Blogeinträge

Demenztagung 2012

Fachtagung (1)Vor über einem halben Jahr habe ich mit Prof. Michael Opielka von der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena über das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen diskutiert und wir haben dabei das Konzept einer Demenzfachtagung 2012 besprochen. Gestern fand diese Tagung statt – und sie war überaus erfolgreich. Gefördert wurde die Tagung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und in meiner Funktion als Beuaftragter für das Zusammenleben der Generationen habe ich die Demenztagung unterstützt. Die Referentenliste war gestern ähnlich beeindruckend lang wie die Anzahl der mit Vorbereitung und Durchführung betrauten Studenten. Über 300 Teilnehmer verfolgten die Tagung, darunter viele Fachexperten aus Thüringen und sehr viele Studenten der FH. Fachtagung (16)MinDir Dieter Hackler vom BMFSFJ betonte in seinem Grußwort den Nationalen Aktionsplan Demenz und dessen Kernanliegen, die Würde und Achtung des Erkrankten zu bewahren – dies gilt um so mehr in der abhängigen Lebensphase am Ende des Lebensweges. Jede 2. Frau und jeder 3. Mann sei im Laufe seines Lebens davon bedroht an Demenz zu erkranken (Barmer Gesundheitsreport). Der Bund will eine Allianz für Demenz mit regionalen Netzwerken. Prof. Dr. Wilfried Schnepp von der Universität Witten-Herdecke konstatierte einen bereits bestehenden Pflegenotstand und beklagte, dass es bei Hausärzten kein geriatrisches Assesment gäbe. Besondere Probleme sieht er bei der Betreuung von Demenzkranken in Kraknenhäusern. Frau Verena Rothe von der Aktion Demenz e.V. sagte zur “Epedemie an Demenzkranken”, dass dies möglicherweise eine normale Form des Alterns sei und sie warb für die Plattform www.demenzfreundliche-kommunen.de Fachtagung (67)Dieter Schnellbach vom TMSFG wies darauf hin, dass von den derzeit 1,2 bis 1,3 Millionen bundesweit erkrankten Demenzkranken rund 37.000 in Thüringen leben. Diese Zahl wird deutlich steigen, bei den über 90Jährigen liegt die Demenzquote bei 35 Prozent. Ausgesprochen erfolgreich war die Arebit in den 14 (Semi)Open-Space-Workshops. Dort wurden zahlreiche Forderungen an das anschließende Politische Podium mit unserer Sozialministerin Heike Taubert, Dieter Hackler vom BMFSFJ, Ute Lieske (Bürgermeisterin und Dezernentin Soziales Eisenach), Prof. Michael Opielka und mir als Generationenbeauftragten formuliert. Zu den Forderungen und zur Tagung insgesamt wird es eine umfängliche Tagungsdokumentation geben, aber dies dauert noch eine Zeit. Mich hat besonders gefreut, dass sich so viele junge Menschen mit diesem Thema so intensiv auseinander gesetzt haben. Bilder der Tagung

Bahnhofsmission im Sozialausschuss mehrheitlich abgelehnt

Hilfebedürftige Reisende am Hauptbahnhof weiter ohne Unterstützung? Am 27. Juni 2012 wird der Stadtrat unter anderem über den Antrag der CDU-Fraktion diskutieren, sich als Stadt für die Etablierung einer Bahnhofsmission, die eine rein karitative Organisation ist, am Hauptbahnhof einzusetzen. Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten gibt es in Erfurt und ganz Thüringen noch keinen Zweig der Bahnhofsmission. Die Bahnhofsmission setzt sich für hilfebedürftige Reisende an Deutschlands Bahnhöfen ein. Geholfen wird nicht nur alten oder behinderten Menschen, sondern auch Menschen in verschiedenen Notsituationen, die spontan während einer Reise auftreten können. In der Vorberatung im Sozialausschuss am 6. Juni 2012 wurde der CDU-Antrag von allen anderen Fraktionen außer den Freien Wähler abgelehnt. Laut dem CDU-Antrag wird der Oberbürgermeister lediglich gebeten, die Etablierung einer Bahnhofsmission in Erfurt umfassend zu unterstützen sowie sich mit der Bahn und freien Trägern zwecks Klärung in Verbindung zu setzen. Dabei wäre die Stadt nicht selbst Akteur, sondern müsste lediglich ein Zustandekommen moderieren, ohne dass dabei eigene Kosten entstünden. Die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Margarete Hentsch zeigte sich nach der Sitzung des Sozialausschusses entrüstet: „Wieso gerade die Kollegen von SPD und Linken dieses Projekt ablehnen, erscheint mir widersprüchlich, da sie sonst auch immer betont auf soziales Engagement beharren. Die Bahnhofsmission hat nichts mit ‚Mission’ im Sinne missionarisch-verkündender Tätigkeit zu tun, wie es einige Ausschussmitglieder offenkundig missverstanden haben. Die Bahnhofsmission agiert sozial-karitativ, d.h. sie hilft Menschen, die schwach oder in Not sind. Sollte sich nun auch der Stadtrat am Abstimmungsergebnis des Sozialausschusses orientieren, wird diese Hilfe von vornherein unterbunden und den betroffenen Menschen damit verwährt. Im Sozialausschuss jedenfalls wurde politisches Kalkül sozialer Vernunft vorgezogen. Eine soziale Stadt handelt anders!“ Abschließend meldete sich der Fraktionsvorsitzende Michael Panse kritisch zu Wort: „Wir sind irritiert, dass man sich hier auf scheinbare und vorgeschobene formelle Grenzen beruft, um der Bahnhofsmission eine Absage zu erteilen. Erfurt als künftiger ICE-Knotenpunkt ohne eine Bahnhofsmission ist undenkbar. Wir fordern den Oberbürgermeister deshalb auf, sich in dieser Angelegenheit stark zu machen. Falls es tatsächlich formelle Hindernisse geben sollte, ist er gefragt, alternative Wege aufzuzeigen und sich im Interesse der Landeshauptstadt in dieser Angelegenheit einzusetzen.“ Unter folgendem Link erhalten Sie weitere Informationen zum Aufgabenfeld und der Trägerschaft der Bahnhofsmission: http://www.bahnhofsmission.de/Start.3.0.html

Volles Programm

Landtag (10)
Mit meinem Team
Gestern war Tag der offenen Tür im Thüringer Landtag und wie in jedem Jahr war es extrem voll. Mit meinen Mitarbeitern habe ich von 10 bis 16 Uhr mit einem Inostand für die Themen “Mehrgenerationenhäuser”, “Großelterndienste” und “Jahr des aktiven Alterns” geworben. Viele gute Gespräche, ein Interview mit Radio Frei zur Kita-Betreuung in Erfurt sowie am Stand der Liga zum Bundesfreiwilligendienst füllten den Tag. Auch Landtagspräsidentin Birgit Dietzel und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht waren auch bei uns am Stand zu Gast. Bevor es am Abend zum Familienfußballabend ging, stand noch Teil 1 der Klausurtagung des CDU-Kreisvorstandes und der CDU-Stadtratsfraktion auf dem Programm. Wahlauswertung, Themensetzung für die Zukunft, Finanzkrise und Griechenland waren die bestimmenden Themen. Heute Vormittag ging es noch weiter. Weimar (13)Zum Generationentag nach Weimar habe ich dann wenigstens eine Motorradtour gemacht – damit das Wochenende nicht nur aus Arbeit besteht 🙂 Heute war auf dem Marktplatz im Gegensatz zur letzten Woche bestes Wetter und so waren sehr viele Weimarer zu Gast und nutzten die vielen Angebote des Mehrgenerationenhauses Weimar-West und vieler Partner. Am Abend war dann nur noch Fußball angesagt. Für Kroatien habe ich mit meinem Sohn besonders mitgefiebert. Von etlichen Besuchen dort habe ich zahlreiche Fanartikel mitgebracht und das Daumen drücken hat geholfen – 3:1 gegen Irland!

Die Kita-Diskussion geht weiter

Kita Glückskäfer (1)
Baulich gibt es in Erfurt noch viel zu tun, bis ausreichend Kita-Plätze da sind
Im Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt Erfurt ging es gestern Abend einmal mehr um die Kita-Situation in Erfurt, die leider vor allem von einem Platzmangel geprägt ist. In den nächsten Wochen werden der Jugendhilfeausschuss und der Stadtrat zwar den Kita-Bedarfsplan 2011/2012 beschließen, allerdings wird damit wohl nur eine geringfügige Besserung der Situation eintreten. Es bleibt das größte Problem, dass alle bestehenden Einrichtungen übervoll sind, insbesondere Eltern mit Kleinkindern unter 2 Jahren keinen Platz finden. Das Jugendamt verweist in der Regel darauf, dass der Rechtsanspruch für diese Altersgruppe schließlich erst ab 1.8.2013 gelten würde. Damit liegen sie allerdings nur bedingt richtig, denn Tatsache ist, dass Eltern bereits jetzt einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung haben wenn es gemäß KitaG die besondere Lebenssituation der Eltern erfordert. Dies gilt wenn beide berufstätig sind, für Alleinerziehende und analog auch, wenn sie in Ausbildung oder Studium sind. Zuoft lassen sich leider Eltern vertrösten, hinhalten oder abwimmeln. Um eine besonders benachteiligte Gruppe ging es dabei erneut im Jugendhilfeausschuss. Die Inanspruchnahme von Kita-Plätzen durch Kinder mit Migrationshintergrund zeigt auf, dass 19 Kinder unter 2 Jahren und 793 Kinder zwischen 2 Jahren bis Schuleintritt in Erfurter Kitas betreut werden. Insbesondere bei den Kindern unter 2 Jahren weisen diese Zahlen extreme Unterschiede auf. Es bleibt ein Ärgernis, dass die Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund offensichtlich zuwenig Hilfe bei der Suche nach Kita-Plätzen und Durchsetzung ihres Rechtsanspruchs erhalten. Die zuständige Sozialbeigeordnete hat gestern zum Thema zwar wieder viel gesagt, aber nur wenig was den Eltern tatsächlich hilft. Ich habe für die CDU erklärt, dass wir das Wunsch- und Wahlrecht überhaupt nicht gewährleistet sehen und erst recht nicht bereit sind Wartezeiten von bis zu einem Jahr bei Kindern mit Rechtsanspruch hinzunehmen. Ich kenne Fälle von 4 und 5 jährigen Kindern mit Migrationshintergrund, die immer noch keinen Kita-Platz haben. Ganz am Ende der gestrigen Beratung kam dann dazu das Angebot der Beigeordneten, dass sich Eltern werne direkt an ihr Büro wenden können und dann ihr Problem gelöst wird. Ich bin gespannt wie weit diese Brücke trägt und werde Eltern gerne an das Büro von Frau Thierbach im Rathaus verweisen.

Neuwahl im Ortsverband “Am Petersberg”

Der Vorsitzende des Ortsverbandes Am Petersberg, Michael Panse, ist einstimmig in seinem Amt bestätigt worden. Seit 1998 ist Michael Panse bereits Ortsverbandsvorsitzender. Die Arbeitsbilanz der letzten 14 Jahre dieses mitgliederstärksten Ortsverbandes der CDU Erfurt sprich dabei für sich. In den letzten zwei Jahren ist die Mitgliederzahl des Ortsverbandes stetig angestiegen. Es finden jeden Monat Veranstaltungen statt. Diskussionen mit Referenten über tagespolitische Themen stehen ebenso auf dem Programm wie Besuche der ortsansässigen Unternehmen und Vereine.

„Im Mittelpunkt der Arbeit meines Ortsverbandes steht immer der Mensch. Deswegen ist es uns allen ungeheuer wichtig, dass wir immer mit den Erfurterinnen und Erfurtern im Gespräch bleiben, für ihre Sorgen und Nöte ein offenes Ohr haben, so dass wir Sie auch unterstützen können“, betont der Vorsitzende.

Seine beiden Stellvertreter, Ute Karger und Peter Busch sowie die Beisitzer Martina Reinhardt, Peter Weise, Jonas Eberhardt, Magda Barczyk, Sabine Volquardsen und Jana Hofmann werden Michael Panse in dieser neuen Legislaturperiode tatkräftig unterstützen.

LBS-Kinderbarometer und Betreuungsgeld

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Die Kinder erklärten, was sie sich wünschen
Beides gab es am heutigen Tag und da bietet sich die Diskussion an, ob das was miteinander zutun hat. Am Nachmittag stellte die Thüringer Sozialministerin Heike Taubert gemeinsam mit Prof. Wassilios E. Fthenakis und Anja Beisenkamp den Länderbericht Thüringen des LBS-Kinderbarometers im Tagungsgebäude der Sparkasse vor. Am Vormittag hatte das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld beschlossen und die Diskussion dazu prägt dann den Rest des Tages diverse Internetforen. Die Versuchung ist groß, beide Themen miteinander zu verknüpfen und das geschah dann auch. Das LBS-Kinderbarometer hat 533 Kinder in Thüringen im Alter zwischen 9 bis 14 Jahren in einem Fragebogen mit 100 Fragen konfrontiert. Neben der Shell-Jugendstudie ist es damit eines der aussagekräftigsten Belege dafür was Kinder wünschen und brauchen. 20 Prozent der Kinder sind Einzelkinder, 15 Prozent leben bei alleinerziehenden Eltern (13 bei der Mutter 2 beim Vater), von 26 Prozent der Kinder sind die Eltern getrennt lebend oder in Scheidung. 54 Prozent der Kinder fühlen sich gut bis sehr gut, aber 8 Prozent fühlen sich nicht wohl.
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Prof. Wassilios E. Fthenakis
Spaß machen den Kindern am meisten Aktivitäten mit Freunden und Sport – der Computer kommt erfreulicherweise erst an 5. Stelle. Die Kinder wünschen sich mehr Zeit mit ihren Eltern zu verbringen und lehnen gebundene Ganztagsschulangebote mit großer Mehrheit ab. Sie wollen zwar gerne  die Schule für Nachmittagsaktivitäten nutzen, aber nicht für schulische Dinge. Die größten Zukunftsängste haben Kinder vor Arbeitslosigkeit, Armut und Obdachlosigkeit (35 Prozent). Auf Nachfrage betonten die Macher der Studie jedoch, dass dies in keinem Zusammenhang zur wirtschaftlichen Situation der Familie steht und die Werte in Ost und West gleich sind. Der Versuch jedoch das LBS-Kinderbarometer als Argument gegen das Betreuungsgeld heran zuziehen ging gründlich daneben. Wenn Kinder zwischen 9 bis 14 Jahren mehr Zeit mit ihren Eltern verbringen wollen, darf unterstellt werden, dass dies bei jüngeren Kindern und erst recht bei Kleinstkindern auch so ist. Die heutige Forderung der SPD das Geld lieber in Kitas und Ganztagsschulangebote zu stecken geht ebenso fehl. Gebundene Ganztagsschulen werden von Kindern abgelehnt. Viele der Interviews, die ich heute von Linken, Grünen und Sozialdemokraten  gehört habe waren geprägt von einem tiefen Mißtrauen gegenüber Eltern und der Unterstellung, dass frühkindliche Bildung von Eltern nicht umfänglich geleistet werden könne und am besten auch bei Kleinkindern (wir reden beim Betreuungsgeld von 1-2 Jährigen) vom Staat geleistet wird. Wir werden dazu noch heftige Diskussionen haben – ich diskutiere kräftig mit!

Neuwahlen des Ortsvorstandes der CDU “Am Petersberg”

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Der neue Ortsvorstand "Am Petersberg"
Der CDU Ortsverband “Am Petersberg” hat einen neuen Ortsvorstand gewählt. Zweieinhalb Jahre nach der letzten Wahl (etwas zeitlich verzögert, durch den OB-Wahlkampf) haben wir damit unser “Kampfteam” für die nächsten zwei Jahre formiert. In diesen Zeitraum werden mit der Bundestagswahl, der Stadtratswahl und der Landtagswahl wieder drei Wahlkämpfe fallen. So war es gut, dass wir bei unserer Mitgliederversammlung sowohl mit der Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann, als auch mit unserer CDU-Kreisvorsitzenden Ministerin Marion Walsmann über die dabei anstehende Aufgaben diskutieren konnten. Der Bericht, den ich als Vorsitzender über die Arbeit der letzten zweieinhalb Jahre hielt, war geprägt von zahlreichen Veranstaltungen (mindestens einmal monatlich), den Wahlkampfaktivitäten (insbesondere von meinem Ortsverband bin ich beim OB-Wahlkampf kräftig unterstützt worden) und der Öffentlichkeitsarbeit des Ortsverbandes. Seit geraumer Zeit haben wir mit dem “Schwarzen Peter” ein Ortsverbandsinfoblatt, von dem inzwischen sieben Ausgaben erscheinen sind. Die Mitgliederzahl hat sich positiv entwickelt. Mit nunmehr 198 Mitgliedern (2009 waren es 192 und i Jahr 1998 waren es 150) sind wir weiter der mitgliederstärkste Ortsverband in Erfurt. Rund 800 Mitglieder zählt der Erfurter CDU-Kreisverband in seinen 16 Ortsverbänden.
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Treffpunkt bleibt die Gaststätte "Zum Andreasturm"
Seit 1998 bin ich Ortsverbandsvorsitzender und ich habe mich darüber gefreut, dass ich von unseren Mitgliedern einstimmig das Vertrauen erhalten habe den Ortsverband weiter als Vorsitzender zu führen. Als meine Stellvertreterin wurde wieder Ute Karger gewählt und neu als Stellvertreter wurde Peter Busch gewählt. Als Beisitzer werden im Vorstand Martina Reinhardt, Peter Weise, Jonas Eberhardt, Magda Barczyk, Sabine Volquardsen und Jana Hofmann. Im neuen Vorstand sind nun erstmals mehr Frauen als Männer und wir haben eine Mischung zwischen neuen und alten Vorstandsmitgliedern – drei neue sind mit der Wahl in den Vorstand gekommen. Das Alterspektrum ist breit und dies ist gut, weil wir Veranstaltungen als Vorstand planen und vorbereiten wollen die alle Mitglieder ansprechen. Vielen Dank für die Mitarbeit an die drei Vorstandsmitglieder, die nicht wieder kandidiert haben. Helmut Panser, Peter Forelle und Andy Kaiser werden aber weiter im Ortsverband aktiv bleiben. Für die nächsten zwei Jahre haben wir uns vorgenommen mehr Außenwirkung zu erzielen, Infostände dezentral, also nicht nur auf dem Anger zu veranstalten. Themenfreie Ortsverbandsveranstaltungen sollen dazu dienen Probleme in unserer Stadt frühzeitig einzusammeln und Lösungen zu suchen. Dazu werden wir das Potential an guten Referenten und Gesprächspartnern nutzen – zu unseren Ortsverbandsmitgliedern gehört auch Ministerpräsident Prof. Bernhard Vogel. Anfang Juli wird der Ortsverband gemeinsam mit unserer Bundestagsabgeordneten und Vertretern der Kirchen zu einer Diskussionsrunde zum Betreuungsgeld des Bundes einladen.

Nur das Wetter hat nicht mitgespielt…

fusball-1An diesem Wochenende standen gleich fünf Fest auf dem Programm, die alle Spaß gemacht haben und alle besseres Wetter verdient gehabt hätten. Da ich auf meiner Facebook-Seite schon jede der Veranstaltungen reflektiert habe, reicht hier ein kurzer Rückblick. Am Samstag war sowohl das 19. Mühlgartenfest in Möbisburg, als auch das Magdeburger-Allee-Fest. Bei ersterem war ich heute Vormittag noch einmal zu Gast. Auf dem Programm stand ein Generationenfußballspiel Väter gegen Söhne (und Töchter), leider im Regen. Wie im letzten Jahr endete das Spiel unentschieden und die Kinder gewannen im Elfmeterschießen. Dieses Mal jubelte mein Sohn besonders, weil er seinen  Elfmeter verwandelte und ich meinen in diesem Jahr nicht 🙁 Magdeburger Allee (35)Beim Magdeburger-Alle-Fest verfolgten meine beiden Kleinen Männer begeistert den Auftritt ihres großen Bruders auf der Bühne der Landeswelle. Mit seinen Trommlern von Tympanus Forte brachte er Stimmung in die Magdeburger-Allee. Trotz Sonnenschein war es aber schon recht kühl. Richtig ungemütlich war es heute Nachmittag und so wurde das Kindertagsfest des Vietnam Vereins Erfurt e.V. kurzerhand nach Innen verlegt. Ich war bereits zum dritten Mal beim Vietnam Verein zu Gast und nutzte die Gelegenheit mich über die Arbeit des Vereins zu informieren. Rund 1.300 Vietnamesen leben in Erfurt, davon sind rund 300 Vereinsmitglieder. Für 40 Kinder organisiert der Verein Schulförderunterricht regelmäßig jeden Samstag. Bei der Ausstattung des Klassenzimmers und den Kontakt zu weiteren Lehrern ggf. über die Uni werde ich gerne helfen. kindertag-4Die beiden Mehrgenerationenhäuser in Weimar (Weimar-West und Weimar-Schöndorf) starteten heute Nachmittag ihre Zusammenarbeit in der neuen Förderperiode. Weimar IS(S)T – Köstliche Festspiele war der Name der Kochveranstaltung auf dem Markt. An zahlreichen Ständen wurde gekocht und jeder war eingeladen zum gemeinsamen Essen. Zwar regnete es fast durchgängig, aber die Besucher hatten trotzdem bei Live-Musik viel Freude. Im vergangenen Jahr habe ich gemeinsam mit unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann dafür geworben, dass beide MGHs weiter gefördert werden – ich freue mich, dass sie viel miteinander planen.

1. Treffen der Großelterndienste

Großelterndienste (24)Aus ganz Deutschland sind heute 80 Vertreter der Großelterndienste nach Erfurt gereist, um am 1. Treffen der Großelterndienste teilzunehmen. Vor über einem Jahr war ich bereits beim ersten Netzwerktreffen der Thüringer Großelterndienste aktiv dabei und bereits damals entstand die Idee sich deutschlandweit zu vernetzen und von den Erfahrungen anderer Großelterndienste zu lernen. Die LEG Thüringen hat mit ihrem Projekt Kinderbetreuung 24 die Initiative ergriffen und zunächst bundesweit recherchiert, wo und welche Großelterndienste es gibt. In Thüringen sind es derzeit 18, deutschlandweit rund 250 und den ältesten und größten gibt es in Berlin seit 23 Jahren. In einer Broschüre haben wir die Ergebnisse des Thüringer Treffens vor einem Jahr zusammengestellt. Großelterndienste (5)Die Schirmherrschaft über die heutige Tagung hatte die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht übernommen und begrüßte die Teilnehmer im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei mit einem Grußwort. Sie verwies dabei auf ihre eigenen Erfahrungen als nunmehr zweifache Großmutter. Vom Bundesfamilienministerium war Abteilungsleiter Dieter Hackler nach Erfurt zu der Tagung gekommen. Bereits gestern konnte ich mit ihm gemeinsam das Mehrgenerationenhaus in Sonneberg besuchen. Er wies auf die Möglichkeiten des Bundesfreiwilligendienstes und die Andockmöglichkeiten für Großelterndienste an die Mehrgenerationenhäuser hin. Auf die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Engagements von Großeltern in Deutschland ging Loring Sitter vom Generali Zukunftsfond ein und Dr. Sigrun Fuchs von der LEG Thüringen stellte die Informations- und Serviceplattform Großelterndienste vor. Großelterndienste (17)Am Nachmittag ging es mit aktiven Workshoprunden weiter. Neben viele Informationen standen mehrere Wünsche im Raum. Fazit der Tagung: Die Großelterndienste wünschen sich Unterstützung bei den Themen Fortbildung und Qualifizierung, sie wollen ihren Bekanntheitsgrad vergrößern und die wollen sich weiter vernetzen. Ich werde sie gerne dabei unterstützen und zur Qualifizierung und Fortbildung Gespräche mit der Ehrenamtsstiftung und der Stiftung Familiensinn vermitteln. Eine Broschüre mit der Zusammenfassung der heutigen Tagung werden wir wieder gemeinsam erstellen. Bilder vom Treffen in der Staatskanzlei

Pfingsten in Berlin…

Bootstour (116)…bot auch in diesem Jahr wieder ein volles Programm. Die Familientour in die Bundeshauptstadt gelingt erfahrungsgemäß bei guten Wetter am besten. In diesem Jahr habe ich vorsichtshalber das Motorboot am Spreepoint-Bootsverleih schon eine Woche vorher bestellt, als die Wetterprognose klar war – zumindest bei den führerscheinpflichtigen PS-stärkeren Booten ist dies zu empfehlen.  Zuvor waren wir aber am Samstag beim Karneval der Kulturen, dem größten Berliner Straßenfest – wenngleich man in Berlin auf alle Kulturen stets auch bei jeder U-Bahnfahrt trifft. Mein Sohn ist seit diesem Wochenende zudem stolzer Gartenbesitzer in Berlin. Das ehemalige Flughafengelände in Tempelhof wird systematisch als Park von den Berlinern erobert. Radfahrer und Skater nutzen die Landebahnen. Familien und Grillfreunde die großen Freiflächen. Und viele Berliner haben sich einen kleinen Garten dort angelegt. In Holzkisten, Einkaufswagen und Kindersandkisten entstehen gärtnerische Freiflächen, wo Gemüse und Blumen wachsen. Der kleine Garten meines Sohnes ist neu hinzu gekommen und wird jetzt von seiner Tante gepflegt. Bootstour (170)Bei unserer Bootstour ging es mit 50 PS über alle umliegenden Seen. Den ganzen Tag von bis zum Sonnenuntergang schafft man gerade die wichtigsten größeren Seen und in die Stadt hinein bis nach Treptow. Die Kapitänsmütze hat mein Sohn die ganze Zeit aufbehalten und so konnte ich mich mit seiner Mama und seiner Tante bequem zurücklehnen und über die Seen fahren lassen – wobei die PS-Begeisterung beim Papa hin und wieder durchbricht und dann haben wir auf dem Müggelsee auch einmal so richtig aufgedreht 🙂 Zeit für die Familie und schöne gemeinsame Stunden hat das verlängerte Pfingtswochenende wieder gebracht – ein obligatorischer Badetag und Sushi-Abende gehören in Berlin sowieso immer zum Programm.