Seit gestern Abend ist klar, dass es den sogenannten Maulkorberlass, der vom Oberbürgermeister ausgehandelt wurde, nicht geben wird. So berichten es heute die Medien und soviel dürfte sich aus der nichtöffentlichen Stadtratssitzung schon herum gesprochen haben. Alles andere bleibt schwierig zu erklären.
Als Stadtratsvorsitzender darf und werde ich mich aus kommunalrechtlichen Gründen nicht zur Diskussion aus der Sitzung äußern. Allerdings kann ich meine persönliche Position jetzt und auch in Zukunft darstellen. Es hat sich durch die Diskussion im Stadtrat auch nichts daran geändert.
Vor der gestrigen Stadtratssitzung fand ab 17.30 Uhr vor dem Rathaus eine Demonstration statt, bei der alle Beteiligten sich klar positioniert haben. Mit Ausnahme der SPD Landtagsabgeordneten, die den Kurs von Andreas Bausewein zu rechtfertigen versuchte, haben alle Vertreter der Stadtratsfraktionen die gesprochen haben Zustimmung bekommen. In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz bekräftigten vier Fraktionen noch einmal ihre Position.
Es geht insbesondere der übergroßen Mehrheit der 330 Theatermitarbeiterinnen und Mitarbeiter darum, dass eine umfassende Aufarbeitung und Aufklärung aller im Raum stehenden Vorwürfe erfolgt. Zudem wollen sie einen Neuanfang ohne die bisherige Werkleitung und auch ohne den Generalintendanten. Vielen an der Diskussion ist bewusst, dass dies zu arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen führen wird und der Ausgang ungewiss ist. Aber diesbezügliche Entscheidungen, sind nach meiner Auffassung auch ein Akt politischer Hygiene.
Vor der Stadtratssitzung gab es noch eine Sitzung des Werkausschusses – die zum Teil auch öffentlich tagte und in der der Vertreter der Berliner Anwaltskanzlei sagte, dass es personelle Konsequenzen geben müsse. Wie die Diskussion dazu dann im Stadtrat, der 19 Uhr begann, verlief, kann ich hier nicht darstellen. Aber über das Ergebnis berichten heute der MDR, dpa und diverse andere Medien. 23.30 Uhr haben wir gestern Abend das Rathaus verlassen. Ich kann mich an keine Stadtratssitzung in den letzten 30 Jahren erinnern, in der zu einem einzigen Tagesordnungspunkt so lange diskutiert wurde. Die Diskussion ist nicht zu Ende, die Aufarbeitung und Aufklärung geht weiter und dies ist die gute Nachricht für die Betroffenen.
Wenn es nach dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt geht, wird der Mantel des Schweigens heute Abend nach der Stadtratssitzung über die Erfurter Theateraffäre gelegt. Zumindest die Stadträtinnen und Stadträte sollen sich – so wie die Stadtverwaltung – zu dem Thema nicht mehr äußern dürfen, falls die diesbezügliche Vereinbarung mit Herrn Montavon vom Stadtrat beschlossen wird.
Johannes Gräßer, der künstlerische Leiter und Manager der Kulturtage, hat heute das Programm der 32. Kulturtage vorgestellt. In einem Podiumsgespräch mit dem Vorsitzenden der Jüdische Landesgemeinde Thüringen Reinhard Schramm, Benjamin-Immanuel Hoff, Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen, und Dorothea Marx, Vorsitzende des Fördervereins für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen, konnte er ein vielfältiges Programm mit 70 Veranstaltungen in ganz Thüringen präsentieren.
Das sportlich und politisch ausgesprochen erfolgreiche Wochenende endete mit dem Sieg der Chiefs heute Nacht 0:15 Uhr. Gold und Silber bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften in Altenberg, der 15. Sieg unserer Damen von Schwarz-Weiss Erfurt, die TecArt Black Dragons Erfurt haben gewonnen und für die CDU Thüringen Christian Herrgott die Landratswahl. Nachdem ich gut aus Altenberg zurück war, war es an den The Kansas City Chiefs, den Tag perfekt abzurunden.
Zum Auswärtsspiel beim Tabellendritten Dingolfing konnte ich nicht mitfahren, da ich da gerade auf der Heimfahrt aus Altenberg war. Ich habe aber das Spiel am Live-Ticker verfolgt und mich über das Ergebnis sehr gefreut. Langsam beginnt jetzt das rechnen, an welchem Spieltag wir die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga Pro vorfristig feiern können. Nach 15 Siegen in Folge führen wir in der Tabelle mit 12 Punkten Vorsprung – viel kann jetzt nicht mehr “anbrennen”. Nachfolgend der Spielbericht aus Dingolfing:
Vor genau einem Jahr hatten wir unsere Heim-WM in Oberhof und so sind wir voller Neugier und Erwartungsfreude als Vorstandsmitglieder des TSBV nach Altenberg gefahren. Wir haben drei spannende Wettkampftage erlebt, die viele Überraschungen bereit hielten. Nicht alle Medaillenträume reiften, insbesondere die Herrn- und Damendoppel blieben hinter den Erwartungen zurück. Eine feste Bank waren aus Thüringer Sicht die zwei Gold- und eine Silbermedaille von Max Langenhan und mit dem gleichen Ergebnis auch Julia Taubitz, die zur Oberhofer Trainingsgruppe gehört. Merle Fräbel wurde U23 Weltmeisterin.
Morgen ist der internationale Holocaust-Gedenktag. Seit 1996 erinnert dieser Tag an die Befreiung des KZ Auschwitz und die Millionen Toten Juden. Er ist Mahnung und Gedenken. In früheren Jahren war ich an diesem Tag oft mit Zeitzeugen zum Denktag der Konrad-Adenauer-Stiftung an Schulen.
Dreieinhalb Monate nach dem verbrecherischen Überfall der Hamas auf Israel, machen die täglichen Nachrichten aus Israel und dem Gazastreifen immer wieder betroffen und traurig. Die Hoffnung ist leider auch nicht groß, dass sich dies kurzfristig ändern wird. In Israel bangen die Menschen um die Geiseln, die noch immer gefangen gehalten und gequält werden. Während sich äußerlich der Alltag in Israel normalisiert ist nichts mehr so, wie es vor dem 7. Oktober war.
Der zweite Newsletter der LZT, den ich heute versandt habe, ist dem 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das KZ Auschwitz.
Unsere Serie hält und der Zug hat weiter keine Bremse! Nachfolgend der Spielbericht vom Wochenende: