
Sportlich durch den ganzen Samstag

Ihr Stadtrat für Erfurt


Mit der Kreiselternvertretung FÖZ Schulamt Mittelthüringen haben wir, der Arbeitskreis Bildung und Sport der CDU-Stadtratsfraktion, uns am Montagabend zu einem runden Tisch bezüglich der Schulnetzplanung in Erfurt getroffen. An der Beratung mit rund 30 Gesprächspartnern nahmen auch die Vertreter der Förderzentren und die Elternvertreter teil sowie Bildungsausschussmitglieder aller Fraktionen.
Zwar gab es im Bildungsausschuss bereits eine große Anhörung zum Schulnetzplan, aber dort fühlten sich gerade die Vertreter der Förderzentren nicht ausreichend gehört und einige Schulen in freier Trägerschaft wurden nicht angehört, weil sie nicht vom Schulnetzplan betroffen seien. Die Diskussion des Schulnetzplanes ist deshalb ein so spannendes Thema für die Eltern, da sich die Schulstruktur nachhaltig deutlich in Erfurt mit dem momentan neuen Schulnetzplan ändern soll. Für die Eltern stellt sich die Frage, wie der Gemeinsame Unterricht in der Praxis aussehen soll und in welcher Qualität.
Im Gemeinsamen Unterricht stehen 3 Förderstunden im besten Fall wöchentlich zur Verfügung, im Förderzentrum haben die Kinder 32 Förderstunden/Woche in kleinen Klassenverbänden. Außerdem werden nicht alle Fächer im Gemeinsamen Unterricht unterrichtet, die eine Förderschule vorhält aber lebenspraktisch für die Kinder mit Förderbedarf außerordentlich wichtig ist. Sie erhalten gegenseitige Anerkennung und haben stabile Leistungen. Sie konnten sich hervorragend in den Förderzentren entwickeln, die auch zu den allgemeinbildenden Schulen gehören. Diesen Schutzraum und die wertvolle sonderpädagogische Förderung zu zerstören oder nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen, hätte nachhaltig auch negative Folgen für die Stadt Erfurt, was wir am Montag auch intensiv diskutiert haben.
Breiten Raum nahm auch die Diskussion um die Zukunft der Lutherschule ein. Die CDU hatte im Stadtrat beantragt, die Lutherschule der Evangelischen Schulstiftung zu übertragen, die bereits ein Konzept für eine Gemeinschaftsschule unter Einbeziehung des Förderzentrums entwickelt hat. Mit dem Schulgebäude könnten zudem die Platzprobleme der Grund- und Regelschule der Evangelischen Schulstiftung gelöst werden. Klar erkennbar war, dass die Stadtverwaltung „ihr Schulgebäude“ nicht an einen freien Träger hergeben will und lieber in Kauf nimmt, dass es ein Jahr leer steht und vielleicht dann das Konzept einer Thüringer Gemeinschaftsschule in staatlicher Verantwortung entwickelt wird. Diese Diskussion wird sich im Ausschuss Bildung und Sport am Mittwoch garantiert fortsetzen.
Für die CDU bleibt es bei der Abstimmung zum Schulnetzplan beim Grundsatz, dass der Elternwille an erster Stelle stehen muss – sie sind die ersten Bildungsexperten für ihre Kinder. Wir treten für den Erhalt der Schulstandorte und der Förderzentren ein und unterstützen ausdrücklich die Angebotsvielfalt. Es muss immer zuallererst darum gehen, gute Angebote für die Kinder zu machen. 
Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), eröffnete am Dienstag im Regierungsviertel in Erfurt die Ausstellung “Angsträume” der Beratungsinitiative ezra. Die als Wanderausstellung konzipierte Dokumentation basiert auf 15 Fällen rechter Gewalt in Thüringen und will für die Alltäglichkeit und Folgen rechter Gewalt sensibilisieren. Schirmherrin ist Ilse Junkermann, die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche.
Sozialministerin Heike Taubert sagte: “Es ist gut, dass ezra diese Ausstellung erarbeitet hat. Sie bietet die Möglichkeit, die Perspektive der Opfer rechter Gewalt einzunehmen. So können Besucherinnen und Besucher anhand der dargestellten Fälle nachvollziehen, was es bedeutet, sich im öffentlichen Raum nicht mehr sicher zu fühlen. Bedenkt man, dass sich die Angriffe der Neonazis oft auf äußerliche Merkmale wie die Hautfarbe beziehen, dann wird umso deutlicher, dass man dieses Gefühl kaum noch verdrängen kann.”
Die mobile Beratung ezra bietet Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt Hilfe und Unterstützung an und wird im Rahmen des Thüringer Landesprogramms für “Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit gefördert. Die in der Ausstellung von ezra dokumentierten Fälle ereigneten sich zwischen 2009 und 2011 bzw. mit einer Ausnahme 2006. Sie markieren einen Querschnitt verschieden motivierter Angriffe und Formen von rechter Gewalt. Die Tatorte befinden sich in fast allen Regionen Thüringens.
Als Ansprechpartner der Landesregierung zu Antidiskriminierungsfragen war ich bei der Ausstellungseröffnung dabei und hoffe, dass insbesondere junge Menschen die Gelegenheit haben werden diese Ausstellung zu sehen. Die Ausstellung wird noch bis zum 20. Dezember 2013 in der Rotunde zu sehen sein. 



