Erfurt auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe einen Schritt weiter

weltkulturerbe-2Im Februar 2007 hat die CDU-Stadtratsfraktion einen Antrag eingebracht, dass sich Erfurt um die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste bewerben solle. Damals gab es viele Skeptiker und wir wurden belächelt. Schließlich fasste der Stadtrat aber den Beschluss und forderte den Oberbürgermeister auf, bis zum Juni 2007 ein Konzept zur Bewerbung vorlegen solle. Seitdem sind nicht nur fünf Jahre vergangen sondern es wurde auch viel Arbeit geleistet. Die Alte Synagoge, die mittelalterliche Mikwe, der jüdische Schatz und dem Steinernen Haus hat Erfurt wertvolle Zeugnisse mittelalterlichen jüdischen Lebens. weltkulturerbeDie Bewerbung ist deshalb auf das auf der Welterbeliste der UNESCO unterrepräsentierte jüdische Erbe ausgerichtet. Heute hat der Beigeordnete für Bau und Verkehr Ingo Mlejnek den Antrag auf Aufnahme in die deutsche Tentatvliste an Kultusminister Christoph Matschie übergeben. Im Hof der alten Synagoge erläuterten beide die weiteren Bewerbungsschritte. Bis zum 1. August können alle Bundesländer Vorschläge einreichen. Ab dem kommenden Jahr sollen von Experten die bei der Kultusministerkonferenz eingegangenen Vorschläge geprüft werden. 2014 soll dann die neue Tentativliste und vor allem die Reihenfolge feststehen. weltkulturerbe-1Da jährlich nur ein Vorschlag berücksichtigt wird kommt es darauf an, weit vorne auf der Liste zu sein. Um die Chancen zu verbessern finden immernoch mit den anderen Bewerberstädten und Bundesländern Gespräche statt. Bis jetzt will sich aber Rheinland-Pfalz selbst bewerben und alleine bewerben – da bleibt noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Für die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat konnte ich aber heute zunächst zufrieden feststellen, dass wir einen Schritt weiter gekommen sind. Pressemitteilung der Stadt Erfurt Pressemitteilung der CDU zur Tentativliste Pressemitteilung vom Februar 2007

Zustimmung und Bedenken am Thüringer Maßnahmeplan zur Umsetzung der UN-Konvention geäußert

masnahmeplan-2Am Freitag letzter Woche fand im Thüringer Landtag in Erfurt die Präsentation des Thüringer Maßnahmeplans zur Umsetzung der UN -Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung statt. Das Podium bestand aus der Ministerin des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert sowie dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung, Dr. Paul Brockhausen und den jeweiligen Leitern der verschiedenen Arbeitsgruppen zur Erarbeitung des Maßnahmeplans. Fragen und Anmerkungen äußerten Vertreter aus unterschiedlichen Verbänden, Bildungseinrichtungen und Parteien. Das Ziel der UN-Konvention ist die Chancengleichheit von Menschen mit Behinderung sowie ihre umfassende Teilhabe an der Gesellschaft. Unterzeichnet wurde die UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesrepublik Deutschland am 30.März 2007 und fand die Zustimmung des Parlaments und des Bundesrates Mitte Dezember 2008. Am 1.Januar 2009 trat sie in Kraft und spricht Menschen mit Behinderung mehr Rechte und damit verbunden auch Pflichten, in allen Bereichen des alltäglichen Lebens, zu. Begrüßt wurden die etwa 150 Personen durch Ina Riehm, Referatsleiterin im Bereich „Behindertenpolitik“ und anschließend hielt Ministerin Heike Taubert die Eingangsrede. Sie sagte, Ziel sei letztlich die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft. Weiter führte sie aus, dass es nun gelte die Rechte von Menschen mit Behinderung durch- und umzusetzen und dass die Regelungen der UN – Behindertenrechtskonvention weit über bisherige Regelungen hinausgingen. Der erste Schritt der Umsetzung war im Februar 2010 erfolgt, als es galt, Maßnahmen zu entwickeln. Hierfür wurden 9 Arbeitskreise eingerichtet, welche sich mit verschiedenen Themen, wie Bauen, Wohnen, Mobilität oder Gesundheit und Pflege, aber auch mit Themen, wie Schutz der Menschenwürde und Persönlichkeitsrechte sowie die Teilhabe am öffentlichen und politischen Leben auseinandersetzten. Sie lobte den Arbeitsprozess, der mit einer Dauer von zwei Jahren und daraus entstandenen 285 Maßnahmen ein sehr erfolgreicher sei. Auch merkte die Ministerin an, dass dieser Umsetzungsprozess sehr kompakt sei und noch einige Jahre braucht, um ihn vollständig in unsere Gesellschaft integriert zu haben. Weiter führte sie aus, dass in jeder Legislaturperiode eine Überarbeitung des Maßnahmeplans stattfinden soll und noch einiges an Aufklärungs-und Öffentlichkeitarbeit geleistet werden muss. Auch wünscht und erhofft sie sich, dass man die Barriere in den Köpfen vieler  Menschen zu beseitigen versuche, in dem wir alle es schaffen, die Gesellschaft sensibel zu machen und somit Veränderungen und Verbesserungen zu schaffen. Die Vertreter, welche bei der Vorstellung des Maßnahmeplans zu Gast waren, sahen in vieler Hinsicht noch Überarbeitungsbedarf. So bemängelte beispielsweise ein Vertreter im Bereich des Straßenverkehrs, dass es noch zu viele Barrieren und Hindernisse für Menschen mit Behinderung gebe, die es heißt zu beseitigen. Jennifer Schubert vom Bündnis 90/Die Grünen fügte hinzu, andere Gesellschaftsgruppen würden auch von Verbesserungen in diesem Bereich profitieren, wie zum Beispiel Fahrradfahrer oder Eltern mit Kinderwagen. Weiterhin regte der Vorsitzende der Selbsthilfegruppe der Taubblinden in Thüringen an, Kommunikation in Gefängnissen oder psychiatrischen Einrichtungen mit Hilfe der Gebärdensprache zu erleichtern und diese als Fremdsprache an inklusiven Schulen zu unterrichten. Das mit Partnern, welche den Arbeitsgruppen zur Beratung bei der Erstellung des Maßnahmeplans zur Seite standen, in Kontakt geblieben wird, wünscht sich der Landesvorsitzende des Blinden-und Sehbehindertenverband. Weiterhin wäre er sehr dankbar, wenn der Thüringer Maßnahmeplan als Audio-Format zur Verfügung gestellt werden könne, damit auch Menschen mit einer Sehbehinderung die Chance haben, sich die Maßnahmen, welche auch für die Relevanz haben, zu Gemüte zu führen. Gäste aus dem Jenaer Zentrum für selbstbestimmendes Leben merkten an, dass es im Bereich der Sensibilisierung noch einiges zu tun gäbe, was an Einzelbeispielen erkennbar geworden sei. Das Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit bemühe sich, so das Podium, an Maßnahmen in diesem Bereich weiter zu arbeiten. Eine Vertreterin von der Friedrich-Schiller Universität Jena (FSU) teilte in ihren Ausführungen mit, dass die Inklusion im Hochschulbereich noch viel stärker betrieben werden könnte. Als Beispiel nannte sie die medizinische Richtung der Jenaer Universität. Menschen mit Behinderung seien in manchen Fällen medizinisch schlechter versorgt, da Unsicherheit im Umgang mit diesen Menschen herrsche. Jedoch sei der Zugang zu einer Hochschule und der Unterricht für Menschen mit Behinderung extrem erleichtert wurden, sehr zur Freude der Universität. Trotz einiger Zweifel von Vertretern an der Thüringer Politik in Hinsicht auf die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, sprachen viele von ihnen Anerkennung für die erbrachten und natürlicherweise noch nicht abgeschlossenen Leistungen der Politik und auch der Arbeitsgruppen aus. Die Vertreterin der FSU fügte noch hinzu, dass es sehr begrüßt wird die Lehrerausbildung verbessern zu wollen. Auch die Vertreter der Vereinigung der freien gemeinnützigen Kranken- und Pflegeanstalten Deutschlands sprachen ein großes Lob aus. Man sehe die Entwicklung des Maßnahmeplans durchaus positiv, da viele Experten aus verschiedenen Ressorts mitgearbeitet hätten. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass zwischen festgeschriebenen Maßnahmen und der Praxis große Unterschiede liegen. Denn in einem Gesetz können nie alle Einzelfälle Gehör finden. Es ist wichtig die UN-Konvention und den Thüringer Maßnahmeplans als Grundlage für ein gemeinsames Leben in einer Gesellschaft zu sehen, in der es eine Bereicherung ist mit Menschen mit Behinderung zusammen zu leben. Der vorstehende Artikel stammt von Julia Haberzettel. Sie absolviert derzeit ein Praktikum im TMSFG. Der Thüringer Maßnahmeplan im Netz:

Die Lombarden

Lombarden (13)Erfurt ist Kulturstadt – allein in der letzten Woche wurde mir dies mehrmals wieder überdeutlich. Erst die 20. Schultheatertage in der Erfurter Schotte und gestern die Premiere zur Verdi-Oper Die Lombarden auf dem Erfurter Domplatz. Im Theater bin ich regelmäßig zu Gast, es ist ja auch nur 100 m entfernt. Gerne auch beim Sinfoniekonzert auf dem Theatervorplatz. Um zu den Domstufenfestspielen zu gehen ist die räumliche Situation ähnlich gut. Bis zum Domplatz sind es nur 600. Wie in jedem Jahr stelle sich aber die Frage nach der Wettersituation. Zwar finden die Domstufenfestspiele nur im Hochsommer statt, aber hochsommerliche Temperaturen gab es dazu in den letzten Jahren selten. Letztes Jahr bei der Zauberflöte nicht und auch dieses Jahr bei den Lombarden nicht. Zu Beginn noch Sonnenschein – im Laufe des Abends zwar kein Regentropfen, aber nach drei Stunden dann doch irgendwie saukalt. Egal, das Premierenpublikum war darauf eingestellt und auch wir hatten eine Decke mit. Lombarden (4)Mit den Lombarden wurde dieses Jahr ein recht unbekanntes Stück von Verdi “ausgegraben”. Zu Unrecht ist es so unbekannt, denn die Musik war gut, die Handlung bietet viel und die Kullisse war genial. Da das Stück aber nicht so bekannt war und die im Theater sonst so obligatorischen Textzeilen zu talienischen Opern fehlte, war es nicht einfach der Handlung zu folgen. Allen die noch hingehen werden (bis zum 29.7.2012) sei eine vorherige Internetrecherche empfohlen, damit man der Handlung leichter folgt und die Musik und die Bilder noch stärker wirken. Schade fand ich, dass zur gestrigen Premiere zwar die Kultur- und Politikprominenz da war (fast die ganze Ministerriege mit Christine Lieberknecht), der halbe Stadtrat und unter anderem auch der ehemalige bayerische Finanzminister und heutige Sparkassenchef Georg Fahrenschon, aber leider Plätze frei blieben. Knapp 2.000 Zuschauer waren gestern da. Ob es bei den nächsten Veranstaltungen ganz voll wird ist noch offen, denn es sind erst rund 70 Prozent der Karten verkauft. Ob dies an den Kartenpreisen liegt (65 Euro Premiere und 45 Euro Normalvorstellung) mag ich nicht einschätzen. Ich kann für den Besuch bei den Lombarden nur werben. Es war Klasse und ich freue mich auf die neue Theatersaison unter anderem mit Carmen und die Domstufenfestspiele 2013 mit Turandot. Bilder der Premiere Bericht im MDR Focus Online

CDU Erfurt startet Unterschriftensammlung für den Einwohnerantrag: „Ehrenamt ernst nehmen – Erfurter Vereine von Kostenlast befreien.“

cdu-1Seit der Beschlussfassung zum aktuellen Haushalt der Stadt Erfurt haben sich die „Spielregeln“ für viele Vereine der Stadt Erfurt deutlich verschlechtert. Neben den anfallenden Kosten für jeden Verwaltungsakt der Stadt, werden sie für die Nutzung von öffentlichen Räumlichkeiten zur Kasse gebeten. Dies führt inzwischen nicht nur zu Frust, sondern senkt die Bereitschaft sich ehrenamtlich zu engagieren. Ich bin in vielen Erfurter Vereinen Mitglied und trage in mehreren auch Vorstandsverantwortung. Insofern sehe ich die Probleme in der täglichen Arbeit sehr deutlich. Aus der Erfahrung der letzten Monate wissen wir aber, dass das Erkennen einer „politischen Fehlleistung“ von Rot-Rot-Grün noch nicht zur Korrektur führt. Um zu Thema Förderung des Ehrenamtes mehr Druck zu machen hat die CDU Erfurt heute die Unterschriftensammlung für den Einwohnerantrag „Ehrenamt ernst nehmen – Erfurter Vereine von Kostenlast befreien“ gestartet. „Wir greifen die Situation auf, dass gemeinnützigen Vereinen, die die kulturelle Vielfalt Erfurts bereichern, für ihre Aktivitäten zunehmend durch die Nutzungssatzung der Stadt Erfurt das finanzielle Wasser abgegraben wird. Der Einwohnerantrag dient dem Zwecke der Überarbeitung der Nutzungssatzung“, so erklärte es unsere Kreisvorsitzende Ministerin Marion Walsmann. Erst letzte Woche hat die CDU Erfurt zum 12. Mal ehrenamtlich engagierte Erfurterinnen und Erfurter ausgezeichnet. Die Stadt Erfurt muss viel mehr für die ehrenamtlich Tätigen tun. Gerade Vereine müssen finanziell ent- und nicht belastet werden. Diejenigen, die sich engagieren, sollten dafür nicht auch noch bestraft werden. Peter Schowanek vom AKC, Peter Bach vom Traditionsverein, Marion Walsmann als CDU Kreisvorsitzende und ich als Fraktionsvorsitzender waren die Erstunterzeichner des Antrags. Ob der Einwohnerantrag erfolgreich sein wird ist offen – der aktuelle Umgang mit dem Bürgerantrag zum Sportplatz Borntal zeigt dies deutlich. Entscheident wird wohl sein, dass sich viele Vereinsvertreter positionieren. Einwohnerantrag gem. § 16 ThürKO „Ehrenamt ernst nehmen – Erfurter Vereine von Kostenlast befreien“ Der Erfurter Stadtrat möge folgenden Beschluss fassen: Der Erfurter Stadtrat fordert den Oberbürgermeister auf, die Satzungen für die Nutzung von Räumen in Bürgerhäusern sowie von anderen städtisch betriebenen Räumen und von Sportstätten zu überarbeiten. Die in den Nutzungssatzungen festgeschriebenen Abgaben für Mieten und Nebenkosten sollen gesenkt, die Kostenstruktur angepasst werden. Lokale Vereine, die das gesellschaftliche, sportliche und kulturelle Leben der Stadt bereichern, sollen finanziell entlastet werden, um ihrem Vereinszweck nachkommen zu können. Begründung: Gemeinnützigen Vereinen, die die kulturelle Vielfalt Erfurts bereichern, wird für ihre Aktivitäten zunehmend das finanzielle Wasser abgegraben. Wo Vereinsmittel bisher für das aktive Vereinsleben eingesetzt werden konnten, muss nun ein Großteil davon für Mieten und Gebühren für die Nutzung städtischer Räume entrichtet werden. Manche Vereine sind gezwungen, mehr als die Hälfte ihres Budgets für Raummieten auszugeben. Damit gefährdet die Stadt die Existenz vieler Vereine.  Ehrenamtliches Engagement verdient aber die aktive Mitwirkung der Stadt, die durch ihre Vereine reicher und bunter wird!

Weinprobe für das 20. Erfurter Weinfest

weinprobe-3Seit 1993 findet jeweils am 3. Wochenende im August das Erfurter Weinfest statt. Zu den zweifellos angenehmsten Terminen im (politischen) Kalender des Jahres zählt die Jurysitzung zur Auswahl der Siegerweine in Vorbereitung auf das Weinfest. Neben Journalisten und Mitarbeitern der Kulturdirektion, sowie Weinexperten sind auch die Fraktionsvorsitzenden der Stadtratsfraktionen in die Jury eingeladen. Wie in den vergangenen Jahren standen 52 Weinproben an, um letztlich den besten Rot- sowie den besten Weiswein zu ermitteln. In einer Vorrunde wurden von 13 Weingütern jeweils drei Weine (zwei Weisweine und ein Rotwein) probiert und der jeweils beste Wein des Weingutes gekürt. weinprobe-11Bei einer anschließenden Blindverkostung hatten wir die Wahl zwischen den acht Weisweinen und den fünf Rotweinen aus der Vorrunde. In diesem Jahr waren neben bekannten Weingütern auch wieder Neulinge angetreten und auch zwei Weine die ich noch nie gehört hatte, ein Rondo (trockener Rotwein) vom Weingut Lambertushof aus Bechtheim Rheinhessen soie ein lieblicher Weiswein Ortega Auslese vom Weingut Rudnick Rheinhessen. Bis zum Weinfest vom 16. bis 19. August 2012 bleiben die Siegerweine aber noch geheim. Die 13 Sieger der jeweiligen Weingüter werden wie die beiden Gesamtsieger im Weinpass beim Weinfest dokumentiert und hoffentlich viele begeisterte Weinliebhaber finden. Zitat des Abends von einer Stadtratskollegin zum Geschmack eines Weisweines: “feinherb ist so ähnlich wie vollschlank”. 🙂

Nach der Saison und vor der Saison

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Unser SWE Volley-Team
Die Beach-Saison läuft schon auf Hochtouren, die Saison 2011/2012 in der Halle ist beendet und die Vorbereitung der Saison 2012/2013 ist im Gange. Für unser SWE Volley-Team also die beste Zeit um mit einem Sommerfest des Vereins alle drei Punkte miteinander zu verbinden. Auf der Beachanlage am Flughafen waren dazu gestern die Spielerinnen, Mitglieder, Fans und Sponsoren eingeladen. Bei einem Quadromix-Beachturnier spielten 14 Manschaften, gemischt mit Bundesligaspielerinnen, Trainern, Eltern und Kindern. Musik, ein großes Buffet und Spiele für die Kinder, vor allem aber Spaß im Sand, trotz wechselhaftem Wetter standen auf dem Programm.
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Geehrt haben wir auch den Trainer der Saison
Im Rückblick auf die vergangene Saison, der erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte, ehrten wir beim Sommerfest unsere Bronze-Mädels. Die U-20 Spielerinnen erreichten als erstes Team unseres Vereins bei Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft. Kombiniert mit der Vizemeisterschaft in der 2. Bundesliga, dem Meistertitel in der Regionalliga und den Erfolgen im Pokal, den Regional- und Thüringenmeisterschaften gan es viel Grund zum feiern. Für die neue Saison sind die Teams gemeldet, wir werden in der 2. Bundesliga, in der neuen 3. Liga spielen und mit einem Juniorteam in der Regionalliga spielen. Für unsere 1. Mannschaft sind die Vertragsgespräche fast abgeschlossen und ich unterzeichne mit den Spielerinnen in den nächsten Tagen die noch offenen Verträge. Auch der Liga-Spielplan steht fest und so freuen wir uns schon auf die Saisoneröffnung Ende September. Dazwischen werden viele unserer Mädels im Sand spielen und für unseren Verein werben. Heute waren sie unter anderem beim 19. Jugendfeuerwehrlager auf der EGA mit einem Beachfeld vertreten. Bilder vom Vereinsfest

Podiumsdiskussion “Was ist uns Familie wert?”

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Gemeinsam mit Dr. Oesterheld, Antje Tillmann und Dr. Herzberg
Das ist zweifellos eine der wichtigen Fragen, die die Politik in den nächsten Monaten in Bezug auf das Betreuungsgeld beschäftigen wird. Die noch wichtigere Frage ist aber “Was trauen wir Familien zu?”. Der CDU Ortsverband “Am Petersberg” hat dazu im Haus der Versöhnung im Augustinerkloster mit kompetenten Gesprächspartnern die Diskussion gesucht. Unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann erläuterte die Zielstellung des Gesetzes, aber auch die politischen Ziele bei der Debatte zum Betreuungsgeldgesetz. Vornehmlich die Linke und die SPD verfolgen das Ziel, dass Kinder so früh wie möglich in Betreuungseinrichtungen gehen sollen und daher jeder Euro in den Aus- und Aufbau investiert werden muss. Dies ist allerdings ordnungspolitisch eine Aufgabe für Kommunen und Länder. In den letzten Jahren hat der Bund rund drei Milliarden zusätzlich dafür bereitgestellt und es sei daher an der Zeit auch Familien stärker in den Blick zu nehmen und zu fördern, erläuterte Antje Tillmann. Es müsse darum gehen Familien nicht zu bevormunden sondern ihnen Wahlfreiheit zu ermöglichen. Was aber bei der Betreuung und Pflege im Alter gesellschaftlicher Konsens ist, wenn zum Beispiel Pflegegeld bezahlt wird wenn Angehörige zu Hause statt im Heim betreut und gepflegt werden, weckt bei Kindern die zu Hause betreut werden zunehmend Misstrauen. Breiten Raum nimmt daher bei der Diskussion, wie schon vor sechs Jahren in Thüringen beim Landeserziehungsgeld, die Missbrauchsdebatte ein. Den Eltern, vornehmlich aus sozial schwierigem Umfeld oder mit Migrationshintergrund, wird unterstellt, das Geld nicht zum Wohle der Kinder einzusetzen und deshalb müsse der Stadt die Betreuung und Erziehung organisieren. Gegen dieses Bild von Familien wehrte sich Dr. Kurt Herzberg vom Familienbund der Katholiken. Er mahnte die Schließung der Gerechtigkeitslücke an. Über 600 Euro staatliche Subventionen fließen in jeden Kita-Betreuungsplatz und vor diesem Hintergrund seien die vorgesehenen 100 bzw 150 Euro als Betreuungsgeld sogar viel zu niedrig angesetzt. Intensiv setzte er sich mit dem Argument der Betreuungsgeldgegener auseinander, dass nur die frühestmögliche Betreuung in einer Krippe oder Kita bestmögliche Bildung sichere. Bildung setzt Bindung voraus erläuterte Herzberg und diese entstehe durch verlässliche Bezugspersonen in der frühen Kindheit. Dr. Falk Oesterheld, Präses der Synode des Evangelischen Kirchenkreises, erinnerte daran, dass die Diskussion vor 40 Jahren in unserer Gesellschaft genau in die andere Richtung, vornehmlich von den Gewerkschaften geführt wurde. Da war die Zielstellung Eltern mehr Zeit für und mit ihren Familien zu schaffen. Heute fordern gerade Gewerkschaften den unbedingten Vorrang der Berufstätigkeit beider Eltern. Allerdings ist selbst die evangelische Kirche in dieser Frage durchaus in einem Konflikt. Während die EKD gegen das Betreuungsgeld ist haben sich EAF und die Thüringer für das Betreuungsgeld ausgesprochen, wohl auch weil es sich im Freistaat bewährt hat. Wenn es um die Frage geht wo Kleinstkinder am Besten aufgehoben sind, gibt es laut einer aktuellen Emnid-Umfrage immernoch erhebliche Ost-West-Unterschiede. 62 Prozent im Westen glauben bei der Mutter, im Osten sind es 38 Prozent. Hingegen meinen 41 Prozent der Befragten im Osten Kinder seien am Besten in einer Krippe aufgehoben. Mein Eindruck bei vielen Betreuungsgegnern ist, dass sie die gleichen Argumentationsmuster bringen, wie wir sie in Thüringen schon kennen. Fakt ist aber, alle Befürchtungen haben sich nicht bestätigt. Es gab keine Missbrauchsfälle, es wurden keine Kinder in Heerscharren aus den Kitas gelockt, es wurden keine Frauen vom Arbeitsplatz ferngehalten, es gibt keine nachweisbaren Bildungsnachteile für Nicht-Krippen-Kinder und es mussten auch keine Kitas geschlossen werden (dies war 2006 eine der größten Befürchtungen der Kita-Träger). Durch die Zusammensetzung sowohl des Podiums, als auch des Publikums (welches intensiv mitdiskutiert hat) war bei der Veranstaltung viel Zustimmung und wenig Widerspruch zu verzeichnen. In der öffentlichen Diskussion läuft dies derzeit deutlich heftiger ab. Für die CDU steht dabei aber im Mittelpunkt: Wir haben mit guten Begründungen sowohl in unserem Grundsatzprogramm, als auch in zwei Parteitagsbeschlüssen und im Koalitionsvertrag das Betreuungsgeld verankert. Wir wollen, dass Eltern für Kinder und Kinder für Eltern Verantwortung tragen. In der Wahrnehmung dieser Verantwortung müssen Eltern bestärkt und ermutigt werden. Gesellschaftsmodelle oder Familienbilder dürfen Eltern kein schlechtes Gewissen einreden. Es gibt heute nicht mehr die klassischen Erwerbs- oder Ernährermodelle in der Familie. Familie ist vielfältig geworden. Sowohl die Eltern, die sich für Betreuungsmodelle in einer Kita entscheiden, als auch Eltern, die die Betreuung und Erziehung privat organisieren verdienen Wertschätzung, Anerkennung und Förderung.

Zwölfte Ausgabe – ein Jahr Fraktionsinfoblatt

2012-06
Die aktuelle Ausgabe des Infoblattes
Seit nun einem Jahr gibt es das monatliche Infoblatt der CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat. Auf sechs bis acht Seite informiert die Fraktion damit über aktuelle kommunalpolitische Themen und Beschlüsse des Erfurter Stadtrats. Neben dem Monatsmagazin des CDU-Kreisverbandes ist das Infoblatt nunmehr eine feste Größe der Öffentlichkeitsarbeit der Fraktion geworden. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass es regelmäßige Infoblätter bei den anderen Parteien oder Stadtratsfraktionen nur in größerem Abstand gibt. Als Fraktionsvorsitzender danke ich deshalb meinem Team unsere Geschäftsstelle um unseren Geschäftsführer Andreas Huck und Alexander Hein, der für die Layoutgstaltung die Verantwortung trägt, sehr herzlich. Weiter so! Pressemitteilungen, Rundbriefe und das Infoblatt sind ein Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit. Regelmäßige Infostände ein Weiterer und das Internet mit der überarbeiteten Homepage und der Facebook-Präsenz der virtuelle Teil. Ab der nächsten Stadtratssitzung werden wir auch die aktuellen Beschlüsse via Twitter öffentlich machen. In der aktuellen Ausgabe des Infoblattes geht es um Sportstätten in Erfurt, die Bahnhofsmission und die Sicherheit in der Stadt. Wer das Infoblatt künftig regelmäßig per e-mail bekommen möchte, kann sich dazu an die Fraktionsgeschäftsstelle wenden. Alle vorangegangenen Ausgaben finden sich im Archiv auf unserer Homepage.

Großer Bahnhof im Rathaus

Zella-Mehlis BGM (7)Der Ratssaal im Rathaus von Zella-Mehlis war heute bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach über 22 Jahren und mehr als 8.000 Tagen im Amt wurde mein Bruder Karl-Uwe Panse als Bürgermeister verabschiedet. Viele politische Mitstreiter, Bürgermeister, Vereinsvertreter und die Familie waren gekommen um sein Wirken zu würdigen. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hielt ein festliches Grußwort und dankte für das kommunalpoltische Engagement. Es war Uwe anzumerken, dass ihn dies besonders freute, zumal Christine Lieberknecht auch auf die politische Familie Panse einging. Ihre Feststellung, dass es sich bei uns um eine politikverrückte Familie handelt ist zweifellos richtig. Wir vier Geschwister sind geprägt von der Erziehung im Elternhaus. Zella-Mehlis BGM (16)Bereits mein Vater kam aus einer politischen Familie, die Geschwister von seinem Vater waren in der Weimarer Republik in Parteien von ganz links bis ganz rechts. Er selbst wurde nach dem Krieg als jungen Lehrer SPD-Mitglied und kurze Zeit später fand er sich mit der Zwangsvereinigung in der SED wieder. Weil ihm aber sein kirchliches Engagement wichtiger war, ging er dort wieder und trat erst nach der Wende wieder in seine “alte neugegründete SPD” ein. Während der DDR-Zeit wurden wir alle von politischen Themen geprägt und zu Hause wurde viel diskutiert. Mit dem Ergebnis, dass Schwester Heike schon 1985 Bürgermeisterin für die LDPD in Großmölsen wurde und die drei Brüder in der Wendezeit ihre jeweils eigene politische Heimat suchten. Jens bei der FDP, wo er heute Pressesprecher im Landtag ist, ich erst beim Demokratischen Aufbruch und später bei der CDU und Uwe in seiner damals noch ganz neuen Heimat bei der DSU. Zella-Mehlis BGM (21)1990 erhielt die DSU bei der Kommunalwahl in Zella-Mehlis 18 Prozent und bildete mit der CDU und der FDP eine Koalition. Aber weder bei der CDU noch bei der FDP fand sich ein Bürgermeister und so trat Uwe an, wurde gewählt und blieb es fortan bis heute. Als parteiloser Bürgermeister lenkte er seine Stadt und gewann auch gegen alle Mitbewerber. Ich erinnere mich daran, dass ich 1994 mit ihm gemeinsam die Wahlflyer entworfen und ihm gedruckt habe, obwohl ich zeitgleich Wahlkampfverantwortlicher im CDU-Landesverband war und es auch einen CDU-Gegenkandidaten gab. Uwe verhinderte mit seinem Engagement die Eingemeindung nach Suhl und musste so manchen Kampf in schwierigen Zeiten durchstehen. In der Familie gibt es bis heute bei jedem Familientreffen politische Diskussionen – allerdings längst nicht mehr so emotionsgeladen wie früher. Jedoch halten sich Uwe seine (inzwischen alle erwachsen) vier Kinder alle aus der Politik heraus, vielleicht weil sie zu Hause erlebt haben, wie aufreibend Politik auch sein kann. Wir alle, seine Familie, sind stolz darauf, was Uwe 22 Jahre lang in Zella-Mehlis geleistet hat und haben uns mit ihm über die vielen anerkennenden Worte gefreut. Kommunalpolitisch bleibt er noch aktiv – er sitzt als Kreistagsmitglied im Kreistag Schmalkalden-Meiningen, natürlich über die CDU-Liste 😉 Bilder aus dem Rathaus Zeitungsartikel vom 2.7.2012

Wieder einmal umsonst gehofft…

emSchade es hat einmal wieder mehr nicht sein sollen… Da aber heute Abend alle Fußballfans von Deutschland in einer ähnlichen Stimmung sind, kann ich mir lange Erklärungen sparen. Vier schöne Spiele von unserem Team haben wir bei der EM gesehen und gejubelt. Mein Sohn war mit Begeisterung dabei und hat gehofft, dass es besser ausgeht, als vor zwei Jahren, wo wir die Spiele zur WM und dann auch die Niederlage auf dem Zeltplatz in Prerow gesehen haben. Er hat die Wohnung und das Auto dekoriert und sich schon eine Strategie überlegt, wie er Mama am Sonntag zum Finale überredet. Heute hatte er zwei Einsen aus der Schule mitgebracht und konnte die bestandene Fahrradprüfung vorweisen und so musste er noch nicht nach der Halbzeit ins Bett. Schade für ihn und all die kleinen und großen Fans, die heute Abend traurig sind. Aber als Sportfan muss man auch mit Niederlagen umgehen können. Und gemeinsam freuen wir uns auf die nächsten Spiele, egal wo, egal wann. Volleyball, Eishockey, Fußball, Handball – alles nun Sommerpause, aber bald ist Olympia und in zwei Jahren WM. Dann klappt es ganz bestimmt 🙂