Mit großer Trauer und in tiefer Betroffenheit haben die Mitglieder der CDU Erfurt und der Erfurter Stadtratsfraktion die Nachricht vom Tod Manfred Wohlgefahrts aufgenommen.
In den über 40 Jahren seiner Parteizugehörigkeit leistete Manfred Wohlgefahrt in den unterschiedlichsten Leitungsgremien der Partei und der Fraktion hervorragende Arbeit. Mit beispielhaftem Engagement arbeitete er seit 1990 im Erfurter Stadtrat.
Vor allem in den Bereichen Bildung, Sport und Familie brachte er seine Kompetenzen ein. Er war ein Kommunalpolitiker der Sonderklasse, der sich stets um Sachlichkeit und Konsens bemühte. Weit über die Parteigrenzen hinaus genoss er fachliche und menschliche Anerkennung.
Seit 1991 bis zu seiner Pensionierung war er Schulleiter des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Erfurt. Ganzen Schülergenerationen war er Lehrer und Vorbild und gab den jungen Leuten das Wichtigste an geistigem Werkzeug mit, um ihren Platz in der Gesellschaft und ihrem Leben zu finden. Trotz seiner schweren Krankheit in den letzten Jahren hat er seine Ehrenämter auch weiterhin mit hohem Engagement ausgefüllt.
Wir werden unseren „Wohli“ stets in ehrendem Andenken behalten. Gemeinsam trauern die CDU Erfurt und die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat um unseren jahrzehntelangen Weggefährten und um eine herausragende Persönlichkeit unserer Partei und unserer Stadt.
Ab Montag dem 28. Oktober 2013 wird in der CDU-Fraktionsgeschäftsstelle im Erfurter Rathaus ein Kondolenzbuch ausliegen, welches zur Trauerfeier den Hinterbliebenen überreicht werden soll.
Marion Walsmann MdL, Kreisvorsitzende Michael Panse, Fraktionsvorsitzender
Der Vorsitzende der CDU Fraktion im Erfurter Stadtrat Michael Panse ist am Freitag mit großer Mehrheit als Direktkandidat für den Wahlkreis 25 Erfurt 2 nominiert worden.
Panse saß bereits von 1999 bis 2009 im Thüringer Landtag und war sozialpolitischer Sprecher der Fraktion. „Ich werde meine ganze Kraft darauf verwenden, diesen Wahlkreis zurück zu erobern“, betont Panse. Schwerpunkt seiner politischen Arbeit sind nach wie vor die Sozialpolitik und die Generationengerechtigkeit.
Als Beauftragter für das Zusammenleben der Generationen ist Panse seit drei Jahren im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit unter anderen mit diesem Themenbereich beschäftigt.
Die vier Erfurter Kandidaten und CDU Generalsekretär Mario Voigt
Die letzten beiden Tage boten so viel Termine, dass ich mit den Einträgen auf der Homepage nur schwer noch nach komme. Deshalb jetzt hier nur eine Kurzzusammenfassung. Donnerstag war ich die meiste Zeit im Plenum bei der Landtagssitzung und Abends folgte die Aufsichtsratssitzung der Stadtwirtschaft.
Freitag Vormittag fand im Sozialministerium der Runde Tisch zum Thema Antidiskriminierung statt. Als Ansprechpartner der Landesregierung zu diesem Thema habe ich den runden Tisch organisiert um zahlreiche Vereine, Verbände und Träger zusammen zu bringen, die mit dem Thema zu tun haben. Mehr als 20 Vertreter waren der Einladung gefolgt und wir haben intensiv diskutiert welche gemeinsamen Aktivitäten wir entfalten können. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), welches den Rahmen der Antidskriminierungsarbeit setzt, ist in der Benennung der Diskriminierungsmerkmale nicht vollständig. Neben Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit zur Antidiskriminierung wollen wir auch bestehende Defizite benennen. Im Januar wird es den nächsten runden Tisch geben.
Zu einem Tischgespräch war ich im Anschluss bei den Seniorenvertretern der GEW. Sie sind derzeit mit ihrer Bundestagung in Erfurt zu Gast und interessierten sich für das Thema Generationengerechtigkeit. Mir hat die intensive Diskussion mit den GEW-Vertretern sehr viel Spass gemacht.
Am Abend ging es dann an die Vorbereitung der Landtagswahl 2014. Auch wenn der Wahltermin noch nicht genau fest steht (voraussichtlich im September 2014), haben wir als Erfurter CDU beschlossen unsere Kandidaten frühzeitig, d.h. vor den Herbstferien zu nominieren. Marion Walsmann, unsere Kreisvorsitzende, wurde bereits für den Wahlkreis 26 ohne Gegenkandidat nominiert. Johanna Arenhövel, die Landesgleichstellungsbeauftragte, wurde am Montag nach einer Kampfabstimmung für den Wahlkreis 24 nominiert und nun standen die beiden anderen Wahlkreise an.
Da ich seit letzter Woche wusste, dass es einen weiteren Bewerber um den Landtagswahlkreis gibt, war es dieses Mal spannender, als vor fünf Jahren. Auch da waren wir im Phönix-Pflegeheim im Brühl. Allerdings waren da lediglich 27 Mitglieder da und die Nominierung war eine eindeutige Sache. Am Freitag Abend waren hingegen über 70 CDU-Mitglieder dabei (davon 43 Stimmberechtigte) und verfolgten die Nominierungsveranstaltung. Da wir beide CDU Ortsverbandsvorsitzende sind (ich OV “Am Petersberg”, Jörg Orschewski Nordpark) waren die Sympathiewerte auch beeinflusst, durch die jeweiligen Ortsverbandsvertreter. Sowohl die Vorstellungsrunden, als auch die Aussprache verlief ausgesprochen fair. Ich habe mich gefreut, dass ich über meinen eigenen OV auch Unterstützung bzw. Zuspruch aus den Ortsteilen (Marbach und Alach) erhalten habe. Die Abstimmung brachte das Ergebnis von 12 Stimmen für Jörg und 31 Stimmen für mich. Für den Vertrauensvorschuss bedanke ich mich sehr herzlich, aber feiern können wir erst, wenn der Wahlkreis 25 zurück erobert ist.
Dies gilt auch für den Wahlkreis 27 für den sich die Nominierung in der CDU-Landesgeschäftststelle anschloss. Andreas Horn, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Vereins Perspektiv e.V. wurde mit 23 von 24 Stimmen mit einem sehr guten Votum ausgestattet. CDU Generalsekretär Mario Voigt betonte bei der Nomninierungsveranstaltung, dass es das Ziel sein müsse, alle vier Erfurter Landtagswahlkreise zurück zu holen – die Kandidaten stehen jetzt bei der CDU fest.
Am Samstag wurde es dann sehr sportlich. Rot Weiß Erfurt gegen Heidenheim – der Fünfte gegen den Ersten. Eigentlich ein Spitzenspiel, aber es plättscherte vor sich hin im Steigerwaldstadion. Das frühe Führungstor von Heidenheim konnte Erfurt zwar noch vor der Pause ausgleichen, aber nachdem Heidenheim eine viertel Stunde vor Schluss erneut in Führung ging, kam das Aufwachen der Erfurter zu spät. Schade, mit 1:2 verloren.
Besser machten es die Volleyballdamen. Unsere Zweite gewann am Nachmittag gegen Lok Engelsdorf in der dritten Liga mit 3:1 und eine klare Sache war am Abend der Sieg vom SWE Volley-Team gegen die Damen aus Bad Soden. Ein schnelles und nie in Gefahr geratenes 3:0 und Spielerinnen, Fans und Trainer konnten nach dem ersten Heimspiel der Saison jubeln. Jetzt hoffe ich, dass die Mädels nach zuletzt drei Niederlagen zurück in der Erfolgsspur sind!
Das Podium in Zeulenroda
Der Titel des Diskussionsforums der Konrad Adenauer Stiftung in Zeulenroda machte deutlich, dass auch die Pflegesituation in Thüringen nach neuen Antworten auf drängende Fragen fordert. Im Rathaus von Zeulenroda diskutierte ich dazu mit Praxis- und Fachexperten und einem interessierten Publikum.
Der Bonner Architekt und langjährige Mitarbeiter des Kuratoriums für Altenhilfe Holger Stolarz stellte Konzepte für Wohnen, Soziales und Pflege im Quartier vor. Derzeit werden bundesweit rund 4 Prozent der Betroffenen in neuen Wohn- und Betreuungsformen betreut, in Thüringen sind es deutlich weniger. Als Generationenbeauftragter habe ich erläutert warum dies so ist und warum wir auch diese neuen Wege brauchen.
Das A und O im Alter ist für die Betroffenen, dass sie im Alter selbstbestimmt und geistig sowie körperlich mobil bleiben. Neben der Angst vor Altersarmut dominiert die Angst vor Einsamkeit im Alter. Wir haben eine gute Pflegeinfrastruktur – aber nach meinem Eindruck schafft auch hier das bestehende Angebot auch weitere Nachfragen. Richtig wäre es aber, dass die Angebote den Bedarfen und Bedürfnissen folgen und dazu muss man zunächst fragen, was sich die Menschen im Alter wünschen.
Der Wunsch in stationären Pflegeeinrichtungen betreut zu werden, kommt dabei nur sehr nachrangig. Lediglich 15 Prozent der 7o-Jährigen wollen in einem Pflegeheim betreut werden. Tatsächlich allerding werden von den Pflegebedürftigen rund ein Drittel in stationären Pflegeeinrichtungen betreut. 3,4 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer sind pflegebedürftig – dies sind derzeit 82.300 Menschen. 22.500 von ihnen werden in rund 390 Pflegeheimen betreut. Diese Zahl ist kontinuierlich von 17.500 vor 10 Jahren über 20.500 im Jahr 2009 gestiegen.
Dies hängt nach meiner Auffassung auch sehr mit der Zahl der Einrichtungen zusammen. 270 der Pfelegeheime wurden seit 1990 neu gebaut oder grundlegend saniert. Dies war dringend notwendig, weil die bauliche Situation der Pflegeheime zur Wendenzeit ein Skandal war. Vier- und Achtbettzimmer waren die Regel. Mit millionenschweren Förderprogrammen haben Land und Bund reagiert. So notwendig dies war, hat es doch den Blick verstellt, auf neue Wege der Pflege. In den alten Bundesländern wurde Mitte der neunziger Jahre schon darüber diskutiert wie neue Wohnformen aussehen sollen. Wir ziehen jetzt endlich nach – auch das Gesetz für neue Wohnformen soll nun endlich in Thüringen kommen.
Ein weiterer nicht unwichtiger Punkt für die vielen stationären Pflegeheimplätze ist der Mangel an altengerechtem und barrierefreien Wohnraum in Thüringen. 5.000 barrierearme Wohnungen fehlen jährlich in Thüringen sagt der Wohnungswirtschaftsbericht. Aber zugleich gibt es durch den demografischen Wandel auch zehntausende Wohnungen zuviel im Freistaat. Vor diesem Hintergrund ist es unwahrscheinlich, dass es Wohnungsneubauprogramme geben wird. Es wird also darum gehen, wie wir die bestehenden Wohnungen barrierearm umbauen kann, um den Menschen einen längeren Verbleib in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und dies auch in der Pflegesituation.
Es gibt hierfür interesannte Ansätze. Mit der KOWO in Erfurt, aber auch mit einem Projekt der Handwerkskammer in Eisenach bin ich dazu intensiv im Gespräch. Im Mittelpunkt des Agierens muss das Interesse der Menschen stehen!
Einen weiteren wichtigen Punkt habe ich in die Diskussion eingestreut und dies ist die notwendige Verantwortungsgemeinschaft der Familien in unserer Gesellschaft. Rund 90.000 Kinder unter sechs Jahren haben wir in Thüringen, die nicht weil sie klein sind nicht nur betreuungs- sonder auch pflegebedürftig sind. Berechtig gibt es eine intensive Diskussion, wie sie betreut und gefördert werden können. Berechtigt wird auch darüber diskutiert, wie groß auch die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder ist. Selbstverständlich ist die Diskussion auch auf der anderen Altersseite des Lebens zu führen mit der Verantwortung von Kindern für ihre Eltern. Über die Hälfte der Pflegebedürftigen werden in Thüringen von Angehörigen ohne Hilfe von Pflegediensten versorgt.
Das Forum, moderiert vom Chefredakteur der OTZ Ullrich Erzigkeit, bot gute Diskussiosanregungen. Ich freue mich, dass die Diskussion weiter gehen wird.
Im Nachgang zur Oktober-Stadtratssitzung hat die CDU-Fraktion der Landeshauptstadt ihr aktuelles monatliches Infoblatt online gestellt.
Spanische Arbeitskräfte in Erfurt, die Dikussion um die VNG-Aktien, Fraktionstermine vor Ort und die Arbeitskreisaktivitäten finden sich unter anderem im Infoblatt.
Breiten Raum nimmt auch die Innenstadtentwicklung ein – die Begegnungszone und die Sondernutzungsgebühren standen auf der Tagesordnung im Stadtrat. Viel Spass beim lesen!
Glückwunsch Johanna Arenhövel!
Die Konturen für das bevorstehende Wahljahr 2014 werden immer schärfer. Heute hat die Landesregierung über den Wahltermin zur Kommunalwahl in Thüringen entschieden. Zusammen mit der Europawahl soll am 25. Mai 2014 gewählt werden.
Seit geraumer Zeit sind wir in der Erfurter CDU mit der Kandidatenfindung beschäftigt und es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass wir eine gute Stadtratskandidatenliste präsentieren werden. Zunächst steht aber die Nominierung der Landtagswahlkreise auf dem Programm. Nachdem unsere CDU-Kreisvorsitzende Marion Walsmann bereits Ende September im Wahlkreis 26 von den CDU-Mitgliedern nominiert wurde, steht in dieser Woche das Programm für die anderen drei Erfurter Landtagswahlkreise bei der CDU an.
Gestern Abend wurde Johanna Arenhövel im Wahlkreis 24 nominiert. Den Wahlkreis im Erfurter Norden hatte Johanna Arenhövel drei Mal direkt gewonnen, bevor sie vor neun Jahren den Wahlkreis knapp an den Linken Bodo Ramelow verloren hat. Seit dem ist Johanna Gleichstellungsbeauftragte im Thüringer Sozialministerium und schickt sich nun an den Wahlkreis zurück zu gewinnen. Am Freitag folgt zunächst die Nominierungsveranstaltung im Wahlkreis 25 und anschließend im Wahlkreis 27.
Ich habe bereits vor vier Jahren nach der verlorenen Landtagswahl angekündigt, dass ich, wenn ich das Vertrauen der Mitglieder habe, alles daran setzen werde, dieses Wahlkreis zurück zu erobern. Am Freitag werde ich mich den Mitgliedern der CDU als Kandidat vorstellen und mich ihrem Votum stellen. Es wird keine leichte Aufgabe werden aber ich habe Lust, Kraft und ausreichend Energie mich dem Kampf zu stellen. Dabei hoffe ich zunächst auf Unterstützung möglichst vieler der über 200 CDU-Mitglieder im Wahlkreis 25.
Viel darüber schreiben kann man eigentlich nicht. Die Monstertrucks muss man(n) sehen oder besser noch hören und dann mag man sie oder eben auch nicht.
Am Wochenende hatte ich ein typisches “Jungswochenende” mit meinen Söhnen und da waren wir natürlich beim Eishockey (die Black Dragons haben mit 5:3 gegen Jonsdorf gewonnen, als auch beim Volleyballpokalspiel.
Letzteres verloren unsere Damen vom SWE Volley-Team zur Enttäuschung von mir und meiem jüngsten Sohn klar mit 0:3 gegen den CPSV Chemnitz – da hat auch die trommelnde Unterstützung von uns in Gebesee nix gebracht.
Zur Entschädigung ging es dafür am Sonntag Nachmittag mit den Jungs auf den Platz vor der Thüringenhalle. Autos mit qualmenden Reifen sowie ein Motorrad und ein Quad waren im Einsatz. Von den sechs Monstertrucks durften allerdings nur zwei fahren (Auflage der Stadt). 1974 wurde der erste Monstertruck in den USA gebaut – Bigfoot 4×4. Das Zerschrotten von Altautos kam erst viel später ins Programm. Auch in Erfurt haben einige Autos die Monstertrucks nicht überlebt. Aber das kann man nicht beschreiben, das muss man wie gesagt sehen 🙂 Wer es mag kann dies am nächsten Wochenende in Jena tun.
Bilder der Monstertrucks in Erfurt
Der Beauftragte für das Zusammenleben der Generation, Michael Panse, hat heute in Erfurt über die Entwicklung des Bundesfreiwilligendienstes in Thüringen informiert.
Michael Panse sagte: „Ich freue mich, dass der Bundesfreiwilligendienst in unserem Freistaat so gut angenommen wird. Der Aufwärtstrend in der Entwicklung der Freiwilligenzahlen hält an. Das verdeutlicht die Statistik für den Monat September. Von den bundesweit gemeldeten 43.584 Freiwilligen entfallen zwar nur 2.934 auf Thüringen. Aber mit inzwischen 135 Freiwilligen auf 100.000 Einwohner liegt Thüringen auf dem Spitzenplatz weit vor dem bundesdeutschen Durchschnitt von 54 Freiwilligen.“
Laut Generationenbeauftragten liegt Thüringen damit auch im Vergleich mit anderen Flächenländern deutlich vorn. „Auch der Durchschnitt der ostdeutschen Flächenländer von 119 Freiwilligen auf 100.000 Einwohner wird damit klar übertroffen. Zudem sind die ostdeutschen Länder durch einen höheren Anteil älterer Freiwilliger stärker vertreten. In den absoluten Zahlen schließt Thüringen mit 2.934 Freiwilligen fast auf Bayern auf, das mit 3.005 Freiwilligen nur auf 24 Freiwillige pro 100.000 Einwohner kommt“, sagte Michael Panse.
Für Panse sind die Zahlen ein eindrucksvoller Beleg für das hohe Engagement der Thüringerinnen und Thüringer Freiwilligen und aller mit dem Bundesfreiwilligendienst in Thüringen befassten Mitarbeiter bei den Trägern und Einsatzstellen im Dienste des Allgemeinwohls. „Der Bundesfreiwilligendienst ist als ,Nachfolger‘ des Zivildienstes in kurzer Zeit, trotz der anfänglich verbreiteten Skepsis, ein Erfolgsmodell geworden, dass nicht nur jungen Männern, sondern auch Frauen und Älteren reiche Möglichkeiten bietet, sich für vielfältige Aufgaben in unserer Gesellschaft einzusetzen“, sagte Michael Panse.
Willkommenskultur verbessern
Eines der Stadtratsthemen vom Mittwoch wurde aus aktuellem Anlass in Dringlichkeit auf die Tagesordnung gesetzt. Im Ergebnis der Beratung zu einem Antrag der Linksfraktion machte der Erfurter Stadtrat auf die Problematik der unwürdigen Unterbringung von Spanierinnen und Spaniern, die kürzlich nach Erfurt geworben wurden, in der alten Parteischule aufmerksam.
Sie wurden vor einigen Tagen mit der Zusage nach Erfurt gelockt, dass sie hier Arbeit und Ausbildungsmöglichkeiten finden würden. Dies ist auf Grund der krisenhaften Situation in ihrem Heimatland nur schwer möglich. Die CDU unterstützte den Appell an die Stadt ihnen bei der Verbesserung ihrer Situation zu helfen. Wir mahnen schon länger eine Verbesserung der Willkommenskultur in der Landeshauptstadt an.
Allerdings fehlte es in dem Antrag der Linken jedoch an konkreten Ansätzen. Fraglich bleibt, wo beispielsweise eine bessere Unterbringung zu finden sei und wer dies bezahlt. Eine seriöse Vermittlung wäre von vornherein von Nöten gewesen. Die Situation erinnert zudem leider auch an die Unterbringung von Erntehelfern aus Osteuropa. Auch hier besteht Verbesserungs- und Diskussionsbedarf. Vor einem Monat wurde das Wellcome-Center im Erfurter Bahnhofsvorplatz von Wirtschaftsminister Machnig gegründet. Die Aktivitäten dafür dürfen nicht nur aus Ankündigungsrhetorik bestehen.
Zu betonen ist in diesem Zusammenhang die gemeinsame Verantwortung. Für die Stadt Erfurt besteht demnach die Frage, aus welchen Haushaltsmitteln hier Unterstützung gegeben werden kann. Sozialdezernentin Thierbach verwies zuerst auf die Verantwortung der jeweiligen Kontrollbehörden. Sie lenkte allerdings ein und schlug vor, eigene Unterstützungsmöglichkeiten der Stadt Erfurt für die Betroffenen zu prüfen. In der Sitzung sprachen die Stadträte auch über die Prüfung rechtlicher Konsequenzen gegenüber denen, die aktuell für die Situation der spanischen Gäste verantwortlich sind. Dieses Themas könnte sich passender Weise der Justizminister und SPD-Stadtrat Poppenhäger annehmen. Der Stadtrat verlangte schließlich von der Stadtverwaltung, über zeitnah eingeleitete Maßnahmen informiert zu werden.
In Mostar
Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Albanien – was sich auf den ersten Blick wie die Einsatzgebiete von UN-Blauhelmen Mitte der neunziger Jahre liest, war für uns (Friedemann Bunge, Thomas Recknagel und mich) in diesem Jahr der Einsatzort für die Motorradhelme und alles andere was dazu gehört.
In den letzten zehn Tagen waren wir mit den Motorrädern wieder (wie auch schon 2012) auf dem Balkan unterwegs. Tagesaktuell habe ich dazu bei Facebook berichtet. Hier nun noch die kurze Zusammenfassung:
Zunächst wie im letzten Jahr die Anreise nach Kroatien mit einem Transporter von Bikertransit (dieses Jahr bis nach Split rund 1.500 km). Am Sonntag Abend hatten wir die Bikes verladen und 18.30 Uhr ging es in Erfurt los. Das wir zu dritt abwechselnd schlafen konnten ging es direkt durch 4.30 Uhr waren wir in Zagreb und 8.45 Uhr in Split – immerhin 1.288 km. Nach einer kurzen Tour am ersten Tag durch Split und Umgebung (obligatorisch der Besuch der Altstadt und des Cafe Riva Split) und der Übernachtung im Hotel San Antonio, ging es am Dienstag dann richtig auf Tour.
370 km entlang der Adria, durch die Berge nach Bosnien und schließlich über Kotor/Monenegro nach Budva. Dort hatten wir für eine Woche Zimmer im Hotel Iberostar Bellevue. Vier Sterne, sehr gutes Essen und eine gepflegte Hotelanlage. Vor allem aber Poolwetter und auch das Meer war noch warm. Das Durchschnittsalter der Gäste war aber der Jahreszeit angemessen etwas älter und zudem viele Gäste aus Russland. Beeindruckende Ausblicke und tolle Motorradstrecken waren das Kennzeichen jeder folgenden Tour.
In den Bergen bei Ploce
Am Mittwoch ging es mit den Bikes in die Berge. Zuvor besuchten wir aber noch das Städtchen Kotor, an einer wunderschönen Bucht zwischen den Bergen gelegen. Weiter ging die Strecke über Serpentinenstraßen nach Niksic und in die Hauptstadt Podgorica – rund 260 km. Beinah hätten wir auf der Fahrt eine Ziegenherde erlegt. Wir konnten rechtzeitig bremsen, aber das wäre fast ein Fehler gewesen, denn in dem Moment stürzten sich die dazugehörigen Hunde auf und und wir konnten gerade noch flüchten.
Die längste Fahrt der Reise stand am Donnerstag, dem Tag der Deutschen Einheit auf dem Tourenplan. Nach Mostar in Bosnien ging es durch die Berge rund 300 km hin und danach 300 km zurück. Es war für mich von mehr als symbolischer Bedeutung am Tag der Deutschen Einheit auf der wiedererbauten Brücke in Mostar zu stehen. Vor fast genau 20 Jahren wurde sie im Krieg zerstört. Nach der anstrengenden Tour ging es am nächsten Tag etwas ruhiger zu.
Den Vormittag nutzten wir am Pool unseres Hotels und nach dem Mittag ging es nach Dubrovnik, in die schönste Stadt Kroatien. Schlappe 200 km standen am Ende des Tages auf dem Tacho. Baden in der Adria an der Altstadtmauer und der Rundgang auf dieser gehören auch bei jedem Besuch dazu.
Skanderbergplatz Tirana
Genug Kraft hatten wir also gesammelt, um uns auf die Strecke nach Albanien zu begeben. Über Skodra ging es quer durch Albanien in die Hauptstadt Tirana. Vor 17 Jahren war ich bereits zwei Mal dort, aber sowohl die Stadt, als auch das Land haben sich sehr verändert. Rund 400 km ging die abenteuerliche Tagestour bei Wahnsinnsverkehr, aber auch über eine Autobahn, wo man das Bike ausfahren konnte. Der Gegensatz zwischen Arm und Reich war nirgendwo auf dem Balkan so groß wie in Albanien.
Am vorletzten Tag an der Adria waren es daher nur 60 km in Budva und Umgebung und ansonsten bot sich die Nutzung des Fintness- und Wellnessbereichs im Hote anl. Natürlich fiel das Taschen packen schwer – richtig heftig war dann aber die Abreise am nächsten Morgen.
Von Budva ging es entlang der Küste zurück nach Split – zwar nur 316 km, diese aber im Regen sechs Stunden lang. Wir waren froh die Bikes unbeschadet auf den Transporter laden zu können und am Abend dann wohlbehalten nach weiteren 400 km im Hotel Antunovic in Zagreb zu landen. Die Verigo-Bar und Wellnessbereich im Hotel entschädigten für den Stress des Tages. Und die Motorräder blieben gleich auf dem Transporter.
Dubrovnik
Über Maribor ging es am Dienstag von Zagreb nach Erfurt zurück – 888 km und am Abend waren wir wieder gut in Erfurt angekommen. Das Abladen der Bikes war schon Routine ging innerhalb von 20 Minuten.
Über 2.000 Motorrad-Kilometer, tolle Eindrücke und viele wunderschöne Erinnerungen. Die Bike-Tour 2013 verlangt dringend nach einer Fortsetzung!
Im Artikel finden sich auch die Links zu den acht Fotoalben mit rund 660 Bildern der Bike-Tour oder hier direkt auf dem Link zu meiner Flickr-Seite.
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