Polit_Notiz die Sechste

polit_notiz-0304-2009Die sechste Ausgabe meines monatlichen Newsletters Polit_Notiz steht jetzt zum herunterladen bereit: Polit_Notiz Nr. 6 März/April 2009 Wenn Sie keine Ausgabe verpassen und regelmäßig über meine Arbeit in Thüringer Landtag und Erfurter Stadtrat und allgemeine politische Themen aus erster Hand informiert sein wollen, melden Sie sich am besten einfach oben auf meiner Internetseite mit Ihrer E-Mail-Adresse an. Themen dieser Ausgabe sind unter anderen: DEMOKRATIE für und mit JUNGEN MENSCHEN, Mitgemacht und Mitbestimmt – Thüringer Politnachwuchs im Landtag, 1. Fachtag Familienhebammen, Gute Nacht in Erfurt!, Mangelware Kita-Plätze, Seniorenbeirat AKTIV

Großes Saisonfinale in der Kartoffelhalle

Black Dragons (27)
Siegesraupe der Black Dragons
„Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!“ so sangen die Black Dragons Eishockeyfans nach einem hochspannenden Saisonfinale heute Abend in der Erfurter Kartoffelhalle und die Mannschaft tanzte ausgelassen. Die rund 200 mitgereisten Preussen-Berlin-Fans unter den über 1.200 Zuschauern mussten hingegen ihre Meisterfeier abblasen. Nach der 8:1 Niederlage erzwangen die Drachen um Spielertrainer Zbynek Marak nun mit einem Sieg im Penalty-Schiessen ein drittes Entscheidungsspiel. Einmal mehr in dieser Klasse-Saison begeisterte mich unser Team. Die Drachen gingen drei Mal in Führung und drei Mal glichen die Preussen wieder aus. Aber Erfurt verteidigte klug und effektiv. Wenn die Luft dann richtig im Erfurter Drittel brannte, war unser Torwart Kai Fischer zur Stelle. Schon im regulären Spiel erhielten beide Teams einen Penalty der jeweils im Kasten einschlug. Im Penalty avancierte Kai Fischer zum Matchwinner und der Jubel kannte keine Grenzen. Vielen Dank Black Dragons für eine tolle Saison – ich freue mich schon auf den ersten Bully im September!

Frühling auf dem Petersberg

Frühlingsfest (3)
Eröffnung des Frühlingsfests durch Karl-Heinrich Reich und die Ehrengäste
Spätestens zum Frühlingsbeginn zieht es Erfurter Familien wieder auf den Petersberg. Erst recht, wenn Familien mit Kindern im Mittelpunkt stehen. Auf der Festung Petersberg fand heute Nachmittag das nunmehr 12. Frühlingsfest des Vereins „Freunde der Citadelle Petersberg“ statt. Mit viel Politprominenz, Musik und Tanz feierten viele Erfurter Familien bei bestem Frühlingswetter. Justizministerin, Oberbürgermeister, Bundestagsabgeordnete, Landtagsabgeordnete, Stadträte– die Liste der Gäste nahm bei der Begrüßung von Karl-Heinrich Reich gar kein Ende. Frühlingszeit ist in diesem Jahr auch Vorwahlkampfzeit. Auf dem Festplatz vor dem Ravelin Anselm waren aber ebenso auch historische Uniformen und zahlreiche Tanzgruppen zu sehen. Als Vereinsmitglied bin ich stolz darauf, dass unser Verein in einem hohen Maß dazu beigetragen hat, wie schön die alte Festung wieder geworden ist. Und ebenso schön ist, dass wir Leben in die alten Gemäuer bringen.

Beeindruckende Berliner Rede des Bundespräsidenten

Zwei Dinge haben mich heute sehr beeindruckt. Die Berliner Rede unseres Bundespräsidenten Horst Köhler und die Fitneßtests der Fußballnationalmannschaft. Am Fernsehen kann ich zurzeit mehr Dinge verfolgen als gewöhnlich und eigentlich auch als mir lieb ist. Die Operation gestern wird meinen Krankenhaus-Aufenthalt noch für den Rest der Woche verlängern und mich festhalten. Die Übertragung der Berliner Rede hat bei mir die Hoffnung und Zuversicht in besonnenes Handeln in Berlin bestärkt. Exzesse verhindern, Bürger schützen. So ist es Tradition der CDU. Und hier besteht Handlungsbedarf, der durch den ehemals verantwortlich handelnden internationalen Banker Horst Köhler gut ausgeführt wird. Ein gutes Signal aus Berlin für Europa und Deutschland. Horst Köhler erweist sich als der richtige Mann an der richtigen Stelle. Das wird auch die Bundesversammlung im Mai wiederspiegeln. Der Fitneßtest der Fußballnationalmannschaft macht mich neidisch und führt mir vor Augen, wo ich durch meine Sportverletzung gerade verhindert bin.

Überraschend nochmals “unterm Messer”

Überraschend mußte ich gestern nochmals “unters Messer”. Die Operation selbst ist gut verlaufen. Ich bin etwas geplättet von den Folgen des Eingriffes und hoffe auf rasche Gesundung. über die vielen netten und aufmunternden Genesungs-SMS und Mails habe ich mich sehr gefreut. Danke!

Der Nachwuchs machte es besser

SWE (37)
2. Platz für den Nachwuchs des SWE-Volley-Team
Besser als die Bundesligamannschaft löste heute Nachmittag unser Volleyballnachwuchs seine Wochenendaufgabe. Bei den Regionalmeisterschaften der U-18 belegten die SWE Volley-Team Damen überraschend den zweiten Platz. Hinter den Dresdnerinnen qualifizierten sie sich damit für die Deutschen Meisterschaften am 16./17. Mai in Oldendorf. Mit zwei Siegen gegen den Chemnitzer PSV und Post SV Gera und einer Niederlage gegen Dresdener SC 1898, schnitten sie in diesem Turnier erfreulich gut ab. Als Vereinspräsident war ich stolz ihnen die Silbermedaillen zusammen mit unserer Bundesliga-Libera Katja Franz umhängen zu können. Glückwunsch auch an unsere Trainerin Heike Lehmann und Trainer Ingo Häntschel. Viel Erfolg bei den „Deutschen“! Für das SWE Volley-Team spielten: Lydia Schmiedl, Julia Herz, Michelle Stadelmaier, Lisa Schoder, Lisa Breitsprecher, Anna Glief, Juliane Flessa, Maxi Batschkus und Elisabeth Zeitz.

Leider kein gänzlich rundes Sportwochenende!

RWE (15)
RWE im Angriff
Schade, wieder nicht geklappt! Auch dieses Wochenende erfüllte sich meine Hoffnung nicht, dass einmal alle meine drei Lieblingsvereine des Erfurter Leistungssports gewinnen. Bei den Black Dragons lief es gestern nach Plan – heute Nachmittag bei Rot-Weiß auch. Im Steigerwaldstadion konnte ich beim Sieg des RWE gegen den Tabellendritten Fortuna Düsseldorf ein ganz anderes Team erleben, als beim glücklosen 0:0 am Mittwoch Abend. Düsseldorf dominierte zwar das Spiel, aber Erfurt nutzte früh zwei Chancen und ging in der 19. und 26. Minute in Führung. Der Vorsprung wurde in der zweiten Hälfte gut behauptet. Glückwunsch! Jetzt liegt RWE nur noch fünf Punkte hinter den Aufstiegsrängen und es sind noch elf Spieltage… Leider konnten meine SWE-Volley-Damen an die Erfurter Siegesserie des Wochenendes nicht anknüpfen. Das Spiel beim Tabellenfünften der 2. Bundesliga endete 3:2 gegen uns. In den letzten drei Spielen müssen wir uns nun heftig strecken, um den dritten Platz zu sichern.
Kita-Tagung
Kita-Tagung
Politisch war der Samstag aber auch und knüpfte nahtlos an die Kita-Debatte gestern im Landtag an. Zu einer Kita-Fachtagung lud am Vormittag die Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam mit der GEW und dem Thüringer Landeselternverband Kindertagesstätten in das Erfurter Waldhaus. Gemeinsam mit Politikern aller Parteien diskutierten 50 Teilnehmer die Perspektiven des Thüringer Bildungsplans und die dazu notwendigen Rahmenbedingungen. Ich erklärte erneut die CDU-Position, kündigte den nächsten Schritt der Verbesserung für die unter 2-jährigen Kinder an und musste weitergehende Erwartungen dämpfen. Im Gegensatz zu Linken, SPD und Grünen werden wir vor der Wahl keine haltlosen Versprechungen machen. Wir wissen, nach der Wahl werden wir die Verantwortung für die Umsetzung von unserem Regierungsprogramm 2009 bis 2014 tragen!

„Du sollst Dich erinnern!“

Freya Klier (8)
Freya Klier und Michael Panse, MdL im Gespräch
Auf der Homepage der Schauspielerin, Regisseurin und Schriftstellerin Freya Klier steht dieser Satz als 11. Gebot und Intro. Am heutigen Abend las Freya Klier auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung aus ihrem Buch „Gelobtes Neuseeland, Fluchten bis ans Ende der Welt” in der gut gefüllten Kleinen Synagoge in Erfurt. Sehr gerne habe ich in das Thema eingeführt und den Abend moderiert. Freya Klier schildert in ihrem Buch die Schicksale jüdischer Emigranten, die eines verbindet – ihre Flucht nach Neuseeland, das Gelobte Land am anderen Ende der Welt. Die knapp 1.000 vor den Nazis dorthin geflüchteten deutschen und österreichischen Juden gerieten in Vergessenheit. Freya Klier hat durch ihre Recherche zur Aufarbeitung dieses Teils der jüdischen Exil-Geschichte beigetragen.
Freya Klier (5)
Freya Klier liest aus ihrem Buch
Neuseeland ist als Exil unter den Flüchtlingen nicht sehr bekannt. Auch in Neuseeland gab es zwar harsche Reaktionen auf das Bekannt werden der ersten Judenverfolgungen und -diskriminierungen. Dennoch bleiben die Türen für die meisten der fliehenden Juden verschlossen – auch in Neuseeland, wo sich die Regierung trotz des Appell des Bischofs von Wellington und seinen Solidaritätsbekundungen nicht bereit erklärt, die strengen Einreiseregeln zu lockern. Nur finanziell gut gestellte Juden hatten eine Chance auf Einreise. Ernest Newland erklärt in Kliers Buch: „Später habe ich herausgefunden, warum man uns zweimal abgelehnt hat: Erstens weil wir jüdisch waren.. und zweitens, weil wir nicht genug Geld hatten.“ Die wenigen nach Neuseeland Eingewanderten fanden in der Weltöffentlich kein Gehör – sie „verschwanden“ und gerieten in Vergessenheit.

Freya Klier gibt den Zeitzeugen in Neuseeland eine Stimme.

Freya Klier
Buch: Gelobtes Neuseeland, Fluchten bis ans Ende der Welt
Mit dem Zeitzeugenprojekt, bei welchem ich seit vielen Jahren gemeinsam mit der KAS Zeitzeugen mit jungen Menschen ins Gespräch bringe, tun wir dies auch. Freya Klier erklärte aber am Ende ihrer Buchlesung ,warum die nach Neuseeland geflüchteten Juden nicht wieder nach Deutschland und insbesondere nicht in die DDR zurück wollten: 1989, als die Mauer fiel, waren unter dem 16-Millionenvolk der DDR nur noch 630 bekennende Juden zu finden, sie lebten in einer Art Gemeinde-Exil. Die Zeugnisse reichhaltigen jüdischen Lebens waren bestenfalls vernachlässig, schlimmstenfalls vom SED-Staat zerstört. Ich freue mich sehr auf die nächste Veranstaltung Freya Klier in Erfurt. Sie wird gemeinsam mit Stephan Krawczyk am 25.4.2009 ein Konzert in der ehemaligen Stasi-Haftanstalt in der Andreasstraße geben. Ein Vorgeschmack auf das Konzert findet sich hier.

Saisonstart und Saisonende

Motorradmesse
Der Gunbus auf den 11. Thüringer Motorradtagen
Traditionell startet Mitte März die neue Bike-Saison. In den Erfurter Messehallen fanden dazu nun schon die 11. Thüringer Motorradtage statt. Die neuesten Bikes, Lederkombis, Helme, Motorradshows und alles was Motorradfans brauchen gab es dort. Fasziniert waren die Besucher von einer Harley, die komplett aus Holz geschnitzt ist und vom größten Motorrad der Welt mit einer Straßenzulassung. Der Gunbus ist eine Einzelanfertigung, dreieinhalb Meter lang und hat über 350 PS. Ich freu mich aber auch auf eine Nummer kleiner, wenn die Sonnenstrahlen mich mit meiner Honda NTV wieder auf die Piste locken.
Eishockey (3)
Anbully Black Dragons - FASS Berlin
 Zuende ging am Abend die Eishockey-Vorrunde der Regionalliga Ost in der Kartoffelhalle. Die Black Dragons beendeten die Vorrunde mit einem 5 zu 3 gegen FASS Berlin und damit als Zweiter hinter dem ECC Preussen Berlin. Zweifellos eine Überraschung nach dem holperigen Saisonstart. Die Mannschaft um Spielertrainer Zbynek Marak hat sich enorm gesteigert. Besonders unser Torwart Kai Fischer, der heute als bester Spieler der Saison geehrt wurde, war auch heute wieder der sichere Rückenhalt. Unter den jubelnden Fans waren heute auch die Spielerinnen des SWE-Volley-Teams, die ihre Hausaufgaben gestern schon mit einem 3 zu 0 Sieg in Saarbrücken erledigt hatten. Am Freitag geht es in den Eishockey Play-Offs bzw. im Halbfinale um 20.00 Uhr gegen EHV Schönheide. Alles ist noch drin, ich werde wieder dabei sein!

Trauer um die Opfer von Winnenden

Die Trauer um die Opfer bestimmen diesen Tag. Die unfassbaren Nachrichten aus Winnenden lassen Erinnerungen an die schrecklichen Ereignisse am Gutenberg-Gymnasium wieder hervorkommen. Unser Mitgefühl und unsere Gebete gehören den Angehörigen der Opfer des heutigen Amoklaufs. Mir fehlen die Worte. Traurig und betroffen Michael Panse