„Geist ist geil“ und danach Derby-Fieber

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Endstand: Jena Null - RWE 3
Einer alten Leidenschaft begegnete ich heute Vormittag wieder. Im Sparkassenfinanzzentrum habe ich ein Schachturnier kombiniert mit einem interaktiven Theaterprojekt für Kinder und Jugendliche eröffnet. Veranstalter war dabei Blau-Weiß Stadtilm. Da wurden Erinnerungen wach. Vor 34 Jahren habe ich in Stadtilm zum ersten Mal an einer Schach-Bezirksmeisterschaft teilgenommen. Heute spiele ich zwar nur noch gelegentlich Schach, freue mich aber immer wenn sich Kinder und Jugendliche für diesen Strategiesport begeistern. Parallel dazu wurde ein Theaterstück aufgeführt in das die Kids über die Schauspieler mit Anregungen eingreifen konnten. Klasse Idee! Zum Thüringen-Derby bin ich am Nachmittag nach Jena mit gemischten Gefühlen gefahren. Weder mein Sohn noch ich rechneten mit einem Sieg des RWE, dazu sprach die Papierform zu deutlich gegen uns. Mein Landtagskollege Reyk Seela hatte die Karten besorgt und gemeinsam hatten wir die Fans beider Lager vor dem Spiel zu einem fairen Umgang aufgefordert. Ob dies erfolgreich war, wird der morgige Polizeibericht zeigen.
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Kultusminister Bernward Müller, Reyk Seela, MdL und Michael Panse, MdL (v.l.)
Auf dem Feld hingegen ging es mit einem Feuerwerk los. Während die FCC-Fans noch diverse Pyrotechnik abbrannten, klingelte es im Kasten von Carsten Nulle schon. Nach gerade 40 Sekunden schockte Carsten Kammlott den Zeiss-Anhang. Auf dem Feld führte dies zu einer Partie mit vielen Fouls und Unterbrechungen. Kurz vor der Pause legte Tino Semmer nach und verdarb mit seinem 2:0 den Jenaern den Pausentee. Auch in der Pause gelang es Rene van Eck nicht seine Jungs besser einzustellen und folgerichtig klingelte es in der 54. Minute erneut – wieder Kammlott der ein klasse Spiel ablieferte. Vom Rest des Spiels bleiben noch die beiden Roten Karten in der 58. Minute für Erfurt und Jena, eine einzige FCC-Chance in der 71. Minute und einige gute Reflexe von Dirk Orlishausen. Zum Spielende konnten wir uns auf der Tribüne dann richtig freuen, viele Zeiss-Fans hatten schon den Heimweg angetreten. Morgen werden einige der Erfurter Derby-Helden auf der Bühne vor dem Anger 1 ab 17 Uhr stehen und danach auch noch Autogramme geben. Gesprächstoff gibt es nach dem Derby genug und die Stimmung wird sicher bestens sein.

Tanzhaus im Zentrum

Besuch im Tanzhaus
Bernhard Prodoehl und Michael Panse, MdL
Heute hatte ich Gelegenheit das Tanzhaus Erfurt am Juri-Gagarin-Ring 116, mitten im Zentrum der Stadt zu besuchen. Dort finden unter der Leitung von Bernhard Prodoehl und seinem Team verschiedenste Tanzkurse statt, an denen zur Zeit nahezu 400 Tanzbegeisterte teilnehmen. Bernhard Prodoehl areitete mit den Größten der Deutschen Unterhaltungsbranche wie Xavier Naidoo, Rea Garvey, Michael Mittermeier, Den Ärzten und vielen anderen. Er wurde als Stepptänzer auch bei der Trommelshow von Tympanus Forte in der Thüringenhalle im letzten Jahr gefeiert. Neben den angenehmen Räumlichkeiten stellte mir Herr Prodoehl auch das Workshopprogramm des diesjährigen Sommertanzprojekts vor. Das internationale Sommertanzprojekt findet vom 25. Juli -31. August statt und bietet u.a. Kurse in Hip Hop, Modern Dance, Stepptanz, Jazzdance und Perkussion an. Die Pädagogen, Lehrer und Choreographen kommen aus aller Welt und bringen multikulturelles Flair nach Erfurt. Erst am letzten Wochenende hat Erfurt mit Danetzare bewiesen, dass wir eine Tanzstadt sind. Da mein persönliches Tanztalent trotz mehrerer Tanzkurse (zuletzt vor drei Jahren) noch verbesserungswürdig ist, freue ich mich um so mehr über gelungen Tanzdarbietungen. Mein Sohn sagt immer tanzen kann jeder. Er kann es zweifellos und tanzt ja auch im Thüringer Folklore Ensemble auf dem Petersberg mit. Vielleicht kann ich mir ja bei ihm was abgucken. Mein großer Sohn hingegen schwärmt für Rhythmus und Trommelklänge, insofern ist ihm der Stepptanz sympathischer. Das hohe Engagement der Tänzerinnen und Tänzer beeindruckt mich sehr und es würde mich freuen, wenn künftig noch mehr Erfurter – ob jung oder alt – Tanz und Musik als Leidenschaft entdecken würden. In diesem Sinne werde ich weiterhin das Tanzhaus Erfurt und andere Einrichtungen zu unterstützen. Am 17. August starten die Probewochen für die neue Tanzsaison. Viel Erfolg wünsche ich.

Dichtes (Kultur-) Programm – Danetzare, Claudy Summer und Renft

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Die Erfurter Puffbohne zu Besuch beim Danetzare
Beim 6. Internationalen Folklorefestival stand gestern Kinder- und Jugend-Danetzare auf dem Programm. Wie bei den großen Tänzerinnen und Tänzern auch bei den Kleinen – farbenfrohe Kostüme und viel Spaß am Tanz. Die große Bühne auf dem Petersberg war gut besucht und das haben die kleinen Künstlerinnen und Künstler auch verdient. Besonders stolz war ich natürlich als Papa über meinen Sohn Jonas, der beim Thüringer Folklore Ensemble mitgetanzt hat.
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Tag der offenen Tür bei der AIDS-Hilfe
Am Nachmittag war ich beim Tag der offenen Tür bei der Thüringer Aids-Hilfe. Das Motto „Mitmachen = Mithelfen – Echte Solidarität handelt“ unterstütze ich ausdrücklich. Bei guten Gesprächen bei Kaffee und Kuchen warteten wir auf das Eintreffen der Radfahrer, die 17 km für dieses Anliegen unterwegs waren. Schade nur, dass so wenige der Erfurter Stadträte die Gelegenheit zum Gespräch nutzten. Außer mir war nur ein neugewählter Stadtratkollege der SPD da. Verpasst haben sie aber auch eine Klasse-Sängerin. Auch im SwiB erklang am Samstag, wie in der ganzen Stadt, Musik und ich war sehr angetan von den Songs der Erfurterin Claudy Summer. In eine ganz andere musikalische Richtung ging es dann am Abend. In der Heiligen Mühle hatte sich die legendäre Ostkultband „Renft“ angesagt. 1958 gründete Klaus Jentzsch-Renft die Klaus Renft Combo. 1962 wurde die Gruppe das erste Mal, ebenso wie die Nachfolgeband „Butlers“, verboten. 1967 durfte Renft wieder auftreten und die Gruppe hatte bis 1975 ihre große Zeit, stürmte die Osthitparaden und verkaufte die zweite Renft-LP über 200.000 Mal.
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Renft-Konzert in Erfurt
Diese Scheiben wurden spätestens dann Kult, als Renft entgültig von der greisen Kommunistenriege verboten wurde und Teile der Gruppe in den Westen gingen, bzw. abgeschoben wurden. Seit 1990 tritt nun Renft wieder auf. Durch den Tod mehrerer tragender Säulen von Renft steht nun heute eine ganz andere Besetzung auf der Bühne. Die Songs und die Atmosphäre ist aber die gleiche. Auch gestern Abend rissen die Hits „Gänselieschen“, „Wer die Rose ehrt“ und „Apfeltraum“ die nun inzwischen auch schon betagten Fans mit. Auch vom ständigen Nieselregen konnte die Stimmung nicht getrübt werden. Die „Reise zurück“ zu den ersten Liedern, die ich selbst auf der Gitarre gespielt habe, war ein Erlebnis. Und Renft wird wohl noch weiter auf der Bühne stehen – 50 Jahre sind noch nicht genug…

Tanzgruppen prägen das Stadtbild

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Marion Walsmann ,Thüringer Justziministerin, Michael Panse, MdL und Dieter Althaus, Thüringer Ministerpräsident (v.l.) bei Danetzare
Die Erfurter Innenstadt war schon den ganzen Tag bevölkert von tanzbegeisterten Gruppen aus der ganzen Welt. Auf dem Anger, Fischmarkt und Domplatz begeisterten internationale Trachten und exotische Rhythmen. Am Abend fand dann auf dem Petersberg die Tanzgala zum 6. Internationalen Folklorefestival statt. Mit Dieter Althaus, Justizministerin Marion Walsmann und Antje Tillmann freute ich mich sehr über die weitgereisten Gruppen. Die völlig unterschiedlichen Tänze der Gruppen aus Holland, Finnland, Kenia, Indonesien, Polen, Tschechien, der Ukraine und Bulgarien fügten sich zu einem abwechslungsreichen Programm zusammen. Da das Wetter mitspielte, konnten die Zuschauer am Ende des Programms gleich selbst das Tanzbein schwingen. Toll, wie die Tänzerinnen und Tänzer sich gegenseitig ihre Tänze beibrachten und dann das Publikum einbezogen haben. Ich hoffe sehr, dass das Wetter am Samstag und Sonntag trocken bleibt. Ich will noch einige der Tanzauftritte besuchen und freue mich natürlich besonders darüber, dass auch mein Sohn mit seinem Thüringer Folkloreensemble noch mehrmals dabei auftreten wird.

Thüringens größtes Altstadtfest

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34. Krämerbrückenfest in Erfurt (weitere Fotos in der Galerie und bei flickr)
Das 34. Erfurter Krämerbrückenfest ging heute Abend zu Ende. Drei Tage mit viel Musik und Gewimmel rund um Domplatz, Fischmarkt, Krämerbrücke, Anger und Wenigemarkt zogen Unmengen an Besuchern an. Auf der großen Bühne vor der Kulisse des Doms verfolgte ich gestern Abend die Trommler „Tympanus forte“ mit ihrem Rhythmus, der inzwischen tausende Fans hat. Mit ihrem Feldlager mussten die Trommler allerdings umziehen. Der angestammte Platz hinter der Krämerbrücke ist inzwischen ein großer Spielplatz. Im Hof in der Turniergasse war es allerdings beim heutigen Abschlusskonzert der Trommler eindeutig zu eng. Ich habe den Auftritt natürlich stolz verfolgt, weil mein großer Sohn seit vielen Jahren als aktiver Trommler bei der Truppe mit dabei ist.
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"Tympanus forte"-Konzert auf dem Domplatz
Über das Leben in der Erfurter Innenstand freue ich mich sehr. Die Erfurterinnen und Erfurter feiern gerne und dies auch mit tausenden Gästen gemeinsam. Bereits am nächsten Wochenende werden wir es wieder unter Beweiß stellen. Zum internationalen Tanzfestival „Danetzare“ werden Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt nach Erfurt kommen, um ihr Können auf dem Petersberg, dem Domplatz und in der Innenstadt unter Beweiß zu stellen. Ich werde natürlich auch wieder als Zuschauer dabei sein. Dann wird mein mittlerer Sohn als Tänzer mit auf der Bühne stehen.

Christina Rommel mit neuer CD

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Christina Rommel und Michael Panse, MdL im Gespräch
Heute ist Verkaufsstart für die neue CD „Perfekter Sommertag“, die erste Single aus dem neuen Album „Sphinx“, der Erfurter Sängerin Christina Rommel. Ich wünsche ihr dafür alles Gute und zufriedene Fans und Hörer. Gestern Abend habe ich Christina Rommel beim Sommerfest der Landespressekonferenz im Thüringer Landtag getroffen und wir hatten ein sehr nettes Gespräch. Dadurch konnte ich den neuen Song „Perfekter Sommertag“ schon gestern Probehören. Vielen Dank dafür! Ab heute können dies alle Internetnutzer auch, denn im Internet steht der Song für 24 Stunden kostenlos zum downloaden auf Christinas Homepage. Für die bevorstehende USA-Tour vom 7. – 22. Juli wünsche ich viele neue Fans jenseits des Atlantik und allen die hier bleiben müssen „perfekte Sommertage“. Wir werden uns sicherlich im Sommer bei dem einen oder anderen Konzert sehen!

„Fantasie für Freunde“

Klingelsturm bei der Landtagspräsidentin, Unterschriftensammlung für den Regenwald auf dem Anger… Franz Stepputtis war ein wacher Junge. Besonders gern malte er und dies mit viel Idee und Fantasie. Nach seinem tödlichen Unfall hat die Familie beschlossen, einen Schatz, nämlich die Bilder von Franz den Menschen in Thüringen und anderswo zu zeigen.   Seit heute Mittag sind Sie eingeladen, die Bilder von Franz, der gestern 11 Jahre alt geworden wäre, im Hochhaus der Landtagsverwaltung anzusehen. Landtagspräsidentin Dagmar Schipanski und A.-Katrein Maschke (IMAGO e.V.) fanden bewegende Worte. Patricia Stepputtis, die Mutti von Franz, erzählte von ihrem Sohn.
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Bild von Franz Stepputtis
Mir gingen die Worte sehr zu Herzen. Die Ausstellung ist eine wunderbare und berührende Gelegenheit, in die Welt des kleinen Franz einzutauchen. Er und seine Bilder öffnen uns die Augen für die Schönheit und Faszination dieser Welt, die auch in ganz Alltäglichem stecken kann. Die Ausstellung hilft uns Erwachsenen, einmal mehr auf Augenhöhe unserer Kinder zu gehen. Vielen Dank lieber Franz und liebe Patricia!