993 in den Stadtrat gekommen bin war Erfurt schon Manfred-Ruge-Stadt. Ich wünsche Manfred Ruge von ganzem Herzen alles Gute und vor allem Gesundheit und Zeit für seine große Familie. Zudem hat Manfred Ruge gestern angekündigt sich weiter engagiert in den über 20 Vereinen einbringen zu wollen, in denen er Mitglied ist. Oldtimer-Club, Kegelbrüder, Karneval, Rot-Weiß Erfurt und viele mehr gehören dazu – auch die CDU Erfurt 😉
Ute Freudenberg beim Festakt im Erfurter Theater
Natürlich gehört zum 25. Geburtstag auch ein Rückblick auf die letzten 25 Jahre und damit die jüngere deutsche Geschichte. An diesem Wochenende wurde viel gefeiert und es wurde sich auch viel erinnert, was in den letzten 25 Jahren passiert ist. Die CDU Erfurt hat gestern, wie in jedem Jahr, mit einer festlichen Andacht in der Michaeliskirche an den Tag der Deutsche Einheit erinnert. Vor 25 Jahren war die Wiedervereinigung, der Freistaat Thüringen wurde wieder begründet und Erfurt wurde Landeshauptstadt.
Wie in den vergangenen Jahren gab es auch einen offiziellen Festakt der Landesregierung. Über 700 Gäste waren im Erfurter Theater dabei. Das Programm war in diesem Jahr durchaus bunt gemischt und weniger von Ansprachen geprägt. Verdienstvolle Thüringerinnen und Thüringer wurden vorgestellt und geehrt, Kindergartenkinder erklärten im Video, was für sie der Geburtstag bedeutet und Reinhard Schramm, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde, sprach die Gedanken zum Tag.
Musikalisch umrahmten Dirk Zöllner (“Als ich fortging”) und Ute Freudenberg (“Wie weit ist es bis ans Ende dieser Welt” und “Jugendliebe”) das Programm. Ministerpräsident Bodo Ramelow ehrte mit dem Thüringer Löwen seine beiden Amtsvorgänger Christine Lieberknecht und Dieter Althaus. Auch der bebilderte Rückblick konnte sich bis auf einen kleine Schönheitsfehler sehen lassen. Von Ministerpräsident Bernhard Vogel, der über die Hälfte der letzten 25 Jahre das Land erfolgreich regiert hat, war kein Bild und keine einzige Würdigung dabei – schade.
Ich habe gestern mehrmals daran gedacht, was die 25 Jahre alles gebracht haben. Im Februar 1990 stand ich auf dem Domplatz, als Helmut Kohl von den blühenden Landschaften sprach. Im September 1990 wurde ich CDU-Mitglied (bis dahin war ich beim Demokratischen Aufbruch). Ein Jahr später begann ich als Landesgeschäftsführer der Jungen Union Thüringen mein hauptamtliches politisches Engagement. 1993 Landesvorsitzender der JU und Stadtrat. 1994 stand ich mit Helmut Kohl mehrmals auf der Wahlkampfbühne und 1995 wechselte ich nach Bonn als Bundesgeschäftsführer der JU. Viele andere Stationen folgten noch und ich kann heute zufrieden feststellen, dass ich alles ganz genauso wieder machen würde.
Das Wichtigste aber sind mir in den 25 Jahren meine drei Söhne. Maximilian, der Älteste, ist jetzt genau 25 Jahre alt, Jonas 14 und Julian 8. Sie haben alle drei ihr Leben ausschließlich in Freiheit erlebt. Sie haben Chancen und Möglichkeiten ihr Leben zu gestalten, wie keine Generation vor ihnen. Für sie lohnt es sich unsere Demokratie und Freiheit täglich neu zu bewahren. Ich bin dankbar dafür, auch künftig ein ganz klein wenig kommunalpolitisch weiter daran mitzuwirken. Der 3. Oktober ist deshalb immer ein Geburtstag, ein Gedenktag und eine Verpflichtung.
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