Blogeinträge

Altes Schauspielhaus – „Verfallsdatum“ längst überschritten

Kallenbach: SPD-Vorschläge kommen völlig verspätet Aktuell ist den Lokalmedien zu entnehmen, dass die SPD-Fraktion vorschlägt, Wohnraum im alten Schauspielhaus zu schaffen. Die Idee, das alte Schauspielhaus wieder mit Leben zu füllen, ist nicht neu – nur dass die SPD diese in Form einer CDU-Initiative ursprünglich ablehnte. Fraktionschef Michael Panse unterstrich daher: „Die Initiative der SPD-Fraktion kommt deutlich zu spät und steht zudem im Widerspruch zu deren früheren Stimmverhalten. Das Schauspielhaus ist im Prinzip baulich gesehen schon über das Verfallsdatum.“ Die CDU Fraktion begrüßt grundsätzlich die Initiative der SPD-Fraktion zur Belebung des Areals an der Eichenstraße. „Die Frage ist nur, warum die SPD zusammen mit Linken und Grünen die einstige Initiative der CDU im Stadtrat vor drei Jahren verhindert hat. Damals hatten wir für dieses Gebiet die Aufstellung eines Rahmenplanes beantragt und auch für das Verkehrsproblem eine Lösung vorgeschlagen“, erklärte der baupolitische Sprecher der CDU-Fraktion Jörg Kallenbach und führte fort: „Für die Erkenntnis, dass diese Brache nach einer Wiederbelebung schreit und hier Geschosswohnungsbau mit Ladengeschäften im Erdgeschoss sinnvoll wäre, ist für uns auch ohne Studie schon lange klar. Wir haben diesen Vorschlag zu einer Zeit eingebracht als für solche Planungen noch Geld vorhanden gewesen wäre.“ Für die Nachnutzung des Schauspielhauses hat die CDU Fraktion damals die Bewerbung eines Investors unterstützt. Dieser erfahrene Erfurter Bauunternehmer wollte das Schauspielhaus der Stadt abkaufen und kulturellen Betrieben vermieten, z.B. an eine Musikschule. Es wäre ein modernes auf privater Grundlage arbeitendes Kulturhaus geworden. Leider hat Rot-Rot-Grün auch diese Initiative abgelehnt. Stattdessen steht das ehemalige Schauspielhaus immer noch leer und verfällt weiter.

Demografie in Stadt und Land

Gleich zwei Gesprächsrunden an einem Tag zum Thema der demografischen Entwicklung in Thüringen hatte ich am Donnerstag. Am Vormittag war ich als Generationenbeauftragter in Blankenhain zu Gast. Ein Blankenhainer Stadtrat hatte die Initiative ergriffen und eine Gesprächsrunde organisiert. Akteure aus dem Pflegebereich, des Seniorenrats, Vertreterinnen des Helios-Klinikums als größter Arbeitgeber und von Jena-Wohnen waren zusammen gekommen, um über Perspektiven für die kleine Stadt zu sprechen. In Blankenhain stehen große Herausforderungen an. Zwar gelang es der Stadt den großen Schuldenberg von rund 70 Millionen Euro auf 30 Millionen zu senken, aber nach dem jetzigen Stand dauert es noch 13 Jahre bis dieser Berg weg ist und Blankenhain somit wieder selbst investieren kann. In den nächsten Jahren trifft aber auch Blankenhain der demografische Wandel. Die Zahl der Einwohner wird nach jetzigen Prognosen von 6.700 auf 5.700 sinken und zugleich der Anteil der über 65-Jährigen von 20 auf 37 Prozent steigen. Im Gespräch waren wir uns schnell einig, dass es gute Wohnstrukturen für die älteren Blankenhainer braucht – ein Mehrgenerationenwohnprojekt wurde mit der Fachhochschule Erfurt bereits im Rahmen des Agenda 2021-Prozesses entwickelt. Aber die beiden Vertreterinnen des Helios-Klinikums betonten ebenso wie die Vertreterinnen aus der Pflege auch, dass sie Fachkräfte anwerben müssen. Es wird also wichtig sein Menschen aus Thüringen nach Blankenhain zu holen, bzw. eine Willkommenskultur für Zuwanderung zu organisieren. Unter dem Titel “Müssen alle in die Stadt” lud die Junge Union am Abend zur Regionalkonferenz nach Sömmerda ein. Die Thüringer Staatsekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr Inge Klaan diskutierte mit JU-Landeschef Stefan Gruhner und mir über die Frage welche Auswirkungen die deografische Entwicklung im Stadt-Land-Verhältnis hat. In Thüringen wachsen derzeit die drei Städte Erfurt, Weimar und Jena – dies allerdings zu Lasten der ländlichen Regionen. Die Lösung des demografischen Problems für die Städte führt aber zu keiner Lösung für den Freistaat, wie es der derzeit amtierende Wirtschaftsminister uns glauben machen will. Ich sehe mittelfristig neben der Hoffnung auf steigende Geburtenzahlen und der dazu notwendigen Unterstützung  junger Familien auch die Lösung der offensiven Werbung um Zuwanderung aus anderen europäischen Ländern. Dies muss dann aber mit einer auch von der JU geforderten Willkommenskultur einhergehen. Lernen können wir bei dieser Werbung und Begleitung von Ausländern von Erfahrungen der Thüringer Universitäten, die ausländische Studenten seit Jahren intensiv unterstützen und begleiten. Ziel muss doch sein, dass wir uns nicht mit 1,9 Millionen Thüringerinnen und Thüringern in der Prognose für das Jahr 2030 zufrieden geben, sondern dass wir mehr werden wollen – nicht nur in den Städten. Das hilft dann auch Blankenhain!

Freistaat Thüringen tritt der “Koalition gegen Diskriminierung” bei

Generationenbeauftragter Michael Panse als zentraler Ansprechpartner für das Thema Antidiskriminierung benannt Am 8. Mai 2013 wird der Freistaat Thüringen der „Koalition gegen Diskriminierung“ beitreten. Dazu wird Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht gemeinsam mit Christine Lüders, der Leiterin der Bundesstelle Antidiskriminierung, den Aufruf “Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft” unterzeichnen. Termin: Mittwoch, 8. Mai 2013 Uhrzeit: 11:00 Uhr, Beginn der Tagung 14:00 Uhr, Unterzeichnung des Aufrufs Ort: Erfurt, Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei Der Beauftragte für das Zusammenleben der Generationen, Michael Panse, ist von der Thüringer Landesregierung als zentraler Ansprechpartner für das Thema Antidiskriminierung benannt worden. „Mit dem Beitritt wollen wir dem Thema Diskriminierung mehr Aufmerksamkeit widmen. Jede Möglichkeit muss genutzt werden, um Menschen in Fällen von Diskriminierung die bestmögliche Beratung zu bieten. Es gilt, den Diskriminierungsschutz auf verschiedenen Ebenen als politische Aufgabe zu verankern“, sagte Michael Panse. Aus Anlass der Unterzeichnung des Aufrufs wird am 8. Mai 2013 in der Thüringer Staatskanzlei eine Tagung unter dem Motto “Thüringen diskriminierungsfrei!” stattfinden. Die Einladung zur Tagung ist unter http://www.thueringen.de/imperia/md/content/bzg/einladung-8.mai_2013.pdf zu finden.

Zu Besuch im Mehrgenerationenhaus AWO Zentrum Jena-Lobeda

“Die jüngere Generation ist der Pfeil, die ältere der Bogen.” dieser Satz von John Steinbeck ist das Motto des neuen Mehrgenerationenhauses der AWO Jena-Weimar. In Jena gab es schon im MGH-Programm I ein Mehrgenerationenhaus und im letzten Jahr ist das zweite Haus nun im MGH-Folgeprogramm II neu hinzu gekommen. Das Haus in Jena ist eines von zwei neuen Häusern in Thüringen (das andere ist in Erfurt) und sie sind zu den 23 bestehenden Häuser 2012 hinzu gekommen. Am 1. März letzten Jahres begann in Jena-Lobeda die Arbeit und heute konnte ich mich vor Ort davon überzeugen, dass die Arbeit gut läuft. Die stellvertretende AWO-Vorsitzende Katja Glybowskaja und die Leiterin des MGH Sabine Dinter erläuterten mir die Angebotsvielfalt des Hauses. Dabei kann die AWO auf breite Erfahrungen zurückgreifen und mit der MGH-Arbeit vernetzen. Der Fachdienst für Migartion und Integration ist im gleichen Gebäude, ebenso untergebracht wie eine Kita, ein Pflegedienst und ein Weiterbildungsinstitut. Die vier Themenschwerpunkte des MGH II Programm lassen sich damit bereits gut abarbeiten. Den Schwerpunkt setzt die AWO aber auf Integration und Bildung. Vom interkulturellem Kochen, über das Sprachkaffee bis hin zu Bildungskursen reicht das Angebot. Neben dem Besuch de derzeitigen Mehrgenerationenhaus-Standorts waren wir auch auf der Baustelle für das neue Mehrgenerationenhaus und besuchten die dort sich anschließende Kita. Der Wohnpark Lebenszeit wird 2014 in Betrieb genommen. Ich bin mir sehr sicher, dass das MGH auch über den Förderzeitraum des MGH Folgeprogramms II hinaus seinen festen Platz in diesem Konzept haben wird. Die engagierte Arbeit der Mitarbeiter und die gute Vernetzung in die Kommune sorgen schon jetzt für viel Anerkennung. Ich werde spätestens am Tag der Generationen am 19. Juni 2013 wieder in Jena die beiden dortigen MGH-Projekte gerne vor Ort unterstützen. Bericht über den Termin in Jena TV Bilder aus Jena    

Fraktionsforum zur ICE-City

Mit der neuen ICE-Streckenführung und dem Verkehrsknoten kommen die Menschen zwar auch schneller aus Erfurt weg, aber es ist wichtig, dass sie aus allen Teilen der Bundesrepublik auch schneller nach Erfurt kommen und nach Möglichkeit auch in Erfurt eine Zeit oder länger bleiben. Dies ist kurz zusammen gefasst das Fazit unseres Fraktionsforums zur ICE-City mit dem Verkehrsminister Christian Carius. Im Jahr 2015 soll die ICE-Neubautrasse von Erfurt nach Halle und Leipzig und 2017 die Hochgeschwindigkeitstrasse nach Nürnberg in Betrieb gehen. Die zentrale Lage der Thüringer Landeshauptstadt in Deutschland und auch in Europa prädestiniert sie nicht nur als optimale Anschluss- und Schnittstelle des Bahnverkehrs, sondern darüber hinaus eröffnen sich weitere Möglichkeiten, diesen logistischen Vorteil zu nutzen. Die ICE-City ist in Erfurt mittlerweile in aller Munde, sie ist das wichtigste städtebauliche Projekt der nächsten Jahre. Die zentrale Lage Erfurts und die unmittelbare Nähe der ICE-City zum Hauptbahnhof bietet sich als Kongress- und Tagungszentrum an und ist sprichwörtlich nahe liegend – egal aus welcher Richtung man in Deutschland anreist. Jedoch ist von den konkreten Planungen und konkreter Entwicklung noch nicht viel zu spüren, obwohl die Zeit allmählich knapp wird. Viele Fragen sind derzeit noch ungeklärt. Deshalb haben wir als Stadtratsfraktion die Initiative ergriffen und zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ICE-City Erfurt – Zukunft in der Mitte Deutschlands eingeladen. Christian Carius MdL, Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr stellte dabei die Prognos-Studie zur ICE-City vor. Volker Hädrich, Konzernbevollmächtigter Deutsche Bahn AG für den Freistaat Thüringen sprach über das Integrierte Schienenverkehrskonzept für Thüringen 2015 / 2017 und Dr. Reinhard Scholland, Abteilungsleiter Stadt- und Regionalentwicklung der LEG Thüringen, erläuterte die Chancen für die Wirtschaftsentwicklung Erfurts und Thüringens durch den ICE-Knoten. Der große Volkswirt und Verkehrsstratege Friedrich List entwarf im 19. Jahrhundert das Eisenbahnnetz für Deutschland. Das wurde damals auch so gebaut und ist heute ein zentraler Teil des Eisenbahnnetzes der Deutschen Bahn, bis auf die Verbindung Bamberg – Erfurt. Wahrscheinlich wegen der sehr aufwendigen Thüringer-Wald-Querung wurde diese Verbindung zwischen Bayern und Thüringen damals nicht gebaut, es wird aber deutlich, dass bereits im 19. Jahrhundert eine solche Eisenbahntrasse als bedeutsam eingeschätzt wurde. 1991 hat die Kohl-Regierung das Konzept Verkehrsprojekte Deutsche Einheit mit 17 Projekten verabschiedet. Diese sollten mit neuen und auszubauenden Eisenbahn- und Autobahnverbindungen die deutsche Einheit für die Menschen erlebbar machen und den Wirtschaftsverkehr ermöglichen. Für die Wirtschaftsentwicklung Thüringens wurden diese Verkehrsprojekte eine Erfolgsgeschichte. Heute sind fast alle Projekte in Betrieb bis auf das VDE 8.1. Nürnberg – Erfurt und VDE 8.2. Erfurt – Halle/Leipzig. Anfang 1999 wurden die Mittel für den Weiterbau von VDE 8.1. und 8.2. durch die damalige Schröder-Regierung gestrichen. Herr Müntefering war damals Minister und Herr Machnig Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Vorausgegangen war erbitterter Widerstand von SPD, PDS und Grünen gegen dieses Eisenbahnprojekt auf allen politischen Ebenen. Jörg Kallenbach gründete damals mit den Präsidenten der IHK und der HWK Erfurt sowie Wolf-Ulrich Steube und Alfred Müller die Interessengemeinschaft Erfurt pro ICE. Es wurden vielfältige Aktionen gestartet u. a. tausende Unterschriften für den Weiterbau gesammelt. Als Angela Merkel Bundeskanzlerin wurde war das Ziel erreicht, es wurden die erforderlichen Mittel wieder bereitgestellt und so wird seit 2005 wieder gebaut. Allerdings sind wertvolle Jahre verloren gegangen. Wir betrachten dieses Milliardenprojekt als eine Jahrhundertchance für unsere Region. Nun geht es darum, dass Thüringen und Erfurt sich rechtzeitig auf die Inbetriebnahme vorbereiten und die richtigen Schritte einleiten. Dabei kann die Prognos-Studie, die vom TMBLV in Auftrag gegeben wurde und seit Kurzem vorliegt, einen wichtigen Impuls geben. Unsere CDU Kreisvorsitzende Marion Walsmann, die zugleich Sprecherin der Initiative „Neue ICE-City“ ist, stellte den 60 Forumsteilnehmern den Forderungskatalog des Vereins vor und Jörg Kallenbach, unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender, fasste die Position der Fraktion am Ende zusammen. Wir wollen, dass das Thema in Erfurt Chefsache wird. Unser Fraktionsforum ist dabei nur eine Zwischenstation und nicht Endstation der Diskussion! Mehr Bilder vom Forum Beitrag im Thüringen Journal des MDR    

Ausflug ins Allgäu

Von der Wochenendtour ins Allgäu ist das SWE Volley-Team zwar ohne Punkte, aber dennoch mit guten Eindrücken zum Saisonfinale zurück gekommen. Unser Steinbrück-Bus war voll. Der Vorstand war komplett an Bord und die treuen Fans unserer Mädels ebenso. In der Allgäu-Sporthalle in Sonthofen konnten wir so “Heimstimmung” für unsere Mädels schaffen. 10 Gästetrommeln standen den fünf einheimischen Trommeln gegenüber, bzw. neben ihnen am Spielfeldrand. Zum Ende einer erfolgreichen Saison ging es für unsere Bundesligadamen am Samstag ins Allgäu. Rund 500 km südlich von Erfurt stand das letzte Saisonspiel gegen die TSV Sonthofen auf dem Programm. Neben dem immer wieder neuen Prestigeduell in der 2. Liga, ging es für beide Teams noch um die Abschlussplatzierung in der Tabelle. Für unsere Mädels war der Platz fünf (als erklärtes Saisonziel schon gesichert) und es bestand nur noch die theoretische Aussicht auf Platz 3 oder 4, wenn wir mit 0:3 gegen Sonthofen gewinnen würden. Diesen Platz 3 wollte aber Sonthofen sich weder von uns noch von Bad Soden nehmen lassen, deshalb brauchten auch sie den Sieg. Nach der langen Anreise blieb uns noch etwas Zeit, das Allgäu-Städtchen zu erkunden, bevor es am Abend um Punkte ging. Die Stimmung in der Halle war gut vor, während und auch nach dem Spiel. Ein spannendes Fünf-Satz-Spiel begeisterte die Fans auf beiden Seiten. Leider verloren unsere Mädels den fünften Satz mit 15:11 und damit das Spiel mit 3:2, aber da es kein 0:3 mehr werden konnte, war die große Spannung schon nach dem zweiten Satz raus. Meine vereinsinterne Wette mit unserem Schatzmeister Thomas Recknagel um eine Kiste Barolo-Wein hatte ich somit verloren. Zum Saisonbeginn hatte ich auf eine Platzierung von 4 oder besser und er auf 5 oder schlechter gesetzt. Gefeiert haben wir nach dem Spiel gemeinsam mit den Sonthofener Fans – bei uns am Tisch gab es neben dem einheimischen Bier auch Barolo 🙂 Auf der Tanzfläche dominierten unsere Mädels und unser Hallensprecher Stephan Siegl griff sich das Mikrofon und sang sogar!!! Jetzt steht nur noch das Pokalfinale an und ansonsten geht es an sie Vorbereitung der neuen Saison. Am 21. September startet die Saison 2013/2014. Wetten auf das Saisonergebnis werden schon wieder entgegen genommen. Bildergalerie bei flickr Spielbericht aus Erfurter Sicht… … und aus Sicht von Sonthofen  

Jahresempfang der CDU mit dem Thema Bundeswehr

Mit Staatsekretär Christian Schmidt, MdB und Antje Tillmann, MdB
Der traditionelle Neujahrsempfang der Erfurter CDU und der Stadtratsfraktion hat sich in den letzten Jahren immer weiter in das Jahr hinein verlagert und so war es auch in diesem Jahr Anfang April ein Jahresempfang. Mit dem parlamentarischen Staastsekretär im Bundesministerium für Verteidigung Christian Schmidt, MdB haben wir die Bundeswehr in den Mittelpunkt des Abends geholt. Erfurt gehört bei der Bundeswehrreform zweifellos zu den Gewinnern. Künftig wird von Erfurt aus die ganze Logistik der Bundeswehr koordiniert und so entstehen über 400 neue Dienstposten in Erfurt. Im Gegensatz zu den Logistikstandorten, für die der Oberbürgermeister und der Wirtschaftsminister in den letzten Tagen so gerne Bänder durchschneidet, zählen diese Dienstposten zu den hochqulifizierten und auch gut vergüteten Stellen. Die neuen Bundeswehrdienstposten sind für die CDU Anlass zur Freude und auch Anlass die neuen Erfurterinnen und Erfurter herzlich willkommen zu heißen – leider sind wir die einzige Partei im Erfurter Stadtrat, die sich klar zur Bundeswehr bekennt. Christian Schmidt ging in seiner Rede sowohl auf die aktuelle Situation der Bundeswehr ein, als auch auf die Bundeswehrstandortreform – bei es auch in Thüringen erhebliche Veränderungen gab. Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren zu unserem gemeinsamen Empfang gekommen, auch um mehr über die anstehenden Herausforderungen im Wahljahr 2013 und in Vorbereitung des Wahljahres 2014 zu hören. Antje Tillmann, unsere Bundestagsabgeordnete tritt im September an um ihren Wahlkreis zu verteidigen. Sie ging in ihrer Rede auf die Familienpolitik intensiv ein. Bei meinem Grußwort habe ich den Focus auf die Kommunalwahl im kommenden Jahr gerichtet. Unter unseren Gästen war auch der Europaabgeordnete Dieter Koch, der ebenfalls im nächtste Jahr sein Mandat erneut erringen will und dann ist auch noch die Landtagswahl. Genug also politisch zu tun im Wahl- und Vorwahljahr und unser Jahresempfang soll dazu motivieren.

Freiwilligendienste als Thema an der Salzmannschule

Die Studien- und Berufsorientierung steht am Salzmann-Gymnasium in Schnepfenthal schon bei den Schülern der 10. Klasse weit oben auf der Tagesordnung. An der Spezialschule für Sprachen, die eine der angesehensten Schulen im Freistaat Thüringen ist, findet dazu einmal im Jahr ein ganzer Thementag statt. Dabei wird über Studienmöglichkeiten ebenso informiert, wie über technische Berufe. Als Generationenbeauftragter und Verantwortlicher für den Bundesfreiwilligendienst habe ich mich über die Einladung zum diesjährigen SBO-Tag in dieser Woche gefreut. Wie im letzten Jahr auch, wollten die Schülerinnen und Schüler der 10. bis 12.Klasse Informationen zum neuen Instrument des Bundesfreiwilligendienstes sowie zu den Jugendfreiwilligendiensten im Freistaat. Die Jugendfreiwilligendienste haben schon eine lange Tradition und dienten in den letzten Jahren oft auch zur Berufsorientierung oder zur Überbrückung von Wartesemestern. Die schwierige Situation am Ausbildungsmarkt sorgte dafür, dass viele Stellen „überzeichnet“ waren, d.h. es gab deutlich mehr Bewerber als Plätze. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der Verbesserung am Arbeitsmarkt geht in dem Bereich die Nachfrage zurück. Kontinuierlich steigend ist hingegen das Interesse am Bundesfreiwilligendienst. Den BFD gibt es noch keine zwei Jahre, aber alle der 35.000 Plätze bundesweit und der rund 2.300 Plätze in Thüringen sind ausgebucht. Neue Stellen zum BFD können erst zum Jahresende besetzt werden. Insofern ist der BFD zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Allerdings gibt es immer noch Nachjustierungsbedarf. Als Mitglied der Evaluationsgruppe und der Bund-Länder- Gruppe zum BFD diskutiere ich regelmäßig mit meinen Kollegen in Berlin Forderungen, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Mitte Mai werden wir dazu wieder zusammentreffen. In der letzten Woche gab es bei den Forderungen wieder einen (kleinen) Erfolg zu verzeichnen. Die Anrechnungsfreigrenze wurde von 175 Euro auf 200 Euro für ALG II – Bezieher angehoben. Über das Interesse der (überwiegend) Schülerinnen an den Freiwilligendiensten habe ich mit gefreut. Nach dem einstündigen Vortrag gab es noch etliche Nachfragen. Bedingt durch ihre intensive Sprachausbildung (jeder Schüler der Salzmannschule lernt mindestens vier Sprachen), war das Interesse an Freiwilligendiensten im Ausland besonders groß. Gerne werde ich auch im kommenden Jahr wieder beim SBO-Tag dabei sein. Artikel in der TA  

Moderationskreistreffen der Thüringer Mehrgenerationenhäuser

Gestern trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der 25 Thüringer Mehrgenerationenhäuser, auf Einladung von Gundula Bomm als Sprecherin des Moderationkreises, im INSA Haus in Erfurt. Bei dem ersten Treffen für das Jahr 2013 stand u.a. das Thema „Integration und Bildung“ auf dem Programm. Petra Heß, die Ausländerbeauftragte der Thüringer Landesregierung, gab einen Überblick zu den Aufgaben als Beauftragte im Freistaat und zu dem Themenschwerpunkt „Integration“. Sie berichtete, dass der Anteil der ausländischen Mitbürger in Thüringen unter 3% liegt. Dieser geringe Anteil spiegelt sich auch in der Arbeit der Thüringer Mehrgenerationenhäuser wieder. Nur 14 der 25 MGHs bieten Integrationsangebote in ihren Häusern an. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass für eine gute Integration an erster Stelle die Begegnungen und gemeinsame Veranstaltungen stehen müssen. Ute Birckner von der Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Thüringen / Verbund Evangelische Elternbildung Thüringen, stellte zu dem Themenschwerpunkt „Bildung“ ein Modellprojekt unter dem Namen „Gekniggte Eltern – Eltern für Eltern…Ein Modellprojekt partizipativer Elternbildung“ vor. Ich begleite das Thüringer Netzwerk der Mehrgenerationenhäuser nun schon seit zwei Jahren und war bei fast allen Treffen dabei. Gestern habe ich die Themen Antidiskriminierung, die mögliche Fördersituation der MGHs durch Bund / Länder nach dem Folgeprogramm II in die Beratung eingebracht und einen Überblick zum Bundesfreiwilligendienst (BFD) gegeben. Beim BFD lagen Erfurt, Nordhausen und Jena bereits nach einem Jahr deutschlandweit mit an der Spitze. Man könnte sogar sagen, dass es derzeit etwa genauso viele Freiwillige, wie es einst Zivildienstleistende gibt. In Thüringen leisten etwa 2.262 Bundesfreiwillige zurzeit ihren Dienst, mehr als in jedem anderen Bundesland bezogen auf die Einwohnerzahl. In Thüringen sind 80% der Bundesfreiwilligendienstleistenden über 27 Jahre alt, während diese Altersgruppe deutschlandweit nur einen Anteil von 35% umfasst. Die Nachfrage ist auch weiterhin deutlich höher als die Zahl der verfügbaren Stellen. Des Weiteren wurde rückwirkend ab den 01.01.2013 die Taschengeldfreigrenze für ALG II – Bezieher auf 200,00 € erhöht. Terminankündigungen: Am 11. Juni 2013 wird voraussichtlich in Waltershausen das nächste Moderationskreistreffen stattfinden. Am 18. Juni 2013 findet in Erfurt die Regionalkonferenz der Mehrgenerationenhäuser statt.

Zum Gespräch beim Landesjugendring

Lange ist es her, aber um so notwendiger war einmal wieder das heutige Gespräch mit dem Vorstand des Landesjugendrings Thüringen. Während ich zu meinen aktiven Junge Union Zeiten und auch während der Zeit als sozialpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in der Regel in jedem Monat mit den Thüringer Jugendverbänden zu tun hatte und bei vielen Landesjugendversammlungen dabei war, hat sich der Kontakt in den letzten Jahren leider etwas reduziert. Als Generationenbeauftragter bin ich aber für das Miteinander aller Generationen zuständig und so haben wir uns heute in der Geschäftsstelle der LJR getroffen. Wir sind alle älter geworden, aber beruhigend dass immernoch einige der Akteure als Jugendverbansvertreter dabei aktiv dabei sind, die ich seit Anfang der 90ger Jahre kenne. Als Generationenbeauftragter war zumindest das Aufgabenfeld im letzten Jahr stark dem demografischen Wandel angepasst und damit recht seniorenlastig. In diesem Jahr stehen wieder mehr Familien und die junge Generation im Blickpunkt. Über die Fragen wie der jungen Generation Perspektiven in Thüringen gegeben werden kann, habe ich heute mit dem LJR intensiv diskutiert. Auch wenn sich die Ausbildungs- und Jobperspektiven für junge Menschen inzwischen deutlich verbessert haben, fehlt nun ein großer Teil der abgewanderten Generation. Gerade dies ist eine demografische Herausgforderung, die ich gerne gemeinsam inhaltlich mit dem LJR angehe. Darüber hinaus haben wir über den Bildungsbereich und dabei über die Situation an den Förderschulen im Rahmen der Inklusion gesprochen. Da stehen noch große Herausforderungen an, bis das wünschenswerte Ziel in Thüringen erreicht ist! Auch um mein zweites großes Aufgabengebiet ging es beim heutigen Gespräch mit dem Landesjugendring. Das Themengebiet der Antidiskriminierungsfragen steht seit Januar bei mir weit oben auf der Agenda. Dazu treffe ich mich mit vielen Vertretern von Vereinen und Verbänden. Heute gleich zwei Mal und jeweils mit viel inhaltlicher Übereinstimmung bei den Gesprächen. Am Vormittag war ich bei Oberkirchenrat Christhard Wagner, dem Beauftragten der Evangelischen Kirchen im Freistaat, zu Gast. Auch wir kennen uns schon aus den Zeiten des Landesjugendhilfeausschusses, den Christhard Wagner viele Jahre geleitet hat. Zum Thema Antidiskriminierung werden wir vor allem beim Thema Fortbildung vom Multiplikatoren zusammenarbeiten, dies haben wir heute bei beiden Gesprächsterminen vereinbart.