“Tagespflegepersonen sorgen für eine flexible und fürsorgliche Betreuung von Kindern. Sie sind damit für viele Eltern eine wichtige Stütze in der Organisation ihres Familien- und Berufslebens”, betonen die Fraktionsvorsitzendenden Michael Panse (CDU) und Prof. Dr. Ingeborg Aßmann (Freie Wähler).
In einem gemeinsamen Antrag fordern die beiden Fraktionen, die Vergütung je Tagespflegekind von derzeit monatlich 434 Euro auf 520 Euro zu erhöhen. Der Vorschlag des Jugendamtes hingegen sieht lediglich vor, den derzeitigen Betrag trotz deutlich gestiegener Landeszuschüsse nur um 46 Euro auf 470 Euro anzuheben. Dieser Betrag erscheint vor dem Hintergrund der um 170 Euro gestiegenen Landeszuschüsse als deutlich zu gering.
Ralf Beckert, für die Freien Wähler im Jugendhilfeausschuss, erklärt dazu: „Wir möchten die Erhöhung des Landeszuschusses nutzen, um mit einer Anhebung der Vergütung für die Tagespflege ein deutliches Zeichen der Stadt Erfurt zur Anerkennung dieser Erziehungs- und Bildungsarbeit zu setzen.“
Als fachlich richtig unterstützt der Jugendhilfeausschuss die Intention des Antrages. Zudem soll die Verwaltung bis zur Stadtratssitzung über die finanziellen Auswirkungen der Vergütungserhöhung informieren.
“Vor dem Hintergrund der Erhöhung des Landeszuschusses für jeden belegten Platz für Kinder unter drei Jahren auf 270 Euro ist eine solche Anhebung nur folgerichtig. Die Tagespflege darf als gleichwertiges Betreuungsangebot nicht zurückstehen”, erklärte die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Prof. Aßmann zum Vorstoß von CDU und Freien Wählern.
Das Land hat im Zuge des neuen Kita-Gesetzes neben der Erhöhung des Landeszuschusses auch einen verbesserten Personalschlüssel festgeschrieben. Demnach nimmt sich ein Tagespflegeplatz im Vergleich zum Krippen- oder Kitaplatz für Kinder unter drei Jahren immer noch deutlich günstiger aus. Ein Krippenplatz kostet – den verbesserten Personalschlüssels eingerechnet – monatlich mindestens 1.000 Euro. Demgegenüber ist ein Tagespflegeplatz eine vergleichbar kostengünstigere Alternative.







Gestern feierte die AGETHUR, die Landesvereinigung für Gesundheitförderung Thüringen e.V. im Baroksaal der Staatskanzlei ihr 20jähriges Jubiläum. Die Stärkung der Gesundheitförderung und Prävention ist das zentrale Anliegen der AGETHUR. In diesem Bereich gibt es weiter viel zu tun. Jüngste Untersuchungen zum Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen weisen auf die Aufgaben hin. Zur Gesundheit und Mobilität von Senioren veranstaltete die AGETHUR erst letzte Woche eine Fachtagung und Gesundheitsdefizite von Männer standen gestern mal ausnahmsweise auch im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion.
Am gestrigen Weltmännertag ging es entgegen der Annahme vieler das Thema Männergesundheit Belächender nicht um eine Beförderung des Suchtpotentials, analog zu Sauftouren am Vatertag, sondern tatsächlich um die Defizite bei Prävention und Vorsorge sowie dem Umgang mit Erkrankungen von Männern. Im Jahr 2000 hat Michail Gorbatschow den Aktionstag als Schirmherr begründet. Seit dem werden jährlich am 3. November Aktionen gestartet, um das Thema aus dem Schatten der öffentlichen Diskussion zu holen. Tatsache ist, dass die Lebenserwartung von Männern sieben Jahre unter der von Frauen liegt.
Stress, Suchtverhalten, ungesunder Lebenswandel begünstigen dies. Vor allem tragen aber auch die mangelnde Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen und das fehlende Eingeständnis von Gesundheitsdefiziten dazu bei. Selbst bei der gestrigen Tagung der AGETHUR konnte ich feststellen, dass selbst viele Gesundheitsexperten dieses Thema dennoch eher als Randthema betrachten. Ich werbe schon seit einigen Jahren dafür, dass sich dies ändert. Das Thema ist derzeit fats das gleiche Tabuthema wie Gewalt gegen Männer und Jungen. Im Landtag habe ich dazu vor einigen Jahren den Startschuss mit diversen Anfragen gegeben und das Thema bei 




