Neu im Fuhrpark…
Natürlich nicht! Zwar wandern am 31. Oktober jeden Jahres viele Motorräder in die Garagen und werden winterfest gemacht, aber daran habe ich mich noch nie orientiert meine NTV hat ein ganzjähriges Kennzeichen und so nutze ich sie gerne bei schönem Wetter bis in den November und wenn es geht auch ab Februar schon wieder. Ganz früher, als das Zweirad noch das einzige Fortbewegungsmittel war – so vor 35 Jahren 😉 bin ich auch bei Schnee gefahren. Aber das muss nicht mehr sein.
Neu im Familienfuhrpark ist jetzt ein kleiner Roller, der sowieso ein Jahresversicherungskennzeichen hat. heute haben wir ihn erste einmal etwas bewegt, damit erst ich gar nicht erst fest steht. Danach habe ich einmal alle Bilder der letzten Jahre gesichtet und die Zweiradbilder seit 1981 zusammen getragen. Da ist ganz schön was zusammen gekommen. Albanien bis Amsterdam, Mostar bis Saint Tropez, zahlreiche Balkan-Touren, USA und Spanien – waren schon Tourstrecken.
Allerdings wechsele ich die Marken meist nur zu Probefahrten und bin der Honda NTV seit über 22 Jahren treu. Vorher war es die Schwalbe, eine TS 150 MZ und danach noch eine TS 250 MZ. In diesem Jahr war ich aber erstmals mehr auf fremden Bikes unterwegs, als auf meinem. 600 km mit der Harley auf der Route 66 und über 200 auf einer Honda Shadow in Lanzarote haben dazu beigetragen.
Ansonsten war der heutige Reformationsfeiertag vor allem ein Familientag mit Besuch bei der Enkeltochter und in der neuen Wohnung meines ältesten Sohnes.
Zweiradbilder 1981 – 2017
Volleyballgespräche beim Eishockey
Leider ist dies die aktuelle Zustandsbeschreibung für meine Lieblingsportmannschaften der Landeshauptstadt in der 1. und 3. Liga. Aus ganz verschiedenen Gründen klemmt da überall die Säge und die sportlichen Erfolge bleiben derzeit aus. Auch in der letzten Woche und am Wochenende ist dies nicht besser geworden. Unsere Mädels vom Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam hatten ihr Wochenendspiel schon am Mittwoch in Stuttgart und haben beim Vizemeister nicht ganz unerwartet verloren.
Angesichts der Kräfteverhältnisse in der Liga sind wir mit dem einen Punkt gegen Wiesbaden derzeit auf Platz neun der Tabelle. Am kommenden Wochenende kommt das Ex-Team unseres Trainers aus Vilsbiburg – wir werden sehen ob uns vielleicht dann ein Überraschungscoup gelingt. Die wichtigen Spiele in der Liga folgen dann unmittelbar nach dem Pokalspiel in Suhl – Aachen und Suhl werden im November bzw. Anfang Dezember bei uns zu Gast sein und dann entscheidet sich wo die sportliche Reise hin geht.
Darauf warten auch die Basketballspieler der Oettinger Rockets am Donnerstagabend gegen Braunschweig. Auch da ist die Saisonausbeute verbesserungswürdig und zudem hat letzte Woche der angekündigte Ausstieg des Namens- und Hauptsponsors für Aufregung gesorgt. RWE geht es nicht besser. In Chemnitz haben sie zwar gut gespielt, aber in der 87. Minute das 1:0 gefangen und sind nunmehr Vorletzter. Kommenden Sonntag kommen die Sportfreunde Lotte ins Steigerwaldstadion und auch am Tag zuvor bei der Mitgliederversammlung dürfte es Diskussionen geben.
Am vergangenen Wochenende hatten nur die Black Dragons ein Heimspiel und auch bei den Drachen ist derzeit der Wurm drin. Nach einem guten Start mit erfolgreichen Vorbereitungsspielen und den ersten 8 Punkten gab es sieben Niederlagen in Folge. Gestern Abend gegen den Tabellennachbarn die Moskitos aus Essen gab es eine 3:4 Niederlage. Mit meinem ehemaligen Landtagskollegen und langjährigen Präsidenten des VfB Suhl 91 Wolfgang Wehner habe ich auf der Tribüne ausnahmsweise einmal nicht nur über Volleyball diskutiert, sondern über die Sportsituation in der Landeshauptstadt.
Am kommenden Wochenende ist der Spielplan voll und ich werde sicher bei allen Teams dabei sein und die Daumen drücken. Auch unsere 2. Mannschaft vom SWE Volley-Team ist gefordert und spielt am Samstag gegen Leipzig. Ich hoffe, dass das Wochenendfazit dannlauten kann “es läuft wieder” im Erfurter Sport.
Die CDU-Stadtratsfraktion Göttingen in Erfurt
Zum Abschluss der kommunalpolitischen Woche konnte ich Samstagnachmittag die CDU-Stadtratsfraktion aus Göttingen im Erfurt Rathaus begrüßen. Unter Leitung ihres Fraktionsvorsitzenden Dr. Scherer sind die Kolleginnen und Kollegen dieses Wochenende in Erfurt zu Besuch und wir haben uns zu kommunalen Themen ausgetauscht.
Nach dem Besuch der Frauen Union Saar am Vortag war der Ratssitzungssaal somit wieder fest in schwarzer Hand. Mit den Göttingern war es eine interessante Diskussion. Kommunalpolitisch stehen dort fast die gleichen Themen auf der Agenda – ein Nachtragshaushalt zum Doppelhaushalt 2017/2018 und die Parkplatzsituation diskutieren wir analog in Erfurt. Auch politisch ist die Konstellation ähnlich – elf bzw. 12 CDU-Stadträte, ein SPD Oberbürgermeister und eine rot-grüne (bzw. rot-rot-grüne) Koalition. Wir werden in Kontakt bleiben und sicher die eine oder andere politische Anregung austauschen. Am heutigen Sonntag ist nun aber kommunalpolitischer Ruhetag und Zeit für die Familie.
Im Festsaal des Rathauses
Regelmäßig begrüße ich Besuchergruppen im Fest- und Ratssitzungssaal und erkläre ihnen die jüngere und ältere Geschichte unserer Stadt. Gruppen aus aller Welt waren schon dabei – heute aber erstmals ein Gruppe ausschließlich mit Frauenpower.
35 engagierte Damen der Frauen Union Saar sind unter Leitung ihrer Vorsitzenden Anja Wagner-Scheid auf Einladung der Frauen Union Thüringen in Erfurt zu Gast. Neben der Stadtgeschichte haben wir auch über aktuelle Politikthemen gesprochen.
Leider sind in Thüringen und im Saarland nicht wirklich viele Frauen in der Kommunalpolitik engagiert. Der Gleichstellungsbericht der Bundesregierung benennt die Frauenquote in Kommunalparlamenten mit lediglich 25 Prozent – sowohl im Saarland als auch in Thüringen. Die langen Beratungszeiten und der Politikbetrieb wirken oft abschreckend.
Seit geraumer Zeit versuchen wir den Politikbetrieb familienfreundlicher zu gestalten – grundsätzlich keine Sitzungen an Sonntagen mehr und in jeder Einladung steht nicht nur die Uhrzeit des Beginns sondern auch das Ende der Sitzung. Aber dennoch haben wir auch in unserer Stadtratsfraktion mit unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann und unserer Landtagsabgeordneten Marion Walsmann nur zwei Frauen. Allerdings sind die beiden dafür besonders engagiert und erfolgreich!
Gefreut habe ich mich über das große Interesse der Kommunalpolitikerinnen aus dem Saarland an unserer kommunalpolitischen Situation. Unser Ziel in Erfurt ist klar. Im kommenden Jahr will die CDU Erfurt mit Marion Walsmann das Erfurter Rathaus erobern. Das ist dringend notwendig – nicht nur weil es deutschlandweit nur 10 Prozent Frauen als Oberbürgermeisterinnen und Landrätinnen gibt, sondern weil sich die Politik der Landeshauptstadt grundlegend ändern muss.
Bilder aus dem Rathaus
Finanzausschussausblick
Kommunalpolitisches Engagement ist Ehrenamt – aber trotzdem zeitintensiv. Letzte Woche war Stadtratswoche mit Fraktionsvorstand, Fraktionssitzung, Hauptausschuss und Stadtratssitzung und am Freitag noch Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke. Üblicherweise ist es in der darauffolgenden Woche etwas ruhiger.
Dies trifft aber auf diese Woche gar nicht zu. Montag Verbandsratssitzung des Sparkassenzweckverbandes, Dienstag Aufsichtsratssitzung EGA, danach Buga-Ausschuss und heute schließlich Finanzausschuss. Letzteres in nichtöffentlicher Sitzung, deshalb gibt es daraus nicht viel zu berichten außer dem, was die SPD schon mit einer Pressemitteilung getan hat. Aber dies ist ein Thema für sich und wird dann noch einmal kommunalrechtlich ausgewertet.
Morgen geht es dann mit einer Sitzung des Wirtschaftsarbeitskreises im Rathaus weiter. Freitag Begrüßung und Diskussion mit einer Besuchergruppe der Frauen Union aus dem Saarland und Samstag der Besuch der CDU-Fraktion aus Göttingen im Rathaus.
Also, diese Woche 6 aus 7 Kommunalpolitik. Aber ich mache das gerne und schließlich ist es selbst geschaffenes Leid 😉 Heute habe ich zudem die mehrstündige Finanzausschusssitzung nicht nur zur Diskussion über den Nachtragshaushalt genutzt, sondern nebenbei auch den Livestream auf dem Laptop eingeschaltet und mit einem halben Auge (Multitasking!) verfolgt. Ab 19 Uhr haben unsere Mädels in Stuttgart ihr Erstliga-Volleyballspiel gehabt (leider mit 0:3 verloren).
Der Plan für Danakil
Gleich im Doppelpack ging es heute um die Buga und die EGA und beides gehört auch zusammen. Zunächst haben wir bei der Aufsichtsratssitzung die EGA nicht nur (wie sonst üblich) aus dem Sitzungsraum heraus diskutiert, sondern die EGA direkt in Augenschein genommen.
Damit das Besuchs-Programm nicht den ganzen Nachmittag sprengt waren wir allerdings mit dem EGA-Express unterwegs zu den gastronomischen Orten wie dem EGA-Rundbau und dem Bergmann-Pflanzenkaffee und den Bauprojekten. Das ehemalige Gästehaus der EGA wird saniert und umgebaut, das Areal um das Gartenbaumuseum saniert und im Februar erfolgt der erste Spatenstich für das Danakil-Klimazonenhaus. Darüber hinaus stehen die drei Hallen 2,3 und 4 zum Abriss an. Alle diese Maßnahmen haben mit der Vorbereitung der Buga 2021 zu tun und werden die EGA kräftig weiter entwickeln.
In welchem Umfang und mit welchem zeitlichen Horizont dies auf dem Petersberg gelingen kann ist noch offen. In der Buga-Ausschusssitzung, die ich heute einmal leiten durfte, haben wir unter anderem die geplanten Transportwege aufgerufen. Unstrittig ist, dass wir die Straßenbahnlinie von der EGA zum Nordpark durchgängig gestalten wollen. Dazu werden aber mindestens sechs zusätzliche Straßenbahnen benötigt und ob es dafür die zur Anschaffung notwendigen Fördermittel geben wird ist noch völlig offen. Zur umstrittenen Seilbahn zum Petersberg gibt es noch kein abschließendes Votum – dazu muss erst das Verkehrskonzept vorliegen. Danach wird geklärt, ob der Buga-Aufsichtsrat oder der Stadtrat entscheidet.
Kommunalpolitisch war mit der Buga-Ausschusssitzung der Abend aber noch nicht zu Ende. Gleich im Anschluss ging es noch mit der Sonderausschusssitzung OSO weiter. Im gut gefüllten Ratssitzungssaal ging es um die aktuelle Sicherheitssituation in der Landeshauptstadt. Die Kriminalitätsquote ist im Steigen und damit das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger im Sinken. Der Leiter der LPI Erfurt Herr Loyen stellte die Kriminalitätsstatistik vor – allein die Drogendelikte haben sich seit 2009 verdreifacht. Welche Schlussfolgerungen die Kommunalpolitik aus den vorgestellten Zahlen ziehen wird ist noch offen – eine der Empfehlungen lautet mehr Präsenz von Polizei und Ordnungskräften und da sind sowohl die Stadt, auch das Land gefordert.
Bilder von der EGA
Oktoberausgabe Infobrief
Relativ ruhig ging es in der Stadtratssitzung letzte Woche zu. Die politischen Streitthemen waren überschaubar – lediglich zum Thema ISEK gab es erhebliche Meinungsunterschiede zwischen uns und dem Rest des Stadtrates. Wie berechtigt unsere Skepsis war zeigte sich heute mit der MDR-Meldung zur Ansiedelung eines neune Logistikers in Erfurt.
Im Handlungsfeld 36 der Fortschreibung des ISEK der Landeshauptstadt Erfurt steht: “Logistikbranche ausschließlich qualitativ ausweiten.” Mit den Stimmen von Rot-Rot-Grün und der bunten Fraktion wurden im Stadtrat die Handlungsziele zur Fortschreibung des ISEK beschlossen. Was da drin steht und ob das irgendeine Wirkung entfaltet, interessiert in dieser Stadt offensichtlich nicht wirklich.
Ich bleibe dabei, was ich bereits im Stadtrat für die CDU-Stadtratsfraktion erklärt habe – dies war ein Schaufensterbeschluss, der lediglich dazu dient unter Vorspiegelung falscher Tatsachen weiter an Fördermittel zu kommen.
Weitere Themen des Infobriefes sind die Verwaltungsstrukturen bezüglich der Buga/Petersberg, die Sanierung des Sportplatzgebäudes in der Essener Straße und die Leihfahrräder. Gefreit haben wir uns über die breite Zustimmung zu unserem Antrag einer Helmut-Kohl-Straße. Auch die Diskussion zu diesem Thema war ausgesprochen sachlich.
Auf 10 Seiten haben wir mit unserem Infobrief wieder alles zusammen gefasst, was im letzten Stadtrat los war. Viel Spaß beim lesen!
Unser Team
Samstags auf der Tribüne erklärt sich das alles perfekt – anders sieht es dann aus, wenn man selbst auf dem Feld steht. In dieser Woche war ich heute zum dritten Mal im Steigerwaldstadion.
Dienstag mit meiner Schwester bei Dr. Hirschhausen – da wurde nur ein wenig über Fußball gesprochen. Gestern beim Spiel RWE – Halle – da wurde gespielt, allerdings begleitet von frustrierten Tribünenkommentaren.
Heute schließlich zum Sponsorenturnier von RWE. Mit einer Mannschaft der Stadt unter Leitung des Oberbürgermeisters haben wir aktiv mitgemischt. Mit Ausnahme der Traditionsauswahl von RWE waren wir die älteste Truppe. Oder wie es mein alter RWE-Freund Martin Busse sagt: da spielen Mannschaften gegen uns, bei denen das ganze Team so alt ist, wie zwei Spieler von und.
Vier Spiele haben wir absolviert – zwei Mal 0:3 verloren, ein 0:0 und schließlich das Spiel um Platz 15 im Elfmeterschiessen gewonnen. Immerhin haben wir somit drei Teams hinter und gelassen. Allerdings haben wir die Erkenntnis mitgenommen, dass es ohne Training wohl spätestens beim Traditionshallenturnier im Januar eine Packung geben wird. Also nicht nur über Sport quatschen, sondern spielen!
Bilder vom Fußball des Wochenendes
Zwei unserer vielversprechenden Neuverpflichtungen
Jeweils einen Punkt gab es bei den beiden Sportveranstaltungen für die Erfurter Heimmannschaft. Aber die Reaktion darauf konnte kaum unterschiedlicher sein. Am Nachmittag war ich beim RWE-Heimspiel gegen Halle und die erste Halbzeit lief richtig gut. Zwar wurde ein Elfer verschossen, aber trotzdem lag Erfurt mit 1:0 verdient vorne. In der 2. Halbzeit dominierte dann aber Halle aber ohne zählbaren Erfolg. Als sich die 6.800 Zuschauer (abzüglich der rund 1.500 aus Halle) schon freuen wollten, krachte es doch noch. In der 96. Minute köpfte der nach vorne geeilte Hallenser Torwart eine Ecke ins Tor und das Spiel wurde mit 1:1 abgepfiffen. Enttäuschung pur!
Ganz anders die Stimmung beim ersten Heimspiel unserer Mädels. Wiesbaden war als großer Favorit gekommen und mit dem Oberbürgermeister Andreas Bausewein diskutierte ich vor Spielbeginn noch darüber, dass schon ein Satzgewinn ein toller Erfolg wäre – dann kann es ganz anders.
Nachfolgend der Spielbericht unseres Pressesprechers Stephan Siegl:
Schwarz-Weiß Erfurt hat sein erstes Heimspiel in der 1. Bundesliga mit 2:3 gegen den VC Wiesbaden verloren, wurde aber dank einer starken kämpferischen Leistung mit einem Punkt belohnt.
Gespannt waren knapp 700 Zuschauer, darunter eine stattliche Anzahl Gästeanhänger, am Samstagabend in die Erfurter Riethsporthalle gekommen, um mitzuverfolgen, wie das Duell des letztjährigen, sportlichen Absteigers gegen den Halbfinalisten ausgehen würde. Die Gäste kamen mit der Empfehlung eines klaren 3:0-Auftaktes gegen den VfB 91 Suhl zum zweiten Duell gegen einen Thüringer Vertreter und der Favoritenrolle im Gepäck in den Erfurter Norden. Die neu formierten Gastgeberinnen hingegen hatten ihr Spiel beim USC Münster deutlich verloren. Dementsprechend waren die Erwartungen unter den Erfurter Volleyballfans nicht sehr hoch gesteckt. Kein Wunder also, dass es nach Spielende viele zufriedene Gesichter auf beiden Seiten gab. Die Wiesbadenerinnen blieben ungeschlagen und die Erfurterinnen hatten einen nicht unbedingt eingeplanten Punkt eingefahren.
Schwarz-Weiß startete furios in den ersten Satz, führte bereits 6:0, ehe die Gäste ihren ersten Punkt erzielten. Mit viel Druck im Aufschlag und Mut im Angriff baute Erfurt seine Führung auf 16:6 aus und Annalena Grätz war es vorbehalten, den dritten Satzball zum 25:18 zu verwandeln. Dass die Gäste das nicht auf sich sitzen lassen würden, war zu erahnen. Gästetrainer Dirk Groß muss in der Satzpause die richtigen Worte gefunden haben, denn nach dem Seitenwechsel wandelte sich das Bild komplett. Wiesbaden erhöhte den Druck im Aufschlag, brachte Erfurts Annahme in Schwierigkeiten, der Block der Gäste stand nun besser und Kapitänin Karolina Bednarova lief so langsam zu großer Form auf. Mit 25:11 ging der zweite Durchgang sehr deutlich an die Damen aus der hessischen Landeshauptstadt.
Sollte das Spiel jetzt seine erwarteten Bahnen einnehmen? Die Frage beantworteten die Gastgeberinnen mit einem Comeback im dritten Satz. Erneut gingen sie voran, führten fast durchgängig, aber die Gäste blieben in Schlagdistanz. 8:5 und 16:13 hießen die Zwischenstände zu den technischen Auszeiten. SWE hatte zwar immer wieder Probleme im Außenangriff und konnte sich nicht so durchsetzen wie es dem Kontrahenten gelang, doch mit viel Kampf in der Feldverteidigung hielten sie sich im Spiel. Und im Angriff hatten sie ja noch Erika Mercado. Die Diagonalspielerin packte einige Male ihren rechten Hammer aus, was für einiges Raunen auf den Rängen sorgte. 22 Punkte wies die Statistik für die Ecuadorianerin am Ende aus. Medaillenverdächtig, wäre da nicht eine 1,58m kleine Japanerin in den Erfurter Reihen. Libera An Saito begeisterte das Erfurter Publikum mit spektakulären Rettungsaktionen, starken Baggerpässen und musste in der Annahme Schwerstarbeit leisten. Vollkommen verdient bekam die 24-Jährige nach Spielschluss die silberne MVP-Medaille. Auch weil Wiesbaden etwas die Souveränität vermissen ließ, holte sich der Underdog den dritten Satz mit 25:21. Der Jubel für den ersten Saisonpunkt auf Erfurter Seite war entsprechend groß.
Im vierten Satz gingen die Thüringerinnen wieder mit 7:4 in Führung und leichte Hoffnung auf einen Sieg keimte auf. Doch die Groß-Schützlinge schwangen sich wieder auf, um der Schmach einer Niederlage zu entgehen. Neben Karolina Bednarova schwang sich die mittlerweile für Dora Grozer ins Spiel gekommene Tanja Großer auf, die nötigen Punkte zu erzielen. Aus dem 7:4 wurde ein 12:19 und letztendlich ein deutliches 16:25 aus Erfurter Sicht. Der Tiebreak musste über den Sieger entscheiden.
Wiesbaden begann auf der Winner-Seite und wechselte mit einer 8:6-Führung letztmals. Auf der „guten“ Netzseite angekommen, glich der Außenseiter zum 9:9 aus, die Spannung war groß unter den Zuschauern und die Stimmung demzufolge prächtig. Mit der Ex-Erfurterinnen Selma Hetmann am Aufschlag stellte der VCW schließlich die Weichen auf Sieg. Zum 9:12 setzten sich die Gäste erneut ab und brachten diesen Vorsprung zum 12:15 ins Ziel. Die Erleichterung bei den Hessen, einer Niederlage gerade nochmal so entgangen zu sein, war spürbar groß. Und bei den Schwarz-Weißen wich die erste Enttäuschung schnell dem erkämpften Punkt, den es für diese Tiebreak-Niederlage gibt. Glückwünsche und anerkennendes Schulterklopfen von den Fans gab es obendrauf.
Bei den Gästen nahm Kapitänin Karolina Bednarova ebenso verdient die goldene MVP-Medaille entgegen, wie die Mannschaft zwei Punkte mit auf die Heimreise nehmen durfte.
Bilder vom Spiel
Das MGH Pößneck
Insgesamt gibt 15 Familienzentren in Thüringen und fast alle waren beim heutigen Treffen der FZ und der Arbeitsberatung dabei. Dabei ging es um die weitere Arbeit der Familienzentren mit der Einführung des Landesprogramms für Solidarisches Zusammenleben der Generation ab 2019 und die Vorhaben für das kommende Jahr.
Als Stiftung FamilienSinn begleiten wir die derzeit bestehenden Familienzentren und das neu entstandene Mobile FZ im Eichsfeld. Die regelmäßigen Arbeitstreffen dienen neben dem fachlichem Austausch auch der Vernetzung und da sie immer an verschiedenen Orten in Thüringen im jeweiligen FZ stattfinden kommt man im Laufe der Zeit gut rum. 13 Familienzentren habe ich dadurch in den letzten Jahren besucht – die fünf Einrichtungen, die zugleich Mehrgenerationenhäuser sind sowieso schon mehrfach. Lediglich Bad Langensalza und Bad Sulza fehlen noch in der “Sammlung”. Kommendes Jahr werden wir die Qualitätsstandards in den FZ prüfen, spätestens dann bin ich auch dort.
Heute ging es von Rudolstadt gleich weiter nach Pößneck. Dort gibt es bis jetzt ein Mehrgenerationenhaus, welches sich zum Familienzentrum entwickeln will. Das MGH kenne ich seit vielen Jahren sehr gut und ich denke es hat das entsprechende Potential.
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