Die CDU-Stadtratsfraktion tagt regelmäßig auch außerhalb des Rathauses. Am gestrigen Montag waren wir zu Gast bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Andreasstraße.
Maja Eib, die Leiterin der KAS empfing uns im Seminarraum und gab uns einen intensiven Einblick in die Arbeit des Bildungswerkes der Stiftung. Vor zwei Monaten ist die KAS als einer der ersten Mieter in den neugebauten Bürokomplex der ehemaligen Stasiuntersuchungshaftanstalt gezogen.
Ende des Jahres wird die Gedenkstätte eröffnet und künftig werden zwei Stiftungen am Erinnerungsort Bildungsarbeit zur Stärkung unserer Demokratie leisten. Die Stiftung Ettersberg als Träger der Gedenk- und Bildungsstätte und die KAS als benachbarter Mieter sind gemeinsam gefordert dort nachhaltig zu wirken. Um so ärgerlicher ist, dass zur Zeit zwischen beiden Stiftungen gestritten wird. Anlass ist das Logo der KAS an der rückwärtigen Betonwand. Der Leiter der Ettersberg-Stiftung sieht darin eine Vereinnahmung der Gedenkstätte durch die KAS. Die KAS weist darauf hin, dass der darüber stehende Spruch einer Broschüre der Stiftung entnommen ist und insofern das Logo sozusagen der Quellenverweis ist.
Ich bin einigermaßen befremdet über die Verbissenheit der Diskussion. Wenn der Leiter der Ettersberg-Stiftung deshalb gar die Zusammenarbeit in Frage stellt und damit eine Entfernung des Logos durchsetzen will wirkt dies wenig konstruktiv.
Vor knapp 23 Jahren wurde die Stasi-Zentrale in Erfurt besetzt. Erst danach kam ans Licht, welche Verbrechen von den Tätern in der banachbarten Stasizentrale initiiert und an bis zu 6.000 von 1952 bis 1989 dort inhaftierten Menschen verübt wurden. Es war ein langer Weg bis dort eine Gedenkstätte entstand. Weder die Stadt Erfurt noch das Kultusministerium gehörten dabei zu den Triebfedern. Letztlich hat der Verein Freiheit e.V. lange Jahre für die Anerkennung der Opfer und den Mahn- und Gedenkort gekämpft.
Von Anbeginn stand die Frage nach einem Nutzungskonzept für die neben der Gedenkstätte auf dem Gelände befindlichen Gebäude. Als Fraktionsvorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion habe ich frühzeitig angeregt, dass die politischen Stiftungen an diesen Ort gehen. Lediglich die Konrad-Adenauer-Stiftung hat es getan. Insofern ist die KAS der wichtigste Partner der Stiftung Ettersberg, wenn es um die Gedenkstättenarbeit in der Andreasstraße geht.
Gerne habe ich unseren Mädels die Bronze-Medaille umgehängt
Deutlich verbessert sieht die sportliche Bilanz dieses Wochenendes im Vergleich zur letzten Woche aus 🙂 Aber es ist auch noch Luft nach oben!
Die Black Dragons gewannen am Freitag gegen F.A.S.S. Berlin, allerdings erst im Penaltyschießen und so gab es zwei Punkte. Heute Abend in Leipzig gab es hingegen nichts zu holen. Mal sehen wann der erste klare Dreier kommt, vielleicht nächsten Freitag gegen Niesky. RWE spielte bei Unterhaching. Nach den letzten klaren 0:3 Niederlagen, fühlte sich das 2:2 in der Schlußminute wie ein Sieg an.
Unser SWE Volley-Team hatte eine lange Reise nach Stuttgart vor sich. Bei der zweiten Mannschaft des Erstligsten sollte der erste Auswärtssieg der Saison gelingen. Mit 1:3 (15:25, 29:27, 17:25 und 23:25) meisterte das SWE Volley-Team die Aufgabe. Das ganze Wochenende wurde in der Erfurter Riethhalle Volleyball gespielt und heute war ich mit meiner Familie bei der tollen Finalatmosphäre dabei.
Finale Württemberg – Thüringen
Der Bundespokal Süd fand für die U-16 Jungs und U-15 Mädels in Erfurt statt. Die beiden Thüringer Teams marschierten souverän durch die Vorunde der neun Landesverbände. Für unsere Mädels war dann heute im Halbfinale Schluss, aber gemeinsam mit Sachsen holten sie die Bronzemedaille. Ein toller Erfolg für das Team! Sechs der neun Spielerinnen kommen vom SWE Volley-Team und das macht uns besonders stolz. Das Finale gewann Hessen gegen Bayern.
Die U-16 Jungs schafften es sogar ins Finale, wo sie sich Württemberg beugen mussten. Aber auch für sie war die Silberdedaille ein Riesenerfolg. Die Organisation vom TVV war perfekt, wir haben gerne unterstützt und uns für die Deutschen Meisterschaften U-16 2013 empfohlen. Wir haben uns um die Ausrichtung beworben und heute schon positive Signale bekommen.
Zweifellos das Team aus Bayern bei der Siegerehrung
Vielen Dank an alle Organisatoren und Helfer heute – aber auch an alle Trainer, Übungsleiter und ehrenamtliche Helfer unseres SWE Volley-Teams.
Wir wurden am Wochenende für unsere Nachwuchsarbeit beim TVV-Verbandstag ausgezeichnet und da gibt es viele, die in unserem Verein dafür Verantwortung tragen.
Am kommenden Wochenende stehen nun einmal drei Heimspiele auf dem Programm: Freitag 20 Uhr die Black Dragons gegen Niesky, Samstag 14 Uhr RWE – Babelsberg im Steigerwaldstadion und Sonntag 16 Uhr im Pokal unser SWE Volley-Team gegen Sonthofen. Drei Siege wären doch richtig Klasse und ich werde zu allen drei Spielen hingehen und unsere Erfurter Teams anfeuern.
Bilder vom Bundespokal
Die aktuelle Ausgabe des Infoblattes der CDU-Stadtratsfraktion beleuchtet die kommunalpolitischen Themen der zurückliegenden vier Wochen. Natürlich auch die Beigeordnetenwahl vom Mittwoch dieser Woche und die beiden Bürgeranträge aus vorletzten Stadtratssitzung. Die Arbeitskreise der Fraktion und die Fraktionsmitglieder waren zu mehreren Terminen beim Erfurter Flughafen und im Jugendhilfezentrum Aster zu Gast.
Mit zahlreichen Stadtratsanfragen haben die Fraktionsmitglieder wichtige Themen aufgerollt. Auf der Homepage der Fraktion sind alle Anfragen dokumentiert, im Infoblatt findet sich eine Auswahl der aktuellen Anfragen. In den nächsten Wochen wird uns der numehr dritte!!! Nachtragshaushalt für den laufenden Haushalt 2012 beschäftigen. Ursprünglich wollte der Oberbürgermeister den Haushaltsentwurf 2013 Anfang November in den Stadtrat einbringen. Gerüchten zufolge fehlen derzeit rund 32 Millionen um den rund 650 Millionen Euro umfassenden Haushalt (davon allein rund 150 Millionen Euro Personalkosten) “rund” zu bekommen. Frühestens Ende des Jahres wird wohl der Entwurf vom OB in den Stadtrat kommen.
Nach der emotionsgeladenen Diskussion um die Beigeordnetenwahlen in dieser Woche, haben wir uns heute mit dem Oberbürgermeister Andreas Bausewein getroffen, um ein wichtiges kommunalpolitisches Thema auf die Tagesordnung des Stadtrats zu bringen.
Seit dem Frühjahr beklagen sich viele Vereine und Ortsteile über die erheblich gestiegenen Belastungen bei der Organisation von Stadt- und Ortsteil, sowie Vereinsfesten. Gemäß Stadtratsbeschluss müssen sie für jede Verwaltungsgenehmigung Geld bezahlen und viele Vereine kommen angesichts des Kosten- und Bearbeitungsaufwandes an ihre Grenzen.
Obwohl dieses Problem seit April bekannt ist und OB sowie SPD-Vertreter nach anfänglichen Ausflüchten (z.B. es könnten doch die Ortsteilbürgermeister künftig per se als Antragsteller fungieren) öffentlichkeitswirksam Nachbesserungen zusagten, hat sich bis heute nichts getan. Gemeinsam mit unserer CDU-Kreisvorsitzenden Marion Walsmann habe ich diese Situation von Anbeginn kritisiert und Änderungen angemahnt. Inzwischen sind die ersten Veranstaltungen abgesagt und die CDU hat einen Einwohnerantrag initiiert. Heute haben wir die Unterschriften dem Oberbürgermeister übergeben und sind nun gespannt auf die Diskussion dazu im Stadtrat.
Nachfolgend die Pressemitteilung der CDU Erfurt dazu:
CDU Kreisvorsitzende Marion Walsmann übergibt Einwohnerantrag mit fast 470 Unterschriften zur Stärkung des Ehrenamtes an Erfurts Oberbürgermeister BauseweinWalsmann: „Derzeitige Regelung für Miete und Abgaben entzieht finanziellen Nährboden für die Existenz vieler Vereine“Einen Einwohnerantrag, den zwischen Juli bis Oktober fast 470 Erfurterinnen und Erfurter unterschrieben haben, übergab die CDU-Kreisvorsitzende Marion Walsmann, zusammen mit CDU-Stadtratsfraktionschef Michael Panse und Peter Bach vom Königlich preußischen Infanterie Regiment „von Waltersleben“, heute im Rathaus an Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein. Der Einwohnerantrag soll das ehrenamtliche Engagement gemeinnütziger Vereine in Erfurt unterstützen. Laut Thüringer Kommunalordnung muss der Stadtrat nach positiver Prüfung des Antrags über dessen Anliegen beraten und entscheiden. Marion Walsmann sagt dazu: „Mit der derzeitigen Regelung der Stadt über die Abgaben für Mieten und Nebenkosten von Vereinen wird den ehrenamtlich tätigen Einrichtungen und Vereinen zunehmend der finanzielle Nährboden für ihre Existenz entzogen. Es gibt Vereine, die mehr als die Hälfte ihrer Ausgaben für Mieten und Gebühren zur Nutzung städtischer Räume ausgeben müssen. Gemeinnützige Vereine können so ihrem eigentlichen Zweck kaum mehr nachkommen.“ Weiter sagte Marion Walsmann: „Wenn die Stadt keine Lösung für diese Problematik findet, so ist auf Dauer die kulturelle Vielfalt bedroht und der soziale Zusammenhalt in Erfurt schwindet. Ehrenamtliches Engagement aber verdient die besondere Unterstützung der Stadt. Die CDU Erfurt macht sich mit dem Einwohnerantrag deshalb für eine Neuregelung der Nutzungssatzung stark. So wollen wir die unabdingbare finanzielle Entlastung für Vereine erreichen. Darüber hinaus hat die Ehrenamtsförderung einen besonderen Stellenwert im Zukunftsprogramm ‚Erfurt 2020’ der CDU Erfurt. Die Abstimmung über unseren Antrag wird zeigen, wie das rot-rot-grüne Bündnis im Stadtrat zu den vielen ehrenamtlich Aktiven in Erfurt steht.“
Während der Auszählungspause
…aber dieses Mal musste nicht wie vor sechs Jahren gelost werden. Alle fünf Beigeordneten wurden im ersten Wahlgang gewählt und alle fünf erhielten die notwendige absolute Mehrheit von mindestens 26 Stimmen. Das rot-rot-grüne Bündniss hat gehalten und einige der Beigeordneten erhielten sogar mehr Stimmen, als das Bündniss hatte.
Bei der neuen und alten Finanzbeigeordneten Karola Pablich überraschte dies nicht. Sie erhielt mit 37 Stimmen bei der Abstimmung im Stadtrat die meisten Stimmen. Angesichts dessen, dass sie allerdings von allen sechs Stadtratsfraktionen und dem OB nominiert wurde, war es erstaunlich, dass 12 Stadträte ihr die Zustimmung verweigerten. Frau Pablich wird es allerdings schwer haben in der neuen Riege der Beigeordneten.
Als Bürgermeisterin und Sozialbeigeordnete wurde Tamara Thierbach mit 34 Stimmen (zwei mehr als das Bündniss) gewählt. Ihre Gegenkandidatin Frau Martina Römhild wurde von den Freien Wählern vorgeschlagen und auch von der CDU Stadtratsfraktion unterstützt und erhielt 15 Stimmen. Vorgezogen wurde entgegen der ursprünglichen Planung die Wahl der/des Wirtschaftsbeigeordneten. Wir haben dieses Änderung der Wahlfolge ausdrücklich unterstützt, nicht wie Rot-Rot-Grün aus parteitaktischen Gründen (weil sie sich bis zum Schluss nicht über den Weg trauen), sondern weil das Thema Wirtschaft für uns eines der wichtigsten Zukunftsthemen ist.
Vorgeschlagen waren die grüne Fraktionsvorsitzende Kathrin Hoyer, wir hatten Ingo Mlejnek ins Rennen geschickt, die FDP Herbert Rudovsky und eine Stadträtin der Freien Wähler schlug Alexander Hilge vor. Frau Hoyer erhielt 27 Stimmen, Ingo Mlejnek 12, Herbert Rudovsky 3 und Alexander Hilge 8. Damit war die Spannung des Abends raus, weil klar war, dass trotz vier Abweichlern vom rot-rot-grünen Planspiel, die Mehrheiten standen.
Die folgenden Wahlgänge waren somit eher formal. Für Stadtentwicklung und Stadtplanung kandidierte Uwe Spangenberg und wurde mit 33 Stimmen gewählt (bei 17 ungültigen Stimmen). Bei der Wahl zum Beigeordneten für Bürgerservice, Recht und Ordnung kandidierten Udo Götze (Vorschlag des OB und Rot-Rot-Grün) und Dietrich Hagemann (Vorschlag von uns). Überraschenderweise schlug Peter Stampf von den Freien Wählern noch Rolf Rebhan vor. Es war jedoch bis zum Ende des Abends nicht herauszubekommen, ob er mit dem Fraktionsmitarbeiter der Linken und ehemaligen Militärstaatsanwalt noch eine Rechnung offen hatte. Rebhan erklärte seine Bereitschaft zur Kandidatur – obwohl es einen anderen Vorschlag seiner Fraktion gab. Er erhielt am Ende 3 Stimmen, Dietrich Hagemann 15 und Uwe Götze 30.
Die Ergebnisse des Abends machen deutlich, wir haben jetzt eine klare Lagerbildung im Stadtrat. Der Kommunalwahlkampf 2014 hat zweifellos begonnen. Rot-Rot-Grün verfügen über 32 Stimmen – CDU, Freie Wähler und FDP über 18 Stimmen. Wie festgefügt der “Regierungsblock” ist werden wir sehen. Die nächste Sollbruchstelle ist der Haushalt. In der Opposition werden wir zweifellos keine Koalition bilden, aber bei politischen Themen die Zusammenarbeit mit Freien Wählern und FDP suchen.
Christine Lieberknecht eröffnete den Kongress
…unter diesem Titel fand der sechste Netzwerk 21 Kongress im Erfurter Kaisersaal statt. Nach fünf anderen Großstädten waren die Teilnehmer erstmals in Thüringen zu Gast. Ministerpräsidentenin Christine Lieberknecht eröffnete den Kongress und und erläuterte die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung in Thüringen. 20 Jahre nach Rio 1992 fühlt sich der Freistaat Thüringen den dortigen Forderungen unter dem Aspekt der “Bewahrung der Schöpfung” verpflichtet, erklärte Christine Lieberknecht.
1990 hatte Thüringen noch über 1.700 eigenständige Kommunen. Heute sind es noch rund die Hälfte. Wie die Landeshautstadt Erfurt, sehen sich die Kommunen in der Situation in lokaler Verantwortung nachhaltige Strategien zu entwickln. Thüringen besteht zu einem Drittel aus Wald. Dies macht Thüringen zum grünen Herzen Deutschlands und wir wollen, dass dies so bleibt. Zwei Thüringer Städte wurden heute als Vorreiter benannt. Arnstadt und Nordhausen waren selbst zu Zeiten einer schwierigen wirtschaftlichen Situation im Freistaat 1992 schon bei der Rio-Diskussion aktiv engagiert.
Podiumsdiskussion im Kaisersaal
Für dieses Engagement wurde Thüringen heute gelobt und die rund 200 Kongress-Teilnehmer nahmen dabei auch mit großer Zustimmung die Aktivitäten in Erfurt zur Kentniss, die Oberbürgermeister Andreas Bausewein erläuterte. Bereits vom Freitag bis zum Sonntag fand der 4. Jugendkongress “Nachhaltig dabei sein” auf der Feuerkuppe bei Sondershausen statt. Es war erfreulich heute den Bericht der engaierten Jugendlichen zu hören, die letztlich “am längsten mit den Auswirkungen der heutigen Politikentscheidungen klar kommen müssen”. Gut, dass sie sich in ihre eigenen Angelegenheiten so intensiv einmischen!
Morgen wird der Netzwerkkongress fortgesetzt und in zahlreichen Workshops werden unter anderem unter dem Titel “Rio 20+ Schlußfolgerungen für kommunales Handeln” und “Echt gerecht – ökologische Gerechtigkeit in Städten” Konzepte diskutiert. Ein wenig schade war, dass leider nur sehr wenige kommunalpolitische Vertreter der Landeshauptstadt da waren. Auch ich habe am Kongress nicht als CDU-Fraktionsvorsitzender teilgenommen. Da es beim Kongress auch um das Thema Generationengerechtigkeit geht, war ich als Generationenbeauftragter dabei. Gleichwohl bin ich froh, dass ich auch kommunalpolitische Impulse in den Stadtrat mitnehmen kann.
Fraktionsvorsitzender Mike Mohring und Generalsekretär Mario Voigt gehörten zu den ersten Gratulanten
Unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann ist auch unsere Bundestagskandidatin. Wenig überraschendes bot die heutige Wahlkreisvertreterversammlung für den Bundestagswahlkreis 193 Erfurt-Weimar-Weimar Land II. 37 Delegierte aus den drei beteiligten Kreisverbänden haben sich dazu in der Aula der Evangelischen Grundschule getroffen.
Für unseren Kreisverband Erfurt habe ich gerne einige Sätze zum Vorschlag Antje Tillmann gesagt. Ich kenne Antje von allen Teilnehmern der Wahlkreisvertreterversammlung am längesten. Bereits 1994 haben wir zusammen Wahlkampf (erfolgreich) gemacht.
Antje war damals über Brandenburg nach Erfurt gekommen und der damalige Bundesvorsitzende der Jungen Union Hermann Gröhe (der wie Antje aus Neuss stammt) hatte mich darauf hingewiesen, dass da eine junge engagierte Frau nach Erfurt kommt. Antje hatte bereits kommunalpolitische Erfahrungen aus Neuss und mit ihrer Wahl in den Stadtrat stand sie dann auch relativ schnell an der Spitze unserer Stadtratsfraktion.
In den Deutschen Bundestag wurde Antje schon mehrfach gewählt, wir werden im nächsten Jahr bereits in den vierten Bundestagswahlkampf mit ihr ziehen. Dabei setzen wir darauf, dass sie ihren Wahlkreis wieder gewinnt. Der sozialdemokratische Mitbewerber hat die Distanz zu seinen Wählern inzwischen eher vergrößert und lebt jetzt in Potsdam.
Seit 1994 haben wir praktisch jeden Wahlkampf in Erfurt gemeinsam bestritten
Bei der Nominierung erhielt Antje von 37 Stimmen 33 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Damit wir auch kommunalpolitisch im Jahr 2014 gut aufgestellt sind, wenn es in die nächste Kommunalwahl geht, berieten wir anschließend bei einem thematischen Kreisparteitag das Zukunftsprogramm “Erfurt 2020”. Dazu in den nächsten Tagen mehr.
Überlagert waren viele Gespräche am Rande des Parteitags von der bevorstehenden Beigeordnetenwahl. Am kommenden Mittwoch wird der Stadtrat wählen. Ob das rot-rot-grüne Bündniss tatsächlich belastbar ist, wird sich dann zeigen. Auch dazu werde ich die Position der Fraktion in den nächsten Tagen hier noch kund tun.
Seit dem Sommer wird in Erfurt über die bevorstehende Beigeordnetenwahl diskutiert. Kurz vor der Ausschreibung der Beigeordnetenstellen kündigte Oberbürgermeister Bausewein selbstbewusst an, er wolle eine breite Beteiligung der Fraktionen unter den Dezernenten erreichen.
Er bescheinigte den beiden von der CDU gestellten Beigeordneten eine gute Arbeit und erklärte er wolle auch zukünftig einen Beigeordneten von der CDU haben und er würde deshalb einen zur Wahl vorschlagen.
Jetzt, genau eine Woche vor der Wahl am 17. Oktober 2012 stellt sich heraus, dass dies aus verschiedenen Gründen höchstwahrscheinlich nicht so sein wird. Rot-Rot-Grün stellte gestern Abend eine gemeinsame Vereinbarung der Presse vor, die neben wenig substanzreichen inhaltlichen Aussagen vor allem beinhaltete, dass man keinen CDU-Beigeordneten will.
Der OB machte sich umgehend diese Position zu eigen und erklärte inzwischen von seiner damaligen Aussage, andere Fraktionen einzubinden, abzurücken und lediglich noch parteipolitisch agieren zu wollen.
Dafür gibt es nach meiner Einschätzung verschiedene denkbare mögliche Gründe:
– der Oberbürgermeister ist führungsschwach und lässt sich von den rot-rot-grünen Fraktionen an der Nase durch den Ring ziehen.
– die Ankündigung des OB einen CDU-Beigeordneten vorschlagen zu wollen, diente nur als Drohkulisse gegenüber Linken und Grünen und war nie wirklich beabsichtigt.
– die Fraktion der Linken hat zu großen Teilen gedroht, die grüne Fraktionsvorsitzende unter keinen Umständen zur Finanzbeigeordneten (wie vom OB geplant) wählen zu wollen, und als Trostpflaster soll sie nun Wirtschaftsbeigeordnete werden (obwohl sie davon noch weniger Ahnung hat).
– Bausewein und Co hatten ihr Personaltableau schon von Anbeginn feststehend im Hinterkopf und es ging nur darum, Nebelbomben zu werfen um damit zu verschleiern, dass es letztlich um eine abgekartete Postenkungelei ging.
Wie dem auch sei, es bleibt ein fader Beigeschmack. Die beiden Vorsitzenden von Linken und SPD Steffen Kachel und Torsten Haß hatten ursprünglich einmal gehofft, sich selbst auf einen Beigeordnetenstuhl heben zu können und wurden enttäuscht. Letztlich waren sich aber die Herren von Rot-Rot-Grün gestern Abend dann doch einig, als sie ihre Vereinbarung zur weiteren Zusammenarbeit vorstellten.
Nun muss nach ihrer Vorstellung die Rechnung kommenden Mittwoch nur noch aufgehen. Über 32 Stimmen verfügt das Rot-Rot-Grüne Bündniss. Mal sehen wer wieviele Stimmen bekommt. Die CDU-Fraktion hat sich heute ebenso wie die Freien Wähler positioniert. Wir werden eigene Kandidaten ins Rennen schicken.
Wie substanzlos die Basis der Zusammenarbeit vor Rot-Rot-Grün ist zeigt der Wortlaut der Erklärung, die nachfolgend aufgelistet ist. Wirtschaft bedeutet bei denen fahrscheinfreier ÖPNV. Stadtentwicklung bedeutet Nord-Süd und Ost-West Radwege. Und Soziales ist Klientelpolitik (z.B. das Sozialtiket) sowie ein öffentlicher Beschäftigungsektor. Bei Finanzen wird erklärt die “Ausgabesituation dürfe nicht losgelöst von der Einnahmesituation betrachtet werden”. Dies bedeutet, wenn Geld fehlt wird nicht gespart sondern dem Bürger weiter in die Tasche gegriffen. Und “Struktursicherung und Sicherung der kommunalen Infrastruktur geht vor Konsolidierung” – also weiter verantwortungsloses Handeln gegenüber nachfolgenden Generationen , Hauptsache die eigene (Posten-)Struktur bleibt erhalten.
Vereinbarung zur weiteren ROT-ROT-GRÜNEN Zusammenarbeit in Erfurt1. GrundsätzlichesZiel der Zusammenarbeit von SPD, LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Erfurt ist es, Erfurt zu einer der lebenswertesten Städte Deutschlands zu entwickeln. Hierzu muss einerseits die Kontinuität in der Lebensqualität der Erfurterinnen und Erfurter gesichert werden, wie sie sich heute in einem breiten Spektrum familien-, kinder- und jugendpolitischer und kultureller Angebote sowie auf Bildung, Mobilität und bezahlbares Wohnen, bezogenen Leistungen darstellt. Andererseits müssen und sollen mit zukunftsfähigen Projekten und Ideen neue Impulse in der Stadtentwicklung gesetzt werden. Diesen politischen Zielvorgaben muss die städtische Finanzpolitik entsprechen.Eine enge Kooperation der drei Parteien und Fraktionen soll durch regelmäßige Treffen der Verwaltungsspitze sowie der Kreisverbands- und Fraktionsvorsitzenden gesichert werden, die zur Vorbereitung der Stadtratssitzungen und zur Behandlung grundsätzlicher Fragen stattfinden sollen.SPD, LINKE und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN streben an, die Haushaltsbeschlüsse bis 2014 gemeinsam zu tragen.2. Inhaltliche Vorhabena) Soziales, Bildung und KulturEin öffentlicher Beschäftigungssektor soll sozial stabilisierend wirken und öffentliche Aufgaben erfüllen helfen.Der Essengeldzuschuss für bedürftige Kinder in Grundschule und Kindergarten sowie das Sozialticket sollen in ihrer bisherigen Form weitergeführt werden.Die Finanzierung der sozialen Infrastruktur, sowie von Bildung, Kultur, Sport und Demokratie stärkenden Initiativen soll im Umfang fortgeführt und an Stellen von hoher Dringlichkeit möglichst ausgebaut werden. Vereine und Verbände sind stärker als bisher in Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen.Die Kulturpolitik der Landeshauptstadt soll Erfurt als weltoffenes Tor zur vielfältigen Thüringer Kulturlandschaft präsentieren.Das Kulturkonzept für die Stadt Erfurt soll gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vorangetrieben und umgesetzt werden.b) Stadtentwicklung/Bau/UmweltErfurts Ruf als Wiege des deutschen Gartenbaus soll durch die Entwicklung eines nachhaltigen und zukunftsträchtigen BUGA-Auftritts gestärkt werden. In diesem Rahmen soll die EGA in ihrer geschützten Substanz entwickelt und mit innovativen Lösungen verbunden werden.Eine unterbrechungsfreie Nord-Süd- sowie Ost-West-Radtangente soll Möglichkeiten für eine alternative Mobilität schaffen.Durch die Umsetzung des vom Stadtrat beschlossenen Klimaschutzkonzeptes schaffen wir die Grundlage dafür, dass Erfurt im Ranking der Landeshauptstädte auf vorderen Plätzen steht.Wir wollen uns dafür einsetzen, dass die Stadt ihrer Verantwortung gerecht wird, für jedes Einkommen und alle Altersgruppen ausreichend attraktiven Wohnraum zur Verfügung zu stellen.Wir entwickeln die Stadt- und Ortsteile entsprechend ihrer Spezifik weiter.c) Ordnung/Sicherheit/Innere VerwaltungWir holen die jeweiligen Akteure zu den Problemen der Stadt an einen Tisch und sorgen für einen Ausbau von Planungs- und Mitbestimmungsstrukturen.Wir fördern ehrenamtliches Engagement und streben das Leitbild einer aktivierenden, modernen Zivilgesellschaft an. Verstärkt sollen Formen der Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung genutzt werden. Bei wichtigen städtischen Projekten sollen für tatsächliche Alternativentscheidungen Bürgerbefragungen stattfinden.Wir sorgen dafür, dass die Stadt Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus entgegentritt, dass diese Gefahren auf aktive Gegenwehr durch städtische Behörden, Stadtrat und OB treffen.Wir sagen Unterstützung zu beim Aufbau und für die Tätigkeit von Bürgerbündnissen gegen Rechtsextremismus sowie für Initiativen, die Präventions- und Informationsarbeit leisten. Rechtsextreme Propaganda und Angst machendes Auftreten von Rechtsextremisten in der Öffentlichkeit werden wir nicht dulden.d) Wirtschaft/BeteiligungenWir bekennen uns zur Bedeutung starker Stadtwerke und wollen das Gewicht der städtischen Unternehmen ausbauen und weiterentwickeln.Die KOWO soll schrittweise in Richtung einer städtischen Entwicklungsgesellschaft profiliert werden, die Wohnungspolitik betreibt und den Wohnungsmarkt umfassend beeinflusst.Wir wollen die Entwicklung eines Konzeptes für einen fahrscheinfreien ÖPNV in Erfurt, über dessen Umsetzung in einer Bürgerbefragung entschieden werden soll.Die Ansiedlungspolitik der Stadt Erfurt soll sich hin zu zukunftsfähigen Branchen mit höher qualifizierter und besser bezahlter Arbeit profilieren.e) Haushalt und FinanzenSPD, LINKE und GRÜNE sind sich einig, dass in der städtischen Haushaltssituation die Ausgabenpositionen nicht losgelöst von den Einnahmen diskutiert werden können. Am Ziel des weiteren Schuldenabbaus soll festgehalten werden, wobei dem Aufbau von Rücklagen Priorität eingeräumt werden soll.In der Haushaltspolitik der Stadt sollen Struktursicherung und Sicherung der kommunalen Infrastruktur vor Konsolidierung gehen.Die Stadt wird Schritte ergreifen, um das Land zu einer den Aufgaben der Kommunen entsprechenden kommunalen Finanzausstattung anzuhalten. Dies hat nach dem Urteil des ThürVerfG unabhängig von der Finanzlage des Landes zu geschehen.In der Investitionstätigkeit der Stadt hat die energetische Sanierung der Schulen Priorität.Für die Stadt Erfurt ist ein Personalentwicklungskonzept notwendig, das sowohl den Aufgaben der Stadt als Dienstleister als auch den Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht wird. Dabei soll auch die Finanzsituation der Stadt berücksichtigt werden.gez. Torsten Haß Kreisvorsitzender SPDgez. Steffen Kachel Vorsitzender Stadtverband DIE LINKEgez. Katrin Gabor und Dirk Adams Kreisvorsitzende BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNENgez. Frank Warnecke Fraktionsvorsitzender SPDgez. André Blechschmidt Fraktionsvorsitzender DIE LINKEgez. Kathrin Hoyer Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
Es muss wohl am Wetter liegen. Der Sommer ist vorbei, der Herbst legt richtig los und in Bad Salzungen gab es schon Frost. Da ist die Umstellung von 25 Grad in Kroatien auf herbstliche Temperaturen nicht so leicht. Wunderschön sieht allerdings der Thüringer Wald in diesen Tagen aus und da ich in den letzten drei Tagen drei Mal auf größerer Tour durch den Thüringer Wald war konnte ich dies genießen.
Gestern hatte das Mehrgenerationenhaus Bad Salzungen zum Fest der Generationen bzw. Herbstfest eingeladen und verband das Ganze mit einem Tag der offenen Tür. Viele Partner waren dabei, der Patenkindergarten aus Immelborn ebenso, wie das Theater “Grenzenlos” der AWO. Vor allem waren aber viele engagierte Senioren dabei und darunter auch etliche die zum ersten Mal in das Mehrgenerationenhaus gekommen waren. So findet erfolgreich Öffentlichkeitsarbeit statt und es werden neue Besucher gewonnen!
Frau Walz, als Geschäftsführerin des Trägers, hatte mich vor Wochen angesprochen, ob ich als Generationenbeauftragter die Veranstaltung unterstützen könne. Gerne habe ich das getan und gestern auch ein Grußwort gehalten. Das MGH Bad Salzungen ist auf einem guten Weg. Die Aufgabenfelder des MGH II Folgeprogramms werden umgesetzt.
Es gibt eine starke kommunalpolitische Lobby und die Angebote werden angenommen. Neben Wirtschaftsvertretern waren gestern auch zwei Landtagsabgeordnete zu Gast, auch darin drückt sich die hohe Wertschätzung für das Mehrgenerationenhaus Bad Salzungen aus. Und dafür fahre ich auch ausgesprochen gerne durch den Thüringer Wald und webe mit am Teppich der Generationen.
Bilder vom Generationentag
Für die CDU Stadtratsfraktion ist die gestrige Pressekonferenz der Rot-Rot-Grünen Scheinkoalition die Offenbarung der Führungsschwäche von Oberbürgermeister Bausewein. Die öffentliche Ankündigung Bauseweins, die CDU Stadtratsfraktion zukünftig mit einem Beigeordneten in die Stadtpolitik einzubinden stellte sich einmal mehr als vollmundiges und substanzloses Versprechen heraus. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Panse erläutert dazu:
„Das undefinierbare „Jein“ zu den wichtigen, vor unserer Stadt liegenden Entscheidungen lässt Erfurt einer ungewissen Zukunft entgegensehen. Ob die Verabredung, die Haushalte zukünftig gemeinsam tragen zu wollen, Realität wird, hängt vom Sparwillen der drei losen Partner ab und darf bezweifelt werden. Die Einladung an die anderen Parteien, sich einzubringen, ist angesichts des vergangenen Umganges mit Vorschlägen der anderen Fraktionen und der bereits jetzt schon wieder formulierten Tabuthemen eine Farce.
Die Beigeordnetenwahl in der nächsten Woche verkommt zu einem reinen Postenverschiebebahnhof von Rot-Rot-Grün. Die Bürgermeisterin, welche grundsätzlich die eigenen politischen Interessen vor die Interessen der Stadt stellt, soll gleichwohl mit sicherer Mehrheit durch den Rat getragen werden, wie die Neulinge Hoyer und Götze. Bauseweins ursprünglicher Versuch, die Finanzbeigeordnete Frau Pablich gegen Frau Hoyer einzutauschen, welchen er bis vorgestern Abend noch favorisierte, musste er fallen lassen. Die Linken signalisierten dazu erhebliche, aus Sicht der CDU-Fraktion auch berechtigte Widerstände.
Frau Hoyer jetzt mit dem Beigeordnetenposten für Wirtschaft versorgen zu wollen, ist ein weiterer Beleg dafür, wie stiefmütterlich der Oberbürgermeister den Wirtschaftsbereich bislang betrachtet hat und auch für die nächsten 6 Jahre betrachten wird. Nach Einschätzung der CDU-Fraktion bringt Frau Hoyer die für dieses Amt notwendigen fachlichen Qualifikationen ebenso wenig mit, wie ein Konzept für die Wirtschaftsentwicklung der Landeshauptstadt. Einziger Vorteil dieser Entscheidung ist, dass die von der CDU von Anfang an favorisierte Frau Pablich die Finanzen weiter führen wird.“
Abschließend erklärt Panse:
„Die CDU-Fraktion wird angesichts der vorgestellten Kandidatenriege von Rot-Rot-Grün in der kommenden Woche zur Beigeordnetenwahl eigene Vorschläge unterbreiten und dazu mit FDP und Freien Wählern das Gespräch suchen. Angesichts der Spannungen zwischen Rot, Rot und Grünen sollten Überraschungen bei der Auszählung der Stimmen nicht ausgeschlossen werden.“
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