Neuwahlen des Ortsvorstandes der CDU “Am Petersberg”

ov-2
Der neue Ortsvorstand "Am Petersberg"
Der CDU Ortsverband “Am Petersberg” hat einen neuen Ortsvorstand gewählt. Zweieinhalb Jahre nach der letzten Wahl (etwas zeitlich verzögert, durch den OB-Wahlkampf) haben wir damit unser “Kampfteam” für die nächsten zwei Jahre formiert. In diesen Zeitraum werden mit der Bundestagswahl, der Stadtratswahl und der Landtagswahl wieder drei Wahlkämpfe fallen. So war es gut, dass wir bei unserer Mitgliederversammlung sowohl mit der Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann, als auch mit unserer CDU-Kreisvorsitzenden Ministerin Marion Walsmann über die dabei anstehende Aufgaben diskutieren konnten. Der Bericht, den ich als Vorsitzender über die Arbeit der letzten zweieinhalb Jahre hielt, war geprägt von zahlreichen Veranstaltungen (mindestens einmal monatlich), den Wahlkampfaktivitäten (insbesondere von meinem Ortsverband bin ich beim OB-Wahlkampf kräftig unterstützt worden) und der Öffentlichkeitsarbeit des Ortsverbandes. Seit geraumer Zeit haben wir mit dem “Schwarzen Peter” ein Ortsverbandsinfoblatt, von dem inzwischen sieben Ausgaben erscheinen sind. Die Mitgliederzahl hat sich positiv entwickelt. Mit nunmehr 198 Mitgliedern (2009 waren es 192 und i Jahr 1998 waren es 150) sind wir weiter der mitgliederstärkste Ortsverband in Erfurt. Rund 800 Mitglieder zählt der Erfurter CDU-Kreisverband in seinen 16 Ortsverbänden.
ov
Treffpunkt bleibt die Gaststätte "Zum Andreasturm"
Seit 1998 bin ich Ortsverbandsvorsitzender und ich habe mich darüber gefreut, dass ich von unseren Mitgliedern einstimmig das Vertrauen erhalten habe den Ortsverband weiter als Vorsitzender zu führen. Als meine Stellvertreterin wurde wieder Ute Karger gewählt und neu als Stellvertreter wurde Peter Busch gewählt. Als Beisitzer werden im Vorstand Martina Reinhardt, Peter Weise, Jonas Eberhardt, Magda Barczyk, Sabine Volquardsen und Jana Hofmann. Im neuen Vorstand sind nun erstmals mehr Frauen als Männer und wir haben eine Mischung zwischen neuen und alten Vorstandsmitgliedern – drei neue sind mit der Wahl in den Vorstand gekommen. Das Alterspektrum ist breit und dies ist gut, weil wir Veranstaltungen als Vorstand planen und vorbereiten wollen die alle Mitglieder ansprechen. Vielen Dank für die Mitarbeit an die drei Vorstandsmitglieder, die nicht wieder kandidiert haben. Helmut Panser, Peter Forelle und Andy Kaiser werden aber weiter im Ortsverband aktiv bleiben. Für die nächsten zwei Jahre haben wir uns vorgenommen mehr Außenwirkung zu erzielen, Infostände dezentral, also nicht nur auf dem Anger zu veranstalten. Themenfreie Ortsverbandsveranstaltungen sollen dazu dienen Probleme in unserer Stadt frühzeitig einzusammeln und Lösungen zu suchen. Dazu werden wir das Potential an guten Referenten und Gesprächspartnern nutzen – zu unseren Ortsverbandsmitgliedern gehört auch Ministerpräsident Prof. Bernhard Vogel. Anfang Juli wird der Ortsverband gemeinsam mit unserer Bundestagsabgeordneten und Vertretern der Kirchen zu einer Diskussionsrunde zum Betreuungsgeld des Bundes einladen.

1. Treffen der Großelterndienste

Großelterndienste (24)Aus ganz Deutschland sind heute 80 Vertreter der Großelterndienste nach Erfurt gereist, um am 1. Treffen der Großelterndienste teilzunehmen. Vor über einem Jahr war ich bereits beim ersten Netzwerktreffen der Thüringer Großelterndienste aktiv dabei und bereits damals entstand die Idee sich deutschlandweit zu vernetzen und von den Erfahrungen anderer Großelterndienste zu lernen. Die LEG Thüringen hat mit ihrem Projekt Kinderbetreuung 24 die Initiative ergriffen und zunächst bundesweit recherchiert, wo und welche Großelterndienste es gibt. In Thüringen sind es derzeit 18, deutschlandweit rund 250 und den ältesten und größten gibt es in Berlin seit 23 Jahren. In einer Broschüre haben wir die Ergebnisse des Thüringer Treffens vor einem Jahr zusammengestellt. Großelterndienste (5)Die Schirmherrschaft über die heutige Tagung hatte die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht übernommen und begrüßte die Teilnehmer im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei mit einem Grußwort. Sie verwies dabei auf ihre eigenen Erfahrungen als nunmehr zweifache Großmutter. Vom Bundesfamilienministerium war Abteilungsleiter Dieter Hackler nach Erfurt zu der Tagung gekommen. Bereits gestern konnte ich mit ihm gemeinsam das Mehrgenerationenhaus in Sonneberg besuchen. Er wies auf die Möglichkeiten des Bundesfreiwilligendienstes und die Andockmöglichkeiten für Großelterndienste an die Mehrgenerationenhäuser hin. Auf die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Engagements von Großeltern in Deutschland ging Loring Sitter vom Generali Zukunftsfond ein und Dr. Sigrun Fuchs von der LEG Thüringen stellte die Informations- und Serviceplattform Großelterndienste vor. Großelterndienste (17)Am Nachmittag ging es mit aktiven Workshoprunden weiter. Neben viele Informationen standen mehrere Wünsche im Raum. Fazit der Tagung: Die Großelterndienste wünschen sich Unterstützung bei den Themen Fortbildung und Qualifizierung, sie wollen ihren Bekanntheitsgrad vergrößern und die wollen sich weiter vernetzen. Ich werde sie gerne dabei unterstützen und zur Qualifizierung und Fortbildung Gespräche mit der Ehrenamtsstiftung und der Stiftung Familiensinn vermitteln. Eine Broschüre mit der Zusammenfassung der heutigen Tagung werden wir wieder gemeinsam erstellen. Bilder vom Treffen in der Staatskanzlei

CDU-Stadtratsfraktion mit neuer Homepage und Infobrief

1337941027-5yxr
Der neue Infobrief der CDU-Stadtratsfraktion
“Alles Neu macht der Mai”  Kurz vor Pfingsten ging heute die neue Homepage der CDU Fraktion im Erfurter Stadtrat ans Netz. Unsere alte Homepage wurde überarbeitet und nun finden sich die gleichen Informationen in neu aufbereiteter Form auf der neuen Seite. Zugleich wurde die neueste Ausgabe des Infobriefes Online gestellt. Seit einem Jahr gibt es diesen Infobrief, nun in der elften Ausgabe. Neben Informationen aus der Stadtratsarbeit und dem Rathaus werden darin auch die Arbeitskreise und die Mitglieder der Fraktion vorgestellt. Für Anregungen, was wir zusätzlich aufnehmen und besser machen können sind wir dankbar. Allen Lesern meiner Homepage jetzt an dieser Stelle ein schönes Pfingstfest mit viel Sonne und Zeit für die Familie! Ich werde bis Dientstag zum nun schon traditionellen Pfingstreffen mit der Familie nach Berlin fahren. Die Wetterprognosen sind wie im letzten Jahr bestens, das Motorboot schon gebucht und da steht der Tour in die Bundeshauptstadt und über die Berliner Seenlandschaft nichts mehr im Weg.

Bitte recht freundlich – in Erfurt wird geblitzt

blitzer1
Blitzer-Probe vor der Schiller-Schule
In einer Woche am 1. Juni geht es richtig los – heute wurde schon einmal geübt. Unter dem Stichwort “Überwachung des fließenden Verkehrs” wird die Stadt Erfurt künftig selbst blitzen – der Oberbürgermeister hat dies mit rot-rot-grüner Stadtratsmehrheit im Rahmen des Haushalts beschlossen. Heute Vormittag habe ich auf dem Weg ins Büro in der Schillerstraße gleich vier Mitarbeiter der Stadt beim Test des neuen Blitzers gesichtet. Nachfragen bei der Stadt ergaben – noch handelt es sich um die Test- und Schulungsphase. Was künftig mit dem Blitzer geplant ist, lässt sich aus diversen Stadtratsvorlagen ablesen. Mit dem für zwei Jahre gemieteten Blitzer wird kalkuliert, dass rund 31.000 Geschwindigkeitsverstöße pro Jahr ermittelt werden können (rund 100 pro Tag). Wegen diversen Problemen bei der Halterkostenhaftung, rechnet man daraus mit 24.800 Bußgeldbescheiden. Um die entstehenden Kosten (315.000 Euro für Miete und Personal – 3 VbE Messbeamte und 2 VbE Bußgeldstelle) mindestens wieder “herein zu bekommen”, braucht man gut 10.000 Verfahren mit einem durchschnittlichem Ertrag von 30 Euro. Also ab der Hälfte der “geplanten Verstöße” rechnet sich das ganze schon. Daraus lässt sich ableiten, dass die Stadt durchaus beabsichtigt mit dem Thema Blitzen Geld zu verdienen. Damit daran kein Zweifel aufkommt – die CDU-Fraktion ist dafür, unbedingt die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen zu kontrollieren und und Verstöße zu ahnden. Die Ankündigung jedoch, mehrspurige Straßen des Ring-Tangentennetzes überwachen zu wollen (wo ja die Stadt gerade Tempo 30 verordnet hat) lässt ahnen, dass es weniger um Kontrolle vor Kitas und Schulen sondern mehr um Kasse machen geht. Wir werden die Entwicklung im Blick behalten!

Verkehrsberuhigung in der Erfurter Innenstadt ist das Ziel!

parkplatze
Parkplätze sind Mangelware

In der Zielstellung waren sich alle Akteure beim IV. Kommunalpolitischen Gespräch des City-Managements Erfurt e.V. im Hotel „Zum Norde“ einig. Die Erfurter Innenstadt soll für Fußgänger attraktiver gemacht werden und dies bedeutet den Fahrzeugverkehr und Parkplätze  an den Rand der Altstadt zu verlagern.

Dies erklärten die Vertreter aller Stadtratsfraktionen ebenso, wie die Gewerbetreibenden in der Innenstadt. Allerdings ist der Weg dahin strittig. Der zuständige Beigeordnete Herr Spangenberg erläuterte, dass mit der blauen Zone in  der Innenstadt rund 400 Kurzzeit-Parkplätze wegfallen – dies soll noch dieses Jahr geschehen. Ob und wo ersatzweise Parkplätze geschaffen werden, ist hingegen noch offen und wird erst Ende des Jahres im Stadtrat diskutiert werden.

Die Position der CDU Stadtratsfraktion habe ich bei der Diskussionsrunde zusammengefasst dargestellt: Wir wollen nicht, dass der 2. Schritt vor dem 1. gegangen wird. Dies bedeutet erst alle Autos aus der Innenstadt zu verbannen und danach erst zu überlegen, wo ersatzweise Parkplätze entstehen können geht nicht!

Durch eine Vielzahl von Maßnahmen ist es gelungen, die Erfurter Innenstadt bezüglich Einzelhandel, Dienstleistungen, Städtebau, Denkmalschutz, Gastronomie usw. attraktiv zu gestalten und den Abwärtstrend der 90er Jahre umzudrehen. Dazu haben öffentliche und private Investitionen in Milliardenhöhe beigetragen. Damit die Attraktivität für Fußgänger weiter steigt, muss der öffentliche Raum weiter aufgewertet werden, z. B. Sanierung Anger, Schlösserstraße, und Fischmarkt sowie Rathausbrücke. Die Marktstraße wäre auch erforderlich, ist aber nicht in der Planung.

Der Individualverkehr muss aber auch weiter zurückgedrängt werden, damit sich die Fußgänger nicht belästigt und bedroht fühlen. Die Einrichtung der “blauen Zone” ist also konsequent und folgerichtig. Fußgänger, ÖPNV und Radfahrer müssen Vorfahrt bekommen und im Regelfall nur noch die Anwohner Parkmöglichkeiten in der Altstadt zugewiesen bekommen. Auch durch den Einwohnerzuwachs von über 4.000 in den letzten 10 Jahren ist das nicht anders möglich.

Wo sollen aber die Pkw der Einkäufer, Besucher und Touristen hin? Zunächst muss man auf die P & R-Plätze am Stadtrand verweisen. Bis auf den am Ringelberg sind diese nicht ausgelastet. Allerdings möchte nicht jeder Besucher dort parken, obwohl es dort kostenfrei angeboten wird. Es werden Parkhäuser am Rande der Altstadt erwartet. Die vorhandene Kapazität reicht jetzt schon kaum aus. Spätestens mit der Einrichtung der “blauen Zone” werden zusätzliche Parkkapazitäten am J.-Gagarin-Ring benötigt. Mögliche Standorte sind: Am Hirschgarten, am Hirschlachufer, an der Reglermauer, zwischen Johannesstr. und J.-Gagarin-Ring und an der Huttenstraße. Das könnten private oder Investitionen der SWE sein.

Hinzu kommt, dass die Altstadt Bestandteil der geplanten Umweltzone sein wird, jedoch der Thüringenpark und das TEC nicht. An diesen Einkaufszentren gibt es genügend gebührenfreie Parkplätze. Eine Ausnahme von dem Parkverbot in der Altstadt könnten E-Fahrzeugen eingeräumt werden. Diese könnten z. B. auf dem Rathausparkplatz Stellplätze mit Ladesäule bekommen.

Hinsichtlich des Lieferverkehrs waren sich nun wirklich alle einig. Die Innstadt soll künftig von Lieferverkehr zwischen 11 bis 18 Uhr verschont werden. Das ist in anderen Städten auch möglich. Eine Ausnahme könnten E-Fahrzeuge darstellen, z. B. Apothekenbelieferung, Expresspaketbelieferung, kommunale Dienste, wie Papierkörbe leeren usw. Für solche Zwecke werden in Kürze E-Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Nur der Radverkehr auf dem Anger sorgte noch für einen Meinungsdisput. Die grüne Fraktionsvorsitzende ist nach wie vor der Auffassung, dass ginge ohne Verbote und fährt auch munter selber weiter trotz Verbots mit dem Rad über den Anger. Alle anderen Gesprächsteilnehmer betonten, dass die bestehenden rechtlichen Regelungen eingehalten und kontrolliert werden müssen. Insgesamt war die Runde hilfreich für die Weiterentwicklung des Verkehrsentwicklungsplanes in Erfurt.

20 Jahre AWO-Kita Buchenberg

Kita Buchenberg (9)Seit genau 20 Jahren gibt es in Erfurt die integrative Kita der AWO Buchenberg. Damals war die Kita eine der jüngsten Kitas in Erfurt, weil sie im Wohngebiet Am Buchenberg erst wenige Jahre zuvor erbaut wurde. Dank eines Treppenliftes für Rollstühle war sie zumindest barrierearm (damals gab es praktisch keine andere Kita in Erfurt, die behinderte Kinder aufnehmen konnte) und so begann die AWO dort ein integratives Konzept der Betreuung behinderter und nichtbehinderter Kinder umzusetzen. Heute wurde das 20 jährige Jubiläum mit einem großen Ritterfest gefeiert und auch ich habe den Weg über die Jahre recht interssiert verfolgt. Vor 20 Jahren hat mein ältester Sohn die Kita am Buchenberg besucht und seine Mama war dort als Erzieherin tätig.
Kita Buchenberg (12)
Mit AWO-Geschäftsführer Michael Hack
Ich bin daher heute auch recht neugierig einmal wieder der Einladung gefolgt um zu schauen, was sich dort geändert hat und habe dazu meinen jüngsten Sohn mitgenommen. In den letzten Jahren war ich ein paar Mal bei Veranstaltungen in der AWO am Buchenberg zu Gast, allerdings haben inzwischen viele Erzieherinnen gewechselt. Um so schöner war es, einige bekannte Gesichter dort zu treffen und Gedanken auszutauschen. Mit AWO-Geschäftsführer Michael Hack  konnte ich am Rande des Ritterfestes auch die Kita-Situation in Erfurt diskutieren. Neben dem Mangel an Plätzen gibt es baulich viel zu tun. Allein vier Kitas der AWO müssen generalsaniert werden. Auch am Buchenberg steht ein Investitionsbedarf von rund einer Million Euro an. Das heutige Ritterfest begeisterte aber abseits aller Probleme Kinder, Eltern und ehemalige Mitarbeiterinnen der Kita – die einzigen die heute richtig viel Streß hatten, waren die derzeitigen Erzieherinnen in ihren Kostümen als Burgfräulein verkleidet. Mein Kurzer nutzte begeistert die Angebote, vom Boot basteln bis hin zur Ponykutschfahrt. Bilder vom Ritterfest

Trügerische Sicherheit für Horterzieherinnen

CDU drängt auf unbefristete Arbeitsverträge Wenig erfreuliche Nachrichten verkündete der Oberbürgermeister für die Erzieherinnen in den Erfurter Horten in der Stadtratssitzung am 9. Mai 2012. Hinsichtlich eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses gibt es für sie derzeit immer noch keine Klarheit, denn es bleibt völlig ungeklärt, ob es eine Vertragsverlängerung für die Erzieherinnen an Erfurter Grundschulen bis 2016 oder darüber hinaus geben wird. Auf Nachfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Michael Panse erklärte der Oberbürgermeister, dass ein Gespräch mit Kultusminister Matschie am 20. April ausgefallen und ein weiterer am 3. Mai 2012 zum Thema ‚unbefristete Anstellungsverträge für Erzieherinnen’ durch das Land’ und ‚Übernahme der Verwaltungs- und Fortbildungskosten der Erzieherinnen’ völlig ergebnislos blieb. „Sein Verhandlungsgeschick mit dem Kultusminister ist offensichtlich deutlich verbesserungsbedürftig, wie bereits beim Thema Theaterfinanzierung dokumentiert sich hier, dass angekündigte Gespräche oft lediglich ein Spiel auf Zeit sind“, kommentiert Panse. Der Oberbürgermeister erklärte in der Ratssitzung, er präferiere nun nur noch befristete Arbeitsverhältnisse. Vor einigen Wochen hingegen suggerierte er den Erzieherinnen, dass er unbefristete Arbeitsverträge anstreben würde. Der Vertrag mit dem Land zur Weiterführung des Projektes ist bis heute nicht unterschrieben. Demzufolge gibt es auch noch keine Verträge für die Erzieherinnen. Dem Nachtragshaushalt 2012, der im Zusammenhang des „Modellprojektes Ganztagsschule/Hortbetreuung“ in der Ratssitzung am 9. Mai behandelt und beschlossen wurde, hat die CDU-Stadtratsfraktion zugestimmt. Hierbei ging es um finanzielle Zuweisungen für den Bereich Betreuung. „Wir, die CDU-Stadtratsfraktion, werden auf Basis dieses Beschlusses zum Haushalt auf eine Lösung des Problems drängen und bleiben bei unserer Forderung nach unbefristeten Arbeitsverträgen für die Erzieherinnen“, betont Michael Panse abschließend.

Neue Beratungsstelle bei pro familia

pro-familiaDer Beratungsbedarf für Familien in Erfurt steigt stetig. Als vor drei Jahren die Beratungsstelle der AWO geschlossen wurde, dachte die Verwaltung noch, dass rückgehende Bevölkerungszahlen in der Landeshauptstadt anstehen würden. Heute wissen wir, dass nicht nur die Einwohnerzahl, sondern auch die Zahl der Alleinerziehenden und der Beratungsbedarf steigen. Folgerichtig hat daher der Erfurter Stadtrat im letzten Sommer eine Aufstockung der Personalkapazitäten beschlossen. Allerdings sind es jetzt mit 7 VbE immernoch eine weniger, als zu den Zeiten, wo es mit pro familia, der Evangelischen Beratungsstelle , der Caritas und der AWO mehr  Beratungstellen gab. Seit 1. März gibt es nun wieder 8erfreulicherweise) eine Beratungsstellen mehr. Pro familia eröffnete am 1. März eine Zweigstelle in der Magdeburger Allee 140 und heute war die offizielle Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür. pro-familia-2Da ich seit vielen Jahren mit der Geschäftsführerin von pro familia Elke Lieback in den Fragen des Kinder- und Jugendschutzes zusammenarbeite, habe ich mich über die Einladung sehr gefreut. Mit dem Stützpunkt im Norden der Stadt geht der Träger auf die betroffenen Familien zu und versucht das niedrigschwellige Angebot näher zu den Menschen zu bringen. Der Bedarf steigt kontinuierlich erläuterte Teamleiterin Astrid Wabra den Gästen. Neben den klassischen Feldern einer Erziehungsberatungsstelle widmet sich pro famlia im Norden der Stadt auch der Gruppenarbeit mit Kindern und Eltern. Trennungs- und Scheidungsberatung sowie allgemeine soziale Beratung findet auch weiterhin am alten Standort in der Melanchtonstraße statt. Eine erfolgreiche Arbeit der neuen Außenstelle und den Mitarbeitern! Ich werde sowohl bei der Diakonie in der Schillerstraße, als auch bei pro familia in den nächsten Wochen zu Gesprächen zu Gast sein.

Gedenken in Erfurt

Gedenken (2)Heute vor 70 Jahren begann die Deportation der Erfurter Juden nach Belzyce und später in die Vernichtungslager. Um 7.40 Uhr am 9. Mai 1942 wurden 101 Erfurterinnen und Erfurter von der Gestapo gezwungen nach Weimar zu fahren. Am 10. Mai 1942 wurden von dort 513 Männer, Frauen und Kinder aus Thüringen zusammen mit Juden aus Sachsen in ein Ghetto nach Belzyce. Fast alle von ihnen wurden im KZ Majdanek oder anderen Vernichtungslagern ermodert. Viele Erfurterinnen und Erfurter gedachten heute ihrer ehemaligen Mitbürger an dem Ort auf dem Erfurter Hauptbahnhof, wo seit 1992 eine Tafel mahnt und erinnert. Der 9. und der 10. Mai 1992 markieren den Beginn der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. Morgen wird dazu eine Gedenkveranstaltung im Thüringer Landtag statt. Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland a.D., wird die Gedenkrede halten. Heute haben der Oberbürgermeister und die Stadtratsfraktionen Kränze am Aufgang zu den Gleisen 3-8 am Erfurter Hauptbahnhof niedergelegt. In der Bahnhofshalle wurden von 6 bis 8 Uhr Handzettel verteilt und an jeden der 101 deportierten Erfurterinnen und Erfurter erinnerte eine Blume mit dem Namen.

Bevölkerungsprognose für Erfurt und Thüringen

demografie-1
Im Land liegen die Zahlen auf dem Tisch
Der demografische Wandel führt in Thüringen zu erheblichen Verschiebungen auf der (Bevölkerungs)- Landkarte. Insgesamt werden wir weniger Thüringerinnen und Thüringer, wir werde älter und es erfolgt eine Konzentration in den Ballungszentren entlang der Autobahn A4. Welche Auswirkungen dies hat und wie man eventuell gegensteuern kann, beschäftigt die Politik. Am heutigen Abend hat dazu der Präsident des Landesamtes für Statistik Günter Krombholz die neuesten Erkenntnisse zum demografischen Wandel und zum Generationenverhältnis in der Reihe Erfurter Vorträge in der Bildungsstätte St. Martin vorgestellt. Die Zahlen stehen schon fest und haben länger zurückreichende Ursachen. Die Entwicklung der letzten 20 Jahre ist dafür maßgeblich. Die Schlüsselzahl 10/7/4 drückt aus wo die Probleme beginnen. 10 Elternteile des Jahrgangs 1970 haben 7 Kinder und 4 Enkelkinder. Um die Reproduktion zu sichern müsste sie 10/12/15 lauten. Zwar hat sich der Bevölkerungsrückgang verlangsamt weil die Anwanderung zurück geht, aber wir müssen die Entwicklung hin zu nur noch rund 1,9 Millionen Thüringerinnen und Thüringern wohl akzeptieren – um es wieder aufzuholen benötigten wir eine Geburtenquote von 4,6 – es sind hingegen nur 1,38. Es waren einmal in Thüringen 2,6 Millionen im Jahr 1990 und sind heute rund 2,2 Millionen, davon 144.514 durch Wanderungsverluste sowie 220.208 durch das Geburtendefizit. Das Durchschnittsalter ist von 37,9 Jahren auf 46,0 Jahren gestiegen und wird weiter steigen. Wichtig sind diese Zahlen der Bevölkerungsprognosen für die politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen der nächsten Jahre. In Erfurt arbeiten einige Ämter immernoch mit den alten Zahlen, die einen Schrumpfungsprozess prognostizieren. Günter Krombholz sagte heute deutlich, dass es dafür keinen Grund gibt. Seit Jahren würde das Landesamt für Statistik aktualisierte Zahlen haben – erstaunlicherweise werden diese in der Stadt Erfurt noch nicht übernommen. Im Jahr 2011 sollte es bereits eine aktualisierte Bevölkerungsprognose geben. Bis jetzt liegt diese nicht vor und wurde nun vom Oberbürgermeister für den Herbst 2012 in Aussicht gestellt. Ich bin gespannt, wann wir endlich aktuelle belastbare Zahlen für die Landeshauptstadt bekommen. Kita-Planung, Schulnetzplanung, Wohnungsprognosen – alles hängt letztlich davon ab. Im Hauptausschuss am Dienstag und im Stadtrat am Mittwoch werden wir dazu diskutieren. Das Landesamt für Statistik prognostiziert übrigens für 2020 eine Einwohnerzahl in Erfurt von 206.027, also 1,1 Prozent Steigerung zu 2009.