Blogeinträge

Solidarität mit der Ukraine

Vor 10 Jahren in Erfurt
Nachrichten, die die Menschen in Sorge versetzen gingen gestern Abend über die Ticker. Putins Truppenbewegungen auf das Gebiet der Ukraine dokumentieren, dass die ganze Diplomatie der letzten Wochen an ihre Grenzen gekommen ist. Nachdem in der letzten Woche noch diverse EU- und Bundespolitiker nach zahlreichen Gesprächen optimistisch war und die SPD Führungsspitze sich selbst für ihr Verhandlungsgeschick feierten, war dies heute nichts mehr wert. Seit sieben Jahren geht die permanente Anspannung und Kriegsangst in der Ukraine um. Jetzt sind die Amerikaner und die EU gefordert ihre deutlichen Sanktionen gegen Russland auch durchzuziehen. Und es geht natürlich auch um eine direkte Unterstützung für die Ukraine und nicht nur um von Deutschland angebotenen 5.000 Helme. Vor 10 Jahren habe ich Vitali Klitschko in Erfurt begrüßen können. Mit einer Delegation der UDAR war er beim Landestag der Jungen Union Thüringen zu Gast und anschließend in Erfurt zur Unterstützung bei meinem damaligen Oberbürgermeister-Wahlkampf. Er selbst war damals Vorsitzender der Oppositionspartei UDAR und im Wahlkampf um das Amt der Oberbürgermeisters in Kiew. Seit dieser ersten Begegnung habe ich Vitali Klitschko noch zwei Mal bei Bundesparteitagen der CDU getroffen und die politische Situation in der Ukraine aufmerksam verfolgt. Aus kurzen Gesprächen mit einer Kollegin bei der Landeszentrale für politische Bildung, die aus der Ukraine stammt und derzeit bei uns ein Europäisches Freiwilligenjahr absolviert, weiß ich um die Sorgen und Hoffnungen der Menschen dort. Unsere Gedanken und unsere Solidarität sind jetzt in der Ukraine und ich hoffe, dass die EU, aber auch weltweit die Staatengemeinschaft deutlich macht, dass sie das völkerrechtswidrige Verhalten Russlands nicht hinnehmen werden.

Blooming Landscapes

Die neue Helmut-Kohl-Straße
Blühende Landschaften – dies war der Titel einer CD der Jungen Union Baden-Württemberg im Jahr 1994. Die Blühenden Landschaften im Osten Deutschlands, waren im letzten Sommer bei der Buga2021 in Erfurt auf der EGA und dem Petersberg, aber auch in der ganzen Stadt zu sehen. Helmut Kohl hatte den Begriff der blühenden Landschaften heute vor 32 Jahren auf dem Domplatz geprägt. Am 20. Februar 1990 hielt er vor über 100.000 Menschen in Erfurt seine legendäre Rede, wo er den Weg zur Deutschen Einheit skizzierte und mit den Vertretern der CDU, des Demokratischen Aufbruchs und der DSU den Volkskammerwahlkampf eröffnete. Nach seinem Tod im Juni 2017 haben wir, die CDU-Stadtratsfraktion in Erfurt, beantragt eine Straße in der Nähe des Domplatzes nach ihm zu benennen. Im Oktober fasste der Stadtrat mit den Stimmen von CDU und SPD den Beschluss. Heute war es nun endlich soweit und die offizielle Einweihung der Helmut-Kohl-Straße fand statt. Die Straße am Petersberg wurde neu gewidmet und da war es die richtige Gelegenheit im Jahr 2020 den Straßennamen festzulegen – lediglich die coronabedingten Einschränkungen verhinderten zwei bereits geplante Einweihungstermine. Über 70 interessierte Erfurterinnen und Erfurter waren dabei, als heute Oberbürgermeister Andreas Bausewein eine würdigende Rede zu Helmut Kohl und unser Alt-OB Manfred Ruge persönliche Erinnerungen beisteuerte. Am Donnerstag konnte ich mit Frau Maike Kohl-Richter, der Frau von Helmut Kohl telefonieren. Sie sagte mir, dass sie gerne bei dem Termin dabei gewesen wäre, aber leider terminlich verhindert ist. Neben einen Brief, den sie an die Stadtratsfraktionen und den OB geschrieben, bat sie mich daran zu erinnern, dass Helmut Kohl sich über diese Ehrung sehr gefreut hätte. Besonders gefallen hätte ihm, dass in der Straße derzeit neben einem Wohnprojekt mit 95 Wohnungen auch ein Kindergarten entstanden ist. Anschließend haben wir uns mit einem Dutzend ehemaliger politischer Mitstreiter in der Hohen Lilie getroffen. Helmut Kohl ist dorthin – quer durch die Menschenmenge – nach seiner Rede gegangen. In meinem Archiv habe ich noch einen DVD von der kompletten Rede auf dem Domplatz. Dieses Video haben wir uns gemeinsam angesehen. Für mich war der 20. Februar 1990 politisch prägend. Ich habe an dem Tag erstmals Helmut Kohl erlebt und ihm die Hand geschüttelt. In den Folgejahren gab es immer wieder Treffen in kleinerer und größerer Runde. Helmut Kohl war ein großer Europäer und der Architekt der Deutschen Einheit. Zu Recht haben wir ihn heute in Erfurt geehrt. Bilder von der Straßenwidmung

Egal, wie es kommt, wir bleiben närrisch!

Unser Showballett
Unser Motto der 60. Saison beim MKC in Marbach knüpft natürlich an das Corona-Thema an. Heute fand der 1. Frühschoppen der Saison statt und bis das Motto an der Wand hing und die Halle für die Veranstaltung umgebaut war, war es ein unsicherer Weg. Vor etlichen Wochen haben wir im Elferrat (bei uns heißt es Ministerrat) länger diskutiert, wie wir mit dem Karneval in dieser Saison umgehen. Viele Vereine haben ihre Veranstaltungen frühzeitig abgesagt, ebenso wie die GEC den Umzug. Da in Marbach die drei Frühschoppen das Gerüst jeder Saison sind, entschieden wir in einer abgespeckten Version zu planen – sozusagen als Garagenkarneval. Unter Corona-Bedingungen war klar, dass es nur mit einem reduzierten Programm, unter 2G+ Regeln und mit reduzierter Teilnehmerzahl (max. 150) gehen würde. Als wir dies alles planten war noch nicht abzusehen, dass es in den letzten Tagen immer mehr Lockerungen in den Verordnungen und Verfügungen geben würde. Insofern hatten wir das Glück aber auch den Mut zur richtigen Zeit die Entscheidung getroffen zu haben. Heute nun war es so weit und der erste Frühschoppen ging über die Bühne. Insbesondere für die Nachwuchs-Aktiven war es ein Besonderer Moment vor Publikum auf der Bühne zu stehen. Für alle Aktiven – dieses Jahr haben wir das vierstündige Programm ausschließlich mit Aktiven aus dem Verein gestemmt – sind die Zuschauer der Grund auf der Bühne zu stehen. Zwei Jahre hintereinander ohne Veranstaltungen machen jedem Verein zu schaffen, im Sport genauso wie in der Kultur oder beim Karneval. Aktive hören auf, Übungsleiter und Trainer fehlen und die Nachwuchsgewinnung wird schwer. Ich hoffe für jeden Verein, dass die schwierige Zeit bewältigt werden kann. Bilder und Videos vom 1. Frühschoppen beim MKC    

Sport wieder mit Zuschauern

Gedankenaustausch vor dem Tor
Endlich dürfen wieder Zuschauer zu Sportveranstaltungen! Zwar nur mit Coronaeinschränkungen, aber immerhin können Fans wieder dabei sein. Heute Abend war ich deshalb gerne wieder einmal beim Eishockey. Nachdem wir seit zwei Wochen eine intensive Diskussion um die Halle haben, wollte ich mal sehen, was die Black Dragons gegen Halle spielen. Die Derby-Spiele gegen Halle haben immer eine besondere Brisanz und sind auch auf dem Eis heiß umkämpft. In diesem Jahr kam aber Halle als Tabellenführer und Favorit – Erfurt ist derzeit auf Platz 8. Wer aber unter den rund 450 Fans geglaubt hatte, es würde friedlicher, als sonst abgehen, sah sich schon nach wenigen Minuten getäuscht. Der Hallenser Kapitän Sturm fing die erste heftige körperliche Auseinandersetzung gleich nach Spielbeginn an. Probleme bereitete er damit vor allem seiner eigenen Mannschaft. Seine Teamkollegen Große und Becker mischten kräftig mit, letzterer legt sich zu allem Überfluss noch mehrfach mit Zuschauern an. Neben diversen Strafen fanden die Hallenser im 1. Drittel nicht ins Spiel und so stand es 1:1. Im zweiten und dritten Drittel wurde es ruhiger und Halle gewann spielerisch die Oberhand und siegte schließlich 1:4. Am Dienstag steht das nächste Spiel und das nächste Derby auf dem Programm dann geht es gegen Leipzig. Allerdings nur, wenn genügend Spieler zur Verfügung stehen. Wie bei vielen anderen Vereinen, hat es auch die Black Dragons erwischt und einige Spieler sind in Quarantäne.

Helmut-Kohl-Straße wird eingeweiht

Am 20. Februar 1990 sprach Helmut Kohl vor 100.000 Menschen auf dem Erfurter Domplatz und skizzierte dabei den Weg zur Deutschen Einheit. Ein Ereignis, das die neuere Stadtgeschichte prägt. Genau 32 Jahre später, am kommenden Sonntag, wird die Helmut-Kohl-Straße am Fuße des Petersbergs eingeweiht. Oberbürgermeister a.D. Manfred Ruge wird mit einem Grußwort die besondere Bedeutung des Straßennamens hervorheben.

“Der Besuch Helmut Kohls in Erfurt war für viele Menschen ein prägendes Erlebnis und ein historischer Moment für die Stadt. Daher ist die Benennung einer Straße in der Nähe des Domplatzes eine angemessene Würdigung dieses wichtigen Ereignisses und des großen Europäers Helmut Kohl. Es uns besonders, dass die offizielle Einweihung der Helmut-Kohl-Straße am kommenden Sonntag nachgeholt wird“, kommentiert Fraktionsvorsitzender Michael Hose die Einweihung am 20. Februar.

Helmut Kohl sprach auf dem Domplatz zu den Erfurterinnen und Erfurtern: „Sie sind genauso verlässlich, genauso intelligent, genauso einsatzbereit wie die Menschen in der Bundesrepublik. Und ich bin sicher: wenn sie mit einer harten D-Mark eine Ware kaufen können, die sie wollen, wenn sie frei über ihr Leben entscheiden können, wenn sie ihr persönliches Glück finden können, wie sie es wollen, dann wird auch dies Land der DDR, dann wird dieses Thüringen, diese alte Stadt Erfurt, genau wie alle anderen Städte der Bundesrepublik Deutschland ein blühendes Gemeinwesen werden.“

Stadtrat Michael Panse fügt hinzu: ” Ich erinnere mich noch gut daran, an diesem Tag auf dem Domplatz zu stehen, kurz vor den ersten freien Wahlen in der DDR. Auch wenn es ein langer und schwerer Weg war, hat Helmut Kohl mit seinen Worten eine Weitsicht gezeigt, die heute Realität geworden ist.”

Auf Antrag der CDU-Fraktion beschloss der Stadtrat am 18. Oktober 2017 die Benennung einer neugebauten Straße am nördlichen Fuße des Petersbergs nach Helmut Kohl.  Am 06.03.2020 trat die Benennung in Kraft. Die Einweihung findet am 20.02.22 um 10:00 Uhr statt unter 2G. Die für 2020 geplante Einweihung musste pandemiebedingt mehrfach verschoben werden.

Veranstaltungsrück- und -ausblick

Der Newsletter 4/2022
Gerade einmal sechs Wochen sind im neuen Jahr vorbei und schon konnte ich heute bereits den vierten Newsletter der Landeszentrale für politische Bildung verschicken. Rechtzeitig zum Wochenende gibt es noch Informationen von der LZT und da ich meinen Job gerne mache teile ich den Newsletter auch hier und würde mich freuen, wenn wir neue Abonnenten gewinne. In unserem aktuellen Newsletter 4/2022 gibt es einen Rückblick auf drei Online-Veranstaltungen der LZT zum Thüringen-Monitor, zur Präsidentschaftswahl in Frankreich und zur LZT-Studie “Politische Bildung online”. Darüber hinaus werden die aktuell bevorstehenden Termine und mehrere neue Publikationen der LZT vorgestellt. Viel Spaß beim lesen! Für den Newsletter kann man sich auf der Homepage der LZT eintragen und dann kommt er alle 14 Tage – oder öfter 😉

Kommunikationsprofis am Werk

Den Fehler hat die Stadt zu verantworten – egal ob vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht!
Das ist “vorsichtig formuliert” schon ein ausgesprochen verwunderlicher Vorgang! Da schreibt die Erfurter Stadtverwaltung (wer eigentlich genau, wird nicht ersichtlich) einen offenen Brief an einen Journalisten der Thüringer Allgemeine Erfurt/TLZ Erfurt bezüglich eines Zeitungskommentars – schon so etwas passiert ausgesprochen selten. Worte wie “Boulevardjournalismus”, “unreflektierte Darstellungen” und schließlich sogar der Vorwurf der “strafrechtlich relevanten üblen Nachrede“ kommen dann in dem Brief vor. Worum geht es eigentlich? Ein Journalist hat einen Zeitungskommentar geschrieben – einspaltig und vom Umfang knapp gehalten. Er kritisiert darin das Handeln der Stadt Erfurt im Vergleich zum erhobenen Anspruch Sportstadt zu sein. In dem Kommentar geht es um die Eishalle, die MTV-Sportstätte, Mieterhöhungen für Sportstätten, Parkgebühren für Übungsleiter und die Sporthalle in Bischleben. Alles, wie in einem Kommentar durchaus üblich, in knappen Worten. Aber offensichtlich hat der Kommentar getroffen – wen auch immer. Im Text war der Oberbürgermeister benannt, also steht zu vermuten, dass er sich getroffen fühlt. Die Verwaltung hat auf den Kommentar reagiert, auch wenn damit kein einziges der angesprochenen Probleme gelöst wird. Passage 1: Selbstlob der Stadtverwaltung mit der Einschränkung, dies bedeute nicht, “dass sämtliche auf der Welt betriebenen Sportarten in Erfurt mit gleicher Intensität gefördert werden”. Passage 2: Ein ziemlich abenteuerliches Schönreden ist in dem Brief dann in einer ganzen Passage zur Sanierung der Erfurter Eishalle zu finden. Diese Passage ist allerdings nach meiner Meinung für die bevorstehende Haushaltsberatung wichtig, denn sie begründet den Haushaltsänderungsantrag der CDU Stadtratsfraktion Erfurt. Passage 3: Jahrelang wird schon die komplizierte Hallensituation des MTV diskutiert, die Mitnutzung der Halle für den Schulsport (weil Hallenkapazitäten fehlen) erschwert natürlich die Arbeit des Vereins – aber die Verwaltung beschränkt sich darauf “den Ball zurück zu spielen”, statt Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Passage 4 und 5: die Mieterhöhungen kann man natürlich immer irgendwie begründen – aber es bleibt ärgerlich, wenn sie Jahre zuvor nicht stattfanden und erst jetzt auffällt, dass es keinen “Sachgrund” dafür gab. Den Sachgrund der Förderung des Kinder- und Jugendsports gibt es aber nach meiner Meinung immer. Ansonsten dokumentiert der Brief die Dünnhäutigkeit des Briefeschreibers (wer auch immer es war). Wenn die gleiche Energie in die Lösung von Problemen und die Antragstellung von Fördermitteln gesteckt würde, wäre dem Sport in Erfurt geholfen. Aber wie wir wissen, scheitert  in Erfurt der eine oder andere Förderantrag an der rechtzeitigen Unterschrift (vorsätzlich oder grob fahrlässig!). So, jetzt will ich aber auch einen offenen Brief von der Stadtverwaltung bekommen!   Nachtrag: So schnell, wie der Brief auf der offiziellen Homepage der Stadt veröffentlicht wurde, ist er auch wieder verschwunden. Wer ihn trotzdem noch einmal lesen möchte, kann sich gerne bei mir melden 😉   Nachtrag zum Nachtrag: Natürlich hat sich das Thema damit noch nicht erledigt. Jetzt will ich es schon genau wissen und habe dem OB die nachfolgende Anfrage geschickt: Anfrage der CDU-Fraktion nach § 9 Abs. 2 der Geschäftsordnung Offener Brief der Verwaltung Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, am heutigen Tage wurde ein “Offener Brief der Verwaltung an den Sportreporter Jakob Maschke” auf www.erfurt.de veröffentlicht, welcher auf einen Kommentar des Reporters in der TA/TLZ abstellt. In dem Offenen Brief prangert die Stadtverwaltung ungenügende Recherchen an und bringt sogar den Begriff der “üblen Nachrede” in Bezug auf den gescheiterten Fördermittelantrag zur Sanierung der kleinen Eishalle ins Spiel. Wenige Stunden nach Veröffentlichung wurde der Text wieder entfernt. Ich bitte daher um die Beantwortung der folgenden Fragen:
  1. Entspricht der Text der Auffassung des Oberbürgermeisters zur Berichterstattung der lokalen Presse?
  2. Plant die Stadtverwaltung künftig regelmäßig auf (negative) Berichterstattung direkt per offenem Brief an den Berichterstatter zu reagieren?
  3. Warum wurde der offene Brief wenige Stunden nach Veröffentlichung wieder gelöscht?
Mit freundlichen Grüßen Michael Panse, Stadtrat   Nachtrag zum Nachtrag zum Nachtrag: Das wird ja eine Never-Ending-Story… Am heutigen Abend war der Brief wieder da. Beim direkten Vergleich sind mit nur drei Unterschiede aufgefallen. Der Punkt 6 wurde hinzugefügt. Die Passage zum Ministerpräsidenten in der es ursprünglich hieß: “Die Darstellung, die der Ministerpräsident in einem Youtube-Smalltalk hierzu gegeben hat, wonach wir die Anträge im „falschen Topf” platziert hätten, war hingegen schlicht falsch. In der Titelgruppe 71 des Einzelplans 4 (Thüringer Ministerium für Bildung. Jugend und Sport) des Landeshaushaltes stehen jährlich rund 30 Mio. Euro für die Förderung von Investitionen im Sport, nicht im Schulbau, zur Verfügung. Der zuständige Minister muss demnach nicht prüfen, ob er eine marode Schulsporthalle in Eisenach oder eben die Eishalle saniert. Ebenso bleibt eben fragwürdig, warum die Eishalle als Trainingsstätte von Sportgymnasiasten nicht unter die prioritären Maßnahmen des Leistungssports fällt. Bei intensiverer Durchdringung des Sachverhaltes hätte man diese Fragen sicher an die Verantwortlichen im Land stellen können. Ihr zugehöriger Zeitungsartikel blieb leider einmal mehr nur an der Oberfläche.” wurde gestrichen. Als drittes gibt es jetzt vier Unterzeichner. Der zuständige Beigeordnete, die beiden Vertreter des Sportbetriebs und der Leiter Amts für Gebäudemanagement. Entschärft wurde der Brief nicht, wenn man von der Passage zum Ministerpräsident absieht. Diese dürfte wohl auch nur auf Intervention des Beigeordneten mit der gleichen Parteizugehörigkeit geschehen sein. Ich glaube das Thema ist noch nicht vorbei…

Lange Nacht des Superbowl

Begleitprogramm
Olympia und der Superbowl waren gestern Nacht beide eine Herausforderung, die zu einem erheblichen Schlafdefizit geführt haben. Aber das war alternativlos und vorhersehbar. Seit vielen Jahren schaue ich mit meinen Söhnen den Superbowl – unabhängig davon welche Teams dabei sind. Früher (in Vor-Corona-Zeiten) waren wir dazu in größerer Runde im Ilvers. In vor fünf Jahren habe ich den Superbowl sogar auch einmal am See Genezareth in Israel gesehen (ebenfalls bis in die Morgenstunden). Dagegen war es dieses Mal im heimischen Umfeld stressfrei und wir hatten ausreichen Zeit Getränke und Snacks bereitzustellen und vorher ausreichen Fleisch in den Beefer zu legen. Nach dem ich tagsüber schon mit meinem Sohn eine Runde Tennis absolviert und danach mit der Ducati die Motorradsaison 2022 eröffnet hatte, war der Familienabend genau richtig. Unsere drei Teams, die Chiefs, die Cowboys und die Eagles waren nicht dabei, insofern konnten wir entspannt zuschauen. Für die obligatorische Liegestütz-Challenge hatten wir die Bengals gewählt. Spannend blieb es bis zum Schluss und die Rams gewannen 4:30 Uhr mit 23:20. Auf dem Zweitbildschirm lief danach der vierte Lauf der Monobobs der Damen – leider ohne Medaille für die beiden deutschen Bobs, aber mit einer Leistungssteigerung von Mariama Jamanka. Das lässt die Hoffnung leben für die Zweierbobs der Damen Ende der Woche. Sonntagsbilder    

Keine Punkte gegen den Deutschen Meister

Wir halten zusammen
Innerhalb von fünf Tagen hatte unser Team heute das zweite Heimspiel. Gegen die hochfavorisierten Dresdnerinnen war allerdings schon vor dem Spiel die Erwartungshaltung nicht so hoch gesteckt, wie gegen Vilsbiburg. Der erste Satz ging dann auch ernüchternd deutlich weg. Gefreut habe ich mich dann aber mit den Fans in der Halle, dass unsere Spielerinnen im zweiten Satz sich stark ins Spiel gekämpft haben. Mit 26:28 ging er denkbar knapp verloren. Nachfolgend wieder der Spielbericht von unserem Pressesprecher Stephan Siegl. Zuvor möchte ich aber noch ein großes Dankeschön los werden. Innerhalb von fünf Tagen haben wir zwei Mal die Halle komplett auf- und wieder abgebaut. Jedes Mal waren rund 20 – 20 ehrenamtliche Helfer hochmotiviert dabei. Es ist Klasse, dass sich unser Team auf das Team im Hintergrund verlassen kann. Unser nächstes Heimspiel ist erst Anfang März, aber auch dann sind wieder alle mit dabei. Der Meister war zu stark Der Dresdner SC ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat das Derby bei Schwarz-Weiß Erfurt sicher mit 3:0 (15, 26, 18) gewonnen. Im zweiten Spiel nach der Corona-Pause steigerten sich die Erfurterinnen gegenüber dem Spiel gegen Vilsbiburg, lieferten dem Favoriten einen packenden Kampf in einigen langen Ballwechseln, die sie auch zumeist für sich entschieden. Letztendlich reichte es aber nicht zu einem Satz- oder gar Punktgewinn. Dass die SWE-Damen den Favoriten in Bedrängnis bringen könnten, war die Hoffnung auf Seiten der Gastgeber. Doch im ersten Satz waren sie weit davon entfernt. Sie liefen früh einem Rückstand hinterher (6:12), den sie gegen einen durchweg stark besetzten DSC nicht mehr wett machen konnten. 15:25 hieß es nach 22 Spielminuten. Das sollte sich im zweiten Satz ändern, als Erfurt zunächst führte (10:8), anschließend eine Sechser-Serie der Gäste kassierte, aber mit großem Kampfgeist zurückkam. Einige lange Ballwechsel entschieden „Toni“ Stautz & Co. für sich und robbten sich wieder heran (14:15). Kopf-an-Kopf ging es in die Crunchtime und dreimal wehrten die Thüringerinnen einen Satzball ab, ehe ein Angriff von Sindy Lenz beim vierten Satzball ins Aus flog. Bitter für Erfurt und deren erzürnten Trainer, dass der 1. SR genau bei diesem Ball seine LR, die eine Blockberührung anzeigte, das einzige Mal im Spiel überstimmte (26:28).  „Das zog uns den Stecker“, fand Konstantin Bitter nach der Partie. Im dritten Satz taten sich beide Kontrahenten schwer. Erfurt hatte zu tun, sich emotional wieder hochzufahren, Dresden hatte vom intensiven Training unter der Woche schwere Beine. Dresden setzte sich immer wieder ab (4:7, 6:12), Erfurt erwehrte sich dennoch, so dass Alexander Waibl beim 9:13 bereits seine zweite Auszeit nahm. Wirklich bedrohlich wurde es für den Zweiten aber nicht mehr, Linda Bock verwandelte per „Dankeball“ zum 25:18. Winter-Neuzugang Kennedy Eschenberg durfte als Erfurts effektivste Spielerin ihre erste MVP-Medaille in Silber entgegennehmen, während bei den Gästen Jenna Gray für ihr exzellentes Zuspiel verdient die goldene Plakette entgegennahm. Bilder vom Spiel und vom Aufbauteam

Das nächste Gold für Thüringen!

Glückwunsch vom TSBV
Wahnsinn! Christopher Grotheer hat heute das dritte Olympia-Gold für Thüringen geholt. Axel Jungk gewann zudem die Silbermedaille für Deutschland und damit schafften die beiden Historisches – sie gewannen die ersten Medaillen im Skeleton. Als ich vor einem halben Jahr als Vizepräsident des Thüringer Schlitten- und Bobsportverbandes kandidiert habe, hat unser Präsident Andreas Minschke mir erklärt, dass ich damit die Ehre habe, im weltweit erfolgreichsten Verband Verantwortung zu tragen. Olympische Medaillen, Weltmeistertitel und Weltcupsiege sammelten unsere Thüringer Kufensportlerinnen und Sportler zu Hauf. In dieser Saison sind die Gesamtweltcups hinzu gekommen und nun schon drei goldene und eine silberne Medaille bei Olympia. Und wir sind noch nicht fertig. Mariana Jamanka greift Montagmorgen ins olympische Geschehen ein und startet sowohl im Monobob, als auch Ende nächster Woche im Doppelbob. Heute haben ich gemeinsam mit unserem Präsidenten Andreas Minschke, unserer Schatzmeisterin Ute Karger, unserem Geschäftsführer Uwe Theisinger sowie Andreas Trautvetter, dem Präsidenten des Bob- und Schlittenverbandes Deutschland (BSD) die Skeletonläufe im Waldcasino verfolgt und wir konnten jubeln.