Zeit der Jubiläen – 20 Jahre Vereine und Verbände in Thüringen

Landesjugendring (1)
Sportjugendvorstandsmitglieder
Nahezu jeden Tag gehen derzeit die Gedanken 20 Jahre zurück. Im Vorfeld der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 gründeten sich in der ehemaligen DDR zahlreiche Vereine und Verbände und feiern heute folgerichtig ihr 20jähriges . CDU Thüringen und Junge Union als politischer Teil, die Liga der Wohlfahrtpflege und gestern die Thüringer Sportjugend, heute der Landesjugendring, Freitag nächster Woche die AWO Erfurt und nächste Woche Samstag der Landessportbund in Bad Blankenburg stehen, bzw. standen auf dem Programm. Ganz sicher werden noch einige folgen. Wie heute beim Landesjugendring treffe ich dabei auf viele Wegbegleiter der letzten zwei Jahrzehnte. Aber dabei merkt man auch, dass man älter wird 🙁 Wie bei Klassentreffen werden Fotos hervorgesucht, alte Geschichten ausgetauscht und sowieso war früher alles besser. War es natürlich nicht! Aber es war eine spannende Zeit. Ständig passierte etwas Neues, ständig kammen neue Funktionen und Ämter. Wenn ich meine lange Liste von Vereinen ansehe, wird mir aber auch bewußt es hätte viel gefehlt und ich bereue nicht, viel Zeit in so vielen Vereinen und Verbänden verbracht zu haben. Deshalb freue ich mich auch über jede Einladung zu den Jubiläen und gehe auch gerne hin.

Ein tolles Turnierwochenende in Erfurt!

SWE Cup 2 (16)
...unsere Trainer hatten viel Freude an den Spielen
Wer vor dem SWE Cup 2010 nach einer Prognose für den Ausgang des Turniers mit fünf Erstligisten, vier Zweitligisten, einem Regionalligisten (SWE Volley-Team II) und dem Schweizer Vizemeister Köniz fragte erhielt von keinem der Trainer eine klare Antwort. Zu unsicher war die Standortbestimmung beim ersten Turnier des Liga-Cups. So konnte es auch für unsere Damen vom SWE Volley-Team zunächst nur darum gehen, Erfahrungen zu sammeln und gegen die künftigen Mitbewerber in der 1. Liga mitzuhalten. Nach dem ersten Sieg gegen Chemnitz und dem überraschenden Sieg gegen den VfB 91 Suhl folgten zwei weitere Vorrundensiege gegen Köpenick und Lohhof (Bilder vom ersten Spieltag hier). Als Gruppenerster der Staffel A ging es heute Mittag gegen den Gruppenzweiten der Staffel B den Schweizer Vizemeister Köniz. Im Tie-Break gewannen unsere Damen 2:1 (23:25, 29:27 und 15:13). Das Publikum war beim ersten Auftritt in der Halle am Sportgymnaium begeistert. SWE Cup 2010 (184)Erst im Finale konnte Erstligakonkurrent Aurubis Hamburg unsere Damen bremsen 0:2 (18:25 und 15:25). Köniz gewann im Spiel um Platz 3 gegen Köpenick mit 2:1. Die Plätze 5 und 6 belegten Sinsheim und Augsburg, 7 und 8 Lohhof und Suhl, 9 und 10 Chemnitz und Grimma und 11 wurde das SWE Volley-Team II (Bilder vom zweiten Spieltag). Auch unserer zweiten Mannschaft gebührt Anerkennung, schließlich gewannen sie in der Vorrunde gegen Grimma und holten auch einen Satz gegen Chemnitz. Auch wenn sich vor dem Saisonstart noch Vieles ändern wird (bei einigen Gegenern fehlten noch Spielerinnen und einige sind erst ein bis zwei Wochen im Training) können wir selbstbewußt sagen, dass wir eine gute Mannschaft zusammen haben und uns mit unserem Trainer auf eine gute Saison freuen können. Ein herzliches Dankeschön an alle Teams, Helfer, Betreuer, Fans und Schiedsrichter. Der SWE Cup 2010 hat Lust auf mehr gemacht!

Gradmesser für die neue Saison – SWE-Cup 2010

SWE Volley Team (59)Bei der gestrigen Teamvorstellung des SWE Volley-Teams für die Saison 2010/2011 habe ich die Zielstellung mit einem Satz umschrieben: “Wir sind gekommen, um zu bleiben.”. Der Song von Wir sind Helden steht für unsere Damen in der 1. Volleyball-Bundesliga. Nach dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte sind unsere Mädels mit nur einem verlorenen Spiel souverän in die 1. Liga aufgestiegen. Im Gegensatz zum Erstliga-Abenteuer in der Saison 2003/2004 sind wir dieses Jahr aber zuversichtlich, auch dort bleiben zu können.
SWE Volley Team (76)
Cheftrainer am Steuer
Gestern ging es nach dem Pressetermin bei den Stadtwerken im Cabriobus der EVAG quer durch die Innenstadt, über den Anger und Fischmarkt zum Petersberg. Dort hatten die Fotografen genügend Zeit für die Mannschaftsbilder. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle vor allem an unsere Sponsoren – neue und alte Partner ermöglichten uns ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. Sieben Spielerinnen aus der Aufstiegsmannschaft und fünf Neuverpflichtungen trainieren schon seit vier Wochen gemeinsam für die Mission “Gekommen, um zu bleiben”. Acht unsere Spielerinnen haben bereits Erfahrungen in der 1. Liga gesammelt. Wie weit wir in der Teambildung sind werden wir am kommenden Wochenende erstmals erfahren. Als Veranstalter des SWE-Cups 2010 steht uns ein echter Gradmesser bevor. Unsere künftigen Mitbewerber in der 1. Liga VfB 91 Suhl, Köpenicker SC BerlinVT Aurubis Hamburg, SV Sinsheim, die 2. Liga-Teams Figthing Kangaroos Chemnitz, VV Grimma, SV Lohhof, DJK Augsburg-Hochzoll, Regionalligist SWE Volley-Team II und Volley Köniz aus der Schweiz werden in der Halle am Sportgymnasium zu Gast sein.
SWE Volley Team (68)
Unser Vorstand freut sich auf den SWE-Cup
Insbesondere das Spiel gegen Suhl wird sicher auf großes Interesse der Thüringer Fans stossen, schließlich ist es schon einige Zeit her, dass wir auf Augenhöhe gegeneinander angetreten sind. Die Spiele unserer Damen am Samstag finden um 10 Uhr gegen Chemnitz, 12.30 Uhr gegen Suhl, 13.45 Uhr gegen Köpenick und 16.15 Uhr gegen Lohhof statt. Neugierig sind die Erfurter Fans sicher auch auf unsere Ex-Trainer Jürgen Treppner (Köpenick) und Marek Buchholz (Suhl) sowie etliche ehemalige Erfurter Spielerinnen. Am Sonntag folgen die Platzierungsspiele und von 9 Uhr bis 15.30 Uhr noch einmal Volleyball der Spitzenklasse. Salve TV berichtete heute über die Teampräsentation im Journal (ab 6,30min).

Zurück aus Kroatien im politischen Tagesgeschäft

Kroatien 2010 (1)Die Sommerpause war in diesem Jahr für mich eine gute Gelegenheit Kräfte zu tanken. Zwei Wochen Prerow Camping bei bestem Wetter und noch eine Woche Kroatien-Männerurlaub, also eine lange Motorradtour entlang der Adriaküste. Gemeinsam mit einem Freund haben wir die wunderschöne Küste Kroatiens mitden Bikes abgefahren. Allerdings waren wir sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückreise froh die An- und Abfahrt mit dem Auto und Motorradanhänger organisiert zu haben. Zwei heftige Gewitter in den Alpen hätten uns den Spaß am Zweiradfahren schnell verdorben. Also 2.500 km mit dem Auto An- und Abreise und dazwischen 1.800 km mit den Motorrädern. Die Anreise ging über Salzburg, Jesenice und Ljubjana nach Rijeka. Von insgesamt zehn Besuchen in Kroatien in den letzten Jahren kenne ich Land und Leute ganz gut und so verbindet mich seit dem ersten Besuch 1997 (einem Hilfstransport der Jungen Union in ein Flüchtlingslager der Kosovo-Albaner) auch eine enge Freundschaft mit Alen Zupan, mit dem ich leidenschaftlich über Politik diskutieren kann. Bei ihm hatten wir das Auto und den Hänger abgestellt und dann von Nord nach Süd und zurück die Küste erkundet. Begonnen haben wir in Istrien ganz oben an der slowenischen Grenze eineTour Opatija, Pula, Rovinj, Porec und Rijeka, dann aufdie Insel Krk und nach derÜbernachtung in Istrien über Senj mit der Fähre aufdie Insel Pag. Der Zwischenstopp dort in Novalaja (Millionen junge Leute – Partystimmung den ganzen Tag) wurde genutzt zum Wasserski in der Adria. Eine große Seilanlage sorgt dort rund um die Uhr für sportliche Stimmung beim Partyvolk. Kroatien 2010 (29)In der Nähe des Wochenendhauses von Alen erkundeten wir Nin, die alte Königsstadt und natürlich Zadar, die wunderschöne Hafenstadt. Weiter ging es entlang der Küste nachVodice, Sibenik und Trogir. Am Abend erkundeten wirdie Altstadt von Split und am nächsten Morgen ginges erst mit den Bikes in die Berge. Bei Omis fuhren wir rund 15 km entlang der Cetina bis zum Startpunkt der Rafting-Tour. Am Nachmittag ging es weiter über Makarska, Ploce undNeum auf die Insel Peljesac. Bei einem Freundvon Karsten in Zuljani übernachteten wir die nächsten zwei Tage (eine Tauchschule mit Pensionsbetrieb, herrlich in einer Bucht gelegen). Der nächste Tag startete in Ston. Dort steht eine alte, fünf Kilometer lange Wehrmauer mit einer Burg, die einst das wertvolle gewonnene Meersalz schützte. Heute ist sie nach der chinesischen die längste Mauer, unsere deutsche Mauer steht ja zum Glück nicht mehr! Nächste Stationen waren Cavtat und der Grenzübergang nach Montenegro, den wirzwar passierten, aber nur kurz in Montenegro bleiben konnten (die Motorradpapiere lagen mit demGepäck im Zimmer in Zuljani. Der gesamte Nachmittag stand dann im Zeichen Dubrovniks. Natürlich mit Rundgang auf der Stadtmauer und Klippenbaden an der Stadtaußenmauer.
Kroatien 2010 (12)
In der Königsstadt Nin
Wie so oft auf der Tour waren wir froh, dass wir dank Motorrad nicht  nur schnell voran gekommen sind sonder auch bis in die Innenstadt konnten und schnell Parkmöglichkeiten fanden – für Autos sieht es da schlecht aus! Bosnien Herzogowina war die nächste Tagestour (mit Papieren). Auf dem Weg nach Mostar (neue Bikerfreundliche Schnellstraße) waren es 43 Grad. An der wieder neu aufgebauten Brück in Mostar badeten wir in derNeretva, trauten uns aber natürlich nicht den Brückensprung, der dort zum Gaudi der Zuschauer ein dutzend Mal täglich aus 25 Meter Höhe inszeniert wird. Die umliegenden Gesteinsbrocken mit 2m mussten für uns reichen 😉 Durch die atemberaubende Berglandschaft ging es zurück nach Kroatien bis Omis – wunderschöne Ausblicke rechts und links der Motorradpiste!
Kroatien 2010 (49)
Mit den Bikes in Mostar
Nach der Übernachtung in einer Strandpension bei Omis zögerten wir am nächsten Morgen dem Navi-Rat zu folgen und bei Split auf die Autobahn zu fahren – ein 4 km langer Waldbrand hüllte alles in dichte Rauchwolken. Mehrere Löschflugzeuge und Hubschrauber waren bereits im Einsatz. Nach einer Stadtbesichtigung in Split hatten sich aber die nach zwei Stunden verzogen und so gelangten wir zügig zurück nach Razanac kurz vor derInsel Pag. Zeitig genug füreinen halben Tag Strandurlaub, bevor die Bikes wieder auf den Hänger geschnallt wurden. 12 Stunden Rückfahrt überZagreb, Maribor und Graz endeten Montag früh in Erfurt. Eine tolle Tour – Kopf und Auspuff freigebrannt, viel gesehen und neue Ideen für die nächste Kroatien-Tour. Zahlreiche Tourbilder gibt es hier:

Mahnung und Gedenken an die Opfer – 13. August 1961

Gedenken im Jahr 1999 mit der Jungen Union
Gedenken im Jahr 1999 mit der Jungen Union...
Mit der Bedeutung des Datums 13. August können heute viele Menschen und insbesondere die unter 30-jährigen wenig anfangen. Auch deshalb, aber vor allem im Gedenken an die über 1.300 an der innerdeutschen Grenze ermordeten Menschen demonstrieren die Verteter der Jungen Union und der CDU auch in Erfurt und Thüringen seit 20 Jahren an diesem Tag. Heute wurde mir mal wieder klar warum dies immer noch wichtig ist! In den vergangenen Jahren erinnerten wir mit zwei 16 Meter langen Transparenten gemeinsam mit der JU Rheinland-Pfalz an Autobahnbrücken an der innerdeutschen Grenze an die Opfer. In Erfurt und Weimar standen bei unserer Aktion am 13. August mehrmals Orginalmauersegmente zur Mahnung und 1992 haben wir auch einmal die PDS-Landesgeschäftstelle in Erfurt symbolisch zugemauert.
13. August (13)
und 2010 auf dem Fischmarkt in Erfurt
In diesem Jahr haben wir mit unserer Kreisvorsitzenden Marion Walsmann und der Stasiunterlagenbeauftragten Hildigund Neubert auf dem Erfurter Fischmarkt eine Mahrwache gehalten. Zunächst habe ich mich gefreut, dass die Medien den 13. August immer noch für wichtig halten. Ein großer Thüringer privater Radiosender begann mit einer Meldung dazu heute die Nachrichtensendung. Sehr geärgert hat mich dann aber der Text der Meldung “In zahlreichen Orten auch in Thüringen und Berlin finden heute Gedenkfeiern zum 13. August statt… Fast 5.000 Menschen gelang es die Grenze zu überwinden… zahlreiche Menschen kamen an der Grenze zu Tode.”. Ob man von einer Gedenk”feier” reden sollte, ist Geschmackssache – ich meine Mahnwachen sind sprachlich angebrachter. Nicht die 5.000 Menschen, denen es glücklicherweise gelang Mauer und Stacheldraht zu überwinden, sollten wir in den Mittelpunkt an diesem Tag rücken, sondern die mehreren 10.000 die bei “Fluchtversuchen” verhaftet, verurteilt und in Stasiknäste gesteckt wurden. Vor allem aber sind nicht zahlreiche Menschen “zu Tode” gekommen, sondern sie wurden ermordet. Sie wurden Opfer von Selbstschussanlagen, Minen und einem brutalen Grenzregime. Gerade bei der Mahnung und dem Gedenken an einem solchen Tag sollte auf klare Formulierungen geachtet werden – dies sind wir den Opfern schuldig!

Alles Gute zum Geburtstag der Jungen Union Thüringen!

JU Geburtstag (6)
Gunnar Wolf, Christoph Bender, Michael Panse und Ute Karger waren als erste vier Vorsitzende in Verantwortung
Fünfzig Prozent Politik – fünfzig Prozent Spaß, so war immer das Motto der Jungen Union Thüringen. Gestern Abend war es 100 Prozent Party! Auch wenn der offizielle 20. Geburtstag der JU Thüringen erst am 1. Sptember ist, wurde gestern im Erfurter Kressepark bereits kräftig gefeiert. 150 JUler von einst und heute waren da. Einige unserer Mitstreiter aus den Anfangsjahren sind heute schon fünfzig Jahre als und auch ich musste aus Altersgründen die JU schon vor neun Jahren verlassen. Aber die letzten 20 Jahre mit und fast zehn Jahre auch für die Junge Union haben mich geprägt und so habe ich mich getsern vor allem über das Wiedersehen mit der Gründergeneration gefreut. Sechs Vorgänger unseres heutigen Vorsitzenden waren gekommen, die drei weiteren waren leider terminlich verhindert. Gunnar Wolf (1990-1991), Christoph Bender (1991-1993) und Ute Karger (1995-1999) waren die drei Vorsitzenden vor und nach mir (1993-1995). Mit ihnen und Georg v. Witzleben (1999-2001) verbinde ich zahllose JU-Geschichten, die in meinem privaten Fotoarchiv mit insgesammt 5.500 Fotos festgehalten sind. Meine aktive JU-Zeit begann im März 1991 durch Vermittlung von Frank Marini mit der Wahl als Kreisvorsitzender in Erfurt.
JU Geburtstag (1)
Bernhard Vogel
Geradezu “todesmutig” forderte die JU Thüringen Ende 1991 (mit damals nur knapp 200 Mitgliedern in ganz Thüringen) den Rücktritt des CDU-Ministerpräsidenten Josef Duchac. Wir sind damals parteiintern lange verprügelt worden, weil ich die dazugehörige Pressemitteilung über das Fax des CDU-Landesverbandes (natürlich mit der CDU-Absendkennung) verschickt hatten. Es landete auch auf dem Tisch des CDU-Generalsekretärs Volker Rühe. Glück hatten wir aber, dass unsere Forderung nach einem Nachfolger mit dem Namen Bernhard Vogel (nachzulesen in der Welt vom 5.12.1991 und auch in einem Interview mit mir der Jungen Welt vom gleichen Tag) zwei Monate später Realität wurde. Bernhard Vogel war es auch der forthin in Konfliktsituationen schützend die Hand über die JU hielt und folglich gestern Abend auch die Festrede hielt. Konflikte gab  es weiter, aber wir standen zu unseren Postionen. Die Demonstrationen gegen Li Peng und Chatami in Weimar, der Streit um die Aufnahme von Ex-SED-Mitgliedern in die CDU, Forderungen nach einem Ehrenamtsgesetz und einem Staatssekretär für Jugendfragen und auch der Kampf um Kommunal- und Landtagsmandate gehörten dazu. 1995 war ich schließlich ein Jahr lang Bundesgeschäftsführer der JU in Bonn und bis heute habe ich viele Ost-West-JU-Freundschaften aus dieser Zeit. Insbesondere die Rheinland-Pfälzer und Unterfranken haben uns über Jahre gestützt. Gemeinsame Aktionen zum Gedenken an die Maueropfer, gegen Stasikader und gemeinsam geschlagene Wahlkämpfe bleiben in Erinnerung. Die internationale Arbeit wurde in den ersten zehn JU-Jahren ganz groß geschrieben. Politische Bildungsreisen nach Israel (drei Mal), Jordanien, Kroatien, Zypern, Griechenland, Italien, Kanada, Albanien, Irland, Großbritanien, Spanien, Brüssel, Straßbourg und immer wieder Bonn und Berlin führten uns weit aus Thüringen und erweiterten den politischen Horizont. Rock gegen Gewalt in Ohrdruf gab es jährlich, 1994 waren in Ohrdruf die “Helden” der NDW-Zeit Markus, Fräulein Menke und Peter Schilling beim JU-Konzert. Mehrmals stellte die JU Thüringen die jüngsten Delegierten zur Bundesversammlung. Die JUniversity wurde in Oberhof gestartet und es gibt sie heute noch.
JU Geburtstag (24)
JU Geburtstagstorte mit dem CDU-General Mario Voigt und dem Fraktionsvorsitzenden Mike Mohring
1999 endete mit meiner Wahl in den Landtag die aktive JU-Zeit. Mein Arbeitsvertrag als JU-Landesgeschäftsführer ruht seit dem, und wird wohl auch nicht mehr aktiviert 😉 werden. Der Abschied der aktiven JU-Zeit war für mich der Deutschlandtag der JU in Weimar 1999. Als Freund und Fördermitglied der JU bin ich allen Nachfolgern im Amt bis heute verbunden. Auf der JU-Bühne erhielten wir gestern ein JU-Bild mit einer Collage der Fotos aus 20 Jahren JU. Noch viel aufgearbeitet werden kann mit den Zeitungen der JU. Alle Ausgaben der JU-Aktuell von 1991 bis 1999, alle Pressemitteilungen und zahllose Pressespiegel finden sich noch im “Panse-Archiv”. Viele der Mitstreiter aus JU Tagen sind heute in Verantwortung, Minister, Bundes- und Landtagsabgeordnete in kommunalen Mandaten und in Wirtschaft und Verwaltung. Und viele der heute aktiven JU-ler werden es in wenigen Jahren sein. Alles Gute auf dem Weg dorthin! Der Weg ist richtig, geht ihn weiter. Die JU mit knapp 2000 Mitgliedern ist die viert-mitgliederstärkste politische Organisation in Thüringen und der stärkste JU-Verband im Osten. Nur ein kleiner Wermutstropfen war gestern Abend, dass viele der Alt-JU-ler nicht gefunden wurden. Wir “ganz Alten” Ute, Gunnar, Christoph und ich werden die Sache in die Hand nehmen und ein Revival-Treffen für die ersten fünf Landesvorstände organisieren.

20 Jahre Partnerschaft JU Thüringen und JU Rheinland-Pfalz

JU Rheinland-Pfalz in Erfurt
JU Rheinland-Pfalz in Erfurt
Seit Beginn meines Engagements bei der Jungen Union Thüringen (nun schon seit Februar 1991) haben mich freundschaftliche und politische Kontakte zur JU in Mainz und Rheinland-Pfalz begleitet. Gleich nach der Wende haben sich Markus Kilb, als Kreisvorsitzender der JU Mainz, und Stefan Schwarz, als Landesvorsitzender, für die Partnerschaft mit Thüringen und Erfurt engagiert. Viele andere sind hinzugekommen. Die 20jährige Geschichte der Jungen Union Thüringen, die wir in der kommenden Woche feiern, ist daher auch die Geschichte einer Partnerschaft der Jungen Union. Mich hat es deshalb heute besonders gefreut, dass eine Gruppe der Jungen Union Rheinland-Pfalz auf der Durchreise nach Polen einen Stopp in Erfurt einlegte und wir uns über alte und neue politische Geschichten austauschen konnten.
Mahnwache am 13. August 1999 mit den Landesvorsitzenden Georg v. Witzleben und Rolf Staab
Mahnwache am 13. August 1999 mit den Landesvorsitzenden Georg v. Witzleben und Rolf Staab
Viele gemeinsame Aktionen: Karneval in Mainz, gemeinsame Fahrten nach Israel und Jordanien, gemeinsame Seminare und Aktionen zum 17. Juni und 13. August prägten die Jahre und die Partnerschaft. Bei den Deutschlandtagen u.a. in Trier 1991, Koblenz und später auch in Weimar wurden die guten Verbindungen genutzt. Dazu beigetragen hat auch unser “gemeinsamer” Ministerpräsident Dr. Berhard Vogel, der sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Thüringen zu den treuen Freunden und Helfern der Jungen Union gehörte. Sein Wechsel nach Thüringen im Februar 1992 hat sich als Glücksfall erwiesen und in Rheinland-Pfalz denken viele noch immer wehmütig an seine Amtszeit zurück. In der kommenden Woche wird er die Festrede bei der 20-Jahr-Feier der JU halten.
Im Gespräch mit JU Landesvorstandsmitglied Johannes Steiniger
JU Landesvorstandsmitglied Johannes Steiniger
Während die offizielle Städtepartnerschaft zwischen Erfurt und Mainz, die bereits vor der Wende geschlossen wurde, leider nicht durchgängig mit Leben erfüllt war, war die Partnerschaft der Jungen Union und der CDU immer weit oben auf der Tagesordnung beider Kreisverbände. Es hat Spaß mir gemacht daran heute anzuknüpfen. Die JU Rheinland-Pfalz ist heute Abend unter Leitung ihres Landesvorstandmitglieds Johannes Steiniger und der Kreisvorsitzenden der JU Mainz-Bingen Stephanie Marx sicher gut in Polen angekommen und wird in den nächsten Tagen Auschwitz und am Freitag auch Görlitz besuchen. In der Mitte auf dieser Reisestrecke von Mainz nach Polen liegt die Partnerstadt Erfurt und die Partnerregion Thüringen – ein guter Grund für einen Zwischstopp. Im Herbst werden wir gemeinsam 20 Jahre gelebte Deutsche Einheit feiern!

Einmal Prerow – immer Prerow!

Regenbogencamp Prerow
Regenbogencamp Prerow
Rechtzeitig vor Beginn der großen Sommerhitze ging es in diesem Jahr in den Urlaub für zwei Wochen an die Ostsee. Das Tagebuch ruhte in der Zeit auch, politisch ist aber einiges passiert was sich aufzuarbeiten lohnt. Auf dem wohl größten, zumindest schönsten, Campingplatz der Ostseeküste habe ich schon vor 43 Jahren mit meinen Eltern und meinem Zwillingsbruder meinen 1. Geburtstag gefeiert. Auch damals war der Slogan wohl schon “Einmal Prerow – immer Prerow!”. Allerdings war es zu DDR-Zeiten noch schwieriger dort einen Campingplatz zu bekommen. Im Regenbogencamp war ich nun schon zum fünften Mal und wie für mich als Kind, ist es auch für meinen Sohn heute das schönste den ganzen Tag im Sand am Meer zu sein. Mitten in den Dünen hatten wir unser Zelt stehen (noch ein Steilwandzelt-Vorwendeprodukt) und in diesem Jahr hat das Wetter die ganze Zeit gepasst. Public Viewing ging auch im Zentrum auf der “Sandbank” und die schwarz-rot-goldenen Fahne wehte neben der Thüringenfahne die ganze Zeit an der Zeltspitze. Zum Glück gab es an der Ostsee nicht solche linksradikalen Dumpfbacken wie in Erfurt die durch die Stadt zogen und reihenweise Fahnen von Autos abgebrochen haben! Die Diskussion ob man sich zu unseren Nationalfarben bekennen darf und soll, geht nun schon einige Wochen. Insbesondere die Linken haben damit immer noch ein Problem – zum Glück stehen sie damit allein, wie die schwarz-rot-goldene Begeisterungswelle belegt. Leider hat es zum 4. Titel nicht gereicht. Also dann 2014 in Brasilien auf ein Neues!
prerow-12
Das SWE Volley-Team ist immer dabei...
Von Prerow aus haben wir die strandfreie Zeit auch zu Touren auf die Insel Rügen genutzt. Über die neue Rügenbrücke geht es nun recht zügig auf die Insel. Was haben wir da früher an Zeit am Rügendamm zugebracht, wenn es nach Göhren oder Dranske Nonnewitz ging! Gleiches gilt für die Fahrt nach Hiddensee. Mit meinen Eltern fiel einmal eine Geburtstagstour nach Hiddensee aus, weil es keine Plätze auf den wenigen regelmäßig verkehrenden Schiffen der Weißen Flotte gab. Das haben wir jetzt nachgeholt. Allerdings ist die Kehrseite der Medaille, dass Hiddensee in der Saison jetzt heftig überlaufen ist. Zur Begeisterung der Grünen gibt es dort immernoch keine Autos. Wenn ich mir aber deren aktuelle Pressemitteilungen in Erfurt ansehe, würden sie wohl auch die Fährschiffe durch Ruder- und Segelboote ersetzen! Nicht nur auf Hiddensee habe ich darauf geachtet nicht den “Farbfilm zu vergessen”. Die zahlreichen Urlaubsbilder müssen aber erst noch sortiert werden und finden sich dann auf der Homepage wieder. Zwei Wochen Ostsee sind eigentlich viel zu kurz, ich beneide meinen Volleyball-Vizepräsidenten Heiko Brabetz, der mit seiner Familie grundsätzlich jeden Sommer drei Wochen in Prerow ist. Auch in diesem Sommer waren die Beachanlagen am Strand gut genutzt. Neben Beate Brabetz war auch Jana Illiger vom SWE Volley-Team in Prerow und so war das Volleyball-Thema 1. Liga auch dort immer dabei. Inzwischen haben wir die Saisonplanung abgeschlossen. Fünf Neuverpflichtungen und sieben unserer Erstligaaufsteigerinnen werden das neue SWE Volley-Team bilden. Trainingsauftakt ist am 9. August. Alle Spielerinnenverträge sind unter Dach und Fach, jetzt müssen wir noch kräftig die Sponsorentrommel rühren! Aber dafür ist ja nun auch hier vor Ort wieder Zeit. Ende August will ich noch einmal eine Woche mit dem Motorrad nach Kroatien, aber da wird es gar nicht so leicht das Zeitfenster zu finden, denn die Kommunalpolitik geht schon wieder los. In Erfurt geht es jetzt schon an die Haushaltsplanung 2011. Der Kitabedarfsplan und die Umsetzung des KitaG stehen in der Kritik und es bleibt dank Bayern auch das alte Reizthema Nichtraucherschutz erhalten. Da bin ich dann ausnahmsweise ganz nah bei den Grünen und den Freien Wählern. Mal sehen was wir da nach der Sommerpause zusammen machen können!

Glückwunsch an den neuen Bundespräsidenten Christian Wulff

Christian Wulff im Wahlkampf auf der Bühne am Anger
Christian Wulff im Wahlkampf auf der Bühne am Anger
Er hat es geschafft. Im dritten Wahlgang wurde Christian Wulff zum neuen Bundespräsidenten gewählt. 625 Wahlfrauen und Wahlmänner gaben ihm ihre Stimme und damit hatte er am Ende des Tages die absolute Mehrheit der Stimmen. Die Linken hatten zum Schluß nichts mehr, Stimmenthaltungen als politische Positionierung, keine Kandidatin mehr im dritten Wahlgang und auch noch schlechte Verlierer auf ihrer Seite. Kandidatin Luc Jochimsen konnte oder wollte die Nationalhymne nicht mitsingen. Zu Schwarz-Rot-Gold hatte sie zuvor schon ein zwiespältiges Verhältnis. Wäre sie dennoch Bundespräsidentin geworden wäre wohl die Flagge am Dienstwagen durch ein rotes Banner ersetzt worden, der Mercedes-Stern eventuell durch einen Sowjetstern und beim Stadtsbesuch in Chile hätte sie wohl um politisches Asyl in der Nähe von Margot ersucht. Joachim Gauck war ein guter Mitbewerber um das Präsidentenamt, er hat Respekt über alle Parteigrenzen verdient. Seine klaren Aussagen zur Linkspartei sollten denjenigen, die ihn als Kandidaten nominiert haben zu denken geben. Für Christian Wulff freue ich mich und wünsche ihm eine glückliche Hand für seine Amtszeit. Im Juli 2009 stand er gemeinsam mit mir auf der Bühne auf dem Erfurter Anger zum Wahlkampf. Seine sympathische und gewinnende Art wird ihm auch bei seiner Amtsführung helfen.

Wein in Erfurt – das 18. Erfurter Weinfest “wirft seine Prozente voraus”

Das waren nur die zu testenden Rotweine...
Das waren nur die zu testenden Rotweine...
Seit 1993 gibt es in Erfurt ein jährliches Weinfest, welches in diesem Jahr nun schon zum 18. Mal stattfindet. Zwar gibt es derzeit nur zwei kleinere Weinanbauorte in der Landeshauptstadt auf dem Petersberg und am Roten Berg, auf dem Gelände des Zooparks, aber Erfurt kann an eine alte Weintradition anknüpfen. Bereits 1121 wurde der Wein in Erfurt erstmals schriftlich erwähnt. Damals wurde die Besteuerung des Weins vom Stadtrat festgelegt. Immerhin war damals die Weinsteuer der wichtigste Teil der städtischen Einnahmen. Heute sind wir davon natürlich weit entfernt und so konnten die Vertreter aller Stadtratsfraktionen gestern Abend ganz entspannt an die Vorbereitung des Weinfestes gehen.
... und das Zwischenergebnis
... und das Zwischenergebnis
Eine wichtige Aufgabe hatten wir in einer Jury zusammen mit einigen Weinprofis zu lösen – die Wahl zur Weinfestempfehlung 2010 bei Rot- und Weißweinen. Insgesamt 39 vorab eingesandte Weine von 13 Winzern aus sieben Anbaugebieten waren zu beurteilen. Mit der Vor- und der Hauptrunde bedeutete dies 54 Weinproben für jeden von uns. Wir haben uns aber am Ende, entgegen sonstiger politischer Streitthemen fraktionsübergreifend geeinigt. Der Siegerwein ist: …. Nein, natürlich darf ich den jetzt noch nicht verraten. Zum Weinfest vom 12. bis 15 August 2010 wird er zu probieren sein und sich mit den platzierten Weinen in einem Weinpass wieder finden. Mal sehen, ob er mir dann immer noch genauso gut schmeckt 😉