
Marathonsitzung beim Stadtsportbund

Ihr Stadtrat für Erfurt


Als ich jedoch um 20.30 Uhr in die Halle kam begann gerade erst der dritte Satz und es stand 1:1 nach Sätzen. Unsere Mädels hatten den ersten Satz sensationell gewonnen und den zweiten klar verloren. Im dritten Satz führten wir mit 10:3 und später 15:9, dann drehten die Schweriner Mädels auf und wir mussten den Satz abgeben. Spiegelbildlich das gleiche im vierte Satz. Schade, aber ein toller Volleyball-Abend und Werbung für den Sport!
Heute Mittag ging es ruhig los. Beim Brunch im Radisson-Hotel (dort hatte am Abend zuvor Johannes Heesters eingecheckt, um in Erfurt seinen 107. Geburtstag zu feiern) hielten wir, der Vorstand des Fördervereins Alte & Kleine Synagoge, einen Rückblick auf die Jüdisch-Israelischen Kulturtage und schmiedeten schon einmal Pläne für den Herbst 2011.







Der Platz vor dem Rathaus war trotz dichten Schneetreiben gut gefüllt. Sehr gewöhnungsbedürftig waren allerdings die Temperaturen – minus 10 Grad! Ich darf gar nicht daran denken, in Tel Aviv sind 28 Grad und in Haifa, Erfurts Partnerstadt sogar 30 Grad.
Ich finde es sehr gut, dass mit dem Leuchter in Erfurt ein Signal für unsere gemeinsamen jüdisch-christlichen Wurzeln gesetzt wird und ich freue mich jetzt schon auf den Chanukka-Ball der Jüdischen Landesgemeinde am Samstag im Kaisersaal. 


Der heutige Kreisparteitag der Erfurter CDU widmete sich ausschliesslich kommunalpolitischen Themen. Wahlen standen nicht an und so war zunächst die spannende Frage wie viele Mitglieder die Diskussion tatsächlich suchen würden.
Immerhin rund 90 Mitglieder, also mehr als die “Normquote” von 10 Prozent hatten dazu am Samstag Vormittag Lust. 10 Prozent ist leider inzwischen die gängige Quote, sowohl bei der CDU, als auch in vielen Ortsverbänden und sogar in der Jungen Union. Allein an den mangelnden “Mitmachangeboten” kann es also nicht liegen. Angebote gibt es genug, vielleicht suchen manche Mitglieder aber auch neu Mitmachformen.
Im Internet auf der Homepage, in sozialen Netzwerken, Öffentlichkeitsarbeit und Infostände – die Erfurter CDU hat sich auf den Weg gemacht. 18 Monate nach der Kommunalwahl hat die Stadtratsfraktion ihre Position gefunden. Dem Konzept “Friede, Freude, Bausewein” von Rot-Rot-Grün setzen wir Oppositionsarbeit entgegen.
Die Diskussion um die Stadtwerkegeschäftsführer beschäftigte uns bis in die jüngste Vergangenheit. Jetzt dreht sich vieles um den Haushalt 2011/2012, der letzte Woche in den Stadtrat eingebracht wurde. In einer Fraktionsklausur werden wir nächste Woche entscheiden, wie wir damit umgehen und welche Schwerpunkte wir bei den Anhörungen und möglicherweise mit Anträgen setzen werden.
Unsere Kritik am HH hat etwas mit dem fehlenden Personalentwicklungskonzept, mangelnden Investitionen und falscher Schwerpunktsetzung, einschließlich Gebühren- und Steuerbelastungen für die Bürger zu tun. Am Montag Abend werden wir dazu Oberbürgermeister Bausewein erstmals zu einem Gespräch in unserer Fraktionssitzung begrüßen können.
Die heutige Diskussion zum Antrag des Kreisvorstandes “Unsere Stadt stärken – finanzielle Handlungsspielräume zurückgewinnen” war da eine wichtige Aufrüstung für die Fraktion. Ein weiterer Antrag widmete sich dem Thema “Zukunftsfähigkeit sichern – Demographische Herausforderungen meistern” und in einem dritten Forum wurde über “Sicherheit für unsere Bürger – gegen Kriminalität und Vandalismus” diskutiert.
Verstehen kann ich die Ungeduld etlicher Mitglieder, die weitere Strukturveränderungen forderten. Beispielsweise soll für die Ortschaften mehr getan werden. Bei den Haushaltsberatungen werden wir dies aufgreifen. Konkrete Änderungsvorschläge sind dazu willkommen.
Die parteiinternen geforderten Änderungen beurteile ich hingegen skeptisch. Ein Umzug der Kreisgeschäftsstelle bringt wenig, Ortsverbandstrukturänderungen lassen sich nicht von oben verordnen und ein stärkeres Engagement für unsere Mitgliederzeitung ist seit Jahren gewollt, wird aber nur eingeschränkt von Ortsverbänden und Vereinigungen aufgegriffen.
Was berechtigt als Forderung bleibt ist die mangelhafte Beteiligung bei kommunalpolitischen Themen. Die Kreisfachausschüsse könnten und müssen mehr Impulse setzen. Die Kommunalpolitiker von Morgen müssen sich heute in Szene setzen. Wer erst kurz vor den nächsten Wahlen Themen besetzt darf sich dann nicht über mangelnde Wählerzustimmung beklagen.
Ungeklärt ist auch die Frage, wer unser Oberbürgermeisterkandidat oder Kandidatin werden soll. Es ist richtig, eine Entscheidung dazu muss schnell getroffen werden. Hilfreich wäre es aber wenn der eine oder andere jüngere oder ältere Kandidat aus den Deckung kommt und sagt: Ja, ich will und ja, ich werde Oberbürgermeister.
Genug Aufgaben für den Kreisvorstand, der Kreisparteitag hat diese Aufgaben gebündelt. 
