

Ihr Stadtrat für Erfurt


Gestern Abend starteten die diesjährigen DomStufenFestspiele vor der wundervollen Kulisse von Dom und Severi mit der Zauberflöte. Auch in diesem Jahr gibt es aber als Bonus zu den Domstufenfestspielen Nachmittagsvorstellungen für die ganze Familie.
Bereits vor einer Woche war die Uraufführung der Bremer Stadtmusikanten am 13. August. Noch bis zum 4. September gehen die Domstufenfestspiele 2011.
Viele der Fans reservieren sich jetzt schon Karten für 2012 wenn die Lombarden zur Aufführung kommen werden. Für die Kinder steht dann Pipi Langstrumpf auf dem Programm.
Meinem Sohn hat der Sommerferienabschluß gefallen, morgen startet das neue Schuljahr!
Bilder von den Domstufen
Der Festsaal im Erfurter Rathaus war heute mit vielen Besuchern gut gefüllt, die dort zwei Dinge taten. Sie waren gekommen, zu erinnern und nach vorn zu blicken. Gedacht wurde heute an die Gräuel, die vor 70 Jahren, am 28. August 1941 mit dem Erlass des Obersten Sowjets zur Übersiedlung der Deutschen, in der Sowjetunion ihren Ausgang nahmen.
Auf Geheiß Stalins wurden innerhalb von wenigen Wochen rund 1,2 Million Russlanddeutsche in Arbeitslager nach Osten deportiert, Familien auseinander gerissen, Hunderttausende getötet. Seit den 60er Jahren, nach dem Ende der Verbannung, eingeleitet durch einen Besuch von Bundeskanzler Konrad Adenauer in der damaligen Sowjetunion, sind viele der Überlebenden in die Bundesrepublik Deutschland übergesiedelt. Insgesamt sind es bis heute rund 2,34 Millionen.
Seit 1990 auch viele nach Erfurt und Thüringen. Innenminister Jörg Geibert wies darauf hin, dass 67.000 Deutsche hier Ihr in Thüringen neues Zuhause gefunden haben. Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und die Erfurter Ortsgruppe kümmern sich um Ihre Belange. Und auch die Kommunal- und Landespolitik wird weiter das Mögliche dazu tun.
Nur insgesamt rund drei Prozent der Erfurter Bevölkerung haben ihre Wurzeln im Ausland. In Thüringen ist der Anteil noch geringer. Die Russlanddeutschen sind Deutsche, aber da sie einen großen Teil ihres Lebens nicht hier verbracht haben, gehören zu den denjenigen, die unser Leben und die kulturelle Vielfalt hier reicher machen.
Womit wir bei der Zukunft wären. Integration funktioniert nur als Miteinander. Vereine wie die Landsmannschaft helfen als Anlaufstelle für beide Seiten, diesen Weg gemeinsam zu beschreiten. Unsere Dankbarkeit für Ihren Beitrag und die Arbeit, die Frau Tamara Barabasch und ihre Ortsgruppe der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland so uneigennützig tun, ist sicher. Ich habe dies gerne heute mit meiner Teilnahme an der Gedenkveranstaltung für die CDU-Stadtratsfraktion bekundet.

Die Besuchsgruppe aus Israel war bei diesem Besuch allerdings aus einem anderen Grund kleiner. Das Attentat von Norwegen, hat auch in Israel Verunsicherung ausgelöstund einige der geplanten Reiseteilnehmer sind nicht mitgekommen.
Für die Teilnehmer des Austauschprogramms, die trotzdem nach Erfurt gekommen sind, bot das Programm der Sportjugend die ganze Bandbreite. Das jüdische Leben in Erfurt einst und heute, den Besuch von Gedenkstätten, Gespräche mit deutschen Jugendlichen und ich auch Sport. Am Sonntag fährt die Besuchergruppe nach Jena zum Fußballspiel – allerdings nicht bei Carl-Zeiss sondern beim USV Jena, also ein Frauen-Fußball-Bundesligaspiel. Die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat bedauert die plötzliche Ankündigung der Fluggesellschaft Air Berlin, sich gänzlich vom Standort Erfurt zurückzuziehen und sämtliche Flüge ab Flughafen Erfurt-Weimar zu streichen, obwohl der Flugbetrieb der Airline ab Erfurt bisher als ausgelastet gilt. Fraktionschef Michael Panse bekräftigt daher:
“Wir fordern den Thüringer Verkehrsminister auf, noch in dieser Woche Gespräche mit den Verantwortlichen der Airline aufzunehmen. Das Land muss ein ureigenes Interesse haben, den Flughafen Erfurt-Weimar in seiner Existenz und Perspektive zu erhalten. Daher sollte nichts unversucht bleiben, ein Umschwenken der Airline zu erzielen, sodass deren Flugverbindungen ab Erfurt-Weimar erhalten bleiben können. Dabei geht es nicht nur um den Erhalt des Flughafenstandortes als solchen, sondern auch um die Frage, warum ein eigentlich ausgelasteter Flugbetrieb plötzlich dicht gemacht werden soll.“
Die zahlreichen direkten Verbindungen erfreuen sich nicht nur guter Beliebtheit bei den Reisenden aus Erfurt und Thüringen. Sie sind zudem Motor der Reise-Branche in der Region. Letztere zeigte sich über die plötzliche Ankündigung von Air Berlin schockiert. Michael Panse betont abschließend:
“Neben den Gesprächen des Landes Thüringen sollten außerdem Gespräche mit Tourismus- und Reiseanbietern gesucht werden, um Flüge und Flugangebote mit konkreten Hotel- und Reiseangeboten zu ergänzen. Auch dieser Auftrag kann sich nur an die Vertreter des Flughafens in Kooperation mit dem Thüringer Verkehrsministerium richten.” Laut Informationen des Flughafens Erfurt-Weimar ist Air Berlin der größte Anbieter von Ferienflügen. Durch die Ankündigung der Streichungen stünde man nun vor einer neuen Situation.






Die ehemalige Landesvorsitzende der Jungen Union Thüringen Ute Karger, JU-Bundesvorstandmitglied Claudia Heber und unser ehemaliger Landesgeschäftsführer Michael Heber hatten mit mir das Transparent schon auf Autobahnbrücken in Eisenach und Hof sowie auf dem Marktplatz in Weimar und dem Fischmarkt antrollt. Ich habe mich daher gefreut, dass wir heute gemeinsam an diese Tradition anknüpfen konnten.
Heute wehten die Fahnen im Freistaat Thüringen auf Halbmast und es gab zahlreiche Gedenk- und Mahnveranstaltungen. Wir haben unsere Mahnwache um 12 Uhr mit einer Schweigeminute beendet. Aber wir werden auch in den kommenden Jahren der Opfer von Mauer und Schießbefehl gedenken.
Bilder von der Mahnwache