Stadionbau und Bayern München – News vom FC RWE

rwe-1Das Atrium der Erfurter Stadtwerke war heute Abend gut gefüllt. Der größte Erfurter Sportverein FC Rot-Weiß Erfurt mit derzeit 2.309 Mitgliedern hatte zur Mitgliederversammlung und Neuwahl des Aufsichtsrates geladen. Immerhin 220 Mitglieder waren der Einladung gefolgt und an den aktuellen Neuigkeiten des Vereins interessiert. Seit 12 Jahren bin ich auch RWE-Mitglied und deshalb ebenso interessiert wie alle anderen Fans – vor allem aber auch daran wie es mit dem Neubau der Multifunktionsarena nun werden soll. Präsident Rolf Rombach zog dabei Bilanz der Arbeit und hatte zunächst keine guten Nachrichten. Zwar ist sportlich seit Jahren RWE im Aufwind – allerdings hat der Aufstieg in die 2. Liga immer noch nicht geklappt und auch die Finanzsituation ist nicht besser geworden. Den 4,6 Millionen Euro Einnahmen der letzten Saison stehen Ausgaben gegenüber, die ein Defizit von 346.000 Euro verursacht haben. Damit hat der Verein nun 1,572 Millionen Euro Schulden. Ursächlich für die gestiegenen Verbindlichkeiten ist nach den Worten von Rolf Rombach das Nichterreichen des DFB-Pokals. Um den Haushalt rund zu bekommen wurde das Personalbudget für die neue Saison für das Team von 2,7 auf 2,3 Millionen Euro gesenkt. Langfristig soll RWE ein Vermarktungsvertrag mit IMG Worldwide helfen. Bis zur Saison 2020/2021 hat sich RWE damit aber mit den Vermarktungsrechten gebunden. Zweites großes Thema war der Neubau der Multifunktionsarena. Die optimistische Einschätzung von Rolf Rombach, dass der Bau unmittelbar bevorsteht, am 21.12. im Stadtrat beschlossen würde und der Neubau im Sommer 2012 beginnt teile ich nicht. Dazu sind noch erhebliche Vorarbeiten notwendig, die seitens des Oberbürgermeisters, seiner Stadtverwaltung und des TMWAT noch nicht erledigt wurden. Es gibt zwar ein Planungskonzept für das neue Stadion – angeblich 70 Seiten stark, aber noch nichts zum Betreiber- und Sicherheitskonzept und auch noch nichts zur Umfeldgestaltung. In der kommenden Woche findet eine Ausschussberatung mehrerer Stadtratsfachausschüsse statt, vielleicht gibt es bis dahin was Neues. rweDerzeit steht im Entwurf der Stadtverwaltung für den Nachtragshaushalt lediglich die Summe für die Kreditaufnahme der Stadt für den Kofinanzierungsanteil. Dies ist für die CDU-Fraktion eindeutig zu wenig. Zur Umfeldgestaltung müssen nach unserer Auffassung mindestens die Planungskosten in den Haushalt eingestellt werden. Oberbürgermeister Bausewein weiss, dass er ohne diese Voraussetzung zu erfüllen mit unserer Zustimmung nicht rechnen kann. Wir wollen den Neubau der Multifunktionsarena, aber er muss akzeptabel auch für die Bewohner des Stadtteils sein und da gehört die Umfeldgestaltung dazu. Da die Linken und die Grünen den Neubau aber wohl in jedem Fall ablehnen werden, werden sich SPD und CDU in dieser Frage verständigen müssen, wenn die Multifunktionsarena Realität werden soll. Gewählt wurde am Abend dann auch noch. Der Ältesten- und Ehrenrat wurde bestätigt und ein neuer Aufsichtsrat wurde gewählt. Viel Erfolg dem neuen Aufsichtsrat – ich kann als ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender von RWE nachvollziehen, was das für eine Verantwortung bedeutet. Am Ende des Abends hatte Rolf Rombach neben einer Freikarte für jedes anwesende Mitglied für das Spiel gegen VfR Aalen noch eine gute Nachricht. Am 15. Januar wird ein inzwischen guter Bekannter im Steigerwaldstadion zu einem Testspiel auflaufen. Rekordmeister Bayern München kommt wieder nach Erfurt und die Hütte wird sicher ausverkauft sein!

Ausgezuckert!

MGH Kindelbrück (16)
Wir sind ja schon froh, wenn der Winterdienst in diesem Jahr überhaupt funktioniert!
“Zuckern statt Salzen” lautete der Beitrag der Erfurter Grünen zum Winterdienst-Chaos im letzten Winter. Am Ende des Winters schlugen die Grünen unter dieser Überschrift mit einem Stadtratsantrag vor, künftig den Salzeinsatz (Natriumchlorid) zu reduzieren und durch Zucker (Melasse) zu ersetzen. Irgenwo hatten sie wohl gehört, dass dies eine Alternatividee sein könnte. Vielleicht haben sie aber auch einfach einen Antrag aus der Schweiz kopiert 😉 Seit gestern ist nun Schluß mit Zucker! Die Erfurter Stadtverwaltung hat ein halbes Jahr hin und her überlegt und gestern letztlich mit der Kopie von einem Zeitungsartikel der Zeitschrift VKS News Heft 157 07/08 2011 das Thema erledigt und dem zuständigen Stadtratsausschuss abschließend berichtet. Während die grüne Fraktionsvorsitzende vor einem halben Jahr im Stadtrat erklärte, Melasse könne billiger und effektiver sein, kommt eine Studie genau zum entgegengesetzten Ergebnis. Es gäbe “keinen höhreren Nutzen”, die Gefriertemperatur der Lösung steige sogar und das Ganze sei teurer. “Melasse als Zusatz zum Natriumchlorid bringe keine betriebswirtschaftlichen Vorteile sondern nur zusätzliche Aufwendungen für den Winterdienst. Eine Empfehlung zur Anwendung könne daher nicht gegeben werden.” beschied die Bundesanstalt für Straßenwesen. Im gestrigen Ausschuss OSO haben es die Grünen klaglos hingenommen und tüffteln jetzt bestimmt schon an einem neuen Projekt 🙂

Demographische Entwicklung in Erfurt

Kita Glückskäfer
Wir werden in Erfurt mehr Kitas brauchen, weil die Zahl der Kinder erfreulicherweise steigt
Im Rahmen der Erfurter Vorträge hat der Amtsleiter für Stadtentwicklung Paul Börsch die demographische Entwicklung von Erfurt skizziert und ich war überrascht, wie wenig die Situation selbst in der Stadtverwaltung zwischen den Ämtern abgestimmt zu sein scheint. Seit Monaten erhalten wir im Stadtrat sowohl bei der Kita-Bedarfsplanung, als auch bei der Schulnetzplanung die Auskunft, man müsse erst auf neue demographische Zahlen warten, bevor längerfristige Entscheidungen möglich sind. Bei der künftigen Stadtplanung von Erfurt spielen diese Zahlen natürlich ebenfalls eine große Rollen – da liegen sie aber offensichtlich schon vor. Während die Überalterung und der Rückgang der Bevölkerung deutschlandweit und in Thüringen eine große Rolle spielt weichen die Zahlen in Erfurt nach den Angaben von Paul Börsch erheblich ab. Die “German Angst”, wie unser Jammern auf hohem Niveau auch international genannt wird, ist nicht gerechtfertigt. Ja, in Deutschland werden wir in den nächsten Jahrzehnten rund 17 Millionen Menschen einbüßen und in nicht allzuferner Zukunft werden 1/3 der Menschen über 65 Jahre und 1/7 sogar über 80 Jahre sein.  Aber sie werden auch viel länger aktiv bleiben und dies gilt es auch für die Gesellschaft zu nutzen. Schon im Jahr 1911, also vor hundert Jahren warnte eine Broschüre mit Blick auf 1961 vor einer dramatischen Überalterung der Gesellschaft und dem Finanzkollaps öffentlicher Haushalte. Ausgeblendet wurden dabei Bevölkerungswanderungen, die auch jetzt das Bild verschieben werden. Für Erfurt sind folgende Zahlen festzuhalten. 2005 lag die Geburtenquote bei 1,28 im Jahr 2010 hingegen bei 1,52. Die Bevölkerungszahl ist in den letzten fünf Jahren gestiegen und nunmehr bei knapp 202.000 Einwohnern, also noch einmal 1.000 mehr als Ende 2010. Dies resultiert aus Zuwanderungen aus der Umfeldregion, insbesondere der Rückwanderung junger Erwachsener. Aktuelles Problem sei dabei die Nachfrage nach preiswertem Wohnraum. Die Stadtplanung hat nach den Worten von Börsch die Aufgabe soziale Polarisation zu vermeiden, weiche Standortfaktoren zu entwickeln und benachteiligte Stadtteile mit Städtbaufördermitteln aufzuwerten. Im Jahr 2030 werden in Erfurt prozentual mehr Kinder leben, als heute. Die 0-10 Jährigen werden dann einen Anteil von 15 Prozent der Erfurtinnen und Erfurter haben. Allerdings sagt die Prognose für 2030 auch einen Anteil bei den über 64 Jährigen von 28 Prozent der dann rund 210.000 Erfurterinnen und Erfurter voraus. Ich finde die Zahlen bemerkenswert. Warum die Stadtverwaltung zumindest bei der Kita-Planung immernoch meint, wir könnten in zehn Jahren bis zu 10 Prozent der Kitas mangels Kindern vom Netz nehmen, erschließt sich mir nicht. Wir werden das Thema nachdrücklich nachfragen!

Anschluss an die Spitze

SWE - Lohhof (17)Das Wochenende der Wahrheit endete für unser SWE Volley-Team mit zwei umkämpften Siegen und der Belohnung des 2. Tabellenplatzes. Gestern Abend waren die Damen vom Vorjahresmeister SV Lohhof in der Riethhalle zu Gast. Die bisher makellose Bilanz hielt und wir haben den vierten Sieg eingefahren. Ich werde also meine schwarz-weiße SWE-Krawatte weiter bei den Heimspiel tragen 😉 Allerdings forderten die Damen aus Lohhof unsere Damen richtig und holten nach dem ersten klar verlorenen Satz (25:17) den Satzausgleich (20:25). Die anschließende 10-Minuten-Pause bot Zeit für den Trainer zur Teamansprache und die Fans hatte trotzdem auf dem Feld was zu sehen. Tanzhaus (4)Vom TanzHaus in der Erfurter Schillerstraße war eine Showtanzgruppe zu Gast und warb für den Tanzsport mit zwei Jazz- und Showtänzen. Unsere Mädels hatten die Pause offensichtlich besser genutzt und gewannen die beiden notwendigen Folgnesätze mit jeweils 25 : 19. Der Jubel war dementsprechend – für die Mädels aber dafür nur eine kurze Feier. Um 7 Uhr waren sie schon wieder mit dem Bus Richtung Offenburg unterwegs. Dort stand noch eine Rechnung offen, nachdem die Mädels vor einigen Wochen unverrichteter Dinge die Rückreise antreten mussten. Ein Stau führte damals dazu, dass unser Team erst zwei Stunden nach geplanten Spielbeginn in der Halle waren. Die Offenburgerinnen tanzten da schon auf dem Feld und feierten ihren vermeintlichen 3:0 Sieg am grünen Tisch. Allerdings entschied der Ligaausschuss, dass der Stau nicht voraussehbar war und somit auf ein Spielwiederholung.
SWE - Lohhof (16)
Ergebnisdienst
Die gerechte (wenn auch glückliche) Strafe für ihre wenig sportlichen Freudenausbrüche erhielten die Offenburgerinnen und ihre Trainerin heute Nachmittag. Am Live-Ticker konnte ich die Sätze 3 bis 5 verfolgen (vorher gab es wohl Technikprobleme in Offenburg). Hin und her ging das Spiel – der dritte Satz ging an uns der vierte an Offenburg (mit 27:25). Im Tie-Break zogen unsere Mädels dann davon und gewannen mit 15:5. Im Gegensatz zu gestern Abend, als der VC Offenburg mit 3:2 gegen die Damen aus Sonthofen das glücklichere Ende für sich hatte waren wir heute die glücklichen Gewinner. Ebenfalls verloren hat heute Bad Soden zu Hause gegen Dresden. Somit stehen unsere Mädels nun mit 14:4 Punkten hinter Grimma (18:0) und vor Dresden (14:6) auf Platz 2 in der Tabelle. Glückwunsch, das soll so bleiben! Nächste Woche müssen wir zu den Roten Raben Vilsbiburg II, der Zweitligareserve des derzeitigen Tabellenführers in der 1. Liga. Am 17. Dezember werden wir schließlich mit Bad Soden die bisherige Überraschungsmannschaft der Saison empfangen. Ansonsten war das 2. Adventswochenende ein schönes Familienwochenende. Der mittlere Sohnemann hatte seine zweite Tanzshow “Weihnachtszauber” und mit beiden Kleinen haben wir Plätzchen gebacken. Es tut richtig gut, wenn mal Zeit zum Luftholen bleibt, die nächsten zwei Wochen werde streßreich – wie jedes Jahr im Dezember. Fotos vom Spiel

Glückwunsch zum neuen Stadtteilzentrum!

MitMenschen (2)Im Erfurter Norden wurde heute im Wohngebiet Moskauer Platz das sanierte und in Teilen neu gebaute Stadtteilzentrum übergeben. 1,78 Millionen Euro kostete das Projekt, davon 1,45 Millionen Euro aus Bundesmitteln und dem Programm Stadtumbau-Ost. In der ehemaligen Kita ist schon seit geraumer Zeit der Verein MitMenschen e.V. mit dem Stadtteilzentrum aktiv. Allerdings waren die Räume starkt sanierungsbedürftig und für größere Veranstaltungen reichte die Traglast der Fussböden nicht aus. Nun kommt es darauf an die gute Hülle mit Aktivitäten zu füllen. Geplant war seitens der Stadtverwaltung dort das dritte Familienzentrum zu etablieren. Allerdings beendete die Stiftung Familiensinn im Frühjahr diese Spekulationen, indem eine Landesförderung abgelehnt wurde. Vor der Sommerpause habe ich daher mit dem Verein MitMenschen ein Konzept und einen Antrag für das Folgeprogramm Mehrgenerationenhäuser II erarbeitet. Der Bund hat dieses Konzept akzeptiert und so werden wir nun voraussichtlich Anfang Januar das Haus einweihen können. Für die Besucher der heutigen Eröffnung hatte sich die Leiterin des Hauses Anja Kaufmann einige Wunschkarten bereitgelegt, die bei der Erfüllung den Verein in seiner weiteren Arbeit unterstützen sollen. Ich werde zu einem Spielenachmittag mit Seniorinnen und Senioren zu Gast sein.

Altersbilder in der Gesellschaft…

Weimar2
Christine Lieberknecht in Weimar
…sind nur ein Teil der Demografie-Diskussion. Allerdings fand ich es heute sehr wichtig, dass unter anderem Prof. Klinkmann von der BioCon Valley GmbH in Mecklenburg-Vorpommern bei seinem Vortrag gleich zu Beginn darauf verwiesen hat, welche positive Entwicklung es doch ist, das wir immer älter werden. Im Römischen Reich lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei 30 Jahren. Nach gut 2000 Jahren waren es im Jahr 1900 dann 45 Jahre. Heute also 110 Jahre später sind es schon 81 Jahre. Weimar2 (5)Menschen werden erfreulicherweise älter, Menschen bleiben länger gesund und fit und Menschen wollen länger aktiv bleiben – darauf verweist auch die INSA-Studie 50plus, die die Einstellung ältererer Menschen untersucht hat. Ein großes Aufgabenfeld ergibt sich dadurch für die Gesundheitswirtschaft und die Stand im Mittelpunkt der 1. Demografiekonferenz in Weimar. Weimar2 (4)Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht eröffnete am Vormittag die Tagung und lobte den “Thüringer Zukunftspreis” aus. Unter den über 200 Konferenzteilnehmern waren viele der Aktivisten in Fragen Demografie in Thüringen. Kommunal- und Landespolitiker, Sozialverbände, Mediziner und viele mehr. Unsere Sozialministerin Heike Taubert sprach über Entwicklungen und Tendenzen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft und der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr Christian Carius über die Herausforderungen des demografischen Wandels insbesondere im ländlichen Raum. Weimar1 (2)Für das Wirtschaftsministerium erläuterte Prof. Behr das Thema Fachkräftesicherung in Thüringen. Darüber hinaus hatte die Serviceagentur Demografischer Wandel Wissenschaftler eingeladen. Einig waren sich alle, dass der demofrafische Wandel schon lange voraussehbar war, aber von allen handelnden Akteuren zu lange abgewartet wurde. Thüringen befindet sich mitten drin. Von den Erfahrungen in Mecklenburg-Vorpommern, die das Thema schon länger haben, können wir lernen – in wenigen Jahren werden und müssen die alten Bundesländer von uns lernen, denn dann kommt der demografische Wandel auch dort an. Bilder der Tagung

Thüringer Generationenbeauftragter begrüßt Anhebung der Taschengeld-Freigrenze im Bundesfreiwilligendienst für ALG-II-Bezieher

Generationenbeauftragter Michael Panse: „Wichtige Anerkennung für Freiwilligendienst nun erreicht“ Mit Wirkung zum Jahreswechsel hebt das Bundesarbeitsministerium die Taschengeld-Freigrenze für ALG-II-Bezieher an, die sich im Bundesfreiwilligendienst oder im Jugendfreiwilligendienst engagieren. Der Freibetrag, der nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet wird, wird von derzeit 60 auf künftig 175 Euro erhöht. Michael Panse: „In den vergangenen Monaten habe ich in den Gesprächen mit Bundesfreiwilligen und Trägern der Maßnahmen immer wieder Kritik an der derzeitigen Freibetragsgrenze gehört. Ich bin froh darüber, dass mit der jetzt angekündigten Neuregelung diese Kritik  aufgenommen und für eine Änderung gesorgt wurde. Ehrenamtlich Tätigen steht in steuerlicher Hinsicht ein Freibetrag von 175 Euro monatlich zu. Es ist ein Ausdruck der Anerkennung und der Gerechtigkeit, dass nun auch Bezieher von Hartz 4 Leistungen, wenn sie sich für den Bundesfreiwilligendienst entscheiden, mehr von dem gezahlten Taschengeld anrechnungsfrei behalten dürfen. Auch für sie muss ihr Engagement für die Allgemeinheit seine gleichberechtigte Anerkennung finden. ALG-II-Beziehern wird mit dieser Erhöhung signalisiert, dass sie sich aktiv im Gemeinwesen einbringen können und sollen. Menschen in der Grundsicherung werden zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben motiviert und der Bundesfreiwilligendienst kann somit auch eine Brückenfunktion in den Arbeitsmarkt haben. Ich erwarte, dass diese neue Regelung auch dem Bundesfreiwilligendienst selbst zugutekommt, wenn dadurch noch mehr Freiwillige aus dem Bereich der Grundsicherung gewonnen werden können. Derzeit engagieren sich in dem seit dem 1.7.2011 bestehenden Bundesfreiwilligendienst bereits über 1.100 Thüringerinnen und Thüringer.“

Zeitenspringer im Landtag

Zeitensprünge (5)Schon zum siebten Mal fand heute der Thüringer Jugendgeschichtstag statt. Der Landesjugendring stellte erneut dabei im Thüringer Landtag das Projekt Zeitensprünge vor. Aus ganz Thüringen haben sich Schülerprojekte darum beworben und dabei einen speziellen Teil ihrer eigenen Geschichte erforscht. Die Landtagspräsidentin, die Sozialministerin und Vertreter aller Fraktionen wurden von den Schülerinnen und Schülern über ihre Projekte informiert. Ich habe mich dabei sehr gefreut viele bekannte Gesichter zu treffen. Zwei Mehrgenerationenhäuser, Roßleben und Mühlhausen, begleiteten ihre jungen Zeitenspringer. Vorgestellt wurde heute auch die Ausschreibung für das Jahr 2012. Ich bin neugierig, welche Projekte sich dann bewerben werden. Bilder der Zeitenspringer

Thüringer Generationenbeauftragter ruft zur Beteiligung an Umfrage zu Beratungsangeboten gegen Altersdiskriminierung auf

Generationenbeauftragter Michael Panse: „Beteiligung noch bis zum 23. Dezember 2011 möglich“ Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) wollen durch eine gemeinsame Befragung erfahren, welche Rolle Benachteiligungen aufgrund des Lebensalters in der praktischen Arbeit von Verbänden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen spielen. Dazu werden Verantwortliche in Seniorenorganisationen, Gewerkschaften, Verbraucherzentralen, Beratungsstellen der Antidiskriminierungsarbeit und weiteren Organisationen um Mitwirkung gebeten. Durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wurde das Jahr 2012 zum „Jahr gegen Altersdiskriminierung“ erklärt. Mit der Befragung sollen auch relevante Akteure ermittelt werden, um sie in weitere Aktivitäten einzubeziehen. Michael Panse sagte dazu: „Vor dem Hintergrund des zunehmenden Anteils älterer Mitbürger an der Thüringer Bevölkerung ist Altersdiskriminierung ein Thema, dem stärkere Beachtung geschenkt werden muss. Es darf nicht in einer Grau- und Dunkelzone verbleiben. Ich rufe daher zu einer aktiven Beteiligung an der Umfrage auf.“ Über http://www.bagso.de/aktuelle-projekte/befragung-altersdiskriminierung.html <http://www.bagso.de/aktuelle-projekte/befragung-altersdiskriminierung.html>  kann der Fragebogen aufgerufen werden. Hintergrund: Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im August 2006 gegründet worden. Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Die BAGSO vertritt über ihre 106 Mitgliedsorganisationen rund 13 Millionen ältere Menschen. Als Lobby der Älteren vertritt sie deren Interessen gegenüber Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Sie tritt u.a. dafür ein, dass das Lebensalter keine Rolle für die Frage spielen darf, ob jemand etwas (noch) kann oder nicht. Das KDA setzt sich seit 1962 für die Lebensqualität und Selbstbestimmung älterer Menschen ein. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten führen Experten Projekte und Studien durch. Das KDA berät Ministerien, Kommunen, Unternehmen, Sozialverbände, Leistungserbringer wie Heimträger und ambulante Dienste, bietet Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Führungs- und Fachkräfte an und informiert die Öffentlichkeit durch Tagungen und Publikationen.

Stellungnahme gegen rechtsextreme Gewalt

CDU-Fraktion regt gemeinsames Auftreten aller Fraktionen im Stadtrat an

Die CDU-Fraktion der Stadt Erfurt hält es im Zusammenhang mit der durch Neonazis verübten Mordserie für eine menschliche Selbstverständlichkeit, sich gegen diesen Angriff auf unser Wertesystem zu positionieren und klar Stellung zu beziehen für ein weltoffenes und gastfreundliches Erfurt.

Der Freistaat Thüringen und damit auch Erfurt stehe derzeit bundes- und weltweit im Zwielicht – beinahe täglich verdichten sich Informationen über die von hier aus agierende, rechtsextreme terroristische Vereinigung, die im ganzen Bundesgebiet mindestens zehn Menschen kaltblütig ermordet haben soll, neun davon aus Fremdenhass. Die CDU-Fraktion regt deshalb an, eine offizielle Stellungnahme des Erfurter Stadtrates zur Verurteilung der Taten rechtsextremer Terroristen und mithin jeder Art extremistischer Gewalt zu beschließen.

„Ich denke, es ist im Sinne aller Fraktionen wie auch unserer Bürger, ein deutliches Signal der Gastfreundschaft und Weltoffenheit auszusenden“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Michael Panse. Die von der CDU-Fraktion eingebrachte Vorlage sei als Basis zu verstehen für eine im Konsens entstehende, gemeinsame Erklärung aller Stadträte. „Zusammen können wir ein Zeichen setzen.“

Erfurt müsse zeigen, dass Intoleranz und Gewalt hier nicht willkommen sind. Im Einstehen gegen Gewalt, Intoleranz, Diskriminierung und Rassismus dürfe es keine Verharmlosung geben, sagt Michael Panse. Die Fraktion appelliert mit ihrer Vorlage an das Verantwortungsgefühl eines jeden. Nicht nur die Politik, auch jeder Bürger sei gefragt, wenn es darum geht, hinzugucken statt sich wegzuducken.

„Gerade auch gegenüber den Kindern und Jugendlichen müssen wir mit eindeutigem, positivem Beispiel vorangehen“, erklärt Michael Panse. Nur so könne ein Wertebild aus Offenheit, Toleranz und Freiheit glaubhaft vermittelt werden.