Ehrenamtliches Vereinsengagement auch im Sommer

Fans des SWE Volley-Teams on Tour - Tour de France ;-)
Fans des SWE Volley-Teams on Tour – Tour de France 😉
Heute ging es einmal wieder sportlich zu – erst die obligatorische Einheit im Sportpark (kurz vorm Beachurlaub wichtig) und danach geschäftsführender Vorstand von unserem SWE Volley-Team. Neben dem hohen ehrenamtlichen Aufwand geht es inzwischen bei allen Sportvereinen auch um Geld, Vorschriften sowie Steuer-, Arbeits- und Vereinsrecht. Wir haben mit der Gründung unserer Spielbetriebs GmbH vor einem Jahr unsere Strukturen neu sortiert, aber viele Themen holen einen auch Jahre später noch ein. Heute Abend lief genau zu dem Thema ein Beitrag im MDR Thüringen Journal. Bei Rot Weiß Erfurt waren demnach im Juni Steuerfahnder und beanstandeten Werbeverträge und Sponsoringvereinbarungen aus den letzten Jahren. Vereinspräsident Rolf Rombach kommt in dem Beitrag zu Wort und erläutert, dass weder die Werbepartner noch der Verein davon einen Vorteil hatten. Ich glaube ihm das und kenne aus der langjährigen ehrenamtlichen Arbeit sehr genau die Risiken denen sich Vorstandsmitglieder aussetzen. Rombach hat vor vielen Jahren den Verein in einer schwierigen Zeit übernommen und dafür gesorgt, dass er noch da ist. In der letzten Saison ist RWE aber sowohl sportlich, als auch wirtschaftlich in Bedrängnis geraten. Aber auch bedingt durch die Bautätigkeit und viele offene Fragen um die Multifunktionsarena sind die Verantwortlichen bei RWE derzeit in schwierigem Fahrwasser. Gespräche mit RWE-Verantwortlichen bestätigten mir in den letzten Tagen Probleme und offene Fragen. Gestern hatte ich mich für die CDU Stadtratsfraktion zum aktuellen Bauablauf an der Multifunktionsarena geäußert. Nach diversen Diskussionen in Internetforen schreibe ich es aber auch hier noch einmal deutlich: Meine Kritik richtet sich nicht an RWE. Ich bin selbst seit 17 Jahren Vereinsmitglied und bei fast jedem Spiel seitdem im Stadion. Die CDU kritisiert von Anbeginn, dass viele der Folgekosten und Risiken auch Rot-Weiß geschoben werden. Kommenden Samstag beginnt die neue Drittligasaison. Das Stadion ist nur eingeschränkt nutzbar – wahrscheinlich ziehen sich einige Provisorien bis September hin. Wir werden im Stadtrat sehr genau darauf achten, dass Fehler der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung nicht auf den Verein geschoben werden. RWE wünsche ich für die neue Saison viel Erfolg. Urlaubsbedingt werde ich erst beim Heimspiel gegen Köln das erste Mal dabei sein. Die anderen sportlichen Termine sind noch etwas entfernt. Eishockey wird das erste Mal mit dem Vorbereitungsspiel der Black Dragons gegen die Hammer Eisbären am 4. September gespielt und Volleyball beim SWE-Cup am darauf folgendem Wochenende. Intensive Vereinsvorstandsarbeit findet bei allen Sportvereinen sehr intensiv zwischen der alten und der neuen Saison statt. Sportverrückte gibt es aber ganzjährig und weltweit. Heute Abend habe ich ein Bild von Fans unseres SWE Volley-Teams aus Frankreich bekommen. Dank ihrem Engagement wird bei der Tour de France morgen 800 m vor dem Ziel nicht nur ein Gruß für die Fahrer (insbesondere Marcel Kittel) auf der Fahrbahn stehen, sondern auch das SWE Volley-Team. Kittels Freundin Tess von Piekartz war übrigens Bundesliga-Volleyballerin. Aber leider wechselt sie nicht zu unserem SWE Volley-Team in die 1. Volleyball-Bundesliga nach Erfurt, sondern von den Roten Raben Vilsbiburg zu Smaesch Pfeffingen in die Schweiz.

Unerwünschte Bürgerbeteiligung

Den Stift gespitzt für die Haushaltsdiskussion
Den Stift gespitzt für die Haushaltsdiskussion
Lange ist es her, da war der Bürgerbeteiligungshaushalt einmal das Lieblingskind der grünen Beigeordneten. Inzwischen ist das Kind sehr ungeliebt und wurde von Frau Hoyer im Rahmen der geplanten Haushaltsberatung 2016 verstoßen. In der heutigen außerplanmäßigen Hauptausschusssitzung stand der Fahrplan für den Haushalt 2016 zur Diskussion. Nach kontroverser Diskussion wurde er mehrheitlich gegen die Stimme der CDU beschlossen – so wie es bereits vergangene Woche zu befürchten war. Unsere Kritik richtet sich dabei an den gewählten Zeitplan der Beratung, der eine umfängliche Beratung nahezu unmöglich macht. Es ist schlimm genug, dass der Haushaltsentwurf 2016 den Stadträten erst Anfang August zugeht. Die vorläufige Haushaltsführung wird sich bis zur Bestätigung des Haushalts (irgendwann im Oktober) hinziehen. Wir, die CDU Stadtratsfraktion, wollen, dass der Haushalt so schnell wie möglich beschlossen wird, aber wir wollen auch ausreichend Beratungszeit dafür. Nach dem jetzigen Fahrplan sind die Anhörungen bereits für die Woche vom 15. – 18. August geplant und öffentlich wird der Haushalt erst Ende August. Auf meine Nachfrage, wie sich da die Bürgerbeteiligung gestalten sollte, teilte Frau Hoyer mit, dass Bürgerbeteiligung nicht geplant sei. Die Resonanz auf ihr ehemaliges Lieblingsprojekt sei in den vergangenen Jahren gering gewesen. Angesichts dessen, was der Haushalt 2016 und insbesondere das Haushaltssicherungskonzept für die Bürgerinnen und Bürger an unliebsamen Überraschungen bereit hält, halte ich dies für außerordentlich befremdlich. Das Haushaltssicherungskonzept (in dem Gerüchten zufolge auch eine Erhöhung der Kita-Gebühren steht) wird voraussichtlich erst Anfang August in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters beschlossen und danach dem Stadtrat zugeleitet. Ob dies eine Mehrheit findet darf angesichts der vollmundigen Ankündigungsrhetorik der Linken bezweifelt werden. Vor dem Hintergrund der zweimaligen negativen Haushaltsabschlüssen (2014 und 2015) schreibt die Kommunalordnung jedoch zwingend die Beschlussfassung eines Haushaltssicherungskonzeptes vor. Sonst wird der Haushalt nicht genehmigt. Ich denke es wird ein diskussionsreicher (finanzpolitischer) Sommer.

Auf ins nächste Jahrzehnt

DANKGeschwindigkeitsüberschreitung Innerorts sind in der Regel ab 50km/h zu verzeichnen. Da muss ich jetzt und in Zukunft aufpassen – vor allem mit dem Motorrad 😉 In den letzten drei Tagen stand die 50 aber eher im Mittelpunkt als Zeitmarke. Gemeinsam mit meinem Zwillingsbruder konnte ich am Freitag feiern, dass wir nun zusammen 100 Jahre alt sind. Gefeiert wurde dies mit vielen Freunden und Wegbegleitern – zumindest denen die nicht im Urlaub sind. Schon bei Kindergeburtstagen hatten wir als Ferienkinder das Problem, dass nie alle da waren. Den Freitag habe ich am Nachmittag mit einem Empfang am Erfurter Petersberg gefeiert und am Abend mit der Familie bei einer Grillparty. Am Samstag ging es bei meinem Zwillingsbruder bis spät in die Nacht im Garten weiter und gestern klang das Wochenende am Grill mit meinem ältesten Sohn und seiner Freundin aus – er hatte vorher zwei Tage Dienst. Ich danke sehr herzlich für die vielen guten Wünsche. Für die letzten 50 Jahre bin ich dankbar und glücklich. Ich habe eine wunderbare Familie, drei tolle Söhne und bin sowohl beruflich, als auch ehrenamtlich ausgefüllt. Sowohl in der Kommunalpolitik, als auch im Volleyball habe ich noch Ziele. Als Geburtstagswunscherfüllung plane ich zudem eine Bike-Tour entlang der Route 66 mit einer Harley. In einem der Geburtstagsbriefe stand ein Zitat von Victor Hugo: “Vierzig Jahre sind das Alter der Jugend, fünfzig Jahre die Jugend des Alters”. In diesem Sinne geht es jetzt in die zweite Hälfte nicht ganz so hektisch und wenn es geht ohne Geschwindigkeitsüberschreitungen 🙂  

Preview MDR-Zeitreise

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Interessiertes Publikum
Bevor der Film am 7. August im MDR zu sehen sein wird, hat der Mitteldeutsche Rundfunk seine Dokumentation einer breiten Erfurter Öffentlichkeit in der Erfurter Altstadt vorgestellt. An authentischen Drehplätzen wurde in Erfurt der 45minütige Beitrag “Die Pest, die Angst und der Schatz von Erfurt” gedreht. Über 200 Gäste, unter ihnen auch der Ministerpräsident, waren im Kulturhof Krönbacken um die Premiere zu erleben. Im Jahr 1349 war die Stimmung in Erfurt angespannt. Unter den 20.000 Einwohnern einer der bedeutendsten mittelalterlichen Städte breitete sich die Angst vor der Pest aus. Wie so häufig in der Geschichte davor und danach erwuchs aus der Angst und Unsicherheit die Suche nach vermeintlich Schuldigen. Die Jüdische Gemeinde umfasste damals rund 1.000 Mitglieder und sie wurden zur Zielscheibe der Handwerker und Bürger und die Ratsherren tolerierten bzw. beförderten dies noch. Die jüdische Kaufmann Kalman von Wiehe versteckte in dieser Zeit seinen Gold- und Silberschatz und wurde danach Opfer des Pogroms, so wie nahezu alle Mitglieder der jüdischen Gemeinde. 1998 wurde der Schatz bei Bauarbeiten wieder gefunden und gibt nun heute Zeugnis seiner Zeit. Der jüdische Hochzeitsring ist inzwischen weltberühmt und war schon in London und New York. Ich hoffe sehr, dass der gelungene Film des MDR viele Besucher nach Erfurt in die Alte Synagoge lockt, aber auch die Erfurterinnen und Erfurter über ihre Geschichte informiert.

Drei Mal Waldcasino – drei Mal haushaltsrelevant

MDR Thüringen Journal
MDR Thüringen Journal
Gleich drei Mal hintereinander war ich in den letzten Tagen im Waldcasino beim Italiener – das Viertelfinale der EM ist inzwischen dort vergessen und wir werden wie gewohnt freundlich empfangen 🙂 Im Waldcasino finden grundsätzlich unsere Vorstandssitzungen und viele Besprechungen vom SWE Volley-Team statt. In Vorbereitung der neuen Saison ist da der Aufwand deutlich größer geworden und nahezu immer geht es bei den Gesprächen um Geld. Um Geld ging es gestern Abend auch bei der Erfurter Mittelstandsvereinigung (MIT). Ich war bei ihrem Stammtisch im Waldcasino zu Gast und habe einen Vortrag mit anschließender Diskussion zur Haushaltssituation in Erfurt gehalten. In den letzten 10 Jahren schon gibt es da eine Entwicklung die Anlass zur Sorge bietet. Steigender Verwaltungshaushalt (50 Millionen allein mehr Personalkosten), sinkender Vermögenshaushalt, Höchststand bei Steuern, verfrühstückte Rücklage – die Stichworte sind alle bekannt. Ich bin gespannt, was die Verwaltung uns Ende Juli zu dem Thema vorlegen wird. Bei der MIT waren sich die anwesenden Unternehmer einig, dass sie Insolvenz anmelden müssten, wenn sie so ihre Firma führen, wie es die Stadt tut. Der dritte Waldcasino-Termin hatte mehr mit der Aussicht zu tun. Man hat eine tolle Sicht auf die Stadt und am Rand sieht man auch die Masten des Steigerwaldstadions. Wegen den dortigen Bauaktivitäten hatte der MDR um ein Interview gebeten. Für die Multifunktionsarena geht die Bauphase auf die Zielgerade. Möglicherweise nicht ganz fristgerecht sollen die Bauten abgeschlossen werden. 1/4 des Stadions wird aber nicht fertig – die alte Westtribüne muss noch “ertüchtigt” werden. Rund 4 Millionen Euro scheinen dafür notwendig und die Stadt plant diesen Auftrag ohne Ausschreibung an die Bietergemeinschaft mit dem Totalübernehmervertrag zu vergeben. Die CDU-Fraktion hält dies für bedenklich und ich habe dies gegenüber dem MDR auch so deutlich gemacht.

Wenn die Linke nicht mit der ganz Linken redet…

Der gestrige Artikel zur Hortsituation
Der gestrige Artikel zur Hortsituation
Ausnahmsweise geht es bei einer solchen Überschrift nicht um die endlosen Diskussion auf Bundesebene von Wagenknecht und Co., sondern um die Kommunikation der Linken in der Landeshauptstadt. Mag sein, dass es der Urlaubszeit geschuldet ist, dass derzeit keine Fraktionssitzungen stattfinden und man (Frau) sich nicht so oft sieht. Vielleicht sind es aber auch tatsächliche Differenzen… Stein des Anstoßes ist die aktuelle Diskussion um die Beendigung des erfolgreichen kommunalen Hortmodells. Von allen Seiten gab es Lob dafür, wie das Projekt in Erfurt umgesetzt wurde. Dennoch hatte es sich insbesondere das linksgeführte Kultusministerium zum Ziel gesetzt das Modellprojekt zu beenden und die Erzieherinnen zurück in den Landesdienst zu holen. Mit dem Koalitionsvertrag im Rücken wurden Bedenken der kleinere Koalitionspartner weggewischt und auch mit den Stimmen der sechs Erfurter StadträtInnen, die zugleich Landtagsabgeordnete sind und dem rot-rot-grünen Bündnis angehören beschlossen. Seit diesem Zeitpunkt gibt es Ärger und Verunsicherungen. Weder der Oberbürgermeister (im Nebenjob auch SPD-Landesvorsitzender) noch die zuständige linke Beigeordnete konnten rechtzeitig dafür sorgen, dass sich die Bedingungen für die Erfurter Erzieherinnen nicht verschlechtern. Im Stadtrat wurde abgewiegelt und beschwichtigt. Jetzt einen Monat vor Schuljahresbeginn ist praktisch noch nichts geklärt. Die CDU hat mehrfach darauf gedrängt Klarheit zu schaffen, zuletzt Ende vergangener Woche mit einer Pressemitteilung. Nun kann man verstehen, dass sich eine der linken StadträtInnen/Landtagsabgeordnete darüber ärgert, wenn das in der Zeitung steht. Man kann auch verstehen, dass sie sich an den Computer setzt und eine “Richtigstellung” schreibt und sich dabei über die Panikmache der CDU beklagt. Man kann aber nur schwer verstehen, warum sie nicht registriert, dass ihre eigene Stadtratsfraktionskollegin just wenige Tage zuvor genau die gleiche Kritik in einer Pressemitteilung der Stadtratsfraktion formulierte. Auf der Homepage der Linken stehen nun beide konträren Meinungen direkt untereinander. Die einzigen beiden Linken Damen die sich dazu erklären müssten und sollen schweigen. Weder von der linken Bürgermeisterin und zuständigen Beigeordneten noch von der Ministerin sind erklärende Worte zu vernehmen.

Haushalt in Erfurt en passant

Stein des Anstoßes
Stein des Anstoßes
Offensichtlich verführen die Sommermonate und die Ferienzeit die Erfurter Stadtverwaltung dazu, sich ungeliebter Dinge en passant zu entledigen. Der französische Ausdruck steht nicht für das Foul an Ronaldo im EM-Finale sondern ist beim Schachspiel gebräuchlich und bezeichnet einen besonderen Schlagzug eines Bauern. Im Vorübergehen, nebenher, ohne großen Aufwand wird etwas erledigt. In der Landeshauptstadt wird vom Oberbürgermeister versucht, das Thema Haushalt mit möglichst wenig öffentlichen Diskussionen und möglichst wenig Widerstand der Opposition zu erledigen. Per Drucksache 1335/16 teilte uns die Verwaltung am Freitag den von ihr favorisierten Beratungsverlauf zum Haushalt (den es bis jetzt noch gar nicht gibt) mit. Urlaubsbedingt wird der Oberbürgermeister den Entwurf erst in der DBOB am 28.7.2016 “absegnen” können. Danach soll er den Fraktionen zugeleitet werden – “idealerweise” in den letzten beiden Ferienwochen. Vom 15. – 18. August sollen aber bereits die Anhörungen zu Haushalt stattfinden (bevor überhaupt eine Fraktionssitzung stattfinden kann). Ende August ist Abgabefrist für Änderungsanträge und am 7. September soll der Haushalt in erster Lesung in den Stadtrat eingebracht werden. Die Abschlussberatung soll dann nicht in der ursprünglich am 28. September regulär stattfindenden Stadtratssitzung sein. An dem Termin ist Plenarsitzung im Landtag und bei sechs Koalitionären der links-link-grünen Koalition, die zugleich Landtagsabgeordnete sind, ist ihnen offensichtlich ihre eigene Mehrheit zu unsicher. Daher soll es nun am 21. September eine Sondersitzung zum Haushalt geben. In einer Sonder-Hauptausschusssitzung will der OB sich das Ganze kommende Woche absegnen lassen. Von uns wird er dazu keine Zustimmung bekommen. Der Fraktionsvorsitzendenkollege der SPD ist dagegen mit dem Verfahren zufrieden. Jeder Tag der den derzeitige Schwebezustand beendet ist zwar für Erfurt ein Gewinn, aber sowohl die SPD als auch die beiden Koalitionspartner Linke und Grüne haben mit ihren Haushaltsbeschlüssen der vergangenen Jahre erst dafür gesorgt, dass das bestehende Haushaltsdesaster entstanden ist. Bis in die jüngste Vergangenheit haben sie Geld verjubelt, was schon längst nicht mehr da war. Jetzt wollen sie möglichst schnell und geräuschlos davon ablenken und so schnell wie möglich dazu nichts mehr hören. Eine sachgerechte Beratung zum Haushalt wird so massiv erschwert. Natürlich ist dies angesichts der desolaten Haushaltssituation vom Oberbürgermeister und seinen Genossen so beabsichtigt. Und natürlich garantiert ihm die CDU-Stadtratsfraktion schon allein deshalb “heiße Sommerwochen”.

Urlaubsreif

Die Wakeboard- und Wasserskianlage am Nordstrand
Die Wakeboard- und Wasserskianlage am Erfurter Nordstrand
Endlich sommerliche Temperaturen! Die sportlichen Aktivitäten (Fitnesstraining im Sportpark Johannesplatz) werden eher auf die Abendstunden verlegt und dieses Wochenende klappte es dafür mit der Saisoneröffnung an der Wasserskianlage am Nordstrand. Seit über 30 Jahren fahre ich mehr oder weniger regelmäßig in den Sommermonaten gerne Wasserski. Früher, vor der Wende, gab es dafür nur zu Beginn der Badesaison die Gelegenheit. Die war immer Anfang Mai und bei der Saisoneröffnung am Nordstrand war das DRK mit einem Motorboot da und jeder konnte sich im Wasserski ausprobieren. Als es später mit dem Reisen besser klappte, verlagerte sich das Ganze an den Sonnenstrand nach Bulgarien oder auf den Comer See nach Italien 🙂 Mit dem Bau der Wasserski-Schleppliftanlage in Erfurt wurde der Spaß urlaubsunabhängig und regelmäßiger planbar. In den letzten Jahren habe ich zudem Anlagen in Körkwitz an der Ostsee, Wien, St. Leon und Pag (Kroatien) ausprobiert. Besonders in Kroatien macht das richtig Spaß – im Meerwasser der Adria in einer Bucht am Zrce-Beach! Inzwischen ist auch mein Sohn Jonas begeistert dabei und im Gegensatz zu seinem Papa hat er schnell gelernt, wie das mit dem Wakeboard funktioniert. Dabei kann Papa nur stolz zuschauen. Nach vielen Versuchen habe ich das aufgegeben noch “umzusatteln” – mit fast 50 reicht es mir ganz konventionell auf zwei Ski.
Arbeitsergebnis
Arbeitsergebnis
Da nun heute das Wetter erstmals so richtig “hot” war, haben wir uns das Motorrad genommen und den Nordstrand belagert. Und es hat wie immer richtig Spaß gemacht und die Vorfreude auf den Sommerurlaub gesteigert (es geht wieder nach Kroatien). Wasserski und Motorradfahren waren schon zwei Wochendbeschäftigungen – Fußball EM-Finale die Dritte und die Vierte war zeitaufwändiger. Mit meinem Sohn Jonas zusammen haben wir einmal wieder Sushi gemacht und dieses Mal hat er die Maki gerollt – auch das kann der Große jetzt! Bilder vom Nordstrand  

Das Teambild füllt sich…

Die Bundesliga-Teams der Trainerära Heiko Herzberg
Die SWE Volley-Team Bundesligamädels der Trainerära Heiko Herzberg
Nach der Saison ist vor der Saison – und alle Jahre wieder formiert sich in den Monaten Juni/Juli unser neues Bundesligateam. In diesem Jahr ist es wieder eine besondere Herausforderung, da es durch den erneuten Aufstieg in die 1. Bundesliga zu einem erheblichen Umbruch in Team kommen wird. Bei einem Abstieg ist dies ähnlich, weil viele Spielerinnen den Verein verlassen, bei einem Aufstieg gibt es hingegen viele Anfragen (in der Regel von den Spielervermittlern). Unser SWE Volley-Team hat sich in den letzten Jahren einen guten und soliden Namen im Volleyball gemacht. Auch dadurch haben wir nun bei der dritten Erstligamission eine breitere Auswahl an Spielerinnen. Begrenzt ist dies natürlich durch das finanzielle Budget. Einig sind wir uns im Vereinsvorstand, dass wir insbesondere junge Perspektivspielerinnen holen wollen, die durch Ausbildung und Studium mehrere Jahre im Verein bleiben können. In der letzten Woche konnte unsere Cheftrainer und GmbH-Geschäftsführer Heiko Herzberg die ersten fünf Verpflichtungen bekannt geben (siehe Pressemitteilungen). Ich freue mich, dass rund die Hälfte unseres Teams in der kommenden Saison aus bekannten Spielerinnen der letzten Saison bestehen wird.
Heimspiele der kommenden Saison
Heimspiele der kommenden Saison
Heiko Herzberg hat mit Bedacht die Gespräche mit den Spielerinnen geführt und der endgültige Erstligakader wird am Ende 12-13 Spielerinnen umfassen. In einer Bildcollage habe ich einmal die letzten acht offiziellen Teamfotos für ihn zusammengestellt (im Erstligajahr 2010/2011 gab es zwei Teambilder, weil in es in der Saison einen erheblichen Umbruch gab). Ich setze drauf, dass Heiko ein gutes Team formen wird. Mitte August werden wir in die Saisonvorbereitung einsteigen und dann zum offiziellen Teambild 2016/2017 Aufstellung nehmen.

Sommerbaustellen in Erfurt

Die größte Baustelle ist das Steigerwaldstadion
Die größte Baustelle ist das Steigerwaldstadion
Während der Sommermonate steht nicht nur bei Schülerinnen und Schülern der Erholungsgedanke im Vordergrund, auch Politikerinnen und Politiker verabschieden sich für einige Wochen in die Sommerferien. Einige hinterlassen dabei aber auch ihre speziellen Sommerbaustellen. In der Landeshauptstadt Erfurt gibt es davon mehrere und dieses Mal ist damit nicht die Bautätigkeit auf einer der wichtigsten Kreuzungen der Stadt, dem Kaffeetrichter, gemeint und auch nur am Rande die Großbaustelle Multifunktionsarena. Zu den noch nicht abgeschlossenen Sommerbaustellen gehört in erster Linie der immer noch ausstehende Haushaltsentwurf 2016 des Oberbürgermeisters. Nach (noch unbestätigten) Gerüchten soll er nun den Stadträten Ende Juli zugeleitet werden. In der Woche vom 15. bis 19.8.2016 sollen die Haushaltsanhörungen im Finanzausschuss stattfinden und am 7. September die 1. Lesung im Stadtrat. Die Beschlussfassung soll dann zeitnah – ggf. in einer Sondersitzung im September erfolgen. So weit, so schlecht – besser spät als gar nicht! Allerdings ist bis zum Inkrafttreten des Haushalts das Jahr praktisch schon zu Ende und das Gestaltungsspiel für die Stadträte liegt nahe bei Null. Nach ebenfalls unbestätigten Gerüchten will der Oberbürgermeister dann spätestens im Dezember einen Doppelhaushaltsentwurf für 2017 und 2018 vorlegen. Ob dieser Ankündigungsrhetorik Glauben geschenkt werden darf, lass ich hier offen. Eine zweite große Sommerbaustelle bleiben die Horte. Auch da wurde uns versprochen, dass mit Beginn der Sommerferien alles in trockenen Tüchern ist. Die Rückübertragung der Horte an das Land wollte in Erfurt keiner – aber dennoch haben es die sechs Stadträte, die zugleich der rot-rot-grünen Regierungskoalition im Landtag angehören nicht verhindert. Insofern tragen sie jetzt die Mitschuld am Desaster für die Erzieherinnen und Erzieher (siehe PM dazu). Von der zuständigen Beigeordneten gibt es dazu keinen Lösungsvorschlag, die Landtagsabgeordneten und der Oberbürgermeister verabschieden sich in die Sommerpause und die Probleme bleiben ungelöst. Die Multifunktionsarena schafft es auch noch auf die Liste der Baustellen. Heute war im MDR die Meldung, dass es zu “ganz leichten und unwesentlichen” Bauverzögerungen kommt. Die zuständige Beigeordnete Frau Hoyer hat beim Präsidenten von RWE Herrn Rombach angefragt, ob nicht die Heimspiele im August verlegt werden könnten und stattdessen RWE nur Auswärtsspiele bestreitet. Dies klingt nicht nach unwesentlichen Verzögerungen. Und dies klingt nach reichlich sportlicher Naivität bei der Beigeordneten. Aber das kommt vielleicht davon, dass sie ins Stadion nur zu Konzerten und nicht zu Fußballspielen geht. Gestern haben wir im Werksausschuss über die Instandsetzung der alten Westtribüne diskutiert – diese wird erst Ende des Jahres fertig werden… (Fortsetzung folgt garantiert). Ich bin erst ab Anfang August für 14 Tage im Sommerurlaub in Kroatien – bis dahin werde ich sicher noch einige Sommerloch-Themen finden 🙂