Was lange währt wird endlich gut – Fanprojekt im Stadtrat beschlossen

Stadtrat
Auch nach der Stadtratssizung wurde weiter diskutiert
Bereits seit letzten September diskutieren wir im Erfurter Stadtrat über die Etablierung des Fan-Projekts bei einem freien Träger. Schon damals waren wir in der Nachspielzeit und man konnte dennoch den Eindruck gewinnen, die Verwaltung spielte noch weiter auf Zeit. Nachdem der Stadtrat aber bereits im letzten Jahr nachdrücklich und fraktionsübergreifend das Fanprojekt forderte, könnte nun eine 10jährige Debatte ein erfolgreiches Ende finden. Seit 1993 gibt es das “Nationale Konzept Sport und Sicherheit”, welches Fanprojekte bei allen Profifußballvereinen anregte. Der DFB bezahlt bei den von der Koordinierungsstelle anerkannten Fanprojekten rund ein Drittel der Kosten. Ein weiteres Drittel steuert das Land bei (in Jena schon seit vielen Jahren) und den dritten Teil finanzieren in der Regel die Kommunen oder Spenden/Beiträge. In Erfurt gab es aber jahrelang tausende Gründe warum dies nicht ging. Erst fand sich kein Geld, dann kein Träger, dann keine Sozialarbeiter – das Spiel ging so über Jahre und es fiel kein “spielentscheidendes Tor” dabei. Nach dem Beschluss vom September, in dem wir die Verwaltung aufforderten notfalls selbst als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe einzusteigen, gab es doch noch Bewegung. Zwei Träger bewarben sich und Perspektiv e.V. erhielt heute den Zuschlag. Wenn es nach der Verwaltung und der SPD-Fraktion gegangen wäre, allerdings nur unter dem Haushaltsvorbehalt. Diese Passage wurde aber aus dem Antrag gestrichen, weil die SPD mit ihrer Ablehnung stimmenmäßig allein blieb.
Steigerwaldstadion
Steigerwaldstadion
Das Fanprojekt soll künftig im Stadion des FC Rot-Weiß, im Umfeld des Stadions und bei der Begleitung der Fans bei den Auswärtsspielen gewaltpräventiv wirken, mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Fans arbeiten und Öffentlichkeitsarbeit leisten. Zur Finanzierung werden in diesem Jahr auch die 10.000 Euro der”Clemens-Fritz-Stiftung” beitragen, sowie die nunmehr avisierte Summe von 20.000 Euro der Stadt in diese Haushaltsjahr und rund 40.000 Euro in den folgenden Jahren. Jährlich soll über die Arbeit des Fanprojektes im Jugendhilfeausschuss und dem Ausschuß für Bildung und Sport berichtet werden.Letzteres allerdings nicht mit dem Schwerpunkt “Gewaltdeeskalation” wie es die Grünen in einem Änderungsantrag forderten, sonder mit dem Schwerpunkt “Gewaltprävention”, wie wir es anregten. Was zunächst nachWortklauberei klingt, hat einen berechtigten Hintergrund. Im Online-Handbuch zum SGB VIII kann man nachlesen, was Fanprojekte leisten können, aber auch was sie nicht leisten können. Dort steht, und auch dies müssen wir im Blick behalten: “Notwendig ist eine klare Grenzziehung gegenüber übertriebenen Erwartungen von außen”. Fanprojekte leisten Jugendsozialarbeit, aber sie sind nicht der Reparaturbetrieb des Jugendamtes und auch nicht der verlängerte Arm der Polizei und Ordnungskräfte in die Fußballszene. Im Erfurter Stadtrat haben wir uns dafür ausgesprochen, dass das oftmals in der sogenannten “dritten Halbzeit” freigesetzte Freude- oder Frustpotential sich immer noch im Rahmen des sportlichen Fairplay bewegt.

Die LEG gestaltet Thüringen und das Erfurter Brühl

LEG (3)Unsere heutige Fraktionssitzung fand bei der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) statt. Seit 1992 steht die 100prozentige Landestochtergesellschaft für den Auf- und Ausbau des Wirtschaftstandortes Thüringen. Die beiden Geschäftsführer Andreas Krey und Frank Krätzschmar erläuterten uns im Gespräch aber auch die sich in den Jahren sehr veränderte Aufgabenstellung. In den Anfangsjahren drehte sich alles um die Vermarktung alter Industriestandorte und verlassener Liegenschaften (von den alten Kasernen bis zu Wohnkomplexen. Heute geht es im Leistungkatalog der LEG vorrangig um die Werbung für Wirtschaftsansiedlungen. Fast 400 erfolgreiche Ansiedlungsprojekte belegen den Erfolg. Mit dem Unternehmensfachkräfte Service UFaS wirbt die LEG, dass ein Teil der rund 120 bis 130.000 Wochenauspendler aus Thüringen zukünftig im Freistaat Perspektiven finden und die Unternehmen ihre Fachkräfte im Land. Dazu beitragen soll auch das Projekt “Kinderbetreuung24” bei dem Eltern und Unternehmen über Betreuungsmöglichkeiten informiert werden. LEG (2)Bei der heutigen Gesprächsrunde habe ich mich auch über Informationen zur Weiterentwicklung des Brühls in Erfurt gefreut. Die LEG hat insbesondere im Umfeld ihres eigenen Standorts viel geleistet. Der ehemalige Industriestandort hinter dem Dom hat sein Gesicht sehr verändert. Unterhalb des Petersbergs steht unser Theater, das Grand-Hotel und ein modernes-historisches Wohngebiet. Im alten Martinskloster habe ich schon seit fünf Jahren mein Zuhause. Aktuell werden letzte Baulücken im Brühl geschlossen und das alte Heizwerk baulich gesichert. Im letzten Stadtrat haben wir dazu gerade eine Änderung des B-Plans beschlossen.

Perlen der Landtstraße

Bikertreffen (16)Bereits das 12. thüringenweite Bikertreffen fand am Samstag, dem 1. Mai 2010 auf dem Erfurter Domplatz, als Auftakt zu einer Tour nach Bad Blankenburg statt. Rund 1000 Biker aus Thüringen und den angrenzenden Bundesländern hatten sich totz Nieselregen auf dem Domplatz versammelt. Das Bikertreffen startete mit einem ökumenischen Gottesdienst. Der Bikerpfarrer, selbst mit einer TS 250 angereist (hatte ich von 1986 auch), segnte die Biker, mahnte zu Freundlichkeit und Umsicht und rief den Biker zu “Ihr seid die Perlen der Landtstraße!”. Mit den blankgeputzten Bikes und den runden Kugeln auf dem Kopf erinnerten gemeinsame Bikertouren ihn an Perlenketten.
Bikertreffen (26)
Biker-Gottesdienst
 Zahlreiche Schönheiten der Landstraße und Oldies gab es zu bewundern. Viel Liebe, Zeit und Geld steckt in dem aufwändigen Hobby. Auch so ist zu erklären, dass manche Biker nun schon etwas in die Jahre gekommen sind. Auch meine Honda NTV ist inzwischen schon 16 Jahre alt… Oberbürgermeister Andreas Bausewein verabschiedete die Tourteilnehmer und zahlreiche Polizeimotorräder begleiteten die Biker aus der Stadt. Mit meinem Sohn Jonas bin die Hälfte der Strecke mit gefahren. Dann mussten wir aber bereits wieder umkehren, weil noch weitere Termine in Erfurt anstanden. Im nächsten Jahr werden wir aber die ganze Strecke mit fahren. Zahlreiche Bilder der diesjährigen Tour gibt es hier: Bikertreffen (1)

Erinnerungen an meine Berufsschulzeit aufgefrischt

Europaschule (12)
Dieter L. Koch mit dem Schulleiter Herrn Prescher
Nun ist es schon 25 Jahre her, dass ich während meiner Lehre als Kfz-Elektriker die Erfurter Berufsschule Rudolf-Diesel besucht habe. Heute morgen musste ich daran denken, als ich zur Verleihung des Titels “Europaschule”an meine “alte” Schule gefahren bin. In den letzten Jahren hatte ich öfters Besuchergruppen der zukünftigen Kfz-Mechatroniker im Landtag zu Gast oder war selbst an der Schule zu Diskussionsrunden. Gelich nach der wende nahm die Schule Kontakt nach Frankreich auf und heute gibt es Partnerschaften mit Lowetsch (Bulgarien), Italien, Großbritannien, Spanien und Polen. Zum dritten Mal errang die Schule mit ihrem Engagement den Titel “Europaschule” und darf ihn nun dauerhaft tragen.
Europaschule (8)
MdB Antje Tillmann und MdEP Dieter Koch
 Zur heutigen Festveranstaltung waren auch die Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann und der Europaabgeordnete Dieter L. Koch gekommen, die die Schule bei zahlreichen Projekten unterstützt haben. Neben dem Programm der Schüler hat mir besonders gefallen, dass ich sogar Lehrer aus meiner Berufsschulzeit wieder getroffen habe. Mein ehemaliger Klassenlehrer Herr Koch war leider krank, aber mit meinem damaligen Lehrer für Elektrotechnik Herrn Bräuer konnte ich Erinnerungen auffrischen. Immerhin hat er mich vor 23 Jahren motiviert mich um ein Studium als Diplomingenieurpädagoge für Elektrotechnik an der TU Dresden zu bewerben.
Europaschule (13)
Mit meinem damaligen Elektrotechnik-Lehrer Herrn Bräuer
Elektrotechnik war mein Lieblingsfach und da ich aus einer Lehrerfamilie komme… Die Studienzulassung habe ich erhalten, aber 1988 kurz vor dem geplanten Studienbeginn wurde sie mir wieder aberkannt. Offizielle Begründung, ich sein gesellschaftspolitisch nicht geeignet für ein Pädagogik-Studium. Der eigentliche Grund war, dass ich mich geweigert habe drei Jahre NVA-Wehrdienst zu leisten. An meine alte Schule fahre ich trotzdem immer wieder gerne, erst recht wenn ich dort erleben kann welche Chancen heute junge Auszubildende dort haben. Heute lernen dort ganz selbstverständlich auch junge Menschen die aus Rußland, der Türkei, Pakistan und Albanien stammen und unsere Schüler fahren zu Austauschprogrammen quer durch Europa. Unsere einzige Auslandserfahrung hatten wir zur Klassenabschlußfahrt 1985 mit unserem Klassenlehrer Herrn Koch nach Chomutov (Tschechien). Lang ist es her…

Tag des Baumes in Erfurt

Bürgerwald Erfurt (23)
Voll in Aktion!
Der Volksmund sagt es gäbe drei Dinge die man(n) tun sollte: Haus bauen, Sohn zeugen und einen Baum pflanzen. Wenn es weiter nichts  ist, liege ich gut im Rennen 😉 Mein Haus ist fertig (wenngleich ich daran nur an der Innengestaltung Anteil habe), Söhne habe ich gleich drei tolle Jungs und Bäume schon viele gepflanzt (unter anderem vor der Terrasse meines Hauses und in Israel). Zum heutigen “Tag des Baumes” ist wieder ein Baum mehr hinzu gekommen. Mit meinem jüngsten Sohn war ich im neuen “Bürgerpark Ringelberg”. Wie unser Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Finanzministerin Marion Walsmann und viele andere Erfurterinnen und Erfurter haben wir einen Baum gepflanzt. Auf Anregung des CDU-Ortsverbandes “Am Ringelberg” und der CDU-Stadtratsfraktion sollen in dem Bürgerpark am Ende über 1.600 Bäume gepflanzt sein. Ahorn, Esche und Vogelkirsche sind vorgesehen.
Bürgerwald Erfurt (51)
...und wenn ich mal groß bin werde ich auch Oberbürgermeister!
Mit Unterstützung der Stadtverwaltung und der Noxus Deutschland wurden heute die ersten Bäume hinter dem Mies-van-der-Rohe-Weg gesetzt. Mein Sohn war jedenfalls begeistert bei der Baumpflanzaktion dabei, mal sehen wer schneller wächst! Der gestrige Samstag war dafür mehr nach dem Geschmack meines mittleren Sprösslings. Beim Autofrühling wollte er in etlichen Autos probesitzen und vor allem die Kletterwand ausprobieren. Am Abend ging es für nun leider sehr lange Zeit zum letzten Mal auf Volleyballtour. Zum Erstligaspiel unserer künftigen Mitbewerberinnen in der Volleyball-Bundesliga VfB 91 gegen Köpenicker SC fuhren wir noch einmal in die Wolfsgrube. Da ich nach langer Zeit mal wieder mit der großen Fotoausrüstung anreiste, kam der Verdacht auf, ich könnte auf Scout-Mission und zur Beobachtung von Spielerinnen da sein.
Suhl - Köpenick (31)
Spielerinnen im Visier
Aber es war schlichtweg nur Volleyballbegeisterung. Leider war die Zuschauerkulisse zum letzten Heimspiel der Saison so ganz anders wie beim vorletzten Spiel gegen Dresden. lediglich 400 Zuschauer waren gekommen. In beiden Teams hofften ehemalige Trainer des SWE Volley-Teams auf ein erfolgreiches Spiel.
Suhl - Köpenick (60)
...und noch ein Spielbeobachter des 2. Ligameisters
In Suhl ist Marek Buchholz als Co-Trainer aktiv, der unsere Damen vor sieben Jahren in die 1. Liga führte und in Köpenick hat Jürgen Treppner die Fäden in der Hand. Er coachte vor zwei Jahren noch das SWE Volley-Team. 3:1 siegte am Ende Suhl. Mit meinem Präsidentenkollegen Wolfgang Wehner habe ich nach dem Spiel noch über die Idee einer inoffiziellen Thüringen-Meisterschaft im Herbst gesprochen. Schließlich startet die 1.-Liga-Saison wegen der Volleyball-Weltmeisterschaft erst Ende November. Wir spielen genau in sieben Monaten am 24.11. das erste Heimspiel gegen Allgäu Team Sondhofen. Also genug Zeit um vorher in dem Modus “Best of five” in Erfurt und Suhl die Fans auf die Punktspielderbys einzustimmen…  Bis dahin gibt es viel zu tun, auch die Verpflichtung neuer Spielerinnen und die Vertragsgestaltung mit unseren Erfolgsdamen, damit wir in der nächsten Saison Suhl und Köpenick als schlagkräftige Gegener gegenüber treten. Mehr Fotos vom “Tages des Baumes” und dem Volleyballspiel VfB 91 Suhl – Köpenicker SC hier.
Suhl - Köpenick (82)
Wir kommen wieder...

 

Kampf den Hundehaufen

Stadtwirtschaft
Aktion der Stadtwirtschaft
Bei der heutigen Aufsichtsratssitzung der SWE Stadtwirtschaft wurde noch einmal die Aktion “Mach´s mit Tüte” vorgestellt. Eine freundliche Aktion, die Hundebesitzer an ihre Pflichten gemäß Stadtordnung erinnert. Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass keine Hundehaufen auf Grünflächen, Gehwegen oder gar Spielplätzen liegen bleiben. In verschiedenen Parkanlagen, insbesondere dem Nordpark, sieht man aber, dass die von der Stadtwirtschaft bereitgestellten Tüten nur selten genutzt werden. Je größer die Hunde werden, desto geringer ist die beobachtete Bereitschaft der Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Polizei die manchmal ihren Hunden sehr ähnlich sehenden Besitzer direkt anzusprechen und die fälligen 50 Euro Ordnungsgeld zu verhängen. Bei Falschparker-Knöllchen ist die Konfrontationsgefahr geringer 😉 Zum Teil werden aber auch gemeinsame Streifen von Ordnungsamt und Polizei organisiert, oder die Ordnungsamtsmitarbeiter mit Pfefferspray ausgerüstet. In Erfurt leben rund 10.000 Hunde, die täglich rund 20.000 Hundehaufen produzieren… Da gibt es einiges zu tun! Neben den Hundehaufen widmet sich die Stadtwirtschaft aber auch einer weiteren Unsitte, den tausenden Kaugummis in der Innenstadt. Hingegen wurde die Diskussion um den Winterdienst angesichts der sommerlichen Temperaturen in den Hochsommer vertagt – gemäß dem Motto aus dem Kopf – aus dem Sinn!

Aktenzeichen Kita-Plätze in Erfurt ungelöst…

Noch im Bau befindlich die Kita in der Espachstraße
Noch im Bau befindliche Kita in der Espachstraße
Bei der jüngsten Sitzung des Erfurter Jugendhilfeausschusses drehte es sich mal wieder um das Platzangebot in Erfurter Kindertageseinrichtungen bzw. das Nichtplatzangebot. Ausgehend von meiner Stadtratsanfrage zur Verfügbarkeit von Krippen- und Tagespflegeplätzen erläuterte der Jugendamtsleiter noch einmal wo die Engpässe sind. Viele ursprünglich geplante Krippenplätze fehlen noch, weil es Bauverzögerungen gab. Tagespflegemütter betreuen aus persönlichen und finanziellen Gründen weniger Kinder als vom Amt geplant. Beides hat aber vor allem damit zu tun, dass bereits im vergangenen Jahr zu knapp kalkuliert wurde. Erschreckt hat mich aber die Ankündigung der Beigeordneten Tamara Thierbach (Linke), dass sich mit Beschlussfassung des neuen Kita-Gesetzes durch den Landtag die Situation in Erfurt noch schwieriger gestalten wird. Der per Gesetz ab August vorgesehene Betreuungs-Rechtsanspruch für Kinder ab einem Jahr wurde in den letzten Jahren zwar von SPD und Linken gerade auch im Stadtrat vehement eingefordert und das Kita-Volksbegehren gerade auch aus diesem Punkt massiv unterstützt, aber geplant wurde völlig anders. Die Stadtverwaltung und die Verwaltungsspitze sind augenscheinlich nicht darauf eingerichtet gewesen, dass dieser Rechtsanspruch tatsächlich kommen würde. Leidtragende sind die Eltern, die mit Übergangsfristen vertröstet werden. Das Land wird in der kommenden Woche das neue Kita-Gesetz beschließen. Die Mehrkosten werden komplett vom Land erstattet, aber wann in Erfurt tatsächlich der zu erwartende Mehrbedarf erfüllt wird ist völlig unklar. Das Angebot des Jugendamtsleiters, man werde sich um jeden individuellen Fall kümmern – Zitat: “hier und dort findet sich noch ein Plätzchen” kann nicht darüber hinwegtäuschen das in diesem Fachbereich des Jugendamtes eine Mangelverwaltung stattfindet. Es gibt dringenden Handlungsbedarf. Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Kita-Card verschleiert nur den Blick auf das wesentliche Problem: Es gibt gerade für Kinder unter drei Jahren in Erfurt zu wenig Plätze. Die Eltern haben einen gesetzlichen Rechtsanspruch gegenüber der Stadt Erfurt. Daran müssen sich die Sozialbeigeordnete und der Jugendamtsleiter messen lassen! Nachfolgend die schriftliche Stellungsnahme der Verwaltung, die Anlage/Tabelle mit der Einzelbelegung können sie per E-mail erhalten:

Jugendamt, 9. März 2010

Festlegung aus der Sitzung des Stadtrates zum TOP 7.1.1 – Drucksache 0448/10

– hier: Thematik der Kindertagesbetreuung Drucksache 0481/10 – öffentlich

Die Verwaltung wird beauftragt, eine Auflistung über die tatsächlich freien Plätze, die den Eltern in Kinderkrippen oder Tagespflegepersonen zum Stichtag 01.04. 2010 zur Verfügung stehen, zu erstellen. Aus dieser Liste soll zudem hervorgehen, in welchen Einrichtungen diese Plätze frei sind.

In der Stadt Erfurt sind zzt. 54 Tagespflegepersonen tätig. Zum Stichtag 01.04.2010 werden voraussichtlich 200 Plätze in Anspruch genommen.

Gegenwärtig sind in der Stadt sechs Kinderkrippen vorhanden. Sie verfügen entsprechend der Bedarfsplanung für den Zeitraum 2009/2010 über insgesamt 312 Plätze, von denen zum Stichtag 01.04.2010 voraussichtlich 298 Plätze in Anspruch genommen werden.

In den altersgemischten Gruppen und in den Kleinkindgruppen in Tageseinrichtungen für Kinder stehen tatsächlich 201 Plätze zur Verfügung.

Zum Stichtag 01.04.2010 werden voraussichtlich 192 Plätze in Anspruch genommen.

Noch nicht belegt sind 9 Plätze.

Aus der beigefügten Anlage können die Details zu den Einrichtungen bzw. Angeboten entnommen werden.

Es muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass sich die tatsächliche Inanspruchnahme der Einrichtungen bzw. Tagespflegepersonen täglich ändern kann.

gez. Winklmann

Amtsleiter

Anlage

Besuch beim Pflegeheimprojekt “Andreashof”

Seniorenzentrum
Fast fertig ist der Andreashof
In der Andreasstraße in Erfurt werden beginnend ab dem 17 . Mai 96 Erfurterinnen und Erfurter ein neues Zuhause finden. Kurz vor der Eröffnung des Seniorenzentrums “Andreashof” besichtigten wir als CDU Ortsverband “Am Petersberg” heute gemeinsam mit der Projektleiterin Claudia Rühlemann die zukünftige Heimstätte der Pflegeheimbewohner. Die Diakoniestiftung Weimar-Lobenstein verwirklicht gemeinsam mit Partnern dort ein generationsübergreifendes Projekt. Auch eine Kita und ein Wohnprojekt für ältere behinderte Menschen des CJD findet auf dem Gelände an der Andreasstrasse Platz, wo derzeit noch die Bagger ihr Werk tun. Wesentlich weiter ist der Baufortschritt schon in dem mehrstöckigen Gebäude des Pflegeheims zu besichtigen. Das vorgesehene Wohngruppenkonzept wird nahezu komplett mit Einzelzimmern und einigen Wohnbereichen für Ehepaare umgesetzt werden.
Seniorenzentrum (23)
Mit Heidrun Schönfeld und Claudia Rühlemann
Ein spezielles Konzept für demenzerkrankte Menschen reicht über die familienstrukturähnlichen Wohngruppen bis hin zu besonderen Beleuchtungssystemen und der Gestaltung des Außenbereichs. Über die Anforderungen an moderne Pflege und Demenz im Alter diskutierten wir im Anschluss mit Heidrun Schönfeld, Leiterin der Diakonischen Pflegeeinrichtung in Waltershausen. In Waltershausen habe ich in der Einrichtung von Frau Schönfeld vor einigen Jahren ein viertägiges Pflege-Praktikum (Pfleger Michael) gemacht und so fanden wir zahlreiche Anknüpfungspunkte im Gespräch. Glücklicherweise steigt die Zahl der Menschen die immer älter werden. Während vor 20 Jahren der Bundespräsident noch 90 Jährigen zum Geburtstag gratulieren konnte, sind heute 100 Jährige keine Seltenheit mehr, allein in Frau Schönfelds Einrichtung sind es drei. Aber damit steigen auch die Anforderungen an moderne Pflege. Neben der Finanzierungsfrage wird die Personalsituation in den nächsten Jahren stärker in den Blickpunkt rücken. Schon jetzt sind Pflegefachkräfte knapp. Für künftige Pflegeheimbewohner und ihre Angehörigen ist es wichtig sich frühzeitig über die verschiedenen Pflegeformen und Angebote zu informieren. Mich hat deshalb das große Interesse an unserer heutigen Veranstaltung gefreut. Am Freitag wird in Erfurt das Richtfest einer weiteren Pflegeeinrichtung gefeiert. In der Theo-Neubauer-Straße werde ich mich bei “Azurit” informieren. Die offizielle Einweihung im Pflegeheim Andreashof wird mit einem Stadtteilfest am 28. Mai gefeiert.

Seniorenzentrum (7) 

Israel-Tag in Erfurt

DIG (11)
Wolfgang Nossen und Andreas Bausewein
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft veranstaltete gestern auf dem Fischmarkt einen Israel-Tag, um gemeinsam mit den Erfurterinnen und Erfurtern den 62. Unabhängigkeitstag des Staates Israel zu feiern. Oberbürgermeister Andreas Bausewein und der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Wolfgang Nossen schnitten gemeinsam einen großen Geburtstagskuchen mit der Flagge des Staates Israel an. Die Deutsch-Israelische-Gesellschaft, bei der ich seit vielen Jahren Mitglied bin, hat diesen Tag mit vielen Partnern gut vorbereitet und ein breites Angebot zusammengestellt.
DIG (35)
Das Bekenntnis zu Israel an meinem Hemdkragen
Neben israelischem Wein und Datteln, Musik und Tanz gab es vor allem viel Informationen über Israel. Material um Anregungen für Reisen nach Israel zu finden gab es in Hülle und Fülle und jeder der schon in Israel war, verspürrte Sehnsucht, wieder dorthin zu fahren. Für Kinder wurde das Projekt der Kinderstadtführungen zu den Orten mittelalterlicher jüdischer Geschichte in Erfurt vorgestellt und es gab Raum für viele gute Gespräche. Sehr angenehm überrascht war ich über die sehr gute Resonanz und das große Interesse am Israel-Tag.
Yad Vashem
Yad Vashem
Von meinen zehn Israel-Reisen gibt es unzählige Fotos auf meiner Homepage und bei Flickr. Einige dieser Bilder habe ich auf die Homepage der Israelischen Botschaft in Berlin gestellt. Dort wurde zum Unabhängigkeitstag zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Unter den fünf Gewinnern war ich mit dem nebenstehenden Bild aus Yad Vashem. Auf der Facebook-Seite der Botschaft sind inzwischen unzählige Fotos mit tollen Impressionen aus Israel eingegangen. Diese Bilder vermitteln einen sehr guten Querschnitt durch das Land und von den dort lebenden Menschen. Alles Gute zum Unabhängigkeitstag Israels! Mehr Fotos vom Israel-Tag in Erfurt sind hier.

Besuch des Seniorenzentrums „Andreashof“

Diskussion zur modernen Pflege

Der CDU Ortsverband „Am Petersberg“ und die Senioren Union Erfurt laden interessierte Erfurterinnen und Erfurter zu einer Besichtigung des neuentstehenden Seniorenzentrums „Andreashof“ ein. In der Andreasstraße steht das neue Seniorenzentrum kurz vor der Fertigstellung und bevor die ersten Bewohner einziehen kann gemeinsam mit der Projektleiterin Claudia Rühlemann ein Blick hinter die Kulissen geworfen werden.

Treffpunkt dazu ist am

Mittwoch, dem 21. April um 18.00 Uhr am Seniorenzentrum (Eingang Große Ackerhofgasse).

Der CDU Ortsverbandsvorsitzende und Stadtrat Michael Panse ist zufrieden, dass damit ein weiterer Mosaikstein der modernen und vielfältigen Pflegelandschaft in Erfurt hinzugefügt wird und zugleich ein langjähriger städtebaulicher Mißstand in der Andreasstraße beseitigt wird. Insbesondere Pflegeplätze im Innenstadtbereich werden nach seiner Auffassung von älteren Menschen und Angehörigen immer stärker nachgefragt, weil sie so Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mit moderner Pflege verbinden können.

Auf dem Gelände entsteht darüber hinaus noch eine Kindertageseinrichtung und verschiedene Formen des altersgerechten und betreuten Wohnens. Die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein, als Träger dieser Einrichtungen hat ein Konzept entwickt hierbei viele Synergieffekte zu nutzen. Dieses interessante Konzept soll im Anschluß mit Frau Rühlemann in der Gaststätte „Andreasturm“ diskutiert werden. Heidrun Schönfeld, Leiterin der Diskonischen Pflegeeinrichtung in Waltershausen wird dabei über „Anforderungen an die moderne Pflege und Demenz im Alter“ sprechen und mit dem Publikum diskutieren.