Maximale Sporterfolge

Unsere Damen vom SWE Volley-Team mit ihren Fans nach dem Spiel
Das Wochenende war für die Erfurter Sportvereine überaus erfolgreich – zumindest bei den Sportarten, für die ich mich besonders interessiere bzw. engagiere. Freitag Abend gewannen die Black Dragons bereits ihr Eishockeyspiel in Halle mit 3:4 in der Verlängerung. Dies ist gemessen an den Vergleichen der letzten Jahre mit den Saale Bulls ausgesprochen erfreulich und lässt eine starke Saison erhoffen. Kommenden Sonntag kommt schon die Stunde der Wahrheit, wenn Leipzig in der Kartoffelhalle zu Gast ist. Auf eine ausgesprochen erfolgreiche Vereinsgeschichte kann der Erfurter Judo Club zurück blicken. Am Samstag Vormittag war ich beim 20 jährigen Vereinsjubiläum als Ehrengast. Mit einem Jubiläumsturnier gegen die jungen Sportlerinnen und Sportler von der Insel La Réunion bedankte sich der Verein bei den vielen Freunden und Unterstützern, ohne die diese Erfolgsgeschichte nicht möglich gewesen wäre. Seit Mitte der 90ziger Jahre hat der Verein am Wiesenhügel seine eigene Halle. Aus der ehemaligen Schulsporthalle ist mit der ehrenamtlichen Arbeit der Vereinsmitglieder ein Kleinod geworden. Wie sich das mit der Sportstätte von RWE weiter entwickelt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Die zuständige Beigeordnete arbeitet immer noch an der Stadtratsvorlage – mal sehen ob sie kommende Woche bei uns eintrudelt. Beim Spiel RWE – Chemnitz war dies auch zweitrangig. Bei bestem Fußballwetter waren rund 7.500 Zuschauer im Steigerwaldstadion, darunter viele in Hellblau aus Chemnitz. Viel Freude hatten sie am Samstag in Erfurt nicht. RWE gewann mit 2:0 und kletterte auf Tabellenplatz zwei in der 3. Liga. Bis zum zweiten Tabellenplatz in der 2. Volleyball-Bundesliga ist es für unsere Mädels vom SWE Volley-Team noch ein Stück, aber sie sind auf einem guten Weg. Nach dem Regionalpokalsieg letzte Woche ging es um Bundesligapunkte – ebenfalls gegen Chemnitz. Und das Ergebnis beim Volleyball war ebenfalls eine klare Sache. Mit 3:0 gewannen unsere Mädels. In der kommenden Woche gibt es Volleyball mehrmals – am Mittwoch fahren wir mit der ganzen Mannschaft nach Suhl, dort ist erstes Saisonspiel der VolleyStars gegen Hamburg. Kommenden Sonntag kommt Bad Soden in die Riethhalle zur nächsten Pokalrunde. Da die Mädels am Samstag ein schnelles Spiel ablieferten, konnte ich noch zum 31 jährigen Klassentreffen. Es hat viel Spaß gemacht, die alten Klassenkameraden wieder zu treffen. Entgegen sonstiger Klassentreffen, war ich dieses Mal als Politiker nicht das einzige Opfer von Spott am Abend. Ich hatte Glück, einer meiner Klassenkameraden ist Lokführer und war damit willkommener Gesprächsgegenstand am Abend 🙂

Infoblatt der Fraktion online

Das aktuelle Infoblatt der CDU-Stadtratsfraktion ist seit heute virtuell verfügbar. Mit unserem Infobrief tragen wir seit vielen Jahren die Themen in die Öffentlichkeit, die uns im kommunalpolitischen Geschäft am Herzen liegen. Im Infoblatt der Fraktion geht es in weiten Teilen um die Themen der letzten Stadtratssitzung, Hochwasser, Graffiti und die Südeinfahrt aber auch um das nun wieder bevorstehende Thema der Multifunktionsarena. Heute hat die Stadtverwaltung für den 29. Oktober zu einer Sonderausschusssitzung eingeladen, um über die Vergabe des Bauauftrags zur MFA zu beraten. Die dazu notwendige Beratungsvorlage gibt es indes noch nicht. Zugleich gibt es auch noch keine Aussage zu einem Betreiberkonzept – dies solle später folgen. Eine öffentlich Diskussion gibt es indes bereits dazu und auch wie werden als CDU-Stadtratsfraktion in der kommenden Woche dazu beraten. In der Thüringer Allgemeinen wurde das Thema heute einmal zusammen gefasst. Allen Lesern des Infoblattes der CDU-Stadtratsfraktion Erfurt wünsche ich viel Spaß und ein schönes Herbstwochenende.

Flucht und Asyl – Thema in Erfurt

Das Podium bei Radio Frei
Radio Frei und der Stadtjugendring Erfurt haben das Thema, welches auch in der Landeshauptstadt Erfurt zunehmend an Bedeutung gewinnt auf die Tagesordnung geholt und dazu gestern Abend eine Podiumsdiskussion organisiert. Vertreter der Jugendarbeit, der Stadt und der Integrations- und Flüchtlingsarbeit waren im Podium und diskutierten den aktuellen Stand. Als Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierung begegnen mir Fragen aus diesem Themenkreis immer häufiger. Kommende Woche werde ich dazu mit Berufsschülern diskutieren. In Erfurt gibt es derzeit rund 1.700 Flüchtlinge. Darunter sind 500 Jugendliche und die meisten Flüchtlinge kommen zur Zeit aus Afghanistan (357). Holger Eisenberg, Leiter vom Bürgeramt, erklärte, dass monatlich 50-80 neue hinzukommen. Bis zu 85 müsse die Stadt maximal unterbringen und da sich Erfurt schon vor Jahren für eine dezentrale Unterbringung entscheiden habe wäre dies eine Herausforderung. Entgegen der Aussage der Sozialbeigeordneten würde der zur Verfügung stehende Wohnraum langsam knapp. Die Mitarbeiter der Jugendarbeit berichteten wie schwierig es sei, an die Jugendlichen heran zu kommen. Im Rahmen der Schulsozialarbeit gelänge dies ganz gut. Bei der offenen Jugendarbeit sein dies hingegen schwer. Ganz oft würden die Jugendlichen zwar schnell die Sprache lernen, aber dies führe dann zu einem “Rollentausch” mit den Eltern. Die Kinder und Jugendlichen müssten ihre Familie unterstützen und Papierkram bearbeiten und Dolmetscherfunktionen übernehmen. In den Schulen gäbe es gerade in den Berufsschuleinrichtungen ganz gute Ansätze mit einzelnen Klassen mit intensivem Deutschunterricht. In den Grund- und Regelschulen gelingt dies nur zum Teil. Nach drei Monaten unterliegend die Schüler in Thüringen der Schulpflicht, unabhängig davon ob sie ausreichen Sprachkenntnisse haben und dem Unterricht folgen können. Auch gestern endete die Veranstaltung leider nur mit einem Apell an den politischen Willen – ohne zu definieren, was der politische Wille bewirken soll. Ich denke wir sollten uns sowohl im Jugendhilfeausschuss, als auch im Ausschuss für Bildung und Sport dieses Themas annehmen. Es ist zweifellos eine Herausforderung an die örtliche Jugendarbeit!

Wert = Mehrwert?

Das Podium bei der AOK PLUS mit Gunda Niemann-Stirnemann
Unter diesem Titel hatte die AOK PLUS heute Abend zu einer Veranstaltung in das Comcenter in Erfurt geladen. Die Chancen einer werteorientierten Unternehmensführung stand im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe AOK PLUS im Dialog, die zwei Mal jährlich in Sachsen oder Thüringen stattfindet. Ich war bei der Veranstaltung gerne gemeinsam mit unserem Cheftrainer Heiko Herzberg und Vizepräsidenten Thomas Recknagel als Vertreter des SWE Volley-Teams dabei. Seit vielen Jahren unterstützt uns die AOK PLUS, so wie viele andere Sportler auch. Darüber hinaus war ich neugierig auf das Thema. Amseln Bilgri, ehemaliger Geschäftsführer und Prior vom Kloster Andechs, ging in seinem Vortrag darauf ein welche moralischen, sozialen und wirtschaftlichen Werte ein Unternehmen glaubhaft vertreten kann und sollte. Die war bereits der Einstieg für das Statement von Roland Weidner, Vorstandsvorsitzender der Mittelstandsvereinigung proSüdthüringen e.V.. Er verwies auf die unternehmerische Verantwortung nicht nur gegenüber den Mitarbeitern, sondern auch gegenüber der Gesellschaft, oder wie man so schön sagt dem Gemeinwohl. Gefreut habe ich mich darüber, dass mit Gunda Niemann-Stirnemann, Eisschnellläuferin des Jahrhunderts und Trainerin, eine Vertreterin des Sports mit im Podium saß und mitdiskutierte . ich kenne Gunda Niemann-Stirnemann aus vielen Begegnungen und freue mich, dass sie nun ihr Wissen, ihre Erfahrungen und auch Wertevorstellungen an junge Sportler in verantwortlicher Position weiter geben kann. Prof. Dr. Matthias Schmidt, Professor für Unternehmensführung, erläuterte über welche Werte in Unternehmen diskutiert wird und wie die strategische Unternehmensführung zur Steigerung von Unternehmenswerten immaterieller Art beitragen kann. Neben den interessanten Vorträgen und der Podiumsdiskussion gab es Raum für den Gedankenaustausch unter den Gästen der Veranstaltung. Auch wir konnten neue interessante Kontakte knüpfen – also ein Abend mit Wert und mit Mehrwert!

Veränderter Blickwinkel

Der neue Sitzplan
Heute hat sich der Thüringer Landtag für seine 6. Wahlperiode konstituiert und ist erstmalig zusammen gekommen, um ein Landtagspräsidium zu wählen. Ich habe die Konstituierung von der Zuschauertribüne verfolgt. Als Beauftragter der Landesregierung habe ich zwar (derzeit noch) einen Sitz im Plenarsaal, aber zur konstituierenden Sitzung blieben sowohl die Plätze der Landesminister, als auch der Staatssekretäre und Beauftragten frei. Die Minister die auch Landtagsabgeordnete sind hatten ihre Plätz in ihren Fraktionsreihen. Irgendwie war es schon ein merkwürdiges Gefühl so von der Tribüne auf das Treiben im Saal zu schauen. Bisher kannte ich nur den Blickwinkel von den Abgeordnetenstühlen in der 3. und 4. Wahlperiode und vom Platz des Beauftragten hinter der Landesregierung in den Saal. Bevor es mit der offiziellen Eröffnung los ging, gab es schon die erste Amtshandlung der Alterspräsidentin. Sie musste eine Abgeordnete der Linken auffordern ihre Kleiderordnung zu verändern. Das Sweatshirt mit der Aufschrift “FCK AFD” ist als nonverbale Kommunikation nicht zulässig und sie musste es ausziehen. Zum Glück hatte sie sich was drunter angezogen, aber auch dies war nicht zulässig, weil darauf die Aufschrift “FCK NZS” stand. Mehr ausziehen ging nicht, also bekam sie von der Landtagsverwaltung was zum Anziehen – ein weißes neutrale T-Shirt. Wenn diese Truppe mit solchen Auftritten Regierungsverantwortung übernehmen will, wünsche ich schon einmal viel Kraft dem künftigen Landtagspräsidium.
…und der Blick von der Besuchertribüne
Das Präsidium wurde nach einer Diskussion und Abstimmung über die Anzahl der Stellvertreter gewählt. Die Grünen hatten sich gerne wieder einen Stellvertreterposten gewünscht (was so in der Geschäftsordnung nicht vorgesehen ist). Dabei hätte auch die AFD einen Stellvertreter bekommen. Die hätten zwar die Grünen billigend in kauf genommen, aber nicht die anderen und noch nicht einmal die AFD selber wollte dies. Nach einer Gegenrede der Linken wurde damit der Antrag der Grünen als erster Antrag der neuen Wahlperiode abgelehnt. Der ehemalige Verkehrsminister Christian Carius wurde mit 63 Ja-Stimmen bei 14 Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen gewählt (die Linke hat 28 Mandate im Landtag). Postwendend erhielt dann die linke Landtagsvizepräsidentin Margit Jung nur 51 Ja-Stimmen bei 32 Nein-stimmen und 8 Enthaltungen. Uwe Höhn (SPD) bekam 69 Ja-Stimmen bei 11 Nein-Stimmen und 11-Enthaltungen. Angesichts dieser Zahlen bleibt viel raum für Spekulationen für künftige Wahlen im Landtag.

Berlin ist immer eine Reise wert…

Bei den Eisbären
Mindestens zwei bis drei Mal bin ich neben den vielen Fachtagungen und Arbeitsgesprächen für mehrere Tage in Berlin. Die Herbstferien in Thüringen boten die Gelegenheit in diesem Jahr beides miteinander zu verbinden. Am Donnerstag war ich zur Bund-Länder-Runde zu den Mehrgenerationenhäusern im Bundesfamilienministerium. Am Mittwoch bin ich bereits mit der Familie über Wolfen nach Berlin gefahren und habe noch ein paar Urlaubstage dran gehängt. Donnerstag Abend war ich mit meinem Sohn alleine auf Hauptstad-Tour rund um den Potsdamer Platz und das Brandenburger Tor. Natürlich gab es auch das gemeinsame obligatorische Sushi-Essen. Am Freitag waren wir auf dem Tempelhofer Flugfeld. In den Bürgergärten hat Jonas seit zwei Jahren einen kleinen Garten, der sonst von seiner Tante gepflegt wird, aber den wir jedes Mal besuchen. Der Segway-Verleih hat schon die letzten Male gelockt und dieses Mal habe ich eine Stunde lang damit das Flugfeld erkundet. Nach einer kurzen Einweisung und dem Erwerb der Driver-Card war es kein Problem. Die rund 20km/h schnellen Segways sind leicht zu bedienen und haben einen Spaßfaktor zwischen Motorrad fahren und Wasserski auf dem Trockenen. Am Abend ging es in die O2 Arena zum DEL-Spiel der Eisbären gegen Ingolstadt. Seit über 15 Jahren gehe ich in Erfurt regelmäßig zu den Black Dragons zum Eishockey. Ich war auch schon in der alten Molsen-Arena in Montreal zum Eishockey und bei den Kölner Haien in der dortigen damaligen O2 Arena. Die Eisbären als Rekordmeister standen immer auf dem Wunschzettel bei Jonas und mir. Am Freitag gab es gegen die amtierenden Deutschen Meister zwar eine 2:5 Niederlage, aber es war trotzdem ein tolle Stimmung bei den rund 12.000 Fans.
German Bowl 2014
Nicht ganz so voll war es am Samstag in der Mall of Berlin, dem neuen europaweit größten Einkaufstempel am Leipziger Platz. Bei Nieselregen strömten aber auch dort die Touristen auf Shopping-Beute-Jagd. Wir waren auch erfolgreich 🙂 Zum Glück hörte der Regen aber danach auf. Wir waren zusammen beim German Bowl 2014. Seit mein Sohn Football spielt wünscht es sich einen Besuch beim größten Football-Event in Europa und Mama hat dieses Jahr rechtzeitig Karten bestellt. Das Spiel der New Yorker Lions Braunschweig gegen die Schwäbisch Hall Unicorns sahen mit uns über 12.000 Besucher im alten Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Tolle Stimmung und für jeden was dabei – sportlich sowieso und um das Feld acht Cheerleader-Teams und zwei weitere auf den Tribünen. Die Lions gewannen das Spiel klar mit 47:9 und wir haben auf der richtigen Seite gesessen – bei den Fans der Lions. Nach dem Football ging es noch die halbe Nacht quer durch Berlin zum Festival of lights. An über 70 Sehenswürdigkeiten findet dieses Festival jährlich statt. Nachdem ich die bunten Lichtprojektionen bereits im letzten Jahr sehen konnte, war ich auch dieses Jahr wieder begeistert davon. Am Sonntag ging es nach dem ausgiebigen Frühstücksbrunch im Ibis-Hotel an der Spree zurück in Richtung Thüringen.
Regionalpokalsieger!
Aber da es ja schon ein sportgeprägtes Wochenende war, nutzten wir die Gelegenheit zum Stopp-Over in Grimma. Unsere Damen vom SWE Volley-Team traten im Ostderby zum Regionalpokalfinale in Grimma an. In diesem Jahr mussten wir dazu in die Sporthalle Grimma-West. Die Halle schein unseren Mädels zu liegen, jedenfalls gewannen sie zum Jubel der mitgereisten 20 Fans mit 3:1. herzlichen Glückwunsch! Jetzt steht die nächste Pokalrunde gegen den Regionalpokalsieger Südwest Bad Soden am 26. Oktober in Erfurt an. Ein tolles Wochenende mit viel Sport war es wieder in Berlin und Grimma. Bilder vom Festival of lights Eishockey bei den Eisbären German Bowl 2014 Volleyball in Grimma

Zeitdruck zur Multifunktionsarena

Modell des Steigerwaldstadions
Neues zur Multifunktionsarena? Eher nicht. In der vergangenen Woche fand in Erfurt am Mittwochabend das Verabschiedungsspiel für das altehrwürdige Steigerwaldstadion statt. In einer Neuauflage des Europapokalduells von 1991 trennte sich RWE von Groningen mit 1:1. Oberbürgermeister Bausewein nahm dabei den Ehrenanstoß vor und verbreitete Optimismus, dass bereits Ende des Jahres, spätestens aber Anfang nächsten Jahres der erste Spatenstich zum Umbau erfolgen solle. Angekündigt hatte er diesen schon einmal gemeinsam mit Wirtschaftsminister Machnig für 2012… Allerdings hatte seine zuständige grüne Beigeordnete bereits im vergangenen Jahr mit einer fehlerhaften Ausschreibung für Zeitverzögerung und Kostensteigerungen gesorgt. Auch jetzt könnte sich der Termin wieder nach hinten verschieben. Nach Medienberichten gibt es nunmehr nur noch einen Bauherrn, der den Stadträten präsentiert werden soll. In einer gemeinsamen Ausschusssitzung von allen beteiligten Fachausschüssen des Erfurter Stadtrats sollte ursprünglich am 21. Oktober die Vorberatung für eine endgültige Vergabe im Stadtrat am 5. November erfolgen. Beim Verabschiedungsspiel im Steigerwaldstadion wusste der OB allerdings bereits, dass das Dezernat Wirtschaft und Umwelt den Ausschusstermin schon wieder gekippt hatte. Die Erfurter Stadtverwaltung hat am Freitag den Stadtratsfraktionen mitgeteilt: „dass die gemeinsame Ausschusssitzung zur Beratung über die Vergabe der Leistung zum Bau der Multifunktionsarena, die ursprünglich für den 21.10.2014 vorgesehen war, zum Termin nicht stattfinden kann. Es sind noch weitere Gespräche mit dem Fördermittelgeber (dem Thüringer Wirtschaftsministerium) erforderlich.” Als neuer Terminvorschlag steht nun der 29. Oktober 2014 im Raum, damit das Ganze noch am 5. November abschließend in den Stadtrat kommen soll. Es ist für die CDU-Stadtratsfraktion sehr befremdlich, mit welch “atemberaubender Geschwindigkeit” die grüne Beigeordnete ihre Hausaufgaben macht und damit die Stadträte unter Zeitdruck setzt. Die CDU-Stadtratsfraktion Erfurt wird darauf drängen, dass ausreichend Beratungszeit besteht und alle offenen Fragen beantwortet werden, bevor es zu einer Entscheidung kommt.

Bund-Länder-Runde zu den Mehrgenerationenhäusern

Beratungsunterlagen im BMFSFJ
Leider noch keine Klarheit zur Förderung der Mehrgenerationenhäuser nach 2016 gab es bei der heutigen Bund-Länder-Runde zu den Mehrgenerationenhäusern im Bundesfamilienministerium in Berlin. Seit vier Jahren bin ich als Generationenbeauftragter unter anderem für die Thüringer Mehrgenerationenhäuser zuständig und genauso lange vertrete ich den Freistaat in verschiedenen Arbeitsrunden beim Bund. Da in vielen anderen Bundesländern das Thema auf Referats- bzw. Abteilungsleiterebene wahrgenommen wird, habe ich in den vier Jahren viele Kolleginnen und Kollegen kennenlernen können. Auch innerhalb des Bundesministeriums hat es erhebliche Veränderungen mit der neuen Familienministerin gegeben. Was aber leider konstant geblieben ist, ist die Unsicherheit über die weitere Förderung. 2006 wurde das MGH-Programm gestartet, im Jahr 2008 auf insgesamt 500 Häuser bundesweit ausgeweitet und 2012 in das MGH II – Programm umgewandelt. Für drei Jahre gab es dabei für 450 Häuser (davon 25 in Thüringen) Planungssicherheit. Bis Ende 2014 fördert der Bund jedes Haus mit 30.000 Euro jährlich, wenn die kommunale Seite sich mit mindestens 10.000 Euro beteiligt. Ursprünglich sollte das Programm 2015 in Länder- bzw. Kommunalverantwortung übergehen. Zwischenzeitlich hat sich aber parteiübergreifend eine starke Lobby für die MGHs gebildet. Zudem sind die Kommunen nur in den seltensten Fällen in der Lage, die komplette Finanzierung zu übernehmen. Daher haben sich die Koalitionspartner im Bund im vergangenen Jahr verständigt, die weitere Förderung der MGHs in den Koalitionsvertrag zu schreiben. “Das erfolgreiche Konzept der Mehrgenerationenhäuser werden wir weiterentwickeln und deren Finanzierung verstetigen.” heißt es dabei und weiter “Deshalb werden wir die Voraussetzungen schaffen, um eine dauerhafte Zukunft der Mehrgenerationenhäuser zu sichern und gemeinsam mit Ländern und Kommunen prüfen, unter welchen Voraussetzungen die Mehrgenerationenhäuser möglichst in allen Kommunen etabliert werden können.” Der zweite Teil ist ein deutlicher Fingerzeig, dass der Bund künftig eine Mitfinanzierung der Länder erreichen will. Für 2015 wurden noch einmal 16 Millionen Euro seitens des Bundes bereitgestellt. Damit geht die Förderung im kommende Jahr nach den bestehenden Grundsätzen weiter. Was danach kommt ist offen. Niedersachsen, Bayern und Rheinland Pfalz fördern ihre Häuser bereits aus Landesmitteln. Sachsen und Hessen fördert im Rahmen bestehender Programme mit. In allen anderen Bundesländern beschränkt sich die Unterstützung auf die ideelle Begleitung. Auch heute war weder von Seiten der Länder, noch vom Bund zu hören wie hoch eine Mitfinanzierung sein könne/solle. Im kommenden Monat soll darüber die Sozialministerkonferenz beraten. In Thüringen werbe ich darum, dass sich das Land zu den MGHs auch finanziell bekennt. Die 15 Familienzentren, die ganz ähnlich arbeiten wie die MGHs, werden mit jeweils 25.000 Euro jährlich vom Land gefördert. Ich hoffe sehr, dass dieses Thema Eingang in die Koalitionsvereinbarung in Thüringen findet, wer auch immer eine Koalition mit wem bilden wird. Zwischen dem Bund und den Ländern gibt es nun eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der A- und B-Länder (SPD-geführt, bzw. CDU/CSU-geführt). Heute wurde ich mehrfach gefragt, ob es neben BaWü (Grün-geführt) künftig noch eine weitere Kategorie geben wird 😉 Am 19. November wird in Berlin der Mehrgenerationentag stattfinden. Ich freue mich darauf, weil da nahezu alle MGHs vertreten sein werden. Noch mehr würde ich mich aber freuen, wenn es bis dahin Signale gibt, wie es mit den MGHs nach 2016 weiter geht. Ansonsten nutze ich die Berlin-Tour noch zu einem Kurzurlaub in der Bundeshauptstadt – voriges Jahr war ich das letzte Mal etwas länger hier in Berlin. Damals war auch wie in diesem Jahr gerade das Lichterfest. Dieses Mal ist das Rahmenprogramm zusätzlich aber sehr sportlastig – morgen Abend beim Eishockey bei den Eisbären und Samstag German Bowl Football.  

Deutlicher Rückgang beim Bundesfreiwilligendienst

Ein Viertel weniger BFDler
Die Zahl der Bundesfreiwilligen ist in den letzten Monaten deutlich rückläufig und pendelt sich jetzt bundesweit wieder auf die ursprünglich geplanten rund 35.000 BFD-Stellen ein. Insbesondere die neuen Bundesländer und auch Thüringen sind davon stark betroffen. Im Februar 2014 gab es bundesweit 48.996 besetzte BFD-Stellen und im September waren es nur noch 36.858. In Thüringen sind es statt 3.145 Bufdis aktuell nur noch 2.678. Betroffen sind von dieser Entwicklung alle Altersgruppen, allerdings in den alten Bundesländern mehr die unter 27jährigen (von ehemals 29.000 auf nun 21.300 bundesweit). In den neuen Bundesländern betrifft die Reduzierung eher die Älteren – auch weil es da durch den demografischen Wandel zunehmend weniger Jugendliche gibt. Zudem gibt es viele Angebote bei den Jugendfreiwilligendiensten. Für die Älteren gibt es hingegen keine Landesprogramme. Auch den sogenannten Freiwilligendienst aller Generationen gibt es nicht mehr. Dies ist um so ärgerlicher, da es in Thüringen und in den neuen Bundesländern eine ungebrochen hohe Nachfrage nach BFD-Stellen gibt. In der letzten Woche haben mich dazu mehrere Anfragen, unter anderem von den Mehrgenerationenhäusern, erreicht.
Die aktuelle BFD-Statistik
Zutreffend ist: Der BFD ist in den neuen Bundesländern ein Erfolgsmodell geworden und oftmals eine der wenigen Antworten, die Langzeitarbeitslosen gegeben werden kann. Arbeitsmarktprogramme oder Ein-Euro-Jobs führen häufig nur zu neuer Frustration. Ich kenne aus meiner Arbeit als Verantwortlicher für den Bundesfreiwilligendienst Generationenbeauftragter zahlreiche Beispiele, bei denen über den BFD hingegen die Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt geglückt ist. Die hohe Akzeptanz des BFD liegt darin begründet, dass sich die Betroffenen ihre Einsatzstellen selbst suchen und in ihrer BFD-Tätigkeit Anerkennung erfahren. Ich plädiere daher für Arbeitsmarktprogramme, die sich am Konzept des BFD orientieren. Bei den Sondierungsgesprächen zwischen CDU und SPD haben sich die beiden Verhandlungspartner darauf verständigt, das Landesprogramm für Langzeitarbeitslose zu überarbeiten. Bei dieser Evaluierung soll es darum gehen, das Geld zielgenauer und wirksamer einzusetzen.  

Wochenend und Sonnenschein…

Bikewetter in Erfurt
Das Feiertagswochenende glänzte mit bestem Spätsommerwetter. Da am verlängerten Wochenende auch mein jüngster Sohn in Erfurt war, gab es das ganze Wochenende lang Familienprogramm und mal ausnahmsweise nur ganz wenig Zeit im Internet 🙂 Freitag ging es am Vormittag auf eine kleine Motorradtour, nachdem das Bike etliche Wochen während des Wahlkampfes in der Garage stand, sprang es problemlos an. Am frühen Nachmittag lud die CDU Erfurt wie in jedem Jahr zur festlichen Andacht zum Tag der Deutschen Einheit in die Erfurter Michaeliskirche ein. Über 50 Prozent der Menschen sehen sich als Gewinner der Einheit, rund ein Drittel ist eher unentschlossen, aber mehr als 20 Prozent sehen sich auch als Verlierer der Einheit. In diesem Licht betrachtet wird so manches Wahlergebnis für Links und Rechts auch 25 Jahre nach der Wende erklärbar. Der Samstag ging mit Sonnenschein weiter. Mein jüngster Sohn Julian ist nun seit Samstag auch offiziell in die Bikerfamilie aufgenommen. “Beinhart wie ein Rocker…” kletterte er mit mir auf die NTV und los ging es. Die Ausrüstung ist zum Glück vollständig. Sein ältester Bruder Max hat vor 19 Jahren (als er 5 Jahre alt war) mit mir die ersten Runden gedreht. In den Jahren danach waren wir auch gemeinsam auf großen Touren u.a. in Kroatien, St Tropez und Amsterdam. Mein mittlerer Sohn Jonas hat mit 6 seine Bikerzeit begonnen und seine Lederjacke passt jetzt dem Kleinen. Durch den Steiger und nach Kranichfeld ging es durch den bunten Wald und dann natürlich auch zu Mc Donald und zum Oktoberfest auf den Domplatz. Am Abend glühte der Grill und wir haben den Geburtstag vom Mittleren und die Schuleinführung vom Kleinen in Familie nachgefeiert. Sonntag folgte ein Ausflug zum Baumkronenpfad im Hainich. Durch den großen Rundwanderweg verlaufen sich auch die vielen Besucher ganz gut und für die Kinder gab es an jeder Ecke etwas zu entdecken. Als Familienausflugsziel ist der Baumkronenpfad zu jeder Jahreszeit eine Top-Empfehlung. Trotz sommerlichen Wetter wurde es danach noch einmal kühl. Die Black Dragons hatten ihr erstes Saisonpunktspiel gegen Tornado Niesky und da ging es in die Eishalle zum Eishockey. Die Drachen gewannen verdient mit 7:4. Im Mitteldrittel gab es für sie gleich drei Tore in Unterzahl gegen die Torfrau Ivonne Schröder aus Niesky.
Der Baumkronenpfad
Am kommenden Freitag werde ich in Berlin mit Jonas erstmals zu einem Spiel der Eisbären gehen, darauf freuen wir uns jetzt schon. Vor 18 Jahren war ich das erste Mal beim Eishockey in der Molsen-Arena in Montreal und in den Jahren danach bei fast allen Spielen der Black Dragons. Das perfekte Wochenende bot viel Zeit für die Familie und Gelegenheit zum Kraft tanken. Bilder von der Motorradtour Bilder vom Oktoberfest Bilder vom Baumkronenpfad