Die CDU-Fraktion und die sachkundigen Bürger beim adventlichen Empfang
Eigentlich ist das Jahr 2016 so gut wie rum. In vielen öffentlichen Verwaltungen geht es noch darum, welche Ausgaben kurz vor Kassenschluss noch schnell getätigt werden müssen, es geht um die Urlaubsplanung zwischen den Feiertagen und Weihnachtsfeiern stehen auf dem Programm.
Soweit sind wir in der Erfurter Kommunalpolitik noch nicht. Geld kann derzeit sowieso kaum ausgegeben werden – es ist ja keins da. Urlaubsplanungen stehen noch zurück, weil in dieser Woche noch zwei lange Beratungstage im Stadtrat, inklusive der danach erfolgenden Ausfertigung der Beschlüsse ansteht.
Adventliche Vorfreude kommt Angesichts der desaströsen Finanzlage der Stadt sowieso nur eingeschränkt auf. Mit dem Haushaltssicherungskonzept und der vorläufigen Haushaltsführung wird es wieder freie Träger und das soziale, kulturelle und sonstige ehrenamtliche Engagement treffen. Der Dank an die vielen engagierten Menschen in Erfurt bekommt leider immer wieder einen faden Beigeschmack, wenn man erlebt wie das Engagement in kommunalpolitischen Beschlüssen mit Füßen getreten wird.
Auch über dieses Thema haben wir bei unserer heutigen Fraktionssitzung gesprochen. Dieses Mal ging es allerdings zügig durch die Tagesordnung für die Stadtratssitzung. Die vielen unangenehmen Themen werden schon seit Wochen diskutiert und die Positionen der Fraktionen beispielsweise zum Haushaltssicherungskonzept sind bekannt. Wenn sich im Stadtrat die Beschlussfassung so fortsetzt, wie sie in den Ausschüssen war, wird wohl nicht viel übrig bleiben.
Nach unserer Fraktionssitzung wurde es aber doch noch adventlich. In dieser Wahlperiode des Stadtrats werden wir zwölf CDU-Stadträte von gut zwei Dutzend sachkündigen Bürgern unterstützt. Gemeinsam mit ihnen und den Mitarbeitern der Geschäftsstellen haben wird heute über das kommunalpolitische Jahr 2016 gesprochen. Vor allem aber hatte ich die Gelegenheit einmal Danke zu sagen. Danke für das Engagement, für die vielen Stunden im Rathaus und die guten Ideen und Anregungen. Danke aber auch an die Partner, Kinder und Familien, die viel Zeit mit ihren Kommunalpolitikern entbehren müssen.
Kein Winter in Sicht
Dieses Jahr ist auch zwei Wochen vor Weihnachten noch kein Winter in Sicht. Heute bin ich extra einmal quer durch Thüringen über Winterstein nach Bad Liebenstein und auf dem Rückweg über den Inselsberg gefahren, aber auch dort war keine Schneekrume zu entdecken. Andere Jahre waren wir am Dritten Advent schon mehrmals im Schnee versunken.
Mit meinem jüngsten Sohn war ich in Bad Liebenstein zu Besuch in der Reha-Klinik, um meinen Bruder zu besuchen. Beim Familientreffen waren auch meine anderen beiden Geschwister dabei und wir waren alle erleichtert, dass der Älteste seine Herz-OP gut überstanden hat.
Weihnachtskonzert der CDU
Auf der Heimfahrt sind wir über Brotterode und den Inselsberg gefahren. Dort waren es zwar unfreundliche 3 Grad, aber auch nur Nieselregen statt Schnee.
Das einzige Eis gab es an diesem Wochenende bei den Black Dragons. Mit meinem ältesten Sohn Maximilian war ich dabei, als die Drachen heute 6:1 gegen FASS Berlin gewannen. Immerhin für die Drachen läuft die Saison gut – leider für RWE und das Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam nicht so sehr.
Jubel bei den Drachen
Zwar waren wir beim Auswärtsspiel in Dresden nicht live dabei, da zeitgleich Jonas beim Weihnachtskonzert der CDU in der Severikirche mit dem Orchester des KLG spielte, aber wir hätten mit zusätzlicher Fan-Power wohl auch nicht helfen können. Das gestrige Spiel beim DSC ging leider wieder mit 0:3 verloren. Mal sehen wie das am vierten Adventswochenende weiter geht – Volleyball (Köpenick) und Eishockey (Kassel) stehen dann wieder mit spannenden Spielen auf dem Programm.
Die Endlosbaustelle der Landeshauptstadt
Hoffentlich korrespondiert die aktuelle Erfolglosigkeit von RWE bei Heimspielen nicht mit der immer noch ausstehenden Fertigstellung der Multifunktionsarena.
Heute hat die Thüringer Allgemeine das Thema einmal wieder aufgegriffen und dabei vermeldet, dass es noch immer Baumängel gäbe und eine offizielle Übergabe deshalb noch nicht stattgefunden hat. Das wird und kann sich sicherlich noch hinziehen, denn das Projekt Sanierung Westtribüne hat noch nicht einmal begonnen.
…Titelseite TA vom 10.12.2016
Leider haben wir genau dies schon vor Wochen befürchtet, als Bausewein, Hoyer und Co noch verkündeten Anfang November sei Übergabe (dieses Mal ganz sicher und wirklich). Frau Hoyer hätte sich mit dem Japan-Urlaub noch Zeit lassen können.
Bemerkenswert daran ist, dass wir so etwas als Stadträte natürlich aus der Presse erfahren – Kommunikation ist ja eine der Schwerpunktkompetenzen der Stadtführung! Nächste Woche ist mal wieder Stadtratssitzung – die perfekte Einladung, die MFA einmal wieder aufzurufen.
Gemeinsam mit meinem Kurzen war ich heute auch wieder zum Heimspiel von RWE im Steigerwaldstadion. Immerhin knapp 9.000 Zuschauer wollten sehen, wie sich Erfurt gegen die Kogge schlägt.
Die Küstenfans
70 Mal hatten RWE und Hansa Rostock zuvor gegeneinander gespielt und von den 36 Spielen im Steigerwaldstadion konnte Hansa nur sechs gewinnen. Heute kam das siebte dazu.
Mit 1:2 gewann Rostock und es jubelten nur die rund 2.000 mitgereisten Rostock-Fans. Zu Beginn des Spiels präsentierten sich zahlreiche Küstenbewohner wegen des Wetters “oben ohne” (dicke alkoholisierte Fußballfans sind besonders ansehenswert!). Zu Beginn der zweiten Halbzeit war es ihnen aber wohl doch zu frisch – sie zündeten reichlich Pyro.
Start mit einer Lasershow
Pünktlich zum Jahresende stand wieder die Traumzeit in der Erfurter Messehalle auf dem Programm. In diesem Jahr aber unter dem neuen Titel Traumhits. Geändert hat sich aber am Konzept der Veranstaltung nichts.
Petra Zieger die mit ihrem Hit Traumzeit Namensgeber der traditionellen Reise in die 80ger Jahre war, eröffnete den gestrigen Konzertabend. Natürlich durften weder die “Katzen bei Nacht” noch die “Superfrauen” im Programm fehlen. Keimzeit setzte da an wo Petra Zieger aufhörte. Bekannte Hits zum mitsingen – Kling Klang etc..
Die nachfolgende Spider Murphy Gang kann für sich in Anspruch nehmen bereits zu Ostzeiten in den 80ger Jahren in Thüringen gewesen zu sein. In Bad Blankenburg gaben sie schon eine Konzert, als dies praktisch allen Westbands – erst Recht denen der Neuen Deutschen Welle verwehrt war. Die bayrische Band hatte ausschließlich Mitsingsongs dabei.
Klaus Lage hatte ebenfalls alles im musikalischen Gepäck, was ihn einst bekannt gemacht hat, von Monopoly bis 1000 Mal berührt. Samantha Fox (Touch me) hatte es danach schwer. Vielen waren zwar noch die Bilder aus den Bravos in Erinnerung, aber da legte sie den Schwerpunkt auf optische Reize und weniger den Gesang. Die Jungs-Träume sind aber lange her…
So hatte das Electric Light Orchestra (natürlich nicht in der Originalbesetzung) die Aufgabe kurz vor Mitternacht noch einmal die Stimmung hoch zu bringen und dies gelang auch. Ich kannte nahezu jedes Stück und dies auch weil es eine direkte Reise in meine Jugend und spätere “Sturm- und Drang-Zeit” war.
1980 war ich in der 8. Klasse und habe zum ersten Mal die Schule geschwänzt. Im Centrum-Kaufhaus gab es die Amiga-Lizenzplatte von ELO. Ich hatte davon gehört und habe mich um 9 Uhr vor dem Kaufhaus (rechter Zeiteneingang, der immer zu erst geöffnet wurde) angestellt. Nur die ersten 100 – 200 hatten eine Chance auf die Platte und so wurde durch das Haus gesprintet. In der Schule behauptete ich, ich wäre beim Zahnarzt gewesen. Vor 36 Jahren wäre es nicht vorstellbar gewesen einmal live dabei zu sein.
Bei den Traumhits bzw. der Traumzeit war ich schon etliche Male dabei – auch wenn es gestern nur 6.000 Besucher waren, als früher wo es schon einmal 12.000 waren, war es wieder ein toller Abend.
Bilder der Traumhits 2016
Erstaunt zeigte sich CDU-Fraktionschef Michael Panse über die durch einen MDR-Beitrag bekannt gewordene, nun offensichtlich erfolgte, Genehmigung der Bauvoranfrage zum Moscheebau im Erfurter Ortsteil Marbach.
„Unstrittig ist, dass es sich dabei um Verwaltungshandeln und damit um originäre Aufgaben für die Bauverwaltung handelt. Leider ist aber von der vor Monaten angekündigten Transparenz und der Dialogbereitschaft mit den Bürgerinnen und Bürgern in Marbach nichts mehr übrig geblieben. Hier steht vor allem der Oberbürgermeister im Wort und in der Pflicht“, kommentiert Panse. Der ursprünglich geplante Standort an der B4 steht nun offensichtlich nicht mehr zur Diskussion, da er zu klein sei. Stattdessen geht es aktuell um ein Grundstück an der Schwarzburger Straße, für das es jetzt einen positiven Bescheid für eine Bauvoranfrage geben soll.
Die Ahmadiyya-Gemeinde hatte beim Bürgerdialog in Marbach trotz Nachfragen immer wieder betont, dass es keine Pläne zu einem anderen Standort gäbe. „Ich hätte mir sehr gewünscht, dass an dieser Stelle die Bürgerinnen und Bürger vom Bauträger, also der Ahmadiyya-Gemeinde, und der Stadt mit einer gemeinsamen frühzeitigen Information über die geänderten Pläne in Kenntnis gesetzt worden wären. Ein Moscheebau kann und soll nur dort erfolgen, wo auch eine Chance auf eine Akzeptanz im sozialen Umfeld erfolgt“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende weiter.
Die CDU-Fraktion appelliert deshalb eindringlich an die Vertreter der Ahmadiyya-Gemeinde, beim nun wohl folgenden Bauantrag den Dialog mit den Vertretern des Ortsteilrates und den Bürgerinnen und Bürgern von Marbach zu suchen. „Vorbehalten und Misstrauen begegnet man am besten mit transparenter und ehrlicher Öffentlichkeitsarbeit. Ein kommunalpolitisches Handlungsspiel gibt es an dieser Stelle nicht. Nach Aussage der Stadtverwaltung besteht auch keine Notwendigkeit zu einer Änderung eines B-Planes. Dass aber weder die Fraktionen noch die Ortsteilbürgermeisterin über die Änderungen informiert wurden, zeugt von keiner besonderen Sensibilität und steigert nicht die Akzeptanz für den Moscheebau“, erklärt Panse abschließend.
http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/moschee-erfurt-marbach-102.html
Offene Antwort auf den offene Brief
Kommende Woche ist die voraussichtlich letzte Stadtratssitzung in diesem Jahr. Kurz vor Weihnachten geht es noch einmal heiß her und es stehen über 70 Tagesordnungspunkte zur Beratung an. Mittendrin unter TOP 7.10. das Haushaltssicherungskonzept (HSK) der Landeshauptstadt für den Zeitraum 2016-2022. In den letzten Tagen fanden dazu die Beratungen in den Fachausschüssen statt. Auf Antrag der CDU-Fraktion wurden dabei jeweils die freien Träger, Verbände und Institutionen eingeladen die vom HSK direkt betroffen sind.
Betroffen ist von der teilweise sehr deutlichen Kritik jetzt die Verwaltungsspitze und reagiert entsprechend beleidigt. In einem offenen Brief haben sich beispielsweise die Kulturpolitiker der CDU-Fraktion an den Oberbürgermeister gewandt und auf die dramatischen Folgen seiner kulturlosen Politik aufmerksam gemacht. Bekräftigt wurde dies von vielen Trägern, die vor Museenschließungen und Kulturkürzungen warnten. Wer nun gedacht hätte, die zuständige Beigeordnete, der Oberbürgermeister oder wenigstens der Kulturdirektor würden einen ergebnisoffenen Dialog mit den Betroffenen suchen, sah sich getäuscht. Stattdessen reagierten die drei wie getroffene Hunde und bellten laut.
In einer offenen Antwort auf den offenen Brief. Darin beklagten sie die “existierende Haushaltskrise” – die sie selbst in den letzten Jahren systematisch verschuldet haben. Sie beklagten sich, dass “jeder Vorstoß, egal in welche Richtung sofort als Sakrileg aufgefasst und ohne konstruktive Alternativen skandalisiert wird”. Dabei verdrängen sie absichtlich, dass es genau ihr eigenen Versprechen war im Dialog nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Dies hat der Oberbürgermeister im Januar angekündigt und die von ihm vollmundig avisierten Gesprächen mit den Fraktionen gab es nie. Eine dreiste Unverschämtheit ist der Satz “es drängt sich der Eindruck auf, dass sich einige Stadtratsmitglieder nicht der ihnen übertragenen Verantwortung bewusst sind”. Das Gegenteil ist der Fall! Aus Verantwortung für unsere Stadt handeln die Stadträte und nicht wie die Stadtführung aus dem Motiv der Rechtfertigung ihrer verfehlten Politik. In der Stadtratssitzung werden wir den Oberbürgermeister nachdrücklich daran erinnern!
Offener Brief und offene Antwort
Ernste Gesichter in der Auszeit
Enttäuschte Gesichter, Tränen und Sprachlosigkeit nach einem Bundesligaspiel unserer Volleyballdamen habe ich in den zurückliegenden Jahren zum Glück nicht allzu oft erleben müssen. Gestern Abend war dies aber leider so. Mit dem MTV Stuttgart war der ungeschlagene Tabellenführer und Meisterschaftsfavorit in Erfurt zu Gast. Nach zuletzt sehr guten Leistungen u.a. gegen Schwerin, gab es aber trotzdem Hoffnungen auf ein gutes Spiel. Dies klappte für unsere Mädels aber nur im ersten Satz – lange lagen sie in Führung und erst gegen Ende des Satzes (wie so oft) kippte das Ergebnis. Das 21:25 machte aber Hoffnung auf mehr.
Leider folgte aber ein Satz, den ich so bei einem Heimspiel auch noch nicht erlebt habe. Es klappte praktisch gar nichts mehr auf unserer Seite. Ganze 5 Punkte standen am Ende auf der Anzeigetafel. Die fünf Punkte waren zudem auch nur auf Fehler der Stuttgarterinnen (also Netzaufschläge und Ausbälle) zurück zu führen. Die Cheerleader der Erfurt Indigos schafften es in der 10 Minuten daher auch nur die 15 mitgereisten Fans aus Stuttgart zu begeistern – unsere Fans waren erst einmal bedient.
Im dritten Satz wurde es auch nur unwesentlich besser. Immerhin kämpften die Mädels aber kaum etwas gelang. Mit 12:21 endete dieser Satz und das Spiel nach nur 65 Minuten. Die silberne MVP Medaille durfte ich dieses Mal an Friederike Brabetz überreichen. Im ersten Erstligaspiel wurde Friederike mit gerade 17 Jahren damit wertvollste Spielerin auf unserer Seite – dennoch wollte auch darüber keine große Freude aufkommen. Im VIP-Raum haben wir danach noch lange über das Spiel diskutiert. Aber es nützt jetzt nichts dem Spiel nachzutrauern. Am Samstag wartet der nächste dicke Brocken. es geht nach Dresden zum Meister. Ich wünsche unseren Mädels, dass sie den Kopf frei bekommen und dort unbeschwert aufspielen. Kommenden Samstag wird es wieder spannend in der Riethsporthalle. Am 17.12. ist Köpenick zu Gast und da wollen wir Punkte.
Bilder vom Spiel
Angela Merkel – wiedergewählt…
Auch der 29. CDU Bundesparteitag ist nun Geschichte. Nachdem ich heute die 400 km Rückfahrt nach Erfurt absolviert hatte und die ersten Berichte im Fernsehen und unterwegs im Radio gehört habe, stelle ich mir die Frage, ob ich bei einem anderen Parteitag war. Dominierendes Thema des Parteitags (in der Medienberichterstattung) war das Wahlergebnis von Angela Merkel. Die einen nannten es ein ehrliches Ergebnis (gibt es denn auch unehrlich?) und die anderen eine Dämpfer.
Ein Blick in die Parteitagshistorie der letzten Jahrzehnte zeigt, dass beides Unfug ist. Von Rainer Barzel mit 66 Prozent im Jahr 1971 bis Helmut Kohl mit 99,2 im Jahr 1975 reicht die Spannbreite. Auch Angela Merkel hatte 2010 in Karlsruhe 86,8 und 2012 in Hannover 96,9 Prozent. Bei 1001 Delegierten und einer geheimen Wahl gibt es Pendelbewegungen, die nur vor Journalisten gerne zu parteipolitischen Unmutsbekundungen aufgebaut werden.
…auch von mir
Fakt ist, Angela Merkel hat in Essen eine gute Parteitagsrede gehalten und Fakt ist, sie hält in schwierigen Zeiten die Truppe zusammen. Ja, es gibt unzufriedene CDU-Mitglieder und ja, wir haben unseren Kurs nachjustiert. Aber dies ist für eine große Volkspartei nicht ungewöhnlich.
Nach der Wahl der Stellevertreter und des Präsidiums folgte Montag Abend noch die Wahl der Beisitzer. Thüringen wird in den nächsten beiden Jahren mit Dagmar Schipanski und Mike Mohring wieder zwei Mal vertreten sein. Heute folgte dann die umfängliche Antragsberatung, nachdem der NRW-Abend bis weit in die Nacht ging. In diesem Jahr fehlte Horst Seehofer als Grußwortredner. Erneut zu Gast war aber Vitali Klitschko. Insgesamt wird sich der 29. Parteitag irgendwo im Mittelfeld der Erinnerungen an meine inzwischen 24 Parteitage einreihen. Da ich für die nächsten beiden Jahre wieder Delegierter bin kommen noch einige dazu 😉
Bilder vom Parteitag
Enttäuscht über die aktuellen Meldungen zur Entwicklung der südlichen Stadteinfahrt zeigten sich der CDU-Fraktionschef Michael Panse und der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Jörg Kallenbach. Mit einer Stadtratsvorlage für Dezember schließt die Verwaltung die längst überfällige Umgestaltung und vor allem Ausbau der südlichen Stadteinfahrt aus. Lediglich eine Bestandsanierung sei vorgesehen. Die Einfahrt würde damit als verkehrstechnischer Engpass weiter bestehen – zum Schaden der Anwohner.
Panse sieht einen klaren Widerspruch zu bestehenden Beschlüssen des Stadtrates: „Mit dem Beschluss zur Multifunktionsarena hat der Stadtrat der dem Oberbürgermeister und seiner Verwaltung den klaren Auftrag erteilt, das Gebiet um die Arena mit zu entwickeln. Dazu gehört auch der Ausbau der Südeinfahrt, um auf erhöhtes Verkehrsaufkommen und im Sinne des Anwohnerschutzes zu reagieren. Sollte die Vorlage nächste Woche so beschlossen werden, würde die Südeinfahrt zur verkehrspolitischen Geisterfahrt des Oberbürgermeisters und seiner rot-rot-grünen Stadtratsmehrheit werden. Die CDU wird auf einen zeitgemäßen Ausbau der Südeinfahrt bestehen, um die derzeit unerträglichen Staus stadtein- und stadtauswärts zu vermeiden.“
Verkehrspolitiker Kallenbach kommentiert ebenfalls: „Hier werden Versprechen und Zusagen gebrochen. Besonders die Bürgerinitiative Südeinfahrt kämpfte lange für den Umbau und die Sanierung. Bis heute wurde sie immer wieder mit Ausflüchten abgespeist und hingehalten. Die Vorlage der Verwaltung ist ein Schlag ins Gesicht derer, die sich hier ehrenamtlich für ihren Stadtteil und für ganz Erfurt kraftzehrend engagiert haben. Wenn ökologische Aspekte dem Ausbau der Südeinfahrt im Wege stehen, muss nach entsprechenden Lösungen gesucht werden.“
Die CDU-Fraktion kann der Vorlage in der bestehenden Form nicht zustimmen und fordert eine Überarbeitung unter Einbeziehung der Bürgerinitiative.
2009 in Erfurt
Inzwischen bekomme ich nicht mehr alle Bundesparteitag zusammen – geschweige denn, was dort jeweils inhaltlich passierte. Morgen und übermorgen bin ich als Delegierter beim 29. CDU-Bundesparteitag in Essen und bevor der Parteitag beginnt geht der Blick zurück.
Insgesamt 36 Bundesparteitage gab es von 1950 bis 1990, bevor mit dem Vereinigungsparteitag im Oktober 1990 eine neue Zeitrechnung begann. Bei den Austragungsorten gibt es Schwerpunkte – vier Mal Hannover, drei Mal jeweils Karlsruhe, Dresden und Leipzig, zwei Mal Hamburg, Berlin, Bonn und Essen. Hinzu kommen noch einige NRW-Städte, sowie Bremen, Stuttgart, Frankfurt und auch noch Erfurt.
Bei nahezu allen Parteitagen (der neuen Zeitrechnung) war ich dabei – bei den meisten Parteitagen auch als einer der 24 Thüringer Delegierten. Morgen steht die Wiederwahl von Angela Merkel auf dem Programm.
Vor nunmehr 16 Jahren wurde Angela Merkel beim 13. Bundesparteitag (auch in Essen) zur Bundesvorsitzenden gewählt. Sie wird auch morgen wieder gewählt werden und auch dabei wird die Öffentlichkeit auf das Wahlergebnis schauen. Wie bei den vergangenen Wahlen wird Angela Merkel meine Delegiertenstimme bekommen, weil sie unsere CDU geprägt hat. Ich schätze ihre sachliche Art, mit der sie im Amt als Parteivorsitzende und als Bundeskanzlerin agiert.
…und 1991 in Dresden
Dabei erinnere ich mich noch daran, als ich Angela Merkel das erste Mal erlebt habe. Das war zu einem Zeitpunkt, bei dem wir beide noch nicht Mitglied in der CDU waren.
Im Frühjahr 1990 war ich beim Parteitag des Demokratischen Aufbruchs in Berlin dabei, als der DA beschloss, mit der CDU zusammen zu gehen. Angela Merkel war zu dem Zeitpunkt Pressesprecherin des DA und hat auch als spätere CDU-Generalsekretärin noch Kontakte zu alten DA-Mitstreitern gepflegt. 1999 gab es sogar einmal DA-Revival-Treffen in kleiner Runde im Radisson in Erfurt, über das nicht alle CDU-Parteifreunde so glücklich waren.
Nach der Fusion mit der CDU im Sommer 1990 hatte Angela Merkel Schritt für Schritt wichtige Ämter übernommen. Ministerin für Frauen und Jugend, Bundesumweltministerin, Generalsekretärin, und später Bundesvorsitzende, Oppositionsführerin und Kanzlerin – ein auch heute noch beeindruckender politischer Lebenslauf in der männer-dominierte CDU für eine Frau mit ostdeutscher Herkunft.
In all den Jahren habe ich Angela Merkel bei vielen Veranstaltungen erleben können: Deutschlandtage der Jungen Union, Parteitage und Wahlkampfveranstaltungen. Auch ein ganz altes Foto aus den Anfangsjahren gibt es noch – es entstand 1991 bei CDU-Bundesparteitag vor genau 25 Jahren in Dresden.
Die Bilder die danach u.a. beim Wahlkampf 2008/2009 entstanden sind zeigen, dass die vielen Jahre manche Modesünde, einschließlich Frisur und Brillenauswahl großzügig kaschieren.
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