Podiumsdiskussion “Was ist uns Familie wert?”

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Gemeinsam mit Dr. Oesterheld, Antje Tillmann und Dr. Herzberg
Das ist zweifellos eine der wichtigen Fragen, die die Politik in den nächsten Monaten in Bezug auf das Betreuungsgeld beschäftigen wird. Die noch wichtigere Frage ist aber “Was trauen wir Familien zu?”. Der CDU Ortsverband “Am Petersberg” hat dazu im Haus der Versöhnung im Augustinerkloster mit kompetenten Gesprächspartnern die Diskussion gesucht. Unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann erläuterte die Zielstellung des Gesetzes, aber auch die politischen Ziele bei der Debatte zum Betreuungsgeldgesetz. Vornehmlich die Linke und die SPD verfolgen das Ziel, dass Kinder so früh wie möglich in Betreuungseinrichtungen gehen sollen und daher jeder Euro in den Aus- und Aufbau investiert werden muss. Dies ist allerdings ordnungspolitisch eine Aufgabe für Kommunen und Länder. In den letzten Jahren hat der Bund rund drei Milliarden zusätzlich dafür bereitgestellt und es sei daher an der Zeit auch Familien stärker in den Blick zu nehmen und zu fördern, erläuterte Antje Tillmann. Es müsse darum gehen Familien nicht zu bevormunden sondern ihnen Wahlfreiheit zu ermöglichen. Was aber bei der Betreuung und Pflege im Alter gesellschaftlicher Konsens ist, wenn zum Beispiel Pflegegeld bezahlt wird wenn Angehörige zu Hause statt im Heim betreut und gepflegt werden, weckt bei Kindern die zu Hause betreut werden zunehmend Misstrauen. Breiten Raum nimmt daher bei der Diskussion, wie schon vor sechs Jahren in Thüringen beim Landeserziehungsgeld, die Missbrauchsdebatte ein. Den Eltern, vornehmlich aus sozial schwierigem Umfeld oder mit Migrationshintergrund, wird unterstellt, das Geld nicht zum Wohle der Kinder einzusetzen und deshalb müsse der Stadt die Betreuung und Erziehung organisieren. Gegen dieses Bild von Familien wehrte sich Dr. Kurt Herzberg vom Familienbund der Katholiken. Er mahnte die Schließung der Gerechtigkeitslücke an. Über 600 Euro staatliche Subventionen fließen in jeden Kita-Betreuungsplatz und vor diesem Hintergrund seien die vorgesehenen 100 bzw 150 Euro als Betreuungsgeld sogar viel zu niedrig angesetzt. Intensiv setzte er sich mit dem Argument der Betreuungsgeldgegener auseinander, dass nur die frühestmögliche Betreuung in einer Krippe oder Kita bestmögliche Bildung sichere. Bildung setzt Bindung voraus erläuterte Herzberg und diese entstehe durch verlässliche Bezugspersonen in der frühen Kindheit. Dr. Falk Oesterheld, Präses der Synode des Evangelischen Kirchenkreises, erinnerte daran, dass die Diskussion vor 40 Jahren in unserer Gesellschaft genau in die andere Richtung, vornehmlich von den Gewerkschaften geführt wurde. Da war die Zielstellung Eltern mehr Zeit für und mit ihren Familien zu schaffen. Heute fordern gerade Gewerkschaften den unbedingten Vorrang der Berufstätigkeit beider Eltern. Allerdings ist selbst die evangelische Kirche in dieser Frage durchaus in einem Konflikt. Während die EKD gegen das Betreuungsgeld ist haben sich EAF und die Thüringer für das Betreuungsgeld ausgesprochen, wohl auch weil es sich im Freistaat bewährt hat. Wenn es um die Frage geht wo Kleinstkinder am Besten aufgehoben sind, gibt es laut einer aktuellen Emnid-Umfrage immernoch erhebliche Ost-West-Unterschiede. 62 Prozent im Westen glauben bei der Mutter, im Osten sind es 38 Prozent. Hingegen meinen 41 Prozent der Befragten im Osten Kinder seien am Besten in einer Krippe aufgehoben. Mein Eindruck bei vielen Betreuungsgegnern ist, dass sie die gleichen Argumentationsmuster bringen, wie wir sie in Thüringen schon kennen. Fakt ist aber, alle Befürchtungen haben sich nicht bestätigt. Es gab keine Missbrauchsfälle, es wurden keine Kinder in Heerscharren aus den Kitas gelockt, es wurden keine Frauen vom Arbeitsplatz ferngehalten, es gibt keine nachweisbaren Bildungsnachteile für Nicht-Krippen-Kinder und es mussten auch keine Kitas geschlossen werden (dies war 2006 eine der größten Befürchtungen der Kita-Träger). Durch die Zusammensetzung sowohl des Podiums, als auch des Publikums (welches intensiv mitdiskutiert hat) war bei der Veranstaltung viel Zustimmung und wenig Widerspruch zu verzeichnen. In der öffentlichen Diskussion läuft dies derzeit deutlich heftiger ab. Für die CDU steht dabei aber im Mittelpunkt: Wir haben mit guten Begründungen sowohl in unserem Grundsatzprogramm, als auch in zwei Parteitagsbeschlüssen und im Koalitionsvertrag das Betreuungsgeld verankert. Wir wollen, dass Eltern für Kinder und Kinder für Eltern Verantwortung tragen. In der Wahrnehmung dieser Verantwortung müssen Eltern bestärkt und ermutigt werden. Gesellschaftsmodelle oder Familienbilder dürfen Eltern kein schlechtes Gewissen einreden. Es gibt heute nicht mehr die klassischen Erwerbs- oder Ernährermodelle in der Familie. Familie ist vielfältig geworden. Sowohl die Eltern, die sich für Betreuungsmodelle in einer Kita entscheiden, als auch Eltern, die die Betreuung und Erziehung privat organisieren verdienen Wertschätzung, Anerkennung und Förderung.

Europäische Wettbewerbe zum “Europäischen Jahr 2012 für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen”

Generationenbeauftragter Michael Panse ruft zu Thüringer Beteiligung auf Die Europäische Kommission verleiht im Rahmen des “Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen” fünf Preise, um Organisationen und Einzelpersonen zu ehren, die durch ihre Tätigkeit das aktive Altern fördern. Der Generationenbeauftragte Michael Panse hat dazu aufgerufen, sich an diesen Wettbewerben zu beteiligen. Michael Panse sagte: “Ich rufe Thüringerinnen und Thüringer zur aktiven Teilnahme an den Wettbewerben auf. Ich weiß, dass es in Thüringen beachtliche Beiträge zu diesen Themen gibt, die eine europaweite Anerkennung verdienen.” Die Europäische Kommission schreibt folgende Wettbewerbe aus: “Arbeitsplätze für jedes Alter”: Diese Preise würdigen die besten Initiativen von Arbeitgebern, Gewerkschaften und gemeinnützigen Organisationen zur Förderung besserer Arbeitsbedingungen für ältere Arbeitnehmer. “Für altersgerechte Umgebungen”: Diese Preise anerkennen herausragende Initiativen regionaler oder lokaler Behörden zur Schaffung eines integrativen und zugänglichen lokalen Umfelds, das das aktive Altern erleichtert und sich positiv auf die Gesundheit und die Lebensqualität aller Generationen auswirkt. “Social Entrepreneurs”: Diese Preise honorieren die erfolgreichsten Initiativen von Social Entrepreneurs zur Förderung des aktiven Alterns und die Solidarität zwischen den Generationen. “Berichterstattung über das Altern und die Beziehungen zwischen den Generationen”: In dieser Kategorie werden Journalisten ausgezeichnet, die mit ihrer Arbeit einen bedeutsamen Beitrag zu einem besseren Verständnis der Herausforderungen einer alternden Gesellschaft und möglicher Lösungsansätze geleistet und damit die öffentliche Debatte und eine bessere Politikgestaltung gefördert haben. “Der Lebensgeschichten-Wettbewerb”: Diese Preise ehren die Lebensgeschichten älterer Menschen. Mitglieder der jüngeren Generation sind eingeladen, die Geschichte einer älteren Person (eines Familienmitglieds, eines Nachbarn, eines Freundes usw.) zu erzählen, um den nennenswerten Beitrag zu präsentieren, den der “aktive Alternde” für die Familie, die Gesellschaft oder bei der Arbeit leistet. Nähere Informationen zu den Preisen und die Teilnahmemodalitäten sind unter http://europa.eu/ey2012/ zu finden. Der Wettbewerb läuft bis zum 1. September 2012. Die Finalisten in jeder Kategorie werden im November zur feierlichen Verleihung der EJ2012-Preise für Aktives Altern nach Brüssel eingeladen.

Zwölfte Ausgabe – ein Jahr Fraktionsinfoblatt

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Die aktuelle Ausgabe des Infoblattes
Seit nun einem Jahr gibt es das monatliche Infoblatt der CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat. Auf sechs bis acht Seite informiert die Fraktion damit über aktuelle kommunalpolitische Themen und Beschlüsse des Erfurter Stadtrats. Neben dem Monatsmagazin des CDU-Kreisverbandes ist das Infoblatt nunmehr eine feste Größe der Öffentlichkeitsarbeit der Fraktion geworden. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass es regelmäßige Infoblätter bei den anderen Parteien oder Stadtratsfraktionen nur in größerem Abstand gibt. Als Fraktionsvorsitzender danke ich deshalb meinem Team unsere Geschäftsstelle um unseren Geschäftsführer Andreas Huck und Alexander Hein, der für die Layoutgstaltung die Verantwortung trägt, sehr herzlich. Weiter so! Pressemitteilungen, Rundbriefe und das Infoblatt sind ein Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit. Regelmäßige Infostände ein Weiterer und das Internet mit der überarbeiteten Homepage und der Facebook-Präsenz der virtuelle Teil. Ab der nächsten Stadtratssitzung werden wir auch die aktuellen Beschlüsse via Twitter öffentlich machen. In der aktuellen Ausgabe des Infoblattes geht es um Sportstätten in Erfurt, die Bahnhofsmission und die Sicherheit in der Stadt. Wer das Infoblatt künftig regelmäßig per e-mail bekommen möchte, kann sich dazu an die Fraktionsgeschäftsstelle wenden. Alle vorangegangenen Ausgaben finden sich im Archiv auf unserer Homepage.

Großer Bahnhof im Rathaus

Zella-Mehlis BGM (7)Der Ratssaal im Rathaus von Zella-Mehlis war heute bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach über 22 Jahren und mehr als 8.000 Tagen im Amt wurde mein Bruder Karl-Uwe Panse als Bürgermeister verabschiedet. Viele politische Mitstreiter, Bürgermeister, Vereinsvertreter und die Familie waren gekommen um sein Wirken zu würdigen. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hielt ein festliches Grußwort und dankte für das kommunalpoltische Engagement. Es war Uwe anzumerken, dass ihn dies besonders freute, zumal Christine Lieberknecht auch auf die politische Familie Panse einging. Ihre Feststellung, dass es sich bei uns um eine politikverrückte Familie handelt ist zweifellos richtig. Wir vier Geschwister sind geprägt von der Erziehung im Elternhaus. Zella-Mehlis BGM (16)Bereits mein Vater kam aus einer politischen Familie, die Geschwister von seinem Vater waren in der Weimarer Republik in Parteien von ganz links bis ganz rechts. Er selbst wurde nach dem Krieg als jungen Lehrer SPD-Mitglied und kurze Zeit später fand er sich mit der Zwangsvereinigung in der SED wieder. Weil ihm aber sein kirchliches Engagement wichtiger war, ging er dort wieder und trat erst nach der Wende wieder in seine “alte neugegründete SPD” ein. Während der DDR-Zeit wurden wir alle von politischen Themen geprägt und zu Hause wurde viel diskutiert. Mit dem Ergebnis, dass Schwester Heike schon 1985 Bürgermeisterin für die LDPD in Großmölsen wurde und die drei Brüder in der Wendezeit ihre jeweils eigene politische Heimat suchten. Jens bei der FDP, wo er heute Pressesprecher im Landtag ist, ich erst beim Demokratischen Aufbruch und später bei der CDU und Uwe in seiner damals noch ganz neuen Heimat bei der DSU. Zella-Mehlis BGM (21)1990 erhielt die DSU bei der Kommunalwahl in Zella-Mehlis 18 Prozent und bildete mit der CDU und der FDP eine Koalition. Aber weder bei der CDU noch bei der FDP fand sich ein Bürgermeister und so trat Uwe an, wurde gewählt und blieb es fortan bis heute. Als parteiloser Bürgermeister lenkte er seine Stadt und gewann auch gegen alle Mitbewerber. Ich erinnere mich daran, dass ich 1994 mit ihm gemeinsam die Wahlflyer entworfen und ihm gedruckt habe, obwohl ich zeitgleich Wahlkampfverantwortlicher im CDU-Landesverband war und es auch einen CDU-Gegenkandidaten gab. Uwe verhinderte mit seinem Engagement die Eingemeindung nach Suhl und musste so manchen Kampf in schwierigen Zeiten durchstehen. In der Familie gibt es bis heute bei jedem Familientreffen politische Diskussionen – allerdings längst nicht mehr so emotionsgeladen wie früher. Jedoch halten sich Uwe seine (inzwischen alle erwachsen) vier Kinder alle aus der Politik heraus, vielleicht weil sie zu Hause erlebt haben, wie aufreibend Politik auch sein kann. Wir alle, seine Familie, sind stolz darauf, was Uwe 22 Jahre lang in Zella-Mehlis geleistet hat und haben uns mit ihm über die vielen anerkennenden Worte gefreut. Kommunalpolitisch bleibt er noch aktiv – er sitzt als Kreistagsmitglied im Kreistag Schmalkalden-Meiningen, natürlich über die CDU-Liste 😉 Bilder aus dem Rathaus Zeitungsartikel vom 2.7.2012

Oberbürgermeister vernachlässigt umliegende Infrastruktur

CDU fordert Umsetzung des Stadtratbeschlusses Multifunktionsarena  In seiner Sitzung am 27 Juni 2012 wurde dem Stadtrat durch den Oberbürgermeister ein Informationspapier vorgelegt, das sich mit dem weiteren Verfahren zur Multifunktionsarena befasst. Das Papier ist aus Sicht der CDU-Fraktion unzureichend und gibt auf die wesentlichen Fragen keine Antworten. Es ist nicht nur völlig unklar, ob und wann die von OB Bausewein und Wirtschaftsminister Machnig avisierten Fördermittel fließen werden, auch zum Umfeld- und Infrastrukturkonzept gibt es praktisch keine Fortschritte zu vermelden. „Im Februar hatte sich die CDU-Fraktion erfolgreich dafür stark gemacht, dass im Rahmen des Umbaus des Steigerwaldstadions zur Multifunktionsarena wesentlich auch die Verkehrsführung und die Parkplatzsituation im Umfeld im Konzept Berücksichtigung finden. Das vorgelegte Papier gibt keinen Hinweis dazu, wie die Fußballfans und Veranstaltungsteilnehmer künftig in die Stadt hineinfahren, ohne den Verkehr lahm zu legen, oder wo sie parken sollen, ohne dabei Anwohner einzuschränken“, erklärt dazu Fraktionschef Michael Panse. „Neben den bereits bestehenden Schwierigkeiten hinsichtlich der EU-Fördermaßgaben, stellt der Oberbürgermeister durch die bisher scheinbare Nichtbeachtung des Ratsbeschluss vom 29. Februar das Zustandekommen des Umbaus des Stadions generell zusätzlich in Frage. Erst wenn das Umfeld der künftigen Arena im Rahmen der Gesamtkonzeption maßgebliche Beachtung findet, kann der Ratsbeschluss umgesetzt werden. Missachtet der Oberbürgermeister diesen Beschluss, gefährdet er fahrlässig das Gesamtvorhaben und damit auch den Umbau. Für die CDU bleiben deshalb drei Punkte weiterhin von zentraler Bedeutung: ein rechtlich sicheres und tragfähiges Förderkonzept, die Umfeldgestaltung einschließlich des Neubaus der Südeinfahrt und der Verbesserung der Parkplatzsituation sowie die umfängliche Bürgerbeteiligung“, betont Panse abschließend.

Wieder einmal umsonst gehofft…

emSchade es hat einmal wieder mehr nicht sein sollen… Da aber heute Abend alle Fußballfans von Deutschland in einer ähnlichen Stimmung sind, kann ich mir lange Erklärungen sparen. Vier schöne Spiele von unserem Team haben wir bei der EM gesehen und gejubelt. Mein Sohn war mit Begeisterung dabei und hat gehofft, dass es besser ausgeht, als vor zwei Jahren, wo wir die Spiele zur WM und dann auch die Niederlage auf dem Zeltplatz in Prerow gesehen haben. Er hat die Wohnung und das Auto dekoriert und sich schon eine Strategie überlegt, wie er Mama am Sonntag zum Finale überredet. Heute hatte er zwei Einsen aus der Schule mitgebracht und konnte die bestandene Fahrradprüfung vorweisen und so musste er noch nicht nach der Halbzeit ins Bett. Schade für ihn und all die kleinen und großen Fans, die heute Abend traurig sind. Aber als Sportfan muss man auch mit Niederlagen umgehen können. Und gemeinsam freuen wir uns auf die nächsten Spiele, egal wo, egal wann. Volleyball, Eishockey, Fußball, Handball – alles nun Sommerpause, aber bald ist Olympia und in zwei Jahren WM. Dann klappt es ganz bestimmt 🙂

Bundesfreiwilligendienst ist in einem Jahr zur Erfolgsgeschichte geworden

Generationenbeauftragter Michael Panse: „In Thüringen engagieren sich besonders viele Ältere im Bundesfreiwilligendienst – ältester Bundesfreiwilliger ist 78 Jahre alt“ Am 1. Juli 2012 jährt sich zum ersten Mal die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes. Von zunächst rund 100 ist die Zahl der Bundesfreiwilligen in Thüringen auf derzeit rund 2.250 angestiegen. Damit hat Thüringen zusammen mit Sachsen die höchste Zahl von Bundesfreiwilligen bezogen auf die Bevölkerung. Die Anzahl der abgeschlossenen Dienstvereinbarungen, die bis in das nächste Jahr hineinreichen, liegt bereits über 2.800. Die Nachfrage nach dem Bundesfreiwilligendienst übersteigt deutlich das Angebot der vorhandenen Plätze, der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist somit entgegen den Kritiken bei Beginn zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Michael Panse: „Für den raschen Erfolg des Bundesfreiwilligendienstes in Thüringen danke ich zuerst den Bundesfreiwilligen selbst, aber auch den Einsatzstellen, den Trägern, den Sitzendverbänden, den Regionalbetreuern, den beteiligten Partnern bei Kommunen und Arbeitsagenturen, dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BaFzA) sowie dem zuständigen Bundesministerium. In Thüringen ist der Anteil der über 27jährigen mit 79 Prozent höher als in allen anderen Bundesländern. Die größte Gruppe ist in Thüringen die Gruppe der 51 – 65 Jährigen mit 862 Bundesfreiwilligen. Hinzu kommen 97, die älter als 65 Jahre sind. Der derzeit älteste Freiwillige in Thüringen wohnt in Nordhausen und ist gerade 78 Jahre alt geworden. Dem Wunsch Älterer sich freiwillig engagieren zu können, dient die von den Bundesländern Mitte des Monats beschlossene Initiative den Freiwilligendienst aller Generationen (FDaG) gesetzlich zu verankern. Der FDaG kommt mit einer Mindestanzahl von acht Wochenstunden – statt der zwanzig des BFDs – der von Älteren gewünschten zeitlichen Flexibilität deutlich entgegen. Diese Dienste stellen zusammen mit den Jugendfreiwilligendiensten eine gute Ergänzung zu den rund 700.000 ehrenamtlich Engagierten in Thüringen dar. Unser Land lebt vom freiwilligen und ehrenamtlichen Engagement der Vielen, denen der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft am Herzen liegt.“

Bildungslei(d)tbild im Erfurter Stadtrat

bildungsleitbildMorgen wird bzw. könnte die Stadtratsdiskussion bildungslastig sein. Viele andere der angesetzten Themen wurden gleich in die Ausschüsse verwiesen und zunächst sah es so aus, als ob nur die weitgehend streitfreien Themen auf der Tagesordnung blieben. Das wäre sicher den Fußballfans recht, die auf das erste EM-Halbfinale mit einem Auge blicken. Allerdings deuten sich nun doch einige zeitliche Verschiebungen an. Zunächst hat die FDP eine aktuelle Stunde zum geplanten Bauprojekt Schlösserstraße beantragt, durchaus berechtigt. Ich bin neugierig, was die Verwaltung zum Thema beiträgt. Besser wäre es gewesen, wenn die Stadt aktiver auf den Stadtrat und die Anwohner sowie Geschäftsinhaber zugegegangen wäre! Wir haben zudem eine dringliche Vorlage zu den Öffnungszeiten der Museen eingebracht. Seit Wochen warten wir darauf, der diesbezüglichen Vorlage der SPD zustimmen zu können, aber da die Genossen inzwischen Angst vor ihrer eigenen Courage haben, wird diese seit Wochen immer wieder vertagt. Ob es sich beim Antrag der SPD nur um Ankündigungsrhetorik handelte, oder sie wirklich verstanden haben, dass Rot-Rot-Grün bei der Beschlussfassung zum Haushalt einen Fehler gemacht hat, werden wir morgen sehen. Als Top 8.7. steht das Bildungsleitbild auf der Tagesordnung – bis jetzt relativ unstrittig, wenngleich alles andere als zufriedenstellend. Bei einer Diskussionsrunde zum Bildungsleitbild bei Radio FREI wurde aber deutlich, dass doch noch berechtigte Fragen im Raum stehen. Für die CDU habe ich bei der Diskussion mit Birgit Pelke (SPD) und Karin Landherr (Linke) verdeutlicht, dass das Bildungsleitbild auf die Erfurter Situation nur wenig eingeht. Der Kindermedienstandort Erfurt wird gänzlich ignoriert, die Verbindung zu beruflichen Bildungsthemen ist schwach und auch Fachhochschule sowie Uni kommen zu kurz vor. Zudem, und das ist der eigentliche Schwachpunkt, stehen Anspruch und Wirklichkeit nicht im Einklang. Bildungszugänge für alle zu ermöglichen ist ein wichtiges Ziel – nur bis jetzt ist kaum eine Erfurter Schule barrierearm bzw. barrierefrei. Frühkindliche Blidung ist für alle sichergestellt (wird behauptet). Die Lebenswirklichkeit sieht anders aus! Es fehlen Kitaplätze und an Wahlrecht bei den pädagogischen Konzepten der Träger ist nicht zu denken. Kein Elternteil kann sich aussuchen ob sein Kind Montessori- oder Waldorfpädagogik erfährt – die Eltern sind froh wenn sie überhaupt einen Kita-Platz bekommen. Aber auch die SPD scheint beim Bildungsleitbild noch erhebliche Fragen zu sehen. Plötzlich ist jetzt die Rede davon, dass Ganze noch einmal zu vertagen. Offensichtlich gibt es noch deutlich größeren Diskussionsbedarf beim Thema “Lernen vor Ort”. Das Projekt ist vor allem wegen der Kosten/Nutzen-Relation nicht unumstritten. Die Teilnahme an der 2. Förderphase ab September 2012 kostet rund 724.000 Euro für die Stadt. Hinzu kommen 847.000 Euro beantragte Fördermittel. Gut 1,5 Millionen Euro bedürfen noch umfänglicher Überzeugungsarbeit, offensichtlich nicht nur bei uns sondern auch bei der SPD. Mal sehen wie sich das morgen darstellt. Die CDU-Fraktion hat einen Antrag zur Eweiterung der Waldorfschule eingebracht, den wir aber gerne gleich in den Ausschüssen diskutieren wollen. Der Verein will kräftig erweitern und dies sogar ohne städtische Zuschüsse. Lediglich die planerischen Voraussetzungen müssen zügig geschaffen werden. Ich hoffe, dabei werden sich einmal alle Fraktionen einig sein.  Kontrovers diskutiert werden wird wohl hingegen unser Antrag zur Bahnhofsmission. Im Ausschuss waren bis auf die Freien Wähler alle anderen Fraktionen dagegen. Mal sehen wie sie dies morgen begründen. Für mich ist ein ICE-Knotenpunkt Erfurt ab 2017 ohne eine Bahnhosmission schwer denkbar. Reisenden Hilfemöglichkeiten zu bieten, gehört zu Großstadtbahnhöfen! Unter TOP 8.23 steht der Einwohnerantrag zum Umbau des Sportplatzes Borntal an. Wir unterstützen das Ansinnen – mal sehen ob die anderen Fraktionen da mit dabei sind oder ob wieder Schaufensterreden gehalten werden! Es folgen noch vier(!) Fahrradanträge. Ganz am Ende der Tagesordnung steht unter Informationen noch der Stand Multifunktionsarena an. Da wird es vielleicht noch einmal ineressant…

Kein Alkohol ist auch eine Lösung!

CDU-Fraktion bedauert gerichtliche Aufhebung des Alkohlverbots in der Erfurter Innenstadt

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat Michael Panse bedauert das aktuelle Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Weimar zur Aufhebung des Alkoholverbots in der Erfurter Innenstadt.

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So sieht der Erfurter SPD-Nachwuchs das Thema...

Panse erklärt dazu: „Die CDU-Fraktion unterstützte das Verbot des Alkoholkonsum in der Erfurter Innenstadt von Beginn an. Seit der Einführung dieses Verbots gab es in der Altstadt deutlich spürbare Verbesserungen – mehr Sauberkeit und Ordnung sowie weniger alkoholisierte Menschen, die besonders in den Abend- und Nachtstunden teils negativ aufgefallen sind oder Personen belästigten bzw. sogar bedrohten. Durch die Aufhebung des Verbots besteht die Gefahr, dass diese alten Zustände in die Innenstadt zurückkehren. Dies schadet nicht nur dem äußeren Erscheinungsbild der Stadt, sondern hat damit negative Auswirkungen auf den Tourismus und das innerstädtische Gewerbe.“

Die CDU-Stadtratsfraktion fordert die Thüringer Regierungskoalition auf, auf Landesebene einen entsprechenden  gesetzlichen Rahmen zu schaffen, damit ein solches Alkoholverbot auf kommunaler Ebene Bestand haben kann. „Dies wäre sicherlich im Interesse der Landeshauptstadt Erfurt und aller Städte Thüringens“, erklärt Panse abschließend.

Generationenprojekt mit 90jähriger Tradition

Augusta-Viktoria-Stift (24)Mehrgenerationenprojekte sind derzeit angesagt. Mehrgenerationenhäuser, Mehrgenerationenwohnen und gemeinsame Projekte gibt es an vielen Orten auch in Thüringen. Eines der ältesten Projekte gibt es in Erfurt schon seit über 90 Jahren. Das Augusta-Viktoria-Stift wurde nach elfmonatiger Umbauzeit gestern wieder feierlich eröffnet. Seit 148 lang ist die Stiftungsgeschichte und seit 1891 gibt es den Pflegeheimbau am Hospitalplatz. 1920 kam eine Kinderbetreuung hinzu und seitdem gibt es das Leben von Senioren und Kindern unter einem Dach. Der in die Jahre gekommene Bau wurde modernisiert, ein barrierefreier Haupteingang und ein Fahrstuhl neu geschaffen. Wintergarten, neu gestaltete 30 Einzel- und 5 Doppelzimmer, Balkone und die Wohnküchen bieten nun den 40 Seniorinnen und und Senioren bessere Bedingungen. Insgesamt 1,8 Millionen Euro wurden investiert, unter anderem auch mit Hilfe der ARD-Fernsehlotterie.
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Mit der Kita-Leiterin Monika Köntopp und Pfarrer Andreas Lindner
Im Rahmen des Sommerfestes wurde gestern die Neueinweihung gefeiert. Marion Walsmann, Ministerin der Staatskanzlei, eröffnete das Haus und verwies dabei auf den generationenübergreifenden Ansatz. 200 Kinder werden in der Kita im gleichen Haus bzw. im benachbarten Gebäude betreut und das miteinander tut Alt und Jung ausgesprochen gut. In einem Gespräch mit dem Geschäftsführer des Pflegestifts Thomas Dewor und der Leiterin der Kita habe ich von ihren guten Erfahrungen gehört und wir werden sicher künftig gemeinsame Projektideen angehen. Den Bewohnern wünsche ich im modernisierten Haus alles Gute und Gottes Segen. Bilder vom Sommerfest