Sommerausgabe Infoblatt

Die diesjährige Sommerausgabe des Infoblatts der CDU Stadtratsfraktion widmet sich dem Themen der letzten Stadtratssitzung. Der Haushalt 2013, die Multifunktionsarena, der Masterplan Bildung und die Kita-Gebührenordnung finden sich im Infoblatt wieder. Aber auch die Öffnungszeiten der Außengastronomie, über die Rot-Rot-Grün nicht reden wollte, werden in der Ausgabe beleuchtet. Viel Spaß beim lesen und eine erholsame Sommerpause wünscht die CDU Stadtratsfraktion! Eine politische Sommerpause gibt es für uns allerdings nicht. Zwar findet die nächste Stadtratssitzung erst am 11. September statt und auch die Fraktion tagt erst Ende August wieder, aber dafür kommt jetzt der Bundestagswahlkampf auf Touren. Infostände und vor allem das Plakatieren der Wahlplakate unserer ehemaligen Stadtratsfraktionsvorsitzenden (Antje Tillmann war etliche Jahre meine Vorvorgängerin im Amt). Morgen werden wir die Plakate gemeinsam mit JU und CDU Erfurt vorbereiten. Der Link zum Infoblatt  

SWE Volley-Team setzt weiter auf die Jugend

Anna-Sofie Franke
Das SWE Volley-Team kommt bei seiner Kader-Planung für die kommende Saison voran. Mit den Vertragsverlängerungen von Diagonalspielerin Juliane Flessa und Mittelblockerin Lisa Maria Erdtmann beweisen die Erfurter Kontinuität und bauen weiterhin auf das Können der Eigengewächse, die in ihre zweite Saison im Bundesligateam gehen. Die Schülerinnen des Erfurter Sportgymnasiums wollen im nächsten Jahr ihr Abitur erfolgreich absolvieren und sich auch auf dem Spielfeld weiter entwickeln. Ebenfalls am Erfurter Sportgymnasium lernt Anna Sofie Franke. Die gerade 16 Jahre alt gewordene Schülerin ist das neue Gesicht in der Mannschaft von Trainer Heiko Herzberg und wird die frei gewordene Position der Libera einnehmen, da die bisherige Libera, Jana Illiger, Mutterfreuden entgegen sieht. Die sympathische und ehrgeizige Spielerin, die vor vier Jahren aus Coburg nach Erfurt kam, spielte in der vergangenen Saison unter Trainer Grzegorz Bienkowski in der Regionalliga. Das Volleyball-Gen wurde ihr sozusagen mit in die Wiege gelegt. Vater Andreas Franke war als Zuspieler einst für den SC Dynamo Berlin und den Moerser SC aktiv, wurde Deutscher Meister und Pokalsieger, und absolvierte 150 Einsätze in der DDR- und Deutschen Nationalmannschaft. Anna Sofie Franke strahlt über ihren Aufstieg: „Na klar freue ich mich auf die Aufgabe aber an meiner Annahme muss ich noch arbeiten“. SWE Volley-Team-Präsident Michael Panse ist ebenso begeistert: „Nach dem größeren Umbruch im vergangenen Jahr mit einigen neuen jungen Spielerinnen, hat jetzt ein weiteres Talent den Sprung aus unserem Nachwuchs in die 2. Bundesliga geschafft. Wir werden auch in Zukunft auf unsere jungen Talente setzen. Mit der Kooperationsvereinbarung und der Zusammenarbeit unter dem gemeinsamen Dach der VolleyStars wollen wir jungen Spielerinnen die lückenlose Perspektive bis zur 1. Bundesliga in Thüringen bieten.”

Volleyball in Thüringen – die Spitze ist unser gemeinsames Ziel

 
Pressekonferenz in Suhl
Genau 10 Jahre ist es her – da stiegen zwei Thüringer Damen Volleyball-Mannschaften in die 1. Bundesliga auf. Der VfB 91 Suhl war Meister der 2. Liga und das SWE Volley-Team (damals noch Braugold Erfurt) war Zweiter.  Ich wurde damals Präsident bei unseren Volleyballerinnen und habe seitdem die weitere Entwicklung mitgestalten können. Sportlich blieb Suhl in der 1. Liga und feierte mit einem 3. Platz und dem Pokalsieg sowie internationalen Spielen große Erfolge. Wir sind nach dem unmittelbaren Abstieg in die 2. Liga immer an der Tür zum Oberhaus drangewesen. Zwei Mal wurden wir seitdem Vizemeister in der 2. Liga und einmal Dritter. 2010 sind wir ein zweites Mal auf- und danach wieder abgestiegen und zwei Mal haben wir auf eine Aufstiegsoption aus finanziellen Gründen verzichtet. Die sportliche Konkurenz zwischen Suhl und Erfurt verlagerte sich daher auf den Nachwuchsbereich, wo wir allein in den letzten Jahren 35 von 60 Thüringer Meistertiteln gewannen (davon 22 von 30 in den Spielklassen U16 bis U20). Wir mussten aber in Suhl und Erfurt kosntatieren, dass wir junge Talente an andere Bundesligastandorte “verloren” haben. Zum anderen konnten wir in beiden Vereinen kräftemäßig nicht eine lückenlose Kette von der 1. Liga bis in die unteren Spielklassen aufbauen. Darüber hinaus geht es darum, wie wir uns als Volleyballsportart vermarkten und darstellen können, um neue Sponsoren zu gewinnen. Die DVL wird zudem insbesondere im organisatorischen Bereich künftig mit dem Masterplan 2015 deutlich höhere Anforderungen durchsetzen. Dieses Gründe waren ausschlaggebend, dass wir in den letzten Wochen intensive Gespräche zwische Erfurt und Suhl, sowie mit dem TVV geführt haben. Das Ergebnis ist die Kooperationsvereinbarung, die wir gestern unterzeichnet und in zwei Pressekonferenzen vorgestellt haben. Unser gemeinsames Ziel ist es mit den VolleyStars Thüringen die Spitze der 1. und 2. Liga zu erreichen – wir haben uns dazu auf den gemeinsamen Weg gemacht. Pressemitteilung MDR-Bericht Thüringer Allgemeine Freies Wort Deutschland Today (Suhl) Deutschland Today (Erfurt)    

Jury-Sitzung für das Weinfest

Die Wettbewerbsweißweine…
Ein völlig unpolitischer Termin bringt einmal im Jahr in Erfurt Kommunalpolitiker, Vertreter der Kulturdirektion und Weinexperten zusammen. In Vorbereitung des Erfurter Weinfestes, welches seit 1993 in diesem Jahr schon zum 21. Mal stattfindet, wird der Weinpass ertrunken bzw. erschmeckt. Die Mischung der Jury aus Weinexperten, Weinliebhabern und Laien hat sich bewärt, bis jetzt haben wir uns in jedem Jahr mit großer Mehrheit auf die Siegerweine geeinigt. Bei der diesjährige Jurysitzung war es schwieriger – statt 12 Weingütern werden sich vom 15. bis 18. August auf dem Erfurter Domplatz 16 Weingüter präsentieren. Auf dem Domplatz ist mehr Platz, als auf dem Rathausparkplatz bzw. zuvor auf dem Wenigemarkt. Durch die Baumaßnahme in der Innenstadt kehrt das Weinfest wieder zum Startpunkt auf dem Domplatz von 1993 zurück. 16 Weingüter bedeutet aber auch jeweils drei zu testende Weine (in der Regel zwei Weißweine und ein Rotwein), also allein in der “Vorunde” 48 Weinproben um die 16 Weine für den Weinpaß zu ermitteln. In der Finalrunde standen noch einmal 16 Weinproben an, um den Siegerwein zu finden. Natürlich wird der jetzt hier nicht verraten – nur soviel, wir waren uns wieder weitgehend einig 😉
…und die Rotweine

Mit den „VolleyStars Thüringen“ Spitzenvolleyball eine Zukunft geben

Pressekonferenz in Suhl und danach in Erfurt
Die Partner VfB 91 Suhl e.V. (1. Volleyball-Bundesliga), SWE Volley-Team e.V. (2. Volleyball-Bundesliga) und der Thüringer Volleyball-Verband werden künftig unter einem gemeinsamen Dach stärker zusammenarbeiten.  Ziel ist es, ab der Saison 2014/2015 die Vermarktung der Sportart Volleyball im Land Thüringen im Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesliga sowie im Nachwuchsleistungssport zu verbessern. „Durch die gemeinsame Verwaltung, Organisation und Vermarktung versprechen wir uns Synergieeffekte für die langfristige Sicherung des Spitzenvolleyballs im Freistaat Thüringen. Wir wollen den Anschluss an die Spitzenclubs in Deutschland, Schwerin, Dresden und Vilsbiburg, erreichen.“, so Tankred Schipanski, Präsident des VfB 91 Suhl. „Der neue Name „VolleyStars Thüringen“ eröffnet neue Möglichkeiten der Präsentation und der Außendarstellung, sowohl aus sportlicher als auch wirtschaftlicher Sicht. Durch die gebündelte mediale Präsenz und Vermarktung werden vielfältige Geschäftsfelder aufgetan, um die wirtschaftliche Basis für professionellen Volleyball in Thüringen zu sichern.“, erläutert Michael Panse, Präsident des SWE Volley-Team e.V.. „Auch im Hinblick auf die Nachwuchsförderung  ist die Kooperation der beiden Vereine eine wichtige und zukunftsweisende Entscheidung“, sagte Ines Knauerhase, Präsidentin des Thüringer Volleyball-Verbandes e.V.. Durch eine Konzentration des Nachwuchsleistungssportes am Standort des Sportgymnasiums in Erfurt und der Entwicklung und Förderung von Landesstützpunkten unter regionalen Gesichtspunkten im Land Thüringen, soll eine nachhaltige und durchlässige Struktur geschaffen werden, um Athletinnen für die 1. und 2. Bundesliga sowie für die Nationalmannschaften auszubilden.“ Bereits in der Saison 2013/2014 wird das Team des VfB 91 Suhl in der 1. Bundesliga unter dem neuen Namen „VolleyStars Thüringen“ spielen. Dadurch soll das gemeinsame Projekt öffentlich sichtbar gemacht und die Attraktivität eines überregionalen Engagements für potentielle neue Sponsoren gesteigert werden. Ab der Saison 2014/2015 wird auch die Mannschaft des SWE Volley-Team in der 2. Bundesliga unter dem neuen Namen „VolleyStars Thüringen II“ an den Start gehen. Zur Außendarstellung und Kommunikation der Zusammenarbeit werden in der Saison 2013/2014 zwei Spiele der „VolleyStars Thüringen“  in der Erfurter Riethsporthalle ausgetragen: am 2.11.2013 gegen die Roten Raben Vilsbiburg und am 25.01.2014 gegen den Dresdner SC. Desweiteren ist es geplant, vereinsübergreifend in Suhl und in Erfurt Trainingseinheiten und Testspiele zu absolvieren.  

Weil Nähe zählt…

Unter diesem Motto sind die Malteser im Bistum Erfurt seit 20 Jahren aktiv. Bein der Gründungsveranstaltung vor 20 Jahren war Ministerpräsident Bernhard Vogel, als damals ältester Malteser Thüringens dabei und heute Abend war die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht zu Gast bei den Maltesern in der Erfurter Brunnenkirche und hielt ein Grußwort. Berechtig gab es zum Festakt viele gute Worte und Wünsche. Sowohl der Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, als auch der Präsident der Malteser Deutschlands Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin waren voll des Lobes über die Arbeit der Malteser. Diözesanleiter Winfried Weinrich wurde für sein langjähriges Engagement mit dem Verdienstorden in Gold der Malteser “Pro Merito Melitensi” ausgezeichnet. Seit Setember letzten Jahres sind die Malteser in Erfurt auch Träger des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes (unter Schirmherrschaft von Gunda Niemann-Stirnemann) und so war die Festrede der ehrenamtlichen Vorsitzenden des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes Staatsrätin a.D. Dr. Birgit Weihrauch zum Thema “Sozialethische Herausforderungen heute” mit einem hochaktuellen Bezug versehen. Am heutigen Abend habe ich viele engagierte Malteser getroffen. Vor einigen Tagen haben wir als CDU Erfurt ihnen gemeinsam mit den anderen Helferdiensten für ihr Engagement bei der Hochwasserhilfe gedankt. Sie leisten seit 20 Jahren einen unschätzbaren Dienst für unsere Gesellschaft. Alles Gute für die weitere Arbeit im Zeichen des achteckigen Kreuzes!  

Endlich Sommerwetter!

Gespräch unter Volleyball-Präsidenten
Seit letzter Woche hat es sich der Sommer nun ja doch noch überlegt! Ich war schon in Sorge, dass ich mir den ersten Sonnenbrand der Saison 2013 erst in Kroatien holen werde und der Urlaub dort ist ja noch ein paar Tage entfernt. Nachdem es bei der Premiere zu Turandot am Donnerstag Abend bei den Domstufenfestspielen noch leichten Nieselregen gab, wurde es schon am Freitag sommerlich. Beim Besuch in Tambach-Dietharz zur Einweihung des Seniorenzentrums strahlte schon die Sonne. Viele Gäste waren gekommen um mit dem Josias Löffler Diakoniewerk das neue Haus zu feiern. das Wohngruppenkonzept mit Seniorenwohnungen gehört in Thüringen noch zu den Modellprojekten. Ich denke es wird die Zukunft im Pflegebereich sein und insofern hat die Diakonie inovativ reagiert. Mit dem Bundestagsabgeordneten Tankred Schipanski habe ich bei einem Gespräch am Rande gleich einmal eine Pressekonferenz vorbesprochen, die wir gemeinsam (allerdings zum Thema Volleyball) in dieser Woche bestreiten werden. Das Wochenende war dann hochsommerlich und vor allem frei von dienstlichen Verpflichtungen. Also ging es mit den Kindern am Samstag ins Strandbad Stotternheim und den ersten sonnenbrand abholen 🙂 Am Abend stand das Sommerfest beim MKC in Marbach an. Die Trucker & Country-Night war gut vorbereitet und das Festgelände liebvoll dekoriert. Stiefelweitwurf und Hufeisenwurf gab es auch und vor allem viele gute Gespräche am Abend. Der heutige Sonntag war dann wieder Beachtag. Mein Sohn Jonas wollte endlich die Schwimmweste einweihen und so sind wir an den Nordstrand zum Wasserski gefahren. Ich bin stolz auf Jonas, dass er sich wie im letzten Sommer in Kroatien und Körk getraut hat auf die Bretter zu steigen und es erfolgreich gemeistert hat. Das riecht nun sehr nach einem neuen Urlaubshobby 😉  

SWE Volley-Team baut auf bewährte Kräfte

Mit ihren Unterschriften besiegelten der Präsident Michael Panse und die Spielerinnen Annika Müller, Saskia Leonhardt und Maria Völker ein weiteres Jahr der Zusammenarbeit. Michael Panse ist erfreut, gleich drei Leistungsträgerinnen für die kommende Spielzeit verpflichtet zu haben.  „Annika, Saskia und Maria sind in den letzten Jahren zu Leistungsträgerinnen gereift“, so der Präsident des SWE Volley-Teams, „… sie sollen das Grundgerüst einer konkurrenzfähigen Mannschaft bilden, die in der Saison 2013/2014 um die Medaillen spielen soll“. Ging es nach Michael Panse, hätte er gerne auch die Verpflichtung von Jana Illiger bekanntgegeben. Jana Illiger zählt seit Jahren zu den Top Spielerinnen auf der Liberoposition. Sie hat großen Anteil an den Erfolgen ihrer Mannschaft in den zurückliegenden Jahren. Doch nun sind es Mutterfreuden, denen Jana Illiger entgegensieht. So wird sie in den nächsten Monaten nur vom Spielfeldrand mit ihren Mädels mitfiebern können. Auf diesem Wege wünschen wir ihr alles Gute und sagen Dankeschön für die geleistete Arbeit. Bis zum Start in die Saisonvorbereitung am 5. August werden weitere Verpflichtungen folgen und auch potentielle Neuzugänge vorgestellt.

B-Plan zur Multifunktionsarena auf der Tagesordnung

Vor fast zwei Jahren verabschiedete der Erfurter Stadtrat den generellen Beschluss zum Bau einer Multifunktionsarena in Erfurt. Am 3. Juli 2013 stand zur letzten vorsommerlichen Ratssitzung der Bebauungsplan für die Multifunktionsarena auf der Tagesordnung. Die rot-rot-grüne Mehrheit hat das 1.500 Seiten umfassende Papier, ohne dabei besonders viel Wert auf eine umfängliche Diskussion zu legen, durch gewunken. Wie auch schon in der Vergangenheit übte die Stadtverwaltung erheblichen Druck auf die Stadträte aus, weil „alles irgendwie jetzt schnell gehen musste.“ Im Jahr 2012 gab es kurz vor der Wahl die wahlkampfbedingte „Ankündigungsrhetorik“ des Oberbürgermeisters und des Thüringer Wirtschaftsministers, dass der Spatenstich unmittelbar bevorstünde. Danach folgte noch eine rund einjährige Wartezeit auf das Prüfungsvotum der EU. Die Wartezeit wurde aber nach unserer Auffassung nicht umfänglich genutzt, um die anstehenden Hausaufgaben durch die Verwaltung zu erledigen. Zur Erinnerung: Nur durch einen Änderungsantrag der CDU-Fraktion wurden wichtige Auflagen geschaffen und von der Stadtratsmehrheit bestätigt, um Aspekte wie den Einwohnerschutz, die südliche Stadteinfahrt, Parkplatzprobleme sowie Fragen des ÖPNV zu berücksichtigen. Erschwerend bei der Abarbeitung der Hausaufgaben ist, dass zum Thema „Multifunktionsarena“ innerhalb der Stadtverwaltung mehrfach die Zuständigkeit wechselte. Aktuell ist es bei der grünen Wirtschaftsbeigeordneten verortet. Folgende beispielhafte und zugleich wesentliche Punkte des Beschlusses aus 2011, deren Erfüllung unklar ist oder noch aussteht, sind aus unserer Sicht wesentlich: 02 Dem Stadtrat ist dazu vor Einreichung des Fördermittelantrags ein Betreiber- und Nutzungskonzept zur Abstimmung vorzulegen. Dieses Konzept soll sowohl ein Sicherheitskonzept für Großveranstaltungen als auch die Absicherung des ÖPNV enthalten. […] 07 Die im Zusammenhang notwendig werdenden Infrastrukturmaßnahmen, insbesondere der Ausbau der Südeinfahrt, die Schaffung von Parkflächen, der Abriss der Schalenhalle die Umgestaltung des Stadionumfeldes und der Schutz der Wohngebiete im Umfeld des Stadions sind in das Gesamtprojekt zu integrieren, bezüglich der Planungs- und Erstellungskosten zu beziffern und umzusetzen. 09 Die Durchführung des Gesamtprojektes (Ziffern 1 – 8) steht unter dem Vorbehalt der Schaffung der haushalterischen Voraussetzungen. Unter anderem diese Auflagen des Stadtrates hatte die Verwaltung sicherlich durchaus im Blick. Jedoch ist man sich ebenso bewusst darüber, dass diese Auflagen zum jetzigen Planungsstand nicht alle erfüllt werden können – trotzdem drang man zu Eile. Zudem wurden Einwohnerinteressen nach unserer Auffassung nicht ausreichend berücksichtigt. Insofern legte man dem Stadtrat für den Juli zwei dicke Aktenordner vor. Die zuständigen Fachausschüsse mahnten mehr Beratungszeit an und vertagten das Thema in die Sitzung im September. Nach Intervention der Verwaltung folgte die Einberufung einer Sondersitzung der Ausschüsse für Bau und Verkehr sowie für Stadtentwicklung und Umwelt am 2. Juli 2013. Damit nahm man den Stadträten die Möglichkeit, sich ernsthaft mit der umfänglichen Drucksache auseinander zu setzen. Offenbar jedoch gibt es im rot-rot-grünen Lager Stadträte, denen es nichts ausmacht, dass ihnen die Möglichkeit eines demokratischen Diskurses beschnitten wird.

Rot-Rot-Grün beschließt Schuldenhaushalt

Leider hat alles nichts geholfen, weder eine intensive Diskussion im Finanzausschuss, noch die mahnend kritischen Worte der Finanzbeigeordneten noch die fast fünfstündige Diskussion im Stadtrat, Rot-Rot-Grün hat den Schuldenhaushalt 2013 beschlossen. Nachdem der Haushalt mit mehrmonatiger Verspätung in den Stadtrat eingebracht wurde, gab es gestern nun Planungssicherheit zumindest für den Rest des Jahres. Planungssicherheit für die Zukunft gibt es hingegen nicht. Rund 17 Millionen neue Schulden macht der Oberbürgermeister mit seine Koaltionsgemeinschaft. Über 155 Millionen Personalkosten und 160 Millionen Sozialausgaben machen rund die Hälfte des 650 Millionen umfassenden städtischen Haushalts aus. Lediglich 96 Millionen hat noch der Vermögenshaushalt der Stadt – im nächsten Jahr soll sich diese Summe halbieren und dies obwohl es einen schon dramatischen Investitionsbedarf an Schulen, Kita, Brücken und Straßen gibt. In meiner Rede zum Haushalt habe ich darauf hingewiesen, wo die tatsächliche Ursache für den verspäteten Haushalt 2013 zu suchen ist. Nicht im Beschluss des Landeshaushalts im Januar sondern darin, dass sich der Oberbürgermeister und seine Beigeordneten über Monate nicht auf einen Haushaltsentwurf einigen. Der von der rot-rot-grünen Stadtverwaltung vorgelegte Haushalt entsprach auch nicht im Ansatz den Prinzipien einer seriösen Haushaltsführung und schon gar nicht dem Anliegen einer konsequenten Konsolidierung. Im Haushaltsjahr 2013 sind wieder neue Schulden verankert. Diesmal 17 Millionen Euro- mehr als im letzten Jahr. Der Haushalt hat ein Strukturproblem. Der Verwaltungshaushalt wird um weitere 15 Millionen Euro aufgebläht und hat jetzt ein Gesamtvolumen von rund 657 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt wurde um 4,4% reduziert und beträgt dieses Jahr 96,3 Millionen Euro. Welche Folgen eine solche Finanzpolitik hat, erklärt der CDU-Stadtrat und Vorsitzende des Ausschusses für Finanzen, Liegenschaften, Rechnungsprüfung und Vergabe, Andreas Huck: “Der ungebremste Aufwuchs der Verwaltungskosten lähmt die Investitionsmöglichkeiten in unserer Stadt zusehends. Bereits im nächsten Jahr werden Investitionsmittel um zweidrittel zurückgehen.” Schon jetzt hat die Stadt einen Sanierungsstau von knapp 700 Millionen Euro. Gebäude werden nicht werterhalten und  verfallen. Diese utopische Zahl kann entstehen, weil die Stadt seit Jahren keine Sanierungs- und Renovierungsarbeiten durchführt und so Jahr für Jahr der Bedarf und die Notwendigkeiten von Sanierungen steigen. Die dringend sanierungsbedürftigen Kitas und Schulen werden bald aus Sicherheitsgründen nicht mehr tragbar sein. “Die Konsequenzen bekommen die Kinder unserer Stadt zu spüren. Sie spielen auf Schuldenbergen in dringend renovierungsbedürftigen Kitas”, erklärte Huck. Verwunderlich ist auch, wie der Oberbürgermeister Bausewein die Kreditaufnahme erklärt. Hier besagt eine Stellungnahme aus der Verwaltung, dass die Aufnahme nötig sei, da das Land seine Zuweisungen zurückfährt. Tatsächlich bekommt die Landeshauptstadt aber nur 600.000 Euro weniger Landesmittel, will aber, um eine Deckung im Haushalt zu erreichen, einen Großteil der 17 Millionen Euro Neuverschuldung in diese Deckung packen. Die Vorschläge der CDU-Stadtratsfraktion packen die Strukturprobleme bei der Wurzel. Ein Antrag soll die Stadtverwaltung verpflichten, jedes Jahr 10 Millionen aus dem Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt umzuschichten. Ein weiterer Antrag richtet sich gegen den Kauf des Kaffeetrichters für die Unterbringung des Bauamtes. In Erfurt gibt es die alte Zahnklinik, welche sich hervorragend für eine städtische Verwendung eignet und schon in Besitz der Stadt ist. Stadtrat Huck hierzu: “Wir haben ein Gebäude im Eigentum, welches für einen Verwaltungsstandort geeignet ist. Warum sollen wir für 7 Millionen Euro noch eins dazu kaufen? Wenn wir 2013 schon Kredite aufnehmen, dann nur zur Sanierung unserer Kitas und Schulen.” Der CDU liegt schon seit jeher viel an der Stärkung der Ortsteile. Sie sollen im Haushaltskonzept der CDU auch gestärkt werden. Die Mittel für die Ortsteile wurde in den letzten Jahren beliebig verändert. Dieses Jahr soll wieder massiv gekürzt werden. “Wir machen hier Politik auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger in den Ortsteilen. Dort fehlt letztlich das Geld für so simple Sachen wie ein Stadtteilfest.”, beschrieb Huck die kritische Situation. Für mich ist völlig klar: „Im Endeffekt bleibt nur die Hoffnung, dass die rot-rot-grüne Stadtverwaltung aus ihren Träumen aufwacht und endlich die versprochene Verschlankung der Verwaltung durchsetzt. Dann wäre auch Geld für den konsequenten Schuldenabbau und Investitionen in die Zukunft da. Aber nach der Haushaltsberatung ist auch vor der Haushaltsberatung, denn bereits jetzt beginnt die Vorbereitung des Haushalts 2014. Es ist utopisch zu glauben, dass mit dem bisherigen Prinzip ein seriöser Haushalt 2014 aufstellbar ist.“