Blogeinträge

Ein Jahr geht schnell vorüber…

Mit unserem Cheftrainer in Sonthofen
Von der Münchner Freiheit stammt dieses Lied und es scheint wohl etwas dran zu sein. “Solang man Träume noch leben kann” ist eine der Liedzeilen daraus. Genau heute vor einem Jahr waren wir auch auf Tour mit unserem SWE Volley-Team zum letzten Saisonspiel nach Sonthofen. Letztes Jahr war das Spiel beim Allgäu-Team am 13.4. und in diesem Jahr am 12.4.. In die südlichste Stadt Deutschlands im Allgäu sind es von Erfurt aus immerhin 500 km Fahrtstrecke, also genug Zeit sich auf der langen Busfahrt so seine Gedanken zu machen, was in dem letzten Jahr alles passiert ist. Beim Volleyball haben wir unser Saisonziel erreicht. Auch wenn mehr drin gewesen wäre, ist der 3. Platz in der 2. Volleyballbundesliga ein Erfolg für unsere Mannschaft. Im letzten Jahr waren wir am Saisonende auf dem 5. Platz.
Fans on tour
30 Fans waren wie im letzten Jahr in Sonthofen dabei und mit acht Trommeln haben wir die Halle gerockt. Zwar ging das letzte Spiel mit 3:1 verloren, aber immerhin haben wir ja auch beim Vizemeister gespielt. Glückwunsch auch an die Damen aus Straubing zum Meistertitel! Die Saison war bei uns durchaus wechselhaft. Während der Saisonstart für unser junges Team etwas schwierig lief, war die Rückrunde um so erfolgreicher. Im Jahr 2014 haben wir aus jedem Spiel mit Ausnahme des letzten in Sonthofen mindestens einen Punkt geholt und unter anderem erstmals seit viele Jahren in Lohhof gewonnen. Die Kooperation mit dem VfB 91 Suhl zu den VolleyStars Thüringen im zurückliegenden Spieljahr hat leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Basis der Kooperation mit der Perspektive einer gemeinsamen Spielbetriebs GmbH sollte ein starkes Erstliga- und ein starkes Zweitligateam sein. Die VolleyStars haben aber nun für die 1. Liga keine Lizenz beantragt, weil es weder die Hallenhöhe noch die finanzielle Situation erlaubt.
Sonthofen und die Berge

Theoretisch könnten die Suhler bis zu Dienstag, den 15.4. noch eine Lizenz für den freien Platz in der Liga bei der Deutschen Volleyball Liga (DVL) beantragen, aber dies erscheint derzeit nicht sehr wahrscheinlich. Ärgerlich ist allerdings, dass es über die jetzt entstandene Situation zu keinem Zeitpunkt Gespräche mit uns gegeben hat. Trotz mehrerer Angebote von uns, gab es kein Vorstandstreffen und auch keine Gespräche zur Hallennutzung in der Saison 2014/2015.

Wir kommen wieder…
Politisch war das Jahr seit dem vergangenen April eher ruhig. Abgesehen von der Bundestagswahl im September und dem beginnenden Wahlkampf für die Kommunal- und Landtagswahl, war nicht viel zu verzeichnen. Dies wird sich in den nächsten Wochen schlagartig ändern. Ansonsten erinnere ich mich aber auch an sehr viele schöne private Stunden, für die sowohl der Volleyball, als auch die Politik Zeit gelassen haben. Mal sehen welches Fazit ich in genau einem Jahr ziehen werde. Die Ansetzungen für die Spiele in der 2. Liga werden erst im Mai gemacht, vielleicht sind wir ja wieder in Sonthofen zum Abschlussspiel. “Versuchen wir es wieder…” so endet das Lied der Münchner Freiheit. Volleyball, Politik und Privat – es gibt immer einen guten Grund, es wieder zu versuchen und zu kämpfen! Bilder aus Sonthofen    

Aufwertung der Wohngebiete im Erfurter Norden

Für rund 90.000 Einwohner waren die großen Plattenbaugebiete im Erfurter Süd-Osten, am Johannesplatz und im Erfurter Norden einmal geplant. Als ich 1972 mit meiner Familie in das Rieth gezogen bin, war der Norden eine einzige Baustelle. Im Mehrgenerationenhaus des Vereins MitMenschen am Moskauer Platz gibt es eine Fotoausstellung, die Bilder der Bauphase zeigt. Beim Frühlingsfest im MGH war ich mit vielen anderen Politikern zu Gast und natürlich wurde dabei auch darüber diksutiert, wie sich die Plattenbaugebiete gewandelt haben und wie die Perspektive aussieht. Bereits am Vorabend, bei der Diskussionsrunde zur Kommunalwahl im Bürgerhaus am Roten Berg, wurde deutlich, wie viele der Bewohner schon von Anbeginn dort wohnen und stolz auf ihren Stadtteil sind. Zurückgebaut wurde in den Plattenbaugebieten an vielen Stellen. Heute leben zwar nur noch rund 50.000 Eiwohner in den verschiedenen Vierteln. Aber der Trend schein sich umzukehren. Am Roten Berg steigt bereits wieder die Einwohnerzahl, dies spricht für eine steigende Akzeptanz. Um das Immage weiter positiv zu befördern hat das Jesus-Projekt e.V. einen Bildband über den Roten Berg auf den Weg gebracht und gestern präsentiert. Rund 100 Gäste waren gekommen um einen Blick in den Bildband zu werfen. Ein großes Dankeschön gebührt dem Träger Jesus-Projekt in der Begegnungsstätte Anders. Die bekennenden Christen leisten in einem Umfeld mit wenig kirchlicher Bindung eine engagierte Sozialarbeit und finden ganz breite Anerkennung.

Generationenbeauftragter begrüßt beabsichtigte Aufstockung der Finanzmittel für Bundesfreiwilligendienst

Panse: „Auswirkungen der jetzigen Unterfinanzierung sind in den neuen Bundesländern sehr deutlich zu spüren“ Der Beauftrage der Thüringer Landesregierung für das Zusammenleben der Generationen, Michael Panse, hat heute in Erfurt die beabsichtigte Aufstockung der Finanzmittel für den Bundesfreiwilligendienst begrüßt. Michael Panse sagte: „Der Anfang des Jahres verhängte Stopp bei Stellenbesetzungen mit über 25-Jährigen traf besonders die neuen Bundesländer. Die Altersstruktur der Bundesfreiwilligendienstleistenden ist hier eine andere, da sehr viel mehr Ältere im Einsatz sind. Viele Einsatzstellen beklagen auch die danach erfolgte generelle Neubesetzungssperre. Die Auswirkungen der jetzigen Unterfinanzierung aufgrund der zahlreichen Neubewilligungen bis zum Ende des vergangenen Jahres sind in den neuen Bundesländern sehr deutlich zu spüren. Darauf habe ich ebenso wie Träger und Kommunen mehrfach öffentlich hingewiesen. Ich begrüße es daher ausdrücklich, dass der Bund nun beabsichtigt die Finanzmittel aufzustocken, um damit dem vorhandenen Bedarf und der großen Nachfrage zu entsprechen. Damit könnten im Frühsommer Neubesetzungen möglich werden und der jetzige Abwärtstrend gestoppt werden.“ Hintergrund: Laut vom Bundesfamilienministerium bestätigter Informationen ist es geplant die Finanzmittel für den Bundesfreiwilligendienst um 20 Millionen Euro aufzustocken. Im ursprünglichen Entwurf für den Haushalt 2014 waren bisher 167 Millionen Euro für den Bundesfreiwilligendienst vorgesehen. Im Januar hatte der Bundesfreiwilligendienst in Thüringen mit 3.363 Bundes-freiwilligen (Deutschland gesamt: 49.263 Bundessfreiwillige) seinen bisherigen Höchststand erreicht. Durch eine Überziehung des Budgets und die damit fehlenden Finanzmittel für die Besetzung neuer Stellen sank die Zahl der Bundesfreiwilligen in Thüringen innerhalb von zwei Monaten auf 3.246 Bundesfreiwillige (Deutschland gesamt: 46.952 Bundessfreiwillige).

Demografischer Wandel und Mobilität – ACE Verkehrstag Erfurt

Mit dem ACE Vorsitzenden Lutz Meinhardt
Beim Autoclub Europa (ACE) bin ich in den letzten Jahren regelmäßig zu Gast gewesen. Während es in der Vergangenheit häufig um kommunalpolitische Themen ging, stand beim 2. ACE Verkehrstag das Thema Mobilität im Alter auf der Tagesordnung. Als Generationenbeauftragter der Landesregierung habe ich dabei einen Vortrag über die dempgrafische Entwicklung in Thüringen und über die Mobilität im Alter gehalten. Zur Mobilität im Alter stellen sich zunächst zwei Fragen: 1. Sicherheit – Steigen mit einer älter werdenden Bevölkerung die Gefahren im Verkehr? 2. Umfang und Art der Mobilität – Sinkt mit einer älter werdenden Bevölkerung die Mobilität und verändert sie sich? Zur ersten Frage: Pressemeldung vom 17. März 2014: Geisterfahrer-Unfall ‑ 79-Jähriger rast bei Landsberg in zwei Autos ‑ Dabei wurde einer der Fahrer leicht verletzt, der andere blieb unverletzt. Der Falschfahrer selbst erlitt schwere Verletzungen und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Die A 96 in Richtung Lindau war für längere Zeit gesperrt. 30. März 2014: Bei einem dramatischen Autounfall kamen vier Menschen ums Leben. Das Auto stürzte in den Wesel-Datteln-Kanal. Der 74-jährige Fahrer erlitt am Steuer einen Herzinfarkt und verlor die Kontrolle über den Wagen. Solche Einzelfälle prägen die öffentliche Wahrnehmung, aber die Unfalldaten zeigen: Senioren sind weit überwiegend „Opfer“ und nicht „Täter“ wenn sie am Straßenverkehr teilnehmen. Mit weitem Abstand zählen sie als Fußgänger und Radfahrer zu den Toten bei Unfällen, bei denen sie als sogenannte „schwächere Verkehrsteilnehmer“ beteiligt waren. Auch im Falle des Überlebens des Verkehrsunfalls sind bei älteren Menschen die körperlichen Unfallfolgen sehr viel stärker. Hilfen für ältere Fußgänger wären z.B. längere Ampelzeiten, Tempobegrenzungen, akustische Ampeln, kontrastreiche Markierungen, beleuchtete Überwege, abgesenkte Bordsteine, (auch historisches Kopfstein-Pflaster kann ein Problem sein). Bei älteren Menschen als Autofahrern ist nicht die überhöhte Geschwindigkeit häufigste Unfallursache, sondern das Missachten der Vorfahrtsregelungen. Von einigen Experten wird darauf hingewiesen, dass weniger das Alter, sondern eher der Umfang der Fahrpraxis ein entscheidender Faktor sei. Wer z.B. weniger als 3.000 km im Jahr fahre, sei deutlich unsicherer als Verkehrsteilnehmer mit größerer Fahrpraxis. Es werden immer wieder Forderungen zur Einführung eines zeitlich begrenzten Führerscheins ab einem bestimmten Alter erhoben. Die verkehrspolitische Sprecherin der Thüringen Grünen, Jennifer Schubert, ist beispielsweise für eine regelmäßige Tauglichkeitsprüfung und verweist auf Länder wie England, Spanien oder die Niederlande, welche bereits verpflichtende Kontrollen eingeführt haben. Die Teilnahme an freiwilligen Test wäre zu gering. Der ADAC ist gegen verpflichtende Kontrollen wie Seh- oder Reaktionstests. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat weist darauf hin, dass Länder mit Pflichttests den Nutzen bisher nicht nachweisen konnten. Er empfiehlt für ältere Verkehrsteilnehmer eher Vermeidungsstrategien: Nicht mehr fahren bei Dunkelheit, schlechtem Wetter oder in Verkehrs-Stoßzeiten. Der ACE empfiehlt Fahrsicherheitstrainings und bietet darüber hinaus das Seniorenprogramm “Ü 60 – bleib mobil” mit den Modulen „Fahrzeugtechnik“ (insbesondere Fahrassistenzsysteme), „Straßenverkehrsrecht“, „Gesund & sicher“ und „Fahrevent“ an. Zur zweiten Frage ‑ Sinkt mit einer älter werdenden Bevölkerung die Mobilität und verändert sie sich? Einer rückläufigen Verkehrsentwicklung wirken steigende Wegehäufigkeiten und -längen entgegen (Beispiel Schülerverkehr – je weniger Schüler, umso häufiger und weiter müssen sie gefahren werden). Der Rückgang der Erwerbstätigen wird durch mobileres Freizeitverhalten weitgehend kompensiert, auch zunehmender Geschäftsreiseverkehr wirkt entgegen. Immer mehr ältere Menschen haben zudem einen Führerschein und verfügen über ein Auto (72 Prozent der 70-79 Jährigen hat Zugriff auf einen PKW). Insbesondere die älteren Frauen werden hier noch deutlich aufholen und die zukünftigen Älteren werden dank besserer Gesundheit in ihrer Freizeit aktiver sein. Auch im ländlichen Raum nimmt die Zahl der Singlehaushalte zu, wodurch sich die Anzahl der Autos und die der Fahrten ohne Mitfahrer weiter erhöhen. Was sind die Hauptgründe für den Mobilitätsbedarf der Senioren? – alltägliche Ziele (Einkäufe/Erledigungen), – Besuche bei Verwandten, Freunden und Bekannten, – Freizeitgestaltung (Kino, Theater, Sport, Ausflüge), Gibt es dafür Alternativen zum Individualverkehr, zur Fahrt mit dem eigenen Auto, zum Beispiel den ÖPNV? Für mehr als die Hälfte der Landbewohner liegt eine Bushaltestelle mehr als 400 Meter weit entfernt und macht den ÖPNV schon allein dadurch unattraktiv. Insbesondere für ältere Menschen ist eine Wegstrecke von mehreren hundert Metern oft nur mühsam zu überwinden. Der eigene Pkw stellt daher nach wie vor das Verkehrsmittel der ersten Wahl dar, da selbst ein gut vertakteter ÖPNV (Bus und Schiene) die Flexibilität des eigenen PKW nicht übertreffen kann. So liegt der Anteil der Nutzung des ÖPNV außerhalb der größeren Thüringer Städte derzeit lediglich bei etwa zehn Prozent. Der ÖPNV ist auch eine Frage der Bedienfreundlichkeit: So hat eine Studie vor kurzem ergeben, dass die Bedienung eines Fahrkartenautomaten auch ein Fünftel der 15-Jährigen überfordert. Es wird immer schwieriger, den ÖPNV in ländlichen, dünnbesiedelten Regionen aufrecht zu erhalten. Viele ländliche Regionen sind heute bereits nicht mehr durch Schienenpersonenverkehr erschlossen und der Busverkehr ist vorwiegend auf den Schülerverkehr ausgerichtet. Mit weiter rückläufigen Schülerzahlen wird auch diese wichtige Nachfragegruppe (und Einnahmequelle) für den ÖPNV geringer. Durch die Abhängigkeit des ÖPNV vom Schülerverkehr ‑ bis zu 80% aller Fahrgäste in ländlichen Regionen sind Schüler ‑ ist zudem dessen Gestaltungsspielraum begrenzt. Was sind weitere Alternativen (soweit notwendige Erreichbarkeiten durch den ÖPNV nicht abgesichert werden können)? – Selbstorganisierte Mobilität stärken – Förderung von Konzepten der „selbstorganisierten Mobilität“ und des bürgerschaftlichen Engagements – Schaffung von Anlaufstellen zur Mobilitätsberatung sowohl im Internet als auch vor Ort – Prüfen, ob rechtliche Rahmenbedingungen zur Ermöglichung ehrenamtlicher und alternativer Mobilitätsdienste geändert werden müssen: z.B. für Bürgerbus, (in NRW gibt es über 110 Bürgerbusse, selbst in großen Städten wie Essen und Remscheid), – BürgerBus Lommatzscher pflege (Sachsen): Ehrenamtlich betriebener Bürgerbus zur Mobilität der ländlichen Bevölkerung, – Senioren-Klub Bus “Fridolin” in Salzhausen ( Niedersachsen): Ehrenamtlicher Fahrdienst für ältere Menschen, der durch den lokalen Seniorenklub betrieben und durch Spenden und mit Unterstützung der Kommune finanziert wird,) – KombiBus (Projekt der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft, Kombination öffentlicher Personennahverkehr mit Güterverkehr) Fahrgemeinschaften (Fahrgemeinschaftsbörsen bzw. Mitfahrzentralen) – Angebotsmix ‑ Flexibilisierung und Aufbau von „Mobilitätsketten“, Verknüpfung der einzelnen Verkehrsmittel:  Schiene – Bus – Auto – Fahrrad – Leih- und Sharingangebote etc. Verstärkte Bildung von Verkehrsverbünden, Tarif-/Fahrplanverbünden, Abschluss von Kooperationsvereinbarungen – Modellprojekt CARLOS in der Schweiz: Jeder Mobilitätsnachfrager kann eine CARLOS-Mitfahrsäule aufsuchen, dort sein Ziel eingeben und ein Ticket buchen. Dann wird das gewünschte Ziel über der Straße auf einem Schild gut sichtbar angezeigt, so dass die vorbeifahrenden Autofahrer auf den potenziellen Mitreisenden aufmerksam werden. Das Ticket wird dann dem Fahrer gegeben, der dieses wiederum an Tankstellen oder Verkaufsstellen des öffentlichen Verkehrs einlösen kann. (Falls die Betreiber einverstanden sind, können auch Verbundabonnements anerkannt werden. Das heißt, das CARLOS-Ticket wird für Abonnenten kostenlos oder zu einem geringeren Preis zur Verfügung gestellt.) Als Ersatz von Mobilitätsbedürfnissen: – mobile Angebote von Verwaltung, medizinischer Versorgung oder Nahversorgung; – Bsp. Mobiles Bürgerbüro Magdeburg: zum Semesterbeginn auf dem Uni-Campus und sonst in dörflichen Ortsteilen – mobile Dienstleistungen: Shop in Shop System, Wagenverkauf an festen Standorten, Haustürbedienung – räumliche Konzentration von Einrichtungen der Daseinsvorsorge zur Wegeoptimierung großstädtischer Raum: – Heranführung von älteren Menschen an den ÖPNV: z.B. Projekt „PatenTicket“ in Köln für älter werdende Menschen, die über Jahrzehnte Auto gefahren sind, aber gesundheitsbedingt nicht mehr dazu in der Lage sind zu fahren. Erfahrene ältere Kundinnen und Kunden der Kölner Verkehrs-Betriebe AG und der Regionalverkehr Köln GmbH geben ihre Erfahrungen an Bekannte, Verwandte oder Freundinnen und Freunde ab 60 Jahre weiter, die bisher wenig Erfahrung mit öffentlichen Verkehrsmitteln haben. Hierzu erhalten sie zu ihrer Zeitkarte eine drei Monate gültige Netzkarte, die sie an ihr sogenanntes ‚Patenkind‘ verschenken können und diese bei der ÖPNV-Nutzung betreuen. Rund 30 Prozent der Patenkinder haben inzwischen eine Zeitkarte abonniert, ein weiteres Drittel nutzt Busse und Bahnen häufiger als zuvor. Ich bin dem ACE dankbar, dieses wichtige Thema beim 2. Verkehrstag aufgegriffen zu haben und werde als Generationenbeauftragter aktiv das Thema Mobilität im Alter begleiten.

Frühlings-Infobrief

Der aktuelle Infobrief der Fraktion ist online Seit mehreren Jahren gibt es Dank des Engagements der Mitarbeiter unserer CDU-Fraktionsgeschäftsstelle monatlich den Infobrief, der in der Regel über die Stadtratssitzung und die wichtigen Themen der Fraktion berichtet. Den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit der Fraktion haben wir in den letzten Jahren systematisch ausgebaut. Über die Stadtratsanträge gilt es zu informieren – wenn sie erfolgreich sind und wir die rot-rot-grüne Stadtratsmehrheit (meist mit öffentlicher Unterstützung) so weit treiben konnten, dass sie ein Thema nicht mehr wegdrücken konnten. Aber es gilt auch zu informieren, wenn sinnvolle Vorschläge von uns aus politischem Opportunismus durch Rot-Rot-Grün weggestimmt wurden. Ideen, Vorschläge und Anträge haben wir genug. Es gilt Zustimmung und Unterstützung dafür zu gewinnen. Mit der aktuellen Frühlingsausgabe des Infobriefs umfasst 20 Seiten und berichtet unter anderem über die Kita-Situation, Wohnraumsituation, die Begegnungszone, Defensionskaserne und die Buga 2021 sowie viele Themen mehr. Neben der virtuellen Ausgabe im Internet, gibt es den Infobrief auch in gedruckter Form und deshalb in den kommenden Tagen auch in vielen Briefkästen der Landeshauptstadt. Viel Spass beim Lesen!  

Sprühereien jenseits der Werbesatzung?

Im Einsatz auf dem Anger
Auf dem Anger und anderen Stellen der Erfurter Innenstadt befinden sich seit kurzem gesprühte Werbetexte, die direkt mit Sprühkreide und einer Schablone auf den Stein aufgetragen wurden. Die Stadtverwaltung zeigt bisher keine Regung. CDU Fraktionschef Michael Panse und Stadtrat Heiko Vothknecht haben deshalb selbst Hand angelegt und zum Besen und zum Wassereimer gegriffen. Heiko Vothknecht erklärte dazu: „Es macht den Anschein, dass die Stadtverwaltung nichts dagegen tut und möglicherweise auf Regen hofft. Ein starker Regenschauer in diesen Tagen hatte keinen Reinigungseffekt. Mit unserer Aktion wollen wir mit gutem Beispiel voran gehen.“ Die Werbesatzung für die Erfurter Innenstadt ist darauf ausgelegt, dass die Innenstadt nicht von einer übermäßigen Werbeflut überschwemmt wird und den historischen und besucherfreundlichen Charakter der Innenstadt gefährdet. Aus Sicht von Panse und Vothknecht ist mit diesen gesprühten Werbetexten auf dem Anger oder dem Wenigemarkt dieser Rahmen weit überschritten. Vothknecht kündigte vor dem Hintergrund an, eine Stadtratsanfrage an den Oberbürgermeister zu stellen. Er fragt in der kommenden Ratssitzung nach, was die Stadt gegen solche Sprühwerbung unternehmen will und inwiefern letztlich die Werbesatzung für die Innenstadt geändert werden muss, damit kein werbetechnischer Wildwuchs entsteht. Die CDU-Fraktion fordert hier eine klare Regelung, da sich sonst jeder, ob Unternehmen, Verband oder politische Gruppierung, in dieser Weise auf dem Anger oder anderen Flächen der Stadt verewigen könnte. Bilder der Aktion  

Von Schnepfenthal bis Ilversgehofen

Im Salzmanngymnasium…
Wie im vergangenen Jahr war ich heute beim SBO-Tag am Salzmanngymnasium in Schnepfenthal zu Gast. Wie im vergangenen Jahr habe ich eine Vortrag zum Bundesfreiwilligendienst gehalten. Und wie im vergangenen Jahr habe ich dabei überaus interessierte Schülerinnen und Schüler getroffen. Anders, als im vergangenen Jahr, habe ich mir dieses Jahr Verstärkung mitgebracht. Max Heiderich, Verantwortlicher beim Landesjugendring für die Jugendfreiwilligendienste, war mit nach Schnepfenthal gekommen und stellte dort das FSJ vor. Sowohl der Bundesfreiwilligendienst als auch das FSJ erfreuen sich großer Nachfrage. Beim BFD sind es derzeit 3.200 belegte Plätze (überwiegend Ältere) und beim FSJ 800 Plätze (U-26-Teilnehmer). Beim BFD wir die Nachfrage voraussichtlich in den nächsten Jahren ungebrochen hoch sein, drei Jahre nach dem Start ist er ein Erfolgsmodell. Für die FSJ-Stellen werden wir werben müssen, weil den geburtenschwachen Jahrgängen, die jetzt die Schule verlassen, alle Studien- und Ausbildungstüren weit offen stehen. Zurück in Erfurt war ich heute Abend drei Stunden zu einer ersten größeren Wahldiskussionveranstaltung beim Bürgerbeirat Ilversgehofen. Der Bürgerbeirat des 10.712 Einwohner-Stadtteils der Landeshauptstadt hatte Kandidaten für den Stadtrat zum kommunalpolitischen Runden Tisch geladen. Zehn Stadtratskandidaten aus allen Stadtrats-Parteien stellten sich der Diskussion – für die CDU war ich mit Uwe Richter und Jörg Orschwewski dabei. In der interessierten Runde wurde schnell sehr intensiv diskutiert, wie der Stadtteil entlang der Magdeburger Allee gestärkt werden kann. Für die CDU-Stadtratsfraktion habe ich angekündigt, dass wir uns dafür einsetzen werden, die Wahl eines Ortsteilrats in Ilvergehofen möglich zu machen.
…und beim Bürgerbeirat
In Erfurt gibt es über 30 Orteile (überwiegend mit ländlich geprägtem Charakter). Neben den klassischen Ortschaften hat der Stadtrat aber mit den Stimmen von Rot-Rot-Grün auch einige der städtischen Gebiete zu Ortsteilen mit Ortsteilräten und Bürgermeistern erklärt. Wir wollten dies damals nicht, oder wenn dann auch für die sieben städtischen Ortsteile (Ilvergehofen, die Krämpfervorstadt, die Löbervorstadt, die Altstadt, die Andreasvorstadt, die Johannesvorstadt und die Brühlervorstadt). Neben vielen wichtigen Anregungen der Bürgerbeiratsvertreter, positionierten sich auch die Gewerbetreibenden und wir werden die Anregungen mit in die Stadtratsarbeit nehmen.  

2014 – Themenjahr „Gleiche Chancen. Immer.“ gegen Rassismus

Antidiskriminierungsbeauftragter Panse fordert zu reger Beteiligung am Themenjahr auf Mit prominenten Botschafterinnen und Botschaftern aus Sport, Musik und Medien, wie der Fußballerin Steffi Jones und dem Fußballer Jérôme Boateng, dem Leichtathleten Marius Broening, dem Jazz-Gitarristen Ferenc Snétberger, dem Popmusiker Sebastian Krumbiegel, dem Reggae-Sänger Patrice Bart-Williams, dem  afghanischen Model Zohre Esmaeli, den Fernsehmoderatorinnen Nazan Eckes und Arabella Kiesbauer, dem Moderator Mola Adebisi, der Publizistin Kübra Gümüşay, dem Schauspieler Ilja Richter und den Regisseurinnen Yasemin Şamdereli und Mo Asumang, hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) am Montag in Berlin das Themenjahr “Gleiche Chancen. Immer.” gegen Rassismus ausgerufen. Mit dem Themenjahr soll bundesweit auf rassistische Benachteiligungen von Menschen im Arbeitsleben und im Alltag aufmerksam gemacht werden. Für den 18. September ist ein bundesweitern Aktionstag zum Thema “Rassistische Diskriminierung” vorgesehen. Des Weiteren ist im laufenden Jahr die Veröffentlichung von zwei großen Studien vorgesehen. Zum einen die bisher umfassendste bundesweite Studie zu Bevölkerungseinstellungen gegenüber Sinti und Roma und zum anderen eine bundesweite Testing-Studie zu Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt geplant. Michael Panse, der Ansprechpartner der Thüringer Landesregierung für das Thema Antidiskriminierung, erklärte: „Ich fordere die Thüringerinnen und Thüringer zu reger Beteiligung am Themenjahr auf, welches die Antidiskriminierungsstelle des Bundes heute, am 7. April, ausgerufen hat. Thüringen weist zwar nur einen vergleichsweise niedrigen Bevölkerungsanteil an Ausländern und Migranten auf, aber umso wichtiger ist es, gegen die vielfach verbreitete Unkenntnis und die mit ihr verbundenen Vorurteile vorzugehen. Für eine tatsächliche Willkommenskultur in Thüringen ist noch viel zu tun. Gemeinsam mit der Ausländerbeauftragten des Freistaats Thüringen werde ich auf einer Veranstaltung zum Themenjahr „Gleiche Chancen. Immer.“ gegen Rassismus am 18. Juni 2014 in Erfurt dafür werben.“ Hintergrund: Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sind mehr als zwei Drittel der Befragten der Ansicht, dass Migrantinnen und Migranten bei der Wohnungssuche benachteiligt werden. Knapp die Hälfte sieht Benachteiligungen im Berufsleben sowie im Umgang mit der Polizei. Etwa ein Drittel geht davon aus, dass Menschen nichtdeutscher Herkunft bei Behörden, in den Schulen und Hochschulen sowie in der Gastronomie benachteiligt werden. Einer weiteren aktuellen Studie zufolge werden Bewerberinnen und Bewerber auf eine Arbeitsstelle alleine wegen eines ausländisch klingenden Namens seltener zu Bewerbungsgesprächen eingeladen.

SWE Volley-Team zum Projekt „VolleyStars Thüringen“

Der Vorstand des SWE Volley Teams hat mit Betroffenheit und Enttäuschung am 1. April aus den Medien erfahren, dass die VolleyStars Thüringen keine Lizenz für die 1.Bundesliga beantragen werden. Als Gründe wurden die Nichtverlängerung der Ausnahmegenehmigung für die zu niedrige Suhler Spielhalle „Wolfsgrube“ und eine von der DVL, wegen Nichterfüllung von Lizensierungsauflagen, verhängte Geldstrafe in Höhe von 10.000,-€ genannt. Diese Entscheidung ist ein herber Rückschlag für den nationalen Volleyball und die Entwicklung der Sportart Volleyball in Thüringen. Vereinspräsident Michael Panse erklärt: „Als Kooperationspartner des Projektes „VolleyStars Thüringen“ hat sich durch diese Entscheidung für unseren Verein eine völlig neue Situation ergeben. Kerninhalt der Kooperationsvereinbarung war, dass ab der Saison 2014/2015 die Vermarktung der Sportart Volleyball im Land Thüringen im Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesliga sowie im Nachwuchsleistungssport grundlegend verbessert werden sollte. Durch die gemeinsame Verwaltung, Organisation und Vermarktung wurde beabsichtigt, durch vielfältige Synergieeffekte langfristig den Spitzenvolleyball im Freistaat Thüringen zu sichern. Durch den Rückzug der VolleyStars Thüringen aus der 1.Bundesliga ist diese gemeinsame Zielstellung unter den gegebenen Umständen nicht zu realisieren.“ „Wir gehen davon aus, dass es in der kommenden Saison wieder zwei konkurrierende Thüringer Mannschaften in der 2.Bundesliga geben wird, die im sportlich fairen Wettstreit, um Spitzenplätze kämpfen werden. Ziel muss es sein“, so Michael Panse, „möglichst schnell wieder Erstligavolleyball in Thüringen zu etablieren. Dann wäre für uns auch die Basis gegeben, wieder über eine Kooperation im Thüringer Volleyball unter dem gemeinsamen Dach der „VolleyStars Thüringen“ zu sprechen.“ „Dem VfB 91 Suhl wünschen wir viel Kraft und Entschlossenheit, die turbulente Zeit zu überstehen und gestärkt die kommenden Aufgaben anzugehen“, bekräftigt Michael Panse. Er schlägt vor, dass in Gesprächen mit der Deutschen Volleyball-Liga (DVL), der Stadt Suhl und potentieller Sponsoren, das so wichtige Thema, die Erfüllung der Lizenzauflagen, insbesondere der Spielhalle, eingehend behandelt und nach Alternativen gesucht werden solle.

Saisonfinale in Erfurt und Suhl

Samstag Abend stand nun leider schon wieder das letzte Heimspiel der Saison 2013/2014 für unsere Damen vom SWE Volley-Team auf dem Programm. Der VC Offenburg gastierte als achtplatziertes Team der Tabelle bei unseren Mädels in der Riethsporthalle. Nachdem die Woche alles andere als erfolgreich für den Thüringer Volleyball lief, wollten wir ein erfolgreiches Saisonfinale für die Fans bieten. Am Dienstag, passend zum 1. April, erfuhren wir per Pressemitteilung davon, dass die VolleyStars aus Suhl keinen Lizenzantrag für die 1. Liga stellen werden. Wirtschaftliche Probleme, die fehlende Zusage der DVL für eine Ausnahmegenehmigung für die zu nierdige Halle in Suhl und eine verhängte Geldstrafe von 10.000 Euro waren der Grund für den Lizenzantragsverzicht. Als Kooperationspartner des zum Saisonbeginn gemeinsam geplanten Projekts VolleyStars Thüringen, waren wir betroffen über diese Meldung. Für den Volleyballsport in Thüringen ist dies ein herber Verlust und eine schwarze Stunde. Vor 11 Jahren sind wir 2003 gemeinsam mit Suhl in die 1. Liga aufgestiegen. Während wir sofort wieder abgestiegen sind, spielte Suhl überaus erfolgreich in der 1. Liga. Auch unser zweiter Ausflug in die 1. Liga dauerte nur ein Jahr und zwei Mal hat das SWE Volley-Team auf das Aufstiegsrecht aus Finanzgründen verzichtet. Falls Suhl jetzt für die kommende Saison einen Lizenzantrag für die 2. Liga stellt, wird es zwar kommende Saison wieder Thüringen-Derbys geben, aber eben leider auch nicht mehr das gemeinsame Projekt VolleyStars. Wir werden dann wieder sportliche Mitbewerber um die Spitze in der 2. Liga sein. Hoffentlich auch mit dem Happy-End, dass eine von beiden Mannschaften wieder in die 1. Liga aufsteigen kann. Dann werden wir, egal wer dann zuerst an die Tür der 1. Liga klopft auch wieder über eine Kooperation sprechen. Für die nächsten Tage wünsche ich den Suhler Kollegen, dass es gelingt eine Insolvenz abzuwenden. Wir bei uns, fand auch in Suhl das letzte Saisonheimspiel gestern statt und es war leider auch das letzte Spiel in der 1. Liga. In einem umkämpften Spiel gegen Dresden verloren sie Suhlerinnen mit 2:3 nachdem sie schon mit 2:0 geführt hatten. Nach dem verlorenenen Hinspiel in Dresden gibt es nun leider doch kein Entscheidungsspiel um den Einzug in das Halbfinale. Schlecht lief das Spiel auch für unsere Damen. Offenburg spielte unbeschwert auf und gewann mit 2:3. Da zeitgleich aber auch Lohhof einen Punkt abgeben musste steht damit der 3. Platz für das SWE Volley-Team schon mal fest. Ob es mehr wird entscheidet sich kommendes Wochenende beim letzten Spiel in Sonthofen. Natürlich werde ich da wieder mitfahren um unsere Mädels anzufeuern und mit ihnen zu feiern. Gefeiert haben wir gestern auch schon. Nach dem Spiel tanzten die Mädels für die Fans (Saisonrekord mit 730 Zuschauern), es wurden die Trikots der Mädels versteigert und die Band Radiountauglich präsentierte die Fanhymne des SWE Volley-Teams. Bilder vom Spiel