Blogeinträge

Endlich wieder Volleyball live

Die Kresimir Osic Halle
Inzwischen ist es schon fünf Monate her, dass ich bei einem Volleyballspiel live in der Halle war. Nach dem Saisonende unserer Bundesligadamen von Schwarz-Weiß Erfurt war Sommerpause, in der das neue Team zusammengestellt wurde. Alle Spielerinnen sind schon seit einigen Wochen in Erfurt und trainieren. Lediglich Hanna Hellvig fehlt noch. Da sie als Nationalspielerin mit der schwedischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft dabei ist, wird sie erst danach zu uns kommen. Die CEV Europameisterschaft findet zur Zeit in vier Städten und Ländern statt. Die Gruppe C spielt dabei mit sechs Teams in Zadar in Kroatien. Zwar findet sie wegen der Coronaeinschränkungen weitestgehend ohne Zuschauer statt, aber natürlich wollte ich mit meinem jüngsten Sohn die Nähe unseres Urlaubsortes in Rtina auf der Insel Pag nutzen. Mit Unterstützung des kroatischen Volleyballverbandes konnten wir (getestet und geimpft) für die vier Spiele gestern und heute zwei Tickets bzw. Akkreditierungen für die Kresimir-Osic-Halle bekommen. Normalerweise passen in die überwiegend für Basketball und Handball genutzte Halle bis zu 9.000 Zuschauer, aber nur wenige konnten dieses Mal die Spiele verfolgen. Ungarn gegen Weißrussland war gestern die erste Partie, die mal wieder zeigte, was im Volleyball alles geht. Ungarn lag schon souverän mit 2:0 Sätzen vorne, bevor Weißrussland das Spiel zum 2:3 drehte. Das nachfolgende Spiel Kroatien gegen Italien war zwar vom Ergebnis mit 0:3 eindeutig, aber dafür auf hohem Volleyballniveau. Die Kroatinnen spielten gegen den Favoriten engagiert mit und forderten den italienischen Stars alles ab. Die 22jährige Paola Egonu zeigte, warum sie von vielen als weltbeste Volleyballerin gesehen wird und zeigte beeindruckende Angriffe. Mit der gezeigten Leistung sind die Italienerinnen erste Anwärterinnen auf den EM-Titel. Heute haben wir uns dann wieder auf das Motorrad geschwungen, um zwei weitere Vorrundenspiele zu besuchen. Slowakei gegen Weißrussland lief dabei genauso, wie der Auftritt der Weißrussinnen am Vortag. 2:0 Satzrückstand und am Ende 2:3 Sieg. Das letzte Spiel in Zadar fand zwischen Italien und der Schweiz statt. Italien hatte auf mehreren Positionen umgestellt und wohl dennoch auf ein schnelles Spiel gehofft. Die Schweizerinnen um ihre Trainerin Saskia van Hintum (einzige Cheftrainerin eines europäischen Nationalteams und uns bestens bekannt aus ihrer Zeit in Aachen) wehrten sich engagiert in allen drei Sätzen und hatten im dritten Satz sogar Satzbälle, bevor Italien das Spiel erfolgreich beendete. Schade für die kroatischen Organisatoren der Vorrunde in Zadar, dass die Arena nicht voll sein konnte. Die vier für das Achtelfinale qualifizierten Teams der Gruppe C reisen jetzt weiter nach Plovdiv und Belgrad. Auch das deutsche Team hat sich in seiner Gruppe für das Achtelfinale qualifiziert und trifft dabei am Samstag auf Holland. Unsere Hanna spielt mit den Schwedinnen zuvor ebenfalls in Plovdiv gegen Bulgarien. Ich habe mich gefreut, wieder einmal Volleyball live zu erleben und dabei auch etliche Spielerinnen aus der Bundesliga (Dresden, Wiesbaden, Schwerin und Suhl) in ihren Nationalteams zu sehen. Bilder aus Zadar

Ein Architekt starker Partnerschaften – Im Gedenken an Johannes Gerster

Johannes Gerster
Kaum jemand hat sich im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Erfurt und Mainz so verdient gemacht wie der frühere Bundestagsabgeordnete Dr. Johannes Gerster aus Mainz. Dank seiner unermüdlichen Unterstützung konnte Erfurt nach dem Mauerfall Traditionelles bewahren und neue Verbindungen in die Welt aufbauen. Daher macht uns sein Tod tief betroffen. Bis zuletzt lebte er die starke Partnerschaft zwischen Erfurt und Mainz wie kaum ein Zweiter. “Ich habe Johannes Gerster im Rahmen des Demokratischen Aufbruchs kennengelernt, den er nach Kräften unterstützte. Als engagierter Kämpfer für die Deutsche Einheit hat er den Kontakt nach Erfurt auch nach der Wiedervereinigung nie abbrechen lassen. Später trafen wir uns häufig in Israel, wo er als Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung fungierte. Ohne Johannes Gerster wären die internationalen Verbindungen der Stadt Erfurt, gerade im Hinblick auf die Städtepartnerschaft mit Haifa in Israel, so nicht geknüpft worden”, äußert sich Stadtrat Michael Panse zum Tode Gersters. Neben der Vermittlung der Städtepartnerschaft zwischen Erfurt und dem israelischen Haifa, öffnete Dr. Gerster der Stadt Erfurt in den Neunzigerjahren viele Türen. So machte er sich unter anderem für den Erhalt der katholischen Priesterausbildung und der Gründung eines eigenen Bistums in Erfurt stark. Ebenso brachte er 1990 den Mainzer Karneval erstmalig nach Erfurt. Oberbürgermeister a.D. Manfred Ruge erinnert sich an sein Wirken: “Johannes Gerster war ein Begleiter erster Stunde. Gerade in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung stand die Stadt Erfurt vor vielen großen Aufgaben. Johannes Gerster stand hier stets mit gutem Rat und seinem reichen Erfahrungsschatz zur Seite. Er hat die Partnerschaft zwischen Erfurt und Mainz mit Leben gefüllt wie kaum ein Zweiter. Sein Verlust schmerzt.” Unsere Anteilnahme und Mitgefühl gelten seiner Familie und Freunden.

Die WM am Horizont

Mit Ute Karger und Uwe Theisinger in Oberhof
Mitten im Sommer wird an der legendären Oberhofer Rennschlittenbahn an nahezu jeder Stelle gebaut. Bei einem Besuch habe ich heute von der Schatzmeisterin des Thüringer Schlitten und Bobsport Verbandes Ute Karger und dem Geschäftsführer Uwe Theisinger eine exklusive Führung erhalten und war ziemlich beeindruckt, was dort alles passiert. Vor vier Jahren fiel die Entscheidung, die Bahn und die Funktionsgebäude mit Blick auf die Weltmeisterschaft im Februar 2023 grundlegend zu sanieren. Rund 40 Millionen wird das am Ende kosten – überwiegend Fördermittel des Freistaates Thüringen für den Zweckverband, dem die Oberhofer Sportstätten gehören. Bis jetzt kannte ich die Bahn nur von den jährlichen Besuchen zu den Weltcups. Vor vielen Jahren durfte ich mich auch etliche Male selbst mit auf den Rennschlitten legen. Zwar waren das jedes Mal Fahrten mit erfahrenen Doppelpiloten, aber mir hat das gehörigen Respekt vor der schnellen Bahn verschafft. Meine einzige Einzelfahrt endete leider auch sehr schmerzhaft an der Eisbande. Den Rennanzug meiner damaligen Abgeordneten-Mitarbeiterin, die selbst erfolgreiche Rennrodlerin war, habe ich dabei zerfetzt. Noch weiter liegen meine Erinnerungen in Oberhof an die Gästebobfahrten zurück. Mit unseren kroatischen und albanischen Besuchsgruppen waren wir mehrmals dort – allerdings Ende der 90ger Jahre. Die jetzigen Umbauten schaffen hochprofessionelle Rahmenbedingungen und werden insbesondere für die Nachwuchsentwicklung im Rennschlittensport noch einmal einen Schub bedeuten. Die 12 Thüringer Rennschlitten und Bobvereine, die im TSBV organisiert sind, sind zusammen im TSBV der weltweit erfolgreichste Verband, was Olympiasiege, Weltmeisterschaften und Weltcupsiege angeht. 60 Sportlerinnen und Sportler am Oberhofer Sportgymnasium sollen diese Tradition fortführen. In diesem Winter muss bei den anstehenden Wettkämpfen noch vieles provisorisch laufen, aber zur WM ein Jahr später soll alles fertig sein. Ich wünsche den handelnden Akteuren in Oberhof viel Erfolg. Bilder von der Rennschlittenbahn

Noch Hausaufgaben zu erledigen

Die Defensionskaserne war Thema bei den Petersbergfreunden
Langsam aber sicher geht es schon wieder auf das Ende der Buiga2021 zu. Am 10. Oktober werden sich die Tore der Buga schließen und dann beginnt in einigen Teilen der Rückbau. Intensiv diskutieren wir derzeit, was von der Buga bleibt. Gestern Abend war ich dazu bei “meinem Verein” als Gesprächspartner zu Gast. Seit vielen Jahren bin ich Mitglied im “Freunde der Citadelle Petersberg Erfurt e.V.”. Standesgemäß haben wir uns natürlich auf dem Petersberg im Vinarium von Stefan Beck getroffen. Die Geschützkaponiere wurde von ihm im Rahmen der Buga zu einem Zentrum des Weinanbaus in Thüringen umgebaut und dort präsentieren sich in Zukunft regelmäßig die 12 Thüringer Weingüter. Als Petersbergfreunde haben wir natürlich mit einem Glas Buga-Wein angestossen. So groß die Freude bei den Vereinsmitgliedern auch ist, dass die Buga den Petersberg einen Entwicklungsschub verpasst hat, so groß ist die Sorge, dass die noch unerledigten Hausaufgaben noch liegen blieben. Die Fertigstellung des Bastionskronenpfades ist noch nicht in Sicht – aber immerhin steht schon das erste Brückenteil. Die Defensionskaserne ist die andere große Baustelle und dort wurde noch nicht einmal begonnen. Derzeit gibt es eine Zwischennutzung zur Buga. Dazu wurde ein Teil Gastronomie im Haus untergebracht, ein Souveniergeschäft und die Toilettenanlagen. Dies alles soll nach der Buga zurückgebaut werden, denn noch ist offen, wer die Defensionskaserne übernimmt. Die LEG verhandelt stellvertretend für das Land zwar mit einem Investor, aber noch weiß niemand was er aus der denkmalgeschützten Kaserne machen will. Seit dem Letter of Intent des Ministerpräsidenten und des Oberbürgermeisters vor einigen Jahren hat sich die damalige Idee der Etablierung des Landesmuseums in der Kaserne weitgehend zerschlagen. Der MP hat nach Protesten aus Weimar und der Absage der Finanzministerin seine eigene Zusage wieder einkassiert und durch keinen anderen Vorschlag konkretisiert. Die Stadt wünscht sich zwar eine museale Nutzung, aber noch ist unklar wie. Das Museumskonzept der Stadt ist noch nicht fertig. Möglicherweise versucht die Stadt 2-3 bisherige Museumsstandorte auf dem Petersberg zusammen zu fassen. Für die Petersbergfreunde ist dies keine gute Idee. Wir wollen, dass etwas neues inovatives entsteht, was die Menschen auch nach der Buga auf die Festung lockt. Einbezogen soll in diese Planungen auch die weitere Nutzung der Peterskirche. In den nächsten Wochen wird sich der Petersbergverein mit seiner Position zu Wort melden. Im September soll voraussichtlich der Finanzausschuss des Landtages über den Verkauf der Kaserne entscheiden und danach ist dann der Stadtrat am Zug.

House of cards Thuringia

Lesenswert!
“Demokratie unter Schock” hat Martin Debes sein Buch über die Ereignisse des letzten Jahres genannt. Nach dem gescheiterten Drama um die geplanten Neuwahlen ist nicht ganz sicher, ob nicht noch Fortsetzungen hinzu kommen. Ich habe heute das Buch mit wachsendem Interesse gelesen. Da ich nahezu alle handelnden Akteure persönlich kenne (mit Ausnahme der AfD-Vertreter und dem Bundesvorsitzenden der FDP), war ich schnell gefesselt und habe die 240 Seiten bis zum Epilog in gut drei Stunden in einem Zug gelesen. Bemerkenswert ist, was Martin Debes aus Gesprächen zusammengetragen und recherchiert hat. Nur wenige Passagen bleiben spekulativ, weil er dazu schreibt “was tatsächliche gesprochen wurde wissen nur die beiden Beteiligten”. Das Gespräch zwischen dem Chef der Staatskanzlei Hoff und dem gerade gewählten MP Kemmerich ist ein Beispiel, zudem die Beteiligten unterschiedliche Erinnerungen haben. Zu fast allen anderen Sachen sind die Zitate glaubhaft und offensichtlich auch belegbar. Von der Dichte des Buches bin ich überrascht. Auch davon wie viele vor der Wahl Kemmerichs vor dem Szenario warnten – es zwar nicht für wahrscheinlich, aber für möglich hielten. Das Fazit von Debes, dass Thüringen schon seit der Wende in vielen politischen Entscheidungen speziell war, würde ich bestätigen. Schon in der Ära von Duchac und Böck begannen 1990 Linien, die sich zum Teil bis heute ziehen. Ich habe nun über 30 Jahre Politik in Thüringen miterlebt und eine Zeitlang auch etwas mitgestalten dürfen. Es gibt viele Anekdoten und Geschichten aus den Jahren. Das letzte Jahr hat eine ganz besondere Geschichte geschrieben und ich befürchte die ist noch nicht vorbei. Ich bin gespannt, wer sich zuerst die Filmrechte am “House of cards Thuringia” sichert. Das Buch von Martin Debes ist eine gute Vorlage und ausgesprochen lesenswert!

Personalentwicklungskonzept lässt weiter auf sich warten

Erwartungsdruck
Nachdem der Tagesordnungspunkt in der Hauptausschusssitzung am 13.7.2021 noch vertagt wurde, kam er nun gestern dran. „Der aktuelle Sachstand und die weitere Vorgehensweise zum Personalentwicklungskonzept“ ist aber mit den Worten zu beschreiben „weit vom Ziel entfernt“. Das PEK wird seit über zehn Jahren in zahlreichen Stadtratsbeschlüssen (teilweise einstimmig abgestimmt) gefordert. Genauso lange werden die Stadträte immer wieder vertröstet. Das PEK ist für die CDU-Stadtratsfraktion ein wichtiges Element der künftigen Personalplanung. Damit sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifiziert und gefördert werden, um Aufgabenbereiche übernehmen zu können, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausscheiden. Zugleich soll es dann möglich sein, dass einzelne definierte Stellen nicht wieder besetzt werden müssen und die Stadt damit ohne Entlassungen ihre hohe Personalquote senken kann. Dass dies dringend geboten ist, zeigt der Blick auf die wenigen Übersichtsfolien, die der Finanzbeigeordnete gestern präsentierte. Im Stellenplan der Stadt (Soll-Stellen) sank die Personalstärke vom Jahr 2000 bis 2006 von 3.560 auf 2.700 (besetzt waren 2.482) und erreichte zur Amtsübernahme des Oberbürgermeisters Andraes Bausewein den Tiefststand. Seit dem geht es wieder kontinuierlich bergauf mit dramatischen Folgen für den Haushalt. Inzwischen sind wir bei 3.711 Stellen angelangt, von denen 2.819 besetzt sind. In diesem Jahr werden die Personalkosten damit voraussichtlich erstmals über 200 Millionen Euro steigen. Zugleich werden wir in den kommenden Jahren jährlich rund 100 Renteneintritte haben. Wenn diese Stellen alle durch Neueinstellungen kompensiert werden, wird sich schnell Ernüchterung breit machen. Es fehlen die jungen Bewerberinnen und Bewerber.
Personalentwicklung in Erfurt
Wir haben gestern der Stadtverwaltung unsere dringende Aufforderung mit auf den Weg gegeben, die Aufgabenkritik in den Mittelpunkt zu rücken. Viele der Aufgaben der Stadt sind durch Landesrichtlinien und Vorgaben normiert. In welchem Umfang diese Aufgaben erfüllt werden – zu 90 oder 120 Prozent – kann und muss die Stadt regeln. Den Versuch des Oberbürgermeisters dies den Stadträten als Aufgabe „rüber zu schieben“ habe ich zurückgewiesen. Lediglich die Dezernenten und Amtsleiter kennen die Stellenbeschreibungen und Aufgabenprofile in ihren Bereichen. Dort muss angesetzt werden. Der Finanzbeigeordnete begründete die noch fehlende Fertigstellung des PEK mit der fehlenden Aufgabenkritik, fehlenden Ressourcen und dem Zuständigkeitswechsel in der Verwaltung. Er kündigte eine Lesefassung des PEK (welches 88 Seiten umfassen soll) für das Ende des Jahres an. Wir haben uns das Thema auf wie man so schön im Beamtendeutsch sagt „Wiedervorlage“ gelegt.

Buga-Ausschuss Fazit: steigende Besucherzahlen

Auf dem Petersberg
Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung der Buga2021 – so ist das Aufgabenspektrum des Stadtratsausschusses zur Buga2021 beschrieben. Die Vorbereitung hat 10 Jahre gedauert, in der Begleitung der Durchführung sind wir derzeit und um die Nachbereitung geht es jetzt zunehmend im Ausschuss. Das wichtigste bei der Begleitung der Buga ist für uns in jeder Ausschusssitzung die Frage nach den Besucherzahlen. Gestern konnte uns Kathrin Weiß, die Buga-Geschäftsführerin, die aktuellen Zahlen vortragen und die sehen durchaus erfreulicher aus, als in den Vormonaten. In den Monaten April bis Juli waren insgesamt 653.450 Besucher auf der Buga und im Monat August allein in den ersten 10 Tagen 112.795. Die durchschnittliche Besucherzahl stieg von 3.014 im Monat April auf 11.280 im August. So erfreulich diese Entwicklung ist (besucherstärkster Tag war der 10.7. mit 17.000), da ist noch Luft nach oben! Dass die ursprünglich geplante Zahl von rund 1,8 Mio. Besuchern in den verbleibenden zwei Monaten nicht mehr zu erreichen ist, hat natürlich mit dem pandemiebedingen verzögerten Start zu tun. Finanziell wird dies für die Buga Gesellschaft und damit für Stadtwerke und die Stadt ein Problem werden, welches uns wohl einen Nachtragshaushalt bescheren könnte. Aber für mich steht auch  zwei Monate vor dem Buga-Ende fest, dass die Buga2021 ein Erfolg ist. Bei jedem Besuch auf dem Petersberg, oder am vergangenen Wochenende auf der EGA bin ich begeistert. Meine Jahreskarte hat sich schon mehrfach rentiert und wenn jetzt nicht erst einmal der Sommerurlaub wäre, würde sich dies die nächsten Wochen noch ausbauen. Zur Nachbereitung rücken jetzt die Fragen in den Blick, was von der Buga bleibt. Wir wollen so viel wie möglich erhalten, aber natürlich kostet jedes Blumenbeet auch in der Unterhaltung Geld. Während sich auf der EGA nicht so viel verändern wird und mit dem Danakil auch ein neuer Publikumsmagnet entstanden ist, wird dies auf dem Petersberg und in der Geraaue etwas anders sein. Im nächsten Buga-Ausschuss werden wir auch über die Eintrittspreise auf der EGA im Nach-Buga-Jahr sprechen. Auf meine Nachfrage erklärte Frau Weiß, dass es einen Entwurf für die Preistafel schon gibt, aber der Aufsichtsrat diesen erst absegnen muss. In jedem Fall soll es bei den Saisonkarten 2022 einen Rabatt für Buga-Dauerkarteninhaber geben. Das wäre doch noch ein Anreiz für eine Dauerkarte für die Buga… Bei einem viermaligen Besuch der Buga hat sich diese schon gerechnet und dazu ist bis zum 10. Oktober Zeit.

Partnerschaftspflege

Bei der Eintragung in das Goldene Buch der Stadt
Erfurt hat insgesamt 11 Partnerstädte. Aus sieben unserer Partnerstädte waren bis zum Wochenende Delegationen (darunter mehrere Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister) in Erfurt zu Gast und es bestand mehrfach Gelegenheit, zur Partnerschaftspflege. Im Rahmen eines Künstlersymposiums entstanden Skulpturen an der Festung Petersberg, die am gestrigen Tag feierlich eingeweiht wurden. Auch sonst hatten die Gäste aus unseren Partnerstädten ein intensives Programm und ich bin froh darüber, dass wir mehrfach die Gelegenheit hatten uns auszutauschen. Von Einführungsvortrag über die Buga2021 im Rathaus, über den Begrüßungsabend und die Eintragung in das Goldenen Buch der Stadt, bis hin zum gestrigen Abschiedsabend im Danakil, konnte ich mehrfach dabei sein. Insbesondere mit meinem Stadtratsvorsitzendenkollegen Petar Tsolov aus Lowetsch konnte ich mich intensiv austauschen – manche unserer kommunalpolitischen Themen sind sich sehr ähnlich. Auch die Entwicklung in unserer Partnerstadt Kati in Mali verfolge ich seit einem Besuch vor 10 Jahren sehr aufmerksam. Derzeit sind dort die politischen Rahmenbedingungen sehr unübersichtlich, viele der damals handelnden Personen sind nicht mehr im Amt. Ich hoffe, dass da bald wieder Stabilität rein kommt. Mit Oumou Maiga aus Kati habe ich auch darüber diskutieren können, wie praktische Unterstützung aussehen kann. Der Besuch unserer Partnerstädte, war ein gutes und wichtiges Signal. Durch Corona konnten viele Austauschprojekte in den letzten beiden Jahren nicht umgesetzt werden. Gabriele Schmidt, die Sachgebietsleiterin für Internationale Verbindungen, hat kurz vor ihrem beruflichen Ruhestand noch einmal ein gelungenes Treffen organisiert. Daran werden wir in Zukunft anknüpfen. ich wünsche mir als Stadtratsvorsitzender, dass wir die Kontakte in unsere Partnerstädte intensivieren und vor allem Bürgerinnen und Bürger aus den Städten zusammen bringen. Ich könnte mit gut vorstellen, dass wir einen Verein gründen, der die Pflege der Kontakte und das Organisieren von Bürgerreisen zum Ziel hat. Nach den Sommerferien werde ich dies als Thema fraktionsübergreifend aufrufen. Bilder von den Treffen

13. August – 60. Jahrestag des Mauerbaus

Gedenken am 13. August
Mahnung und Gedenken steht im Mittelpunkt unserer jährlichen Veranstaltungen zum Jahrestag des Mauerbaus. Gedenken an die Opfer von Mauer und Schießbefehl und Mahnung, dass so etwas niemals wieder passieren darf. Mit zahlreichen Aktionen haben wir als Junge Union in den 90ger Jahren mit Transparenten an Brücken entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, Mauersegmenten auf Marktplätze und einer symbolischen Mauer an der damaligen Landesgeschäftsstelle der PDS. Heute waren wir mit Kerzen auf dem Anger und danach zu einer Kranzniederlegung an der Gedenkstätte in der Andreasstraße. Dabei waren wieder viele Mitglieder der Jungen Union – inzwischen sind sie alle erst nach der politischen Wende geboren. Die Mauer ist jetzt länger weg, als sie gestanden hat. Um so wichtiger ist es die Erinnerung an die Opfer wach zu halten und dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte stärker in der Schule zu behandeln. Als Landeszentrale für politische Bildung haben wir dazu zahlreiche Publikationen im Angebot.

DDR-Vergangenheit als Teil der politischen Bildung

Publikationen der LZT zum Mauerbau
DDR-Geschichte soll in den Schulen stärker in den Blick genommen werden. Dies ist die Meinung von 59 Prozent der befragten Menschen beim MDR-Meinungsbarometer. Dies bedeutet, dass in der politischen schulischen und außerschulischen Bildung mehr gemacht werden muss, um die Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Neben der NS-Vergangenheit ist auch das dunkle Kapitel des SED-Unrechts Teil unserer Geschichte, die es gilt zu vermitteln. Die Landeszentrale für politische Bildung hat dazu eine Vielzahl an Veranstaltungen und Publikationen im Angebot. gerade habe ich unseren Newsletter 13/2021 fertig gestellt, in dem es um den bevorstehenden Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 1961 geht. Allein dazu haben wir sechs Publikationen im Angebot. darüber hinaus gibt es Veranstaltungsformate, mit denen wir die Schulen unterstützen können. Ich bin gespannt, ob das Meinungsbarometer des MDR auch dazu führen wird, dass Lehrerinnen und Lehrer bei der Vorbereitung des neuen Schuljahres verstärkt auf solche Angebote zugreifen. Den Newsletter der LZT erstelle ich in der Regel alle zwei bis drei Wochen – nur jetzt machen wir Urlaubsbedingt bis Mitte September eine vierwöchige Pause. Über die Homepage der LZT kann er auch abonniert werden und darin finden sich neben Publikationsangeboten auch Informationen zu unseren reisen und Veranstaltungen.