Zehn “Mila Superstars” beim SWE Volley-Team!

Meister2
Unsere Meisterinnen
Seit zehn Jahren engagiere ich mich nun im Vorstand des SWE Volley-Teams und davon die letzten sieben Jahre als Vereinspräsident. Gestern Abend haben wir nach dem letzten Heimspiel der Saison 2009/2010 den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte gefeiert. Um der großen Party viel Raum zu geben, legten unsere Mädels los wie die Feuerwehr und hatten nach 70 Minuten (inklusive 10 Minuten Satzpause) eine klares 3:0 gegen die Zweite Mannschaft von Lohhof vor 590 Zuschauern erspielt. Der Meistertitel der 2. Volleyball-Bundesliga und der Aufstieg in die 1. Liga ist der verdiente Lohn für eine tolle Saison. 23 Siege, lediglich eine Niederlage als Bilanz der 1. Damenmannschaft, der Regionalmeistertitel für die 2. Mannschaft und zahlreiche Erfolge für unsere Nachwuchteams (heute erst die Qualifikation der U18-Mädels für die Deutsche Meisterschaft), sind eine tolle Ausbeute. Danke Elena, Jana, Sabine, Karolin, Annika, Christel, Beate, Juliane, Fritzi und Saskia! Ihr seid alle zusammmen und jede für sich Mila Superstar, ein Klasse-Team, welche mit einem Klasse-Trainer Heiko Herzberg und einem Klasse Co-Trainer Grzegorz Bienkowski uns die ganze Saison Freude gemacht habt und nun zu Recht ganz oben steht!
Meister1
Elena war schon vor sieben Jahren unsere Nummer 1
Vor sieben Jahren sind wir bereits einmal in die 1. Liga aufgestiegen, damals aber als 2. Liga-Vize. Aus dem damalige Team sind heute noch Beate Brabetz und Elena Messer dabei. Bei der Trikotversteigerung nach dem Spiel (Stoff der Meisterinnen) wollte ich deshalb auch ein ein Trikot von Beate oder Elena ersteigern, weil sie meine ganze Präsidentenzeit als Spielerin begleitet haben und hoffentlich auch beide im nächsten Jahr wieder das SWE-Trikot für uns überziehen. Beate ihr Trikot ging nach einer langen “Bieterschlacht” letztlich an Beates Ehemann Heiko (für 150 Euro!!!). Elenas Trikot habe ich mir aber ebenso gesichert wie den Meisterschaftsball mit den Unterschriften aller Spielerinnen 😉 Oberbürgermeister Andreas Bausewein, der mit Wolfgang Söllner, Vize der DVL, die Siegerehrung gestaltete, war sichtlich begeistert und kündigte unter dem Applaus der Zuschauer noch einmal die neue Halle im Rieth für die übernächste Saison an. Beim Tippspiel hatte er zudem auch das richtige Ergebnis auf Lager (im dritten Satz 26:11 für uns). Den Gewinn spendete er für unsere Nachwuchsarbeit. Vielen Dank dafür! Wir wollen die neue Halle mit einem 1. Bundesligaspiel eröffnen – also das klare Ziel heißt für die 1. Liga “Wir sind gekommen, um zu bleiben!”. Allen 10 Spielerinnen haben wir ein Angebot für die 1. Liga gemacht, allerdings werden wir uns auch mit mindestens vier Spielerinnen verstärken müssen, denn in Oberhaus wird bis zu acht Mal je Woche trainiert und es gibt bis zu drei Spiele je Woche. Unser erstes Heimspiel wird am 24. November 2010 sein.
Meister3
Wir wollen die Raupe sehen...
Danke an alle Fans, Sponsoren und Helfer des SWE Volley-Teams – Ihr ermöglicht die guten Rahmenbedingungen! Vielen herzlichen Dank aber auch an meine Vorstandkollegen, wir haben uns die Entscheidung für den Aufstieg nicht leicht gemacht und nur mit einer gesicherten Finanzplanung die Lizenz beantragt.  Die Arbeit geht jetzt noch einmal richtig los, Sponsorengewinnung, Verträge gestalten, Spielerinnen sichten und verpflichten – ich freu mich darauf! Mehr Fotos vom Spiel und der Feier hier.

Salve TV mit Sendestart aus Erfurt

Start des Salve-Ballons
Start des Salve-Ballons
Heute Mittag ging Salve TV als lokales Fernsehen in Erfurt auf Sendung. Beim Sendestart in den ehemaligen Räumen der Telekom in der Hauptpost waren zahlreiche Gäste dabei. Die Oberbürgermeister von Erfurt, Weimar und Apolda starteten gemeinsam mit der Geschäftsführerin Judith Noll den Sendeballon im Treppenhaus. In Mittelthüringen ist Salve TV im Kabelnetz, thüringenweit in einem Netzwerk und weltweit im Internet zu empfangen. Handyempfang ist bereits jetzt möglich. Künftig soll das Programm auch Digital und über Satellit (ASTRA) zu empfangen sein.
Sendepult von Salve TV
Sendepult von Salve TV
  In der lokalen Erfurter Medienlandschaft klaffte seit dem Ende des Sendebetriebs von Erfurt TV eine Lücke, die nun wieder geschlossen wird. Neben der Kommunalpolitik steht die Berichterstattung über kulturelle Ereignisse in der Region im Zentrum der Berichterstattung. Was mich aber besonders freut ist, dass künftig auch Erfurter Sportereignisse häufiger in bewegten Bildern in den Blickpunkt der Sportfans gerückt werden und sie sich nicht nur mit der Fußballregionalliga bei “Sport im Osten” im MDR begnügen müssen.
Trotz 20 kg Gewichtverlust noch politisches Schwergewicht OB Bausewein
Trotz 20 kg Gewichtverlust noch politisches Schwergewicht OB Bausewein
Bereits am Samstag Abend wird Salve TV vom Meisterschaftsfinale unserer Damen vom SWE Volley-Team berichten. Und ich hoffe natürlich sehr, dass wir bei den Heimspielen in der 1. Volleyball-Bundesliga Salve TV ab November zu unseren Stammgästen zählen können. Erstmals seit seinem Bandscheibenvorfall habe ich heute bei Salve TV auch unseren OB Andreas Bausewein wieder getroffen. 20 kg leichter ist er jetzt – er war kaum wieder zu erkennen 😉 Am Samstag wird er die Siegerehrung unseres SWE-Meisterteams vornehmen.

Ehrenamtspreis 2010

Jubiläum: 10. Verleihung des Ehrenamtspreises der CDU Erfurt

„In diesem Jahr freuen wir uns über ein schönes Jubiläum. Wir werden zum 10. Mal den Ehrenamtspreis verleihen. Damit wollen wir ein Zeichen setzen, welche Wertschätzung und Aufmerksamkeit wir couragierten Mitmenschen zuteilwerden lassen“, sagt die Vorsitzende der CDU Erfurt Marion Walsmann.

„Viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen, Institutionen, Kirchgemeinden oder Nachbarschaftshilfen. Durchschnittlich widmen sie mehr als 5 Stunden wöchentlich ihrer Freizeit dem Ehrenamt.

Ehrenamt bedeutet persönliches Engagement und eine Zeitspende für ein lebenswertes und gutes Miteinander. Diese Vielfalt und Intensität ist bewundernswert für das Zusammenleben in unserer Stadt“, so Marion Walsmann.

Deshalb möchte die CDU Erfurt freiwillig aktiven Menschen danken sowie Beispiele für Engagement vorstellen. Zugleich ist diese öffentliche Würdigung ein politisches Bekenntnis zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Wir suchen den Dialog mit allen, die in dieser Form ihren Beitrag für unsere freiheitliche Gesellschaft leisten. Dies entspricht unserer christlich-demokratischen Idee einer Bürgergesellschaft.

Wir bitten um Mithilfe, wer aus Ihrer Familie, Ihrem Verein oder Bekannten- und Freundeskreis für den Ehrenamtspreis in Frage kommt.

Senden Sie Ihre Vorschläge: bis zum 10. Mai, in den Kategorien Soziales, Kultur und Sport, an die Geschäftsstelle der CDU Erfurt, Wenigemarkt 17, 99084 Erfurt, Tel. oder Fax 0361 6442644 oder an info@cdu-erfurt.de

Weitere Informationen und das Formular unter: http://www.cdu-erfurt.de/download?dir=surftip&file=antrag_ehrenamtspreis_2010.pdf

Hey das geht ab, wir feier(te)n die ganze Nacht…

Sechseinhalb Stunden Fahrt ins Allgäu zum letzten Auswärtsspiel des SWE Volley-Teams in der 2. Volleyball-Bundesliga standen auf dem Wochenendprogramm, als es Samstag Vormittag an der Thüringenhalle los ging. Im Teambus waren 20 der treuesten Fans mit dabei und mit ihnen die Hoffnung, auf einen erfolgreichen Abschluß der “Operation Meisterschaft”.
Der "Ärztefanblock" des SWE Volley-Teams
Der "Ärzte-Fanblock" des SWE Volley-Teams bei der Operation Meisterschaft
Unser Edelfan Andy hatte die Idee zu einer coolen Choreographie und so mischten wir die Halle in Mauerstetten mit Trommelklängen und in OP-Ärzteausstattung schon vor dem Spiel kräftig auf. Die 400 Fans in Mauerstetten und vor allem unser Team nahm dies freudig auf.  Schon nach dem zweiten erfolgreichen Satz brandete auf der Erfurter Fan-Tribüne zusätzlicher Jubel auf. Via Internet-Live-Ticker verbreitete sich bei uns die Nachricht, dass Grimma in Saarbrücken zu diesem Zeitpunkt bereits o:1 zurück lag und damit uns der Meistertitel selbst bei einer Niederlage nicht mehr zu nehmen war. Aber eine Niederlage stand gar nicht zur Diskussion für unsere Damen!
Operation Meisterschaft (27)
Operation gelungen!
Ausgelassene Stimmung, Trommelwirbel nahezu das ganze Spiel. Selbst das Gummihuhn der Black Dragons kam bei einer Schiedrichter(fehl)entscheidung zum Einsatz. Aber dies nahm der Hühnerdieb gelassen. Unsere Mädels fuhren am Ende einen klaren 3:0 Sieg ein. Mauerstetten hielt allerdings gut dagegen und beendete die Saison im Mittelfeld. Ob und wann wir wieder gegeneinander spielen werden ist aber unklar. Wir wollen und werden in der nächsten Saison in der 1. Liga antreten und Mauerstetten hat aus finanziellen Gründen noch keine Entscheidung getroffen, ob die Lizenz für die 2. Liga beantragt wird. Anerkennung für das was in den letzten Jahren im Allgäu für den Volleyballsport geleistet wurde! Unsere Heimfahrt wurde zu einer einzigen Party-Tour: “Hey das geht ab, wir feiern die ganze Nacht” war das Motto der fröhlichen Party im Bus mit zahlreichen Tanz- und Gesangseinlagen von Mannschaft, Trainer und Fans. In zwei Fastfood-Restaurants entlang der Strecke standen wir kurz vor einer Lokalsperre… 😉
Operation Meisterschaft (78)
Party im Bus
Bei der Ankunft um 5 Uhr Morgens in Erfurt hatten wir alle zwar wenig Schlaf, aber dafür viel Stimmung getankt. Vielen Dank an unseren Busfahrer, der dies aushalten musste! Aber er ist auch unser Glücksbringer – mit ihm haben wir kein einziges Auswärtsspiel verloren. Am kommenden Samstag soll die Party nun in die zweite Runde gehen. Nach dem hoffentlich ebenfalls erfolgreichen letzten Spiel gegen Lohhof II ( dann hätten wir die Bilanz von 23 Siegen, bei nur einer Niederlage) wollen wir den größten Vereinserfolg groß feiern: Meisterschaft der 2. Bundesliga, Aufstieg in die 1. Bundesliga und zusätzlich Regionalligameister! Nach der Siegerehrung durch Oberbürgermeister Andreas Bausewein werden unter anderem die Trikots unserer Meisterinnen versteigert. Der Stoff in dem die (Volleyball-)Träume sind… 😉
Operation Meisterschaft (72)
Meistertrainer Heiko Herzberg
Im Internet finden sich zahlreiche Zeitungsartikel, einen Fernsehbericht des MDR (dank Kamerakind Thomas), Radiointerviews und natürlich Bilder vom Spiel und aus dem Partybus. Ein riesengroßes Dankeschön an unsere Mädels und unseren Meistertrainer Heiko Herzberg für eine Spitzensaison! Ich freue mich darauf, dass wir den Weg gemeinsam in die 1. Bundesliga gehen werden. Der Vorstand steht in der Pflicht, die wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen abzusichern. Wir machen dies gerne für euch, weil ihr uns Spitzensport zurück gebt. Am Samstag feiern wir noch einmal mit euch gemeinsam ein Volleyballfest!
Operation Meisterschaft (33)
Jubel in der Halle und anschließend im Bus

 

Schnelles Ende der Hausbesetzung – Abenteuerwochenende abgeschlossen

Hausbesetzung
Hausbesetzung in der Regierungsstraße
Nahezu jedes Wochenende und oft auch in der Woche hat die Polizei in Erfurt Großeinsätze. In schöner Regelmäßigkeit muss sie sich um Rechtsextremisten, gewaltbereite Fußballfans, den Prozeß um die Bandidos, Linksextremisten und die Hausbesetzer kümmern. Die Fußballspiele RWE gegen Jena und Aue sind gerade vorbei und die angekündigte Demonstration von Rechtsextremisten am 1. Mai wirft bereits ihre braunen Schatten voraus. Dazwischen hat sich an diesem Wochenende mal wieder die Hausbesetzerszene gemeldet. Um an die Räumung des Geländes “Topf & Söhne” vor einem Jahr zu erinnern und “ihr Recht” auf ein eigenes Haus und selbstverwaltetes Jugendzentrum einzufordern, wurde mit gewerkschaftlicher und linksjugendlicher Unterstützung eine Mobilisierungswoche ausgerufen.  Veranstaltungen im Red-Roxx, Filler, Musikevents von Szenebands und Demonstrationen bilden den Rahmen um mal wieder mit öffentlichkeitswirksamen Hausbesetzungen die Stimmung auf zu heizen. Diverse Internetseiten schürrten schon mal die Stimmung gegen den “Bullenstaat”. Der Aufruf “Bildet Banden!” ist bei denen dabei noch fast moderat! Nachdem 17 junge “Damen und Herren” eine alte Villa an der orthopädischen Klinik in der Regierungstraße besetzt hatten, stolz ihre Transpis aus dem Fenster hängten und sich rund 100 Unterstützer vor dem Haus versammelten, ging das Gejammer über die Polizei im Internet schon los. Nach Medienberichten hatten rund 80 Polizeibeamte die Kreuzung abgeriegelt – auf der Homepage der Besetzer konnte man nachlesen: “16:05 Uhr: Bullen haben Leute auf die andere Straßenseite geprügelt weil diese den Leuten im Haus Verpflegung geben wollten”. – also das Cattering klappte schon mal nicht! Entsprechend zugemüllt sah dann die ganze Gegend heute noch aus. Vermüllung war aber auch schon eines der Themen im besetzten Haus. Nach 19 Uhr waren dann offensichtlich die Formalitäten mit der Eigentümergemeinschaft des Hauses soweit geklärt, dass die Polizei dem Treiben ein Ende setzte und das “Abenteuercamp” für dieses Wochenende beendete. Da aber auf den einschlägigen Internetseiten Übernachtungsmöglichkeiten für zugereiste Hausbesetzer-Sympathisanten für die ganze Woche gesucht und angeboten wurden, kann man davon ausgehen, dass nicht alle zu Vati und Mutti nach Hause geschickt wurden und die Polizeibeamten in der kommenden Woche wohl noch etwas zu tun haben. Einen Verein, als eine der von der Stadt immer geforderten Voraussetzungen für eigene Räumlichkeiten, wollen die mehr oder weniger jugendlichen Besetzer, bzw. Haus- und Wohnungslosen übrigens immer noch nicht bilden. Ich bin mal sehr neugierig, wie die Gespräche mit der Stadt am Tisch des Oberbürgermeisters und der Bürgermeisterin nun weitergehen sollen. Bevor es diesmal aber wieder wie vor einem Jahr Klagen gibt, verzichte ich auf eigene unverpixelte Fotos der “Freiheitskämpfer” sondern verweise lediglich auf die Bilder und die Berichterstattung auf der Homepage der Thüringer Allgemeinen.

April, April!

Ein Plakat extra für den 1. April
Ein Plakat extra für den 1. April...
Eine ganze Menge mehr oder weniger gute Aprilscherze gab es heute zu vermelden. Hier in Berlin eröffnete unter anderem schon am Morgen das RBB den Reigen und meldete unter Bezug auf das Postministeriums, dort würde ab 1. Juni eine E-mail-Abgabe von 1 Cent pro Mail geplant und in Form einer Flatrate abgerechnet. Der NDR zog nach, interviewte die Verbraucherschützer und im Netz schlug dies in diversen Diskussionforen schon erhebliche Wellen. Erst im Laufe des Tages stellte sich heraus, dass es eine Aprilscherz-Initiative von 57 Radiosendern in Deutschland war. Allerdings war ich heute auch Bestandteil einer Aprilscherz-Aktion und dies obwohl ich gar nicht in Erfurt war 😉 Der linke Erfurter Infoladen Sabotnik und die Internetplattform Indymedia vermeldeten, ich sei zur Hausbesetzerszene übergelaufen und würde mich ab sofort für ein selbstverwaltetes Jugendzentrum in der Landeshauptstadt einsetzen. Dazu hatten sie auch ein passendes Bild – nur das Wetter passte nicht zum Bild. Bei strahlendem Sonnenschein stand ich kurzärmlig mit Ute Karger, ehemals wie ich Landesvorsitzende der Jungen Union Thüringen, auf dem Erfurter Anger mit einem Transparent mit der Aufschrift “HÄNDE HOCH HAUS HER”.
JU-Plakat
... und ein stets aktuelles Plakat der JU
Entstanden ist dieses Bild im Original im letzten August, als wir am Rand des Besuchs von Gregor Gysi ein altes JU-Plakat reaktivierten. Das Hausbesetzerthema bleibt in Erfurt sicher auch nach dem 2. April aktuell, aber an meiner Meinung dazu hat sich gestern und heute nichts geändert und es wird sich auch morgen nichts ändern. Es gibt einige Rahmenbedingungen, die von den Besetzerinnen erfüllt werden müssten, um von der Stadt einen Mietvertrag für ein kommunales Gebäude zu bekommen. Das Besetzen von fremden Eigentum, Blokaden, Steinwürfe, Sachbeschädigungen und brennende Mülltonnen gehören allerdings nicht zu den Sachen die toleriert werden können. Zu einer inhaltlichen Diskussion bin ich nach wie vor bereit, alles Andere bleibt ein gut gemachter Aprilscherz!

Erfolgreiches Erfurter Sportwochenende

RWE-Sandhausen (7)
Im Steigerwaldstadion
Das hat sich gelohnt! Drei Heimspiele und drei Siege. Ich muss bei aller Sportbegeisterung lange im Gedächtnis suchen, bis ich einen dreifachen Sieg für Erfurter Mannschaften finde, bei denen ich an einem Wocheende live dabei war. Das liegt nicht daran, dass ich so selten den Weg ins Stadion, die Halle am Sportgymnasium und die Kartoffelhalle finde, sondern daran, dass meist ein Team die Bilanz verdarb. Den Auftakt machten Samstag Nachmittag die RWE-Kicker im Steigerwaldstadion. Nach der Trainerentlassung waren nur etwas mehr als 3000 Zuschauer im Stadion. Erfurt bemühte sich nach Kräften gegen Sandhausen, brauchte aber Glück. Trotz langem Überzahlspiel dauerte es bis zur letzten Sekunde bis Rockenbach einen Elfmeter zum umjubelten 1:0 verwandelte. Die Erwartungen an unser SWE Volley-Team waren von Anbeginn deutlich größer. Sie wurden ihnen auch gerecht und gewannen souverän mit 3:0 gegen Saarbrücken. Nun können die Mädels in zwei Wochen die Meisterschaft in Mauerstetten perfekt machen. Ich werde mitfahren, auch wenn die Reise bis fast nach Österreich geht 😉 
SWE Volley-Team - Saarbrücken (26)
Siegesjubel beim SWE Volley-Team
Nach dem Spiel fanden noch wichtige Gespräche mit möglichen Sponsoren im VIP-Raum statt. Morgen Mittag werde ich bei einem Pressegespräch die Medien informieren. Mit unseren Mädels habe ich heute Mittag schon den gestrigen Sieg mit einem Glas Sekt gefeiert und die Saison 2010/2011 vorbesprochen. Sie gehen jetzt eine Woche in die Osterferien und sollten die Entscheidung des Vorstands nicht aus den Medien erfahren.  Heute Abend schließlich flogen in der alten Kartoffelhalle zum letzten Mal die Pucks in der Eishockey-Regionallliga. Auch wenn sich in der Tabelle nichts mehr ändern konnte, waren über 800 Zuschauer gegen Tornado Niesky gekommen. Niesky stand bereits vor dem Spiel als Dritter fest und für die Black Dragons ging es um die Verteidigung des 4. Platzes. Niesky mit der Frauennational-Torhüterin Ivonne Schröder bekam von Anfang an den Druck zu spüren. Die Vorderleute aus Niesky ließen zudem ihre Torhüterin schnöde im Stich und verzettelten sich in viele Strafzeiten.  Nach dem 4:1 im ersten Drittel und beim 7:1 im zweiten Drittel kam ein neuer Torhüter und die Drachen nahmen den Druck etwas zurück. Am Ende feierten die Fans ein 9:2. Leider dauert es jetzt einige Monate bis im September wieder Eishockey in Erfurt zu sehen sein wird 🙁 Aber dieses Wochenende begeisterte sportlich in Erfurt alle Fans 😉

Doppelt verloren: Im Stadtrat 13:33 und im Steigerwaldstadion 0:3

Meine Dauerkarten für die Heimspiele des FC RWE hatte heute mein Sohn. Ich konnte nicht zum Thüringen-Derby RWE-FCC, weil zeitgleich der Erfurter Stadtrat tagte. Erfolgshoffnungen gab es für beide Veranstaltungen und am Ende in beiden Fällen deutliche Niederlagen.
Demo vor dem Rathaus...
Demo vor dem Rathaus...
Die 0:3 Niederlage im Steigerwaldstadion war spiegelbildlich die Wiederholung des Spiels in Jena. Kurz nach Anpfiff 0:1 und nach gut 50 Minuten alles gelaufen beim 0:3. In Jena konnte ich aber damals mit meinem Sohn über einen Erfurter Sieg jubeln… Na ja, Fußball ist viel, aber nicht alles. Um deutlich mehr ging es im Stadtrat. Vor dem Rathaus demonstrierten wieder viele Kinder und Jugendliche für den Erhalt der Jugendarbeit und im Ratssitzungsaal ging es heftig zur Sache bei der Beratung zum Jugendförderplan. 9 Personalstellen sollen gekürzt werden und mit dem Haushalt rund 450.000 Euro Personalkosten sowie 600.000 Euro bei den Fachleistungstunden der Hilfen zur Erziehung gekürzt werden. Dies ist alles andere als sachlich und fachlich vertretbar, wie es Jugendhilfeausschussvorsitzender Danny Möller (SPD) behauptete. Für unsere Fraktion habe ich in meiner Rede verdeutlicht, dass wir Investitionen in die Jugendarbeit als unverzichtbar ansehen. Danny Möller (SPD) und Susanne Hennig (Linke) bemühten sich den Bruch ihrer eigenen Wahlaussagen zu kaschieren. Andre Blechschmidt (Die Linke) versuchte das dann gar nicht mehr sondern redete tangential am Thema des Bruchs von Wahlversprechen vorbei mit der Aussage, man würde ja gerne, aber nur wenn andere (sprich das Land) es bezahlen. Matthias Phlack (Linke), Ortsteilbürgermeister am Wiesenhügel versuchte es wenigstens für seinen Jugendclub mit einem Aufstockungsantrag. Aber als dieser scheiterte stimmte er letztlich wie die ganze Linke, SPD, Grüne und überraschenderweise auch die FDP für die Einschnitte im Jugendbereich. 33:13 lautete das traurige Ergebnis für die Erfurter Jugend und die Erkenntnis: Wahlversprechen der Linken taugen nichts! Bei den Haushaltsberatungen werden wir sehr genau darauf achten wie sich dies fortsetzt. Beschlossen wurde erfreulicherweise die Vorplanung für die Sanierung der Mikwe (überrascht hat mich, dass die Grünen dagegen stimmten). Ob es den von den freien Wählern geforderten Kindergesundheitsbericht geben wird soll erst noch der Sozialausschuss diskutieren. Wir sind dafür und haben kein Verständnis dafür, dass dieser schon für 2009 angekündigt war und der Stadtrat nicht einmal darüber informiert wurden, warum er unter den Tisch der Verwaltung fiel.
...und im Rathaus startete die Stadtratssitzung
...und im Rathaus startete die Stadtratssitzung

Dringend benötigte Mittel zur Kita-Sanierung

Kita Diakonie (12)
Noch ist vom Neubau nur zu ahnen...
Gleich zwei Termine mit unserer Bürgermeisterin Tamara Thierbach machten heute deutlich wie dringend wir in die Kita-Infrastruktur in Erfurt investieren müssen. Am Mittag erhielt die Stadt Erfurt aus den Händen von Staatssekretär Prof. Roland Merten zwei Fördermittelbescheide für Kita-Neubauten. In der Großen Ackerhofgasse baut die Diakoniestiftung eine neue Kita für 96 Kinder, davon 24 für Kleinkinder. Schon seit einiger Zeit begleite ich dieses Projekt und habe mich darüber gefreut, dass nun relativ schnell ein Neubau möglich wird. 428.000 Euro steuert der Freistaat Thüringen bei, rund 2 Millionen muss die Stadt Erfurt in den Haushaltsjahren 2010/2011 noch dazupacken. Im Areal an der Andreasstraße wird sich nun vieles endlich zum Positiven ändern. Ein generationsübergreifendes Wohnprojekt, unter anderem mit dem Seniorenzentrum “Andreashof”, war schon seit Jahren geplant, die Diakoniestiftung setzt es jetzt um.
Kita Diakonie (2)
Fördermittel von Staatsekretär Prof. Merten
Auch der Geschäftsführer der Lebenshilfe Herr Kintscher konnte sich über 450.000 Euro Landesfördermittel freuen. Ich hoffe, der Ersatzneubau der Kita “Haus der fröhlichen Strolche” im Dahlbergsweg kann nun zügig beginnen. Bereits im letzten Jahr hätte es losgehen können bzw. sollen. Allerdings konnten die städtischen Ämter mit der Planung nicht mithalten. Gefreut habe ich mich dabei über das Wiedersehen mit Staatssekretär Prof. Roland Merten. In den letzten drei Jahren haben wir uns häufig bei Podiumsdiskussionen und Streitgesprächen zur Kitaförderung getroffen und ich habe dabei den fachliche Diskurs mit ihm durchaus geschätzt, trotz aller inhaltlichen Unterschiede zum Beispiel beim Landeserziehungsgeld. Wie dringend notwendig diese Neubauten sind diskutierten wir dann noch einmal im Hauptausschuss im Rathaus. In der letzten Stadtratssitzung hatte ich darum gebeten die Beantwortung meiner Stadtratsanfrage zur Belegungsituation in den Erfurter Kitas noch einmal dort zu diskutieren. Bei der heute erfolgten Auflistung freier Plätze kam heraus, dass es praktisch keine freien Plätze für Kleinkinder in Erfurt gibt. Die in den letzten beiden Stadtratssitzungen suggerierten 150 freien Plätze gibt es gar nicht. Der Bau von vier Kitas hat sich verzögert und auch die Plätze bei den Tagespflegemüttern können nicht im geplanten Umfang belegt werden. Künftig soll nun der Jugendhilfeausschuss vierteljährlich den Belegungstand erhalten und bei der neuen Kitaplanung werden wir genau auf eine bedarfsgerechte Planung achten.
Kita Diakonie (13)
Im Gespräch mit der Projekt-Leiterin des Seniorenzentrums Claudia Rühlemann

 

Erfurter Haushaltsentwurf 2010 vorgelegt

Schlechte Nachrichten aus dem Rathaus
Schlechte Nachrichten aus dem Rathaus
Seit gestern haben die Erfurter Stadträte den Verwaltungsvorschlag zum Haushalt 2010, den Haushaltsplan und das Haushaltskonsolidierungskonzept 2010 – 2013 vorliegen. Leider bis jetzt nur in Form eines dicken Aktenordners. Die angekündigte Daten CD verzögert sich noch, weil einige Einzelwirtschaftspläne noch fehlen. Die Papierfassung sorgt aber bereits für ausreichend Ernüchterung. Seit der vorläufigen Haushaltsführung diskutieren wir über den Jugendförderplan. In allen Beratungen mit dem Stadtjugendring und im Jugendhilfeausschuss gab sich die Verwaltung durchaus verständnisvoll auf der Suche nach einem Kompromiss. Der jetzt vorgelegte Finanzrahmen lässt davon nichts erkennen. 590.000 Euro sollen bei den Freien Trägern mit dem Jugendförderplan eingespart werden. 600.000 Euro sollen bei den Maßnahmen der Hilfen zur Erziehung/Fachleistungsstunden reduziert werden und 34.500 beim Maßnahmeplan Familie. In der Presse erläuterte Bürgermeisterin Tamara Thierbach dazu: “Haushalt 2010 tut allen weh – aber weniger als befürchtet”. Dies werden die Freien Träger der Jugendarbeit sicher ganz anders sehen. Ihre Bedenken und auch ein möglicher Kompromissvorschlag fanden bei der Stadtverwaltung zur Haushaltsaufstellung kein Gehör. Gleiches gilt für die freien Träger imKulturbereich. Folklore-Ensemble, Schotte, Imago, Kinoklub und Kunsthaus trifft es ebenso. Nun könnte man meinen, die Zeit wäre fürdie Verwaltungzu knapp um am Entwurf kurzfristige Änderungen vorzunehmen. Dies war sie zumindest in anderen Bereichen nicht. Die per Stadtratsantrag von den Linken in die Diskussion gebrachte Kulturtaxe bzw. Kulturförderabgabe wurde flugs ins Haushaltskonsolidierungpaket mit eingearbeitet. Natürlich auch bereits die per Stadtratsvorlage noch zur Abstimmung stehenden Vorlagen der Streichung des Essensgeldzuschusses für Schüler, Halbierung des Semesterzuschusses für Studenten und Anhebung derGewerbesteuer. Ausgaben fürdie Ganztagsschulbetreuung werden reduziert und auch die Schuljugendarbeit deutlich reduziert. Dies alles sind äußerst zweifelhafte Vorschläge für eine Stadtveraltung, die sich sonst gerne als Familien und kinderfreundlich rühmt undGanztagsschulprogramme vom Land fordert.   Im Fordern ist unser Oberbürgermeister sowieso schnell bei der Sache. Aktuell mal wieder mit einer Resolution gegenüber Land und Bund. Passend dazu wurde ab 2011 auch schon mal großzügig im Haushaltskonsolidierungskonzept mit Mehreinnahmen von 5 Millionen Euro aus einem Landeshauptstadtvertrag mitdemLand gerechnet. Insgesamt 93 Einzelmaßnahmen werden in dem Haushaltskonsolidierungskonzept aufgelistet. Was dabeifehlt ist eine Verwaltungsstrukturreform und dererkennbare Wille zu Personalreduzierungen in der Verwaltung. Stattdessen Gebührenerhöhungen, Erhöhungen von Verwaltungskosten und Kürzung von Zuschüssen, vornehmlich bei freien Trägern. Für den Jugendhilfebereich war in der heutigen Presse zu lesen machten die Kürzungen ja durchschnittlich “nur” 15 Prozent aus und “entscheiden werde darüber der Jugendhilfeausschuss”. Dies ist mehrfach falsch. Manche Träger wird es mit Beschluss dieses Haushalts praktisch gar nicht mehr geben und entscheiden kann der Jugendhilfeausschuss letztlich gar nicht fachlich begründet, weil der finanzielle Rahmen dafür zu klein ist. Es bleibt dabei für die CDU das Fazit: Die Verantwortung für die dramatischen Reduzierungen im Jugendhilfe-, Kultur- und Familienbereich trägt der OB Andreas Bausewein undseine in derzeit vertretende Stellvertreterin Tamara Thierbach. Wir werden dem vorgelegten Haushalt keine Zustimmung geben.